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2014-02-24

Erzbistum Köln: Kirche will Senioren und Behinderte vor Missbrauch schützen | Politik - Berliner Zeitung

Erzbistum Köln: Kirche will Senioren und Behinderte vor Missbrauch schützen

Von 


Im Erbistum Köln – hier der Kölner Dom – leben 2,1 Millionen Katholiken.

Im Erbistum Köln – hier der Kölner Dom – leben 2,1 Millionen Katholiken.
Foto: dpa
Das Erzbistum Köln will schutzbefohlene Erwachsene in ihren Einrichtungen
mit Präventionsmaßnahmen vor sexuellem Missbrauch schützen. Das Personal
in Krankenhäusern, Senioren- und Behinderteneinrichtungen soll dafür
extra geschult werden.

Erzbistum Köln: Kirche will Senioren und Behinderte vor Missbrauch schützen | Politik - Berliner Zeitung

Katholische Kirche: Schutz vor sexuellem Missbrauch | Missbrauch - Frankfurter Rundschau

Katholische Kirche : UN werfen Vatikan Vertuschung von Missbrauch vor - Nachrichten Politik - Ausland - DIE WELT

Studie : Jede zweite behinderte Frau Opfer von Missbrauch - Nachrichten Panorama - Weltgeschehen - DIE WELT

Pfleger sollen Behinderte missbraucht haben / Übersicht / Der Norden / Nachrichten - HAZ - Hannoversche Allgemeine

Missbrauch von geistig Behinderten: Ideale Opfer - taz.de

Was kritisieren wir am Ausdruck „Missbrauch“? | netzwerkB | netzwerkB

Gewalt gegen Frauen und Mädchen mit Behinderung - Weibernetz e.V. - die bundesweite Interessenvertretung für behinderte Frauen

2014-02-10

FORUM MENSCHENRECHTE fordert umfassendes Konzept zum Umgang mit besonders schutzbedürftigen Flüchtlingen - Forum Menschenrechte e.V.

[Februar 2014]

FORUM MENSCHENRECHTE fordert umfassendes Konzept zum Umgang mit besonders schutzbedürftigen Flüchtlingen

 

Das FORUM MENSCHENRECHTE fordert
ein umfassendes Konzept für Rehabilitation und Versorgungsstrukturen,
das seelisch kranken, traumatisierten Menschen, Überlebenden von Folter
und schweren Menschenrechtsverletzungen gerecht wird.

Auf die spezielle Situation von besonders schutzbedürftigen
Flüchtlingen - wie Opfer von sexueller Gewalt, Folteropfer und
Betroffenen von Menschenhandel - muss im Asylverfahren Rücksicht
genommen werden. Dies setzt zunächst voraus, dass die Verfahren so
gestaltet sind, dass die besondere Schutzbedürftigkeit überhaupt erkannt
wird. Erst so können die Verfahren ihrer Situation angepasst, besondere
Bedürfnisse bei den Aufnahmebedingungen sowie z.B. ein Therapiebedarf
ermittelt und die nötige spezialisierte Betreuung und Behandlung
eingeleitet werden.


Das EU-Asylrecht hat stärker als bisher das deutsche Asylrecht die
speziellen Bedürfnisse dieser Gruppe anerkannt und macht Vorgaben, die
in Deutschland umzusetzen sind. Zugleich verpflichtet das Völkerrecht -
insbesondere das UN-Antifolterabkommen1 - zu einem besonderen Schutz von
Folteropfern. Zur Überwachung der Verpflichtungen aus dem
Antifolterabkommen haben die Vereinten Nationen einen Ausschuss
eingesetzt, der den Staaten Empfehlungen ausspricht, um ihren
Verpflichtungen aus dem Abkommen nachzukommen. Bezogen auf Deutschland
hat der Ausschuss wichtige Empfehlungen ausgesprochen, wie die Situation
von Flüchtlingen, die Opfer von Folter geworden sind, verbessert werden
kann.


Das FORUM MENSCHENRECHTE fordert die Bundesregierung auf, sowohl das
EU-Recht als auch die auf Völkerrecht basierenden Empfehlungen
umzusetzen, um die Situation der besonders schutzbedürftigen Flüchtlinge
zu verbessern...

Die vollständige Stellungnahme hier als PDF 


Forum Menschenrechte e.V.

2014-01-31

Sichtbar werden im weltweiten Protest gegen Gewalt | kobinet-nachrichten



Sichtbar werden im weltweiten Protest gegen Gewalt

Veröffentlicht am


von Ottmar Miles-Paul

Logo: One Billion Rising

Logo: One Billion Rising
© onebillionrising


Kassel (kobinet) Am 14. Februar sind wieder weltweit Frauen und Männer
aufgerufen, ein Zeichen gegen Gewalt an Frauen und Mädchen zu setzen. Im
Rahmen der Kampagne "One Billion Rising for Justice" (eine Milliarde
erheben sich für Gerechtigkeit) finden am 14. Februar überall auf der
Welt Aktionen zum Streiken, Tanzen, Singen, Lautsein, Trommeln statt, um
ein Signal gegen sexistische Übergriffe, Unrecht und Gewalt an Frauen
zu setzen.(...) Das Weibernetz unterstützt die Forderungen und die Kampagne und ruft
Frauen mit Beeinträchtigung auf: "Macht mit! Lasst uns behinderte Frauen
und Mädchen sichtbar werden!" Denn behinderte Frauen sind noch häufiger
von Gewalt betroffen.
Sichtbar werden im weltweiten Protest gegen Gewalt | kobinet-nachrichten

