Posts mit dem Label Behindertenselbsthilfe werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Behindertenselbsthilfe werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

2013-06-29

Leitfaden zur Selbsthilfeförderung - Der Paritätische Gesamtverband - wir verändern


28.06.13  

Leitfaden zur Selbsthilfeförderung

Kategorie: Psychiatrie, Chronische Erkrankungen, Menschen mit Behinderung, Selbsthilfe
Von: Claudia Zinke

Der GKV-Spitzenverband wird den neuen Leitfaden zur Selbsthilfeförderung am 1. Juli 2013 veröffentlichen.



Die gesetzlichen Krankenkassen und ihre Verbände unterstützen und fördern seit vielen Jahren Strukturen und Aktivitäten der gesundheitsbezogenen Selbsthilfe durch immaterielle, infrastrukturelle und finanzielle Hilfen. Die Selbsthilfeförderung zielt darauf ab, die Selbsthilfe in der Vielfalt ihrer Strukturen und Ausrichtungen zu unterstützen und dabei auch die neueren Entwicklungen der Selbsthilfebewegung in Deutschland zu berücksichtigen. Der Leitfaden beschreibt den Rahmen für die Umsetzung der Selbsthilfeförderung auf verschiedenen Förderebenen (Bundes-, Landes- und Ortsebene). Er definiert die Inhalte und Verfahren der Förderung und trägt zu einer weitgehend einheitlichen Rechtsanwendung in der Förderpraxis bei. Die Anwendung soll die Transparenz des Förderverfahrens erhöhen.


Der Leitfaden wurde in Zusammenarbeit mit den Verbänden der Krankenkassen auf Bundesebene sowie unter beratender Beteiligung der Vertretungen der für die Wahrnehmung der Interessen der Selbsthilfe maßgeblichen Spitzenorganisationen erstellt. Er ist als Anlage beigefügt.





Anlage





Der Paritätische Gesamtverband - wir verändern. : Leitfaden zur Selbsthilfeförderung

2012-05-21

Protest-Song mit Gebärdensprachdolmetschung wieder da - Gebärdenwelt

Donnerstag, 10. Mai 2012, 09:11 Uhr
  


WILLKOMMEN IN DER REALITÄT
Am 5. Mai war auch heuer wieder - wie jedes Jahr - der Europäische Protesttag für die Gleichstellung von Menschen mit Behinderung. Dieses Jahr war fand der Protesttag bereits zum 20. Mal statt.

Der Verein Aktiv Barrierefrei Selbstbestimmt Leben und die Aids und Behinderten Selbsthilfegruppe aus Deutschland haben anlässlich des Europäischen Protesttages einen Protestsong produziert und diesen auch heuer wieder auf ihrer Homepage veröffentlicht.

Sänger ist JEFF Bam Hayoukid und der Titel des Liedes ist "Willkommen in der Realität". Bei dem Lied handelt es sich um ein Projekt von Menschen mit und ohne Behinderung und richtet sich an alle Menschen, die sich für Inklusion, die Gleichstellung von Menschen mit Behinderung und für die Umsetzung der Behindertenrechtskonvention (BRK) einsetzen. Gefördert wurde das Projekt von der Aktion Mensch. Protest-Song mit Gebärdensprachdolmetschung wieder da - Gebärdenwelt

2011-03-16

ForseA - 2004 Marsch aus den Institutionen - Ihsan Özdil, Coburg

Seit meinem Badeunfall 1979 setze ich mich mit der Situation von behinderten und älteren Menschen auseinander. Schon im Krankenhaus, während der Rehabilitationsphase, veranstalteten wir wöchentliche Treffen von und mit behinderten Menschen, um Erfahrungen auszutauschen. Wir hatten schon damals mitbekommen, dass wir, wenn wir uns den vermeintlich gut gemeinten Institutionen ausliefern, auf dem direkten Weg von der Klinik in die Heime verlegt würden, so wie es Einigen von uns erging.

Von der Beratungspflicht der Sozialämter haben wir damals vorerst nichts gewusst. Wie auch! Denn wir mussten zuallererst lernen, mit den Hilfsmitteln umzugehen. Den größten Teil unserer Zeit waren wir damit Beschäftigt, zu üben uns im Rollstuhl fortzubewegen. Wie sollten wir gleichzeitig noch das Bundessozialhilfegesetz (BSHG) studieren? Deshalb wäre eine breite Information über die Möglichkeiten eines selbstbestimmten Lebens in gewohnter Umgebung seitens der Ämter sehr hilfreich gewesen.

