Posts mit dem Label Ausgrenzung werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Ausgrenzung werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

2014-02-08

EU-Mittel für kommunale Strukturen statt für Heime | kobinet-nachrichten


EU-Mittel für kommunale Strukturen statt für Heime

Veröffentlicht am


von Ottmar Miles-Paul



Logo von ENIL

Logo von ENIL
© ENIL


Dublin
(kobinet) Die Europäische Union bereitet sich derzeit darauf vor, die
Verwendung der Mittel des Struktur- und Investitionsfonds in den
nächsten sieben Jahren zu bestimmen. Der aufgestellte Rahmen für diesen
Zeitraum bedeutet nach Ansicht des Europäischen Netzwerks für
selbstbestimmtes Leben (ENIL) eine historische Gelegenheit, die Rechte
der vielen Menschen zu schützen, die bislang ausgeschlossen sind:
Nämlich für diejenigen, die in Heimen und zentralen Einrichtungen leben
müssen.

EU-Mittel für kommunale Strukturen statt für Heime | kobinet-nachrichten

2014-02-07

Deutsches Ärzteblatt: Ausgrenzung Behinderter: Gedenken und Handeln (07.02.2014)

Ausgrenzung Behinderter: Gedenken und Handeln

Dtsch Arztebl 2014; 111(6): A-197 / B-171 / C-167

Jachertz, Norbert


Norbert Jachertz, gesundheits- und sozialpolitischer Journalist
Ein lange verschwiegenes Thema, die Zwangssterilisation und die sogenannte
Euthanasie in der Nazizeit, scheint nunmehr „ganz oben“ angekommen zu
sein: Dieser Tage besuchte Bundespräsident Joachim Gauck ex officio eine
Ausstellung, die sich mit diesen Verbrechen gegen die Menschlichkeit
auseinandersetzt. Einer der früheren Vizepräsidenten des Bundestages,
Wolfgang Thierse, hatte die Ausstellung in den Bundestag eingeladen, und
seine Nachfolgerin im Amt, Ulla Schmidt, eröffnete sie am Tag der Opfer
des Nationalsozialismus, dem 27. Januar.
Über Täter und Opfer wurde nach dem Ende der Naziherrschaft nicht gerne gesprochen.
Die Opfer der Zwangssterilisationen schwiegen, weil sie sich schämten.
Die Angehörigen der „Euthanasie“-Opfer glaubten, ihre Familiengeheimnisse hüten zu
müssen. Die Ärzteschaft schwieg lange, um nicht einzugestehen, dass so
viele aus ihren Reihen ihre Schutzbefohlenen und Patienten im Stich
gelassen hatten. Ein Schweigekartell, hin und wieder aufgebrochen durch
einen Gerichtsprozess mit zumeist seltsam milden Richtersprüchen.
Eine neue Ärztegeneration macht sich inzwischen an die Aufarbeitung.

Deutsches Ärzteblatt: Ausgrenzung Behinderter: Gedenken und Handeln (07.02.2014)

2013-12-09

Aktion Wahlrecht für alle | kobinet-nachrichten



Aktion Wahlrecht für alle

Veröffentlicht am von Ottmar Miles-Paul
Wahlzettel
Wahlzettel
© kobinet/omp
Nürnberg (kobinet) Der Behindertenbeirat der Stadt Nürnberg hat eine Aktion "Wahlrecht für Alle" gestartet. Denn nächstes Jahr finden in Bayern Kommunalwahlen statt, bei denen erneut behinderte Menschen ausgeschlossen sind, die eine Betreuung in allen Angelegenheiten haben.
Aktion Wahlrecht für alle | kobinet-nachrichten

2013-07-07

INclusion means NO EXclusion: Was kostet Diskriminierung wirklich ? No peanuts !


Was kostet Diskriminierung wirklich ? No peanuts !

Irrtümlich glauben viele, dass Diskriminierung nicht bekämpft werden müsse, weil sie nur wenige Einzelfälle beträfe, die zwar sozial gesehen bedauerlich seien aber wirtschaftlich betrachtet für die Gesellschaft nicht ins Gewicht fallen. Dieser Irrtum wird durch Lobbyismus verstärkt!

