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2012-02-18

Behindertes Prinzenpaar darf nun doch vor dem Karnevalszug herfahren -Karneval | DerWesten

Karneval

Behindertes Prinzenpaar darf nun doch vor dem Karnevalszug herfahren

17.02.2012 | 07:15 Uhr
Behindertes Prinzenpaar darf nun doch vor dem Karnevalszug herfahren
Alles nur ein Missverständnis? Prinzessin Claudia und Prinz Michael aus Moers dürfen nun doch beim Nelkensamstagszug vorneweg fahren. Foto: Sebastian Konopka / WAZ FotoPool
Moers. Nun also doch: Das behinderte Prinzenpaar aus Moers darf vor dem Karnevalszug herfahren. Der Versicherungsstreit entpuppte sich angeblich als Fehlinformation. Doch der Karnevalsverein und die Caritas gehen noch immer auf Nummer sicher: Claudia und Michael sollen in den Starterwagen.
Was zum Beispiel in Mülheim und in vielen anderen Städten in NRW gang und gäbe ist, dass nämlich behinderte Menschen selbstverständlich auf den Zugwagen an Karneval mitfahren können und auch vom Veranstalter versichert sind, ist in Moers zum Problem geworden.

Behindertes Prinzenpaar darf nun doch vor dem Karnevalszug herfahren -Karneval | DerWesten

2012-01-31

Asperger Syndrom - Leben in Gefangenschaft? (Zwangsunterbringung, Therapie, zwangseinweisung)

Asperger Syndrom - Leben in Gefangenschaft?

Frage von DER1997
Hallo, ich bin 14 und hatte vor ca. 2-3 Monaten bei einer Klinik einen Test gemacht, wo bei mir das Asperger Syndrom festgestellt wurde. (..)Jedoch bestreite ich das ich ein Aspi bin, da ich mich mal im I-Net genauer über diese Krankheit informiert habe und feststellen muss, dass keins der Syndrome auf mich zu trifft. Nur leider kann ich niemanden davon überzeugen. Seitdem darf ich auch nicht mehr in die Schule (Hauptschule), sondern bleibe zu Hause. Und das obwohl ich schulpflichtig bin. Am Anfang fand ich es ja ganz cool das ich nicht mehr in die Schule sollte (ich dachte, das wäre nur für 1, 2 Wochen), aber mittlerweile finde ich es echt Schei... Ich sage meinen Eltern immer dass ich wieder in die Schule will, aber die sagen das ich in eine Schule für Asperger muss. Meine Eltern organisieren für mich auch eine Anstalt für Asperger in die ich gehen soll.
Und jetzt meine Frage: Kann man mich gegen meinen Willen zwangseinweisen? Ich hatte noch nie Suizid Gedanken oder ähnliches und bin immer gegen Gewalt und habe auch noch nie eine Straftat begangen. Ich will einfach wieder in meine normale Hauptschule, früher hatts ja auch geklappt.

Asperger Syndrom - Leben in Gefangenschaft? (Zwangsunterbringung, Therapie, zwangseinweisung)

2011-08-25

Remscheid: Metropol - Vorstellung für Behinderte ein Flop | RP ONLINE

Remscheid

Metropol - Vorstellung für Behinderte ein Flop

VON ALINA KÜRTEN - zuletzt aktualisiert: 25.08.2011
Remscheid (RP). Um 14.35 Uhr schloss Peter Pickl gestern ratlos die Glastür des Metropols. Niemand war zu der Sondervorstellung für Menschen mit Behinderung erschienen. Den Animationsfilm "Cars 2" hatte er zu einem verbilligten Eintritt angeboten, um nach den jüngsten Vorfällen nicht den Eindruck aufkommen zu lassen, er habe etwas gegen behinderte Menschen.


Peter Pickl, Inhaber des Metropol-Kinos, hatte zu einer Sondervorstellung eingeladen. Foto: Jürgen Moll (Archiv)
Nur Manfred Radtke, Opa des vierjährigen Justin, war vor Ort. Der an Down-Syndrom leidende Justin wollte vor zwei Wochen das Kino mit seiner Mutter besuchen. Pickl hatte den beiden aber den Zutritt verwehrt, weil der Junge zu unruhig war und andere Besucher hätte stören können. Das hatte für große Aufregung gesorgt.
Keine Sonderbehandlung
Radtke suchte gestern das Gespräch mit dem Kinobetreiber. Doch Pickl war nicht bereit, ausführlich mit ihm zu reden. Auch der BM gegenüber verweigerte er eine Stellungnahme. Für Radtke stand von Anfang an fest, dass die zwar nett gemeinte Aktion keinen Erfolg haben würde. Er meint die Gründe zu kennen, warum Behinderte nicht kommen. "Heutzutage ist es nicht nötig, zu separieren. Behinderte wollen keine Sonderbehandlung. Da kann man gleich eine Vorstellung nur für Schwarze machen."
Anstatt eine "Behindertenvorstellung" einzurichten, hätte Herr Pickl lieber eine Sitzreihe rausnehmen sollen, damit auch Rollstuhlfahrer das Kino besuchen können. Er solle Behinderte einfach mehr in den Kinoalltag integrieren, meint Radtke.
Remscheid: Metropol - Vorstellung für Behinderte ein Flop | RP ONLINE