2014-01-30

Verden/Walsrode - Behinderte missbraucht - Anklage gegen Pfleger | Verden


  • 30.01.14

Behinderte missbraucht - Anklage gegen Pfleger

Verden/Walsrode
- Die Staatsanwaltschaft Verden hat zwei Pfleger angeklagt, die in
einem Heim in Walsrode (Landkreis Heidekreis) eine behinderte Frau
vergewaltigt haben sollen.
Verden/Walsrode - Behinderte missbraucht - Anklage gegen Pfleger | Verden


Tausende Missbrauchsfälle in Behindertenheimen - YouTube

Gewalt gegen Frauen mit Behinderungn BMFSFJ - Gleichstellung

Behinderte lernen, sich zu wehren - Nachrichten Weingarten | Nachrichten für die Stadt Weingarten - schwaebische.de

Behinderte lernen, sich zu wehren - Nachrichten Weingarten | Nachrichten für die Stadt Weingarten - schwaebische.de

Behinderte lernen, sich zu wehren

Die Integrationswerkstätten Oberschwaben in Weingarten machen Prävention gegen sexuelle Gewalt
„Wehr Dich“: Kursleiterin Juliane Vögele zeigt Menschen mit Handicap Techniken, mit denen sie potenzielle Angreifer abwehren können.
„Wehr Dich“: Kursleiterin Juliane Vögele zeigt Menschen mit Handicap
Techniken, mit denen sie potenzielle Angreifer abwehren können. (Foto:privat)
Von Daniel Drescher

Weingarten
Häufiger als angenommen sind Behinderte Opfer sexueller Belästigung und
Gewalt: Das sagt Ulrike Merk von den Integrations-Werkstätten
Oberschwaben (IWO) in Weingarten. Damit es gar nicht erst kommt zu
Übergriffen, vermitteln die IWO Menschen mit Handicap Abwehrtechniken.
Das „Wehr-Dich-Training“ findet Anklang bei den Teilnehmern – und
überregional Beachtung auf Fachtagen und Kongressen.
Behinderte lernen, sich zu wehren - Nachrichten Weingarten | Nachrichten für die Stadt Weingarten - schwaebische.de

Tausende Missbrauchsfälle in Behindertenheimen - YouTube

Gewalt gegen Frauen mit Behinderungn BMFSFJ - Gleichstellung

2013-07-02

Viele alte Menschen leiden unter Erinnerungen an sexuelle Gewalt -Wiesbadener Kurier - Wiesbaden

 Wiesbaden 


Wiesbaden: Viele alte Menschen leiden unter Erinnerungen an sexuelle Gewalt - Demenz als Auslöser für Ängste


02.07.2013 - WIESBADEN
Von Katja Mathes
Maria K. (Name von der Redaktion geändert) war etwa 20 Jahre alt, als sie während des Krieges mit ihrer Mutter und ihrer Schwester von Danzig in Richtung Deutschland fliehen musste. Auf der Flucht sind die drei Frauen polnischen Soldaten begegnet. „Sie können sich vorstellen, was dann passiert ...“ Es sind Sätze wie diese, die Maria K. ihrer Betreuerin im Altenpflegeheim der Caritas anvertraut. Vielleicht hat sie über ihre Erlebnisse im Krieg vorher mit niemandem gesprochen, nicht einmal mit ihren Kindern. Und was genau passiert ist, erzählt sie selbst ihrer Betreuerin nicht. „Konkreter wird sie nie“, sagt Durdica Kukec, Pflegedienstleiterin im Haus St. Hedwig der Caritas. Das Wort Vergewaltigung fällt nicht. Nur: „Sie haben sich zuerst die Jüngste und Schönste ausgesucht.“ Heute, im Heim, leidet Maria K. darunter, dass sie vom Pflegepersonal gewaschen werden muss – auch im Intimbereich. Deshalb müssen ihre Pflegerinnen und Pfleger behutsam mit ihr umgehen, erstmal ihr Vertrauen gewinnen.
Vergewaltigung, Missbrauch, Flucht, Tod – wenn alte Menschen im Heim sind, kommen Erlebnisse wieder hoch, die die meisten von ihnen ihr Leben lang verdrängt haben. Über Vergewaltigung im Krieg wurde nicht gesprochen, erst recht nicht, wenn Männer die Opfer anderer Männer wurden. Jetzt, im Heim, wenn sie pflegebedürftig sind, gewaschen werden müssen, werden Erinnerungen wach. Und das stellt die Pfleger vor große HerausforderungenWiesbadener Kurier - Wiesbaden: Viele alte Menschen leiden unter Erinnerungen an sexuelle Gewalt -...

