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2014-02-27

Interessen der helfenden Berufe ins Visier genommen - Klaus Dörner im Gespräch (SB): Irren ist menschlich - Kritikbewegt, reformbeflügelt, konstruktiv... SCHATTENBLICK - INTERVIEW/006


INTERVIEW/006: Irren ist menschlich - Kritikbewegt, reformbeflügelt, konstruktiv... Klaus Dörner im Gespräch (SB)



Interessen der helfenden Berufe ins Visier genommen


Interview am 16. Januar 2014 in Hamburg-Eppendorf (Teil 2)


Nachdem im ersten Teil des Interviews mit Prof. Dr. Dr. Klaus Dörner
wesentliche Stationen seiner Lebensgeschichte zwischen den späten
1960er Jahren und seiner Tätigkeit in Gütersloh zur Sprache kamen, ist
nun im zweiten Teil insbesondere die Psychiatriekritik Gegenstand der
Erörterung.


Portrait im Gespräch - Foto: © 2013 by Schattenblick
Klaus Dörner nimmt kein Blatt vor den Mund

Foto: © 2013 by Schattenblick



Schattenblick: Sie haben berufsständische Interessen genannt, den
eigenen Broterwerb und die gesamte Zunft der in der Psychiatrie
versammelten professionellen Akteure zu sichern. Sehen Sie darüber
hinaus andere gesellschaftliche Interessen, die Psychiatrie in ihrer
herkömmlichen Form aufrechtzuerhalten, etwa als Zwangsoption der
Ausgrenzung oder Drohpotential?

Klaus Dörner: Ich habe mich inzwischen darauf verschärft, daß es
einzig und allein die berufsständischen Interessen sind, die ja in der
Wirtschaft nicht ehrenrührig und dort völlig in Ordnung sind.
Unterwirft man jedoch die Sphäre des Helfens, in der der Markt nichts
zu suchen hat, gleichermaßen den Gesetzen der Güterproduktion, ist das
nicht hinzunehmen. Man muß meines Erachtens davon ausgehen, daß in
keinem Bereich der Gesellschaft die berufsständischen Interessen so
massiv und rücksichtslos über den eigentlichen Betriebszweck gestellt
werden wie im Bereich der helfenden Berufe.

Wie mir der Präsident der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie,
Psychotherapie und Nervenheilkunde (DGPPN), Frank Schneider, erzählt
hat, fragte er sich damals nach seinem Amtsantritt, was in aller Welt
man in dieser Funktion zu tun habe. Er hörte sich in den
Berufsverbänden der Internisten, Chirurgen, Gynäkologen um und kriegte
dabei mit, daß es gerade angesagt sei, eine Entschuldigungsrede für
die Verbrechen zu halten, in die man während der Nazizeit verwickelt
war. Nun hatte er sich aber noch nie mit der Geschichte der
Psychiatrie beschäftigt und mit der Nazizeit schon dreimal nicht. Also
las er sich eben ein kleines bißchen an und hielt dann im Jahr 2010
seine berühmt gewordene Entschuldigungsrede in Berlin. (...)

Seine Rede gipfelte in dem Satz: Man müsse sich sogar überlegen, ob
die Euthanasie, also die Ermordung der psychisch Kranken, mehr ein
Naziprogramm oder eher ein Psychiatrieprogramm gewesen sei. Als ich
das las, habe ich einen totalen Schrecken gekriegt: Das ist ja der
Gedanke, den ich seit Jahrzehnten mit mir herumschleppe, ohne mich je
getraut zu haben, ihn auszusprechen! (...)

Würde man es genau untersuchen, ließe sich wohl nachweisen, daß es keine Branche gibt, die so systematisch mit krimineller Energie ihr Geschäft betreibt wie die helfenden Berufe im allgemeinen und die Psychiater im besonderen. (...)

