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2014-02-11

Die Darstellung von Menschen mit psychischen Krisen im Film entspricht häufig negativen Klischees: Das Aktionsbündnis Seelische Gesundheit bietet Drehbuchautoren fachliche Beratung.


Die Darstellung von Menschen mit psychischen Krisen im Film entspricht häufig negativen Klischees: 

Das Aktionsbündnis Seelische Gesundheit
bietet Drehbuchautoren fachliche Beratung.



Pressemitteilung 02/2014 vom 10. Februar 2014


Mit der Eröffnung der 64. Berlinale steht die Hauptstadt wieder im Zentrum
der internationalen Kinowelt. Unter den mehr als 400 Filmen des Festivals finden
sich auch in diesem Jahr wieder zahlreiche Produktionen, die psychische
Erkrankungen thematisieren. Einer der Höhepunkte im Programm war in dieser
Woche die Weltpremiere von A Long Way Down mit Pierce Brosnan und Toni Collette
nach dem Roman von Nick Hornby. Der Film erzählt die Geschichte von vier
lebensmüden Menschen, die sich in der Silvesternacht auf einem Hochhausdach
begegnen und beschließen, den geplanten Selbstmord bis zum Valentinstag zu
verschieben.

icon pm14-02-film-stigma.pdf (131.37 KB) 


Nick Hornby zeichnet seine depressiven Hauptfiguren aus einem humoristischen
Blickwinkel und schafft dadurch viel Sympathie. Im Gegensatz dazu werden
Filmcharaktere mit psychischen Erkrankungen in deutschen TV-Krimis und Serien
häufig als aggressiv, unberechenbar und schuldig dargestellt. Diese negativen
Klischees verstärken beim Zuschauer Angst und Unsicherheit gegenüber den
Betroffenen und erschweren den offenen Umgang mit der Erkrankung. „Filme
beeinflussen die öffentliche Wahrnehmung von psychischen Störungen deshalb so
stark, weil ein großer Teil der Menschen seine Informationen über diese
Krankheiten ausschließlich aus den Massenmedien bezieht,“ so Professor Dr.
Wolfgang Gaebel, Vorsitzender des Aktionsbündnisses Seelische Gesundheit, „aus
diesem Grund stehen die Filmemacher hier in einer besonderen Verantwortung.“


Das Aktionsbündnis Seelische Gesundheit möchte neben fachlicher Aufklärung
auch eine Diskussion darüber anstoßen, was Filme und Fernsehbilder bei den
Zuschauern auslösen können und wie sie damit zur Stigmatisierung von Menschen
mit psychischen Erkrankungen beitragen. Um Berührungsängste abzubauen,
müssen Themen wie erfolgreiche Behandlungsmethoden, Lebensbewältigung im
Alltag und die unterstützende Rolle der Umwelt stärker in den Fokus rücken.
Im Rahmen eines vom Bundesministerium für Gesundheit finanzierten
Medienprojekts ist für 2014 eine Schulungsreihe für Drehbuchautoren und
Dramaturgen geplant. Bei den Workshops können sich Betroffene, Angehörige,
Behandelnde und Filmemacher über die Wahrnehmung und Wirkung psychischer
Krankheiten im Film austauschen. Der erste Drehbuch-Workshop findet im April
2014 in Berlin statt.


Einige Mitglieder des Aktionsbündnisses Seelische Gesundheit nutzen das
Medium Film bereits, um die öffentliche Diskussion über psychische
Erkrankungen zu fördern:


Das Aktionsbündnis Seelische Gesundheit ist eine
Initiative zur Förderung der Seelischen Gesundheit. Über 70 Bündnispartner
beteiligen sich an dem bundesweiten Netzwerk, darunter Experten der Psychiatrie
und Gesundheitsförderung, Betroffene und ihre Angehörigen. Gemeinsam setzen
sie sich für die Belange von Menschen mit psychischen Erkrankungen und ihrer
Familien ein. Das Aktionsbündnis Seelische Gesundheit ist unabhängig.
Initiiert wurde es von der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie und
Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde (DGPPN) und dem Antistigma -
Verein Open the doors. Es kooperiert mit dem Bundesministerium für Gesundheit
und der Arbeitsgruppe Psychiatrie der Arbeitsgemeinschaft der Obersten
Landesgesundheitsbehörden.



Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an:


Aktionsbündnis Seelische Gesundheit

Astrid Ramge

Reinhardtstr. 27 B; 10117 Berlin

Tel.: 030-2404 77 213; Fax: 030-240 77 228

E-Mail:
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Pressemitteilungen 2014 | Die Darstellung von Menschen mit psychischen Krisen im Film entspricht häufig negativen Klischees: Das Aktionsbündnis Seelische Gesundheit bietet Drehbuchautoren fachliche Beratung.