2013-04-01

MMB e. V. | Alarmierender Bericht zur Umsetzung der Behindertenrechtskonvention

Alarmierender Bericht zur Umsetzung der Behindertenrechtskonvention

Meldung vom 25.03.2013

Vor vier Jahren wurde die Behindertenrechtskonvention der Vereinten Nationen durch ein eigens dazu erlassenes Gesetz der damaligen Großen Koalition zu Deutschem Recht - Einem Bundesgesetz, an das sich auch Länder und Kommunen zu halten haben. Was inzwischen geschah, um diese Konvention auch in Deutschland umzusetzen, oder besser nicht geschah, zeigt die BRK-Allianz in einem alarmierenden Bericht.
Dr. Sigrid Arnade, Sprecherin der aus rund 80 zivilen Organisationen bestehenden Allianz fasst es in einem Satz zusammen:
"Wenn einer unbekannten Zahl von Menschen mit Behinderungen pauschal das Wahlrecht verweigert wird, wenn Menschen gegen ihren Willen zwangsbehandelt und zwangseingewiesen werden, wenn Frauen und Mädchen mit Behinderungen zwei bis drei mal häufiger von sexueller Gewalt betroffen sind und mehr als 140.000 pflegebedürftige Menschen ans Bett fixiert werden, dann sind das gravierende Menschenrechtsverletzungen."
Das geschieht wohlgemerkt in keiner exotischen Bananenrepublik, sondern tagtäglich hier in unserem Land.

MMB e. V. | Alarmierender Bericht zur Umsetzung der Behindertenrechtskonvention

2013-01-16

Behinderte Frauen werden leicht zu Opfern | MAIN-POST Nachrichten für Franken, Bayern und die Welt

SCHWEINFURT
Behinderte Frauen werden leicht zu Opfern

Erfahrungen der Schweinfurter Anlaufstelle sexuelle Gewalt decken sich mit bundesweiter Studie
Gewalt, auch sexuelle Gewalt, trifft oft die Schwachen in der Gesellschaft, Menschen, die sich nicht gut zur Wehr setzen können. Wie schwierig die Annäherung an dieses schmerzliche Thema ist, zeigt die Haltung der katholischen Kirche gegenüber Menschen, die als Kinder missbraucht wurden.
Dass auch Menschen mit Behinderung, vor allem Frauen, viel häufiger Gewalt ausgesetzt sind als Frauen ohne Handicap, dringt erst langsam an die Öffentlichkeit, obwohl die Zahlen und Hintergründe erschreckend sind.

Behinderte Frauen werden leicht zu Opfern | MAIN-POST Nachrichten für Franken, Bayern und die Welt

2012-11-23

Weibernetz: Schutz vor Gewalt in Einrichtungen! -- kobinet

23.11.2012 - 09:01

Weibernetz: 

Schutz vor Gewalt in Einrichtungen!.

Kassel (kobinet) Anlässlich des Internationalen Tags Nein zu Gewalt an Frauen am 25. November fordert die Politische Interessenvertretung behinderter Frauen im Weibernetz e.V. verbindliche Maßnahmen zum Schutz vor Gewalt in Einrichtungen der Behindertenhilfe. Als Arbeitshilfe für die Einrichtungen legt die Interessenvertretung eine Checkliste zum Erstellen eines Leitfadens zum Umgang mit (sexualisierter) Gewalt vor.

„Angesichts der hohen Gewaltbetroffenheit von Frauen mit Behinderung müssen sämtliche Einrichtungen verpflichtet werden, verbindliche Präventions- und Interventionsmaßnahmen vorzuhalten. Das fängt beim Beschwerdemanagement an bis hin zum Reflektieren von Machtstrukturen, dem Vorhalten von Frauen als Pflegekraft, wenn der Wunsch besteht und einer festgelegten Vorgehensweise bei Verdachtsfällen von Gewalt“, so Projektleiterin Martina Puschke.

Repräsentative Studienergebnisse der Universität Bielefeld aus dem Jahr 2011 belegen, dass Frauen mit Behinderung etwa doppelt so häufig körperliche und sexualisierte Gewalt erleben als Frauen im Bevölkerungsdurchschnitt.

Weibernetz: Schutz vor Gewalt in Einrichtungen! -- kobinet

2012-10-11

LWV will Programme für Behinderte zum Missbrauchsschutz auflegen

LWV will Programme für Behinderte zum Missbrauchsschutz auflegen Drucken E-Mail
Mittwoch, den 10. Oktober 2012 um 16:57 Uhr
Dr. Andreas JuergensKassel. Der Landeswohlfahrtsverband (LWV) Hessen will Behinderte in seinen Schulen und in Einrichtungen der Behindertenhilfe vor sexuellem Missbrauch und Gewalt schützen. "Mit Betroffenheit haben wir zur Kenntnis genommen, dass Frauen mit Behinderungen zwei- bis dreimal so häufig Gewalt, sexuelle Übergriffe und Diskriminierung erleben", sagte der Erste Beigeordnete des LWV, Andreas Jürgens, am Mittwoch bei einer Verbandstagung Kassel.
(...)
LWV will Programme für Behinderte zum Missbrauchsschutz auflegen

