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2013-11-21

„Ambulante Pflege stärken“ - Startseite - WESER-KURIER


Soziales Netzwerk setzt auf bürgerschaftliches Engagement und fordert Reformen „Ambulante Pflege stärken“

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„Ambulante Pflege stärken“ - Startseite - WESER-KURIER

2013-05-16

Ambulante Pflege: Ministerin Steffens dringt auf Reformen


Ärzte Zeitung, 16.05.2013

  
 
Ambulante Pflege

 

Ministerin Steffens dringt auf Reformen

KÖLN. Die nordrhein-westfälische Gesundheits- und Pflegeministerin Barbara Steffens (Grüne) macht sich für bessere Rahmenbedingungen für Pflegekräfte in den ambulanten Diensten stark. (...)
"Ohne eine wirkliche Strukturreform mit einem neuen Pflegebedürftigkeitsbegriff und eine bessere Finanzierung der ambulanten Versorgung werden wir das Ziel, ambulant vor stationär‘ nicht erreichen können", sagte Steffens.
Ambulante Pflege: Ministerin Steffens dringt auf Reformen

2012-11-22

Daheim statt Heim e.V. / Daheim statt Heim: Gewalt in der Pflege verhindern - mehr Geld in eine menschenwürdige ambulante Versorgung investieren.


Logo der Bundesinitiative Daheim statt Heim e. V.Daheim statt Heim: Gewalt in der Pflege verhindern - mehr Geld in eine menschenwürdige ambulante Versorgung investieren.

Daheim statt Heim fordert: Gewalt in der Pflege verhindern - mehr Geld in eine menschenwürdige ambulante Versorgung investieren. Das Modell Pflege im „sogenannten“ Heim ist gescheitert!

Berlin, 16.11.2012 Schockierende Berichte über Missstände und Gewalt in der Pflege dominierten auch in dieser Woche wieder einmal die Medien. Im ZDF-Morgenmagazin stellt der Pflegeexperte und Unterstützer von Daheim statt Heim, Claus Fussek, fest: „Was in vielen Heimen läuft, ist kriminell. Heime sind weitgehend rechtsfreie Räume geworden.“ Dieser Feststellung schließt sich die Bundesinitiative Daheim statt Heim an und fordert die Stärkung des ambulanten Sektors.

Das Pflegemodell Heim ist nach Auffassung der Bundesinitiative Daheim statt Heim das Grundproblem und muss angesichts der aufgedeckten und bekannten Missbrauchsfälle und Missstände als menschenunwürdig und gescheitert angesehen werden. Auch in sogenannten Heimen für Kinder- und Jugendliche sowie für Menschen mit Behinderungen, die ein sicheres „Zuhause“ ersetzen sollen,  wurden in den letzten Jahren zahlreiche schwerwiegende Missbrauchsfälle aufgedeckt.  Diese reichten von den fünfziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts bis in die heutige Zeit. Das Ausmaß dieser Skandale und die große Zahl der Opfer lassen nur den Schluss zu, dass wir einen Ausstieg aus dem Geschäftsmodell „Heim“ brauchen
Daheim statt Heim e.V. / Daheim statt Heim: Gewalt in der Pflege verhindern - mehr Geld in eine menschenwürdige ambulante Versorgung investieren.


Petition mitzeichnen: 
Hilfe daheim statt Milliarden für Heime - UN-Konvention in Deutschland umsetzen!

2012-10-10

Petition | Pflegeinitiative Deutschland e.V.Pflegeinitiative Deutschland e.V.


Petition


Petition zur Angleichung des Pflegegeldes an die Pflegesachleistungen
Petent: Pflegeinitiative Deutschland e.V. c/o Stefan Krastel, Münsterstraße 23a, 77694 Kehl
Petitionsnummer: Pet 2-17-15-8291-024266 