Aus eigener Erfahrung weiß ich heute, worauf es für viele Menschen mit Behinderung ankommt: Nämlich ihnen zu zeigen, dass sie gesetzliche Ansprüche haben und sie dabei zu unterstützen, diese auch in Anspruch nehmen zu können. Alten- und Pflegeheime dürfen für alle Menschen nicht die Endlösung sein. (...)
Als erster Vorsitzender des Vereins Behindertenselbsthilfe e.V. Coburg und über das Forum selbstbestimmter Assistenz behinderter Menschen – ForseA - versuche ich all die zu erreichen, die aus der Isolation heraus wollen.
ForseA - 2004 Marsch aus den Institutionen - Ihsan Özdil, Coburg

teilhabe-gestalten.rlp.de | Nachhaltige Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention gefordert

09.03.2011

Nachhaltige Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention gefordert

Am 29. Januar war es wieder einmal soweit: Die Landesarbeitsgemeinschaft (LAG) Selbsthilfe Behinderter lud zum Januar-Gespräch in den rheinland-pfälzischen Landtag nach Mainz ein. Unter dem Motto „UN-Behindertenrechtskonvention nachhaltig umsetzen“ diskutierten Vertreterinnen und Vertreter aus Politik und Behindertenselbsthilfe gemeinsam über die Ausgestaltung der UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen in Deutschland und in Rheinland-Pfalz.

teilhabe-gestalten.rlp.de | Nachhaltige Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention gefordert

2011-03-04

ForseA - 20 Jahre Assistenz - Gusti Steiner: Wie alles anfing - Konsequenzen politischer Behindertenselbsthilfe

Ich bin 1938 geboren, habe einen fortschreitenden Muskelschwund, konnte die ersten 10 Jahre meines Lebens noch laufen und besuchte von 1946 bis 1950 in Frankfurt die Grundschule. Anschließend ging ich zu einer Realschule und merkte bei meiner Entlassung 1956, dass mein weiterer Lebensweg anders zu verlaufen drohte als der meiner Mitschüler. Ich hatte all diese Jahre eine Regelschule besucht, weil zu dieser Zeit das Sonderschulunwesen noch nicht so ausgeprägt war wie einige Jahre später.
Trotz dieser Zufallsintegration gelang es mir 1956 nicht, eine Berufsausbildung zu erhalten, ich fand trotz Bemühungen keine Lehrstelle. Ich begann damals, Nachhilfeunterricht in verschiedenen Fächern zu geben. Auf diese Weise sicherte ich bescheiden meine Existenz und füllte mein Leben mit einer sinnvollen Aufgabe. Diese Tätigkeit übte ich bis 1972 aus. Ich lebte bei meiner Mutter. Sie versorgte mich, half mir bei allen möglichen Verrichtungen und gab mir die notwendige Pflege. Als sie 1972 plötzlich starb, war ich mit einem Schlag auf mich gestellt und musste mir überlegen, wie mein Leben weitergehen sollte.
Ein Heim kam damals für mich nicht in Frage - ich kann heute nicht mehr sagen, wieso ich eine solche Abneigung gegen Heime hatte. Fakt war, ich begann in Frankfurt eine rollstuhlgerechte Wohnung zu suchen und bemühte mich, mit dem Arbeitsamt abzuklären, was ich beruflich als 34jähriger Rollstuhlfahrer machen könnte.
Bei der Wohnungssuche sagte man mir schon beim ersten Anruf, dass es in Frankfurt keine einzige rollstuhlgerechte Wohnung gebe. Diese Auskunft schien mir ganz unglaublich, denn ich konnte mir nicht vorstellen, dass ich der einzige Rollstuhlfahrer in dieser Stadt sein sollte. Ich bemühte mich weiter um eine zugängliche Wohnung und erhielt vom Wohnungsamt die Anschriften einiger Altenwohnungen, die mehr zufällig rollstuhlzugänglich waren. Bei dem Versuch, mir diese Wohnungen anzusehen, merkte ich sehr schnell, dass die Öffentlichen Verkehrsmittel mit dem Rollstuhl nicht zu benutzen waren und dass es keinen besonderen Fahrdienst für mich gab. Diese Erfahrung war für mich vollkommen unakzeptabel: Ich dachte mir, es kann doch eigentlich nicht sein, dass Rollstuhlfahrer in einer Stadt nicht leben können. Ich verstand nicht, dass Politiker die Bedarfe behinderter Menschen in ihren Entscheidungen unberücksichtigt ließen.
Für mich war unsere Lebenssituation politisch verursacht - durch politische Entscheidungen dieser Gesellschaft wurden wir zu Behinderten und wir nahmen diese Rolle, die uns den Entscheidungen anderer unterwarf, an...



ForseA - 20 Jahre Assistenz - Gusti Steiner: Wie alles anfing - Konsequenzen politischer Behindertenselbsthilfe
Related Posts Plugin for WordPress, Blogger...