Es ist umgekehrt!
INclusion means NO EXclusion: Was kostet Diskriminierung wirklich ? No peanuts !

2013-07-01

EU-Rat vergisst behinderte Menschen -Pressemeldung der CBM vom 25.6.2013 - CBM (Christoffel-Blindenmission)

Pressemeldung der CBM vom 25.6.2013

EU-Rat vergisst behinderte Menschen

CBM kritisiert den Beschluss des EU-Ministerrates
BENSHEIM. Die Christoffel-Blindenmission (CBM) kritisiert die Position der Europäischen Union (EU) zur weltweiten Armutsbekämpfung und nachhaltigen Entwicklung. Dr. Rainer Brockhaus, Direktor der CBM: "Die EU-Außenminister haben heute ein Dokument verabschiedet, das keinen klaren Standpunkt bezieht. Die EU ist so darum bemüht, alles abzudecken, dass letzten Endes nichts übrig bleibt. Alles ist unverbindlich."
Klare Handlungsanweisungen fehlen
Von Umweltthemen über Frieden hin zu nachhaltiger Wirtschaft ist die gesamte Bandbreite aktueller politischer Themen aufgeführt. Dabei berücksichtigt das Dokument kein Thema konkret, klare Handlungsanweisungen fehlen. Wie die ärmsten Menschen von Entwicklungsmaßnahmen profitieren sollen, bleibt weiter unklar. Menschen mit Behinderungen und soziale und kulturelle Minderheiten in Entwicklungsländern werden in dem EU-Ratsbeschluss nicht berücksichtigt.
Eine Milliarde Menschen werden ausgeschlossen

Dabei gibt es eine Milliarde behinderte Menschen weltweit. 82 Prozent der Menschen mit Behinderungen in Entwicklungsländern leben unterhalb der Armutsgrenze. Die Vergangenheit hat gezeigt, dass Menschen mit Behinderungen nicht von Entwicklungsmaßnahmen profitieren können, wenn sie darin nicht von vornherein einbezogen werden. Damit kann auch Armut nicht effektiv bekämpft werden, denn Armut und Behinderung bilden einen verhängnisvollen Kreislauf.
Gipfeltreffen der Vereinten Nationen

Der Beschluss der EU legt fest, mit welcher gemeinsamen Grundposition die Mitgliedsstaaten in die Verhandlungen am Gipfeltreffen der Vereinten Nationen (UN) im September treten werden. Dort sollen die globalen Entwicklungsziele nach 2015 festgelegt werden. Ende 2015 läuft die Frist für die Millenniumsentwicklungsziele aus, auf die sich die UN im Jahr 2000 geeinigt hatten. Das übergeordnete Ziel ist, die Armut auf der Welt zu halbieren. Menschen mit Behinderungen wurden in den Entwicklungszielen bislang nicht berücksichtigt. Die CBM befürchtet, dass sich dies nun wiederholt.
Stopp den Kreislauf von Armut und Behinderung
"Doch noch ist es nicht zu spät, wir können bis September noch etwas bewegen", sagt Brockhaus. Er ruft alle auf, sich an der Unterschriftenaktion der CBM zu beteiligen. Die Kampagne "Stopp den Kreislauf von Armut und Behinderung. Setz ein Zeichen." fordert die Bundesregierung zu einem Umdenken auf. Die Bundesregierung soll sich beim Gipfeltreffen der Vereinten Nationen dafür einsetzen, dass Menschen mit Behinderungen in die künftigen Ziele einbezogen werden. Mit einer Unterschrift auf www.cbm.de/kampagne kann jeder dazu beitragen, dass niemand außen vor gelassen wird.

