Posts mit dem Label Humor werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Humor werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

2014-02-25

Lustige Geschichten in einem Bild | kobinet-nachrichten



Lustige Geschichten in einem Bild

Veröffentlicht am


von Ottmar Miles-Paul

Cartoon: alle inklusive

Cartoon: alle inklusive
© Phil Hubbe


Hamburg
(kobinet) In einem Workshop können Kinder gemeinsam mit Phil Hubbe ihre
eigene lustige Geschichte zu Papier bringen. Der Workshop findet im
Rahmen des Begleitprogramms zur Ausstellung "Geht doch!" – Inklusion
erfahren – Eine Erlebnisausstellung, im Hamburg Museum statt. Auf
interaktive und spielerische Weise bietet die Ausstellung vielseitige
Möglichkeiten, sich mit dem Thema Inklusion auseinanderzusetzen. Die
Ausstellung wurde von der Evangelischen Stiftung Alsterdorf in
Kooperation mit dem Hamburg Museum erstellt und ist noch bis zum 21.
April 2014 zu sehen.

Lustige Geschichten in einem Bild | kobinet-nachrichten

Cartoon-Kampagne für Rücksicht | WAZ.de

Gehweg-Parken

Cartoon-Kampagne für Rücksicht

24.02.2014 | 18:00 Uhr



Cartoon-Kampagne für Rücksicht

Mit Cartoons wollen der Beirat für Menschen mit Behinderungen, der
Seniorenbeirat und die Stadt Iserlohn für ihre Kampagne „Parke nicht auf
unseren Wegen" um Aufmerksamkeit werben.Foto: Michael May
Iserlohn. 
Immer wieder haben Rollstuhlfahrer und Menschen mit
Rollatoren Probleme, wenn sie an auf dem Gehweg parkenden Autos
vorbeifahren müssen, weil die Verkehrsteilnehmer die Markierungen nicht
einhalten.
Erhobener Zeigefinger ist out. Humor ist in. Das beherzigen die Initiatoren der neuen Kampagne „Parke nicht auf unseren Wegen!“ Der Beirat für Menschen mit Behinderung, der Seniorenbeirat und die Stadt wählen diesen Weg mit Hilfe von Cartoon-Flyern, die künftig „Falschparker“ an ihren Autoscheiben vorfinden. Quasi eine gelbe oder eine rote Karte.

Cartoon-Kampagne für Rücksicht | WAZ.de

2014-01-25

Altenheim-Bewohner werden mit Filmkalender zu Internet-Stars | WAZ.de

Senioren-Models

Altenheim-Bewohner werden mit Filmkalender zu Internet-Stars

25.01.2014 | 09:00 Uhr

Altenheim-Bewohner werden mit Filmkalender zu Internet-Stars
Ein Bild aus dem Filmkalender der Senioren.
Essen.  
Erst spielten sie Stars, nun sind sie selbst welche: Der
bezaubernde Filmkalender mit Senioren-Models aus dem Revier begeistert
die ganze Welt. Auf Wunsch von Fans aus Belgien, Indien oder Peru soll
der Kalender mit Motiven von „Cabaret“ bis „James Bond“ jetzt
nachgedruckt werden.
Altenheim-Bewohner werden mit Filmkalender zu Internet-Stars | WAZ.de

2013-07-05

Aktion Mensch: Wir zeigen es RTL II & Co!: Blog


Wir zeigen es RTL II & Co!

Autorin: Margit Glasow, am 04.07.2013 um 09:52 Uhr

Was ist Inklusion?


Jugendliche mit und ohne Behinderung setzen sich mit der Art der Darstellung von Behinderung in den Medien auseinander und drehen einen satirischen Filmbeitrag, in dem sie mit allen Vorurteilen und Klischees spielen.