Wir fordern die Angleichung des Pflegegeldes an die Pflegesachleistungen (SGB XI), damit Pflegebedürftige den sie pflegenden Familien, Freunden und Bekannten ein Grundeinkommen sichern können.
In Deutschland wird zwischen Pflegesachleistungen und Pflegegeld unterschieden. Pflegesachleistungen sind Leistungen für professionelle Leistungserbringer oder stationäre Einrichtungen, Pflegegeld erhalten Pflegebedürftige, die zu Hause von ihrer Familie, Freunden und Bekannten gepflegt werden. Das Pflegegeld ist um mehr als die Hälfte geringer als die Pflegesachleistungen. Als Folge werden hierzulande wesentlich mehr Pflegebedürftige in Heimen versorgt, als in anderen westlichen Industrienationen, in denen es diesen Unterschied nicht gibt (bspw. Österreich).
Entscheidet man sich bei geringen finanziellen Ressourcen für die häusliche Pflege oder erstreckt sie sich über einen längeren Zeitraum, bleibt für die pflegende Person nur Hartz-IV auf unbestimmte Zeit. Bei Einführung der Hartz-IV-Gesetze wurden pflegende Angehörige nicht berücksichtigt. “Fördern und fordern” funktioniert nicht, wenn man einen Menschen pflegt.
Die Vorteile einer Angleichung:
•  Wahlmöglichkeit über die Form der Versorgung
•  Umsetzung der UN-Konvention über die “Rechte von Menschen mit Behinderung” (Inklusion) und des Grundgesetzes, besonders Art. 6: “Ehe und Familie stehen unter dem besonderen Schutz der staatlichen Ordnung”
•  ordnungspolitisch einfach umsetzbar
•  immense Entbürokratisierung der Pflege
•  weniger Heimunterbringungen und Umsetzung des Grundsatzes “ambulant vor stationär”
•  enorme Reduzierung des Armutsrisikos für pflegende Angehörige
•  enorme Einsparungen im Gesamthaushalt unseres Landes

Petition unterstützen

Hier können Sie unsere Petition online unterstützen.
Petition | Pflegeinitiative Deutschland e.V.Pflegeinitiative Deutschland e.V.

2012-10-02

Psychiariereform angemahnt: Flexibilität statt Fixierung - taz.de


  • 26.09.2012

Psychiariereform angemahnt

Flexibilität statt Fixierung

Bremen braucht eine Psychiatriereform, sagen Koalitions- und Oppositionspolitiker - die Experten sowieso. Regional-Budgets sollen die Ambulantisierung erleichtern.von Henning Bleyl

"Bremen-Ost wird zur Verwahranstalt", sagt Patienten-Fürsprecher Detlef Tintelott.  Bild:  Jürgen Howaldt

Die UNO macht’s möglich: In Bremen gibt es, nach längerer Stagnation, wieder Bewegung in Sachen Psychiatrie. Im April beschloss die Bürgerschaft, die neue UN-Behindertenrechtskonvention vor Ort durchzudeklinieren – mit erheblichen Folgen für den Psychiatrie-Bereich. Zwangsmedikationen würden jetzt kaum noch genehmigt, sagt Detlef Tintelott, selbst Psychiatrie-erfahren und nun offizieller „Patientenfürsprecher“ im Klinikum Ost. Auch „Fixierungen“, das Fesseln der Patienten ans Bett, seien deutlich seltener.
Weitere Struktur-Verbesserungen müssen angepackt werden – einig sind sich CDU und Koalition etwa in
Psychiariereform angemahnt: Flexibilität statt Fixierung - taz.de

2012-07-22

lb.rlp.de | Land und Kommunen wollen Hilfen noch stärker am Bedarf der Menschen orientieren


02.07.2012 | Menschen mit Behinderungen / Hilfen zur Pflege

Land und Kommunen wollen Hilfen noch stärker am Bedarf der Menschen orientieren

Mit einem Modellvorhaben gemeinsam mit interessierten Kommunen will das Land dem Grundsatz ‚ambulant vor stationär‘ mehr Geltung verschaffen und gleichzeitig den starken Kostenanstieg in der Eingliederungshilfe für behinderte Menschen und bei der Hilfe zur Pflege aufgrund der demografischen Entwicklung und der höheren Lebenserwartung behinderter Menschen bremsen. „Die sozialhilferechtliche Finanzierung der Hilfen für behinderte oder ältere Menschen mit Unterstützungsbedarf ist derzeit so ausgestaltet, dass sie keinen echten Anreiz für ambulante vor stationären Hilfen bietet. Gleichzeitig steigen die Ausgaben in diesen Bereichen. Mit unserem Modellvorhaben leisten wir einen wichtigen Beitrag zur Bewältigung des demografischen Wandels und zu mehr Teilhabe und Selbstbestimmung für behinderte Menschen“, sagte Sozialministerin Malu Dreyer heute in Mainz bei der Vorstellung einer Rahmenvereinbarung zum Vorhaben gemeinsam mit den Kommunalen Spitzenverbänden.(...)

