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2012-07-30

Lohndumping, Betrug und Skandale - Kritiker Claus Fussek über schlechte Pflege als Milliardengeschäft und die Verantwortung dafür, die wir alle tragen (neues-deutschland.de)

Lohndumping, Betrug und Skandale

Kritiker Claus Fussek über schlechte Pflege als Milliardengeschäft und die Verantwortung dafür, die wir alle tragen

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Claus Fussek (59) arbeitet in einem ambulanten Beratungsund Pflegedienst in München. Seit Jahren kritisiert er die Zustände in Pflegeheimen. Mit Gottlob Schober schrieb er das Buch »Im Netz der Pflegemafia«, in dem es um die Geschäftemacherei dieser Branc
Am 29. Juni beschloss der Bundestag ein Pflegegesetz und lobte es über den grünen Klee: Zum ersten Mal erhielten Menschen mit Demenz Leistungen, heißt es. Es gebe mehr Wahlfreiheiten, neue individuelle Wohnformen und fünf Euro im Monat für eine private Pflegevorsorge. Doch nicht alle in der Pflege Beschäftigten sehen das so positiv. Mit dem Pflegegesetz-Kritiker Claus Fussek sprach Silvia Ottow.
30.07.2012: Lohndumping, Betrug und Skandale (neues-deutschland.de)

2011-08-27

“Es macht wütend” - behinderte Heimopfer lehnen Entschuldigung der Evangelischen Kirche ab


“Es macht wütend” - behinderte Heimopfer lehnen Entschuldigung der Evangelischen Kirche ab

Freitag, den 26. August 2011 um 17:13 Uhr von Helmut Jacob
Ort des Grauens 1945 - 1967, das Johanna-Helenen-Heim, Foto: Freie Arbeitsgruppe JHH 2006
„Es macht wütend, wenn es wieder nur bei den üblichen Entschuldigungen bleibt und nichts im Hinblick auf Wiedergutmachung geschieht.” So Ehepaar Flügge, Mitglieder der “Freien Arbeitsgruppe JHH 2006″ zum Einladungsschreiben des Diakonischen Werkes und der Evangelischen Kirche Deutschland.
Christel Flügge war in den 60er Jahren Diakonische Helferin im Johanna-Helenen-Heim, in dem nach dem Krieg bis 1969 behinderte Klein- und Schulkinder psychische, physische und sexuelle Gewalt erdulden mussten. Eberhard Flügge war Diakonenschüler und absolvierte sein Praktikum auf der Station für Jungen. Zusammen mit Diakon Jochen Twer haben sie versucht, das Leid der Kinder erträglicher zu machen. Auch haben sie sich immer wieder über die Gewaltexzesse bei der der Anstaltsleitung beschwert. Auf der Homepage der Arbeitsgruppe sind die Leiden der Kinder in der “Hölle von Volmarstein” und die “Engel von Volmarstein” dokumentiert.

Der Zorn richtet sich an die Evangelische Kirche unter dem Ratsvorsitzenden Nikolaus Schneider und an Diakoniepräsident Johannes Stockmeier.
Beide wollen am 11. September in der Friedrichstadtkirche in Berlin eine “Bitte um Verzeihung nun öffentlich für die gesamte Evangelische Kirche und ihre Diakonie aussprechen.” Es sei ihnen “ein Anliegen, gegenüber den ehemaligen Heimkindern um Verzeihung zu bitten.”
Die Arbeitsgruppe, die behinderte Heimopfer der Volmarsteiner Anstalten vertritt, lehnt in ihrem Antwortschreiben diese Entschuldigung schon jetzt ab, “weil sie an unzureichende Wiedergutmachungsabsichten geknüpft ist.” Außerdem sei der Entschädigungsbetrag in der Höhe begrenzt und an Bedingungen, beispielsweise eines noch heute bestehenden Leidensdruckes und finanzieller Bedürftigkeit geknüpft. Die Gruppe fordert “eine Opferrente von monatlich 400 Euro bis zum Lebensende und die Absicherung eines würdigen Lebensabends, falls es zu einer erneuten Heimunterbringung kommen sollte.” Die Evangelische Kirche und ihre Diakonie hätten nicht zu erkennen gegeben, dass sie die Forderungen der behinderten Heimopfer unterstützen. Die neunköpfige Gruppe weiter im Brief an die Veranstalter: “Die an vielen behinderten Volmarsteiner Klein- und Schulkindern verübten Verbrechen sind inzwischen nicht mehr strittig. Entsprechende Dokumentationen liegen Ihnen vor.” Angesichts der erlebten Scheußlichkeiten seien ihre Forderungen mehr als gerechtfertigt “und werden von jedem Menschen mit moralischen Regungen anerkannt und unterstützt.”
Zum Schluss appellieren sie an Schneider und Stockmeier: “Wir fordern Sie auf, diese Forderungen ebenfalls zu unterstützen und aktiv an der Umsetzung mitzuwirken. Erst dann können wir Ihre Entschuldigung akzeptieren.”
weitere Infos: http://www.gewalt-im-jhh.de

