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2014-02-21

Schlimmste Barriere für Behinderte ist in Köpfen - Freie Presse

Schlimmste Barriere für Behinderte ist in Köpfen

Sozialverbandschef Horst Wehner: Auf Worte folgen keine Taten

Flöha.
Die schlimmsten Barrieren für Rollstuhlfahrer sind immer noch die
Barrieren in den Köpfen von Menschen. Diese Einschätzung hat Horst
Wehner (Die Linke), Vizepräsident des Sächsischen Landtags und
Landesvorsitzender im Sozialverband VdK Sachsen, getroffen. Er reagierte
damit auf die Forderungen von Rollstuhlfahrern, die Barrierefreiheit im
Altkreis Flöha auszubauen. Trotz einiger Fortschritte etwa bei
Gaststätten haben es beeinträchtigte Menschen im öffentlichen Raum nach
wie vor schwer - etwa am Bahnhof und im Ärztehaus in Flöha.

Wehner, der selbst im Rollstuhl sitzt, verwies darauf, dass Menschen
mit Behinderungen dieselben Rechte haben wie Menschen ohne
Beeinträchtigungen. "Gesagt wird das inzwischen von vielen Menschen in
Deutschland, aber an den entsprechenden Handlungen fehlt es noch allzu
oft."
Schlimmste Barriere für Behinderte ist in Köpfen - Freie Presse

2014-01-25

Altenheim-Bewohner werden mit Filmkalender zu Internet-Stars | WAZ.de

Senioren-Models

Altenheim-Bewohner werden mit Filmkalender zu Internet-Stars

25.01.2014 | 09:00 Uhr

Altenheim-Bewohner werden mit Filmkalender zu Internet-Stars
Ein Bild aus dem Filmkalender der Senioren.
Essen.  
Erst spielten sie Stars, nun sind sie selbst welche: Der
bezaubernde Filmkalender mit Senioren-Models aus dem Revier begeistert
die ganze Welt. Auf Wunsch von Fans aus Belgien, Indien oder Peru soll
der Kalender mit Motiven von „Cabaret“ bis „James Bond“ jetzt
nachgedruckt werden.
Altenheim-Bewohner werden mit Filmkalender zu Internet-Stars | WAZ.de

2013-06-14

Chance zur Inklusion nutzen: Projektsoll behinderte Menschen zu "Helfern in der Kita" machen | GA-Bonn

Chance zur Inklusion nutzen

Projektsoll behinderte Menschen zu "Helfern in der Kita" machen

Sinzig.  Vielleicht ist das vielversprechende Projekt "Helfer in Kindertagesstätten", das Beschäftigten der Werkstätten für behinderte Menschen eine dauerhafte Anstellung ermöglichen soll, auf dem Weg zur Basis stecken geblieben. Vielleicht steckt die Inklusion auch noch nicht in allen Köpfen

Chance zur Inklusion nutzen: Projektsoll behinderte Menschen zu "Helfern in der Kita" machen | GA-Bonn

2013-06-01

Disability & Mad Pride - Mad + Disability Pride Parade - Pride Parade 13. Juli in Berlin / 15 Uhr Hermannplatz



