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2013-11-29

Bürgerkrieg : Über eine Million syrische Kinder auf der Flucht - Nachrichten Politik - Ausland - DIE WELT

11:05

Bürgerkrieg

Über eine Million syrische Kinder auf der Flucht

Eine ganze Generation syrischer Kinder ist auf der Flucht: Fast 400.000 leben allein im Libanon. Eine Mehrheit der Kinder ist psychisch labil. Das UN-Flüchtlingshilfswerk warnt vor Spätfolgen.

Bürgerkrieg : Über eine Million syrische Kinder auf der Flucht - Nachrichten Politik - Ausland - DIE WELT

2013-10-30

Bürgerkrieg in Syrien führt zu Polio-Ausbruch - Gesundheit - Süddeutsche.de



Kinderlähmung Bürgerkrieg in Syrien führt zu Polio-Ausbruch


Syrien WHO bestätigt Polio-Ausbruch

(Video: Reuters, Foto: Jamal Saidi/Reuters)

Mindestens zehn Kinder sind in Syrien bereits an Kinderlähmung erkrankt, weitere Fälle sind zu befürchten. Denn anders als vor dem Bürgerkrieg sind Tausende Säuglinge nicht geimpft worden. Nun warnt die WHO, dass das Polio-Virus sich in der Region weiter ausbreiten könnte. 

 Neben allen Opfern, die der Bürgerkrieg in Syrien direkt fordert, kommen nun auch noch Kinder hinzu, die an Kinderlähmung erkrankt sind.

Bürgerkrieg in Syrien führt zu Polio-Ausbruch - Gesundheit - Süddeutsche.de

2013-07-23

Behinderter Flüchtling aus Somalia kämpft in München um Arbeit - SPIEGEL ONLINE


Somalischer Flüchtling im Rollstuhl: Abdi Karshes Kampf um ein neues Leben

Von Till Mayer, München
 Als er 18 Jahre alt ist, trifft ihn eine Kugel; der Somalier Abdi Karshe ist seitdem querschnittsgelähmt. Im Bürgerkrieg hat der verletzte Mann keine Aussicht zu überleben. Er reist illegal nach Deutschland, findet Freunde - und sucht seine zweite Chance.
Behinderter Flüchtling aus Somalia kämpft in München um Arbeit - SPIEGEL ONLINE

Flüchtlinge helfen am Bahngleis - Gmünder Tagespost


Flüchtlinge helfen am Bahngleis

Asylbewerber geben Hilfestellung für Passanten an der provisorischen Überführung des Bahnhofs
Vor drei Wochen hat Oberbürgermeister Richard Arnold versprochen, er wolle sich der Probleme am Gmünder Bahnhof annehmen. Denn die provisorische Überführung zu den Gleisen zwei und vier macht Fahrgästen mit Gepäck immer wieder zu schaffen. Jetzt begrüßte er mit Landrat Klaus Pavel neun Flüchtlinge, die Reisenden mit schwerem Gepäck helfen.
Matthias Thome

 Schwäbisch Gmünd. Der Gmünder Bahnhof wird für sieben Millionen Euro saniert. Die Toiletten und das Restaurant werden erneuert. Der Bahnsteig wird angehoben – des leichteren Einstiegs wegen. Vor allem aber werden zwei neue Aufzüge für Barrierefreiheit sorgen. Bis es so weit ist, führt ein Treppengerüst aus Metall von Gleis eins auf zwei und vier – und ist vielen Gmündern ein Dorn im Auge. Denn mit Koffern oder gar Fahrrädern und Kinderwägen stellt dieser Übergang für viele eine Herausforderung dar.
Flüchtlinge helfen am Bahngleis - Gmünder Tagespost

In Schwäbisch Gmünd helfen Asylbewerber Reisenden beim Koffertragen - SPIEGEL ONLINE

Lampedusa: Papst geißelt Gleichgültigkeit gegen Flüchtlingselend | ZEIT ONLINE

Handicap International: Die Situation behinderter Flüchtlinge in den Unterkünften

