2011-11-07

Datenschützer: "Chaos" bei Firma schuld an Psychatrie-Datenleck - Nachrichten Newsticker - dpa_nt - regioline_nt - hamburgschleswigholstein_nt - WELT ONLINE

"Chaos" bei Firma schuld an Psychatrie-Datenleck

Kiel/Rendsburg (dpa/lno) - Der freie Zugang im Internet zu über 3000 hochsensiblen Psychiatrie-Datensätzen aus Schleswig-Holstein ist nach einer ersten Einschätzung von Datenschützern auf «ein organisatorisches Chaos» bei den beteiligten Firmen und Einrichtungen zurückzuführen. Dieses Resümee zog Schleswig-Holsteins oberster Datenschützer Thilo Weichert am Montag nach einem Kontrollbesuch von drei Mitarbeitern seiner Behörde bei der Rebus GmbH in Rendsburg, einem Tochterunternehmen des Brücke Rendsburg-Eckernförde e.V. Die Brücke ist ein Sozial- und Therapiezentrum.
Es sei zu befürchten, dass die Datenlücke schon seit Jahren bestanden habe, sagte Weichert der Nachrichtenagentur dpa. Die vorläufige Bestandsaufnahme habe ergeben, «dass fast alle Anforderungen an ein funktionsfähiges Datenschutzmanagement nicht beachtet wurden». Der Server mit den sensiblen Daten bleibe vorerst abgeschaltet. Weichert bestätigte die Darstellung von Rebus-Geschäftsführerin Heike Rullmann, dass die Dokumente nicht über eine Webseite hätten abgerufen werden können, allerdings übers Internet, «wenn man den genauen Weg wusste».
Laut Weichert ist es noch zu früh, die Staatsanwaltschaft Kiel über die Ergebnisse der Kontrolle zu informieren. Die Staatsanwaltschaft hatte nach Bekanntwerden des bislang größten Daten-Skandals im schleswig-holsteinischen Gesundheitswesen am Freitag einen Prüfvorgang angelegt. Die Behörde steht mit dem Unabhängigen Landeszentrum für Datenschutz (ULD) in enger Verbindung.
Beteiligt an dem Chaos bei Rebus sind laut Weichert mehrere Einrichtungen und Stellen, zwischen denen die Arbeitsverhältnisse und Verantwortlichkeiten unklar geregelt seien (...)
Betroffen von dem Datenleck ist auch eine Psychiatrie-Einrichtung im baden-württembergischen Winnenden. 162 Patienten-Dokumente dieser Einrichtung sind laut Weichert ins Internet gelangt. Rebus ist bundesweit als Dienstleister für Träger sozialer Einrichtungen tätig.Datenschützer: "Chaos" bei Firma schuld an Psychatrie-Datenleck - Nachrichten Newsticker - dpa_nt - regioline_nt - hamburgschleswigholstein_nt - WELT ONLINE

07.11.2011 17:55
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Schlamperei mit Psychiatriedaten in Schleswig Holstein

Persönliche Daten und medizinische Befunde von tausenden Psychatriepatienten aus Schleswig Holstein standen monatelang, vielleicht sogar über Jahre hinweg völlig ungeschützt im Netz. Nachdem die Tageszeitung Lübecker Nachrichten das Unabhängigen Landeszentrums für Datenschutz Schleswig-Holstein (ULD) über dieses Problem unterrichtet hatte, nahm das ULD einen Kontrollbesuch beim verantwortlichen Internet-Dienstleister Rebus vor und fand den Angaben zufolge vor allem eines vor: Chaos.

Thilo Weichert vom ULD will den Vorfall aufklären.
Die vorläufige Bestandsaufnahme der Datenschützer fällt vernichtend aus:
www.heise.de

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