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2014-01-28

Gesundheitssystem: Transparency legt Betrug im Pflegesystem offen | ZEIT ONLINE

Gesundheitssystem 

Transparency legt Betrug im Pflegesystem offen

Falsch berechnete Pflegestufen, "verkaufte" Patienten: Das Pflegesystem bietet laut Transparency Deutschland viele Betrugsmöglichkeiten. Es werde zu wenig kontrolliert.
Die Anzahl an Pflegebedürftigen steigt, Milliarden werden deswegen in die Pflegeversicherung eingezahlt. Doch die Altenpflege biete zahlreiche Möglichkeiten zu Betrug und Korruption, heißt es in einer neuen Studie der Antikorruptionsorganisation Transparency Deutschland.

Weil es zu wenige Kontrollen, zu lasche Regeln und zu viel Bürokratie gebe, böten sich für die Betreiber von Heimen und ambulanten Pflegediensten zahlreiche Wege, das System auszunutzen, teilte Transparency bei der Vorstellung der Untersuchung mit.

Als Beispiele nannte Transparency unter anderem Fälle, in denen Ärzte von Pflegediensten Honorare für die Überweisung von Patienten erhielten. Auch "verkauften" Pflegedienste lukrative Patienten an andere
Pflegedienste.

Studien-Autorin Barbara Stolterfoht sagte, manche Heimbetreiber würden absichtlich weniger Fachkräfte
beschäftigen als vorgeschrieben. Fliege das auf, argumentierten sie, sie fänden nicht genug Pflegekräfte. Oft werde auch Geld gemacht, indem eine Heimimmobilie überteuert an einen Betreiber vermietet werde. In anderen Fällen würden ambulante Dienste mehr Pflegeleistungen aufschreiben und abrechnen als sie tatsächlich geleistet hätten.

Gesundheitssystem: Transparency legt Betrug im Pflegesystem offen | ZEIT ONLINE

2013-06-03

Falsche Abrechnungen: Berliner Behörden ermitteln gegen immer mehr Pflegedienste - Berlin Aktuell - Berliner Morgenpost

 03.06.13, 10:44

Falsche Abrechnungen

Berliner Behörden ermitteln gegen immer mehr Pflegedienste

Unter Verdacht: Derzeit laufen gegen Berliner Pflegedienste 82 Verfahren wegen Abrechnungsbetruges. 71 Einrichtungen sind betroffen – hauptsächlich private Träger. Senator Cjaza will mehr Transparenz.
Falsche Abrechnungen: Berliner Behörden ermitteln gegen immer mehr Pflegedienste - Berlin Aktuell - Berliner Morgenpost

2013-02-18

Pflegedienst steht unter Anklage : Prozess um Betrügereien im Altenheim - Münsterland - Dülmener Zeitung

Münster/Hopsten - 
Fast zwei Stunden brauchten die beiden Vertreter der Staatsanwaltschaft im Landgericht Münster gestern Vormittag für das Verlesen einer Anklageschrift. So umfassend sind die Vorwürfe gegen die ehemaligen Betreiber eines ambulanten Pflegedienstes in Ibbenbüren und eines Altenwohnheims in Hopsten.
Von Anke Beiing

Pflegedienst steht unter Anklage : Prozess um Betrügereien im Altenheim - Münsterland - Dülmener Zeitung

2012-07-30

Lohndumping, Betrug und Skandale - Kritiker Claus Fussek über schlechte Pflege als Milliardengeschäft und die Verantwortung dafür, die wir alle tragen (neues-deutschland.de)

Lohndumping, Betrug und Skandale

Kritiker Claus Fussek über schlechte Pflege als Milliardengeschäft und die Verantwortung dafür, die wir alle tragen