"Flüchtlinge mit Behinderung bleiben oft chancenlos" | Pressemitteilung Handicap International 

Hamminkeln: Flüchtlingshilfe kämpft gegen die Abschiebung von Emil (9)

Abschiebung einer Mutter mit zwei behinderten Söhnen abzuwenden | The VOICE Refugee Forum Germany - Flüchtlinge und Asyl in Deutschland

 Straßburg stoppt Abschiebung eines schwer Behinderten - Integration - derStandard.at › Panorama

Behinderter Flüchtling aus Somalia kämpft in München um Arbeit - SPIEGEL ONLINE 
 
Chancen trotz Handicap: Der Traum vom selbstbestimmten Leben | Das interkulturelle Magazin | B5 aktuell | BR.de

bezev e.V.   |  Migration, Flucht und Behinderung

Flug in die Ungewissheit - Macht - jetzt.de

Bahn lässt Flüchtlinge in Schwäbisch Gmünd nicht mehr Koffer tragen - SPIEGEL ONLINE

2013-07-02

Viele alte Menschen leiden unter Erinnerungen an sexuelle Gewalt -Wiesbadener Kurier - Wiesbaden

 Wiesbaden 


Wiesbaden: Viele alte Menschen leiden unter Erinnerungen an sexuelle Gewalt - Demenz als Auslöser für Ängste


02.07.2013 - WIESBADEN
Von Katja Mathes
Maria K. (Name von der Redaktion geändert) war etwa 20 Jahre alt, als sie während des Krieges mit ihrer Mutter und ihrer Schwester von Danzig in Richtung Deutschland fliehen musste. Auf der Flucht sind die drei Frauen polnischen Soldaten begegnet. „Sie können sich vorstellen, was dann passiert ...“ Es sind Sätze wie diese, die Maria K. ihrer Betreuerin im Altenpflegeheim der Caritas anvertraut. Vielleicht hat sie über ihre Erlebnisse im Krieg vorher mit niemandem gesprochen, nicht einmal mit ihren Kindern. Und was genau passiert ist, erzählt sie selbst ihrer Betreuerin nicht. „Konkreter wird sie nie“, sagt Durdica Kukec, Pflegedienstleiterin im Haus St. Hedwig der Caritas. Das Wort Vergewaltigung fällt nicht. Nur: „Sie haben sich zuerst die Jüngste und Schönste ausgesucht.“ Heute, im Heim, leidet Maria K. darunter, dass sie vom Pflegepersonal gewaschen werden muss – auch im Intimbereich. Deshalb müssen ihre Pflegerinnen und Pfleger behutsam mit ihr umgehen, erstmal ihr Vertrauen gewinnen.
Vergewaltigung, Missbrauch, Flucht, Tod – wenn alte Menschen im Heim sind, kommen Erlebnisse wieder hoch, die die meisten von ihnen ihr Leben lang verdrängt haben. Über Vergewaltigung im Krieg wurde nicht gesprochen, erst recht nicht, wenn Männer die Opfer anderer Männer wurden. Jetzt, im Heim, wenn sie pflegebedürftig sind, gewaschen werden müssen, werden Erinnerungen wach. Und das stellt die Pfleger vor große HerausforderungenWiesbadener Kurier - Wiesbaden: Viele alte Menschen leiden unter Erinnerungen an sexuelle Gewalt -...

2012-08-30

Paralympics: Kabul – London: vom Schlachtfeld ins Stadion - Allgemein - Stuttgarter Zeitung

Paralympics

Kabul – London: vom Schlachtfeld ins Stadion 
Tobias Schall, 29.08.2012 09:08 Uhr
 