2013-12-02

Ban Ki-moon, Secretary-General of the United Nations: Disability is Not Inability | LinkedIn

Ban Ki-moon

Secretary-General of the United Nations

Disability is Not Inability

 

Disability is part of the human condition; almost everyone will be temporarily or permanently impaired at some point in life. There are currently more than a billion people with disabilities around the world – that’s around 15% of the population of the planet.



Although the UN Convention on the Rights of Persons with Disabilities recognizes the right to work on an equal basis with others, too many persons with disabilities of working age do not have the opportunity to get a decent job. In developing countries up to 90% of this group are unemployed, with significant consequence: The International Labour Organization (ILO) has found that excluding persons with disabilities from the labour market in some low- and middle-income countries costs economies as much as 7% of GDP.
Many of the challenges to accessing work and career for persons with disabilities are obvious, such as physical obstacles in the work place. But a major challenge is one that may be unseen and can, at times, seem almost insurmountable: the ignorance and misconception about disability that fuels stigma and discrimination.

Disability is Not Inability | LinkedIn

Monitoring-Stelle fordert Auflösung der "Sonderwelten" für Menschen mit Behinderungen | Pressemitteilung Deutsches Institut für Menschenrechte


Monitoring-Stelle fordert Auflösung der "Sonderwelten" für Menschen mit Behinderungen
Zum 3. Dezember: Internationaler Tag der Menschen mit Behinderungen


Dr. Valentin Aichele © DIMR/Amélie Losier

Berlin (ots) - Anlässlich des Internationalen Tags der Menschen mit Behinderungen forderte die Monitoring-Stelle zur UN-Behindertenrechtskonvention die neue Bundesregierung auf, die geplante Reform des Teilhaberechtes strikt an der Selbstbestimmung von Menschen mit Behinderungen auszurichten.


Sie begrüßte zugleich, dass der selbstbestimmten Teilhabe von Menschen mit Behinderungen und der Abkehr vom Fürsorgerecht im Koalitionsvertrag ein hoher Stellenwert eingeräumt worden sei.
"Jetzt müssen auch Taten folgen. Das neue Teilhaberecht muss zudem zum Ziel haben, Sonderwelten für Menschen mit Behinderungen in Deutschland abzubauen und Alternativen dazu aufzubauen", erklärte Valentin Aichele, Leiter der Monitoring-Stelle, in Berlin.

Die bestehenden Regelungen mit stigmatisierenden, absondernden und benachteiligenden Auswirkungen für Menschen mit Behinderungen sollten deshalb durch allgemeine, offene, dem Prinzip der Inklusion verbundene Regelungen ersetzt werden.

"Es geht um nichts weniger als um die Voraussetzungen für Inklusion zu schaffen bei gleichzeitiger Auflösung der Sonderwelten in Deutschland", so Aichele. "Nur wenn sich die neue Bundesregierung gegen die zum Teil auch wirtschaftlichen Einzelinteressen von Einrichtungen, Trägern und Berufsgruppen stemmt, kann die Auflösung dieser anachronistischen Sonderwelten gelingen."

Der Menschenrechtsexperte forderte zudem, Teilhabeleistungen wie zu Ausbildung und Arbeit einkommens- und vermögensunabhängig zu gewähren.
Die bisherige Regelung benachteilige Menschen mit Behinderungen im Vergleich zu nichtbehinderten Menschen.
 "Gerade weil der Bund im Koalitionsvertrag seine Zusage über eine Finanzierungsbeteiligung erneuert hat, steht er nun in der Pflicht, dafür zu sorgen, dass Menschen mit Behinderungen hier keine Benachteiligung erfahren", betonte Aichele.

Die Monitoring-Stelle zur UN-Behindertenrechtskonvention, eingerichtet im unabhängigen Deutschen Institut für Menschenrechte in Berlin, hat gemäß der UN-Behindertenrechtskonvention den Auftrag, die Rechte von Menschen mit Behinderungen zu fördern und zu schützen sowie die Umsetzung der Konvention in Deutschland zu überwachen.


Pressekontakt:
Pressekontakt: Bettina Hildebrand, Pressesprecherin
Telefon: 030 25 93 59 - 14 * Mobil: 0160 96 65 00 83
E-Mail: hildebrand@institut-fuer-menschenrechte.de 
 
Monitoring-Stelle fordert Auflösung der "Sonderwelten" für Menschen mit Behinderungen | Pressemitteilung Deutsches Institut für Menschenrechte

2013-10-31

Aids / HIV: Neue Kampagne wirbt um Solidarität


Ärzte Zeitung online, 31.10.2013

 

Aids / HIV

Neue Kampagne wirbt um Solidarität

Neue Kampagne wirbt um Solidarität
Solidarität mit Betroffenen zeigen: Aktuelles Plakatmotiv der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung.
© BZgA

 

HIV-positive Menschen werden weiterhin diskriminiert und stigmatisiert. Eine neue Kampagne will das ändern: Sie zeigt Menschen, die das HI-Virus in sich tragen gemeinsam mit nicht infizierten Menschen, die sich mit ihnen solidarisieren.
Von Ilse Schlingensiepen
Aids / HIV: Neue Kampagne wirbt um Solidarität