SCHATTENBLICK - INTERVIEW/006: Irren ist menschlich - Kritikbewegt, reformbeflügelt, konstruktiv... Klaus Dörner im Gespräch (SB)

“Psychiatrie ohne Zwang – Was ist das?”

Wolf-Dieter Narrs Panorama auf eine gewaltfreie Psychiatrie

2014-02-13

Belgien beschließt aktive Sterbehilfe für Minderjährige - SPIEGEL ONLINE

Donnerstag, 13.02.2014

Sterbehilfe für Minderjährige: "Ich habe noch nie erlebt, dass ein Jugendlicher nach aktiver Sterbehilfe gefragt hat"

Ein Interview von Gesa Mayr


Sterbehilfe-Debatte: "Alles tun, um dem Kind Leid zu ersparen"


Corbis
Sterbehilfe-Debatte: "Alles tun, um dem Kind Leid zu ersparen"


Belgiens Parlament hat ein
Gesetz verabschiedet, das die Tötung auf Verlangen für Minderjährige
legalisiert. Die deutsche Kinderärztin Monika Führer erklärt, was die
Palliativmedizin für unheilbar kranke Kinder tun kann - und welche Rolle
aktive Sterbehilfe in ihrem Arbeitsalltag spielt.

Belgien beschließt aktive Sterbehilfe für Minderjährige - SPIEGEL ONLINE



Belgien legalisiert Sterbehilfe für Kinder - Nachrichten Print - DIE WELT - Politik (Print DW) - DIE WELT

Belgien Sterbehilfe: Gefährlicher Weg | Meinung - Frankfurter Rundschau

 Huainigg: Tötung ist keine Antwort auf Leid und Verzweiflung von Kindern! - BIZEPS-INFO

 „Reden wir nicht drumherum: Mit Euthanasiegesetz sollen behinderte Kinder umgebracht werden“ › Katholisches.info

 Wärst du lieber tot? | kobinet-nachrichten

2014-02-07

Deutsches Ärzteblatt: Ausgrenzung Behinderter: Gedenken und Handeln (07.02.2014)

Ausgrenzung Behinderter: Gedenken und Handeln

Dtsch Arztebl 2014; 111(6): A-197 / B-171 / C-167

Jachertz, Norbert


Norbert Jachertz, gesundheits- und sozialpolitischer Journalist
Ein lange verschwiegenes Thema, die Zwangssterilisation und die sogenannte
Euthanasie in der Nazizeit, scheint nunmehr „ganz oben“ angekommen zu
sein: Dieser Tage besuchte Bundespräsident Joachim Gauck ex officio eine
Ausstellung, die sich mit diesen Verbrechen gegen die Menschlichkeit
auseinandersetzt. Einer der früheren Vizepräsidenten des Bundestages,
Wolfgang Thierse, hatte die Ausstellung in den Bundestag eingeladen, und
seine Nachfolgerin im Amt, Ulla Schmidt, eröffnete sie am Tag der Opfer
des Nationalsozialismus, dem 27. Januar.
Über Täter und Opfer wurde nach dem Ende der Naziherrschaft nicht gerne gesprochen.
Die Opfer der Zwangssterilisationen schwiegen, weil sie sich schämten.
Die Angehörigen der „Euthanasie“-Opfer glaubten, ihre Familiengeheimnisse hüten zu
müssen. Die Ärzteschaft schwieg lange, um nicht einzugestehen, dass so
viele aus ihren Reihen ihre Schutzbefohlenen und Patienten im Stich
gelassen hatten. Ein Schweigekartell, hin und wieder aufgebrochen durch
einen Gerichtsprozess mit zumeist seltsam milden Richtersprüchen.
Eine neue Ärztegeneration macht sich inzwischen an die Aufarbeitung.

