"Eine inklusive Stadt entsteht" - Zweitägige Fachtagung zur Gestaltung von Stadtteilen
09.10.11 - FULDA - „Eine inklusive Stadt entsteht“. Über diese Thema diskutierten am vergangenen Donnerstag und Freitag Fachreferenten und Teilnehmer der Organisation "Kirche findet Stadt" im Bonifatiushaus Fulda. Dabei wurde unter anderem hinterfragt, wie Stadtteile gestaltet werden können, damit eine Teilhabe eines jeden einzelnen Menschen gelingen kann. Im Vordergrund stand dabei die Vision, ein Zusammenleben zu ermöglichen, das von gegenseitigen Respekt und Vertrauen sowie der gesellschaftliche Wertschätzung von Vielfalt geprägt ist.
Im Grußwort machte der ehemalige hessische Wirtschaftsminister Dr. Alois Rhiel deutlich: „Der Einzelne braucht die Gemeinschaft, die Gemeinschaft braucht den Einzelnen.“ Daher sei es wichtig, inklusive Ansätze in die Städte zu tragen, denen es Menschen mit Behinderungen ermöglicht, am gesellschaftlichen Leben teilzuhaben. Prof. Dr. Wolfgang Jantzen hielt den Einführungsvortrag dieser spannenden Tagung. Er machte deutlich, dass Inklusion bedeute, «das Unsichtbare sichtbar zu machen »und so eine Kultur des Miteinanders zu schaffen.
Im folgenden Beitrag zeigte der Quartiersmanager Joachim Barloschky auf, wie eine positive Stadteilentwicklung in Bremen-Tenever dazu geführt hat, dass Menschen, die eine Behinderung haben, dort inklusiver leben können. Dies gelingt durch das Einbeziehen aller Beteiligten. Über die soziale Stadtentwicklung in Nord-Düren referierte Burhan Cetinkaya. „Das Wichtigste ist, Nachhaltigkeit in neu eingeführte Strukturen zu erlangen“, erklärte der Architekt. Nur so könne es gelingen, langfristig eine positiv - inklusive Entwicklung zu erreichen.
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