lb.rlp.de | Land und Kommunen wollen Hilfen noch stärker am Bedarf der Menschen orientieren

2012-07-18

Wohnraum zur individuellen Betreuung


Wohnraum zur individuellen Betreuung  
Brigitte Mikesky: „Ambulant vor stationär sollte auch in dieser Region möglich sein“

Veröffentlicht: 18.07.2012
ESENS
Von KLAUS HÄNDEL

Ziel ist eine Betreuung, die dem berechtigten Wunsch nach Selbstständigkeit gerecht wird.
Suchen ein geeignetes Gebäude mit Wohnraum für sechs bis acht Personen mit Behinderungen zur individuellen Betreuung, v. l.: Ursula Moss, Brigitte Mikesky mit Tochter Jeanette und Birgitt Hedlefs.   © KLAUS HÄNDEL © KLAUS HÄNDEL
Suchen ein geeignetes Gebäude mit Wohnraum für sechs bis acht Personen mit Behinderungen zur individuellen Betreuung, v. l.: Ursula Moss, Brigitte Mikesky mit Tochter Jeanette und Birgitt Hedlefs. 

Im Harlingerland gibt es nur einen Anbieter von Wohnen für Menschen mit geistigen und anderen Formen von Behinderungen. „Das wollen wir ändern“, sagen Brigitte Mikesky und Ursula Moss in Esens. Als Hauptgründe nennen sie die Betreuungszeiten und die Kosten.
(..)
„Was in vielen Teilen Deutschlands längst kein Wunschdenken mehr ist, sollte auch in dieser Region möglich sein“, so Brigitte Mikesky. Bei der Umsetzung der von der Bundesregierung gewünschten Forderung „Ambulant vor Stationär“ und der UN-Behindertenkonvention soll jeder seinen Bedürfnissen und Wünschen entsprechend leben und individuell betreut werden.(..)
Wohnraum zur individuellen Betreuung

2012-04-06

GESUNDHEIT ADHOC -- Landesbeirat unterstützt Ausbau ambulanter Angebote

Landesbeirat unterstützt Ausbau ambulanter Angebote
Mainz  -  Der rheinland-pfälzische Landesbeirat zur Teilhabe behinderter Menschen und der Landesbeauftragte für die Belange behinderter Menschen, Ottmar Miles-Paul, unterstützen den vom rheinland-pfälzischen Landtag verabschiedeten Entschließungsantrag zum Ausbau ambulanter Angebote für Menschen mit Behinderungen und Pflegebedürftigkeit. Vor allem begrüßt das Gremium den Willen des Parlamentes, dass der Ausbau weiterer stationärer Angebote verhindert werden soll.GESUNDHEIT ADHOC -- Landesbeirat unterstützt Ausbau ambulanter Angebote

2011-12-10

GND-Test hilft Betroffenenund Angehörigen, sich auf die Pflegesituation vorzubereiten | Kostenlose Pressemitteilungen veröffentlichen

GND-Test hilft Betroffenenund Angehörigen, sich auf die Pflegesituation vorzubereiten