Deutsches Ärzteblatt: Ausgrenzung Behinderter: Gedenken und Handeln (07.02.2014)

2014-02-06

Euthanasieprofessor Werner Heyde: NS-Arzt jahrelang von Schweigekartell gedeckt - N24.de

Euthanasieprofessor Werner Heyde

NS-Arzt jahrelang von Schweigekartell gedeckt


Es ist einer der größten Skandale der Nachkriegszeit. Der NS-Arzt Werner
Heyde soll 100.000 Menschen getötet haben. Nach dem Krieg wurde er von
höchsten Kreisen gedeckt – und praktizierte weiter.
Euthanasieprofessor Werner Heyde: NS-Arzt jahrelang von Schweigekartell gedeckt - N24.de

2014-01-28

Behinderte und Kranke in der NS-Zeit: Raus aus dem Schatten der Erinnerung

Ärzte Zeitung online, 27.01.2014
 

Behinderte und Kranke in der NS-Zeit

Raus aus dem Schatten der Erinnerung

Das Leiden der kranken und behinderten Menschen hatte bislang kaum
Raum im öffentlichen Gedenken an die Gräueltaten des Nazi-Regimes. Eine
Ausstellung am Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus
erinnert an das Schicksal dieser Menschen.


Von Susanne Werner

Raus aus dem Schatten der Erinnerung
Heil- und Pflegeanstalt Liebenau im Jahr 1940: Mit
solchen Bussen wurden Kranke und Behinderte in die Mordanstalten
transportiert.
© Archiv der Stiftung Liebenau

BERLIN. Menschen mit Behinderungen und Nervenkrankheiten
galten in der NS-Zeit als "Belastung für Volksgemeinschaft". Ihrem
grausamen Schicksal widmet sich jetzt die Wanderausstellung "erfasst,
verfolgt, vernichtet. Kranke und behinderte Menschen im
Nationalsozialismus". Sie wurde am Montag im Paul-Löbe-Haus im Deutschen
Bundestag in Berlin eröffnet.

Behinderte und Kranke in der NS-Zeit: Raus aus dem Schatten der Erinnerung

2013-12-25

Joni Eareckson Tada Urges Prayer as Belgium May Legalize Euthanasia for Disabled Children


Joni Eareckson Tada Urges Prayer as Belgium May Legalize Euthanasia for Disabled Children



Joni Eareckson Tada
Joni Eareckson Tada
I am dismayed that the Belgium Parliament may soon legalize euthanasia for children with disabilities. The irony is that this same parliament in 2009 ratified the U.N. Convention on the Rights of Persons With Disabilities (CRPD).
Article 10 in the CRPD clearly declares, "States Parties reaffirm that every human being has the inherent right to life and shall take all necessary measures to ensure its effective enjoyment by persons with disabilities on an equal basis with others."
How can, on one hand, Belgian legislators insist that people with disabilities have 'the inherent right to life' yet extend a so-called right to die to not merely adults but, shockingly, to minors who feel burdened by their disability?
Joni Eareckson Tada Urges Prayer as Belgium May Legalize Euthanasia for Disabled Children

2013-11-30

Belgien "Euthanasie" : Sterbehilfe für Kinder | Politik - Kölnische Rundschau


"Euthanasie" : Sterbehilfe für Kinder

Erstellt

Symbolbild Foto: dpa
Aktive Sterbehilfe für todkranke Kinder soll in Belgien legalisiert werden. Der zuständige Ausschuss im Senat brachte jetzt ein entsprechendes Gesetz auf den parlamentarischen Weg. Der Senat und die Abgeordnetenkammer müssen noch Zustimmen. Von

"Euthanasie" : Sterbehilfe für Kinder | Politik - Kölnische Rundschau

2013-11-19

Gemeinsame Stimme - Neue Koalition will staatlich sanktionierte Euthanasie stoppen - www.jesus.ch


