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2014-02-26

Schlaganfall immer öfter bei Jüngeren - Onmeda.de

Schlaganfall immer öfter bei Jüngeren

Redaktion GESUND

(25. Februar 2014)


Schlaganfall immer öfter bei Jüngeren:
Das ist ein Ergebnis der weltweiten Global Burden of Disease-Studie, die
seit 1990 die Entwicklung der häufigsten Krankheiten verfolgt.
In Deutschland ist der Schlaganfall die dritthäufigste Todesursache und der häufigste Grund für
Behinderungen bei Erwachsenen.

Einen Schlaganfall erleiden dabei immer
häufiger Menschen mittleren Alters. Dies zeigt eine neue Auswertung der
weltweiten Global Burden of Disease-Studie, die jetzt in der
Fachzeitschrift Lancet veröffentlicht wurde.

Schlaganfall immer öfter bei Jüngeren - Onmeda.de

2013-07-18

Jeder Schlaganfall ist ein Notfall / Notruf 112 gilt europaweit | Pressemitteilung Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe

Jeder Schlaganfall ist ein Notfall
Notruf gilt europaweit

   
Gütersloh (ots) - Europa ist vereint, auch beim Notruf. In allen EU-Mitgliedstaaten gilt die Notrufnummer 112. Darauf verweist die Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe anlässlich der Sommerreisewelle.

Morgen beginnen auch im bevölkerungsreichsten Bundesland Nordrhein-Westfalen die Sommerferien. Millionen Deutsche streben in den kommenden Tagen in den Urlaub. Ein Großteil von ihnen wird in Ländern der Europäischen Union bleiben. Und offensichtlich vertrauen die Deutschen darauf, dass ihnen dabei nichts passiert. Denn welche Notrufnummer sie bei Verdacht auf Schlaganfall oder in anderen Notfällen wählen müssen, wissen gerade einmal 22 Prozent. Das ergab das Eurobarometer, eine Umfrage der EU.

In allen 28 Mitgliedsstaaten ist die 112 sowohl über das Festnetz als auch über Mobilfunknetze erreichbar.

In der Regel sprechen die Mitarbeiter der Leitstellen neben ihrer Landessprache auch zumindest englisch.

Bei einem Schlaganfall zählt jede Minute, um Leben zu retten oder bleibende Behinderungen zu vermeiden.    
Umso wichtiger ist es, im medizinischen Notfall schnell zu reagieren. Häufige Symptome eines Schlaganfalls sind Sehstörungen, Sprach- und Sprachverständnisstörungen, Lähmungen und Taubheitsgefühle, Schwindel mit Gangunsicherheit sowie sehr starker Kopfschmerz.
Mit dem so genannten FAST-Test können auch medizinische Laien in wenigen Sekunden einen Verdacht auf Schlaganfall prüfen. Wie der FAST-Test funktioniert, ist nachzulesen unter schlaganfall-hilfe.de. Nähere Informationen zum Schlaganfall gibt's auch im Service- und Beratungszentrum der Stiftung, Tel. 0 52 41 - 9 77 00.
Pressekontakt:
Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe
Mario Leisle
Telefon: 05241 9770-12
presse@schlaganfall-hilfe.de
schlaganfall-hilfe.de 

Jeder Schlaganfall ist ein Notfall / Notruf gilt europaweit | Pressemitteilung Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe

2013-05-13

Tag gegen Schlaganfall: Demografie treibt die Insult-Zahlen


Tag gegen Schlaganfall

Demografie treibt die Insult-Zahlen

GÜTERSLOH. Die "Augen nicht verschließen" ist das Motto des bundesweiten Tags gegen den Schlaganfall am 10. Mai. Die Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe mahnt, drängende Probleme durch den demografischen Wandel sowie Strukturmängel in der Gesundheitsversorgung anzugehen.
Aktuell leiden in Deutschland mehr als eine Million Menschen an den Folgen eines Schlaganfalls, 43 Prozent von ihnen sind dauerhaft auf fremde Hilfe angewiesen, so die Stiftung in einer Mitteilung.
Schon heute müssen 15 Prozent der Überlebenden in einer Pflegeeinrichtung versorgt werden. Schlaganfall ist die häufigste Ursache für Behinderungen bei Erwachsenen.
Tag gegen Schlaganfall: Demografie treibt die Insult-Zahlen