Kann und soll jeder pflegen?
Bonn, 9. Dezember 2012. “Ambulant vor stationär” ist einer der Eckpunkte aus dem Papier des Bundes- Gesundheitsministers Daniel Bahr zur Umsetzung der Pflegereform. Der Grund für den Schwerpunkt auf ambulanter Pflege in Deutschland ist klar: Durch die alternde Bevölkerung und die steigende Zahl der Pflegebedürftigen steigen auch die Kosten. Nicht geklärt ist, wie die Familien und Pflegenden Angehörigen diese Aufgaben in Zukunft meistern sollen.
Der GND e.V. - Generationen Netzwerk für Deutschland - bietet einen Online-Text https://www.gndev.de/pflegetest , damit sich die Menschen überhaupt klar werden, was Pflege zu Hause bedeutet und wie sie sich auf diese Situation vorbereiten können. “Wichtig ist, dass die Angehörigen wissen, was auf sie zukommt”, sagt GND-Vorstand Claudia Rutt, “damit sie dieser verantwortungsvollen und belastenden Aufgabe gewachsen sind.”
Gesundheitsminister Bahr sagte in einem Interview, er wolle die richtigen Strukturen schaffen, um Pflegende Angehörige stärker zu unterstützen. Aber was sind die richtigen Strukturen?
Das Familienpflegezeitgesetz, das ab 1. Januar 2012 in Kraft tritt, soll ein wichtiger Eckpunkt sein - die Umsetzung erfolgt aber nur halbherzig. Denn der Arbeitnehmer hat keinen gesetzlichen Anspruch auf die Familienpflegezeit, sondern ist abhängig vom guten Willen des Arbeitgebers. Zudem dauert die Pflegezeit im Schnitt fünf bis acht Jahre - die Familienpflegezeit deckt aber nur zwei Jahre ab. Was passiert danach?
Um die Situation der häuslichen Pflege realistisch einschätzen zu können, brauchen Pflegende Angehörige schon lange vor der Übernahme der Pflege Unterstützung. Sie sollten selbst prüfen, ob sie bereit und in der Lage sind, diese verantwortungsvolle und auch belastende Aufgabe mit all ihren begleitenden Umständen zu übernehmen. Nur wer gut vorbereitet ist, kann später die vielfach kritischen Situationen in der häuslichen Pflege gut meistern.
Angehörige müssen physische und psychische Kraft und Ausdauer in ausreichendem Maß besitzen, um dauerhaft gut pflegen zu können und selbst keine gesundheitlichen Schäden davonzutragen. Zudem müssen die Rahmenbedingungen wie für die Pflege geeignete Räumlichkeiten, finanzielle Absicherung und Unterstützung durch weitere Angehörige, Freunde oder professionelle Hilfen stimmen.
Im Eckpunkte-Papier für die Pflegereform sind für Pflegende Angehörige lediglich die Möglichkeiten einer Auszeit aus der Pflege, bessere Möglichkeiten zur Rehabilitation, eine rentenrechtliche Berücksichtigung sowie die Förderung von Selbsthilfegruppen für Angehörige vorgesehen. “Anhand des GND-Tests kann man erkennen, dass das bei weitem nicht reicht und dass die Betroffenen viel mehr klären müssen, ehe sie sich auf die Pflege zu Hause einlassen können”, sagt Claudia Rutt.
Der GND-Test hilft Betroffenen bei der Klärung all dieser Themen:

GND-Test hilft Betroffenenund Angehörigen, sich auf die Pflegesituation vorzubereiten | Kostenlose Pressemitteilungen veröffentlichen

2011-11-23

Lebensqualität erhalten - erste Erfolge durch individuelles Fallmanagement

Lebensqualität erhalten - erste Erfolge durch individuelles Fallmanagement

Zwischenbilanz des Projekts Steuerung in der Hilfe zur Pflege

22.11.2011 - 13:27 - 
Ambulant vor stationär: Dieses Konzept verfolgt die Region Hannover mit einem Bündel von Maßnahmen. Dazu gehört, passgenaue Hilfen für Pflegebedürftige zu entwickeln. Deshalb sucht seit Anfang des Jahres eine so genannte Fallmanagerin zusammen mit Hilfesuchenden, Angehörigen und Betreuern nach individuellen Lösungen - mit dem Ziel, dass Pflegebedürftige so lange wie möglich in ihren eigenen vier Wänden leben können. Auf der 16. Pflegekonferenz der Region Hannover am 22. November wurden erste Erfahrungen des s präsentiert.
Seit dem 1. Februar 2011 läuft die Testphase in ausgewählten Stadtteilen Hannovers sowie im Südwesten der Region Hannover, genauer: in den Kommunen , , Ronnenberg, und Springe. Bis Oktober wurden monatlich zwölf Menschen durch die Fallmanagerin der Region Hannover beraten, insgesamt elf konnten aus einer Klinik oder zurück in die eigene Häuslichkeit gesteuert werden. Anfang Oktober wurde das Testgebiet auf die gesamte Landeshauptstadt ausgedehnt. Allein innerhalb eines Monats sind 39 Menschen neu in das Fallmanagement einbezogen worden, acht von ihnen werden nun ambulant zu Hause statt stationär gepflegt. (...)

