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2014-02-10

FORUM MENSCHENRECHTE fordert umfassendes Konzept zum Umgang mit besonders schutzbedürftigen Flüchtlingen - Forum Menschenrechte e.V.

[Februar 2014]

FORUM MENSCHENRECHTE fordert umfassendes Konzept zum Umgang mit besonders schutzbedürftigen Flüchtlingen

 

Das FORUM MENSCHENRECHTE fordert
ein umfassendes Konzept für Rehabilitation und Versorgungsstrukturen,
das seelisch kranken, traumatisierten Menschen, Überlebenden von Folter
und schweren Menschenrechtsverletzungen gerecht wird.

Auf die spezielle Situation von besonders schutzbedürftigen
Flüchtlingen - wie Opfer von sexueller Gewalt, Folteropfer und
Betroffenen von Menschenhandel - muss im Asylverfahren Rücksicht
genommen werden. Dies setzt zunächst voraus, dass die Verfahren so
gestaltet sind, dass die besondere Schutzbedürftigkeit überhaupt erkannt
wird. Erst so können die Verfahren ihrer Situation angepasst, besondere
Bedürfnisse bei den Aufnahmebedingungen sowie z.B. ein Therapiebedarf
ermittelt und die nötige spezialisierte Betreuung und Behandlung
eingeleitet werden.


Das EU-Asylrecht hat stärker als bisher das deutsche Asylrecht die
speziellen Bedürfnisse dieser Gruppe anerkannt und macht Vorgaben, die
in Deutschland umzusetzen sind. Zugleich verpflichtet das Völkerrecht -
insbesondere das UN-Antifolterabkommen1 - zu einem besonderen Schutz von
Folteropfern. Zur Überwachung der Verpflichtungen aus dem
Antifolterabkommen haben die Vereinten Nationen einen Ausschuss
eingesetzt, der den Staaten Empfehlungen ausspricht, um ihren
Verpflichtungen aus dem Abkommen nachzukommen. Bezogen auf Deutschland
hat der Ausschuss wichtige Empfehlungen ausgesprochen, wie die Situation
von Flüchtlingen, die Opfer von Folter geworden sind, verbessert werden
kann.


Das FORUM MENSCHENRECHTE fordert die Bundesregierung auf, sowohl das
EU-Recht als auch die auf Völkerrecht basierenden Empfehlungen
umzusetzen, um die Situation der besonders schutzbedürftigen Flüchtlinge
zu verbessern...

Die vollständige Stellungnahme hier als PDF 


Forum Menschenrechte e.V.

2013-07-23

Demografischer Wandel: Rekord: 1,1 Millionen Arbeitnehmer brauchen Reha - News - FOCUS Online - Nachrichten

Demografischer Wandel 

Rekord: 1,1 Millionen Arbeitnehmer brauchen Reha

Dienstag, 23.07.2013, 08:29

Die Zahl der Arbeitnehmer, die eine Reha in Anspruch nehmen, steigt. 2012 wurden 1,1 Millionen Beschäftigte behandelt – 25 Prozent mehr als 2005. Auf die Rentenversicherung kommen dabei hohe Kosten zu – dennoch ist es für sie eine gute Investition.
Demografischer Wandel: Rekord: 1,1 Millionen Arbeitnehmer brauchen Reha - News - FOCUS Online - Nachrichten

2013-06-28

Deutscher Bundestag: Die Beschlüsse des Bundestages am 27. Juni

Wahlrecht von Menschen mit Behinderungen: Bei Enthaltung der SPD und gegen das Votum von Linksfraktion und Grünen hat der Bundestag am 27. Juni einen Gesetzentwurf der Grünen zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention im Wahlrecht (17/12068) abgelehnt. Keine Mehrheit fand gegen das Votum der Opposition auch ein Antrag der SPD (17/12380), das Wahlrecht von Menschen mit Behinderungen und Analphabeten zu verbessern. SPD und Grüne halten es für unvereinbar mit der Behindertenrechtskonvention, dass in Deutschland Menschen, für die ein rechtlicher Betreuer bestellt ist, sowie Menschen, die eine Straftat im Zustand der Schuldunfähigkeit begangen haben und die in einem psychiatrischen Krankenhaus untergebracht sind, vom Wahlrecht ausgeschlossen sind. Daher sollten diese gesetzlichen Ausschlusstatbestände gestrichen werden. Die SPD wollte zudem Menschen mit Lese- und Schreibschwäche den Zugang zu Wahlen durch eine Neugestaltung der Stimmzettel vereinfachen. Der Bundestag folgte einer Empfehlung des Innenausschusses (17/13809).