Gemeinsame Stimme

Neue Koalition will staatlich sanktionierte Euthanasie stoppen

Am 13. November 2013 wurde in Brüssel KEP Europe ins Leben gerufen. Sie will der wachsenden Bedrohung durch den assistierten Suizid, sowie der Tötung auf Verlangen und der Euthanasie ohne Verlangen entgegentreten. Die Koalition Euthanasie-Prävention Europa (KEP Europa) vereinigt Organisationen und Einzelpersonen auf dem ganzen Kontinent. Sie will eine mächtige und geeinte Stimme sein, um Menschen vor der Erosion der Gesetze in diesem Bereich zu schützen, wie die Organisatoren in einer Medienmitteilung schreiben.
Dr. Kevin Fitzpatrick, OBE, Koordinator der EPC-Europe, stellt dazu fest: «Grossbritannien, Frankreich und Deutschland diskutieren derzeit über Gesetzesänderungen in Bezug auf Euthanasie und assistierten Suizid. Die Erfahrungen aus Ländern, in denen Tötung auf Verlangen und ärztlich assistierter Suizid bereits legal sind (z.B. Belgien, Niederlande), zeigten zweifelsfrei, wie schnell und einfach die Tötung auf weitere Menschengruppen ausgedehnt würden, zum Beispiel Ältere, Lebensmüde, Behinderte, Jugendliche und Kinder. Präzedenzfälle hätten international dazu geführt, dass man Belgien als neuen 'Weltmarktführer' in der Tötung mit und ohne Verlangen einschätze, beispielsweise bei Behinderten oder Menschen mit psychischen Problemen.»
Die Gruppe verweist auf Fälle in Belgien wie ...
Gemeinsame Stimme - Neue Koalition will staatlich sanktionierte Euthanasie stoppen - www.jesus.ch

2013-11-11

Papst empfängt Behinderte und Kranke – “Reichtum der Kirche” – BRF online


Papst empfängt Behinderte und Kranke – “Reichtum der Kirche”

10. November 2013, 16:12 · Redaktion
Land & Leute
Papst Franziskus ist für seine Volksnähe bekannt, immer wieder widmet er den Schwächsten der Gesellschaft besonders viel Zeit. Nun hat er eine Gruppe von Behinderten und Kranken getroffen – und einigen ein ganz besonderes Erlebnis beschert.
Papst empfängt Behinderte und Kranke – “Reichtum der Kirche” – BRF online


Kirche und Euthanasie - Die Ermordung Behinderter im Drittten Reich

Euthanasie im Dritten Reich - Das lange Schweigen der Kirche - Dachau - Süddeutsche.de

▶ Das Wissen der katholischen Kirche um die Morde in den "Euthanasieanstalten" - YouTube

kirchensite.de - online mit dem Bistum Münster: Vor 70 Jahren: Von Galens Predigten stoppten Euthanasie

Die Haltung der Kirchen zur "Euthanasie"

Kirchen im NS-Regime

Euthanasie im NS-Staat: Grafeneck im Jahr 1940 - Die Kirchen und die "Euthanasie" -

Euthanasie in der NS-Zeit: Evang. Dekanatämter Schorndorf-Waiblingen

Diakonie Deutschland - Eugenik, Zwangssterilisation und "Euthanasie"

Opposition und Widerstand gegen die NS-Euthanasie | gedenkstättesteinhof.at

26. September 1943: Kirche protestiert gegen Euthanasie - N24.de

IMABE: Euthanasie (2) – Stellungnahmen der katholischen Kirche (Imabe-Info 3/98)

KONGREGATION FÜR DIE GLAUBENSLEHRE Erklärung zur Euthanasie

Belgien: Kirche gegen Sterbehilfe für Minderjährige

2013-11-10

Belgien: Religionsführer gegen Ausweitung der Euthanasie


Belgien: Religionsführer gegen Ausweitung der Euthanasie



Die Religionsführer Belgiens warnen vor einer Ausweitung der Euthanasie auf Kinder und Demenzkranke. Wie die Webseite der katholischen Kirche berichtet, wenden sich die christlichen Kirchen, Muslime und Juden gegen ein entsprechendes Gesetzesvorhaben, das derzeit im Parlament diskutiert wird. Es sei ein Unding, anstatt die Schwächsten zu schützen, sie umbringen zu wollen, heißt es in der gemeinsamen Erklärung. Ein solcher Umgang mit den Schwächsten zerstöre die Grundlage der Gesellschaft. Schon jetzt ist in Belgien, ähnlich wie in den Niederlanden, in gewissen Fällen Euthanasie gesetzlich zugelassen.
(rv 10.11.2013 mc)
Belgien: Religionsführer gegen Ausweitung der Euthanasie