2011-05-26

„Das wirkt entmündigend“ - Oyten/Ottersberg - Lkr. Verden - Lokales - Kreiszeitung

Zensus befragt Heimleiter statt Bewohner / Parzival-Hof legt Widerspruch ein

„Das wirkt entmündigend“

;26.05.11|Oyten/Ottersberg
Quelkhorn - Von Petra HolthusenAm Mühlenberg 24 in Quelkhorn ist eine „sensible Sonderanschrift“ – meinen die Bürokraten des Zensus 2011. Mühlenberg 24 ist die Adresse des Parzival-Hofs, auf dem 63 Menschen mit geistigen Behinderungen leben und arbeiten. Und die halten die Volkszähler – unbeschwert von jeglicher Sensibilität – per se für „nicht-auskunftsfähig“.
Auf dem Quelkhorner Parzival-Hof verlangt der Zensus 2011 Auskunft vom Heimleiter über die Köpfe der Bewohner hinweg – ein Verstoß gegen das Selbstbestimmungsrecht von Menschen mit Behinderungen, so kritisieren Einrichtungsleiter Stefan Bachmann (rechts), der Ottersberger Behindertenbeauftragte Ingo Lange (vorne links) und der Heimbeirat mit (von links) Andreas Lange, Beiratsassistenz Andreas Jonda, Arne Bischoff, Heiko Melzer, Alexis Argyropoulos und Sarah May. ·
Auf dem Quelkhorner Parzival-Hof verlangt der Zensus 2011 Auskunft vom Heimleiter über die Köpfe der Bewohner hinweg – ein Verstoß gegen das Selbstbestimmungsrecht von Menschen mit Behinderungen, so kritisieren Einrichtungsleiter Stefan Bachmann (rechts), der Ottersberger Behindertenbeauftragte Ingo Lange (vorne links) und der Heimbeirat mit (von links) Andreas Lange, Beiratsassistenz Andreas Jonda, Arne Bischoff, Heiko Melzer, Alexis Argyropoulos und Sarah May. ·
Weshalb die Zensus-Erhebungsstelle stellvertretend Einrichtungsleiter Stefan Bachmann anschrieb, um ihn mit 63 Fragebögen nach den persönlichen Daten der Heimbewohner zu fragen.
Ein herber gedanken- und respektloser Verstoß gegen das Selbstbestimmungsrecht und die UN-Behindertenrechtskonvention, kritisierten gestern die Leitung und der Heimbeirat des Parzival-Hofs, der Ottersberger Behindertenbeauftragte Ingo Lange sowie Karl Finke, niedersächsischer Landesbeauftragter für Menschen mit Behinderungen.
Bachmann staunte nicht schlecht, als der Stapel Erhebungsbögen per Post auf seinem Schreibtisch landete.
„Das wirkt entmündigend“ - Oyten/Ottersberg - Lkr. Verden - Lokales - Kreiszeitung

2011-04-01

Radio: Aktenzeichen 14f13: eine fast vergessene Mordaktion der Nazis | wissen.hr-online.de | hr

Radio

Aktenzeichen 14f13: eine fast vergessene Mordaktion der Nazis

Freitag, 1. April 2011, 8:30 Uhr
 (Bild:  picture-alliance/dpa)
Schon zu Kriegsbeginn 1939 ordnete Hitler die Vernichtung sogenannten lebensunwerten Lebens an. Ab 1940 wurden unter dem Decknamen "Aktion T4" zehntausende Psychiatrie-Patienten und behinderte Menschen von den Nationalsozialisten ermordet.Im April 1941 wurde dieses Euthanasieprogramm auf die Konzentrationslager ausgedehnt, geführt unter dem Aktenzeichen 14f13. Vermutlich auf Weisung von Heinrich Himmler bedienten sich die Täter des Personals der "Aktion T4". Die so genannte "Sonderbehandlung 14f13" war die erste systematische Massentötung im KZ-System: Tausende KZ-Häftlinge starben in den folgenden zwei Jahren in den Gaskammern der Tötungsanstalten Sonnenstein, Bernburg und Hartheim. 70 Jahre nach dem Beginn der organisierten Tötung kranker und damit arbeitsunfähiger KZ-Häftlinge und Zwangsarbeiter ist dieses Verbrechen der Nazis kaum noch bekannt.

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