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2012-02-16

Henning I. – Kinderprinz mit Down-Syndrom | RP ONLINE

Henning I. – Kinderprinz mit Down-Syndrom

zuletzt aktualisiert: 13.02.2012 - 02:30
Stolberg (dpa) Wenn Henning erzählt, sprudelt es aus ihm heraus. Worte geraten ins Stolpern. Egal, der Junge ist begeistert, und das muss raus. Fröhlich erklärt er die Orden, die er bisher bekommen hat. Stolz zeigt er jeden einzelnen, legt sie sorgsam auf den Wohnzimmertisch. Einen ganzen Berg mit Orden. Einer davon ist von ihm. Ein hübscher, lustiger Orden mit drei Clowns und einem Bild von Henning I., Kinderprinz von Stolberg-Vicht bei Aachen.
Der zwölfjährige Henning hat das Down-Syndrom, eine angeborene Chromosomenveränderung, die bei ihm zu geistigen und feinmotorischen Einschränkungen führt. Nach der Geburt mussten Wolfgang und Karin Evertz das erst mal verkraften. "Ich habe darüber nachgedacht, was er alles nicht können wird", sagt die Mutter. Jetzt sieht sie, was er alles kann: Fahrradfahren, das Schwimmabzeichen Seepferdchen hat er gemacht, zusammen mit den anderen Kindern ist er zur Kommunion gegangen. Und jetzt also Karnevalsprinz! "Upps. Geht doch. Er überrascht mich immer wieder", sagt die Mutter.
: Henning I. – Kinderprinz mit Down-Syndrom | RP ONLINE

2012-02-01

Er kann wieder zeigen, was er kann - Bremerhaven - Nordsee-Zeitung

Er kann wieder zeigen, was er kann


Bremerhaven. Tadeusz Georg Kuzniar mag nicht zu Hause sein. Zumindest nicht zu seiner gewohnten Arbeitszeit. „Dann laufe ich von einer Ecke in die andere“, sagt der 56-Jährige. Zwei Jahre lang während seiner Arbeitslosigkeit war das so. Jetzt ist das vorbei. Seit einem Monat hat der gelernte Dreher wieder Arbeit. Seine Behinderung, Folge einer Kinderlähmung, ist kein Hindernis. Von Yvonne Gotthardt

Wilfried Gassmann ist Geschäftsführer der Firma Rocon Seilverbindungen und weiß, dass engagierte Mitarbeiter angesichts des Facharbeitermangels nicht leicht zu finden sind. Die Leher Firma, die Klemmen produziert und weltweit vertreibt, suchte seit längerem eine Arbeitskraft für die Produktion. Dass der Bewerber schon die 50 überschritten hatte und auf Grund seiner Behinderung Einschränkungen mitbrachte, hinderte Gassmann nicht, ihn einzustellen. Im Gegenteil. „Jüngere Menschen haben häufig eine andere Arbeitsauffassung als Ältere“, sagt der Geschäftsführer . Er hat beobachtet, dass das Engagement und Wissen gestandener Arbeitskräfte junges Lebensalter häufig aufwiegt.(..)
Er kann wieder zeigen, was er kann - Bremerhaven - Nordsee-Zeitung

2011-09-14

SPD: Regierung kürzt Behinderten Hartz IV-Bezüge | SEK-News

SPD: Regierung kürzt Behinderten Hartz IV-Bezüge

 
Schwalm-Eder. “Frau von der Leyen fehlt jegliche Sachkenntnis. Sie hat keine Vorstellung welche Schwierigkeiten auf die Behinderten zu kommen, wenn man ihnen jetzt den normalen Regelsatz verweigert beziehungsweise kürzt”, erklärt der Sprecher von „Selbst Aktiv“ Schwalm-Eder, Ralf Wenzel (Fritzlar). Das SPD-Netzwerk sei empört über solche Änderungen gerade gegen die Schwächsten der Schwachen. Dies entspriche nicht den UN-Menschrechtskonventionen für Menschen mit Behinderungen.
Behinderte benötigten schon in der Schule andere Utensilien als Gesunde. Kleidung oder orthopädische Schuhe und andere Hilfsmittel schlügen mit eigenen Beteiligungen zu Buche. Im Freizeitbereich benötigten viele Behinderte ein spezielles Fahrrad (Dreirad). Dies würde nicht von Krankenkassen übernommen, geschweige denn gebe es einen Zuschuss nach SGB II. “Wenn der Regelsatz nun um 73 Euro gekürzt wird, ist Freizeit, Kultur und persönliche Teilhabe nur noch Makulatur. Geschweige denn sind Mitgliedschaften in Vereinen, Parteien oder anderen Organisationen möglich”, heißt es in einer Pressemitteilung.
Behinderte Menschen benötigten die Hilfe der Eltern oder anderer Personen, viele seien nicht in der Lage, eigenen Haushalt zubewältigen. Aus diesem Grund vertrete das SPD-Netzwerk “Selbst Aktiv“ die Forderung, dass nur Behinderte selbst ihre Belange vertreten könnten, getreu dem Motto „Nichts über uns ohne uns“. Außerdem unterstütze Ralf Wenzel die Forderung des Deutschen Städtetages nach einem eigenen Leistungsgesetz des Bundes für Menschen mit Behinderungen.
Ralf Wenzel: „Uns würde die konsequente Einhaltung und Anwendung der UN-Menschenrechtskonvention behinderter Menschen sowie der geltenden Gesetzte (SGB IX) erst einmal reichen, bis ein solches Gesetz in Kraft tritt. Leider ist dies aber mit einer schwarz/gelben Regierung nicht zu diskutieren“. Es werde immer deutlicher, das nicht die Behinderten das Problem seien, sondern die Gesellschaft. „Dass der Ministerin jegliche Kompetenz fehlt, hat Sie wieder einmal eindrucksvoll bewiesen“. (red)

SPD: Regierung kürzt Behinderten Hartz IV-Bezüge | SEK-News
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