Pride Parade 13. Juli in Berlin / 15 Uhr Hermannplatz




Freaks und Krüppel, Verrückte und Lahme, Eigensinnige und Blinde, Kranke und Normalgestörte –
kommt mit uns raus auf die Straße und feiert die Disability & Mad Pride Parade 2013!
Tanzt Barrieren weg! Hüpft aus den Schubladen! Scheißt auf Diagnosen!
Wir wollen eine Gesellschaft, die bereit ist, Barrieren abzubauen, statt Menschen als "krank", "gestört" und "nicht normal" auszusortieren! Wir verwahren uns dagegen, Experimentierfeld für problemorientierte Menschenverbesserungen zu sein. So, wie wir sind, sind wir richtig!
Also: Küsst den Wahnsinn wach, liebt Krummbeine und Spasmus, begehrt Krücken und Katheter! Malt Eurer Scham Pink und Glitzer auf die Wange und lasst sie laufen! Rollt, humpelt, tastet Euch vor – zum Hermannplatz, am 13. Juli, um 15 Uhr.
Wir sind viele. Wir verstören und verführen. Unser Leben gehört uns! Unsere Körper gehören uns! Und zur Parade gehört uns auch die Straße!
Wir wurden Randgruppen zugeteilt und sind trotzdem hier, mitten im Zentrum.
Wir zeigen uns – unsere Buckel und schiefen Hüften, unsere Neurosen und Verhaltensauffälligkeiten!
Wir studieren, oder wir studieren nicht. Wir arbeiten, oder sind ohne Lohnarbeit. Wir nutzen die U-Bahn mit dem Rollstuhl, beanspruchen Assistenz, um unseren Alltag zu bewältigen, und verreisen mit dem Pflegebett. Nächtens in den Clubs blinken die Lichter unserer E-Rollis im Takt. Wir räkeln uns am Strand, auch wenn ein Bein fehlt. Wir gehen ins Gourmetrestaurant, auch wenn es andere Gäste befremdet, dass wir in den Champagner prusten. Unsere Körper werden als unerotisch bewertet, unser Verhalten als abseitig. Wir erleben uns lustvoll und zugewandt, verlieben uns, haben Beziehungen und bekommen Kinder.
Wir sind hier, mitten im Zentrum. Niemand hat das für uns geschaffen und großzügig zugestanden. Wir haben es erkämpft und eingefordert. Seit Jahrzehnten verwirklichen wir Barrierefreiheit, Teilhabe, Assistenz, Inklusion und Respekt.
Verrücktheit und Behinderungen haben immer auch gesellschaftliche Ursachen. Wer sich darauf beschränkt, Leute mit Diagnosen zu etikettieren, übersieht das Wesentliche: Beeinträchtigt- oder Verrückt-Sein ist nicht schrecklich. Wir essen, schlafen, lernen, arbeiten, feiern, flanieren... und genießen unser Leben - meistens. Wir tun dieselben Dinge, die alle tun, nur dass wir manches anders machen und einige von uns Unterstützung brauchen. Also: Warum sollen wir bemitleidet, gar verändert werden? Warum sollen wir uns anpassen? Wir können stolz sein auf unser Leben und darauf, dass wir sind, wie wir sind!
Wenn wir Unterstützung brauchen, werden wir selektiert und als „krank“, „unfähig“, „nicht funktionstüchtig“ bewertet. Das geht bis zu den ständig sich weiter entwickelnden und von nahezu allen beanspruchten Möglichkeiten, in der Schwangerschaft festzustellen, ob das Kind behindert sein wird, um es dann abzutreiben. In nahezu allen Lebensbereichen entscheiden „Professionelle“: Ärzt_innen, Heimleiter_innen, Gutachter_innen, Kassen und Ämter – nicht wir.
Doch wir nehmen uns unsere Rechte. Wir hinterfragen den kapitalistischen Zwang, funktionieren zu müssen, um zu (über)leben, Leistungen zu bringen, um anerkannt zu sein. Wir verstecken uns nicht, wir zeigen uns. Auf Stigmatisierungen und Ausgrenzungen haben wir keine Lust.
Medizinische Diagnosen sind wirkmächtig. Doch es hilft uns nichts, wenn die Ursachen für körperliche Behinderung und Verrücktheit ausschließlich biologisch erklärt werden. Wir haben genug davon, wenn Psychopharmaka die Probleme zudecken sollen. Wir brauchen eine barrierefreie Umwelt. Superrollstühle, Exoskelette, Hightech-Orthesen und -Prothesen werden die nicht ausgleichen.
Und es ist uns extrem unbehaglich, wenn wir sehen, wie richtige Forderungen und Werte, die wir entwickelt und erkämpft haben, verdreht werden: Wenn sich in Sonntagsreden zur Inklusion bekannt wird, aber praktisch nichts passiert. Wenn sich selbst Werkstattträger für inklusiv halten und gleichzeitig das Geld für Unterstützung behinderter Schüler_innen gekürzt wird. Wenn mittlerweile auch Prominente offen von ihren „Depressionen“ sprechen und trotzdem immer mehr Leute mit psychiatrischen Diagnosen weggeschlossenen werden. Und wenn in Heimen von Selbstbestimmung und Assistenz gesprochen wird, die noch genauso entmündigend funktionieren wie immer und zugleich die Bewilligungen für Persönliche Assistenz für ein Leben in der eigenen Wohnung immer knapper bemessen werden.

Deshalb: Trau dich zu fordern, was du brauchst! Zeige deine Sehnsüchte, deine Ansprüche, dein Begehren! Zeig dich! Geh auf die Straße und feier mit uns auf der Mad & Disability Pride Parade, am 13. Juli in Berlin!!


Disability & Mad Pride - Mad + Disability Pride Parade

2013-02-05

Unterzeichnung Zielvereinbarungen in Modellregionen Behindertenrechtskonvention der Vereinten Nationen