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Claus Fussek (59) arbeitet in einem ambulanten Beratungsund Pflegedienst in München. Seit Jahren kritisiert er die Zustände in Pflegeheimen. Mit Gottlob Schober schrieb er das Buch »Im Netz der Pflegemafia«, in dem es um die Geschäftemacherei dieser Branc
Am 29. Juni beschloss der Bundestag ein Pflegegesetz und lobte es über den grünen Klee: Zum ersten Mal erhielten Menschen mit Demenz Leistungen, heißt es. Es gebe mehr Wahlfreiheiten, neue individuelle Wohnformen und fünf Euro im Monat für eine private Pflegevorsorge. Doch nicht alle in der Pflege Beschäftigten sehen das so positiv. Mit dem Pflegegesetz-Kritiker Claus Fussek sprach Silvia Ottow.
30.07.2012: Lohndumping, Betrug und Skandale (neues-deutschland.de)

2012-07-28

Marseille-Kliniken: Pflegeleistungen laut AOK falsch abgerechnet - SPIEGEL ONLINE

 

Vorwürfe gegen Marseille-Kliniken  

AOK prüft Betrug bei Pflegeleistungen

Pflegeheim: AOK prüft, ob die Marseille-Kliniken falsch abgerechnet haben Zur Großansicht dapd
Pflegeheim: AOK prüft, ob die Marseille-Kliniken falsch abgerechnet haben 

Die AOK Sachsen-Anhalt prüft, ob Hilfskräfte in einem Heim der Marseille-Kliniken Pflegeaufgaben übernommen haben, die eigentlich von Fachpersonal hätten durchgeführt werden müssen - und die dann falsch abgerechnet worden.
Hamburg - Der Marseille-Kliniken AG (MKAG) droht Ärger mit der AOK Sachsen-Anhalt. Das manager magazin berichtet in seiner am Freitag erscheinenden Ausgabe, dass die Krankenkasse eine Untersuchung bei dem Klinikunternehmen einleiten will. Grund der Prüfung: Angeblich sind in einem Wohnheim, das der MKAG-Tochterfirma Allgemeine Dienstleistungsgesellschaft (ADG) gehört, Pflegeleistungen von angelernten Hilfskräften ausgeführt und falsch abgerechnet worden.
Marseille-Kliniken: Pflegeleistungen laut AOK falsch abgerechnet - SPIEGEL ONLINE

2012-03-05

Betrüger!? Berliner Pflegedienste am Pranger

Ärzte Zeitung, 05.03.2012 
 

 

Betrüger!? Berliner Pflegedienste am Pranger

Heftige Vorwürfe gegen mobile Pflegedienste in Berlin: Viele betrögen systematisch, heißt es aus dem Senat. Aus Profitgier ließen sie Menschen verwahrlosen oder erfänden Pflegebedarf. Die Branche setzt sich zur Wehr.
Berliner Gesundheitspolitiker nehmen Pflegedienste ins Visier
Die mobilen Pflegedienste in Berlin sehen sich schweren Anschuldigungen ausgesetzt.
© Ralph Peters / imago
BERLIN (af). Ein Drittel der 560 ambulanten Pflegedienste in Berlin rechne falsch ab, hat die "Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung" den Staatssekretär im Berliner Senat Michael Büge (CDU) zitiert.
Der Schaden allein für die Sozialkassen der Hauptstadt betrage 100 Millionen Euro im Jahr. Pflegedienste ließen Menschen aus Profitgier verwahrlosen oder erfänden gemeinsam mit Pflegeversicherten und Ärzten Pflegebedarf, wo keiner sei. Oft spielten sich diese Dinge in "geschlossenen Kulturkreisen" ab.
Beim Verband privater Anbieter sozialer Dienste (bpa) stoßen die Vorwürfe auf Unverständnis. Es lägen keine Erkenntnisse dafür vor, dass gegen Pflegedienste strafrechtlich stärker vorgegangen werde, sagte eine Sprecherin des Verbandes der "Ärzte Zeitung".

aerztezeitung.de

 

Betrugsvorwürfe: Verbände zeigen sich empört

05.03.2012
Verbände aus der Pflegebranche haben die Äußerungen des Berliner Staatssekretärs für Soziales, Michael Büge (CDU), über "mafiöse Strukturen" bei ambulanten Pflegediensten scharf kritisiert. "Es ist eine Unverschämtheit, eine ganze Branche zu kriminalisieren", sagte der stellvertretende Vorsitzende des AnbieterVerbands qualitätsorientierter Gesundheitspflegeeinrichtungen

(AVG) der Nachrichtenagentur dpa. Die Staatsanwaltschaft ermittle lediglich gegen zwei Pflegedienste. Der Verband wolle jetzt rechtliche Schritte gegen Büge prüfen. Auch der Paritätische Wohlfahrtsverband wies die Behauptungen des Staatssekretärs zurück.