2012-09-19

Jarmer: Opfer von Zwangssterilisation müssen entschädigt werden - BIZEPS-INFO

Text: GRÜNE · 18. September 2012 13:23 Uhr

Jarmer: Opfer von Zwangssterilisation müssen entschädigt werden

UN-Konvention fordert Beibehaltung der Fruchtbarkeit für Menschen mit Behinderungen
Helene Jarmer
"Dass bis 2001 ca. 50 Prozent der Frauen mit intellektueller Behinderung ohne Wissen und Einwilligung zwangssterilisiert wurden, ist einer der größten Menschenrechtsverletzungen der 2. Republik", meint die Behindertensprecherin der Grünen, Helene Jarmer. Von Zwangssterilisation waren in erster Linie Frauen betroffen, denen dadurch Selbstbestimmung im Bereich Partnerschaft und Sexualität weitgehend verwehrt wurde. Auch konnte dadurch sexuelle Gewalt an behinderten Mädchen und Frauen erleichtert und vertuscht werden. "Eine angemessene Entschädigung wäre daher hoch an der Zeit", fordert Jarmer.

Jarmer: Opfer von Zwangssterilisation müssen entschädigt werden - BIZEPS-INFO

2012-07-28

Wiesbadener Kurier - Wildwasser Verein gegen sexuelle Gewalt will behinderte Mädchen besser schützen

Wiesbaden 

Wildwasser Verein gegen sexuelle Gewalt will behinderte Mädchen besser schützen

 Seit fast 25 Jahren bietet Wildwasser professionelle Hilfe bei sexueller Gewalt.      Archivfoto: Fotolia/Georg Preissl  

Seit fast 25 Jahren bietet Wildwasser professionelle Hilfe bei sexueller Gewalt. Archivfoto: Fotolia/Georg Preissl

 

27.07.2012 - WIESBADEN
Von Birgit Emnet
WILDWASSER Verein gegen sexuelle Gewalt will behinderte Mädchen besser schützen
Eine Dusche läuft, erst unscharf, dann deutlich zu sehen. Es passiert nichts weiter, das Wasser läuft ohne Unterlass, dann wird das Bild wieder unscharf und der Satz eingeblendet: „Sexuelle Gewalt lässt sich nicht abwaschen“. Gefolgt von der zweiten Einblendung: „Helfen Sie uns, betroffenen Frauen und Mädchen zu helfen“. Es ist ein Kinospot, den Jörg Lehmann und die Werbeagentur Ahoi gedreht haben, damit Wildwasser Wiesbaden, der Verein gegen sexuellen Missbrauch, Spenden rekrutieren kann für seine Arbeit. Der Spot, der auf „YouTube“ zu sehen ist, ist preisgekrönt und wurde bisher im Hofheimer Cinepark gezeigt. In Wiesbaden, bedauert Jaqueline Ruben von Wildwasser bei der Veröffentlichung des Tätigkeitsberichtes 2011, fehle bisher dazu die Bereitschaft von Kinobesitzern.(...)
Erneut war ein Jahr durch die landesweite Diskussion und Aktivitäten zum Thema „Sexuelle Gewalt in Institutionen“ geprägt, wie Jaqueline Ruben berichtet. Wildwasser Wiesbaden war mit der Kompetenz seiner Expertinnen gefragt und hat etwa Fortbildungskurse in hessischen Bildungseinrichtungen veranstaltet oder eine Studie für das hessische Sozialministerium erstellt mit dem Titel „Wie entsteht sexuelle Gewalt?“ inklusive Checkliste.
Ein besonderer Schwerpunkt wurde auf ein bisher weitgehend unerforschtes Gebiet gelegt, nämlich „Sexuelle Gewalt gegen Mädchen und Frauen mit Lernschwierigkeiten“. Hier, berichtet Sozialarbeiterin Anja Hössel, sei das Ausmaß der Betroffenheit extrem hoch: Frauen mit Behinderungen oder Lernschwierigkeiten widerfährt zu 34 bis 56 Prozent sexuelle Gewalt. (...)

Wiesbadener Kurier - Wildwasser Verein gegen sexuelle Gewalt will behinderte Mädchen besser schützen


2012-06-27

Weibernetz begrüßt Sexualstrafrechtsnovelle -- kobinet

26.06.2012 - 14:34

Weibernetz begrüßt Sexualstrafrechtsnovelle.

Berlin (kobinet) Die Politische Interessenvertretung behinderter Frauen im Weibernetz e.V. begrüßte heute die Bemühungen in Österreich um eine Sexualstrafrechtsnovelle. Martina Puschke vom Weibernetz hatte zuvor das kobinet-Interview mit dem Nationalratsabgeordneten Franz-Joseph Huainigg "Sexualdelikte nicht länger ungleich behandeln" im Zug auf der Fahrt nach Berlin gelesen.