Reha-Leistungen in der gesetzlichen RentenversicherungBei Enthaltung der SPD und gegen die Stimmen von Linksfraktion und Grünen hat der Bundestag am 27. Juni einen Antrag der Linksfraktion (17/6914) auf Empfehlung des Ausschusses für Arbeit und Soziales (17/8446) abgelehnt, die Deckelung de Reha-Leistungen in der gesetzlichen Rentenversicherung aufzuheben und die Leistungen zur Teilhabe am Bedarf der Betroffenen auszurichten.

Recht auf inklusive Bildung: Das Plenum des Bundestages hat mit der Mehrheit von CDU/CSU und FDP am 27. Juni einen Antrag der Sozialdemokraten abgelehnt, Kreise, Städte und Gemeinden zu unterstützen, Netzwerke und Rahmenbedingungen für die inklusive Bildung vor Ort zu stärken (17/10117). Ebenfalls keine Mehrheit erlangte ein Antrag der Linksfraktion, der in einem 19-Punkte-Plan die Aufhebung des Kooperationsverbot im Bildungsbereich zwischen Bund und Ländern forderte, um in Zusammenarbeit mit Ländern und Kommunen Bildungseinrichtungen barrierefrei umzubauen und auszustatten (17/11143). Abgelehnt wurde auch ein Antrag der Grünen, der eine bessere Teilhabe behinderter Menschen im Bildungsbereich einforderte (17/11163). Das Plenum folgte bei den Abstimmungen einer Beschlussempfehlung des Ausschusses für Bildung, Forschung und Technikfolgenabschätzung (17/14100).

 Psychische Belastungen in der Arbeitswelt: Der Bundestag stimmte mit der Mehrheit von CDU/CSU und FDP gegen die Stimmen von SPD, Die Linke und Grüne am 27. Juni dafür, dass die Bundesregierung bei Unternehmen, Verwaltungen und Belegschaften für mehr betriebliche Gesundheitsförderung werben soll (17/13088). Zudem müssten Krankheiten wie Depressionen enttabuisiert werden und der Zusammenhang zwischen Arbeitsbedingungen sowie psychischen Erkrankungen besser erforscht und die Vereinbarkeit von Familienleben und Beruf erleichtert werden. Abgelehnt wurden hingegen jeweils ein Antrag der SPD und der Fraktion Die Linke, die forderten, psychische Belastungen in der Arbeitswelt zu reduzieren (17/12818, 17/11042) sowie ein Antrag der Grünen, der das Alters- und alternsgerechte Arbeiten einforderte (17/10867). Den Abstimmungen lag eine Beschlussempfehlung (17/13851) des Ausschusses für Arbeit und Soziales zugrunde.

 Korruption im Gesundheitswesen: Bei Enthaltung der Linken und gegen die Stimmen von SPD und Grünen wies das Parlament am 27. Juni auf Empfehlung des Gesundheitsausschusses (17/14184) einen Antrag der SPD (17/12213) zurück, Korruption im Gesundheitswesen generell unter Strafe zu stellen. Bei Enthaltung der Grünen und gegen die Stimmen der Linksfraktion lehnte der Bundestag einen Antrag der Linken (17/12451) ab, korruptives Verhalten von Leistungserbringern im Gesundheitswesen zu ahnden. Bei Enthaltung der SPD und gegen das Votum von Linksfraktion und Grünen fand ein Antrag von Bündnis 90/Die Grünen (17/12693) keine Mehrheit, Bestechlichkeit und Bestechung im Gesundheitswesen unter Strafe zu stellen. In beiden Fällen folgte das Parlament einer Empfehlung des Gesundheitsausschusses (17/14158).

mehr:
Deutscher Bundestag: Die Beschlüsse des Bundestages am 27. Juni

2012-10-01

Arbeitsmarkt: Langzeitarbeitslose kriegen seltener Reha - Nachrichten Wirtschaft - DIE WELT

30.09.12

Arbeitsmarkt

Langzeitarbeitslose kriegen seltener Reha

Langzeitarbeitslose mit gesundheitlichen Problemen erhalten laut dem DGB viel seltener als Kurzzeitarbeitslose eine angemessene berufliche Reha-Maßnahme. Der Förderbedarf werde oft nicht erkannt.