Büge geht davon aus, dass ein Drittel der 560 ambulanten Pflegedienste in Berlin betrügen und nicht erbrachte Leistungen abrechnen.

Häusliche Pflege Online - Aktuelle Nachrichten

2011-10-09

Korruption und Betrug in Altenheimen -- kobinet

09.10.2011 - 07:59

Korruption und Betrug in Altenheimen.

Berlin (kobinet) Die Diskussion um Missstände in Altenheimen muss nach Ansicht von Silvia Schmidt offensiv geführt werden. Die Vorsitzende der Bundesinitiative Daheim statt Heim ging auf einen Beitrag der Welt am Sonntag ein. Ihren großen Altenheim-Report hatte die Zeitung vergangene Woche "Korruption und Betrug" überschrieben und dargestellt, dass extremes Gewinnstreben von Betreibern zwangsläufig zur schlechten Behandlung von Bewohnern führt.

"Vieles, was die WamS hier beschreibt, ist eher die Regel als die Ausnahme. Der Fehler liegt im System. Es wird höchste Zeit, dass wir alle uns dieser Diskussion stellen", so Schmidt in einer Pressemitteilung. Für die Vorsitzende der Bundesinitiative Daheim statt Heim, kommen die Enthüllungen nicht überraschend. Sie fordert, dass Politik und Öffentlichkeit endlich die Realität zur Kenntnis nehmen und die Konsequenzen ziehen.

"Heime mit gravierenden Missständen sollten sofort geschlossen werden. Alles andere ist unverantwortlich", erklärte Schmidt. "Auch müssen wir uns fragen, wie Gesellschaft insgesamt mit älteren Menschen umgeht. Die Wahrheit ist: Qualität in der Pflege kostet Geld, kostet höhere Beiträge. Und gut ausgebildete, motivierte Pflegekräfte kosten ebenfalls Geld. Wenn wir bei der Versorgung alter Menschen weiter auf möglichst billig und möglichst viel Rendite setzen, dann ändert sich an dem Elend in vielen Heimen nie etwas. Die Diskussion darum müssen wir offensiv führen." sch

Korruption und Betrug in Altenheimen -- kobinet

2011-10-07

Pflegeheime: Auf Abwegen | Rundschau | Bayerisches Fernsehen | BR

Pflegeheime

Auf Abwegen

Immer wieder gibt es Schlagzeilen über Mängel in der Pflege. Zuletzt hieß es, jedes fünfte Heim mache falsche Angaben zum Personalbestand. Gleichzeitig droht vielen Heimen das Geld auszugehen. Die angekündige Pflegereform lässt derweil auf sich warten.
Stand: 03.10.2011
Alte Frau mit Rollator | picture-alliance/dpa; Montage: BR
Fast 12.000 Pflegeheime gibt es in Deutschland, mehr als 600.000 Menschen werden dort betreut. Und die Zahl der Pflegebedürftigen steigt. Die Deutschen werden immer älter, und mit dem Alter kommen die Gebrechen. "Pflege ist ein Megathema der kommenden Jahre, das alle betrifft", sagt Michael Bammessel, der neue Präsident des Diakonischen Werks Bayern, das im Freistaat rund 3500 Einrichtungen betreibt, darunter auch zahlreiche Pflegeheime.

Schummeln mit dem Personal

Als Träger dürfe man nicht an den Fachkräften sparen, sagt Bammessel. Doch genau das scheinen zahlreiche Heime zu tun.