"Wir beglückwünschen die österreichische Justizministerin für ihr Vorhaben einer Sexualstrafrechtsnovelle. Vor dem Hintergrund der Behindertenrechtskonvention sind unterschiedliche Strafmaße für widerstandsfähige und widerstandsunfähige Menschen - wie es im deutschen Strafgesetzbuch heißt - nicht mehr zeitgemäß", sagte die Projektleiterin im Weibernetz dem Berliner kobinet-Korrespondenten.
Weibernetz begrüßt Sexualstrafrechtsnovelle -- kobinet



 

Hungern gegen Verjährung geht weiter


Lübecker Nachrichten 27.06.2012
Norbert Denef isst seit 20 Tagen nichts mehr. Kann Missbrauch nach 30 Jahren noch aufgeklärt werden?
netzwerkb.org

2012-06-26

Paritätischer und Frauen-Notruf sehen Bundesregierung in der Pflicht: Effektiveren Schutz für Frauen bei Gewalt!

 
PMS 19/12 v. 26.06.2012
Paritätischer und Frauen-Notruf sehen Bundesregierung in der Pflicht: Effektiveren Schutz für Frauen bei Gewalt!

Der Paritätische Wohlfahrtsverband Niedersachsen e.V. und der Notruf für vergewaltigte Frauen und Mädchen e.V. (Frauen-Notruf Hannover) begrüßen und unterstützen die Initiative des Paritätischen Gesamtverbands und anderer Verbände, die effektiveren Schutz für Frauen bei häuslicher und sexualisierter Gewalt fordern. Dass der bisherige Schutz vielerorts aus Finanzierungsmängeln nicht gewährleistet ist, geht aus einem Rechtsgutachten hervor, das das Bündnis heute Vormittag in Berlin vorgestellt hat. 
„Was die betroffenen Frauen brauchen, ist ein verbindlicher Rechtsanspruch“, sagt Sebastian Böstel, Vorstand des Paritätischen Niedersachsen. „Betroffene Frauen und ihre Kinder benötigen schnelle Hilfe und effektiven Schutz“, erklärt Petra Klecina vom Frauen-Notruf Hannover. Um diese zu gewährleisten, fordern der Paritätische Niedersachsen und der Frauen-Notruf Hannover, dass die Bundesregierung endlich ihrem Schutzauftrag nachkommt.

Einrichtungen für betroffene Frauen und ihre Kinder leiden unter chronischen Finanzierungsproblemen. In der täglichen Arbeit und auf lokaler Ebene sind diese Probleme trauriger Alltag. Die freiwilligen Leistungen, die in Deutschland von den jeweiligen Ländern und Kommunen völlig unterschiedlich geregelt sind, garantieren keine sichere Arbeitsbasis, sondern sind ständig von eventuellen Kürzungen im Haushalt bedroht. Dabei ist gerade im Fall von häuslicher oder sexualisierter Gewalt schnelle und effiziente Hilfe wichtig. „Und diese Hilfe braucht eine stabile finanzielle Basis“, fordert Sebastian Böstel, Vorstand des Paritätischen Niedersachsen.
Das Gutachten der Rechtswissenschaftler Prof. Dr. Joachim Wieland und Prof. Dr. Margarete Schuler-Harms, das vom Paritätischen Gesamtverband, der AWO, der Caritas, dem Sozialdienst katholischer Frauen, dem DRK und der Diakonie in Auftrag gegeben und heute präsentiert wurde, belegt, dass der Bund eine Gesetzgebungskompetenz hat. „Diese Kompetenz muss der Bund endlich nutzen, um Schutz und Hilfe für jede Frau und deren Kinder unabhängig von Einkommen, Aufenthaltstitel, Herkunftsort, gesundheitlicher Einschränkung oder Behinderung zu gewährleisten“, fordern die Bündnispartner. Das vollständige Gutachten steht auf der Internetseite des Paritätischen Gesamtverbands, www.paritaet.org, im Bereich „Veröffentlichungen“ bereit.
Mit Rechtsfragen zum Thema Sexualisierte Gewalt gegen Frauen und Mädchen mit Behinderungen befasst sich der Frauen-Notruf Hannover bei einem Vortrag mit anschließender Gesprächsrunde, der am morgigen Mittwoch, 27. Juni, um 16.30 Uhr im Haus der Region Hannover (neuer Gebäudeteil), Hildesheimer Straße in 30169 Hannover beginnt. „Insbesondere Menschen mit geistiger Behinderung werden viermal häufiger Opfer sexualisierter Übergriffe als Menschen ohne Behinderung. Und dennoch gibt es nur wenige Strafanzeigen und in vielen Fällen kommt es eher zu Einstellungen des Verfahrens“, sagt Petra Klecina vom Frauen-Notruf Hannover. Die Veranstaltung im Haus der Region wird über Möglichkeiten, Hindernisse und Barrieren im Strafrecht, aber auch über weitere Möglichkeiten der Gewaltprävention informieren.

Paritätischer Wohlfahrtsverband

2012-06-19

netzwerkB » Blog Archiv » Hungern gegen das Nichtstun

 

Hungern gegen das Nichtstun


taz.die tageszeitung 16/17. Juni 2012
Für seinen Einsatz gegen sexuelle Gewalt an Kindern und Jugendlichen war Norbert Denef für den taz Panter Preis 2011 nominiert. Seit einer Woche ist er im Hungerstreik
 

Beschwerde

Beschwerde an den Europäischen Gerichtshof gegen die Ablehnung der Petition ‘Verjährungsfrist für sexuellen Missbrauch im Zivilrecht aufheben’ durch den Deutschen Bundestag. Unser Ziel ist es, mit der Klage von Norbert Denef die Fristen in Deutschland zu durchbrechen.
Unterschriften bisher:
21.937

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 "Report Mainz" berichtet über neue Studie

Tausende behinderte Frauen sexuell missbraucht

Junges Mädchen als Opfer von häuslicher Gewalt (Foto: picture alliance / Photoshot) Großansicht des Bildes Viele Frauen mit Behinderungen sind Opfer von psychischen und körperlichen Übergriffen. 

