2011-11-14

Ausgrabungsende in Haller Psychiatrie - tirol.ORF.at

Ausgrabungsende in Haller Psychiatrie

Nach knapp acht Monaten sind jetzt die Ausgrabungsarbeiten auf dem früheren Friedhof der Psychiatrie in Hall beendet worden. 228 Bestattungen wurden gefunden und 221 Skelette geborgen. Für Rätsel sorgen festgestellte Verletzungen, die nicht unmittelbar zum Tode führten.
NS-Opfer:  Gräberfeld Hall
ORF
50 Prozent der Opfer stammen aus Tirol, 20 Prozent jeweils aus Vorarlberg und Südtirol und der Rest aus anderen Bundesländern sowie dem Ausland.
Die ursprünglichen Zahlen hätten sich verfestigt und es sei gelungen, die Toten zu identifizieren, sagte der Anthropologe George McGlynn bei einer Pressekonferenz am Montag: „Wir haben bereits ein Drittel der Skelette näher untersucht. Von diesen weist die Hälfte Rippenbrüche auf, die nicht in den Krankenakten notiert wurden.“
Aufgrund erster Ergebnisse sind sich die Wissenschaftler einig, dass die meisten Rippenbrüche, die bei den Skeletten vorhanden waren, während der Behandlung in Hall zugefügt wurden. McGlynn geht davon aus, dass die Verletzungen aus Gewalteinwirkungen resultierten: „Ich bezweifle aber, dass sie unmittelbar zum Tode führten“, ergänzte McGlynn. Neben Rippenbrüchen habe man auch Nasen- und Schlüsselbeinbrüche festgestellt, die ebenfalls nicht dokumentiert worden seien.

Ausgrabungsende in Haller Psychiatrie - tirol.ORF.at

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen

Related Posts Plugin for WordPress, Blogger...