Pflegeheime: Auf Abwegen | Rundschau | Bayerisches Fernsehen | BR

2011-10-04

Pflegebranche: Altenheime betrügen Bewohner und Pflegekassen - Nachrichten Wirtschaft - WELT ONLINE

Pflegebranche 

Autor: Anette Dowideit| 01.10.2011

Altenheime betrügen Bewohner und Pflegekassen

Skandal bei der Altenpflege: In vielen Seniorenheimen wird betrogen, indem weniger Pfleger eingesetzt werden als vorgeschrieben. Die eingesparten Löhne mehren den Gewinn.
Etwa jedes fünfte Altenheim in Deutschland betrügt seine Bewohner und die Pflegekassen, indem es weniger Altenpfleger beschäftigt als für die Versorgung Pflegebedürftiger nötig wäre. Das geht aus einer mehrmonatigen Recherche der „Welt am Sonntag“ hervor, für die verschiedene Heimaufsichten auf Landes- und Kommunalebene befragt wurden.
Altenpflegausbildung

Pflegebranche: Altenheime betrügen Bewohner und Pflegekassen - Nachrichten Wirtschaft - WELT ONLINE

Pflegeeinrichtungen: Korruption und Betrug - der große Altenheim-Report - Nachrichten Wirtschaft - WELT ONLINE

Pflegeeinrichtungen

 Autor: Anette Dowideit| 03.10.2011

Korruption und Betrug – der große Altenheim-Report

Wenn Altenpflegeheime große Profite machen sollen, bleibt nur wenig Zeit für die Betreuung. Die "Welt am Sonntag" zeigt, wie schlimm die Zustände sind.
Frankfurt am Main, im März 2010. Polizeibeamte und Mitarbeiter der Staatsanwaltschaft durchsuchen die Büros des Altenpflegeheims "An den Niddaauen". Sie beschlagnahmen Ordner um Ordner, in denen der Alltag des Heims dokumentiert ist. Wenige Tage zuvor hat der Medizinische Dienst der Krankenversicherung (MDK) das 127-Betten-Haus im Norden der Stadt, nahe der Autobahn, überraschend kontrolliert – und dabei Erschreckendes zutage gefördert. Der interne MDK-Bericht liegt der "Welt am Sonntag" vor. Dort liest man von bettlägerigen Patienten, die stundenlang in ihren Ausscheidungen liegen gelassen wurden, von falsch gegebenen Insulininjektionen, verdreckten Betten, unterernährten Bewohnern und Patienten mit unversorgten Operationswunden. Alles zahlende Kunden des Heims.

Seniorenheim
Foto: PA/dpa Nicht überall werden alte Menschen engagiert und mit ausreichendem Personal betreut. Jedes vierte Pflegeheim beschäftigt zu wenige Mitarbeiter und unterschreitet die vorgeschriebene Quote, wenn auch nur leicht

Pflegeeinrichtungen: Korruption und Betrug - der große Altenheim-Report - Nachrichten Wirtschaft - WELT ONLINE