Arbeitsmarkt: Langzeitarbeitslose kriegen seltener Reha - Nachrichten Wirtschaft - DIE WELT

2012-09-28

Daheim statt Heim e.V. / Bundesregierung legt Gesetzentwurf zur Erweiterung des Assistenzpflegebedarfs vor

Bundesregierung legt Gesetzentwurf zur Erweiterung des Assistenzpflegebedarfs vor
Berlin: 27.09.2012 Die Möglichkeit für pflegebedürftige Behinderte, im Krankenhaus eine Assistenzpflege in Anspruch nehmen zu können, soll auf stationäre Vorsorge- und Rehabilitationseinrichtungen ausgeweitet werden. Dies sieht ein Gesetzentwurf (Drucksache 17/10747) der Bundesregierung vor, der am Donnerstag zu später Stunde auf der Tagesordnung des Deutschen Bundestages stand.(...)
Daheim statt Heim e.V. / Bundesregierung legt Gesetzentwurf zur Erweiterung des Assistenzpflegebedarfs vor

2012-09-16

Deutscher Reha-Tag: Zu wenige kennen den Weg in die Reha -- kobinet


16.09.2012 - 07:01

Deutscher Reha-Tag: 

Zu wenige kennen den Weg in die Reha.

Dortmund (kobinet) Rund 200 Kliniken und Einrichtungen der Rehabilitation wollen am diesjährigen 9. Deutschen Reha-Tag am 22. September bei Aktionen und Tagen der offenen Tür bundesweit über ihre Angebote informieren. Wie das Organisationsbüro in Dortmund mitteilte, wissen noch immer viel zu wenige Betroffene, Mediziner und Unternehmen, wie sinnvoll Leistungen zur Rehabilitation sind und auf welchen Wegen sie zu bekommen sind. Deutscher Reha-Tag: Zu wenige kennen den Weg in die Reha -- kobinet

2012-09-01

Deutsches Ärzteblatt: DIMDI fordert mehr Rehabilitations­programme für demente Patienten


Ärzteschaft

DIMDI fordert mehr Rehabilitations­programme für demente Patienten

Freitag, 31. August 2012

Köln – Das Deutsche Institut für Medizinische Dokumentation und Information (DIMDI) fordert, den Grundsatz „Rehabilitation vor Pflege“ bei dementen Patienten konsequent umzusetzen und geriatrische Rehabilitationsprogramme gezielt auch auf diese Klientel anzupassen. Derzeit erhalten dem DIMDI zufolge geriatrische Patienten mit der Nebendiagnose Demenz oft keine Rehabilitation, obwohl dies eine Pflichtleistung der gesetzlichen Krankenkasse sei.
Im Auftrag des DIMDI hatten Wissenschaftler herausgefunden, dass demenzkranke Patienten zwar langsamer und geringer von geriatrischen Rehabilitationsmaßnahmen profitieren, sich ihr Nutzen aber auch für diese Gruppe deutlich belegen lasse:
Deutsches Ärzteblatt: DIMDI fordert mehr Rehabilitations­programme für demente Patienten

2012-04-21

Der lange Kampf gegen Goliath | DerWesten

Psychiatrie-Prozess

Der lange Kampf gegen Goliath

19.04.2012 | 21:51 Uhr
Der lange Kampf gegen Goliath
Tanja Afflerbach bei einem Urlaub im vergangenen Jahr.
Siegen/Hilchenbach.Sie habe das Leben einer ­Verrückten führen müssen, ohne es zu sein, sagt Tanja Afflerbach. Fast acht Jahre hat die 42-jährige Siegerländerin, die sich als Psychiatrie-Opfer sieht, auf Rehabilitation vor dem Landgericht Siegen gehofft. Vergeblich. Gestern wurde ihre Klage wegen einer angeblichen ärztlichen Fehlbehandlung abgewiesen.
Der lange Kampf gegen Goliath | DerWesten