Das individuelle Verfahren bringt persönliche Vorteile für die Pflegebedürftigen, erspart aber auch Kosten: Durchschnittlich rund 1.300 Euro pro Monat muss die Region Hannover als Sozialhilfeträgerin pro Pflegefall weniger als in einer stationären Pflege aufbringen. Vor allem vor dem Hintergrund des demographischen Wandels wird daher das Fallmanagement zunehmend wichtiger, sagte Sozialdezernent Erwin Jordan: "In den kommenden Jahren nimmt die Zahl der Pflegebedürftigen zwangsläufig weiter zu, während traditionelle häusliche Strukturen aufbrechen und die finanzielle Leistungsfähigkeit älterer Menschen abnimmt. Mit dem Fallmanagement wollen wir uns als öffentliche Hand die erhalten und Lösungen jenseits des Pflegeheims anbieten. Die ersten Ergebnisse zeigen, dass wir dabei auf einem guten Weg sind."

Lebensqualität erhalten - erste Erfolge durch individuelles Fallmanagement | Kranken- und Altenpflege - Nachrichten

2011-11-05

Pflegereform muss wohnnahe Dienstleistungen stärker einbeziehen

Pflegereform muss wohnnahe Dienstleistungen stärker einbeziehen

„Auch bei der aktuellen Pflegereform muss der Grundsatz gelten: “Ambulant vor stationär„, erklärte Axel Gedaschko, Präsident des GdW Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen im Vorfeld der morgigen Beratungen des Koalitionsausschusses zur Pflegereform. “Wir werden den Staat und insbesondere die Pflegekassen massiv überfordern, wenn wir den Menschen nicht das gewährleisten können, was sie wollen, nämlich länger als bisher in den eigenen vier Wänden zu leben. Die Alternative, die teure Heimunterbringung, kann sich unsere Gesellschaft schlichtweg nicht leisten" so der GdW-Präsident. Schon heute sind rund 20 Prozent der Bevölkerung in Deutschland sind 65 Jahre und älter. Das entspricht 16 Millionen Menschen. Etwa 3,7 Millionen davon sind mindestens 80 Jahre alt. Bis zum Jahr 2050 dürfte sich die Zahl der über 80-Jährigen auf gut zehn Millionen Menschen fast verdreifachen. (..)

Der GdW fordert die Bundesregierung angesichts des wachsenden Bedarfs an altersgerechten Wohnungen auf, die erforderlichen Bundesmittel für das KfW-Förderprogramm „Altersgerecht Umbauen“ auch in Zukunft bereitzustellen. Derzeit sind im Bundeshaushalt keinerlei Mittel mehr dafür vorgesehen. Darüber hinaus seien aber weitere Maßnahmen notwendig, um den Menschen das Leben in den eigenen vier Wänden auch im Alter angemessen zu ermöglichen, so Gedaschko. So sollten im Rahmen der Pflegereform gerade auch für Selbstnutzer mobilitätsfördernde Umbauten beim Gebäude- und Wohnungszugang und Barrierereduzierungen innerhalb der Wohnungen, aber auch technische Assistenzsysteme in der Wohnung sowie telemedizinische Anwendungen über die Pflegekassen förderfähig gemacht werden. Derzeit sei dies überwiegend auf Einzelmaßnahmen wie Einbauten für Toilette/Bad, Lifte, spezielle Kommunikationsanlagen und Notrufsysteme beschränkt. „Allerdings ist dafür Sorge zu tragen, dass alle Maßnahmen in ein stimmiges Gesamtpaket von Kranken- und Pflegeversicherung sowie Solidar- und Individualfinanzierung passen“, betonte Axel Gedaschko.
Pflegereform muss wohnnahe Dienstleistungen stärker einbeziehen

2011-10-31

Hilfe: Wichtige Anlaufstelle für psychisch Kranke - Nachrichten Neuburg - Augsburger Allgemeine