Novemberpogrome: Nicht anerkannte Opfer fordern Entschädigung > Kleine Zeitung

 Zuletzt aktualisiert: 08.11.2013 um 19:55 Uhr

Nicht anerkannte Opfer fordern Entschädigung

In Deutschland forderten Verterter von Juden und Roma Anerkennung der nicht offiziell gewürdigten NS-Opfer, wie zum Beispiel den Überlebenden des "Euthanasie"-Programms.

Novemberpogrome: Nicht anerkannte Opfer fordern Entschädigung > Kleine Zeitung

 Bundesregierung versagt bei Entschädigung von ,Euthanasie'-Opfern

 Schnelle Entschädigung für NS-Opfer angemahnt | Aktuell Deutschland | DW.DE | 08.11.2013

 «Statt bewegender Reden fordern wir Taten» - News Ausland: Europa - tagesanzeiger.ch

 Bis heute keine Entschädigung von "Euthanasie"-Opfern

 Entschädigung für NS-”Euthanasie”-Verbrechen? Für drei Personen… | Gedenkort-T4.eu

 AG Bund der "Euthanasie"-Geschädigten und Zwangssterilisierten (BEZ): Neues

2013-11-09

Zusammenhänge | kobinet-nachrichten


Zusammenhänge

Veröffentlicht am von Gerhard Bartz
Ausrufezeichen
Ausrufezeichen
© kobinet/omp
Hollenbach (kobinet) In diesen Tagen gedenkt Deutschland in einer jahrzehntelang eingeübten Routine den Verbrechen "der Nazis". Auch die Medien sind eingebunden und berichteten beispielsweise über die Tötungsanstalt Grafeneck im Kreis Reutlingen. Im Rahmen der Aktion T4 wurden von "den Nazis" fast 11000 Menschen mit Behinderungen aus Süddeutschland ermordet.

"Die Nazis"
Gedanken von kobinet-Redakteur Gerhard Bartz
Zusammenhänge | kobinet-nachrichten

2013-11-06

Erinnerung : Drei neue Stolpersteine in Sangerhausen | Sangerhausen - Mitteldeutsche Zeitung

Erinnerung : Drei neue Stolpersteine in Sangerhausen

Uhr | Aktualisiert 06.11.2013 12:08 Uhr

Der Stolperstein für Adele Hampel war einer der ersten, der im vergangenen November in Sangerhausen verlegt wurde.  (BILD: Archiv/mz)
Von
Drei neue Stolpersteine werden am Freitag zum Gedenken an jüdische Mitbürger in der Sangerhäuser Innenstadt verlegt. Eine Forscherin an der Universität in Rostock ist den Schicksalen der Betroffenen aus Sangerhausen und Umgebung nachgegangen. (...)
Der dritte Stolperstein ist für Edith Große gedacht: Sie wurde mit 14 Jahren in einer Euthanasie-Anstalt getötet. (...)
Auf das Schicksal des Mädchens stieß Kathleen Haack, gebürtige Sangerhäuserin und Forscherin an der Universität in Rostock, bei ihren Recherchen auf dem Gebiet der „Euthanasie“, also der systematischen Ermordung von psychisch kranken und behinderten Menschen während der Nazizeit.
Gemeinsam mit ihrem Kollegen Ekkehardt Kumbier ist sie den Schicksalen der Betroffenen aus Sangerhausen und Umgebung nachgegangen. „Es gibt bisher keine spezifischen Untersuchungen zu Zwangssterilisationen und sogenannter ’Euthanasie’ im Sangerhäuser Raum. Die Forschung für den Landkreis steht noch am Anfang“, sagt Haack.