2012-08-11

Vom schwierigen Weg zum Parkausweis

Vom schwierigen Weg zum Parkausweis

Von SZ-Redaktionsmitglied Anke Bauer
Saarbrücken. Er kann jeden treffen, auch ohne Vorwarnung. Und plötzlich ist alles anders. Nach einem Schlaganfall verändert sich das Leben ganz entscheidend. Wie bei Familie Guida aus Saarbrücken. Im Februar dieses Jahres erlitt der 80-jährige Ciro Guida einen Schlaganfall (Veröffentlicht am 11.08.2012)
sb-parken_dpa
Behinderte Menschen müssen oft lange warten, bis sie die Berechtigung erhalten, auf einem speziellen Parkplatz zu parken. Vorläufige Ausweise werden nicht überall ausgestellt. symbolFoto: dpa


Saarbrücken. Er kann jeden treffen, auch ohne Vorwarnung. Und plötzlich ist alles anders. Nach einem Schlaganfall verändert sich das Leben ganz entscheidend. Wie bei Familie Guida aus Saarbrücken. Im Februar dieses Jahres erlitt der 80-jährige Ciro Guida einen Schlaganfall. "Anfangs war er komplett linksseitig gelähmt", erzählt seine Frau Susanne, die sich seitdem um ihren Mann kümmert. Nach einem mehrmonatigen Reha-Aufenthalt habe er einen Teil seiner Mobilität wiedergewonnen, sei aber auf den Rollstuhl und auf Pflege fast rund um die Uhr angewiesen.
Vom schwierigen Weg zum Parkausweis

2011-12-07

Vodafone | Europäischer Award für Wheelmap aus Berlin

Pressemitteilung vom 07.12.2011 | 12:47
Pressefach: Vodafone
Europäischer Award für Wheelmap aus Berlin


• Applikationen als Hilfswerkzeug für ältere und behinderte Mitbürger
• “Smart Accessibility Award” der Vodafone Foundation und des European Disability Forum (EDF)
• Vodafone unterstützt Verbreitung der prämierten Applikationen

Düsseldorf/Brüssel, 7. Dezember 2011. EU-Kommissarin Neelie Kroes und Vodafone Konzernchef Vittorio Colao haben in Brüssel die Sieger des mit 200.000 Euro dotierten Wettbewerbs „Smart Accessibility Award“ ausgezeichnet. Diese Initiative der Vodafone Foundation zeichnet Applikationen (Apps) für mobile Endgeräte aus, die die Lebensqualität von älteren Menschen und Menschen mit Behinderung verbessern und ihnen die aktive Teilnahme am gesellschaftlichen Leben erleichtern sollen. Unterstützt wurde der EU-weite Wettbewerb unter anderem vom European Disability Forum (EDF). Diese gemeinnützige Organisation vertritt die Interessen von 80 Millionen europäischen Bürgern mit Behinderung. Unter den vier europaweiten Preisträgern findet sich auch Wheelmap, eine Entwicklung des Berliner Vereins „Sozialhelden e.V.“

"Vodafone verpflichtet sich, alles in seiner Macht stehende zu tun, um Menschen jeden Alters und jeden Behinderungsgrades zu unterstützen: Wir wollen die Smartphone-Revolution auf möglichst viele Personengruppen ausweiten", sagte Konzernchef Vittorio Colao bei der Preisverleihung. EU-Kommissarin Neelie Kroes zeigte sich davon überzeugt, dass jeder von der digitalen Revolution profitieren kann. "Wir brauchen entsprechende Smartphone Apps für alle Bevölkerungsgruppen. Ich gratuliere den Gewinnern des Smart Accessibility Awards und der Vodafone Foundation. Sie tragen dazu bei, dass die Vorteile des Smartphones allen Europäern zugute kommen."