Die CBM ist eine der größten und ältesten Organisationen der Entwicklungszusammenarbeit in Deutschland. Seit 105 Jahren ist sie spezialisiert auf die Förderung von Menschen mit Behinderungen in den ärmsten Regionen der Welt. 2011 unterstützte die CBM 749 Projekte in 81 Ländern Afrikas, Asiens, Lateinamerikas und Osteuropas.
Pressemeldung der CBM vom 25.6.2013 - EU-Rat vergisst behinderte Menschen - CBM (Christoffel-Blindenmission)

2013-06-16

Traumwerker: Mehr Bewusstsein für Inklusion schaffen | Gräfelfing


Traumwerker: Mehr Bewusstsein für Inklusion schaffen

Gräfelfing - „Wir wollen ein Bewusstsein für Inklusion in Gräfelfing und dem Würmtal schaffen“ - das ist das Ziel des Vereins Traumwerker, der Anfang des Jahres in Gräfelfing gegründet wurde.
Die Traumwerker Katharina Zörner (v.li.), Marion Appelmann, Almut Gerke (vorn) und Sibylle Gerke-Madadkar freuen sich auf die Arbeit in Gräfelfing. foto: denise höfle
Die Traumwerker Katharina Zörner (v.li.), Marion Appelmann, Almut Gerke (vorn) und Sibylle Gerke-Madadkar freuen sich auf die Arbeit in Gräfelfing. foto: denise höfle

„Dass Menschen mit Behinderungen in unserer Gesellschaft ausgegrenzt werden, geht mir gegen den Strich“, sagt die Vorsitzende, Sibylle Gerke-Madadkar.
Und die Vorsitzende weiß, wovon sie spricht, ihre Tochter lebt mit einer Behinderung.Traumwerker: Mehr Bewusstsein für Inklusion schaffen | Gräfelfing

2013-05-31

Niemand darf zurückgelassen werden / CBM begrüßt die Empfehlungen des High Level Panels der Vereinten Nationen 31.05.2013 | Nachricht | finanzen.net

Niemand darf zurückgelassen werden / CBM begrüßt die Empfehlungen des High Level Panels der Vereinten Nationen


Bensheim (ots) - Das High Level Panel der Vereinten Nationen hat sich ausdrücklich für die Rechte von Menschen mit Behinderungen ausgesprochen. Das geht aus dem jetzt vorgelegten Bericht des Panels an UN-Generalsekretär Ban-Ki-moon hervor. Darin heißt es, niemand dürfe bei den nächsten globalen Entwicklungszielen zurückgelassen werden. Dies ist heute noch nicht der Fall. Die derzeit gültigen Entwicklungsziele nehmen keine Rücksicht auf Menschen mit Behinderungen und andere sozial ausgegrenzte Gruppen. Die Folge ist, dass behinderte Menschen von vielen Maßnahmen zur Armutsreduzierung nicht profitieren können und weiter in die Armutsfalle rutschen. Das High Level Panel war vom UN-Generalsekretär eingesetzt worden, um die Entwicklungsziele nach dem Jahr 2015 festlegen. Ein CBM-Sprecher sagte: "Das ist ein wichtiger erster Schritt in die richtige Richtung, damit zukünftig alle Menschen die gleichen Chancen auf Entwicklung haben. Wir begrüßen das ausdrücklich." Die Empfehlung des Panels setzt die Bundesregierung weiter unter Druck. Erst vor wenigen Wochen betonte die parlamentarische Staatssekretärin für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, Kopp, dass die Empfehlungen der Vereinten Nationen für Deutschland richtungsweisend seien. Bis jetzt haben weder die Bundesregierung noch die Europäische Union klar zu den Entwicklungszielen nach 2015 Stellung bezogen. Ob der EU-Ratsbeschluss zur Entwicklungsagenda kommenden Juni tatsächlich "niemanden zurücklässt" und Menschen mit Behinderungen einbezieht, bleibt weiter ungewiss.
Weltweit leben eine Milliarde Menschen mit Behinderungen, 80 Prozent von ihnen in Entwicklungsländern. Armut verursacht Mangelernährung und schlechte Gesundheitsversorgung. Diese wiederum sind oft Ursache von Behinderungen. Umgekehrt führt die soziale Ausgrenzung von Menschen mit Behinderung zu noch größerer Armut. Trotzdem werden Menschen mit Behinderungen bei vielen entwicklungspolitischen Beschlüssen schlicht vergessen.
Die CBM hat deshalb Anfang Mai die Kampagne "Stopp den Kreislauf von Armut und Behinderung" gestartet. Darin fordert sie die Bundesregierung auf, sich in der Entwicklungspolitik stärker für Menschen mit Behinderungen einzusetzen. Die CBM zählt zu den größten und ältesten Organisationen der Entwicklungszusammenarbeit in Deutschland. Sie ist seit 105 Jahren spezialisiert auf die Förderung von Menschen mit Behinderungen. Die CBM unterstützt derzeit 749 Projekte in 81 der ärmsten Länder.
Originaltext: Christoffel Blindenmission e.V. Digitale Pressemappe: Niemand darf zurückgelassen werden | Pressemitteilung Christoffel Blindenmission e.V.
Pressemappe via RSS : http://www.presseportal.de/rss/pm_37342.rss2
Pressekontakt: Peter Liebe, mobil: 0172/7630578, E-Mail: peter.liebe@cbm.de