Der Hauptdarsteller Sascha Heidrich beim Interview im Filmbeitrag
Filmbeitrag "Breaking News TV": Vorurteile und Klischees
Fotos: Margit Glasow / thalmannverlag.de


Auslöser für ihre Idee, eine Parodie auf die Darstellung von Behinderung in den Medien zu drehen, sind Filme wie "Der Kleinste Glasknochenmann" in der Reihe "Außergewöhnliche Menschen" auf RTL II und Co. Sascha, Nina, Ellen, Annika, Simon und ein paar andere Jugendliche, von denen einige mit Glasknochen leben, sind ziemlich genervt von solchen Phrasen wie "an den Rollstuhl gefesselt sein", "das Leben meistern" oder "unter der Behinderung leiden". Sie wollen sich von den privaten (und vielleicht auch öffentlichen?) Fernsehsendern nicht auf ihre Behinderung reduzieren lassen, sondern zeigen, dass sie – wie andere in ihrem Alter auch – ihr Leben in die eigenen Hände nehmen und Spaß daran haben.
Auf der im Frühsommer stattgefundenen Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Osteogenesis imperfecta (Glasknochen) Betroffene, deren Mitglieder sie sind, haben sie sich deshalb dafür entschieden, an einem Medien-Workshop mit dem Filmemacher Volker Westermann teilzunehmen. Hier wollen sie einen Film drehen, in dem sie alle bestehenden Vorurteile und Klischees bedienen und für den Zuschauer diese stark vereinfachten, reduzierten Wahrnehmungsmuster aufbrechen. Stark überzogen wird dargestellt, dass Jeremy-Pascal Pfeiffer, gespielt von Sascha Heidrich, an der Glasknochenkrankheit leidet, im Alltag ständig Hilfe braucht und damit seine ganze Familie belastet. Seine Mutter pflegt ihn aufopferungsvoll, von ihrem Mann, der Hartz-IV-Empfänger ist, bekommt sie dabei wenig Unterstützung. Auch Jeremys Schwester ist größtenteils mit der Versorgung ihres Bruders beschäftigt und hat kaum eigene Freizeit. In seiner Klasse ist der kleine Glasknochenmann ein Außenseiter, nur ein Mädchen, die Mitleid mit dem schwerbehinderten Jungen hat, hält zu ihm.
Beim Betrachten des Films wird deutlich, wie gut die jungen Leute die Problematik durchschauen und es ihnen gleichzeitig sichtlichen Spaß macht, sich einzumischen und Seitenhiebe zu verteilen - nicht zuletzt auch auf die Beziehungsprobleme der Eltern.

Aktion Mensch: Wir zeigen es RTL II & Co!: Blog


hier der Film:
 BREAKING NEWS TV - Die Glasknochenkrankheit - YouTube

2013-07-01

Neue Cartoons von Phil Hubbe | kobinet-nachrichten

 Die Lizenz zum Parken - Behinderte Cartoons 5 von Phil Hubbe
 Die Lizenz zum Parken - Behinderte Cartoons 5 von Phil Hubbe
© Lappan

 Magdeburg (kobinet) Phil Hubbe hat jetzt in Magdeburg sein fünftes Buch vorgestellt. "Die Lizenz zum Parken" erschien wieder im Oldenburger Verlag Lappan. Behinderte Cartoons 5 von Phil Hubbe auf 64 farbigen Seiten sind im Buchhandel für 9,95 Euro zu haben. Mehr Infos gibt's (...)
weiterlesen:
Neue Cartoons von Phil Hubbe | kobinet-nachrichten

2012-12-19

Weltuntergangsszenarien: Wie Menschen mit Behinderung sich darauf vorbereiten können : Stiftung MyHandicap

Wenn die Welt wieder mal untergeht...


Ortsschild, auf dem das Wort "Welt" durchstrichen ist
Das Ende der Welt ist nah? Mit unseren Tipps kommen Sie unbeschadet davon (geralt/pixelio)

2012 wird ein Schicksalsjahr. Zum erneuten Male. Unsere Erde hat bereits unzählige angekündigte Weltuntergänge überstanden. Und doch gibt es diesmal wieder offene Fragen. Die wichtigste ist: Wird der nächste Weltuntergang barrierefrei? MyHandicap sucht nach Antworten.


Weltuntergangsszenarien: Wie Menschen mit Behinderung sich darauf vorbereiten können : Stiftung MyHandicap

21.12.12, die Untergang der Gehörlosen? / Downfall for deaf? (with CC subtitle) - YouTube

Bisher bekannter Maya-Kalender endet am 21.12.12, es betrifft nur die Tauben? Der Gott wissen was die Hörenden gemacht hatten 8-0 Drehjahr 2011, Frühjahr 21.12.12, die Untergang der Gehörlosen? / Downfall for deaf? (with CC subtitle) - YouTube

2012-10-22

Roncalli-Chef Paul: „Lachen ist gesund“ - Niedersachsen - Lokales - Kreiszeitung

  • 21.10.12
  • Niedersachsen
Medaille der Medizinischen Hochschule Hannover

Roncalli-Chef Paul: „Lachen ist gesund“

Hannover - „Lachen ist die beste Medizin“: Mit viel Witz und Humor hat Bernhard Paul, Direktor des Circus Roncalli, am Samstag eine Medaille der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) entgegen genommen. Paul engagiert sich seit vielen Jahren für die Entstigmatisierung von psychisch kranken Menschen.