Aus Deutschland stammt die App Wheelmap - eine Onlinekarte für Rollstuhlfahrer. Ausgezeichnet in der Kategorie „Mobilität“ zeigt Wheelmap in einer Karte die Rollstuhltauglichkeit und Zugänglichkeit von öffentlichen Bereichen wie Cafés, Museen, Hotels und Geschäften. Über 170.000 Plätze - zumeist in deutschen Städten - wurden bislang von Nutzern markiert, etwa zwei Drittel davon sind für barrierefrei befunden worden. Für Raul Krauthausen, Vorstand der Sozialhelden, ist der Award eine richtungweisende Verpflichtung: "Das ist unser erster europäischer Preis - wir sind überwältigt und froh. Das unterstützt uns bei der Internationalisierung des Projektes. Unsere App in andere Länder zu erweitern, ist unser nächstes Anliegen", so der 31jährige. Er ist durch eine Glasknochenkrankheit Rollstuhlnutzer und einer der Ideengeber für die Applikation. Erste Einträge in Wheelmap gibt es bereits für Kanada, Japan und der Türkei. Die Onlinekarte ist in 13 Sprachen verfügbar. Die rund 20 Sozialhelden engagieren sich weitgehend ehrenamtlich, der Verein hat nur vier angestellte Mitarbeiter.

Die weiteren Preisträger:

Die Help Talk (Kategorie Wohlbefinden) ist für Menschen konzipiert, die auf Dauer oder zeitweise nicht in der Lage sind, durch Sprache zu kommunizieren, etwa nach einem Schlaganfall. Die Applikation enthält eine Reihe von Aussagen, die durch Symbole dargestellt sind. Werden diese Symbole gedrückt, werden Grundbedürfnisse oder Wünsche wie „Ich habe Durst“ oder „Ich habe Schmerzen“ vom Gerät „gesprochen“.

Der Zoom Plus Magnifier (Kategorie Leben in Unabhängigkeit) bietet Menschen mit eingeschränkter Sehfähigkeit, bei Farbblindheit, Kurz-und Weitsichtigkeit sowie bei Lese-Rechtschreibschwäche, die Möglichkeit, mittels des Magnifiers die Bildschärfe bei Texten zu erhöhen und die Schrift- und Hintergrundfarben anzupassen.

Der BIG Launcher (Kategorie Gesellschaftliche Teilhabe) ist ein anpassbarer Android Home-Bildschirm für ältere oder sehbehinderte Menschen. Für alle grundlegenden Funktionen des Telefons - wie Telefonie, SMS, Kamera, Galerie, SOS-Taste und installierte Anwendungen - werden extra große Tasten und Schriftarten genutzt.

Die ausgezeichneten Applikationen werden Vodafone-Kunden mit Android Smartphones zur Verfügung gestellt.


Vodafone Deutschland
ist mit 12.000 Mitarbeitern und rund neun Milliarden Euro Umsatz einer der größten und modernsten Telekommunikationsanbieter in Europa. Als innovativer und integrierter Technologie- und Dienstleistungskonzern mit Hauptsitz in Düsseldorf steht Vodafone Deutschland für Kommunikation aus einer Hand: Mobilfunk und Festnetz sowie Internet und Breitband-Datendienste für Geschäfts- und Privatkunden. Kontinuierliche Entwicklungen, zahlreiche Patente sowie Investitionen in neue Produkte, Services und das moderne Netz haben Vodafone zum Innovationsführer im deutschen Telekommunikationsmarkt werden lassen. Im Juli 2011 untersuchte die Stiftung Warentest die Netze aller vier deutschen Netzbetreiber und zeichnete das Netz von Vodafone mit dem Qualitätsurteil „Gut (2,4)“ aus. Vodafone stellt sich seiner gesellschaftlichen Verantwortung. Die Vodafone Stiftung Deutschland initiiert und fördert als gesellschaftspolitischer Think-Tank zahlreiche Programme auf den Feldern Bildung, Integration und soziale Mobilität. Das Unternehmen gehört zur Vodafone Group. Weitere Informationen unter www.vodafone-deutschland.de.


Pressekontakt:
Paul Gerlach
+49 (0) 211 533-6658
+49 (0) 211 533-5500

Düsseldorf - Veröffentlicht von pressrelations

Vodafone | Europäischer Award für Wheelmap aus Berlin | Pressemitteilung | Pressemeldung

2011-12-04

Ein Leben in Altersarmut - "Ich steh' schon wieder auf" - München & Region - sueddeutsche.de

Ein Leben in Altersarmut "Ich steh' schon wieder auf"