 Welt-Aids-Tag.de: Seite an Seite mit mehr als 13.000 anderen Menschen - Aids Botschafter - Weltaidstag

 Welt Aids Tag – Botschafter Angelika und Peter | Selbsthilfe für Menschen mit Behinderten

2013-07-09

Kommentar zum Urteil bei Reiserücktritt von psychisch Kranken: Richter ohne Empathie


Ärzte Zeitung, 05.07.2013

 

 

Kommentar zum Urteil bei Reiserücktritt von psychisch Kranken

Richter ohne Empathie

Von Ilse Schlingensiepen
Ein aktuelles Urteil des Amtsgerichts München zeigt, dass die Diskriminierung psychisch Kranker allen Aufklärungs- und Anti-Stigmatisierungskampagnen zum Trotz in vielen Köpfen noch tief verankert ist.
Kommentar zum Urteil bei Reiserücktritt von psychisch Kranken: Richter ohne Empathie

2012-12-18

Spiegel-Online-Artikel schürt Ausgrenzung | Piratenpartei Deutschland

Spiegel-Online-Artikel schürt Ausgrenzung

Die Piratenpartei Deutschland ist bestürzt über den Spiegel-Online-Artikel »Asperger-Syndrom: Blind für die Emotionen anderer Menschen« und hat beim deutschen Presserat Beschwerde eingelegt.

Der Artikel erweckt beim oberflächlichen Lesen den Eindruck, es gebe einen Zusammenhang zwischen dem Amoklauf in Newtown und Autismus. Neben der Tatsache, dass es bei dem Täter keine Diagnose gab, suggeriert der Artikel Autismus als Ursache des Amoklaufs. Die Piratenpartei Deutschland setzt sich für gesundheitliche Aufklärung und Inklusion von Menschen mit psychischen Störungen in der Gesellschaft ein.
»Das größte Problem für Menschen mit psychischen Störungen oder von der Norm abweichendem Denken und Erleben ist in der Regel nicht ihre ›Krankheit‹, sondern die Ausgrenzung durch die ›normale‹ Gesellschaft, die sie täglich erfahren«, sagt Xenjia Wagner, Koordinatorin der Arbeitsgruppe Psyche in der Piratenpartei Deutschland.
»Diese Ausgrenzung basiert in der Regel auf Unkenntnis und Angst und wird durch Artikel wie den vorliegenden geschürt.«
»Aufgrund von Vermutungen in einem Einzelfall einen Zusammenhang zwischen Autismus und dem Massenmord in Newtown oder Amokläufen generell herzustellen ist nicht zu akzeptieren. Mit dieser Art von Berichterstattung werden Menschen auf unverantwortliche Weise diskriminiert und von den eigentlichen Ursachen und Problemen abgelenkt«, ergänzt Klaus Peukert, Mitglied des Bundesvorstands der Piratenpartei Deutschland.
Das Thema psychische Gesundheit soll auch bei dem Gesundheitspolitischen Kongress der PIRATEN am 2./3. Februar 2013 in Essen eine wichtige Rolle spielen.[2] Dazu laden die PIRATEN alle Interessierten – insbesondere auch Vertreter der Presse – zu konstruktiven Gesprächen ein.
[1] http://www.spiegel.de/gesundheit/psychologie/adam-lanza-litt-der-amoklaeufer-von-newtown-am-asperger-syndrom-a-873088.html
[2] https://wiki.piratenpartei.de/Gesundheitspiraten/Gesundheitskongress
Veröffentlicht am unter Gesellschaftliche Teilhabe, Pressemitteilungen und tagged , .
Hier der permanente Link zu diesem Artikel.

Spiegel-Online-Artikel schürt Ausgrenzung | Piratenpartei Deutschland



 Übereinkommen über die Rechte von Menschen mit Behinderungen/Artikel 8 - Bewusstseinsbildung – BMKzWiki

Newtown-Berichterstattung: Autisten verurteilen Stigmatisierung - SPIEGEL ONLINE


Newtown-Berichterstattung: Autisten verurteilen Stigmatisierung

Es gibt Hinweise, dass der Newtown-Attentäter Adam Lanza möglicherweise Asperger-Autist war. Die Berichterstattung darüber hat eine Debatte entfacht: Verbände, Organisationen und Blogger melden sich zu Wort, um gegen eine Stigmatisierung von Autisten und falsche Vorurteile zu kämpfen.
Newtown-Berichterstattung: Autisten verurteilen Stigmatisierung - SPIEGEL ONLINE

2012-12-17

Autismus: Das Medienbild und die Wirklichkeit | quergedachtes


Autismus: 