  4 | 2 | 2010
Eine einzige Diagnose wurde Tanja Afflerbach zum Verhängnis. Jahrelang wurde sie von Ärzten falsch behandelt und mit Psychopharmaka vollgestopft. Jetzt kämpft sie um Entschädigung. Von Annika Joeres
Prozess gegen Psychiater 
Für verrückt erklärt

2012-02-27

Am Reha-Deckel scheiden sich die Geister

Ärzte Zeitung, 27.02.2012

Am Reha-Deckel scheiden sich die Geister

Immer weniger Reha-Anträge werden bewilligt. Trotzdem reicht das Geld nicht aus. Die SPD will nun den Budgetdeckel öffnen. Die schwarze-gelbe Koalition ist sich uneins.
Von Florian Staeck
SPD will den Budget-Deckel für Reha lüften
Arbeiter im BMW-Werk: Das Gros der Reha-Kosten entfällt auf Ältere.
© dpa
BERLIN. Die SPD-Bundestagsfraktion hat einen Gesetzesantrag vorgelegt, der das Ziel hat, den sogenannten "Reha-Deckel" zu lupfen.
Allein 2005 bis 2010 hat die Zahl der bewilligten medizinischen Rehabilitationen um 21 Prozent und die Bewilligungen für berufliche Reha um 30 Prozent zugenommen. Doch seit 1997 wächst das Budget für medizinische Reha in der Rentenversicherung nur in dem Maße, wie sich die Bruttolohngehälter je Arbeitnehmer entwickeln.
Das will die SPD ändern und greift dazu einen Vorschlag der Deutschen Rentenversicherung Bund auf. Danach soll die Anpassungsformel für das Reha-Budget um zwei Faktoren zusätzlich zur Bruttolohnentwicklung ergänzt werden.

Am Reha-Deckel scheiden sich die Geister

2012-01-31

Alltag lernen - Trainingswohnhaus für Menschen mit Hirnschäden -- kobinet

31.01.2012 - 18:41

Alltag lernen - Trainingswohnhaus für Menschen mit Hirnschäden.

Berlin (kobinet) Deutschlandradio Kultur hat gestern in einer Reportage über das Trainingswohnhaus in Berlin berichtet, wo Menschen mit Hirnschäden wieder den Alltag lernen. Autorin Anna Corves begleitete Juliane Kiesling.

Die 27-Jährige zeigte, wie sie in ihrer Wohnung schon gut zurechtkommt. Dann manövrierte sie mit dem Rollstuhl durch das modern eingerichtete Haus. Die Fürst Donnersmarck-Stiftung hat heute auf ihrer Webseite die Reportage auch als Audiobericht online gestellt. Juliane Kiesling will noch in diesem Sommer in eine eigene Wohnung ziehen und Sozialpädagogik studieren. sch

Alltag lernen - Trainingswohnhaus für Menschen mit Hirnschäden -- kobinet

2011-12-22

„Glücksfall“ Reha-Kursus stürzt Familie in Existenznot • Lauenburg • Lokales • LN-Online

vom 22.12.2011 00:00


„Glücksfall“ Reha-Kursus stürzt Familie in Existenznot
Ratzeburg/Mölln – Weil der behinderte Sohn am Vorbereitungslehrgang der Berufsförderung teilnimmt, hat er keinen Anspruch auf Leistungen nach dem SGB II mehr. Mutter ist verzweifelt.

„Man kann einem doch nicht von heut’ auf morgen die Existenz entziehen. Es ist eine Schande.“ Karin B. (Name von der Redaktion geändert) ist eine resolute Frau, die klare Worte nicht scheut. Zugleich gehört die Frau aus dem Lauenburgischen zu den Menschen, deren Schicksal einen Außenstehenden betroffen und ratlos zurücklassen kann.
Die alleinerziehende Mutter, die mit Behinderungen leben muss und schwer erkrankt ist, kümmert sich um ihren ebenfalls auf Hilfe angewiesenen Sohn. Weil der junge Mann die Chance bekommen hat, sich mit einer Weiterbildung auf eine Lehre vorzubereiten, steht die Familie plötzlich vor dem Nichts.