Landesaktionsplan web.jpg

Unterzeichnung Zielvereinbarungen in Modellregionen

Am 24. Januar 2013 hat der Hessische Sozialminister Stefan Grüttner mit Vertreterinnen und Vertretern von insgesamt sechs Landkreisen und Städten Zielvereinbarungen zur Einrichtung von Modellregionen unterzeichnet.
In den Modellregionen soll mit unterschiedlichen Projekten jeweils ein Schwerpunkt des Landesaktionsplanes zum Thema Barrierefreiheit umgesetzt werden. Die Schwerpunktsetzungen der einzelnen Kommunen sind mit der Hessischen Landesregierung abgestimmt. Dabei ist es ganz wichtig, dass bei der Umsetzung der Projekte alle erforderlichen Akteure und insbesondere die Verbände und Interessenvertretungen der Menschen mit Behinderungen eingebunden werden. Es besteht unter den Beteiligten Einverständnis darüber, dass der Abbau von Barrieren, allen Menschen in der Gesellschaft dient und sich daher der Apell auch an alle Mitglieder der Gesellschaft richtet, sich aktiv an dem angestoßenen Prozess zu beteiligen, diskriminierungsfreie Lebensumstände zu schaffen. Dazu gehört es auch, die noch bestehenden‚ „Barrieren in den Köpfen“ zu beseitigen.
Durch die konkrete Erprobung in den Modellregionen werden nun Möglichkeiten zum Abbau noch bestehender Barrieren geschaffen und erprobt. Die vielfältigen Herangehensweisen der Kommunen an das Thema Barrierefreiheit werden damit unterstützt und für alle sichtbar gemacht. Im Doppelhaushalt 2013/2014 sind zur Unterstützung der Umsetzung des Landesaktionsplans eine Million Euro zur Verfügung gestellt worden. Davon werden auch die Modellregionen in den kommenden Jahren mit durchschnittlich 100.000 Euro im Projektzeitraum von zwei Jahren gefördert. und nun in Zielvereinbarungen zwischen den Gebietskörperschaften und der Hessischen Landesregierung festgehalten. Die Ergebnisse aus den Projekten in den Modellregionen werden durch das Hessische Sozialministerium aufbereitet und veröffentlicht werden und dann allen Interessierten zur Verfügung stehen.
Die Modellregionen im Einzelnen:

Unterzeichnung Zielvereinbarungen in Modellregionen Behindertenrechtskonvention der Vereinten Nationen

2012-12-02

Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung - Gudrun Kopp zum Internationalen Tag der Menschen mit Behinderungen: "Barrierefrei auch in den Köpfen"

Inklusive Entwicklungspolitik

Gudrun Kopp zum In­ter­na­ti­o­nalen Tag der Menschen mit Be­hin­de­rungen: "Barriere­frei auch in den Köpfen"

 Gudrun Kopp, Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung. Urheberrecht: Thomas Ecke

30.11.2012 -
Berlin – Die Vereinten Nationen haben für den dies­jährigen In­ter­na­ti­o­nalen Tag der Menschen mit Be­hin­de­rungen (3. Dezember) das Motto "Barrieren be­sei­ti­gen, um eine inklusive und zugängliche Ge­sell­schaft für alle zu schaffen" ausgerufen.
Gudrun Kopp, Par­la­men­ta­rische Staats­sekre­tärin beim Bun­des­mi­nis­ter für wirt­schaft­liche Zu­sam­men­ar­beit und Ent­wick­lung, erklärt dazu:
"Menschen mit Behinderungen kämpfen täglich nicht nur mit physischen Barrieren in ihrer Umwelt, sondern auch mit Barrieren in den Köpfen ihrer Mit­menschen. Die deutsche Ent­wick­lungs­po­li­tik tritt ein für eine barrierefreie Welt und 'barrierefreie Köpfe'. Mit unserer inklusiven Ent­wick­lungs­po­li­tik setzen wir Impulse, damit Menschen mit Behinderungen in unseren Ko­ope­ra­tions­ländern ihre Rechte stärker einfordern können."
Weltweit haben eine Milliarde Menschen eine Be­hin­de­rung. Das entspricht etwa 15 Prozent der Welt­be­völ­ke­rung. Der Großteil davon lebt in Ent­wick­lungs­ländern. Das Bun­des­mi­nis­te­ri­um für wirt­schaft­liche Zu­sam­men­ar­beit und Ent­wick­lung (BMZ) hat zu diesem Zweck einen eigenen Aktionsplan zur Inklusion von Menschen mit Behinderungen in der Ent­wick­lungs­zu­sam­men­ar­beit erstellt, der Anfang nächsten Jahres der Öffentlichkeit vorgestellt werden soll.
Die im Jahr 2009 von Deutsch­land unterzeichnete Be­hin­der­ten­rechts­kon­vention hatte den Stein ins Rollen gebracht. Diese ist die bislang einzige Menschen­rechts­kon­vention, die durch einen Artikel explizit auch die Rolle der in­ter­na­ti­o­nalen Zu­sam­men­ar­beit definiert. Die Behinderten­rechts­konvention steht dabei für ein neues Verständnis von Behinderung, das stärker als zuvor die sozialen und physischen Barrieren in der Umwelt in den Vordergrund stellt.

Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung - Gudrun Kopp zum Internationalen Tag der Menschen mit Behinderungen: "Barrierefrei auch in den Köpfen"

2012-08-28

Paralympics: Barrieren in den Köpfen | Sport - Frankfurter Rundschau


Paralympics Barrieren in den Köpfen

 Von Ronny Blaschke

Luftgewehrschützin: Manuela Schmermund  Foto: dpa
Am Mittwoch beginnen die Paralympics in London. 150 deutsche Sportler nehmen teil. Der Deutsche Behindertensportverband hofft auf mehr Aufmerksamkeit. An der Basis funktioniert die Integration längst noch nicht.
Paralympics: Barrieren in den Köpfen | Sport - Frankfurter Rundschau

2012-06-07

Doku fordert gleiche Chancen für Behinderte am Arbeitsmarkt | OTZ

Doku fordert gleiche Chancen für Behinderte am Arbeitsmarkt

  • Rund 60 Gäste kamen am Dienstagnachmittag zur Premiere des dritten Films in den Saal des Diakonischen Bildungsinstituts. Regisseurin Heidi Hasse (rechts) kämpft für gleiche Chancen behinderter Menschen auf dem Arbeitsmarkt. Foto: Norman Meißner Rund 60 Gäste kamen am Dienstagnachmittag zur Premiere des dritten Films in den Saal des Diakonischen Bildungsinstituts. Regisseurin Heidi Hasse (rechts) kämpft für gleiche Chancen behinderter Menschen auf dem Arbeitsmarkt. Foto: Norman Meißner
In den Köpfen der Arbeitgeber sind immer noch viel zu viele Barrieren, ärgert sich Heidi Hasse. Die Regisseurin stellte am Dienstagnachmittag den dritten Dokumentarfilm ihrer Reihe aus dem Projekt it works! vor. Doku fordert gleiche Chancen für Behinderte am Arbeitsmarkt | OTZ

2012-06-03

INVALID STREET – Invalidenstraße Wien | …celebrate diversity … and make the streets yours!

 

VALID 2 – Die Kampagne rund um die „Invalidenstraße“ –

Sprache schafft Realität, Realität schafft Sprache

>> Find us on Facebook: https://www.facebook.com/pages/Invalidenstrasse-Invalidstreet/272831192764692
.
Vor diesem Hintergrund organisieren das Theater der Unterdrückten – Wien (TdU-Wien) und DanceAbility eine Kampagne zum Thema: „Kunst im öffentlichen Raum – Barrierefreiheit – sensible Sprache“ mit dem Titel „VALID 2“.
Namensgebend und Grund für diese Kampagne ist die „Invalidenstraße“ im dritten Wiener Gemeindebezirk. Wenn Sprache Realität und Realität Sprache schafft, dann bedeutet eine kritische Auseinandersetzung mit Begriffen, wie „valide“, „gültig“, „wert“ und „wertvoll“ schlussendlich die Frage, welche Wertigkeit so genannte behinderte Menschen in unserer Gesellschaft einnehmen.
Wollen wir tatsächlich eine Straße, welche behinderte Menschen an gesellschaftliche Ränder drängt und sie doch auch in einen negativen Mittelpunkt stellt? Schafft diese Sprache nicht vielmehr eine Realität, die der unsrigen längst nicht mehr entspricht? Wollen wir uns auf dieser Realität ausruhen, anstatt an einer neuen zu bauen?
Die Kampagne soll Anstoß und Beitrag sein, genau diese neue Realität zu schaffen, in der Menschen keine Begriffe mehr brauchen, um damit verinnerlichte und veräußerlichte Gefängnisse für „die Anderen“, „die Fremden“, „die Unbekannten“ zu bauen.
Ob als Selbst- oder Fremdwahrnehmung- diese Begriffe fragmentieren Gesellschaften, schüren Ängste und Abwehrhaltungen und verhindern damit Dialog, Empowerment und Zusammenhalt. Wir wollen sowohl eine Sprache, als auch eine Realität mitgestalten, in denen Menschen und Vielfalt Platz und Wertigkeit haben!
Petition zur Umbenennung der Invalidenstraße
http://www.petitiononline.at/petition/invalidenstrasse/257

INVALID STREET – Invalidenstraße Wien | …celebrate diversity … and make the streets yours!


2012-05-24

Behinderte: Joachim Gauck fordert bessere Integration von behinderten Menschen

Gauck fordert bessere Integration von behinderten Menschen

22.05.2012, 10:25 Uhr | dapd
Bundespräsident Joachim Gauck hat zur Eröffnung der Special Olympics Deutschland eine bessere Einbeziehung von Behinderten angemahnt. "Ist es wirklich schon in der ganzen Gesellschaft angekommen, dass wir in jeder Hinsicht 'barrierefrei' werden müssen? Zuerst im Kopf, aber dann auch ganz praktisch, sozusagen in allen Lebenslagen", sagte Gauck bei einem Festakt anlässlich der Spiele für Menschen mit geistiger Behinderung im Alten Rathaus von München: "Ist wirklich schon bei allen angekommen, dass Menschen nicht so sehr behindert sind, als vielmehr immer noch behindert werden?"
Behinderte: Joachim Gauck fordert bessere Integration von behinderten Menschen

2012-04-20

Barrieren auch in den Köpfen abbauen: Kreis Warendorf

Barrieren auch in den Köpfen abbauen


Ihre Arbeit haben fünf verschiedene Planungsgruppen zum Thema Inklusion aufgenommen. Die Zwischenergebnisse der Gruppe "Erziehung und Bildung" präsentierten Frank Peters (Kreisjugendamt) und Aynur Kücük (Regionales Bildungsbüro) bei einem Workshop.
Wie kann die UN-Behindertenrechtskonvention im Kreis Warendorf umgesetzt werden? Bis zum Jahresende  will der Kreis diese Frage beantworten und einen Inklusionsbericht mit einem konkreten Handlungsprogramm vorlegen. "Dabei beziehen wir den Sachverstand vieler Gruppen ein", beschreibt Landrat Dr. Olaf Gericke den im vergangenen Herbst begonnen Planungsprozess.