Das Medienbild und die Wirklichkeit

Liebe Medienvertreter und Journalisten: Diesen Blogpost schreibe ich (fast) nur für Euch. Allerdings wird es kein vorweihnachtliches Adventsgeschenkt, vielmehr wird es wohl die Rute des Knecht Ruprecht die hier zum Einsatz kommt. Aber immer in der Hoffnung das, bleibt man beim Bild des Knecht Ruprecht, ihr im kommenden Jahr stets bestrebt sein werdet in der kommenden Weihnachtszeit vom Nikolaus beschenkt zu werden.
Der Anlass für mein Blogpost an Euch ist in doppeltem Sinne äußerst traurig. Gestern gab es in den USA einen Amoklauf an einer Grundschule. Fast 30 Menschen, darunter 20 Kinder, sind zu Tode gekommen. Es ist schlimm dass sowas passiert und es ist richtig dass in den Medien darüber berichtet diskutiert wird.
Nicht weniger schlimm ist, für mich als Autisten, aber manchmal auch in welcher Weise über solche Ereignisse berichtet wird. Autismus: Das Medienbild und die Wirklichkeit | quergedachtes

 Themen und Köpfe – Angriff der Killerautisten – TUK2 mit @wendelherz und @h4wkey3

Mein Name ist Sabine und ich bin keine Massenmörderin (Ein Statement zur Medienberichterstattung) « Ich bin Autistin – Asperger-Syndrom bei Frauen




Mein Name ist Sabine und ich bin keine Massenmörderin 

(Ein Statement zur Medienberichterstattung)

Es ist schrecklich, was gestern in den USA an einer Grundschule geschehen ist. Ein junger Mann hat bei einem Amoklauf 27 Menschen – darunter viele Kinder im Alter zwischen 5 und 10 Jahren – getötet und am Ende dieser unvorstellbaren Tat sich selber erschossen. Unbegreiflich, wie ein Mensch zu einem solchen Verbrechen fähig sein kann. Weil die Menschen begreifen wollen, suchen sie nach einer Erklärung, nach dem „Warum“?
Und dann steht es plötzlich in nahezu allen Medienberichten:
„Der Täter war Autist. Er litt am Asperger-Syndrom.“
So weit ich informiert bin, sind das bisher nur Vermutungen. Vermutungen, die lediglich aus dem Verhalten des Amokläufers geschlossen werden. Aber sie verbreiten sich schnell. So schnell, dass sie nicht mehr aufzuhalten sind. Überall liest man, dass der Täter emotionslos war, kamerascheu. Dass er wenig sprach und von Klassenkameraden als unauffälliger Einzelgänger beschrieben wurde.
Macht ihn das zum Autist?
Und – macht ihn das zu einem Massenmörder?
Wurde er zum Massenmörder, weil er autistisch war?
Ist es das, was die vielen Berichte in den Medien vermitteln wollen?
Das Asperger-Syndrom als Erklärung für den Mord an 27 Menschen?
Spiegel-Online widmet gleich einen ganzen Artikel dem Asperger-Syndrom im Zusammenhang mit dem Amokläufer von Newtown und schreibt unter anderem:
weiterlesen:
Mein Name ist Sabine und ich bin keine Massenmörderin (Ein Statement zur Medienberichterstattung) « Ich bin Autistin – Asperger-Syndrom bei Frauen

 Amokläufe: Die Rolle von Psychopharmaka - Robert Grözinger - eigentümlich frei

2012-12-10

Oft werden Behinderte noch in die 'soziale Ecke' abgeschoben -- kobinet

10.12.2012 - 08:43

Oft werden Behinderte noch in die 'soziale Ecke' abgeschoben.

Erfurt (kobinet) Am heutigen Tag der Menschenrechte fordert der inklusionspolitische Sprecher der Linksfraktion im Thüringer Landtag, Maik Nothnagel, dass die Rechte behinderter Menschen stärker in den Blickpunkt gerückt werden. „Nicht selten werden Menschen mit Behinderungen auch in Thüringen 'in die soziale Ecke' abgeschoben“, moniert der Abgeordnete.

Dabei handele es sich „eigentlich um Menschenrechtsverletzungen, denn mit der Unterzeichnung der UN-Behindertenrechtskonvention im Jahr 2007 und der Ratifizierung 2009 ist Deutschland einem völkerrechtlichen Vertrag beigetreten, in dem bestehende Menschenrechte an die spezifische Lebenssituation behinderter Menschen angeglichen wurden“, betont Nothnagel. Er nennt solche grundlegenden Menschenrechte, wie das Recht auf Leben, das Recht auf Arbeit und das Recht auf Teilhabe am politischen und öffentlichen Leben.