London/Stuttgart - Leutnant Brad Snyder will helfen. Männer wie er sind gefragt. Es ist der 7. September 2011. Er ist Mitglied des EOD, des Kampfmittelräumdienstes. Von Oktober 2008 bis März 2009 war er für die US Army im Irak im Einsatz. Seit April 2011 ist er nun in Afghanistan. Tödliche Fallen beseitigen. An diesem Mittwoch geht er selbst in die Falle. Snyder will zwei afghanischen Soldaten zu Hilfe kommen, die von einer Sprengfalle verwundet worden sind. Er eilt zu ihnen. In einem kleinen Bewässerungsgraben tritt er auf eine versteckte zweite Vorrichtung. Der Sprengsatz verbrennt sein Gesicht und reißt es auf. Das Letzte, was Brad Snyder von dieser Welt sieht, sind seine Arme und seine Beine, auf die er in dieser Sekunde intuitiv schaut. Dann wird die Welt schwarz. Eine Woche später wird ihm mitgeteilt, dass es keine Chance gibt, sein Augenlicht wiederherzustellen. Die Augäpfel werden entfernt.
„Ich werde es den Leuten zeigen, ich werde mich davon nicht unterkriegen lassen. Ich lasse nicht zu, dass die Blindheit mich isoliert. Ich werde einen Weg finden, voranzukommen“, so hat Brad Snyder seine erste Reaktion später der US-Nachrichtenwebsite „msnbc.com“ beschrieben. Snyder war vor seinem Unfall ein talentierter Schwimmer, einer der besten bei der Navy.

Paralympics: Kabul – London: vom Schlachtfeld ins Stadion - Allgemein - Stuttgarter Zeitung

2012-08-29

Rollstuhl-Polo und Bogenschießen: Deutscher erfand Paralympics, um Soldaten zu retten - Paralympics 2012 - FOCUS Online - Nachrichten

Rollstuhl-Polo und Bogenschießen 

Deutscher erfand Paralympics, um Soldaten zu retten

Mittwoch, 29.08.2012, 16:59 · von FOCUS-Online-Autor

Ludwig Guttmann, London, Paralympics, Rollstuhl
dpa „Take off for glory“ steht am Check-In der Paralympics-Sportler am Frankfurter Flughafen geschrieben.
 
Der Neurologe Ludwig Guttmann rettete querschnittsgelähmten Soldaten mit einem Wettbewerb das Leben: Viele lagen bereits in Särgen, weil mit ihrem baldigen Tod gerechnet wurde. Es war die Geburtsstunde der Paralympics.
weiter lesen auf FOCUS Online:

Rollstuhl-Polo und Bogenschießen: Deutscher erfand Paralympics, um Soldaten zu retten - Paralympics 2012 - FOCUS Online - Nachrichten

2012-05-30

Handicap International: Presseerklärung 23.05.2012

Immer noch Landminen in Bosnien-Herzegowina - Aktionswettbewerb für Jugendliche

Presseerklärung vom 23.05.2012

 

Vor 20 Jahren begann im heutigen Bosnien-Herzegowina der Krieg, mit dessen Folgen die Menschen immer noch in vielfacher Weise konfrontiert sind. So sind nach dem Ende der Kämpfe Millionen von Landminen und Blindgängern liegengeblieben, die bis heute fast 1.700 Männer, Frauen und Kinder getötet haben. Weit über 6.000 Menschen haben einen Minenunfall überlebt und sind seither auf Unterstützung angewiesen.
Handicap International hat in einem langjährigen Projekt dazu beigetragen, dass die Überlebenden nachhaltig versorgt und die Minen geräumt werden. Heute sind vor allem lokale Entminungsteams in Bosnien-Herzegowina aktiv, die immer noch 2.8 % des Landes (1.443 km²) von Minen befreien müssen. Bis 2019 soll diese lebenswichtige Mission erfüllt sein.

Aus diesem Anlass veranstaltet Handicap International gemeinsam mit der Berliner tageszeitung einen Wettbewerb, der junge Menschen in Deutschland dazu animieren soll, sich mit den Folgen dieses Krieges zu beschäftigen: Wie wirken sich Minen im Alltag der Menschen, insbesondere auf Jugendliche, aus? Welche Rechte und Chancen haben die Überlebenden in der Nachkriegsgesellschaft? Aus den Recherchen sollen dann kreative Aktionen entstehen, mit denen die Informationen weitergetragen und die Betroffenen in Bosnien-Herzegowina unterstützt werden.

