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2011-12-22

Ratification Is One Thing, Action Is Quite Another | Open Society Foundations Blog - OSF

Ratification Is One Thing, Action Is Quite Another

December 5, 2011 | by
In Europe, we have yet to see much action on the UN Convention on the Rights of People with Disabilities (CRPD), despite the fact that it has been ratified by the European Union, all EU countries have signed it, and some Central and Eastern European countries were among the first in the world to ratify. While every part of the CRPD is important, Article 19, on the right to live independently and be included in the community, is critical in the many countries globally where the predominant form of care for people with disabilities is to segregate them from society in long-stay residential institutions. As long as people are locked up in institutions, they will continue to be denied their full rights under the Convention (such as equal recognition before the law, Article 12, or respect for home and the family, Article 23).
Although the original motivation for relegating people with disabilities to institutions may have been altruistic, institutions have become an end in themselves, fiercely protecting their existence and resisting any change. The real evil of institutions is the denial of basic human rights. In the 1970s, Burton Blatt, a renowned advocate for people with intellectual disabilities, said that “if there is hope in what we have learned in our examination of institutionalization, it is not any improvement of institutional life—imprisonment and segregation can be made more comfortable, but they can never be made into freedom and participation.” Denying the average citizen freedom and participation in society would be a scandal of the first degree, but the “us and them” mentality makes it acceptable to do it to people with disabilities.
How does this sound: you get woken up at a certain time every morning, regardless of what day of the week it is, and regardless of how tired or unwell you might be. You get some clothes from a common locker that is always locked except at dressing time; it doesn’t matter if they don’t fit. You get herded to a cafeteria where you get what someone else has decided you’ll have for breakfast. Then you spend the rest of the day sitting around in a day room watching a program on TV that someone else has decided you’ll watch. The monotony might be broken by a shower—but not today, it’s not shower day. Then back to the cafeteria for lunch en masse, followed by a herding back to the day room for an afternoon of more mind numbing nothingness. And if you complain about that schedule, you are likely to be punished—perhaps a hair cut as punishment? Or wearing pajamas all day as punishment? Or getting locked up in solitary confinement? No problem, someone else will decide that. So, how does that sound? Like living hell? I can assure you that it is.

Ratification Is One Thing, Action Is Quite Another | Open Society Foundations Blog - OSF

2011-08-27

“Es macht wütend” - behinderte Heimopfer lehnen Entschuldigung der Evangelischen Kirche ab


“Es macht wütend” - behinderte Heimopfer lehnen Entschuldigung der Evangelischen Kirche ab

Freitag, den 26. August 2011 um 17:13 Uhr von Helmut Jacob
Ort des Grauens 1945 - 1967, das Johanna-Helenen-Heim, Foto: Freie Arbeitsgruppe JHH 2006
„Es macht wütend, wenn es wieder nur bei den üblichen Entschuldigungen bleibt und nichts im Hinblick auf Wiedergutmachung geschieht.” So Ehepaar Flügge, Mitglieder der “Freien Arbeitsgruppe JHH 2006″ zum Einladungsschreiben des Diakonischen Werkes und der Evangelischen Kirche Deutschland.
Christel Flügge war in den 60er Jahren Diakonische Helferin im Johanna-Helenen-Heim, in dem nach dem Krieg bis 1969 behinderte Klein- und Schulkinder psychische, physische und sexuelle Gewalt erdulden mussten. Eberhard Flügge war Diakonenschüler und absolvierte sein Praktikum auf der Station für Jungen. Zusammen mit Diakon Jochen Twer haben sie versucht, das Leid der Kinder erträglicher zu machen. Auch haben sie sich immer wieder über die Gewaltexzesse bei der der Anstaltsleitung beschwert. Auf der Homepage der Arbeitsgruppe sind die Leiden der Kinder in der “Hölle von Volmarstein” und die “Engel von Volmarstein” dokumentiert.

Der Zorn richtet sich an die Evangelische Kirche unter dem Ratsvorsitzenden Nikolaus Schneider und an Diakoniepräsident Johannes Stockmeier.
Beide wollen am 11. September in der Friedrichstadtkirche in Berlin eine “Bitte um Verzeihung nun öffentlich für die gesamte Evangelische Kirche und ihre Diakonie aussprechen.” Es sei ihnen “ein Anliegen, gegenüber den ehemaligen Heimkindern um Verzeihung zu bitten.”
Die Arbeitsgruppe, die behinderte Heimopfer der Volmarsteiner Anstalten vertritt, lehnt in ihrem Antwortschreiben diese Entschuldigung schon jetzt ab, “weil sie an unzureichende Wiedergutmachungsabsichten geknüpft ist.” Außerdem sei der Entschädigungsbetrag in der Höhe begrenzt und an Bedingungen, beispielsweise eines noch heute bestehenden Leidensdruckes und finanzieller Bedürftigkeit geknüpft. Die Gruppe fordert “eine Opferrente von monatlich 400 Euro bis zum Lebensende und die Absicherung eines würdigen Lebensabends, falls es zu einer erneuten Heimunterbringung kommen sollte.” Die Evangelische Kirche und ihre Diakonie hätten nicht zu erkennen gegeben, dass sie die Forderungen der behinderten Heimopfer unterstützen. Die neunköpfige Gruppe weiter im Brief an die Veranstalter: “Die an vielen behinderten Volmarsteiner Klein- und Schulkindern verübten Verbrechen sind inzwischen nicht mehr strittig. Entsprechende Dokumentationen liegen Ihnen vor.” Angesichts der erlebten Scheußlichkeiten seien ihre Forderungen mehr als gerechtfertigt “und werden von jedem Menschen mit moralischen Regungen anerkannt und unterstützt.”
Zum Schluss appellieren sie an Schneider und Stockmeier: “Wir fordern Sie auf, diese Forderungen ebenfalls zu unterstützen und aktiv an der Umsetzung mitzuwirken. Erst dann können wir Ihre Entschuldigung akzeptieren.”
weitere Infos: http://www.gewalt-im-jhh.de

Readers Edition » “Es macht wütend” - behinderte Heimopfer lehnen Entschuldigung der Evangelischen Kirche ab

2011-03-20

DER SPIEGEL 2/2009 - Die unverdünnte Hölle

Die unverdünnte Hölle

Von Demmer, Ulrike
Menschen mit Behinderungen werden in Deutschland ausgegrenzt und in Sonderschulen, Werkstätten und Heime abgeschoben. Nun tritt eine Uno-Konvention in Kraft, der ein radikales Umdenken folgen müsste. Doch die Bundesregierung signalisiert: Alles soll so bleiben, wie es ist.


DER SPIEGEL 2/2009 - Die unverdünnte Hölle
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