Gemeinsam lernen
Private bilinguale Ganztagsschule geht beim Unterricht mit Behinderten voran
Die Schwalbacher Friedrich-Ebert-Schule hat schon Inklusion.
Foto: Oeser
Praktisch ab sofort kann die noch junge zweizügige Schule, die bisher bis einschließlich Klasse vier geht, pro Klasse bis zu drei Kinder mit Behinderungen aufnehmen, je nach Art und Schwere der Einschränkung. Einige Umbauten – rollstuhlgerecht verbreiterte Eingänge und ein barrierefreier Schulhof etwa – beginnen in diesen Tagen und sollen bis Jahresende abgeschlossen sein. Die Kosten von rund 30000 Euro trägt die IFB.
Inklusion
Inklusive Pädagogik verlangt wie die integrative gemeinsamen Unterricht von Kindern verschiedener ethnischer oder sozialer Herkunft, unterschiedlicher Fähigkeiten und von Kindern mit und ohne Behinderungen.
Bei der Integration, finden Verfechter der Inklusion, stehe aber der Unterschied zu sehr im Vordergrund. Zuvor Ausgeschlossene sollten integriert, „Förderbedürftige“ quasi auf „Normalmaß“ gebracht werden.
Dagegen soll Inklusion allen gleichermaßen die Teilnahme am Unterricht und an der Gesellschaft ermöglichen, ohne sie in Gruppen – etwa hochbegabt, behindert, anderssprachig – einzuteilen.
Wichtiger als die räumlichen Voraussetzungen ist, dass den Schülern eine Förderlehrkraft zur Seite steht. Die ist bereits eingestellt; sie soll den Pädagogen der PbG Know-how vermitteln und Förderpläne erarbeiten. Wenn Pflegeleistungen wie etwa Windeln nötig sind, springt der Mobile Integrationsdienst der IFB ein.
Für die kommenden drei Jahre rechnet die IFB mit Kosten für den inklusiven Unterricht an der PbG von rund 200000 Euro. Spätestens dann, hofft IFB-Vorstand
Wolfgang Groh, „schafft das Kultusministerium es vielleicht, den Schulen Förderlehrer zuzuweisen“.
Gemeinsam lernen | Wiesbaden - Frankfurter Rundschau