Teilnehmen können Einzelne oder Gruppen bis zu drei Personen von 16 bis 20 Jahren. Die Siegergruppe reist schließlich nach Bosnien-Herzegowina, um dort betroffene und engagierte Menschen zu treffen und wird in Blogs bei der taz und Handicap International über ihre Reise berichten.
Information:Dr. Eva Maria Fischer, Handicap International 089/54 76 06 13, 0176/99 28 41 Handicap International: Presseerklärung 23.05.2012

Uganda: Kampf der Minenopfer für ein neues Leben - SPIEGEL ONLINE

Die Überlebenden von Kitholhu

Das Grenzgebiet zwischen Uganda und dem Kongo ist ein Schlachtfeld - auch wenn die Kämpfe schon vor Jahrzehnten aufgehört haben. Doch die Minen sind noch da. Bis heute treten Menschen auf die Sprengfallen. Wer überlebt, ist auf Hilfsorganisationen angewiesen.

Uganda: Kampf der Minenopfer für ein neues Leben - SPIEGEL ONLINE

2012-04-03

Landmine.de: Schluss mit diesem Wahnsinn

Schluss mit diesem Wahnsinn


Der Sänger Sebastian Krumbiegel über den Einsatz gegen Landminen



Sebastian Krumbiegel zeigt Bein. (c) D. Lüneberg / SODI
(03.04.2012)
Am 4. April ist der Internationale Tag zur Aufklärung über Minengefahr. Mit der Kampagne »Zeig dein Bein« demonstrieren seit Anfang März weltweit Tausende Menschen ihre Solidarität für die rund 500 000 Minenopfer – unter ihnen Sebastian Krumbiegel, Sänger der "Die Prinzen". Jenny Becker im Gespräch mit dem 45-jährigen Musiker, der sich seit Jahren im Kampf gegen Landminen engagiert.
Landmine.de: Schluss mit diesem Wahnsinn

2011-12-13

Der erste Rollstuhlfahrer an Burundis Universität | Passauer Neue Presse - Ein Licht im Advent für Waisenkinder in Burundi - 2011

Der erste Rollstuhlfahrer an Burundis Universität

Lernen zu können bedeutet Olivier alles. Der ehrgeizige Student hofft auf einen guten Job. Er will der Hilfsorganisation AMADE alles zurückgeben, was sie für ihn getan hat und noch tut. "Mit dem Geld soll jemandem geholfen werden, der wie ich ein bisschen Starthilfe braucht", sagt der 24-Jährige.  − Fotos: Hedemann

Lernen zu können bedeutet Olivier alles. Der ehrgeizige Student hofft auf einen guten Job. Er will der Hilfsorganisation AMADE alles zurückgeben, was sie für ihn getan hat und noch tut. "Mit dem Geld soll jemandem geholfen werden, der wie ich ein bisschen Starthilfe braucht", sagt der 24-Jährige.  − Fotos: Hedemann

"Als die Männer mit den Gewehren und den Macheten kamen, konnten die anderen wegrennen und sich verstecken. Ich konnte das nicht. Eigentlich ist es ein Wunder, dass ich den Krieg überlebt habe", erzählt Olivier Gahungu. Als er zwei Jahre alt war, begann die Kinderlähmung ihm die Kontrolle über seinen Körper zu entreißen, doch keine Krankheit konnte sich seines Geistes bemächtigen. Der 24-Jährige ist der erste Rollstuhlfahrer an der Universität in der burundischen Hauptstadt Bujumbura. Wenn seine Kommilitonen etwas nicht verstanden haben, bitten sie oft Olivier, es ihnen nochmal zu erklären.

PNP-Weihnachtsaktion: Der erste Rollstuhlfahrer an Burundis Universität | Passauer Neue Presse - Ein Licht im Advent für Waisenkinder in Burundi - 2011

2011-09-02

Handicap International: Kämpfe um Tripolis - Handicap International bereitet sich auf erweiterten Einsatz vor

Handicap International bereitet sich auf einen Einsatz in den umkämpften Gebieten vor

Handicap International ist seit mehreren Monaten in Libyen aktiv und klärt über die Gefahren auf, die von Minen und anderen nicht explodierten Kriegsresten ausgehen. Die Organisation bereitet sich darauf vor, den Einsatz auf jene Gebiete auszudehnen, die von den jüngsten Auseinandersetzungen besonders betroffen sind.