04.12.2011, 13:29
Von Sven Loerzer
Seit dem Schlaganfall ist alles anders: Irmtraud H. pflegt ihren Lebensgefährten seit 2007. Doch das Geld reicht hinten und vorne nicht. Sie sind auf die Grundsicherung vom Sozialamt angewiesen. Und auch die kleine Zwei-Zimmer-Wohnung ist alles andere als geeignet für die Pflege.
Es ist ein guter Tag für Irmtraud H., "auch wenn ich seit sechs Uhr am Rennen bin". Denn damit die 71-Jährige ihren Arzttermin wahrnehmen kann, muss alles klappen wie am Schnürchen. Der Pflegedienst, der ihr bei der Betreuung ihres schwer kranken Lebensgefährten Wolfgang Z. hilft, war schon da, inzwischen ist eine Hospizhelferin von "Dasein" gekommen, damit der 61-Jährige, der an den Folgen eines Schlaganfalls und unter Blasenkrebs leidet, nicht alleine bleiben muss. Gut an diesem Tag ist, dass der Arzt Irmtraud H. den Gips an der linken Hand wieder abnimmt, der ihr das Leben noch schwerer gemacht hat. Schon seit längerem plagt sie eine Schleimbeutelentzündung an der Hüfte.
Altersarmut, Grundsicherung, Hartz IV, SZ-Adventskalender Bild vergrößern
Irmtraud H. und ihr Lebensgefährte Wolfgang Z.: Weder schwere Krankheit noch ein Leben in Armut hat das Paar auseinander gebracht.
Anfang Oktober, als sie an der Ampel die Straße überqueren wollte, "versagte mein Bein, ich bin volle Pulle gelegen". Mit der Hand krachte sie gegen die Bordsteinkante, das tat ganz gemein weh. "Ich dachte, das ist eine Prellung und bin erst nicht zum Arzt." Sie ist hart im Nehmen, "das muss ich auch sein, ich kann doch nicht wegen jedem bisschen jaulen". Aber 14 Tage später hatte sich das immer noch nicht gebessert - ein Bruch des Mittelhandknochens. Sechs Wochen Gips, das machte alles noch schwieriger. Aber Irmtraud H. hielt durch. "Ich habe trotzdem gekocht und abgespült", viel isst Wolfgang Z. ohnehin nicht. "Er lebt nur noch von Schmerzmitteln."
Die kleine Zwei-Zimmer-Wohnung ist alles andere geeignet für die Pflege. Das Bad ist viel zu eng, um dort einen Menschen zu waschen, der selbst nicht mehr aufstehen kann. Im Haus gibt es zwar einen Lift, aber ein paar Stufen machen es unmöglich, Wolfgang Z. im Rollstuhl an die frische Luft zu bringen. So bleibt er in seinem Pflegebett, Irmtraud H. schläft im Bett daneben.
Ein Leben in Altersarmut - "Ich steh' schon wieder auf" - München & Region - sueddeutsche.de

2011-12-02

Hoteliers stören sich an Reha-Patienten - Stadt Bad Tölz - Bad Tölz - Lokales - merkur-online

Hoteliers stören sich an Reha-Patienten

01.12.11|Stadt Bad Tölz
Bad Tölz - Behinderte und kranke Menschen werden immer noch diskriminiert: Hoteliers aus Bad Tölz klagten gegen ein Reha-Zentrum - weil sich ihre Gäste angeblich gestört fühlen.