  Tausende behinderte Frauen sind in deutschen Heimen sexuell missbraucht worden. Nach Informationen des ARD Politikmagazin "Report Mainz" haben sechs Prozent der Frauen mit geistiger Behinderung in Heimen und Werkstätten Übergriffe erlitten. Das Magazin beruft sich dabei auf eine aktuelle Studie der Universität Bielefeld im Auftrag des Bundesfamilienministeriums.

 http://www.tagesschau.de/inland/missbrauch204.html


 

2012-03-17

„Ich habe gesagt, ich will nicht“ | MAIN-POST Nachrichten für Franken, Bayern und die Welt

„Ich habe gesagt, ich will nicht“

Behinderte als Opfer von Gewalt und Missbrauch

Sexueller Missbrauch ist eine Straftat. Ist das Opfer behindert, wird der Täter nur selten verurteilt. Die Mainfränkischen Werkstätten in Würzburg machen jetzt einen Verdachtsfall öffentlich. Ihr Ziel ist es, die Gesellschaft für mehr Aufmerksamkeit bei solch perfiden Delikten zu sensibilisieren.

„Ich habe gesagt, ich will nicht“ | MAIN-POST Nachrichten für Franken, Bayern und die Welt

2012-02-20

Keine Opferrente für behinderte Heimopfer | READERS EDITION

Keine Opferrente für behinderte Heimopfer

Sie wurden geschlagen, ihre kleinen Kinderfinger blau geknüppelt, sie bekamen Faustschläge auf den Kopf, ins Gesicht, auf die Ohren, sie wurden in die Ecke gestellt und, wenn sie zusammenbrachen, wieder hochgeprügelt. Sie wurden sexuell misshandelt.

Krückenschläge auf Kinderhände
Krückenschläge auf Kinderhände
Sie wurden zwangsgefüttert und mussten selbst das Erbrochene vom Boden essen. Sie wurden 24 Stunden, Tag für Tag geängstigt und bedroht. Einige wurden isoliert, tagelang oder wochenlang, – das war Isolationsfolter. Sie wurden gegeneinander aufgehetzt. Sie wurden beleidigt und missachtet: Du bist asozial, Du bist Dreck. Man verweigerte ihnen die individuell angemessene Schulausbildung; manche ließ man jahrelang ein und dieselbe Schulklasse durchlaufen. Etliche leiden noch heute an den Folgen falscher medizinisch/orthopädischer Versorgung.
In einigen Heimen der Evangelischen Kirche und der damaligen Inneren Mission geschahen abscheulichste Verbrechen, die jede Vorstellungskraft sprengen.
Es waren Kleinkinder und Schulkinder, die in einem Heim für behinderte Kinder untergebracht waren, das sich als Hort christlicher Nächstenliebe ausgab. Ihr Leiden ist in dem Buch “Gewalt in der Körperbehindertenhilfe – Das Johanna-Helenen- Heim in Volmarstein von 1947 bis 1967″ und auf der Homepage www.gewalt-im-jhh.de der Opfergruppe dokumentiert. Damals hieß die Gesamteinrichtung in Volmarstein bei Hagen „Orthopädische Heil- Lehr- und Pflegeanstalten“. Heute: „Evangelische Stiftung Volmarstein“.
Nun, nach dem quälend langen Prozess der Aufarbeitung, nach der Konfrontation mit den erlebten Verbrechen in der Kindheit, nach Überwindung der Scham, vereinzelt auch nach Therapie der Traumata, verlangen sie eine Entschädigung, die dem Begriff gerecht wird. Sie wollen eine Opferrente. Und dieses Geld brauchen sie zur Gestaltung eines würdigen Lebensabends.
Die Evangelische Stiftung Volmarstein lehnt diese Forderung kategorisch ab.
Keine Opferrente für behinderte Heimopfer | READERS EDITION

2012-02-14

Tausende Missbrauchsfälle in Behindertenheimen -- kobinet

14.02.2012 - 11:45

Tausende Missbrauchsfälle in Behindertenheimen.

Mainz (kobinet) Tausende behinderte Frauen sollen in deutschen Einrichtungen und Heimen sexuell missbraucht worden sein. Das berichtet das ARD-Politikmagazin "Report Mainz" in seiner heutigen Ausgabe.
 
Das Magazin beruft sich auf die neue Studie "Lebenssituation und Belastungen von Frauen mit Beeinträchtigungen und Behinderungen in Deutschland". Die repräsentative Untersuchung im Auftrag des Bundesfamilienministeriums wurde von der Universität Bielefeld durchgeführt. Sie liegt "Report Mainz" exklusiv vor und soll im April veröffentlicht werden. Aus der Studie geht hervor, dass sechs Prozent der Frauen mit sogenannter geistiger Behinderung in Heimen und Werkstätten sexuelle Gewalt erlitten haben.