„Glücksfall“ Reha-Kursus stürzt Familie in Existenznot • Lauenburg • Lokales • LN-Online

2011-12-18

Zur Geschichte der Behindertenbewegung


Jungle World Nr. 50, 15. Dezember 2011

Endlich undankbar

Vor 30 Jahren legte das Krüppeltribunal in Dortmund die Grundlagen der Behindertenbewegung.
von Rebecca Maskos
Es ist laut, die Luft ist warm und stickig. Rund 400 Menschen sitzen im Saal der Schalom-Gemeinde in Dortmund-Scharnhorst. Viele von ihnen in Rollstühlen, an einigen Stühlen lehnen Krücken und Blindenstöcke. Mittendrin Uwe Frevert aus München, 24 Jahre alt, Rollstuhlfahrer. Die Atmosphäre im Saal begeistert ihn. Empörung liegt in der Luft, Aufbruchstimmung. Immer wieder stehen Leute auf, rufen dazwischen. »Ja genau, so ist es! Aber bei uns im Heim ist es noch viel schlimmer!« Auf der Bühne sitzen junge Menschen mit langen Haaren, bunter Kleidung und Bärten, mit Behinderungen und ohne. Hinter ihnen Poster und Transparente. »Endstation Werkstatt« steht auf ihnen, oder »Rehabilitation spart Rente und Sozialhilfe«. Über allem hängt ein großes Plakat: »Krüppeltribunal 1981«. (...)
jungle-world.com - Archiv - 50/2011 - Inland - Zur Geschichte der Behindertenbewegung

2011-12-02

Hoteliers stören sich an Reha-Patienten - Stadt Bad Tölz - Bad Tölz - Lokales - merkur-online

Hoteliers stören sich an Reha-Patienten

01.12.11|Stadt Bad Tölz
Bad Tölz - Behinderte und kranke Menschen werden immer noch diskriminiert: Hoteliers aus Bad Tölz klagten gegen ein Reha-Zentrum - weil sich ihre Gäste angeblich gestört fühlen.

Etwa 25 Meter Luftlinie trennen das Hirn-Reha-Zentrum (rechts) von dem Hotel. foto: pröhl
Rainer K. (Name geändert) ist Manager bei Siemens, als ein Autounfall sein Leben brutal verändert. Sein Gehirn wird verletzt, er kann kaum mehr sprechen, ist halbseitig gelähmt. Er sucht Hilfe im Neurokom Isarwinkel, ein Hirn-Reha-Zentrum in Bad Tölz. Dort wird er so behandelt, dass er jetzt wieder selbstständig leben kann, er arbeitet inzwischen sogar bei Neurokom.
Es sind Unfallopfer wie Rainer K., aber auch Schlaganfall-Patienten oder Menschen, die beinahe ertrunken wären, die in der Reha-Einrichtung im Tölzer Badeteil, das ist das ehemalige Kur-Viertel, zurück ins Leben finden sollen. Ihr Gehirn ist beschädigt, entsprechende Therapien können aber viel bewirken. Doch eine Hoteliersfamilie, deren Grundstück an das Reha-Zentrum für Hirnverletzte angrenzt, störte sich offenbar an den Rehabilitanden. Vater und Sohn klagten gegen die Baugenehmigung für die Nutzung des Grundstücks als Reha-Zentrum. Eine der Begründungen: Die Hotelgäste fühlten sich durch die Hirnverletzten gestört. „Manche unserer Gäste kümmern sich das ganze Jahr über um pflegebedürftige Angehörige“, erklärt Junior-Chef Thomas Eberl. In seinem Hotel bekämen sie die Möglichkeit, dem Alltag zu entfliehen. „Im Urlaub möchten sie nicht mit Leid und schweren Schicksalsschlägen konfrontiert sein.“ Gäste hätten sich über die Patienten von nebenan beschwert.
Für die Behindertenbeauftragte des Freistaats, Irmgard Badura, ist das „Wahnsinn und erschreckend“. Auch vor dem Hintergrund, dass morgen der Tag der Menschen mit Behinderung ist, sagte sie. Es gehe im Bereich Hotellerie und Gastronomie um Familienfreundlichkeit - „und dazu gehören Menschen mit unterschiedlichen Bedürfnissen“.
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2011-11-23

Gericht stärkt Inklusion - BDH Bundesverband Rehabilitation

Gericht stärkt Inklusion

21.11.2011

Kostenübernahme durch Bundesagentur könnte zum Meilenstein der Inklusionspolitik werden

Der BDH Bundesverband Rehabilitation begrüßt das Urteil des Oberverwaltungsgerichts Rheinland-Pfalz, das zugunsten eines Auszubildenden mit Behinderung entschied und die Kostenübernahme für einen ausbildungsrelevanten Gebärdensprachdolmetscher durch die Bundesagentur für Arbeit verkündete.

