2011-11-08

Pflege: Experten verwerfen Mini-Reform - Kölner Stadt-Anzeiger

Pflege

Experten verwerfen Mini-Reform

Von Stefan Sauer, 07.11.11, 21:45h, aktualisiert 08.11.11, 06:55h

Fachleute kritisieren den Koalitionsbeschluss zur Pflegereform. Experten befürchten Pleitewellen, Investitionsstaus und eine schlechtere Qualität der Pflege. Auch Schwarzarbeit werde zunehmen.

Solidaritätszuschlag
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SPD und Grüne lehnen die Steuersenkungen ab. (Bild: dpa)
BERLIN - Der am Sonntag erzielte Pflegekompromiss wird nach Ansicht von Experten viele Pflegeeinrichtungen und ambulante Dienste in finanzielle Bedrängnis bringen oder sogar zur Aufgabe zwingen. Es werde in den kommenden Monaten zu einer „Pleitewelle kommen, die allein in NRW mehrere Hundert Einrichtungen betreffen wird“, sagte der SPD-Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach am Montag dem „Kölner Stadt-Anzeiger“.
Die Koalitionsspitzen hatten am Sonntag die Einführung einer freiwilligen privaten Zusatzpflegeversicherung nach dem Vorbild der Riester-Rente vereinbart. Zudem soll zum 1. Januar 2013 der Beitragssatz der gesetzlichen Pflegeversicherung um 0,1 Prozentpunkt steigen. Damit stehen nur rund 1,1 Milliarden Euro mehr als bisher für die Versorgung Demenzkranker zur Verfügung.

Experten verwerfen Mini-Reform - Kölner Stadt-Anzeiger

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