Erinnerung : Drei neue Stolpersteine in Sangerhausen | Sangerhausen - Mitteldeutsche Zeitung

2013-10-28

Gedenktafel zur NS-Vergangenheit des Landeshauses enthüllt - 02elf Düsseldorfer Abendblatt


Gedenktafel zur NS-Vergangenheit des Landeshauses enthüllt

 

Landeshaus
Landeshaus am Kaiser-Friedrich-Ring | © wiesbaden.de
 
Hessens Wirtschaftsminister Florian Rentsch hat heute vor dem Hessischen Wirtschaftsministerium eine Tafel zum Gedenken an die Funktion des Gebäudes unter dem NS-Regime enthüllt. „Als Sitz des Bezirksverbands des damaligen Regierungsbezirks Wiesbaden war das Landeshaus von 1939 bis 1945 eine Verwaltungszentrale des nationalsozialistischen Programms zur Vernichtung sogenannten „lebensunwerten Lebens“. In den psychiatrischen Anstalten des Verbandes wurden etwa 20 000 meist kranke und behinderte Menschen ermordet. Es gehört zur historischen Verantwortung, daran zu erinnern“, sagte der Minister.
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Gedenktafel zur NS-Vergangenheit des Landeshauses enthüllt - 02elf Düsseldorfer Abendblatt

 Wirtschaftsminister Rentsch enthüllt Gedenktafel zur NS-Vergangenheit des Landeshauses | Hessisches Ministerium für Wirtschaft, Verkehr und Landesentwicklung

 Das Ende des Schweigens : StadtRevue Verlag GmbH

2013-07-21

Proteste gegen Euthanasie: Britische Regierung stoppt „Liverpool Care Pathway”


Proteste gegen Euthanasie: Britische Regierung stoppt „Liverpool Care Pathway”
17. Juli 2013 • 14:49 Uhr
Der britische Gesundheitsminister Norman Lamb gab am 9. Juli bekannt, daß das „Liverpool Care Pathway“ (LCP) genannte Krankenpflege- und Sterbehilfesystem in den kommenden sechs bis zwölf Monaten auslaufen wird, nachdem eine unabhängige Untersuchung ergeben hatte, daß es ohne Zustimmung der Betroffenen angewendet wurde; diese wurden unnötigerweise sediert und z.T. wurden ihnen Nahrung und Wasser verweigert.
Proteste gegen Euthanasie: Britische Regierung stoppt „Liverpool Care Pathway”

 Carole Malone: The Liverpool Care Pathway never cared - Carole Malone - Mirror Online

2013-07-15

Unsereins muss wahrgenommen werden | kobinet-nachrichten


Unsereins muss wahrgenommen werden

Veröffentlicht am von Franz Schmahl
Matthias Vernaldi
Matthias Vernaldi
© MVFB
Von Matthias Vernaldi
Berlin (kobinet) Am 8. Juli wurde vor der Berliner Philharmonie in der Tiergartenstraße um 14:00 Uhr der Baubeginn für einen "Gedenk- und Informationsort für die Opfer der nationalsozialistischen Euthanasie-Morde" feierlich begangen. Auch wenn ich nicht gerade scharf darauf bin, mir Sonntagsreden anzuhören, war ich dabei.
Ich bin wegen einer Erbkrankheit ziemlich schwer behindert. Wäre ich 20 oder 30 Jahre eher geboren, hätten sie mich tot gemacht. 5 Jahrzehnte nach meiner Geburt, wäre ich dank pränataler Diagnostik gar nicht erst zur Welt gekommen. Und in der Schweiz oder Holland habe ich gute Chancen, dass man mir die "Gnaden"pille oder -spritze gibt oder dass hierzulande ein Intensivmediziner, falls ich ihn benötige, meint, er täte mir einen Gefallen, wenn er mir lebenserhaltende Maßnahmen verweigert. Irgendwie bin ich sensibel, was dieses Thema angeht. So wurde ich 2009 Mitglied des Runden Tisches, der es sich zur Aufgabe gemacht hat, die Errichtung eines diesbezüglichen Gedenkortes voranzubringen.

