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2013-07-05

Erziehungskunst – Waldorfpädagogik heute: Inklusion – Herausforderung und Chance



Inklusion – Herausforderung und Chance



Von Johannes Denger, Juli 2013


Teilhabe und Selbstbestimmung sind die Ideale unserer Zeit. Sie basieren auf der Idee der Menschenwürde, die wiederum die Grundlage der Menschenrechte ist. Das ist außerordentlich bemerkenswert. Es scheint eine Schicht im Seelenleben praktisch aller Menschen zu geben, die angesprochen ist, wenn es um die Würde des Menschen geht. Der Philosoph Jürgen Habermas spricht hier von »Intuition«; sie dringe zunächst ins Bewusstsein der Betroffenen und dann in die Rechtstexte ein, um dort begrifflich artikuliert zu werden.







Foto: © Charlotte Fischer






Ein solcher Rechtstext ist die UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen (BRK), den auch die Bundesrepublik Deutschland ratifiziert hat. Seither ist es rechtlich nicht mehr haltbar, dass Kinder auf Grund ihrer Behinderung vom Besuch eines Bildungsangebotes ausgeschlossen werden. Tatsache ist, dass im europäischen Durchschnitt etwa 80 Prozent der Kinder mit Behinderungen inkludiert und 20 Prozent in besonderen Schulen unterrichtet werden. In Deutschland ist es genau umgekehrt: Wir haben mit unserem breit gefächerten, spezialisierten Angebot an Sonderschulen (Förderschulen oder Schulen für geistige Entwicklung oder wie immer sie heißen) ein besonderes Problem.

Erziehungskunst – Waldorfpädagogik heute: Inklusion – Herausforderung und Chance

2012-01-26

Inklusion braucht Vertrauen und Akzeptanz - Stemwede/Rahden - Minden-Lübbecke - Lokales - Kreiszeitung

Inklusion braucht Vertrauen und Akzeptanz


Pädagogen, Eltern und Politiker diskutieren in der Rahdener Hauptschule

Inklusion braucht Vertrauen und Akzeptanz

21.01.12|Stemwede/Rahden|
Rahden - Gemeinsames Leben und Lernen von Menschen mit und ohne Handicap – das fordern das Völkerrecht und eine UN-Konvention, die seit 2009 auch für Deutschland verbindlich ist. Zu einem Vortrag und einer Diskussion über „Inklusion in der Schule“ hatte der Präventionsrat Rahden ein eingeladen. Dass viele Ängste und Wünsche bestehen, wurde in der anschließenden Diskussion unter Pädagogen, Eltern, Vertretern der politischen Parteien und Bürgern in der vollbesetzten Aula der Hauptschule Rahden deutlich.
Gut besucht: Viele Interessierte verfolgten in der Aula der Hauptschule Rahden, was der Fachmann Raimund Patt zum Thema Inklusion zu sagen hat. ·
© Foto: Rohlfing
Gut besucht: Viele Interessierte verfolgten in der Aula der Hauptschule Rahden, was der Fachmann Raimund Patt zum Thema Inklusion zu sagen hat. ·
„An den Rahdener Grundschulen hat sich einiges verändert“, sagte einleitend Dr. Wolfgang Adam vom Präventionsrat. „Die Türen sind für Kinder mit Handicaps nicht mehr fest verschlossen“, stellte der Kinderarzt fest. „Ziel ist eine zunehmend menschengerechte Gesellschaft“, erläuterte Raimund Patt, anerkannter Fachberater zum Thema Inklusion. „Inklusion betrifft alle Bereiche des Lebens und Wohnens vor Ort.“ Keinesfalls dürften aber die bisherigen Integrationsbemühungen und Förderschulen verteufelt werden.
Derzeit befinde man sich in einer Phase der Verwirrung und Irritation mit „Hauptbedenkenträgern“ auf der einen und „Rosa-Wölkchen-Malern“ auf der anderen Seite. „In den Schulen löst Inklusion erhebliche Irritationen und Polarisierungen aus“, weiß Raimund Patt, der auch das Pilotprojekt „Inklusion in der Grundschule“ in Nordrhein-Westfalen begleitet.

