Schrezheim übertrifft sich selbst
Am 16. September wird die St.-Georg-Halle nach ihrem Um- und Ausbau feierlich eingeweiht
Respekt: Die Schrezheimer haben sich wirklich ins Zeug gelegt für ihre St.-Georg-Halle. Die Eigenleistungen fallen überaus beachtlich aus, und das Werk kann sich dementsprechend sehen lassen. Vor der Einweihung der um- und ausgebauten Halle am 16. September wurde gestern der Presse der derzeitige Ausbaustand präsentiert.
Ellwangen-Schrezheim. Oberbürgermeister Karl Hilsenbek, Stadtbaumeister Siegfried Leidenberger und dessen Mitarbeiter Jochen Widdermann, Ortsvorsteher Albert Schiele und Architekt Mathis Tröster waren gestern vor Ort voll des Lobes und klopften sich gegenseitig auf die Schulter: Die Eigenleistung der Schrezheimer ist „gigantisch“, wie Leidenberger sagte, und zwar in finanzieller Sicht ebenso wie bezüglich der eingesetzten Muskelkraft, ergänzte OB Hilsenbek.
Der Förderverein habe viel mehr geleistet, als er sich wohl selbst zugetraut habe, lobte der Stadtbaumeister weiter. Statt der verlangten Eigenleistungen im Wert von 110 000 Euro wurden bereits für 176 000 Euro Arbeiten erledigt, zusätzlich haben die freiwilligen Helfer über das Geplante hinaus gewerkelt, zum Beispiel in Sachen Medientechnik, was rechnerisch weiteren 72 000 Euro entspricht. Hilsenbek lobte darüber hinaus den Einsatz des Vereins als Bewirter bei den Heimattagen, was allseits große Anerkennung der Gäste eingebracht habe.
Die Schrezheimer Vereine hat das Projekt wohl noch weiter zusammengeschweißt. Ortsvorsteher Schiele berichtete, man habe sich ohne viel Mühe bereits auf einen kompletten Belegungsplan geeinigt, alle seien zufrieden, die neue Halle voll ausgenutzt. Na bitte.
In den bisher rund eineinhalb Jahren Bauzeit haben die Freiwilligen an die 8000 Arbeitsstunden geleistet. Wie Leidenberger hochrechnete, wird das finanzielle Budget der Stadt damit nur um rund 18 000 Euro überzogen – das ist bei Baumaßnahmen dieser Größenordnung kaum mehr als ein Nasenwasser.
Schön ist sie geworden, die Halle mit ihrem neuen Anbau, man sieht es jetzt schon von innen und außen. Gestalterisch passt sie hervorragend zur Schule nebenan. Behindertengerecht ist der Haupteingang, die obere Etage hat einen behindertengerechten Zugang an der Rückseite, dazu wurde das Gelände entsprechend modelliert. Gepflastert wurde zum Teil mit gebrauchten (!) Steinen, die die Helfer mühsam reinigten und neu setzten. Überhaupt war Recycling ein Schlagwort:
Schrezheim übertrifft sich selbst - Schwäbische Post