Oft werden Behinderte noch in die 'soziale Ecke' abgeschoben -- kobinet

2012-10-22

Roncalli-Chef Paul: „Lachen ist gesund“ - Niedersachsen - Lokales - Kreiszeitung

  • 21.10.12
  • Niedersachsen
Medaille der Medizinischen Hochschule Hannover

Roncalli-Chef Paul: „Lachen ist gesund“

Hannover - „Lachen ist die beste Medizin“: Mit viel Witz und Humor hat Bernhard Paul, Direktor des Circus Roncalli, am Samstag eine Medaille der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) entgegen genommen. Paul engagiert sich seit vielen Jahren für die Entstigmatisierung von psychisch kranken Menschen.

© dpa
Bernhard Paul, Direktor des Circus Roncalli (M), steht zwischen den Klinikclowns im Hörsaal der Medizinische Hochschule in Hannover. Paul wird als Gastredner im Symposium "Lachen ist die beste Medizin" zur Bedeutung von Humor in der Psychotherapie sprechen.


Roncalli-Chef Paul: „Lachen ist gesund“ - Niedersachsen - Lokales - Kreiszeitung

2012-09-23

Welt-Alzheimer-Bericht 2012 enthüllt: Stigmatisierung und soziale Ausgrenzung sind die größten Barrieren für Menschen mit Demenz und ihre Betreuer (246340237) | börsennews.de

Welt-Alzheimer-Bericht 2012 enthüllt: 

Stigmatisierung und soziale Ausgrenzung sind die größten Barrieren für Menschen mit Demenz und ihre Betreuer

01:01 Uhr 21.09.2012
LONDON und NEW YORK, September 21, 2012 /PRNewswire/ --
  • 75 % der Menschen mit Demenz und 64 % ihrer Pfleger aus dem Familienkreis glauben, dass es in ihren Ländern negative Assoziationen mit Menschen mit Demenz gibt.
  • 40 % der Menschen mit Demenz berichten, dass sie gemieden oder anders behandelt werden.
  • Bericht enthält 10 wichtige Empfehlungen für Staatsregierungen und Gesellschaften, um Menschen mit Demenz in Alltagsaktivitäten einzuschließen.
Der aktuelle Welt-Alzheimer-Bericht mit dem Titel "Überwindung der Stigmatisierung von Demenz", der heute von Alzheimer's Disease International (ADI) veröffentlicht wurde, zeigt, dass fast jeder vierte Mensch mit Demenz (24 %) seine Diagnose verbirgt oder verschleiert und dafür die Stigmatisierung als Hauptgrund angibt. Darüber hinaus berichten 40 % der Menschen mit Demenz, im Alltagsleben nicht eingeschlossen zu werden. Das Erstaunliche dabei ist, dass fast zwei Drittel der Menschen mit Demenz und ihrer Pflegepersonen glauben, dass es in ihren Ländern einen Mangel an Verständnis für Demenz gibt.
Der Welt-Alzheimer-Bericht 2012 enthält 10 Empfehlungen für Regierungen und Gesellschaften für die Überwindung des Stigmas, einschließlich einer besseren Aufklärung der Öffentlichkeit, wobei fast die Hälfte der Befragten angibt, Aufklärung und Sensibilisierung hätten eine hohe Priorität. Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Ermunterung der Menschen mit Demenz dazu, über ihre Erfahrungen zu sprechen und sicherzustellen, dass sie in alltägliche Aktivitäten einbezogen werden.
Nicole Batsch, Autorin des Welt-Alzheimer-Berichts 2012, meinte dazu:

Welt-Alzheimer-Bericht 2012 enthüllt: Stigmatisierung und soziale Ausgrenzung sind die größten Barrieren für Menschen mit Demenz und ihre Betreuer (246340237) | börsennews.de

2012-07-15

Psychiatrie – Entsorgungsapparat der modernen Gesellschaft | READERS EDITION


KOMMENTAR

Psychiatrie – Entsorgungsapparat der modernen Gesellschaft


In einer Gesellschaft, die bereits so „spirituell“ erwacht ist wie unsere, sollte es doch möglich sein, sich endlich vom Blickpunkt der psychiatrischen Kategorisierung zu distanzieren, um andere Alternativen zu finden, als es bisher durch die Stigmatisierung in die Schubladen der psychiatrischen Diagnosen geschieht.

Ein Mensch, der einmal aus dem Rahmen gefallen ist, 
ein Mensch, den die Gesellschaft „ausgestoßen“ hat, hat keine Freunde mehr, oft keine Angehörigen, keine Unterstützung. Ihm wird weisgemacht, an einer unheilbaren Krankheit zu leiden, sich selbst folglich als das Problem zu betrachten. Es wird viel über den Menschen gesprochen und viel zu wenig mit dem Menschen selbst. Kaum jemand kommuniziert mit ihm auf gleicher Ebene. Er wird zu einem degradierten Wesen, ohne Rechte und ohne Schutz. Denn die Psychiatrie in die diese Menschen regelmäßig geraten, ist ein rechtsloser Raum, in dem sie häufig gegen ihren Willen eingesperrt, entmündigt und mit psychiatrischen Drogen „medikamentiert“ werden.
Psychiatrie – Entsorgungsapparat der modernen Gesellschaft | READERS EDITION