Die Sozialwissenschaftlerin Monika Schröttle, die das Untersuchungsprojekt geleitet hat, geht davon aus, dass "auf jeden Fall mehrere tausend Frauen" in deutschen Behindertenheimen und -Einrichtungen sexuell missbraucht wurden. Täter sind der Studie zufolge meist Bewohner, aber auch Personal.

Im Interview erklärte Schröttle: "Das Gravierende ist, dass die Frauen in den Einrichtungen nicht einfach raus können und dass es viel schwerer ist, Zugang zu Hilfe und Unterstützung zu bekommen und dass die Einrichtung eigentlich dafür verantwortlich ist, dass sie keine Übergriffe erleben."

In einer nicht repräsentativen Zusatzbefragung berichteten drei von vier Frauen, die in ihrer Kindheit und Jugend in Einrichtungen untergebracht waren, von "psychischen und/oder körperlich en Übergriffen" in diesen Einrichtungen. Besonders betroffen waren blinde und gehörlose Mädchen.

Georg Ehrmann, Vorsitzender der Deutschen Kinderhilfe erklärte in "Report Mainz": "Der tägliche Missbrauch von Jungen und Mädchen in deutschen Behinderteneinrichtungen ist ein großes Tabu und unter dem Motto, dass nicht sein kann, was nicht sein darf, machen die Verantwortlichen in der Politik, in den Verbänden und in den Kommunen die Augen zu und deswegen sprechen Betroffene auch von dem größten Skandal in der Jugendhilfe seit dem Zweiten Weltkrieg."

Hubert Hüppe, der Beauftragte der Bundesregierung für die Belange behinderter Menschen, kritisierte in "Report Mainz" die fehlende Meldepflicht in Einrichtungen sowie mangelhafte Kontrollen durch die zuständige Heimaufsicht der Länder: "Es fehlen einfach auch Verfahren, die deutlich machen, wen ich ansprechen kann, wenn etwas passiert. Dann weiß ich auch, das wird weiter gegeben und es wird nicht verschwiegen, weil es vielleicht der Einrichtung schadet."

Viele Bewohnerinnen von Behinderteneinrichtungen leiden unter Gewalt: "Etwa jede dritte bis vierte in einer Einrichtung lebende Frau hat psychisch verletzende Handlungen und psychische Gewalt in Einrichtungen erlebt. Bis zu 20 Prozent gaben körperliche Gewalt in Einrichtungen im Erwachsenenleben an", heißt es in der Studie. Mehr als die Hälfte der psychisch erkrankten Heimbewohnerinnen berichteten, in den letzten 12 Monaten psychischer Gewalt ausgesetzt gewesen zu sein. 16 Prozent gaben an, psychisch so stark belastet worden zu sein, "dass es als Psychoterror oder seelische Grausamkeit empfunden wurde". In Bezug auf alle in der Studie befragten Frauen, also solche, die in Einrichtungen, aber auch in Haushalten leben, heißt es dazu in der Studie: "Der hohe Anteil von Frauen mit Behinderungen, die psychische Übergriffe durch Gesundheitsdienste, Einrichtungen und Ämter/Behörden angaben, muss als bedenklich eingestuft werden." sch

Tausende Missbrauchsfälle in Behindertenheimen -- kobinet



Mehr dazu:

Studie zu MissbrauchsfällenTausende behinderte Frauen in Heimen missbraucht

Dienstag, 14.02.2012, 15:55
...
Studie zu Missbrauchsfällen: Tausende behinderte Frauen in Heimen missbraucht - weiter lesen auf FOCUS Online: http://www.focus.de/panorama/welt/studie-zu-missbrauchsfaellen-geistig-behinderte-frauen-in-heimen-missbraucht_aid_713986.html
www.focus.de


Misshandlung behinderter Frauen

Psychoterror und Gewalt im Heim

Mehrere Tausend behinderte Frauen sind einer Studie zufolge in Einrichtungen Opfer von sexualisierter Gewalt geworden. Jede fünfte Frau berichtete von körperlicher Misshandlung.
www.taz.de


Tausende Sexopfer in Behindertenheimen

rollingplanet.net

 

Tausende behinderte Frauen missbraucht

Schock-Studie über Situation in Heimen und Einrichtungen

bild.de/

2012-01-20

netzwerkB » Stellungnahme zum neuen Bundeskinderschutzgesetz und zur Anzeigenpflicht