Inklusion bedeutet, dass alle in allen Lebensbereichen mitmachen können - das Thema geht die gesamte Gesellschaft an. "Wir stehen vor einem gemeinsamen Kraftakt. Es geht darum, Barrieren abzubauen - und oft geht es dabei um Barrieren in den Köpfen", beschreibt der Landrat den schwierigen Prozess, der Zeit brauche. Die Umsetzung der Maßnahmen könne deshalb nur Schritt für Schritt erfolgen.

Fünf Planungsgruppen haben zum Jahresbeginn unter der Moderation von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Kreisverwaltung ihre Arbeit aufgenommen. Sie kümmern sich um die Handlungsfelder:
Barrieren auch in den Köpfen abbauen: Kreis Warendorf

2012-04-10

Anreize für Barrierefreiheit schaffen | DerWesten

Integration

Anreize für Barrierefreiheit schaffen

10.04.2012 | 14:05 Uhr
Anreize für Barrierefreiheit schaffen
Foto: Ulla Emig
Oberhausen.  Detlef Weirich überzeugt Physiotherapeuten Alex Hendrixen zum Umbau seiner Praxis. Das allein reicht aber nicht.
„Wir müssen Barrierefreiheit in den Köpfen der Menschen erreichen“, sagt Detlef Weirich vom Verein „Multiple Sklerose“ Oberhausen und Mitglied im Beirat für Menschen mit Behinderung. Dann, so Weirich, würden sich die Verantwortlichen selbstverständlich darum bemühen, Barrieren für Behinderte zu beseitigen.
Solange das nicht der Fall sei, setze er sich weiter dafür ein, dass Anreize geschaffen werden, Arztpraxen und Therapieeinrichtungen behindertengerecht umzubauen. So wie die Physiotherapiepraxis Hendrixen in Schmachtendorf.

Signet muss überarbeitet werden

Ein Signet „Barrierefreies NRW“ wurde bereits entwickelt, es müsse allerdings noch überarbeitet und den aktuellen Gegebenheiten angepasst werden, sagt Weirich. Doch sieht er in einem solchen Signet eine Möglichkeit, die Motivation zum Umbau von Praxen zu erhöhen: „Wenn allerdings eine Praxis im ersten Stock ohne Aufzug liegt, nutzt das alles nichts“, gibt er zu bedenken.
Anreize für Barrierefreiheit schaffen | DerWesten

2012-02-04

04.02.2012: Schirme für Behinderte (Tageszeitung neues deutschland)

Schirme für Behinderte

Auch mit einem großen Protest am 27. April sollen Barrieren überwunden werden

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André Nowak ist stellvertretender Vorsitzender des Berliner Behindertenverbandes.
nd: Schirme für Banken sind politisch sehr in Mode. Was hätten Menschen mit Behinderungen gerne für einen?
Nowak: Einen, unter den auch sie passen. Sie wollen nicht, dass Geld für Banken ausgegeben wird, während Menschen mit und ohne Behinderungen im Regen stehen.
Deshalb rufen der Berliner Behindertenverband und andere für den 27. April zur Demonstration vor das Bundeskanzleramt auf?
Den Europäischen Protesttag für die Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen gibt es seit 1992. Wir haben also ein Jubiläum. In Berlin ist der Auftakt, Hunderte Protestveranstaltungen überall in Deutschland und Europa rund um den 5. Mai werden folgen.
Sie wollen Barrieren überwinden. Welche meinen Sie?
Es geht um die Barrieren in den Köpfen, aber auch um bauliche und kommunikative Barrieren. Vor allem brauchen wir Veränderungen im Bewusstsein (...)
04.02.2012: Schirme für Behinderte (Tageszeitung neues deutschland)

2011-12-19

Deutsches Institut für Menschenrechte - "Wir sind alle aufgefordert, Behinderung neu zu denken"

Pressemitteilung: "Wir sind alle aufgefordert, Behinderung neu zu denken"

UN-Monitoring-Stelle zur UN-Behindertenrechtskonvention zum Internationalen Tag der Menschen mit Behinderungen am 3. Dezember 2011
Berlin - Die Monitoring-Stelle zur UN-Behindertenrechtskonvention hat jetzt für die Neuinterpretation des Begriffs "Behinderung" geworben. Behinderung sei lange als Problem des Einzelnen betrachtet worden, erklärte Valentin Aichele, Leiter der Monitoring-Stelle zur UN-Behindertenrechtskonvention, anlässlich des Internationalen Tages der Menschen mit Behinderungen. Die UN-Behindertenrechtskonvention setze dem ein anderes Verständnis von Behinderung entgegen. "Menschen mit Beeinträchtigungen sind nicht behindert, sie werden durch Barrieren in der Umwelt und in den Köpfen behindert", so Aichele.