Ein nicht erkennbarer Kriegsrest liegt im Sand, gesichert von Seilen und Warnschildern
Damit sie wiedergefunden werden und entschärft werden können, müssen explosive Kriegsüberreste markiert werden. © Handicap International
Seit mehreren Tagen dauern die Kämpfe zwischen den Streitkräften Muammar Gaddafis und den Aufständischen um die Vorherrschaft in der Hauptstadt Tripolis an. Handicap International ist dazu in der Lage, sehr schnell ein Team in die betroffenen Gebiete zu entsenden. Denn das Ende von Kampfhandlungen bedeutet nicht, dass alle Gefahr für die Zivilbevölkerung gebannt ist. So ist es sehr wahrscheinlich, dass im umkämpften Stadtgebiet explosive Kriegsreste gefunden werden (z.B. Artilleriegranaten, Granatwerfer, Raketen, Fernlenkgeschosse, Bodenminen, nicht explodierte Granaten), die für die Bevölkerung eine tödliche Gefahr darstellen. Die Organisation möchte die Risiken auswerten, denen sich die betroffene Bevölkerung gegenübersieht und, falls nötig, Präventionsmaßnahmen anbieten.

Einige Wochen nach dem Beginn der Unruhen in Libyen war bereits ein Team von Handicap International vor Ort, um eine Untersuchung der betroffenen Landesteile auf explosive Kriegsreste und die davon ausgehenden Gefahren durchzuführen. Die Untersuchung von Handicap International bestätigte die Vermutung, dass die explosiven Kriegsreste eine immense Gefahr für die Bevölkerung darstellen. Umfangreiche Räumungsarbeiten werden nach dem Ende der Auseinandersetzungen nötig sein. Um möglichst viele Unfälle zu vermeiden und Leben zu retten, hat die Organisation in der Zwischenzeit Informations-Aktionen und Veranstaltungen zur Minenaufklärung für die betroffenen Menschen ins Leben gerufen.

Eine große Reklametafel neben einer Straße mit warnenden Bildern zu Minen und explosiven Überresten
Unsere Reklametafeln mit Warnungen hängen direkt an großen Straßen © Handicap International
Handicap International sensibilisiert die Bevölkerung, vor allem die Kinder, für die Gefahren von Minen und explosiven Kriegsresten. In Benghazi bieten die Mitarbeiter von Handicap International Kurse an, um den Menschen die richtigen Verhaltensweisen gegenüber Minen und explosiven Kriegsresten nahe zu bringen: Sich nicht nähern, das Objekt nicht berühren, die Gefahrenzone markieren, die Teams von Handicap International und die lokalen Behörden informieren. Eine weitere Zielgruppe für diese Aktionen sind im Moment auch Beschäftigte von Privatfirmen, lokalen Behörden und anderen Hilfsorganisationen.

Seit dem 23. Juni führt Handicap International die Sensibilisierungs-Aktivitäten auch in Ajdabiya durch. Die Organisation hat so genannte „Scouts“, Pfadfinder, ausgebildet, die Materialien zur Minenaufklärung nach Misratah bringen, eine der besonders schwer getroffenen Regionen.

Übrigens: Der Übergangs-Nationalrat in Libyen hat in einer Presseerklärung vom 27. April 2011 erklärt, keine Bodenminen (Anti-Personen- und Anti-Fahrzeug-Minen) mehr einzusetzen und den Bestand zu vernichten. Der Nationalrat hat ebenfalls Bereitschaft geäußert, sich an Entminungs- und Minenaufklärungs-Aktivitäten zu beteiligen und sich um Opferhilfe zu kümmern.

