2011-11-13

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Bundesweites Antimobbing-Programm an Schulen

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11.11.2011 -
(red/idw) Gegen Mobbing und Gewalt – für Zivilcourage: An diesem Freitag wurde in Berlin die bundesweite Einführung des "fairplayer"-Programms gestartet.
Fairplayer fördert wissenschaftlich nachgewiesen die sozialen Kompetenzen von Jugendlichen und dient der Prävention von psychischer und physischer Gewalt in der Schule. Dazu wurde das Schulprogramm fairplayer.manual konzipiert.
Die Umsetzung ist eine Kooperation der Deutschen Bahn AG, der Stiftung "Deutsches Forum für Kriminalprävention" (DFK) und der Freien Universität Berlin.
Hinsehen, eingreifen, Verantwortung übernehmen: Im Rahmen von pädagogisch begleiteten Rollenspielen lernen die Schüler den fairen Umgang miteinander auch in schwierigen Situationen. Schülerinnen und Schüler der 7. bis 9. Klassen des Felix-Mendelssohn-Bartholdy-Gymnasiums in Berlin-Prenzlauer Berg haben bereits am fairplayer-Programm teilgenommen. Sie erläuterten Bundesinnenminster Dr. Hans-Peter Friedrich und dem DB- Vorstandsvorsitzenden Dr. Rüdiger Grube anlässlich des bundesweiten "fairplayer.manual"-Starts das Präventionsprogramm mit einer Poster- Präsentation: "Ich habe durch "fairplayer" etwas über meine Rolle in der Klasse gelernt und darüber, wie ich, statt nur zuzuschauen, zum Helfer der Opfer werden kann. Ich weiß jetzt, dass ich in meiner Klasse Respekt erhalte, wenn ich bei einem Mobbing-Vorfall dazwischen gehe und dem Opfer helfe", sagte die zwölfjährige Schülerin Anna-Maria. Ihr gleichaltriger Mitschüler Gabor ergänzte: "Ich bin der Meinung, dass es sehr viel bringt, in der Klassengemeinschaft bestimmte Dinge offen anzugehen, wie wir es bei "fairplayer" gelernt haben. Dadurch haben wir erfahren, wie man mit Mobbing umgeht. Wir sind als Klasse näher zusammengerückt und wissen jetzt, wie wir im Notfall einschreiten können, ohne uns selbst in Gefahr zu bringen."
"Kinder müssen gewaltfrei aufwachsen und mit dem nötigen sozialen Rüstzeug ausgestattet werden. Nur so kann der gesellschaftliche Zusammenhalt in Deutschland dauerhaft gewährleistet werden", erklärte Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich. Er begrüßte zudem, dass das Programm "fairplayer" sich nicht ausschließlich an Täter oder Opfer von Schulgewalt wendet, sondern versucht, alle Beteiligten – auch die, die wegsehen, sich nicht trauen einzugreifen oder gleichgültig sind – in die Pflicht zu nehmen. "Die Schülerinnen und Schüler lernen auf diese Weise, Verantwortung für andere wahrzunehmen", betonte der Bundesinnenminister."
Auch Bahn-Chef Rüdiger Grube hält das Einüben sozialer Umgangsformen und das Festlegen von Regeln für eine wichtige Grundlage des Miteinanders: "Wir befördern 7,5 Millionen Menschen jeden Tag, da ist ein faires Miteinander für uns besonders wichtig. Die Unterstützung des fairplayer- Programms ist eine Investition in die Zukunft. Wir setzen dabei auf die Vermittlung von sozialer Kompetenz und Verantwortung und wollen Jugendliche dazu ermuntern, Zivilcourage zu zeigen und Schwächeren zu helfen." (...)
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