Deutsches Institut für Menschenrechte - Meldung

2011-11-13

Hindernisse abbauen – am Bordstein und in den Köpfen - Lokale Nachrichten, Videos, Bilder und mehr aus und für Bersenbrück | noz.de

Caritasverband diskutierte in Bersenbrück über die Teilhabe von Behinderten am gesellschaftlichen Leben

Hindernisse abbauen – am Bordstein und in den Köpfen

Bersenbrück. „Kein Mensch ist perfekt“ lautet das Motto der laufenden Jahreskampagne des Deutschen Caritasverbandes, die sich mit dem Miteinander von Menschen mit und ohne Behinderung befasst. Beim Forum Caritas in der Heilpädagogischen Hilfe in Bersenbrück ging es in Referaten, Arbeitsgruppen und einer Podiumsdiskussion denn auch darum, wie Teilhabe gelingen kann.


Unabhängig vom christlich motivierten Anliegen der Caritas ist die Teilhabe behinderter Mitbürger zum gesellschaftspolitischen Auftrag geworden, spätestens seitdem Deutschland sich mit der Unterzeichnung der UN-Behindertenrechtskonvention zu deren Umsetzung verpflichtet hat. Das Wort „Inklusion“ ist in diesem Zusammenhang in aller Munde und erfordert Handeln auf allen politischen Ebenen.
Gerd Masurek, Referatsleiter im niedersächsischen Sozialministerium, stellte beim Forum Caritas Eckpunkte des Aktionsplanes vor, der in der kommenden Woche in Hannover verabschiedet werden soll und mit dem das Land Niedersachsen die eigentlich doch so selbstverständlichen, aber dennoch anspruchsvollen Ziele der Inklusion realisieren möchte.
Immerhin, so die von Masurek angeführte Statistik, sind von 7,9 Millionen Niedersachsen 1,3 Millionen behindert, und davon wiederum 690000 schwerbehindert. Zahlen, die, wenn man die Kerngedanken der UN-Konvention berücksichtigt, in sämtliche politischen Entscheidungen wirken – angefangen von der Bildungs- und Sozialpolitik über das Arbeitsrecht bis hin zum Denkmalschutz.

Hindernisse abbauen – am Bordstein und in den Köpfen - Lokale Nachrichten, Videos, Bilder und mehr aus und für Bersenbrück | noz.de

Wettbewerb 2011/2012: "Studieren mit Behinderung oder chronischer Krankheit"

26. Wettbewerb 2011/2012: "Studieren mit Behinderung oder chronischer Krankheit"

Design: Jan Lorenz


Aufgabe



Wir als Deutsches Studentenwerk wollen, dass Menschen mit Behinderung oder chronischer Krankheit selbstverständlich und mit gleichen Chancen studieren können. Wir wollen mit diesem Plakatwettbewerb Vorurteile entlarven und die Öffentlichkeit für Probleme wie Potenziale Studierender mit Behinderung oder chronischer Krankheit sensibilisieren. Genau hier brauchen wir eure Kompetenz als Designerinnen und Designer: Gestalten heißt auch, die Wahrnehmung schärfen, eingefahrene Denkweisen über Bord werfen, neue Blickwinkel eröffnen.

Konkret
Stellt die sichtbaren oder unsichtbaren Barrieren dar: bauliche, strukturelle, institutionelle und solche in den Köpfen von Lehrenden und Studierenden.
Oder
Entlarvt die kleinen oder großen Vorurteile, die hartnäckigen Klischees über behinderte und chronisch kranke Studierende im Hochschulalltag.
Oder
Zeigt uns, wie Menschen mit Behinderung oder chronischer Krankheit die Hochschule bereichern. Weil sie zum Beispiel entschleunigen, einen anderen Zugang zu wissenschaftlichen Fragestellungen haben oder Selbstverständlichkeiten hinterfragen.


Teilnahme



Teilnahmeberechtigt sind Studierende mit den Fächern Grafik-Design, Visuelle Kommunikation oder Kommunikationsdesign, die an einer staatlichen oder staatlich anerkannten Hochschule in Deutschland immatrikuliert sind.

