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2011-11-13

Lehrerverband fürchtet Sparkurs bei behinderten Schülern

Lehrerverband fürchtet Sparkurs bei behinderten Schülern

Der Verband der Sonderpädagogen ist gestern zu einem dreitägigen Bundeskongress in der Saarbrücker Congresshalle zusammengekommen. Die Lehrer befürchten Sparmaßnahmen zu Lasten schwerstbehinderter Kinder.
Saarbrücken. Der Verband Sonderpädagogik (VDS), der gestern zur Bundeshauptversammlung in Saarbrücken zusammenkam, warnt davor, die UN-Behindertenkonvention für Einsparungen im Bildungsetat zu missbrauchen. VDS-Landeschef Erich Schwarz rügte in einem SZ-Gespräch Tendenzen hin zu einer „Inklusion light“ – eine Befürchtung, die sich in vielen Anträgen für den Kongress widerspiegelt. Als Inklusion wird der gemeinsame Unterricht behinderter und nichtbehinderter Kinder verstanden. Der VDS organisiert Sonderpädagogen an Förder- und Regelschulen. Das Motto des Kongresses lautet „Inklusion braucht Professionalität“.
Der Landesverband Niedersachsen des VDS äußert in einem Antrag für den Bundeskongress die „Sorge, dass Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf in Zukunft zwar verstärkt am gemeinsamen Unterricht teilnehmen, dort aber nicht mehr die für sie notwendige Förderung erhalten“. Aus dem Bundesvorstand liegt den 138 Delegierten ein Antrag vor, demzufolge „sich in vielen Bundesländern – sowohl in der Förderschule als auch in der Beschulung in der allgemeinen Schule – ein Rückgang der Qualität und der Professionalität sonderpädagogischer Förderung“ zeige. Der Bundesvorstand warnt in seinen „Leitlinien“ davor, „dass einzelne Bundesländer aufgrund finanzieller Erwägungen darauf verzichten, Inklusion zu realisieren“.
Lehrerverband fürchtet Sparkurs bei behinderten Schülern

2011-10-15

HWelt - Gemeinsamkeit zwischen behinderten und nicht behinderten Menschen wird sich durchsetzen

Gemeinsamkeit zwischen behinderten und nicht behinderten Menschen wird sich durchsetzen Drucken E-Mail
Mittwoch, 12 Oktober 2011
Hannover - „Es sind Verbände, Institutionen und Interessen von Berufsverbänden, die den Weg zu einer inklusiven Gesellschaft behindern, er wird aber nicht aufzuhalten sein“, so der Beauftragte der Bundesregierung für die Belange behinderter Menschen auf seiner Inklusionstour in Niedersachsen. „Wir brauchen eine durchgängige inklusive Betreuungs- und Bildungskette von der Krippe über die Schule und Arbeitswelt bis hin zur Erwachsenen- und Weiterbildung, wie sie in der UN-Behindertenrechtskonvention vorgegeben ist“, so Karl Finke, Landesbeauftragter für Menschen mit Behinderungen. Veronika Jäger (Direktorin des Landesverbandes der Volkshochschulen) verwies auf die bundesweit vorbildlichen Rahmenbedingungen durch das Niedersächsische Erwachsenenbildungsgesetz und die positive Entwicklung der letzten Jahre. Hier sind die Besucherzahlen von 2005 bis 2011 von 30.000 auf 45.000 Unterrichtsstunden mit behinderten Menschen gestiegen. In ganz Niedersachsen, sowohl in Mittelzentren, z. B. Osterholz wie in großen Städten, z. B. Hannover, wird vorbildliche integrative Bildungsarbeit geleistet und Inklusion von der Weiterbildung in Niedersachsen auch als ihr Auftrag empfunden.

Die Inklusionstour, die über ein integratives Schulprojekt in Oldenburg, das bundesweit vorbildliche Projekt LinaS-Lingen „integriert alle Sportlerinnen und Sportler“, das Büro für leichte Sprache in Osnabrück, welches in den Räumen der Universität arbeitet und ein Freizeit- und Bildungsprojekt in Braunschweig zurück nach Hannover führte, war ein beeindruckender Spannungsbogen des Miteinanders behinderter und nichtbehinderter Menschen in ganz Niedersachsen. Wir warten jetzt auf das für 2011 zugesagte Gesetz zur inklusiven Bildung in Niedersachsen, wie es Herr Minister Althusmann und Herr Ministerpräsident McAllister zugesagt haben, ein Gesetz, das alle behinderten Menschen umfasst, wie es die UN-Behindertenrechtskonvention vorschreibt. Deutschland hat sowohl die Konvention, eine Menschenrechtskonvention, wie auch das Fakultativprotokoll unterschrieben und wird alle vier Jahre belegen müssen, was umgesetzt, aber auch was nicht umgesetzt wurde.

Während der abschließenden, von ca. 200 behinderten und nicht behinderten Menschen besuchten Inklusionsparty in Hannover wurde deutlich, wie wichtig die Inklusion den Menschen mit Behinderungen ist. „Wir machen weiter, feiern gemeinsam, und setzen uns zusammen mit Hubert Hüppe und Karl Finke für die Inklusion in allen Lebensbereichen ein“, war eindeutiger Tenor der behinderten Menschen aus ganz Niedersachsen.

Quelle: Behindertenbeauftragter des Landes Niedersachsen

HWelt - Gemeinsamkeit zwischen behinderten und nicht behinderten Menschen wird sich durchsetzen

2011-07-27

"Pflegetransparenz": VDAB und ABVP legen Abschlussbericht der Bonato-Kommission vor

Pflegetransparenz: VDAB und ABVP legen Abschlussbericht der Bonato-Kommission vor

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27.07.2011
Ein Alternativkonzept zum Pflege-TÜV haben jetzt der Verband Deutscher Alten- und Behindertenhilfe (VDAB) und der Arbeitgeber- und Berufsverband Privater Pflege (ABVP) vorgelegt. Die sogenannte Bonato-Kommisson unter der Leitung von Prof. Marcellus Bonato, Fachhochschule Münster, hatte die Pflegetransparenzvereinbarung unter die Lupe genommen und kam zu dem Schluss, dass nur ein neues System Pflegequalität messen kann. "Das aktuelle Prüfsystem ist schon methodisch nicht in der Lage, das zu messen, was es messen soll", so Bonato.

"Unser Konzept setzt auf ein lernfähiges duales Transparenzsystem: Einerseits wird durch die Entwicklung von pflegerelevanten Indikatoren sichergestellt, Ergebnisqualität in der stationären Pflege zu messen; andererseits gelingt es, durch ein bei den Leistungserbringern verankertes Qualitätsmanagement die Prozess- und Strukturqualität der stationären Einrichtungen zu erfassen", so Bonato, der das neue System im Auftrag der beiden Verbände entwickelt hat. Unabhängige Institutionen sammeln die Qualitätsberichte der Leistungserbringer und stellen Nachweise zum Zweck der Veröffentlichung aus, so Bonato weiter.
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