2011-09-17

Betrugsskandal: Das Geschäft mit dem Leid - Berlin - Tagesspiegel

16.09.2011 21:40 UhrVon Katrin Schulze

Betrugsskandal Das Geschäft mit dem Leid

Die Affäre um die Pflegedienste in Berlin weitet sich aus – Fachkräfte sprechen von hochkriminellen Machenschaften.
Berlin - Als eine Art Hilferuf wollten sie es verstanden wissen. Zwei Tage vor der Wahl zum Abgeordnetenhaus haben der Neuköllner Sozialstadtrat Michael Büge (CDU) und sein Kollege aus Mitte, Stephan von Dassel (Grüne), am Freitag nochmals auf die mutmaßlichen Betrügereien und Missstände bei privaten Berliner Pflegediensten hingewiesen. „Wir haben es mit zahlreichen vorsätzlichen Falschabrechnungen zu tun, aber auch mit Dingen, die darüber hinausgehen“, sagte Büge. Dinge, mit denen sich die Polizei, das Landeskriminalamt und die Staatsanwaltschaft beschäftigen müssten.
Zwar hatte Neuköllns Stadtrat bereits vergangene Woche bekannt gegeben, dass er zwei ambulante Pflegeanbieter hat anzeigen lassen und weitere untersuchen lassen werde, doch nun offenbare sich eine völlig neue Dimensionen der Schäden, die ihn „schockiert“.
Erstmals wurden die Bezirksstadträte am Freitag von Fachkräften unterstützt, die öffentlich über die Zustände bei ihren (ehemaligen) Unternehmen berichteten. Die Vorwürfe reichten dabei von gefälschten Unterlagen, unzureichenden oder falsch klassifizierten Leistungen und hingenommener Verwahrlosung der Patienten über Abzocke, kriminelle Klüngelwirtschaft bis hin zu Mobbing der Angestellten. Zwei Frauen berichteten sogar von Morddrohungen gegen sie. Unter ihnen Jana Labohn. Die staatlich geprüfte Leiterin für Pflegeeinrichtungen sagt: „Sobald man Missstände anspricht, steht man auf der Abschussliste.“ Andere Pfleger, die anonym bleiben möchten, erzählten von Kunden, die gar keine Betreuung bräuchten und unter anderem im Ausland leben, für die allerdings trotzdem Geld eingestrichen werde. Überhaupt gehe es schlicht nicht um die Menschen, sondern nur noch um finanziellen Gewinn. Die geschilderten Fälle trugen sich in Reinickendorf, Charlottenburg und Neukölln zu. Eine Frau habe bei zahlreichen der insgesamt 60 Neuköllner Firmen gearbeitet, aber sie habe kein einziges Unternehmen gefunden, bei dem „alles koscher zuging“.
Neu bei all den Erläuterungen ist die Tatsache, dass auch der nichtstaatliche Medizinische Dienst der Krankenkassen (MDK), der als eine Art TÜV der Pflegedienste fungiert, in Verruf gerät. Von den erhobenen Korruptionsvorwürfen gegen einige seiner Mitarbeiter wurde MDK-Sprecher Hendrik Haselmann am Freitagnachmittag überrascht: „Es wäre schön, wenn uns die Ämter darüber informiert hätten.“ Man nehme das alles ernst und werde jetzt alles daransetzen, die Angelegenheit aufzuklären. Und genau darin könnte das Problem liegen, denn viele mutmaßliche Vernachlässigungen durch die Firmen lassen sich schwer bis gar nicht nachweisen.
Wenn man all das – die Vorwürfe und die Anzeigen und die anscheinende Hilflosigkeit – zusammenfügt, könnte sich das Bild einer gänzlich durchkorrumpierten Branche ergeben.
Betrugsskandal: Das Geschäft mit dem Leid - Berlin - Tagesspiegel

2011-09-09

Geprellte Krankenkassen: Pflege-Betrug beschäftigt den Senat - Nachrichten Regionales - Berlin - WELT ONLINE

Geprellte Krankenkassen

08.09.2011

Pflege-Betrug beschäftigt den Senat

Der mögliche Millionenbetrug bei ambulanten Pflegediensten in Berlin wird Hauptthema eines runden Tisches bei der Senatsverwaltung für Soziales sein. "Wir sehen das als ein Thema an", sagte Sprecherin Anja Wollny. Angaben des Neuköllner Sozialstadtrates Michael Büge (CDU), wonach allein in seinem Bezirk die Pflegekassen im Jahr um bis zu fünf Millionen Euro geprellt würden, konnte sie nicht bestätigen.
An dem seit Mitte des Jahres bestehenden runden Tisches zur Pflege seien Vertreter der Bezirke, des Senats, der Medizinischen Dienste, der Krankenkassen sowie des Landeskriminalamtes und der Staatsanwaltschaft beteiligt.
Der rbb hatte am Mittwoch berichtet, dass in Neukölln durch Abrechnungsbetrug ambulanter Pflegedienste jährlich wahrscheinlich ein Schaden in Millionenhöhe entsteht. Der Sender berief sich dabei auf das Ergebnis umfangreicher Überprüfungen durch das Bezirksamt. So gehe Sozialstadtrat Büge davon aus, dass die Hälfte der ambulanten Dienste bei den Kassen Leistungen abrechneten, die nie erbracht worden seien.
In dem Sektor hätten sich zudem bereits mafiöse Strukturen gebildet, teilte der CDU-Politiker mit. Bisher sei vom Bezirksamt Strafanzeige gegen einen ambulanten Pflegedienst erstattet worden. Weitere auffällig gewordene Pflegefirmen würden derzeit noch überprüft.