© dpa
Bernhard Paul, Direktor des Circus Roncalli (M), steht zwischen den Klinikclowns im Hörsaal der Medizinische Hochschule in Hannover. Paul wird als Gastredner im Symposium "Lachen ist die beste Medizin" zur Bedeutung von Humor in der Psychotherapie sprechen.


Roncalli-Chef Paul: „Lachen ist gesund“ - Niedersachsen - Lokales - Kreiszeitung

2012-07-18

Krankenkassen - Falsche Fotos auf elektronischen Gesundheitskarten - Deutschland - Politik - Hamburger Abendblatt

Krankenkassen

Falsche Fotos auf elektronischen Gesundheitskarten


Die Versicherten laden zum Teil Promi-Bilder von Brad Pitt oder Darth Vader hoch. Hamburgs Hausärzte fürchten nun Wartezeiten in den Praxen.

Die elektronische Gesundheitskarte: Nicht alle laden ein Bild mit ihrem tatsächlichen Konterfei im Netz hoch
Foto: picture-alliance/ dpa/dpa

Hamburg. Die Einführung der elektronischen Gesundheitskarte in Deutschland läuft offenbar planmäßig schnell, aber nicht reibungslos. Bis zum Ende dieses Jahres werden 70 Prozent der gesetzlich Versicherten die e-Card mit Foto haben. Das beteuerten Vertreter der drei Kassen-Riesen Barmer GEK, Techniker und DAK Gesundheit sowie ihr Spitzenverband. Allerdings sind bei den größten Kassen auch Probleme mit den Fotos aufgetaucht, die nicht vorhersehbar waren.

Nach Informationen des Abendblatts laden Versicherte Fotos von Prominenten, Film- oder Comic-Figuren hoch, die dann auf der Gesundheitskarte landen. Über Zahlen schweigen sich die Kassen aus, weil sie Nachahmer fürchten. "Rihanna, Brad Pitt und Mickymaus sind besonders beliebt", sagte ein hochrangiger Kassenvertreter dem Abendblatt. Auch Darth Vader und andere Charaktere sind den Kassen bereits untergekommen.
Seit dem vergangenen Jahr werden Versicherte angeschrieben und um ihre Fotos gebeten. In den meisten Fällen können die Bilder der Versicherten entweder im Internet hochgeladen, per Post eingeschickt oder sogar in die Geschäftsstellen gebracht werden. Mit ihrer Unterschrift bezeugen die Versicherten, dass sie die Person auf dem Foto sind. Doch eine Identitätsprüfung findet nicht statt - zu aufwendig.Krankenkassen - Falsche Fotos auf elektronischen Gesundheitskarten - Deutschland - Politik - Hamburger Abendblatt

Fellbach: Behinderte als Comicfiguren - Rems-Murr-Kreis - Stuttgarter Nachrichten

Fellbach  

Behinderte als Comicfiguren

Sascha Sauer, vom 17.07.2012 13:56 Uhr
Die Bewohner der „Abenteuer Handicap WG“ erzählen ihre Geschichten. Foto: Stoppel
Die Bewohner der „Abenteuer Handicap WG“ erzählen ihre Geschichten. Foto: Stoppel

Fellbach - Es wird gelacht im Jugendhaus. Genauer gesagt, wird über drei behinderte Menschen gelacht. Diese leben in einer Wohngemeinschaft und meistern mal schlecht, mal recht die ganz normalen Probleme des Alltags. Die Erlebnisse dieser WG sind jetzt als Comicstreifen im Jugendhaus zu sehen.

Fellbach: Behinderte als Comicfiguren - Rems-Murr-Kreis - Stuttgarter Nachrichten

2011-11-07

ARD Mediathek: MDR um zwölf - Darf man Witze über Behinderte machen? - Mittwoch, 02.11.2011 | MDR Fernsehen

Darf man Witze über Behinderte machen?

