2011-11-20

Streit über Integrationshilfe in Kitas - Stadt und Kreis - Teckbote

19.11.2011

Streit über Integrationshilfe in Kitas


Integrationshelfer sorgen in Kindertageseinrichtungen dafür, dass geistig, körperlich oder seelisch behinderte Kinder am Alltag teilhaben können. Im Sozialausschuss des Kreistags gab es eine hitzige Diskussion darüber, wer für die Einstellung der Kräfte zuständig ist – und wann die Kitas mehr Geld bekommen.

Antje Dörr
Kreis Esslingen. Gesunde Kinder und Kinder mit Handicaps gemeinsam fördern – dieser Gedanke setzt sich in Schulen und Kindertageseinrichtungen mehr und mehr durch. Die Folge: Der Bedarf an Integrationshelfern steigt auch im Landkreis Esslingen stetig an. 1997 betreuten Integrationshelfer sechs Kinder im Landkreis Esslingen, Ende 2010 waren es schon 148.
Grundsätzlich wird unterschieden zwischen pädagogischer Hilfe, begleitender Hilfe oder einer Kombination aus beidem. Im ersten Fall unterstützt der Helfer das Kind in seiner Sozialkompetenz und bei Dingen wie Sprache und Motorik. Die begleitenden Helfer kümmern sich um Assis­tenzleistungen wie Wickeln, Ankleiden, Nahrungsaufnahme und Fortbewegung. Die kombinierte Hilfe wird bei Kindern mit ausgeprägten Beeinträchtigungen eingesetzt.
Im Jahr 2010 hat der Landkreis 1,112 Millionen Euro dafür ausgegeben, dass Integrationshelfer in Kindertageseinrichtungen tätig sein können. Gezahlt wird eine monatliche Pauschale, die derzeit 460 Euro für die pädagogische Hilfe, 308 Euro für die begleitende Hilfe und 768 Euro für die Kombination beträgt. Diese sogenannte Teilhabepauschale wird dem Träger der Kindertageseinrichtung zur Verfügung gestellt. Er bezahlt damit die Integrationshilfe und sorgt für die organisatorischen Voraussetzungen. Allerdings ist die Teilhabepauschale lediglich ein Zuschuss. Die Gesamtkosten deckt er nicht.
Streit über Integrationshilfe in Kitas - Stadt und Kreis - Teckbote

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