Preisgeld insgesamt 5.500 Euro
Abgabe bis zum 22. Februar 2012

Alles Weitere findet ihr hier:
Deutsches Studentenwerk - Dachverband der 58 Studentenwerke

2011-11-08

Die verschwundene Barriere | Wissen - Frankfurter Rundschau

Die verschwundene Barriere

Ein Gehbehinderter berichtet über das schönste Erlebnis seiner Schulzeit
Ich wurde als Gehbehinderter im Sommer 1990 in Wolfsburg eingeschult. Damals dachte noch niemand an Inklusion. Alle Schüler mit Behinderung, gleich ob rein körperlicher oder geistiger Art, landeten automatisch in einer Förderschule. Meine Schule war im gleichen Gebäude mit einer Regelschule untergebracht, mit der eine Kooperation bestand. Doch in meiner Förderschule war ich unterfordert...
Die verschwundene Barriere | Wissen - Frankfurter Rundschau

2011-11-06

„Wir sind noch weit weg von einer Inklusion in Oranienburg“ - Bilanz des Arbeitskreises / 6660 Einwohner der Stadt mit Behinderung / Betroffene fordern grundsätzliches Umdenken - Märkische Allgemeine - Nachrichten für das Land Brandenburg

05.11.2011

BEHINDERTENARBEIT: „Wir sind noch weit weg von einer Inklusion in Oranienburg“

Bilanz des Arbeitskreises / 6660 Einwohner der Stadt mit Behinderung / Betroffene fordern grundsätzliches Umdenken


ORANIENBURG - Statt vieler Programme wünscht sich Helga Brunisch vor allem eines: Veränderung. „Und, dass Gleichberechtigung für Behinderte in den Köpfen verankert und im Alltag normal ist. Wir sind noch weit weg von einer Inklusion in Oranienburg“, beklagte die Rollstuhlfahrerin gestern Nachmittag beim Resümee der letzten zwölf Monate des Arbeitskreises für Belange behinderte Menschen in Oranienburg (Akbo). Dieser existiert seit fünf Jahren.
Derzeit leben von den rund 42 000 Einwohnern der Stadt knapp 5000 mit einer Behinderung von mehr als 50 Prozent. Weitere 1660 müssen mit geringen Einschränkungen leben, so Birgit Jende, Akbo-Sprecherin. Die Betroffenen finden beim Behindertenbeauftragten der Stadt, Holger Dreher, Rat und Hilfe: dienstags von 9 bis 12 und 14 bis 17 Uhr und donnerstags von 9 bis 12 Uhr. Ob in rechtlichen Fragen, bei der Suche nach zuständigen Ämtern oder beim Ausfüllen von Anträgen. Zudem ist Dreher bei Neubauvorhaben in der Stadt involviert. Hat ein Auge auf die Barrierefreiheit. Auch bei der geplanten Comeniusschule, beim Straßenbau oder der neuen Stadtbibliothek, so Vizebürgermeisterin Kerstin Kausche.
„Wir sind noch weit weg von einer Inklusion in Oranienburg“ - Bilanz des Arbeitskreises / 6660 Einwohner der Stadt mit Behinderung / Betroffene fordern grundsätzliches Umdenken - Märkische Allgemeine - Nachrichten für das Land Brandenburg

2011-11-04

„Gleiches Recht beginnt in den Köpfen der Menschen“ - Oyten/Ottersberg - Lkr. Verden - Lokales - Kreiszeitung

Behindertenbeirat zieht Bilanz seiner ersten Amtszeit / Hoffen auf neues Mandat

„Gleiches Recht beginnt in den Köpfen der Menschen“

04.11.11|Oyten/Ottersberg|
Oyten - Im Mai 2008 offiziell vom Gemeinderat in das (Ehren-)Amt berufen, endete analog zur Legislaturperiode des Kommunalparlaments am 31. Oktober auch die erste Amtszeit des Behindertenbeauftragten der Gemeinde Oyten, Peter Müller, und die seiner Vertreter und Mitstreiter im Behindertenbeirat Oyten, kurz BebeO. Sie alle würden ihre Arbeit gerne fortsetzen und „hoffen, dass uns vom neuen Gemeinderat auch für die nächsten fünf Jahre dafür das Mandat erteilt wird“, so Müller, der jetzt eine Bilanz der ersten drei Amtsjahre zog.
Im Mai 2008 bekamen der ehrenamtliche Behindertenbeauftragte Peter Müller (2.v.re.) und seine Stellvertreter Renate Raub und Gunther Hein (re.) von Bürgermeister Manfred Cordes ihre Ernennungsurkunden überreicht. Jetzt ging die erste Amtszeit der Behindertenvertretung zu Ende.
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Im Mai 2008 bekamen der ehrenamtliche Behindertenbeauftragte Peter Müller (2.v.re.) und seine Stellvertreter Renate Raub und Gunther Hein (re.) von Bürgermeister Manfred Cordes ihre Ernennungsurkunden überreicht. Jetzt ging die erste Amtszeit der Behindertenvertretung zu Ende.
Ins Leben gerufen und mit Leben gefüllt worden war der Behindertenbeirat 2008 von Vertretern der Sozialverbände und Institutionen, die sich mit den Belangen von Menschen mit Behinderung befassen. Mitglieder des BebeO sind der zum Behindertenbeauftragten erkorene Peter Müller, seine Stellvertreter Renate Raub und Gunther Hein sowie Gerd Köhne, Heinrich Osmers, Kurt Pfaffenberger und als beratendes Mitglied Werner Jagdfeld vom Oytener Seniorenbeirat.
Ein Jahr nach der Gründung unterzeichnete der Behindertenbeirat eine Vereinbarung mit der Gemeinde Oyten, die den Status und die Rechte der Interessensvertretung von Menschen mit Behinderung gegenüber Politik und Verwaltung regelt. Gesetzliche Grundlagen der Arbeit des Gremiums sind unter anderem das Niedersächsische Behindertengleichstellungsgesetz und die UN-Behindertenrechtskonvention.