Niemand darf zurückgelassen werden / CBM begrüßt die Empfehlungen des High Level Panels der Vereinten Nationen 31.05.2013 | Nachricht | finanzen.net

 United Nations Secretary-General Ban Ki-moon

2013-05-30

Alarmierender UNICEF-Bericht über Lage behinderter Kinder


Unicef-Bericht 

Behinderte Kinder leben in vielen Ländern isoliert


Weltweit werden Kinder mit Behinderungen gesellschaftlich ausgegrenzt, warnt das Hilfswerk Unicef. Diskriminierung und Gewalt sind vor allem in ärmeren Ländern Alltag.
Behinderte Kinder und ihre Familien zählen weltweit zu den am stärksten benachteiligten und gefährdeten Menschen – zu diesem Ergebnis kommt der internationale Unicef-Jahresbericht "Zur Situation der Kinder in der Welt 2013"

weiterlesen:
Unicef-Bericht: Behinderte Kinder leben in vielen Ländern isoliert | Gesellschaft | ZEIT ONLINE

Alarmierender UNICEF-Bericht über Lage behinderter Kinder | Aktuell Welt | DW.DE | 30.05.2013

UNICEF beklagt Diskriminierung behinderter Kinder | tagesschau.de


 The State of the World’s Children 2013 - Report

2012-12-18

Spiegel-Online-Artikel schürt Ausgrenzung | Piratenpartei Deutschland

Spiegel-Online-Artikel schürt Ausgrenzung

Die Piratenpartei Deutschland ist bestürzt über den Spiegel-Online-Artikel »Asperger-Syndrom: Blind für die Emotionen anderer Menschen« und hat beim deutschen Presserat Beschwerde eingelegt.

Der Artikel erweckt beim oberflächlichen Lesen den Eindruck, es gebe einen Zusammenhang zwischen dem Amoklauf in Newtown und Autismus. Neben der Tatsache, dass es bei dem Täter keine Diagnose gab, suggeriert der Artikel Autismus als Ursache des Amoklaufs. Die Piratenpartei Deutschland setzt sich für gesundheitliche Aufklärung und Inklusion von Menschen mit psychischen Störungen in der Gesellschaft ein.
»Das größte Problem für Menschen mit psychischen Störungen oder von der Norm abweichendem Denken und Erleben ist in der Regel nicht ihre ›Krankheit‹, sondern die Ausgrenzung durch die ›normale‹ Gesellschaft, die sie täglich erfahren«, sagt Xenjia Wagner, Koordinatorin der Arbeitsgruppe Psyche in der Piratenpartei Deutschland.
»Diese Ausgrenzung basiert in der Regel auf Unkenntnis und Angst und wird durch Artikel wie den vorliegenden geschürt.«
»Aufgrund von Vermutungen in einem Einzelfall einen Zusammenhang zwischen Autismus und dem Massenmord in Newtown oder Amokläufen generell herzustellen ist nicht zu akzeptieren. Mit dieser Art von Berichterstattung werden Menschen auf unverantwortliche Weise diskriminiert und von den eigentlichen Ursachen und Problemen abgelenkt«, ergänzt Klaus Peukert, Mitglied des Bundesvorstands der Piratenpartei Deutschland.
Das Thema psychische Gesundheit soll auch bei dem Gesundheitspolitischen Kongress der PIRATEN am 2./3. Februar 2013 in Essen eine wichtige Rolle spielen.[2] Dazu laden die PIRATEN alle Interessierten – insbesondere auch Vertreter der Presse – zu konstruktiven Gesprächen ein.
[1] http://www.spiegel.de/gesundheit/psychologie/adam-lanza-litt-der-amoklaeufer-von-newtown-am-asperger-syndrom-a-873088.html
[2] https://wiki.piratenpartei.de/Gesundheitspiraten/Gesundheitskongress
Veröffentlicht am unter Gesellschaftliche Teilhabe, Pressemitteilungen und tagged , .
Hier der permanente Link zu diesem Artikel.

