Dienstag, den 15. März 2011 um 09:49 Uhr
Mit einer kleinen Selbsthilfegruppe fing alles an.
Einmal wöchentlich trafen sie sich, um Erfahrungen auszutauschen. Menschen mit ganz unterschiedlichen Behinderungen, die einiges verband: Benachteiligung und Bevormundung.
Sie wollten kämpfen - für ihr Recht auf ein selbstbestimmtes Leben und gegen Diskriminierung.
Sie gründeten den "Verein zur Förderung der Autonomie Behinderter" - kurz "fab" e.V.Das war 1987. Damals engagierten sich die Vereinsmitglieder noch ehrenamtlich - inzwischen beschäftigt "fab e.V." 140 Teil- und Vollzeitkräfte, von denen viele selbst behindert sind. Sie haben ein dichtes Netz von Beratungs- und Unterstützungsangeboten geknüpft, das behinderten und auf Hilfe angewiesenen Menschen ein weitgehend seIbstbestimmtesLeben außerhalb von stationären Einrichtungen ermöglichen will. fab bietet unter anderem Beratung im Rahmen der offenen Hilfen an, hat einen ambulanten Hilfsdienst aufgebaut - und spezielle Angebote für Frauen im Programm. Außerdem verfügt der Verein über zwölf Plätze im Betreuten Wohnen. Und das ist längst noch nicht alles: fab engagiert sich auch politisch, beteiligt sich etwa am Aufbau eines Landesbehindertenbeirates und setzt sich für ein Hessisches Antidiskriminierungs- und Gleichstellungsgesetz ein.
Verein zur Förderung der Autonomie Behinderter