Wichtige Anlaufstelle für psychisch Kranke

30 Jahre Sozialpsychiatrischer Dienst der Caritas in Ingolstadt
Im „Depressionsraum“ wurden bei einer Ausstellung anlässlich des Jubiläums durch dunkle enge Gänge, ein trostloses Inventar und deprimierende Gedankenspiralen, über Kopfhörer die Symptome einer Depression erlebbar gemacht.
Foto: Foto: Caritas
Ingolstadt Die Beratungsstelle für psychische Gesundheit der Caritas in Ingolstadt feiert dieses Jahr ihr 30-jähriges Bestehen. Ausgangspunkt für die Errichtung dieses Sozialpsychiatrischen Dienstes war die Psychiatriereform in den Siebzigerjahren.
Seinerzeit hatte eine Psychiatrie-Enquête-Kommission die Bedingungen in stationären Einrichtungen für psychisch kranke und behinderte Menschen kritisiert und gefordert, dass seelisch kranke Menschen prinzipiell genauso optimale Hilfe erfahren müssten, wie körperlich Kranke.

Hilfe: Wichtige Anlaufstelle für psychisch Kranke - Nachrichten Neuburg - Augsburger Allgemeine


 

Psychiatrie„reform“ auf Abwegen

Dienstag, 27. Januar 2009
Daran nehmen wir Anstoß:
Die Psychiatriereform der 1970er- und 1980er-Jahre bedeutete einen Quantensprung für die Qualität psychiatrischer Behandlung und Versorgung. Die Lebensqualität, besonders der so genannten chronisch Kranken, verbesserte sich erheblich. Respekt vor den Pionieren und ihren Leistungen damals! Aber jetzt sind wir eine Generation weiter, und die Reformanstrengungen lassen nach. Die Reform muss aber fortgesetzt werden, denn die Lösungen von gestern sind die Herausforderungen der Gegenwart. Psychiatriereform ist heute vielleicht weniger spektakulär als damals, aber genauso notwendig!
Hintergrund:
Anfang der 1970er-Jahre wurde, auch in Deutschland, kritisiert, was für die überwiegende Anzahl psychisch erkrankter Menschen Versorgungsnormalität war: Landeskliniken mit riesigen Einzugsgebieten, monströse Anstalten in erbärmlichem Bauzustand, mit verkrustetem Management, demotiviertem Personal – kurz und schlecht, mit allen Symptomen der „totalen Institution“ (Erving Goffman). Es war gut und richtig, die Patientinnen und Patienten aus dieser Perspektivlosigkeit herauszuholen. Heute haben wir leistungsfähige, ausdifferenzierte gemeindepsychiatrische Netzwerke. Aber auch die haben ihre Tücken und sind teilweise schon etwas „in die Jahre gekommen“. Die rasante gesellschaftliche Entwicklung der letzten Jahre stellt zusätzlich neue Herausforderungen.
Beispiel:
Neben ungelösten alten Problemen wachsen neue nach:
■ Psychiatrie-Erfahrene beklagen die Isolation im „ambulanten Ghetto“;
■ schwer beeinträchtigte Menschen fallen aus dem psychiatrischen Hilfesystem heraus in die Obdachlosenhilfe;
■ ungebrochen ist der Boom der Heime – trotz der gesetzlichen Vorgabe „Ambulant vor stationär“;
■ ein spezieller „Markt“ hat sich für geschlossene Heimplätze gebildet – bei steigender Nachfrage ist mit einer Ausweitung der Plätze zu rechnen;
■ durch die Deckelung der Krankenhausbudgets mithilfe der Bundes- pflegesatz verordnung wird die Psychiatrie-Personalverordnung (PsychPV) ausgehebelt;
■ die zunehmende Spezialisierung klinischer Bereiche konterkariert integrative und milieutherapeutische Behandlungsansätze;
■ permanent im „Aufwind“ ist die forensische Psychiatrie, in die doppelt so viele Patienten abgeschoben werden wie noch vor zehn Jahren.(...)
Die DGSP fordert:
■ Das Schlagwort „Inklusion“ muss endlich mit Leben erfüllt werden:
Menschen nicht erst ausgrenzen, um sie dann mühsam wieder zu rehabilitieren. Inklusion muss psychisch kranken Menschen erlauben, ihr Anderssein, ihre Einzigartigkeit leben zu können, wo und wie sie möchten.

Psychiatrie„reform“ auf Abwegen

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