Geprellte Krankenkassen: Pflege-Betrug beschäftigt den Senat - Nachrichten Regionales - Berlin - WELT ONLINE

2011-09-08

Pflege-Eklat: Pflege-Betrug in Millionen-Höhe? - B.Z. Berlin - Pflege, Betrug, Pflegedienst, Michael Büge, Strafanzeige

Pflege-Eklat

Pflege-Betrug in Millionen-Höhe?

07. September 2011 23.25 Uhr, B.Z.

Mindestens vier Pflegedienste sollen in Neukölln Leistungen abgerechnet, aber nicht erbracht haben.

Patient im Krankenhaus
picture-alliance / Jörg Carstens Bild 1 von 2

Schwerer Vorwurf vom Bezirksamt Neukölln: mindestens vier Berliner Pflegedienste sollen im Bezirk systematisch Leistungen nicht erbracht, aber trotzdem abgerechnet haben.
„Wir haben 2010 mit einer Überprüfung ambulanter Dienste begonnen. Dabei sind wir auf mafiöse Strukturen gestoßen“, sagte Bezirksstadtrat Michael Büge (CDU) am Mittwoch.
Allein bei den ersten vier überprüften Unternehmen fand der Bezirk zahlreiche Unregelmäßigkeiten. Büge zur B.Z.: „Es gab nicht eine Akte, die in Ordnung war.“
Pro Pflegefall sollen die Firmen mitunter mehrere Hundert Euro zu viel abgerechnet haben. Besonders brisant: Angeblich wurden sogar Ex-Mitarbeiter bedroht, damit sie nicht auspacken!
Hochgerechnet auf das Land Berlin rechnet Büge mit einem Millionenschaden: „Pro Jahr könnten fünf Millionen Euro zweckentfremdet werden.“
Im Bezirk Neukölln gibt es nach Angaben von Büge 1500 Pflegebedürftige und 60 Pflegedienste. In ganz Berlin seien 15.000 Menschen auf Hilfe angewiesen, dort gebe es 500 Pflegedienste.
Gegen einen ambulanten Pflegedienst hat das Neuköllner Bezirksamt inzwischen Strafanzeige gestellt. Drei Unternehmen würden weiter überprüft.
Angesichts der Vorfälle in Neukölln fordert Büge eine zentrale Kontrollstelle für Pflegeleistungen, angesiedelt bei der Senatsverwaltung für Soziales. Darüber hinaus müssten sich Betroffene und deren Angehörige sowie ehemalige Mitarbeiter kriminell agierender Pflegedienste anonym an einen Ombudsmann wenden können. Büge: „Der Sumpf muss trocken gelegt werden“

Pflege-Eklat: Pflege-Betrug in Millionen-Höhe? - B.Z. Berlin - Pflege, Betrug, Pflegedienst, Michael Büge, Strafanzeige

2011-07-29

Pflegeheime: Seinen Arbeitgeber anzuzeigen muss kein Entlassungsgrund sein -Daheim statt Heim e. V. -

Pflegeheime: Seinen Arbeitgeber anzuzeigen muss kein Entlassungsgrund sein


Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) hat in einem Aufsehen erregenden Urteil entschieden: Ein Arbeitgeber darf seine Mitarbeiterin nicht fristlos entlassen, weil diese Mißstände anprangert und Anzeige erstattet, weil das Unternehmen diese Missstände nicht abstellt.