Kläger war das rheinland-pfälzische Landesamt für Soziales, Jugend und Versorgung (LSJV), das einem schwerbehinderten, gehörlosen Mann einen Gebärdendolmetscher im Rahmen der Ausbildung bewilligte und die Kostenübernahme in Höhe von 7.500 Euro durch die Bundesagentur für Arbeit verlangte und nun gerichtlich durchsetzte.

„Genau so stellen wir uns erfolgreiche Ausbildung von Menschen mit Handicap vor. Unbürokratisch und bedarfsgerecht – davon wird in wenigen Jahren der Arbeitsmarkt in Zeiten des Fachkräftemangels profitieren. Mit dieser Entscheidung gibt das Gericht die grundsätzliche Ausrichtung der Inklusionspolitik in Deutschland vor. Das Bewusstsein in den Köpfen der Menschen für die Probleme ihrer behinderten Mitbürger wird auf diese Weise gestärkt. Für uns als politische Interessenvertretung von Menschen mit Behinderung lebt eine erfolgreiche Inklusionspolitik von der Bereitschaft der Politik, und damit auch der gesamten Gesellschaft, alles Notwendige zu tun, behinderten Menschen ein selbstbestimmtes Leben zu garantieren, das im besten Falle in die wirtschaftliche Unabhängigkeit eines erfüllten Erwerbslebens führt“, so Ilse Müller, Bundesvorsitzende des Sozialverbandes.

Der BDH Bundesverband Rehabilitation ist als Träger der Medizinisch-beruflichen Rehabilitation in Vallendar (MBR) am Prozess der Weiterentwicklung beruflicher Rehabilitation behinderter Menschen in Deutschland maßgeblich betei
BDH Bundesverband Rehabilitation - Gericht stärkt Inklusion

2011-10-19

Psychisch Kranke fragen Reha zu wenig nach

Ärzte Zeitung, 19.10.2011

 

Psychisch Kranke fragen Reha zu wenig nach

Die Rehabilitation psychisch Kranker kann den Drehtür-Effekt vermeiden. Aber nur wenige Betroffene kennen das Angebot.
HAMBURG (di). Reha nach Psychiatrie: Das nehmen noch immer zu wenige Menschen in Anspruch, weil das Angebot nicht bekannt ist. Dabei hilft die Reha beim Wiedereinstieg in den Beruf.
Mindestens jeder zweite Psychiatriepatient könnte von einer anschließenden Reha profitieren, meint Michael Bräuning-Edelmann, erster Vorsitzender der Bundesarbeitsgemeinschaft zur Rehabilitation psychisch kranker Menschen (RPK). Auf einer RPK-Fachtagung in Hamburg riet er Betroffenen und Angehörigen, Ärzte gezielt nach RPKs zu fragen.

Bundesweit über 50 unabhängige RPK-Einrichtungen

Die Bundesarbeitsgemeinschaft geht von einem höheren Bedarf aus als bisher nachgefragt wird. Nach ihrer Beobachtung liegt dies an "zögernden Krankenkassen und Rentenversicherern".
Der RPK-Verbund verwies auf die mit ihrer Arbeit verknüpften Einsparungen: "Die hohen Kosten für Frühberentung und oft wiederkehrende Akutklinik-Aufenthalte mit Kosten von 400 Euro pro Tag, die sogenannte "Drehtür-Psychiatrie", werden damit vermieden."