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Unsereins muss wahrgenommen werden | kobinet-nachrichten

2013-07-11

"Nicht wissen wollen, nicht wissen müssen" Götz Aly las am 13. Juni im Institut aus seinem aktuellen Buch zur "Euthanasie" - Deutsches Institut für Menschenrechte - Meldung


19.06.2013

v. l.: Götz Aly und
Valentin Aichele © DIMR/P. Balint

"Nicht wissen wollen, nicht wissen müssen"

Götz Aly las am 13. Juni im Institut aus seinem aktuellen Buch zur "Euthanasie"

Am 13. Juni las Götz Aly im Institut aus seinem neuen Buch "Die Belasteten: 'Euthanasie' 1939-1945. Eine Gesellschaftsgeschichte". Die Bibliothek hatte den Publizisten und Historiker eingeladen, um mit ihm über die Morde an psychisch Kranken und Menschen mit Behinderungen im Nationalsozialismus zu sprechen.

"Wir haben immer so Angst gehabt. Wir haben bissel was gehört, dass die SS die Leut’ ins Auto geschmissen hat. Wir waren schon lange gefasst, dass da mal irgendjemand kommt." So, wie eine Überlebende des katholischen Pflegeheims Taufkirchen bei München 1945 berichtete, hatte es sich in den Jahren davor in ganz Deutschland tausendfach abgespielt: Mit Bussen wurden psychisch Kranke und Menschen mit Behinderungen aus ihren Einrichtungen abgeholt, um sie angeblich zu "verlegen". Tatsächlich wurden sie in  Tötungsanstalten wie Grafeneck, Hadamar oder Hartheim in Gaskammern oder mit Giftspritzen und Medikamenten ermordet. Rund 200.000 Menschen fielen dem "Euthanasie"-Programm zum Opfer. Die überwiegende Mehrheit der Familien schwieg nach Kriegsende darüber. Man schämte sich, die Namen der getöteten Angehörigen zu nennen, und nur selten wurde nachgeforscht, was wirklich mit ihnen passiert war. Erst heute bröckelt das Tabu. Zu verdanken ist das auch Götz Aly und seinem Buch, das dieses Frühjahr erschienen ist. Die Bibliothek des Deutschen Instituts für Menschenrechte hatte Götz Aly am 13. Juni zu einer Lesung eingeladen, um mit ihm über dieses dunkle Kapitel deutscher Geschichte zu sprechen.

Zu Beginn des Abends unterstrich Valentin Aichele, Leiter der Monitoring-Stelle am Institut, dass es wichtig sei, sich immer wieder der Verbrechen im Nationalsozialismus zu erinnern. Die Aufarbeitung des „Euthanasie“-Programms sei zentral, um das gesamte mörderische System des Nationalsozialismus zu verstehen, so Aichele zu dem rund 70-köpfigen Publikum. „Deshalb ist es wichtig, historische Sachverhalte zu beleuchten und auch immer wieder den Umgang mit Geschichte zu hinterfragen."
 Audio-Mitschnitt der Lesung

Götz Aly: "Die Belasteten: 'Euthanasie' 1939-1945. Eine Gesellschaftsgeschichte".
S. Fischer Verlag, 2013. ISBN 978-3100004291

weiterlesen:
Deutsches Institut für Menschenrechte - Meldung

2013-06-09

Nur scheinbar weit weg - Bremen-Mitte - WESER-KURIER

 

Kulturambulanz: Theaterstück „Fridas Weg“ thematisiert Medizinverbrechen 

Nur scheinbar weit weg

Von
Nur scheinbar weit weg - Bremen-Mitte - WESER-KURIER
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