Straßburg, Juli 2011. Geklagt hatte eine Pflegekraft, die bei der Vivantes Netzwerk für Gesundheit GmbH beschäftigt war. Mehrfach hatte sie darauf hingewiesen, dass in dem Altenheim, in dem sie arbeitete, drastische Pflegemängel durch Überlastung der Mitarbeiter vorliegen. Der Medizinische Dienst der Krankenversicherung bestätigte die Missstände, die Geschäftsleitung wies die Vorwürfe zurück.
Die Pflegerin erstattete Strafanzeige wegen Betrugs gegen die GmbH. Der Grund: Das Unternehmen leiste wissentlich nicht die in ihrer Werbung versprochene hochwertige Pflege, erbringe also nicht die bezahlten Dienstleistungen und gefährde die Patienten. Auch habe der Konzern systematisch versucht, die Probleme zu verschleiern, indem Pflegekräfte dazu angehalten worden seien, Leistungen zu dokumentieren, die so nicht erbracht worden seien. Der Pflegerin wurde fristlos gekündigt. Die Arbeitsgerichte in Deutschland sahen das als rechtens an, der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte nicht.
Besonders interessant an dem Fall ist die Urteilsbegründung. Ihre drei wichtigsten Argumente: Erstens bestehe ein öffentliches Interesse an Informationen über die in Rede stehenden Mängel, und dieses Interesse sei höher zu bewerten als das Interesse des Unternehmens am Schutz seiner Geschäftsinteressen. Zweitens widerspreche die fristlose Kündigung dem Recht auf freie Meinungsäußerung, das in der Europäischen Menschenrechtskonvention festgeschrieben ist. Drittens schließlich habe die Kündigung eine abschreckende Wirkung auf andere Mitarbeiter des Unternehmens und deren Bereitschaft gehabt, ihrerseits auf Mängel hinzuweisen.
Die Bundesrepublik Deutschland wurde dazu verurteilt, der Altenpflegerin 10.000 Euro für den immateriellen Schaden und 5.000 Euro für die Erstattung der Kosten zu bezahlen. Das Urteil ist noch nichts rechtskräftig.

Daheim statt Heim e. V. - Thema Detailseite

2011-07-25

Deutsches Ärzteblatt: Nachrichten "Europäischer Gerichtshof für Menschenrechte: Altenpflegerin zu Unrecht entlassen"

Montag, 25. Juli 2011
Europäischer Gerichtshof für Menschenrechte: Altenpflegerin zu Unrecht entlassen
Straßburg – Ein Mitarbeiter darf Missstände an seinem Arbeitsplatz anprangern, ohne deshalb mit einer fristlosen Kündigung rechnen zu müssen. Zu dieser Ansicht gelangten die Richter des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte (EGMR) im Fall einer Altenpflegerin.

Die bei der Vivantes Netzwerk für Gesundheit GmbH beschäftigte Pflegekraft hatte mehrfach darauf hingewiesen, dass in dem Altenheim, in dem sie arbeitete, drastische Pflegemängel durch Personalüberlastung vorherrschen. Der Medizinische Dienst der Krankenkassen bestätigte die Missstände.

Die Geschäftsleitung des Vivantes Konzerns wies die Vorwürfe hingegen zurück. Daraufhin erstattete die Pflegerin Strafanzeige wegen besonders schweren Betruges gegen die GmbH, mit der Begründung, sie leiste wissentlich nicht die in ihrer Werbung versprochene hochwertige Pflege, erbringe also nicht die bezahlten Dienstleistungen und gefährde die Patienten.
Deutsches Ärzteblatt: Nachrichten "Europäischer Gerichtshof für Menschenrechte: Altenpflegerin zu Unrecht entlassen"

2011-07-24

Neues EGMR-Urteil: Darf jetzt jeder über seine Firma motzen? - Job & Karriere - Bild.de

Urteil erlaubt Arbeitnehmer-Kritik Darf jetzt jeder über seine Firma motzen?