Handicap International: Kämpfe um Tripolis - Handicap International bereitet sich auf erweiterten Einsatz vor

2011-07-26

Neue Chancen für traumatisierte und behinderte Jugendliche in Palästina - 24. Oltner 2-Stunden Lauf

Neue Chancen für traumatisierte und behinderte Jugendliche in Palästina

Im Westjordanland und im Gaza-Streifen leben insgesamt ca. 4 Millionen Menschen. Ein bedeutender Anteil davon sind Flüchtlinge, die 1948 nach der Staatsgründung Israels aus dem heutigen israelischen Kernland flüchteten. Die palästinensische Bevölkerung ist ausgesprochen jung, mehr als die Hälfte ist weniger als 18 Jahre alt. Diese Generation hat limitierte Perspektiven und besonders der Einstieg ins Berufsleben ist aufgrund der wirtschaftlichen Situation schwierig. Insbesondere bei Jugendlichen ist die Arbeitslosigkeit deshalb sehr hoch. Dazu kommt, dass vor allem Kinder und Jugendlichen besonders unter der von Gewalt und Unterdrückung geprägten Situation leiden. Die Eskalation des palästinensisch-israelischen Konfliktes führte in den letzten Jahren zudem zu Tausenden von Verletzten, die lernen müssen, mit einer permanenten Behinderung zu leben.

Neue Chancen für traumatisierte und behinderte Jugendliche in Palästina - 24. Oltner 2-Stunden Lauf

Palästina: Die jüngste Nation der Welt

Petition unterzeichnen
avaaz.org 


Seit 1998 unterstützt Handicap International fünf Bezugszentren, die Menschen mit Behinderung helfen (technische Unterstützung, Ausrüstung, Ausbildung). Die Organisation wirkt an der Bewertung von Produktionswerkstätten für Rollstühle mit sowie an einer Umfrage über die Zufriedenheit der Benutzer von Behandlungszentren für Menschen mit Behinderung. Außerdem unterstützt sie mit Hilfe von Defence for Children International ein Minenaufklärungsprogramm.
Im November 2001 stellte die Organisation in Zusammenarbeit mit dem El Wafa Hospital ein Rehabilitationsteam zusammen, das Rehabilitation in den eigenen vier Wänden anbietet, einerseits für Menschen mit Behinderung, andererseits für während der Intifada verletzte Menschen. Das Projekt bedient die Zone südlich des Gazastreifens.
2005 entstand eine Partnerschaft mit dem Orientierungs- und Ausbildungszentrum von Bethlehem, um palästinensischen Kindern die Opfer des Konfliktes wurden psychologische Betreuung zu bieten. Ausbildungskurse für Physiotherapeuten und das medizinische Personal werden in sechs Rehabilitationszentren organisiert.
Nach der Krisensituation im Gazastreifen zum Jahreswechsel 2008/2009 wurde ein Nothilfeprogramm ins Leben gerufen.
handicap-international.ch/