Psychisch Kranke fragen Reha zu wenig nach

2011-10-04

Der lange Weg zurück ins Leben - Stormarn - Region - Hamburger Abendblatt

Der lange Weg zurück ins Leben


Im Juni erlitt der Landtagsabgeordnete Mark-Oliver Potzahr einen Schlaganfall. Nun will er seinen Alltag bewältigen
Bad Bevensen. Das Lächeln fällt ihm noch immer schwer. Seit seinem Schlaganfall vor mehr als drei Monaten ist sein Körper nicht mehr der, den er sein bisheriges Leben lang kannte und kontrollierte. Wenn der CDU-Landtagsabgeordnete Mark-Oliver Potzahr heute ein wenig frische Luft schnappen will, ist es für ihn schon fast ein kleiner Ausflug, bei dem es Zeit mitzubringen gilt. Vor dem Aufzug in der DianaKlinik in Bad Bevensen hat sich eine lange Schlange gebildet. Rollstuhl an Rollstuhl stehen die Patienten vor der Fahrstuhltür, die sich nur alle paar Minuten öffnet, damit wieder einer von ihnen die zwei Stockwerke ins Erdgeschoss fahren kann- dorthin, wo im Innenhof der kleine Teich mit den Seerosen und schnatternden Enten liegt, und das Besucher-Café mit seinen beschirmten Tischchen den Reha-Patienten ein wenig Abwechslung im Krankenhausalltag verspricht.
"Ich mache drei Kreuze, wenn ich endlich wieder nach Hause darf", sagt Mark-Oliver Potzahr und blickt nachdenklich auf die dunkle Wasseroberfläche.
Der lange Weg zurück ins Leben - Stormarn - Region - Hamburger Abendblatt

Rehabilitation: Mühevoller Kampf um Hilfen für immer mehr Betroffene

Rehabilitation: Mühevoller Kampf um Hilfen für immer mehr Betroffene

4. Oktober 2011 | Von rah

"Nach einem Schlaganfall ist alles anders", brachte es die Vorsitzende des "BDH Bundesverbandes Rehabilitation", Ilse Müller, auf den Punkt. Damit war sie mitten im Thema der Tagung des Landesverbandes Schleswig-Holstein-Hamburg - "Rehabilitation nach Schlaganfall". Unter der Schirmherrschaft des Ministerpäsidenten fand diese in Ockholm statt.

Besagte schmerzliche Erfahrung müssen laut Müller in Deutschland jährlich rund 250 000 Menschen machen. Angesichts des demografischen Wandels werde die Zahl künftig steigen. Grundlegende Dinge, wie Sprechen, Gehen, Lesen müssten in der Reha-Phase neu erlernt werden. Daher sei es gut, eine Lobby wie den den Verband an der Seite zu haben: Sechs Fachkliniken mit hochqualifizirtem Fachpersonal stehen unter seiner Trägerschaft. "Die Betroffenen sollen die Aufgaben des Alltags nach der Reha wieder allein meistern können. Das ist das Ziel", so Müller. Dank gebühre den Ehrenamtlern, die auf Landes-, Kreis- und Ortsebene direkt an der Basis den Angehörigen Hilfestellung leisten.

Der Landesvorsitzende Dr. Andre Vogel erklärte: "Alles ist komplizierter geworden. Das ermüdet." Ein Antrag nach Paragraf 54 SGB mache ihn unruhig, weil er benutzerunfreundlich sei. Den Grad einer Behinderung festzustellen, dauert zu lange. In einem Fall habe er dreieinhalb Jahre für einen Patienten kämpfen müssen. Alle Selbsthilfeverbände hätten ihre Schwierigkeiten damit, so dass Zusammenarbeit förderlich sei. Selbsthilfe sei nötig, um der Politik Paroli zu bieten. "Das immer deutlicher werdende Ungleich gewicht zu Lasten der sozial Schwächsten ist unerträglich geworden", so Vogel.
Rehabilitation: Mühevoller Kampf um Hilfen für immer mehr Betroffene