Brigitte Heinisch
Altenpflegerin Brigitte Heinisch auf einer Pressekonferenz am Donnerstag. Sie hatte ihren Arbeitgeber angezeigt und wurde deshalb entlassen – zu Unrecht
Foto: dpa
23.07.201120:09 Uhr
Von GUIDO ROSEMANN
Wer als Arbeitnehmer Missstände am Arbeitsplatz offenlegt, kann künftig nicht mehr so einfach entlassen werden. Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) entschied am Donnerstag in Straßburg, dass die Entlassung einer Berliner Altenpflegerin rechtswidrig war: Sie hatte auf Pflegemängel hinweisen wollen und deshalb ihren Arbeitgeber wegen Betruges angezeigt.
Die Frau war beim Klinikkonzern Vivantes beschäftigt, dessen Mehrheitseigner das Land Berlin ist. Sie wurde 2005 fristlos gekündigt, nachdem sie Strafanzeige wegen besonders schweren Betruges gegen Vivantes erstattet hatte. Als Begründung gab sie an, Pflegebedürftige und ihre Angehörigen erhielten wegen Personalmangels keine angemessene Gegenleistung für die von ihnen getragenen Kosten.
Heinisch kritisierte dabei unfassbare Missstände, die sich in einer Qualitätsprüfung der Aufsichtsbehörden anschließend auch bestätigten (Bericht liegt BILD.de vor).
Unter anderem mussten Heimbewohner oft bis nachmittags in ihrem Kot und Urin liegen, weil es zu wenig Pflegepersonal gab, das heillos überfordert war. Senioren wurden Katheter gelegt, obwohl es dafür zum Zeitpunkt des Besuchs der Aufsichtsbehörde überhaupt keine ärztliche Indikation gab – man hatte wohl einfach keine Kapazitäten, um regelmäßig die Windeln zu wechseln.
Trotzdem erhielt der Konzern die Kündigung gegen Brigitte Heinisch aufrecht – bis gestern.
Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte verurteilte Deutschland dazu, der Pflegerin 10 000 Euro Entschädigung und 5000 Euro für die entstandene Kosten zu zahlen. Das Verhalten der Pflegekraft sah das Gericht als durch die Meinungsfreiheit gerechtfertigt an.
Doch was bedeutet das für Arbeitnehmer? Darf ich meine Firma kritisieren, sogar verklagen?
BILD.de befragte Michael W. Felser, Rechtsanwalt für Arbeitsrecht, von Kuendigung.de:
BILD.de: „Herr Felser, ist das ein extremer Ausnahmefall oder darf jetzt jeder öffentlich seinen Arbeitgeber kritisieren?"
Michael W. Felser: „Also erstmal eines vorneweg: Dass Frau Heinisch bis nach Straßburg musste, um Recht zu bekommen, ist ein Skandal.

Neues EGMR-Urteil: Darf jetzt jeder über seine Firma motzen? - Job & Karriere - Bild.de

Medienspiegel: Vivantes gegen Heinisch

pflegepolitik.wordpress.com

Vivantes räumt frühere Pflegemängel ein 

greenpeace-magazin.de

2011-05-02

Förderungen für behinderte Mitarbeiter kassiert- - Niederösterreichische Nachrichten - 100.000 Euro Schaden durch Betrüger

02.05.2011 | 17:30

100.000 Euro Schaden durch Betrüger
Handschellen Verhaftung
100.000 Euro Schaden werden einem mutmaßlichen Betrüger aus Deutschland im Bezirk Melk angelastet. Er soll Förderungen für behinderte Mitarbeiter kassiert haben, berichtete die Sicherheitsdirektion.

Der in der Folge per europäischem Haftbefehl gesuchte Mann wurde Anfang März beim Grenzübertritt in den Kosovo von albanischen Behörden verhaftet und Ende vergangener Woche nach Österreich ausgeliefert. Er ist in der Justizanstalt St. Pölten in Haft.

Den Ermittlungen der Polizeiinspektion Kleinpöchlarn zufolge ist der 45-Jährige verdächtig, im September 2008 eine Firma im Bezirk Melk gegründet zu haben. Er soll bis August 2010 zahlreiche Firmen und eine Behörde über seine tatsächliche finanzielle Gebarung getäuscht haben, indem er angab, an mehreren Standorten in Österreich und Deutschland nach eigenem Patent Elektromotoren für Rollläden herzustellen. Am Standort im Bezirk Melk - laut ORF in Mampasberg nahe Pöchlarn - wollte der Mann nach seinen Angaben die Produktion mit behinderten Mitarbeitern aufnehmen. So wurden ihm Förderbeträge ausbezahlt.

Dem ORF zufolge waren auf einem alten Bauernhof elf behinderte Arbeitnehmer und eine Sekretärin beschäftigt. Laut Sicherheitsdirektion gab es jedoch keine einzige Maschine zur Produktion. Die Mitarbeiter hätten Aufräum- und Sanierungsarbeiten verrichtet. Nachdem der Verdächtige geflüchtet war, wurde ein europäischer Haftbefehl erlassen.
NÖN - Niederösterreichische Nachrichten - 100.000 Euro Schaden durch Betrüger
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