2011-07-10

Gesellschaft für Alle

"Gesellschaften für alle" schaffen


Frage: Wie beurteilen Sie den nationalen Aktionsplan zur UN-Behindertenrechtskonvention, der von der Bundesregierung beschlossen wurde?
Gaby Weigt: Das Bundeskabinett legt zwei Jahre nach Ratifizierung und vier Jahre nach der Unterzeichnung der UN-Behindertenrechtskonvention den ersten nationalen Aktionsplan vor – dieser Plan ist längst überfällig und bleibt weit hinter den Erwartungen zurück. Obwohl die zivilgesellschaftlichen Organisationen und Verbände in einem Konsultationsprozess in die Entstehung des Aktionsplans eingebunden waren, finden sich ihre vorgeschlagenen Maßnahmen kaum darin wider.
Zudem verbleiben die formulierten Visionen unverbunden mit den aufgeführten Maßnahmen. Die meisten Maßnahmen werden seit Jahren bereits durchgeführt. Es fehlen neue Aktivitäten und Programme.
Frage: Wo besteht Ihrer Meinung nach Nachbesserungsbedarf?
Weigt: Die Beteiligung der Zivilgesellschaft muss tatsächlich ernst genommen werden. Dies bedeutet, dass die in dem Konsultationsprozess erarbeiteten Visionen in den Aktionsplan aufgenommen und mit den zahlreichen konkret vorgeschlagenen Maßnahmen hinterlegt werden müssen. Gleichzeitig müssen Angaben zur Finanzierung gemacht und ein Monitoring der Umsetzung der Maßnahmen aufgenommen werden.
Frage: Die meisten Menschen mit Behinderung leben in den Entwicklungsländern. Wird dies in dem Plan genügend berücksichtigt?
Weigt: Die weiter oben kritisierten Punkte betreffen auch das Handlungsfeld Internationale Zusammenarbeit, in dem Entwicklungszusammenarbeit und Humanitäre Hilfe zusammengefasst sind. Es ist allerdings als ein großer Erfolg zu werten, dass dieses Handlungsfeld überhaupt in den nationalen Aktionsplan aufgenommen worden ist. Die internationalen Aspekte sollten anfangs nicht als Handlungsfeld berücksichtigt werden. Nur aufgrund der starken Lobbyarbeit der VENRO-AG Behinderung und Entwicklung ist es gelungen, dieses Handlungsfeld gleichberechtigt mit den anderen Handlungsfeldern im Aktionsplan zu verankern.
Frage: Was sind die Ursachen für die hohe Zahl an behinderten Menschen in Entwicklungsländern?
Weigt: Armut, Kriege und Naturkatastrophen, mit wachsender Bedeutung die Folgen des Klimawandels, sind die hauptsächlichen Ursachen für Behinderungen in Entwicklungsländern. Nach Angaben der Weltbank haben 20 Prozent aller in extremer Armut lebenden Menschen Behinderungen. Kriege und Naturkatastrophen führen direkt zu einer Vielzahl von neuen Behinderungen, indirekt steigt ihre Zahl in den betroffenen Ländern, wenn sich auch die Armutssituation verschärft. In diesen Ländern sind die Versorgungsmöglichkeiten meistens nicht ausreichend, um Prävention und Behandlung zu gewährleisten, die dauerhafte Behinderungen vermeiden können.
Frage: Was benötigen die Menschen mit Behinderung in den armen Ländern am dringendsten?
Weigt: Menschen mit Behinderung in armen Ländern benötigen am dringendsten eine gleichberechtigte Beteiligung an allen Maßnahmen der Armutsbekämpfung. Sie sind überproportional stark von Armut betroffen, gehören aber mit zu den am meisten marginalisierten Gruppen, das heißt, dass sie zu wenig in Projekten und Programmen der Armutsbekämpfung berücksichtigt werden.
Menschen mit Behinderung gehören zu den hauptsächlichen Zielgruppen von Armutsbekämpfungsprogrammen. Daher ist es notwendig, dass ihre Inklusion zu einem selbstverständlichen Teil der Programme wird.
Parallel zu einer allgemeinen Einbeziehung in Entwicklungsprogramme und in humanitäre Interventionen müssen auch die besonderen Bedürfnisse von Menschen mit Behinderungen durch eine Verstärkung von spezifischen Dienstleistungen berücksichtigt werden. Sowohl der Auf- beziehungsweise Ausbau von Infrastrukturen wie die Ausbildung von lokalem Fachpersonal sind notwendig, um bessere Chancen für ein gleichberechtigtes Leben in der Gesellschaft zu gewährleisten. Auch der Zugang zu den Dienstleitungen muss durch Abbau von Barrieren für Menschen mit Behinderungen garantiert werden.
Zudem benötigen Menschen mit Behinderung Unterstützung bei der Umsetzung ihrer Rechte. Bisher haben 101 Länder, davon viele Entwicklungsländer, die UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderung ratifiziert.
Die Umsetzung der UN-Konvention trägt einerseits zur Armutsminderung bei und beinhaltet andererseits die Gestaltung von „Gesellschaften für Alle“, die über das Thema Behinderung hinausgeht, sondern eine gleichberechtigte und würdevolle Teilhabe am Leben aller Menschen zum Ziel hat.
Frage: Welchen Beitrag muss die Bundesregierung dazu leisten?

Gesellschaft für Alle
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