2012-06-27

Ministerium für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter des Landes Nordrhein-Westfalen (MGEPA NRW) | Reformprozess in der Psychiatrie vorantreiben - Ministerin würdigte Arbeit der Klinik Bedburg-Hau anlässlich des 100-jährigen Bestehens | Pressemitteilung | Pressemeldung

Pressemitteilung vom 26.06.2012 | 16:18 Ministerium für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter des Landes Nordrhein-Westfalen (MGEPA NRW)
Gesundheit: Ministerin Steffens: Reformprozess in der Psychiatrie vorantreiben - Ministerin würdigte Arbeit der Klinik Bedburg-Hau anlässlich des 100-jährigen Bestehens


Das Ministerium für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter des Landes Nordrhein-Westfalen teilt mit:

Etwa jeder dritte Erwachsene wird einmal in seinem Leben psychisch krank und wegen dieser Erkrankung noch allzu oft stigmatisiert und ausgegrenzt.

"Die Klinik Bedburg-Hau des Landschaftsverbandes Rheinland trägt mit ihren vielfältigen Angeboten zu mehr Akzeptanz und zum Abbau von Vorurteilen gegenüber psychisch Kranken bei", würdigte Gesundheitsministerin Barbara Steffens die Arbeit und den Stellenwert der Klinik heute (26. Juni 2012) in ihrer Rede anlässlich des 100-jährigen Bestehens der Klinik Bedburg-Hau.

Bedburg-Hau blickt auf hundert Jahre einer wechselvollen und oft auch leidvollen Psychiatriegeschichte zurück. Doch 1975 setzte mit der so genannten Psychiatrie-Enquete ein Strukturwandel auch Bedburg-Hau ein. Die lange Jahre anstaltszentrierte und verwahrende Einrichtung reformierte sich zu einer gemeindeintegrierten und modernen psychiatrischen Fachklinik. Und setzte im Reformprozess mit ihren Angeboten zum Beispiel im Bereich Kreativ- und Kunsttherapie und durch den Austausch mit den benachbarten Niederlanden Akzente.

Jüngstes Beispiel ist das Kunstprojekt "gefangene Geheimnisse", das zum 100-jährigen Bestehen fertiggestellt wurde. Es zeigt die Auseinandersetzung psychisch Kranker mit ihren Gefühlen in Porträtzeichnungen, Farben und Worten. Die Schirmherrschaft für das Projekt hat Ministerin Steffens übernommen.

"Ich habe es gern getan, weil es die in den erkrankten Menschen `gefangenen Geheimnisse` offenbart. Es gibt den Menschen ein Gesicht und zeigt ihre ganz eigene Geschichte, deren Teil die Erkrankung mit all ihren Ursachen ist. Wer es nicht in Worte fassen konnte, fand nonverbale Möglichkeiten, es auszudrücken. Dies ist ein wichtiger Ansatz, der zu fördern ist", verdeutlichte Ministerin Steffens.

Die Ministerin forderte dazu auf, den Reformprozess in der Psychiatrie gemeinsam weiter voranzutreiben. Das Ziel sei ein Versorgungssystem, dass sich noch stärker an den Bedürfnissen der betroffenen Menschen ausrichtet.

"Wir müssen die Psychiatrie so weiterentwickeln, dass sie psychisch kranken Menschen ein weitgehend eigenständiges und sozial integriertes Leben ermöglicht", so Ministerin Steffens.


Ministerium für Gesundheit,
Emanzipation, Pflege und Alter
des Landes Nordrhein-Westfalen
Horionplatz 1, 40213 Düsseldorf
Tel. 0211 8618-50
Fax 0211 86185-4444
Mail info@mgepa.nrw.de

Düsseldorf - Veröffentlicht von pressrelations

Ministerium für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter des Landes Nordrhein-Westfalen (MGEPA NRW) | Reformprozess in der Psychiatrie vorantreiben - Ministerin würdigte Arbeit der Klinik Bedburg-Hau anlässlich des 100-jährigen Bestehens | Pressemitteilung | Pressemeldung