Inklusion braucht Vertrauen und Akzeptanz - Stemwede/Rahden - Minden-Lübbecke - Lokales - Kreiszeitung

2012-01-13

Klare Worte zur Inklusion von Behinderten | SÜDKURIER Online

Radolfzell

13.01.2012 .

Klare Worte zur Inklusion von Behinderten


200 Besucher bei Infoveranstaltung zu Inklusion. Professorin Jutta Schöler steht Rede und Antwort.
Radolfzell ist an Inklusion interessiert. 200 Eltern, Lehrer und Erzieher kamen zum Vortrag von Professorin Jutta Schöler in die Turnhalle der Ratoldusschule.
Glocker
Mit dem Vortrag der Erziehungswissenschaftlerin Jutta Schöler aus Berlin gab es nun klare Worte zum Thema Inklusion. Längst überfällig, wie die Diskussionsbereitschaft des Publikums zeigte. Angeregt durch die Abschaffung der Sonderschulen in Italien, beschäftigt sich die Professorin bereits seit den 80er Jahren mit dem Thema. Zahlreiche Familien und Schulen hat sie seither beim Prozess der Inklusion beziehungsweise Integration von Kindern mit unterschiedlichen Beeinträchtigungen erfolgreich begleitet. Und auch der Initiative „Gemeinsam leben – gemeinsam lernen“ steht sie seit geraumer Zeit beratend bei (..)
Klare Worte zur Inklusion von Behinderten | SÜDKURIER Online

2011-11-08

„Die Sonderschulen gehören aufgelöst“ | Wissen - Frankfurter Rundschau

"Die Sonderschulen gehören aufgelöst"

Behindertenpädagoge übt Kritik an der Politik
          Hans Wocken, bis  2008 Professor für Lernbehindertenpädagogik in Hamburg,  begleitet das Projekt Inklusion   in Deutschland.
Hans Wocken, bis 2008 Professor für Lernbehindertenpädagogik in Hamburg, begleitet das Projekt Inklusion in Deutschland.
Foto: Gh
Herr Professor Wocken, Sie üben scharfe Kritik an der Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention in Deutschland. Kommen Kultusministerien und Schulbehörden zu langsam voran?
Wenn sie nur langsam wären, am Ende aber etwas Gutes dabei herauskäme, würde ich das sehr begrüßen. Aber stattdessen untergräbt und verfälscht ein Großteil der Kultusminister die inklusive Idee.
Ein harter Vorwurf. Schließlich begrüßen alle Kultusminister den gemeinsamen Unterricht von Kindern mit und ohne Behinderung. Einige Länder haben ihre Schulgesetze verändert. Das sieht nicht nach Blockade aus.
Niemand ist gegen Inklusion, denn das traut sich keiner. Aber unterhalb der Ebene der öffentlichen Kundgebungen wird mit geschlossenem Visier gegen die inklusive Idee und die damit verbundenen Veränderungen für das gesamte Bildungssystem gekämpft.
Was meinen Sie konkret damit?