Spiegel-Online-Artikel schürt Ausgrenzung | Piratenpartei Deutschland



 Übereinkommen über die Rechte von Menschen mit Behinderungen/Artikel 8 - Bewusstseinsbildung – BMKzWiki

2012-12-03

Pressemitteilungen - Bundesbeauftragter für die Belange behinderter Menschen fordert höheres Tempo bei der Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention - Beauftragter der Bundesregierung für die Belange behinderter Menschen

Bundesbeauftragter für die Belange behinderter Menschen fordert höheres Tempo bei der Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention

Ausgabejahr 2012
Erscheinungsdatum 03.12.2012
Der Beauftragte der Bundesregierung für die Belange behinderter Menschen, Hubert Hüppe, bemängelt aus Anlass des Internationalen Tags der Menschen mit Behinderung das Tempo der Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention.
Dazu erklärt er: „Die UN-Behindertenrechtskonvention hat die Chancen weltweit verbessert, Benachteiligungen von Menschen mit Behinderungen abzubauen und die Teilhabe zu verbessern. Sie hat eindeutig festgelegt, Teilhabe ist Menschenrecht und kein Akt der Gnade.“
Trotzdem sei vier Jahre nach dem Beschluss des Bundestages zur UN-Behindertenrechtskonvention das Unterstützungssystem für Menschen mit Behinderung weiter auf Trennung ausgerichtet. Eingliederungshilfe bekomme man weiterhin einfacher dann, wenn man bereit ist, Menschen mit Behinderung auszugliedern. Auch steige immer noch die Zahl der Schüler in Sonderschulen mit sogenannter geistiger oder körperlicher Behinderung.
Auch auf dem Arbeitsmarkt steige der Anteil von behinderten Menschen in Sonderwelten. Allein im letzten Jahr seien 7.000 Plätze in Werkstätten für Menschen mit Behinderungen hinzugekommen. Gesetzliche Veränderungen, um das Persönliche Budget in diesem Bereich zu stärken, blieben aus. Auch Behörden setzten weiterhin auf Einrichtungen.
„Noch immer müssen die Menschen der Unterstützung folgen, anstatt die Unterstützung dem Menschen folgen zu lassen,“ so Hubert Hüppe.
Nicht selten würde auf Zeit gespielt, um Inklusion zu verhindern und trennende Strukturen zu erhalten. Teilhabe sei ein Menschenrecht, auf das man nicht noch jahrzehntelang warten könne.