2011-09-05

Beruf-Nachrichten | RP ONLINE.DE | RP ONLINE

Job trotz Handicap

VON FLORIAN RINKE - zuletzt aktualisiert: 03.09.2011 - 02:30
Michael Pätzold kann es kaum glauben. Manche Erfolgsgeschichten klingen selbst für den erfahrenen Arbeitsvermittler zu schön, um wahr zu sein: Soeben hat sein Team bei der Agentur für Arbeit Düsseldorf einer schwerbehinderten 60-jährige Friseurin einen Arbeitsplatz besorgt. "In dem Alter ist es ja sogar ohne Behinderung schwer in diesem Beruf einen Job zu finden", freut sich Pätzold.
Seit vielen Jahren kümmert sich der 53-jährige Monheimer schon um Menschen mit Behinderung. Welche Hürden es für sie häufig gibt, weiß der Leiter des Teams für Rehabilitanden und schwerbehinderte Menschen aus eigener Erfahrung am besten – er sitzt selbst seit elf Jahren im Rollstuhl. Seinem Job kann er dank einiger Hilfen weiterhin nachgehen. "Ich belege zum Beispiel zwei Parkplätze, um besser aussteigen zu können", sagt Pätzold.
Manchmal reichen Kleinigkeiten, um schwerbehinderten Menschen die Teilnahme am Arbeitsleben zu ermöglichen – oft sind jedoch auch größere Umbauten nötig. "Es gab einen Fall, bei dem ein Jugendlicher nach einem Unfall querschnittsgelähmt war, aber bereits einen Ausbildungsplatz als Flugzeugmechaniker hatte", sagt Pätzold. Die Agentur für Arbeit finanzierte diverse Umbau-Maßnahmen, so dass der Jugendliche seine Ausbildung antreten konnte. "Die Investitionen haben sich gelohnt, der junge Mann ist noch heute bei der Fluggesellschaft angestellt", so Pätzold.

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2011-08-30

Frankenpost | Auf einem guten Weg

Auf einem guten Weg

Nach einem schweren Unfall ist Volker Künzel aus Rehau querschnittsgelähmt. Die Hilfe und Zuneigung, die er durch Familie, Freunde und Kollegen erfährt, baut ihn auf. Jetzt geht er sogar wieder arbeiten - vorerst zwei Stunden täglich.

Von Lisbeth Kaupenjohann 
 
Rehau - Am 1. Juli 2010 fährt Volker Künzel auf dem Radweg nach Asch. An viel mehr kann er sich nicht erinnern. Für ihn ist dies ein Schicksalstag. Wie er hinterher erfährt, war da eine ungesicherte, drei Meter tiefe Baugrube über die ganze Breite des Radwegs. Künzel stürzte hinein und verlor das Bewusstsein. "Ohne Helm wäre ich sicher tot gewesen", sagt er heute. Glück für ihn war auch, dass ein Passant ihn entdeckte und die Rettungskräfte alarmierte. Die brachten ihn in die Klinik nach Selb, von dort wurde er nach Bayreuth, ins Krankenhaus Hohe Warte, verlegt.
Volker Künzel ist ab dem vierten Brustwirbel komplett gelähmt, ab dem dritten Halswirbel teilweise. Zehn Monate lang hat er, gemeinsam mit den Ärzten und Therapeuten, gekämpft, um wieder beweglich zu werden und in den Alltag zurückkehren zu können. "Erst war ich vollständig gelähmt, konnte auch nicht sprechen", erinnert er sich. "Dann kam die Sprache wieder. Aber bis ich endlich sitzen konnte, darüber vergingen Monate. Endlich hatte ich alle Schläuche los. Jetzt bin ich froh, dass ich wieder die Arme bewegen kann."
Über die Rampe ins Haus
Die braucht er auch. Der 50-Jährige ist wieder zu Hause. Er hat gelernt, mit dem Rollstuhl und den Begleiterscheinungen seiner Behinderung umzugehen. Glücklicherweise wohnt er mit seiner Frau Christiane und Sohn Marcel am Stadtrand von Rehau in einer Parterrewohnung. "Der Vermieter hatte Verständnis für unsere Lage. Wir ließen die Wohnung behindertengerecht umbauen." Über die Terrasse und eine Rampe kann Künzel jetzt im Rollstuhl eigenständig das Haus verlassen. Wieder ein großer Fortschritt.
Der Mann wirkt alles andere als verbittert und am Boden zerstört. Hoffnung steht ihm ins Gesicht geschrieben. Nicht unbedingt auf ein Wunder - das wäre es, wenn er je wieder laufen könnte -, sondern darauf, Schritt für Schritt meistern zu können auf dem Weg in ein neues Leben.

Frankenpost | Auf einem guten Weg
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