2012-06-08

EU sieht Grundrechte Behinderter unzureichend geschützt - N24.de

EU sieht Grundrechte Behinderter unzureichend geschützt

Die EU-Agentur für Grundrechte (FRA) hat den Schutz der Rechte geistig Behinderter als mangelhaft beklagt. Es gebe dafür internationale Vorschriften, die aber nicht eingehalten würden, erklärte die Agentur bei einer Konferenz in Kopenhagen. "Es bleibt noch viel zu tun, um die Rechte der rund 80 Millionen geistig und körperlich Behinderten in der EU in die Praxis umzusetzen", betonte FRA-Direktor Morten Kjaerum. Die Sparprogramme in vielen Ländern hätten die Situation noch verschlechtert.
In einem in Kopenhagen veröffentlichten Bericht fordert die in Wien ansässige Agentur verstärkte Anstrengungen zur sozialen Eingliederung von geistig Behinderten. Zu viele würden in Institutionen untergebracht und somit aus der Gesellschaft ausgeschlossen und stigmatisiert. Dazu sei eine politische Umorientierung notwendig, vor allem im Gesundheitswesen, in der Schule und bei der Beschäftigung.
Für den Bericht untersuchten Experten der Agentur die Lage in neun Ländern, darunter in Deutschland. Sie kommen zu dem Schluss, dass geistig Behinderte keine echte Chance auf berufliche Eingliederung und damit auf ein autonomes Leben haben. Sie seien somit meistens auf öffentliche Hilfen angewiesen.
In einem zweiten Bericht, der alle 27 EU-Staaten und neun Drittländer betrifft, beklagt die Agentur die "extrem negativen Erfahrungen", die mit Zwangseinweisungen in psychiatrische Einrichtungen gemacht würden. Viele Betroffenen würden über die Behandlung nicht ausreichend informiert, was bei ihnen "Angst und ein Gefühl der Demütigung" hervorrufe.
Die Vereinten Nationen haben 2006 ein Abkommen über die Rechte Behinderter vorgelegt, das 2008 in Kraft trat. Von den 27 EU-Staaten haben bisher 21 das Abkommen ratifiziert, darunter Deutschland im Jahre 2009. Die Konvention sieht Maßnahmen zur besseren Eingliederung und zur Gleichbehandlung Behinderter im gesellschaftlichen Leben vor.
(AFP)
07.06.2012 10:35 Uhr

EU sieht Grundrechte Behinderter unzureichend geschützt - N24.de


Veröffentlicht am 07.06.2012 von
For more information about the FRA's work on disability rights, see the FRA website: http://fra.europa.eu/fraWebsite/disability/disability_en.htm

The fundamental rights of people with disabilities

2012-06-03

Schlagzeilen, die Ängste schüren - Stattzeitung-Plus.in | Ihre Ingolstädter Online-Zeitung für Politik, Gesellschaft, Kultur und Wirtschaft, eben Ihre Nachrichten, News, Meldungen, Reportagen, Berichte und Interviews aus der Region Ingolstadt

Schlagzeilen, die Ängste schüren

(ma) Der Ingolstädter Verein "insel" kritisiert die reißerische Berichterstattung um Amokläufe und Co.
„Schwangere getötet – Täter in Psychiatrie“. Diese Schlagzeile konnte man unlängst in einem deutschen Boulevardblatt lesen. Genau solche Meldungen sind es, die die Verantwortlichen beim Förderverein für psychisch Kranke in Ingolstadt („insel“) ärgern. Mehr noch. Sie machen mit einem Schlag das kaputt, wofür der Verein seit Jahrzehnten kämpft, nämlich einen vorurteilsfreien Umgang von „normalen“ Menschen und solchen mit psychischen Erkrankungen. „Eine einzige Nachricht in dieser Art verlängert die soziale Distanz und schürt Ängste“, meint Eva Straub, die stellvertretende Vorsitzende des Fördervereins. Zusammen mit reißerischen Schlagzeilen um Amokläufer, Mörder, Stalker und Kinderschänder taucht regelmäßig das Wort Psychiatrie auf. Und das setzt sich in den Köpfen der Leser fest: „Die Presse ist hier in der Verantwortung,“ meint Eva Straub.

(ma) Der Ingolstädter Verein "insel" kritisiert die reißerische Berichterstattung um Amokläufe und Co.
„Schwangere getötet – Täter in Psychiatrie“. Diese Schlagzeile konnte man unlängst in einem deutschen Boulevardblatt lesen. Genau solche Meldungen sind es, die die Verantwortlichen beim Förderverein für psychisch Kranke in Ingolstadt („insel“) ärgern. Mehr noch. Sie machen mit einem Schlag das kaputt, wofür der Verein seit Jahrzehnten kämpft, nämlich einen vorurteilsfreien Umgang von „normalen“ Menschen und solchen mit psychischen Erkrankungen. „Eine einzige Nachricht in dieser Art verlängert die soziale Distanz und schürt Ängste“, meint Eva Straub, die stellvertretende Vorsitzende des Fördervereins. Zusammen mit reißerischen Schlagzeilen um Amokläufer, Mörder, Stalker und Kinderschänder taucht regelmäßig das Wort Psychiatrie auf. Und das setzt sich in den Köpfen der Leser fest: „Die Presse ist hier in der Verantwortung,“ meint Eva Straub.
Schlagzeilen, die Ängste schüren - Stattzeitung-Plus.in | Ihre Ingolstädter Online-Zeitung für Politik, Gesellschaft, Kultur und Wirtschaft, eben Ihre Nachrichten, News, Meldungen, Reportagen, Berichte und Interviews aus der Region Ingolstadt

