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2012-04-28

Ärgerliche Ämterspiele - mz-web.de

Quedlinburg

Ärgerliche Ämterspiele

VON DETLEF HORENBURG, 27.04.12, 15:53h, aktualisiert 27.04.12, 18:51h

QUEDLINBURG/MZ. Die Eltern vom Gesprächskreis "Eltern mit behinderten Kindern" in Quedlinburg sind aufgebracht: Sie sehen sich als Opfer der Kompetenzrangelei von Kreissozialamt und der Familienkasse, sprich Kindergeldkasse. Während Eltern von "normalen" Kindern, die keine Sozialleistungen erhalten, keinen Nachweis für die Verwendung von Kindergeld der Behörde bevorlegen müssen, wird dies von den Empfängern der Grundsicherungsleistungen verlangt.
Keine Almosen
"Das ist traurig, unsere Eltern wollen keine Almosen haben, sie wollen nur eine Gleichbehandlung wie Eltern mit nichtbehinderten Kindern", sagte Barbara Richter, Vorsitzende der Quedlinburger Lebenshilfe.
Doch der Reihe nach:
Ärgerliche Ämterspiele - mz-web.de

2012-02-24

Bolivien: Polizei prügelt Protestmarsch behinderter Menschen zusammen » Bolivien » latina press Nachrichten

24. Februar 2012 - 10:34h | Aktualisiert: 24. Februar 2012 - 10:49h

Bolivien: Polizei prügelt Protestmarsch behinderter Menschen zusammen

Behinderte mit Elektroschocks misshandelt

Im bolivianischen Regierungssitz La Paz ist ein Protestmarsch von Behinderten durch die Polizei brutal niedergeknüppelt worden. Behinderte in Rollstühlen wurden mit Elektroschocks gequält, geschlagen und mit Reizgas besprüht. In ihren Liedern forderten die Demonstranten von der Regierung eine gerechte Unterstützung und keine Almosen. Nach ihren Aussagen ist die Zulage für Gefangene höher, als für Behinderte.

Die Behinderten hatten zum Teil eine mehr als 100-tägige Reise von bis zu 1.400 Kilometern hinter sich. Auf der Plaza Murillo, dem Hauptplatz in La Paz, kam es zu einem fast zwei Stunden dauernden Aufeinandertreffen mit der Polizei. Nach Augenzeugenberichten und den auf sozialen Netzwerken veröffentlichen Fotos spielten sich grauenhafte Szenen ab.
Bolivien: Polizei prügelt Protestmarsch behinderter Menschen zusammen » Bolivien » latina press Nachrichten

2011-12-22

Statt Barmherzigkeit forderte sie Rechte für Behinderte - iPad - tagesanzeiger.ch

Statt Barmherzigkeit forderte sie Rechte für Behinderte

Von Von Res Strehle. Aktualisiert am 16.12.2011
 

Aiha Zemp, eine Pionierin der politischen Behindertenbewegung in der Schweiz, ist am vergangenen Mittwoch verstorben.
Als Behinderte noch Invalide genannt wurden und auf Almosen von Pro Infirmis und Hilflosengelder angewiesen waren, brach eine Gruppe mit den gängigen Tabus: zu versuchen sich möglichst der Normalität anzupassen, nicht aufzufallen und nicht aufzumucken. Der Club nannte sich CeBeeF, Club der Behinderten und ihrer Freunde. Präsidentin war Aiha Zemp, ausgebildete Medienpädagogin. Die Zeitschrift, die man herausgab, hiess «Puls» und nannte sich «Druck-Sache aus der Behindertenbewegung». Der Bindestrich war wichtig, denn sie wollten Druck machen, damit etwas ging in der Schweiz. Damit sich Behinderte im öffentlichen Raum frei bewegen können. «Wir lassen uns nicht behindern», hiess das Motto.
Aiha Zemp hatte am eigenen Leib erfahren, was es bedeutet, behindert zu werden. Nicht dass sie, wie sie selber sagte, als «Laune der Natur» nur mit Arm- und Beinstümpfen geboren wurde, beschäftigte sie, sondern dass man sie früh in die Normalität gezwungen hatte. Es begann damit, dass sich der Pfarrer in Triengen geweigert hatte, das Kind zu taufen und man sie nicht, wie vorgesehen, nach der Mutter Gottes benannte, sondern nach der Göttin der Barmherzigkeit, Theresia. Dieser Name gefiel ihr nie, denn sie forderte Rechte, nicht Barmherzigkeit.
- iPad - tagesanzeiger.ch

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