2011-11-08

Versicherung: Bitte kein Pflege-Bahr | FTD.de

08.11.2011, 12:16

Versicherung Bitte kein Pflege-Bahr

Leitartikel Die gesetzliche Pflegeversicherung ist unterfinanziert. Die nach Gesundheitsminister Daniel Bahr "Pflege-Bahr" genannte Reform soll es nun richten. Das ist kein Witz, das ist die bittere Reformwahrheit.
So also bereitet die schwarz-gelbe Koalition Deutschland auf die größte pflegepolitische Herausforderung des 21. Jahrhunderts vor: mit dem "Pflege-Bahr" (benannt nach dem derzeitigen Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr). Das ist kein Witz, das ist die bittere Reformwahrheit, wie sie am Montag vorgestellt wurde.
Ähnlich der Riester-Rente soll eine freiwillige, private Pflegezusatzversicherung jene Finanzierungslücke stopfen, die durch die zunehmende Alterung (und Pflegebedürftigkeit) der Gesellschaft verursacht wird. Das ist so, als ob man mit Fingerhüten eine Überschwemmung bekämpfen will. Ein gutes Geschäft für die Fingerhuthersteller, aber völlig ungeeignet, um den Keller trocken zu kriegen.
Gesundheitsminister Daniel Bahr (FDP). Gesundheitsminister Daniel Bahr (FDP).
Seit Jahren ist klar: Die gesetzliche Pflegeversicherung ist unterfinanziert. Schon jetzt müssen Pflegebedürftige mit ihrem Privatvermögen einspringen oder sind auf Sozialleistungen angewiesen, weil die Pflegeversicherung nicht reicht. Gleichzeitig hat sich die bisherige Pflegestufen-Einteilung als realitätsfern erwiesen -
Versicherung: Bitte kein Pflege-Bahr | FTD.de

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