2012-01-30

Brasilien: Welttag gegen die Lepra » Brasilien » latina press Nachrichten

29. Januar 2012 - 17:51h | Aktualisiert: 29. Januar 2012 - 17:58h

Brasilien: Welttag gegen die Lepra

Stigmatisierung muss abgebaut werden


Zum am letzten Sonntag im Januar stattfinden Welttag gegen die Lepra haben die Gesundheitsbehörden und Organisationen die Zivilgesellschaft mobilisiert und zu einer nachhaltigen Prävention aufgefordert. Sie verlangen ein Ende der Diskriminierung von Menschen, die an der chronischen Infektionskrankrankheit leiden.
Brasilien: Welttag gegen die Lepra » Brasilien » latina press Nachrichten

2012-01-12

Elterliche Schulzufriedenheit in integrativer und segregativer Beschulung sprachauffälliger Kinder: Ein Vergleich zwischen Förderschule und Gemeinsamem Unterricht

Empirische Sonderpädagogik, 2011, Nr. 4, S. 324-342
Elterliche Schulzufriedenheit in integrativer und
segregativer Beschulung sprachauffälliger Kinder:
Ein Vergleich zwischen Förderschule
und Gemeinsamem Unterricht

Timo Lüke, Ute Ritterfeld
Technische Universität Dortmund

Seit dem Inkrafttreten der UN-Konvention über die Rechte behinderter Menschen wird zunehmend
öffentlich über die Strukturen der sonderpädagogischen Förderung in Deutschland diskutiert. An-
hand einer Befragungsstudie mit 542 Eltern sprachauffälliger GrundschülerInnen, bei der die Schul-
zufriedenheit im Gemeinsamen Unterricht und in der Förderschule vergleichend untersucht wird,
soll ein empirischer Beitrag zu dieser Debatte geliefert werden. Die Befunde zeigen, dass die Zufrie-
denheit der Eltern in beiden schulischen Settings gleichermaßen sehr hoch ist. Weitere Analysen ma-
chen allerdings deutlich, dass die Stigmatisierung der Kinder im integrativen Setting geringer ausfällt
als bei segregativer Beschulung. Darüber hinaus sind Eltern von integrativ beschulten Mädchen und
Jungen zuversichtlicher, dass ihr Kind die Sprachprobleme überwinden wird, und optimistischer in
Bezug auf dessen Bildungs- und Teilhabechancen. Weiterhin wurde festgestellt, dass einige Eltern-
gruppen deutlich geringere Chancen haben, ihren Wunsch auf integrative Unterrichtung ihres Kin-
des durchzusetzen. (...)
 Elterliche Schulzufriedenheit in integrativer und segregativerBeschulung sprachauffälliger Kinder:
Ein Vergleich zwischen Förderschule und Gemeinsamem Unterricht

2012-01-09

Behinderte - Wer braucht wen? | Volksstimme.de - Nachrichten aus Sachsen-Anhalt - Stendal

Behinderte - Wer braucht wen?

07.01.2012 05:26 Uhr |




Ulrich Nellessen über die Rolle von Behinderten

Ulrich Nellessen über die Rolle von Behinderten
Geben wir es zu: gegenüber Menschen mit körperlichen oder geistigen Behinderungen nehmen wir oft eine ambivalente Haltung ein. Es ist noch nicht so lange her, dass der Begriff des "Krüppels" aus dem allgemeinen Sprachgebrauch verbannt und durch den Terminus "Behinderter" ersetzt wurde. Ein Krüppel galt als hässlich und minderwertig, und die Bezeichnung stigmatisierte die Betroffenen aufs Übelste.

Behinderte - Wer braucht wen? | Volksstimme.de - Nachrichten aus Sachsen-Anhalt - Stendal

2012-01-05

Aufruf zum Weltlepratag 2012

Aufruf zum Weltlepratag 2012 /

05.01.2012 - In jedem Jahr am letzten Sonntag im Januar wird der Welt-Lepra-Tag begangen.

Bis heute bittere Wirklichkeit

Lepra kennt man heute in Deutschland nur noch vom Hörensagen. Für viele Menschen der „Dritten Welt“ ist Lepra jedoch bis heute bittere Wirklichkeit.
Leprapatienten leiden jedoch nicht nur körperlich: Medizinisch ist die Lepra heute vollständig heilbar – vorausgesetzt, sie wird rechtzeitig erkannt. Viel schwerer wiegt oft die Ausgrenzung vom gesellschaftlichen Leben! Auch heute noch werden Menschen, die Lepra haben oder hatten, ausgestoßen, selbst Angehörige verlieren ihre Arbeit und die Kinder werden der Schule verwiesen, wenn die Diagnose „Lepra“ bekannt wird.
In diesem Jahr werden mehr als 250.000 Menschen neu an Lepra erkranken und fast vier Millionen müssen mit den für diese Krankheiten so typischen Verstümmelungen leben, sind damit Stigmatisierung und Diskriminierung ausgeliefert

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