Readers Edition » “Es macht wütend” - behinderte Heimopfer lehnen Entschuldigung der Evangelischen Kirche ab

2011-07-08

Beauftragter der Bundesregierung für die Belange behinderter Menschen - Pressemitteilungen - Behindertenbeauftragter der Bundesregierung fordert gleichberechtigte Berücksichtigung behinderter Heimkinder

Behindertenbeauftragter der Bundesregierung fordert gleichberechtigte Berücksichtigung behinderter Heimkinder

Ausgabejahr 2011
Erscheinungsdatum 08.07.2011
„Es ist zu begrüßen, dass der Deutsche Bundestag das an Kindern und Jugendlichen in Einrichtungen der Behindertenhilfe und Kinder- und Jugendpsychiatrie verübte Unrecht ausdrücklich verurteilt, ihr Leid erkennt und Regelungen zur Wiedergutmachung fordert“, betonte der Behindertenbeauftragte der Bundesregierung anlässlich des gestrigen Beschlusses des Deutschen Bundestages über den fraktionsübergreifenden Antrag zur Wiedergutmachung des Unrechts an Heimkindern von 1949 bis 1975. Noch im Abschlussbericht des ‚Runden Tisches’ sei das Schicksal vieler Menschen in Heimen der Behindertenhilfe nur in einer Fußnote erwähnt worden, so der Behindertenbeauftragte. Er verwies darauf, dass es bei diesem Beschluss aber nicht bleiben dürfe. „Wenn die Situation eintreten sollte, dass ehemaligen Heimkindern eine Unterstützung versagt wird, weil sie in einer Einrichtung der Behindertenhilfe waren, wäre dies absolut inakzeptabel“, verdeutlichte der Behindertenbeauftragte. Es komme jetzt entscheidend darauf an, dass die Verantwortlichen Regelungen träfen, die behinderte Heimkinder gegenüber anderen ehemaligen Heimkindern nicht benachteiligen, betonte Hubert Hüppe
Beauftragter der Bundesregierung für die Belange behinderter Menschen - Pressemitteilungen - Behindertenbeauftragter der Bundesregierung fordert gleichberechtigte Berücksichtigung behinderter Heimkinder

2011-03-14

Heim-Skandal: Behinderter (49) ertrinkt in Wanne - Abendzeitung München

Heim-SkandalBehinderter (49) ertrinkt in Wanne

Abendzeitung, aktualisiert am 13.03.2011 um 17:37 Uhr
Drama im Pflegeheim: Ein Rollstuhl-Fahrer ertrank in der Badewanne. (Symbolfoto)
Drama im Pflegeheim: Ein Rollstuhl-Fahrer ertrank in der Badewanne.(Symbolfoto) Foto: bestrossi
NÜRNBERG/SCHWABACH Drama im Pflegeheim! Ein geistig und körperlich schwer behinderter Mann (49) ist in seiner Badewanne ertrunken! Polizei und Staatsanwaltschaft ermitteln.

Nach Informationen der Abendzeitung ereignete sich der tragische Zwischenfall Mitte letzter Woche in einem Pflegeheim im südlichen Mittelfranken. Die Einrichtung hat dem Vernehmen nach einen guten Ruf. Doch in diesem Fall könnte grobe Fahrlässigkeit zum Tod des 49Jahre alten Heimbewohners geführt haben.



Heim-Skandal: Behinderter (49) ertrinkt in Wanne - Abendzeitung München
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