Ja, sagt der Magdeburger Karikaturist Phil Hubbe. Er ist selbst behindert und will mit seinen Zeichnungen provozieren – und andere zum Schmunzeln bringen.

Quelle: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

ARD Mediathek: MDR um zwölf - Darf man Witze über Behinderte machen? - Mittwoch, 02.11.2011 | MDR Fernsehen

2011-10-26

„Er ist so cool, mein Rollstuhl“ | Echo Online - Nachrichten aus Südhessen

25. Oktober 2011 | Von Reinhard Köthe

„Er ist so cool, mein Rollstuhl“

Musikkabarett: René van Roll bietet zwei Stunden lang beste Unterhaltung, ohne nur einmal das Thema zu wechseln
ASSELBRUNN.
Ein Mann, ein Thema – und das Publikum prustet beim Lachen.  Der Kabarettist René van Roll nahm  es  am Freitag   im Asselbrunner Hüttenwerk mit in seine Welt, in die der Rollstuhlfahrer.  Foto: Yvonne Schnellbacher
| Vergrößern |
Ein Mann, ein Thema – und das Publikum prustet beim Lachen. Der Kabarettist René van Roll nahm es am Freitag im Asselbrunner Hüttenwerk mit in seine Welt, in die der Rollstuhlfahrer. Foto: Yvonne Schnellbacher



„Am Dienstag war ich vielleicht besoffen, hab’ ich doch meinen Rollstuhl in der Kneipe vergessen.“ Das Publikum brüllt vor Lachen, doch konnte es passieren, dass beim Nachdenken über diese Schote der nächste Gag schon wieder verpasst war. Das Leben eines Gelähmten aus einem ganz neuen Blickwinkel, René van Roll zieht im Asselbrunner Hüttenwerk alle runter auf seine Ebene, lässt sie teilhaben daran, wie es ist, wenn man ohne funktionsfähige Beine Spaß am Leben hat – oder manchmal auch nicht. Die Behinderteneinrichtung Integra hatte am Freitag dorthin zu ihrer Comedy-Night eingeladen.
„Er ist so cool, mein Rollstuhl“ | Echo Online - Nachrichten aus Südhessen

2011-10-13

Die Komiker des Deutschen Bundestages - BIZEPS-INFO

Text: Dipl.-Pol. Christiane Link · 13. Oktober 2011 06:52 Uhr

Die Komiker des Deutschen Bundestages

Ich muss gestehen, so viel Sinn für Humor hätte ich den Damen und Herren des Deutschen Bundestages gar nicht zugetraut.
Flagge Deutschland
Ich habe schallend gelacht als ich die Nachricht las: Der Deutsche Bundestag sagt die Veranstaltung zum Welttag der Menschen mit Behinderungen ab, weil sich zu viele behinderte Menschen angemeldet haben - genauer gesagt zu viele Rollstuhlfahrer.
Ja, wer rechnet denn mit sowas? Da macht man eine Veranstaltung zum Thema Teilhabe von Menschen mit Behinderungen und die Leute, die teilhaben sollen, kommen auch noch? Loriot hätte seine Freude daran gehabt. Ich auch, aber ich habe ja auch leicht lachen. Ich lebe ja nicht mehr in Deutschland, sondern genieße "den deutschen Humor" und seine Blüten nur noch etwa einmal im Monat und in kleinen Dosen, wenn ich geschäftlich in Deutschland bin.
Die Komiker des Deutschen Bundestages haben sich offensichtlich nicht überlegt, welches Signal sie mit der Absage der Veranstaltung aussenden: Wenn Ihr über Eure eigenen Belange mitreden wollt, sagen wir die Veranstaltung eben ab - aus Sicherheitsgründen natürlich. Ist für die Politik vielleicht wirklich sicherer, nicht mit den Betroffenen selbst zu reden. Da kann man dann schön weitermachen wie bisher, was im Falle des Deutschen Bundestages bedeutet, wenig bis nichts zu tun, was das Leben von Menschen mit Behinderungen wirklich ernsthaft verbessern würde.
Und selbst wenn es keine politischen Bezug zur Absage gibt, muss sich der Deutsche Bundestag zumindest den Vorwurf gefallen lassen, zu doof zu sein, solch eine Veranstaltung zu organisieren. Ich weiß nicht, was besser ist.
Und wer jetzt meint, das Ganze betreffe ihn nicht, der sollte auf der Hut sein. Ich bin sicher, den Komikern vom Deutschen Bundestag fallen noch mehr Gelegenheiten ein, uns zum Lachen zu bringen: Man könnte den autofreien Sonntag abschaffen - zu viele Fahrradfahrer. Oder die Familienfeste der Parteien - zu viele Kinder. Oder den Karneval der Kulturen - zu viele Ausländer. Und wenn sie nicht aufpassen, wird bald auch der Deutsche Bundestag zum Sicherheitsrisiko - zu viele Politiker.
Nach und nach trudeln die Stellungsnahmen der behindertenpolitischen Sprecher ein. Man bedauert die Absage, es soll für nächstes Jahr eine Lösung gefunden werden. Aber keiner sagt, was alle denken: Wie peinlich!
Und bevor jetzt wieder alle schreien, wie gefährlich es wäre, 100 Rollstuhlfahrer zur gleichen Veranstaltung zu lassen: Genau das passiert im sicherheitsverrückten London nächste Woche. Der Bürgermeister hat, wie in jedem Jahr, zur Disability Capital Conference geladen. Ich war da schon mehrmals und schätze, da sind auch mindestens 100 Rollstuhlfahrer. Und beim Liberty Festival in London sind es sogar noch mehr. Ich bin sicher, die Briten erzählen Euch gerne, lieber Bundestag, wie man mit 100 Rollstuhlfahrern sicherheitstechnisch fertig wird. Nur Mut, Ihr schafft das!