Etwa 25 Meter Luftlinie trennen das Hirn-Reha-Zentrum (rechts) von dem Hotel. foto: pröhl
Rainer K. (Name geändert) ist Manager bei Siemens, als ein Autounfall sein Leben brutal verändert. Sein Gehirn wird verletzt, er kann kaum mehr sprechen, ist halbseitig gelähmt. Er sucht Hilfe im Neurokom Isarwinkel, ein Hirn-Reha-Zentrum in Bad Tölz. Dort wird er so behandelt, dass er jetzt wieder selbstständig leben kann, er arbeitet inzwischen sogar bei Neurokom.
Es sind Unfallopfer wie Rainer K., aber auch Schlaganfall-Patienten oder Menschen, die beinahe ertrunken wären, die in der Reha-Einrichtung im Tölzer Badeteil, das ist das ehemalige Kur-Viertel, zurück ins Leben finden sollen. Ihr Gehirn ist beschädigt, entsprechende Therapien können aber viel bewirken. Doch eine Hoteliersfamilie, deren Grundstück an das Reha-Zentrum für Hirnverletzte angrenzt, störte sich offenbar an den Rehabilitanden. Vater und Sohn klagten gegen die Baugenehmigung für die Nutzung des Grundstücks als Reha-Zentrum. Eine der Begründungen: Die Hotelgäste fühlten sich durch die Hirnverletzten gestört. „Manche unserer Gäste kümmern sich das ganze Jahr über um pflegebedürftige Angehörige“, erklärt Junior-Chef Thomas Eberl. In seinem Hotel bekämen sie die Möglichkeit, dem Alltag zu entfliehen. „Im Urlaub möchten sie nicht mit Leid und schweren Schicksalsschlägen konfrontiert sein.“ Gäste hätten sich über die Patienten von nebenan beschwert.
Für die Behindertenbeauftragte des Freistaats, Irmgard Badura, ist das „Wahnsinn und erschreckend“. Auch vor dem Hintergrund, dass morgen der Tag der Menschen mit Behinderung ist, sagte sie. Es gehe im Bereich Hotellerie und Gastronomie um Familienfreundlichkeit - „und dazu gehören Menschen mit unterschiedlichen Bedürfnissen“.
Hoteliers stören sich an Reha-Patienten - Stadt Bad Tölz - Bad Tölz - Lokales - merkur-online

2011-10-25

Sterbehilfe: Carine, 43, lässt sich töten | Wissen | ZEIT ONLINE

Sterbehilfe Carine, 43, lässt sich töten

Weitgehend unbemerkt von der Öffentlichkeit ereignete sich in Belgien eine Weltpremiere: Ärzte ließen eine Patientin auf deren Wunsch hin sterben, sofort danach entnahmen ihr andere Mediziner Organe.
An ihrem selbst gewählten Todestag wirkt Carine Geerts* aufgeregt und glücklich. Die 43-jährige Frau aus Belgien hat ein Krankenzimmer in der Universitätsklinik Antwerpen bezogen, für wenige Stunden nur, bald braucht sie es nicht mehr. Bei Carine sind ihre drei Kinder, 17 bis 21 Jahre alt, und ihr Freund. Sie trinken gemeinsam ein letztes Glas Weißwein. Seit einem Schlaganfall ist Carine behindert. Über ein Jahr lang hat sie versucht, sich in ihr altes Leben zurückzukämpfen, doch nun hofft sie nicht mehr auf Besserung oder Heilung. Sie will sterben, hier in der Klinik, durch die Hand eines Arztes. »Ich will meinen Körper los sein. Er geht nicht mehr«, hat sie zwei Tage vor ihrem Tod dem Hausarzt gesagt.

Sterbehilfe: Carine, 43, lässt sich töten | Wissen | ZEIT ONLINE

2011-10-04

Der lange Weg zurück ins Leben - Stormarn - Region - Hamburger Abendblatt

Der lange Weg zurück ins Leben


Im Juni erlitt der Landtagsabgeordnete Mark-Oliver Potzahr einen Schlaganfall. Nun will er seinen Alltag bewältigen
Bad Bevensen. Das Lächeln fällt ihm noch immer schwer. Seit seinem Schlaganfall vor mehr als drei Monaten ist sein Körper nicht mehr der, den er sein bisheriges Leben lang kannte und kontrollierte. Wenn der CDU-Landtagsabgeordnete Mark-Oliver Potzahr heute ein wenig frische Luft schnappen will, ist es für ihn schon fast ein kleiner Ausflug, bei dem es Zeit mitzubringen gilt. Vor dem Aufzug in der DianaKlinik in Bad Bevensen hat sich eine lange Schlange gebildet. Rollstuhl an Rollstuhl stehen die Patienten vor der Fahrstuhltür, die sich nur alle paar Minuten öffnet, damit wieder einer von ihnen die zwei Stockwerke ins Erdgeschoss fahren kann- dorthin, wo im Innenhof der kleine Teich mit den Seerosen und schnatternden Enten liegt, und das Besucher-Café mit seinen beschirmten Tischchen den Reha-Patienten ein wenig Abwechslung im Krankenhausalltag verspricht.
"Ich mache drei Kreuze, wenn ich endlich wieder nach Hause darf", sagt Mark-Oliver Potzahr und blickt nachdenklich auf die dunkle Wasseroberfläche.
Der lange Weg zurück ins Leben - Stormarn - Region - Hamburger Abendblatt