„Gleiches Recht beginnt in den Köpfen der Menschen“ - Oyten/Ottersberg - Lkr. Verden - Lokales - Kreiszeitung

2011-10-09

Sächsische Zeitung [online] - Sachsen: „Behinderung sitzt im Kopf der Nichtbehinderten“

„Behinderung sitzt im Kopf der Nichtbehinderten“


Das Expertengremium „Inklusion“ trat vergangene Woche zusammen. Im Mittelpunkt stand die optimale Förderung aller Schüler. Das geht auch alle Eltern an


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Hans Geisler (71) leitet das vom Kultusminister berufene Expertengremium „Inklusion“. Dabei versteht er sich als Moderator. Von 1990 bis 2002 war der CDU-Politiker Minister für Gesundheit und Soziales. Er ist verheiratet und hat vier erwachsene Kinder.Foto: Michael
Er ist der Mann, dem die schwierige Aufgabe zukommt, ein Gremium zu führen, das Empfehlungen zu einem sensiblen Thema erarbeiten soll: dem gemeinsamen Unterricht von Schülern mit und ohne Behinderung. Hans Geisler, der frühere Sozialminister, wurde dafür von Kultusminister Roland Wöller (CDU) berufen. Geisler weiß, dass es konträre Auffassungen geben wird.

Herr Geisler, Verschiedenartigkeit darf nicht ausgegrenzt werden. So könnte die UN-Behindertenrechtskonvention übersetzt werden. Wie ausgeprägt ist dafür die gesellschaftliche Akzeptanz?

Verschiedenheit bereichert uns und darf schon deshalb nicht zu Ausgrenzung führen. Ich wage zu behaupten, dass das Anliegen aber nicht einmal von der Hälfte der Gesellschaft überhaupt wahrgenommen und als Aufgabe gesehen wird. Es hat freilich in den letzten Jahren spürbare Verbesserungen gegeben und ich bin dankbar, daran mitgearbeitet zu haben. Behinderung sitzt aber im Kopf Nichtbehinderter, und Veränderung wird es nicht auf Knopfdruck geben. Die UN-Behindertenrechtskonvention ist ein sehr starkes Element des Anstoßes und ich habe die Hoffnung und Erwartung, dass wir einen breiteren Teil der Bevölkerung hier mitnehmen können und einen deutlichen Fortschritt hinbekommen. Allerdings dürfen wir die Konvention auch nicht verkürzen: Sie besagt, dass jedes Kind die Chance bekommen muss, seine Potenziale seinen Fähigkeiten entsprechend auszuschöpfen für eine umfassende Teilhabe am beruflichen und gesellschaftlichen Leben. Dafür will ich mich gern einsetzen.

Stehen Sie deshalb dem Expertengremium vor? Haben Sie sich darum beworben?

Ich bin gefragt worden und habe nach einem Gespräch mit dem Kultusminister zugesagt. Das Thema lag mir schon am Herzen, ehe ich in politische Funktionen kam. Da war die gehbehinderte 40-jährige Frau, die im dritten Stock wohnte und die wir hinuntertrugen, damit sie am Leben teilnehmen konnte. Oder die Frau, die buchstäblich das letzte Opfer der Kinderlähmung war, ehe in der DDR 1953 die Pflichtimpfung kam. Für ihren Rollstuhl und damit ihr Fortkommen besorgte ich schon mal über Westverwandtschaft die Batterien. Das Anliegen ist mir wirklich nahe.

Was ist Ihnen besonders wichtig bei der Behandlung dieses sensiblen Themas?

Es muss immer um Hilfe zur Selbsthilfe gehen. Zu oft erlebe ich eine Mitleids- und Fürsorgehaltung. Dies ist falsch. Und wenn ich merke, dass es den Helfenden überwiegend um die Verteidigung ihrer Arbeitsplätze geht, müssen sie mit meinem scharfen Widerstand rechnen. Wichtig ist, kritisch zu fragen, was für den Betroffenen, dessen Teilhabe an der Gesellschaft gefördert werden soll, das Beste ist. Wenn wir nun zur Bildung zurückkommen, meine ich, die Stärkung der sozialen Kompetenz der Regelschüler kann nur das Zweitwichtigste sein. Das Wichtigste ist das Wohl und die optimale Förderung der Behinderten.

Soll das heißen, Integration bzw. Inklusion nicht um jeden Preis?Sächsische Zeitung [online] - Sachsen: „Behinderung sitzt im Kopf der Nichtbehinderten“
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