Die Komiker des Deutschen Bundestages - BIZEPS-INFO

2011-10-08

Komische Alte | MAIN-POST Nachrichten für Franken, Bayern und die Welt

MAINSPESSART
Komische Alte

Humor in der Pflege: Klinik-Clowns erhellen mit inszenierten Verrücktheiten den tristen Alltag von Bewohnern im Seniorenheim. Mit originellen Ideen finden Pflegekräfte zu Leichtigkeit und Gelassenheit im Umgang mit Demenzkranken.

Als der Schweizer Marcel Briand noch als Pfleger arbeitete, besuchte er einmal einen Altenheimleiter. Der saß gerade auf einem Schrank und schraubte ihn an der Wand fest. „Wissen Sie“, entschuldigte sich der Heimleiter, „wir haben eine Bewohnerin, die hat die Angewohnheit, auf Schränke zu klettern. Darum schraube ich jetzt den Schrank an.“
Für den Pfleger Briand klang das damals ziemlich verrückt: „Wir haben immer die Alten festgebunden“, erinnert er sich an die gängige Praxis. „Wir wären nie auf die Idee gekommen, die Bewegungsfreiheit des Mobiliars einzuschränken.“
Solche Verrücktheiten hat Briand, der in der Nähe von Bern lebt, inzwischen zu seinem Beruf gemacht. Er verrückt keine Möbel, um scheinbar verrückten Alten mehr Bewegungsfreiheit einzuräumen. Er verrückt die Sichtweise von Schwestern und Pflegern auf die ihnen anvertrauten Menschen. Briand besucht mittlerweile als Begegnungsclown Altenheime, um den Senioren mit unkonventionellen Mitteln nahezukommen. Gerade war er in Heimen in Marktheidenfeld, Karlstadt und Gemünden im Main-Spessart zu Gast. Dort sind mittlerweile bis zu 80 Prozent der Bewohner dement.
Sie leben in einer Welt, die großteils aus den Erinnerungen an zurückliegende Jahrzehnte besteht, während sie das Hier und Jetzt und sogar ihre Familien langsam, aber fortschreitend aus dem Gedächtnis verlieren. Am Ende dieser Entwicklung wissen viele nicht einmal mehr, wer sie selbst sind.
Wie gehen Pflegekräfte mit solchen Menschen um? Wie können sie ihnen mit Respekt begegnen und ihnen die nötige Zuwendung geben, während sie gleichzeitig den stressigen Klinikalltag abarbeiten? Wie bewegen sie ihre Schutzbefohlenen ohne Zwang dazu, so weit wie möglich am Leben um sie herum teilzuhaben und täglich notwendige Abläufe und Verrichtungen zu akzeptieren?
Briands Rezept: Er ordnet nicht die Alten dem Heimalltag unter, sondern passt den Alltag den Menschen an.

Komische Alte | MAIN-POST Nachrichten für Franken, Bayern und die Welt
Related Posts Plugin for WordPress, Blogger...