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2011-11-05

Wiesbadener Kurier - Mit hoffnungslosen Fällen beginnen

Rüdesheim

Mit hoffnungslosen Fällen beginnen

05.11.2011 - RÜDESHEIM
Von Caspar Söling
GASTKOMMENTAR Vincenzstift-Direktor Caspar Söling: Inklusion ist primär eine pädagogische Aufgabe
Schulische Inklusion besteht aus zwei einfachen Ideen: „Behinderte Kinder und nicht behinderte Kinder sollen gemeinsam lernen.“ Und: „Jedes Kind ist entsprechend seiner Bedürfnisse zu fördern.“
Gerne wird Inklusion mit einer Packung Gummibärchen verglichen. Im alten Schulsystem habe man die Gummibärchen nach Farbe sortiert, im neuen, angeblich inklusiven System werden sie bunt aneinander gereiht. Inklusion erscheint dann als eine Frage der Organisation, aber genau das ist falsch. Denn schulische Inklusion kann nur gelingen, wenn man sie primär als pädagogische Aufgabe versteht. „Sie muss bei den so genannten hoffnungslosen Fällen beginnen“, schreibt Klaus Dörner.
Je bunter Klassen sich zusammensetzen, umso mehr sind die Lehrer gezwungen, den Blick auf das einzelne Kind zu richten. Eine Belehrung aller zur gleichen Zeit ist dann nicht mehr möglich. Anne Ratzki spricht deshalb vom „Diversity Management“. Das klingt banal, de facto handelt es sich um einen aufwändigen Prozess. Der Frontalunterricht ist vorbei, stattdessen werden Lehrer zu Coaches ihrer Schüler. Sie entwickeln Lernarrangements, die es den einzelnen Schülern ermöglichen, entsprechend ihrer Möglichkeiten den Stoff zu erarbeiten. Die Schüler kommen dadurch stärker in die Rolle von Akteuren, die sich ihre Bildung erarbeiten. Schulnoten orientieren sich nicht einfach an den Standards eines Jahrgangs, sondern für jeden Schüler - ob behindert oder nicht - wird vor Beginn des Schuljahres ein Förderplan gemeinsam mit den Eltern erarbeitet. Am Ende des Schuljahres wird betrachtet, welche Ziele er erreicht hat.
Inklusive Bildung erfordert eine Haltungsänderung der Lehrer. Ihre Rolle ändert sich zum Lernbegleiter, der sich eng mit Eltern abstimmt. Seine Fachkenntnisse verwandelt er in Bildungswelten, die Schüler erobern wollen. Dazu ist es notwendig, dass sie wissen, was ein Schüler zu leisten vermag und was nicht. Sie müssen sich mit den unterschiedlichen Arten der Beeinträchtigung befassen und damit umzugehen lernen. Eltern sind dabei wichtige Ansprechpartner.
Schulische Inklusion kann deshalb nur gelingen, wenn die betreffenden Schulen mit fachlich ausgebildeten Teams arbeiten. Regelschullehrer und Förderschullehrer bilden stabile, dauerhafte Teams, die von pädagogischen Fachkräften unterstützt werden. Gemeinsam bereiten sie die Unterrichtswelt vor und gemeinsam bieten sie im Unterricht den Schülern die Möglichkeit, diese Bildungswelten zu erkunden.
Ob Inklusion ihre ganze, wünschenswerte Kraft entfalten, hängt von den Rahmenbedingungen ab. An dieser Stelle hat die Politik die große Verantwortung, die Rahmenbedingungen so zu gestalten, dass diese Teams auch vorhanden und finanzierbar sind.
Wiesbadener Kurier - Mit hoffnungslosen Fällen beginnen

2011-09-14

Deutsches Institut für Menschenrechte - Präsentation des Online-Handbuchs "Inklusion als Menschenrecht", 28. September 2011, Berlin

Einladung: Präsentation des Online-Handbuchs "Inklusion als Menschenrecht", 28. September 2011, Berlin

Spätestens seit dem Inkrafttreten der UN-Behindertenrechtskonvention wächst in Deutschland das Interesse an Inklusion und inklusiver Bildung. Mit dem Online-Handbuch "Inklusion als Menschenrecht" steht nun erstmals ein umfassendes Bildungsmaterial für die allgemeine Pädagogik zur Verfügung, das sich in vielfältiger Weise und mit unterschiedlichen Zielgruppen verwenden lässt. Die Stiftung "Erinnerung, Verantwortung und Zukunft", das Deutsche Institut für Menschenrechte und der Verein Lernen aus der Geschichte freuen sich, das neue Online-Handbuch gemeinsam mit Expertinnen aus der Behindertenrechtsbewegung und der Wissenschaft zu präsentieren.
Für diese Veranstaltung bieten wir Gebärdensprachdolmetschen an.
28. September 2011, 9:00 bis 11:00 Uhr
Ort: Presse- und Informationsamt der Bundesregierung, Reichstagsufer 14, 10117 Berlin
Für den Einlass ist eine Anmeldung erforderlich.
Zur Online-Anmeldung
Anmeldung per E-Mail: niehaus@institut-fuer-menschenrechte.de
Einladung als PDF (137 KB, nicht barrierefrei)

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