netzwerkB – Positionspapier
Stand: 20. 01. 2012 (als PDF herunter laden)
Bundeskinderschutzgesetz
Stellungnahme zum neuen Bundeskinderschutzgesetz und zur Anzeigenpflicht
Das neue Bundeskinderschutzgesetz hat lange auf sich warten lassen. Was letztlich nun nach jahrelanger Debatte herausgekommen ist, weist immer noch den mangelnden Willen zur Aufarbeitung sexualisierter Gewalt bei Kindern auf. Als Beispiel hierfür können die Resultate des Gesetzes für behinderte Kinder betrachtet werden. Statt einer ursprünglich angedachten Meldepflicht bei Verdachtsfällen auf Kindesgefährdung gibt es nun eine Art Empfehlung, Beratung bei einer unabhängigen Fachkraft des Jugendamtes anzunehmen. Die Paragraphen, die eine Verpflichtung zum Handeln vorsahen, sind nach endlosen Beratungen und Überarbeitungen schlicht weggelassen und zu einer unverbindlichen Gesetzesformel aufgeweicht worden. Grundsätzliche Probleme beim Kinderschutz geht der Gesetzgeber mit dem pompös klingenden Bundeskinderschutzgesetz nicht an. Vielmehr bleibt die notwendige Verantwortungsübernahme des Staates, seiner Institutionen und Mitarbeiter aus. Jeder, der daher von Straftaten in Institutionen weiß, ist nicht gleichzeitig verpflichtet, Verdachtsfälle zu melden. Dies begünstigt By-Stander-Effekte, dem tatenlosen Zusehen, da jeder hofft, ein anderer greift ein. Das neue Gesetz entpuppt sich somit nicht nur als zahnloser Tiger, sondern erweist sich als Täterschutz, welches Sozialstrukturen, die sexualisierte Gewalt ermöglichen, weiterhin begünstigt.

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2011-12-12

Selbstbehauptungstraining für Mädchen und junge Frauen mit Behinderung- dbb jugend nrw - Sexuelle Gewalt: Jede 2. behinderte Frau ist ein Opfer

Sexuelle Gewalt: Jede 2. behinderte Frau ist ein Opfer

Pressemitteilung von: dbb jugend nrw




Bild im Großformat

Die dbb jugend nrw führt seit 1999 Selbstbehauptungs-Trainings für Mädchen mit Behinderungen durch
Die erste repräsentative Studie, die sich mit den Erfahrungen behinderter Frauen in Deutschland beschäftigt, offenbart furchtbares: Fast jede zweite Frau mit Behinderung ist Opfer sexueller Gewalt. Die dbb jugend nrw versucht, vor allem Mädchen mit Behinderungen gegen Übergriffe stark zu machen.

Die Zahlen sind alarmierend und zeigen eine grausame Wirklichkeit auf: Für viele körperlich oder geistig eingeschränkte, blinde und gehörlose Frauen sind sexuelle Übergriffe an der Tagesordnung. Besonders hart trifft es die, die in betreuten Einrichtungen leben. Mit 31 Prozent, so die Studie der Universität Bielefeld, ist fast ein Drittel der dort lebenden Frauen von sexuellen Übergriffen betroffen. So müssen sie erdulden, an intimen Stellen berührt zu werden oder man verlangt ihnen ab, sich selbst oder andere dort zu berühren.

Vergleicht man diese vom Bundesfamilienministerium in Auftrag gegebenen Studie mit einer nicht repräsentativen aus dem Jahr 2004, so ist die Zahl der Übergriffe um über 20 Prozent gestiegen. Teilgenommen hatten an der Umfrage insgesamt 1.561 Frauen im Alter zwischen 16 und 65 Jahren. Viele der Frauen, die hier zu Wort kamen, berichteten darüber, schon als Kinder sexuell missbraucht worden zu sein. Sie sind zwei- bis dreimal häufiger von sexuellen Übergriffen oder Missbrauch betroffen als Frauen im Bevölkerungsdurchschnitt.

Die Täter manipulieren Kinder, die häufig aufgrund ihrer Behinderung nicht so selbstbewusst sind. Als erwachsene Frau kennen sie es später nicht anders und das Risiko, erneut zum Opfer zu werden, sei dann noch höher, erklärte Studienleiterin Monika Schröttle gegenüber dem WDR. Außerdem gaben mehr als 80 Prozent der Frauen an, diskriminiert zu werden. Dreh- und Angelpunkt für solche Übergriffe, gleich ob gewalttätiger oder sexueller Natur, liegen nach Einschätzung der Experten im geringeren Selbstwertgefühl vor allem körperlich eingeschränkter Frauen.

Das zeigt, wie wichtig es ist, vor allem Mädchen, die eine Behinderung haben, frühzeitig zu stärken und selbstbewusst zu machen. "Die dbb jugend nrw bietet aus diesem Grund schon seit vielen Jahren ein Selbstbehauptungstraining für Mädchen und junge Frauen mit Behinderung an", erklärt der Stellv. Vorsitzende der dbb jugend nrw, Jano Hillnhütter. In der Obhut qualifizierter Trainerinnen, die in die Schulen oder in die Einrichtungen kommen, lernen Mädchen dort frühzeitig, sich Gehör zu verschaffen und selbstbewusst aufzutreten. "Mädchen und junge Frauen mit Behinderung sind oft damit konfrontiert, dass sie übersehen oder nicht ernst genommen werden, oder dass über sie bestimmt wird. Gesellschaftlich werden Sie als Randgruppe betrachtet, der wenig Mitspracherecht zugestanden wird", so fasst Hillnhütter die Problematik zusammen, die später solche Kinder zu Opfern werden lässt. (...)
openPR.de - Pressemitteilung - dbb jugend nrw - Sexuelle Gewalt: Jede 2. behinderte Frau ist ein Opfer
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