Rehabilitation: Mühevoller Kampf um Hilfen für immer mehr Betroffene

Rehabilitation: Mühevoller Kampf um Hilfen für immer mehr Betroffene

4. Oktober 2011 | Von rah

"Nach einem Schlaganfall ist alles anders", brachte es die Vorsitzende des "BDH Bundesverbandes Rehabilitation", Ilse Müller, auf den Punkt. Damit war sie mitten im Thema der Tagung des Landesverbandes Schleswig-Holstein-Hamburg - "Rehabilitation nach Schlaganfall". Unter der Schirmherrschaft des Ministerpäsidenten fand diese in Ockholm statt.

Besagte schmerzliche Erfahrung müssen laut Müller in Deutschland jährlich rund 250 000 Menschen machen. Angesichts des demografischen Wandels werde die Zahl künftig steigen. Grundlegende Dinge, wie Sprechen, Gehen, Lesen müssten in der Reha-Phase neu erlernt werden. Daher sei es gut, eine Lobby wie den den Verband an der Seite zu haben: Sechs Fachkliniken mit hochqualifizirtem Fachpersonal stehen unter seiner Trägerschaft. "Die Betroffenen sollen die Aufgaben des Alltags nach der Reha wieder allein meistern können. Das ist das Ziel", so Müller. Dank gebühre den Ehrenamtlern, die auf Landes-, Kreis- und Ortsebene direkt an der Basis den Angehörigen Hilfestellung leisten.

Der Landesvorsitzende Dr. Andre Vogel erklärte: "Alles ist komplizierter geworden. Das ermüdet." Ein Antrag nach Paragraf 54 SGB mache ihn unruhig, weil er benutzerunfreundlich sei. Den Grad einer Behinderung festzustellen, dauert zu lange. In einem Fall habe er dreieinhalb Jahre für einen Patienten kämpfen müssen. Alle Selbsthilfeverbände hätten ihre Schwierigkeiten damit, so dass Zusammenarbeit förderlich sei. Selbsthilfe sei nötig, um der Politik Paroli zu bieten. "Das immer deutlicher werdende Ungleich gewicht zu Lasten der sozial Schwächsten ist unerträglich geworden", so Vogel.
Rehabilitation: Mühevoller Kampf um Hilfen für immer mehr Betroffene

2011-10-01

Egon Hessing kämpft | (Borken alle Meldungen) - Borkener Zeitung

Egon Hessing kämpft


Egon Hessing arbeitet in der Werkstatt für behinderte Menschen im Benediktushof Maria Veen. Ein Schlaganfall im Jahr 2002 hat das Leben des einstigen Betriebsleiters einer großen Firma drastisch verändert.

Egon Hessing arbeitet in der Werkstatt für behinderte Menschen im Benediktushof Maria Veen. Ein Schlaganfall im Jahr 2002 hat das Leben des einstigen Betriebsleiters einer großen Firma drastisch verändert.
(Foto: Liebetanz)


Von Frank Liebetanz

MARIA VEEN/GROSS REKEN. Wie schnell, von einem Moment zum anderen, sich das Leben ändern kann, davon können viele Bewohner des Benediktushofs berichten. Egon Hessing (56) hat im Juli des Jahres 2002 einen Schlaganfall erlitten, der für ihn und seine Familie weit reichende Folgen hatte.


Egon Hessing, damals Betriebsleiter einer großen Firma, kam an einem Sonntag im Juli 2002 vom Zelten mit einer Jugendfußballmannschaft des Vereins Westfalia Reken. Er war total müde, stellte im Partykeller Musik von „Queen“ an und legte sich hin. Als seine Frau herunterkam, weil sie sich wunderte, wo ihr Mann bleibt, fand sie ihn hilflos da liegend. Er hatte versucht aufzustehen und dabei einen niedrigen Tisch zerstört. „Ich habe eigentlich viel mitbekommen“, erinnert sich Egon Hessing. Aber er weiß heute: „Die kritische Zeit war bei weitem überschritten.“

Denn bei einem Schlaganfall gilt es, möglichst schnell ins Krankenhaus zu kommen, um bleibende Schäden zu vermeiden.
Egon Hessing kämpft | (Borken alle Meldungen) - Borkener Zeitung
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