Pressemitteilungen - Bundesbeauftragter für die Belange behinderter Menschen fordert höheres Tempo bei der Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention - Beauftragter der Bundesregierung für die Belange behinderter Menschen

2012-10-31

Krankenkasse KKH Allianz soll Schwerkranke rausgeekelt haben - SPIEGEL ONLINE


 

Krankenkasse KKH Allianz soll Schwerkranke rausgeekelt haben

Arztbesuch: Die Krankenkassen müssen laut Gesetz alle Mitglieder gleichbehandeln
dapd
Arztbesuch: Die Krankenkassen müssen laut Gesetz alle Mitglieder gleichbehandeln

Schwere Vorwürfe gegen die KKH Allianz: Die Krankenkasse soll schwerkranke und damit teure Versicherte zur Kündigung gedrängt haben. Das geht laut ZDF-Magazin "Frontal 21" aus internen Telefonprotokollen hervor. Die Kasse kündigt eine Überprüfung an.
Hamburg - "Kundin ist blind; Kassenwechsel als Möglichkeit aufgezeigt." Dieser Vermerk steht laut "Frontal 21" in einem Telefonprotokoll der KKH Allianz. In einem weiteren Fall wird das Gespräch mit einer schwerkranken Diabetikerin geschildert. Weil sie für die Kasse hohe Kosten bedeute, sei auch sie aufgefordert worden, ihre Mitgliedschaft zu kündigen. Der zynische Kommentar des Mitarbeiters: "Hat am Telefon geweint; Kündigung liegt vor."
Nach Recherchen des ZDF-Magazins sind dies keine Einzelfälle.

Krankenkasse KKH Allianz soll Schwerkranke rausgeekelt haben - SPIEGEL ONLINE

Freiheitskämpfer für Selbstbestimmung und Menschlichkeit -- kobinet


31.10.2012 - 10:33

Freiheitskämpfer für Selbstbestimmung und Menschlichkeit.

Von Sascha Lang

Hesperange/Luxemburg (kobinet) „Da beim ersten Mal meine Bemühungen nicht ausreichten, beschloss ich zum zweiten Mal in den Hungerstreik zu treten. Dort sind mir dann etwa 10 Mitstreiter gefolgt.“

Diese Worte kommen nicht etwa von einem historisch allseits bekannten Freiheitskämpfer wie Mahatma Gandhi oder Nelson Mandela, sondern von Marcel Nuss, 57, der in Frankreich nun seit Jahrzehnten mit schwersten Beeinträchtigungen samt Pflegebett und Beatmungsgerät lebt und am letzten Samstag auf Einladung der Organisation Nëmme Mat Eis! und der Abteilung Behinderter Arbeitnehmer des OGB-L im Centre Culturel Nicolas Braun in Hesperange referierte.

„Als 2001 nach 23 Jahren Ehe meine Frau beschloss, sich von mir scheiden zu lassen, hatte ich die Wahl: Entweder würde ich bis ans Ende meiner Tage in einer Einrichtung verkommen, oder ich musste von der Regierung ein grundlegendes Umdenken erkämpfen.“
Freiheitskämpfer für Selbstbestimmung und Menschlichkeit -- kobinet

2012-10-22

"Ich fühle mich hier sauwohl!“ - Inklusion: Inge Ehrhorn ist aus den Rotenburger Werken in eine eigene Wohnung gezogen - Zeitung im Landkreis Rotenburg - Rotenburger Rundschau

"Ich fühle mich hier sauwohl!“

Inklusion: Inge Ehrhorn ist aus den Rotenburger Werken in eine eigene Wohnung gezogen


Landkreis Rotenburg.  Sie ist ein ordentlicher Mensch. Wer Inge Ehrhorn in ihrer Zweizimmerwohnung besucht, findet kein Staubkörnchen auf den Schränken und jedes Detail steht an seinem Platz: Pflanzen, Platzdeckchen, Kerzen. Die vielen Schlager-CDs sind sorgfältig in den Ständer sortiert. In ihrem Schlafzimmer – einem Traum in Weinrot – liegt sorgfältig eine Tagesdecke über dem Bett, Stofftiere und Puppen sitzen geordnet auf dem roten Sofa.


Mit dieser Wohnung hat sich die 57-Jährige einen langgehegten Wunsch erfüllt. Fast 48 Jahre hat die kleine Frau mit dem runden Gesicht und den kurzen Haaren in den Rotenburger Werken gelebt. Als Neunjährige kam sie aus einem Dorf in der Lüneburger Heide in die Großeinrichtung, in der rund 1.100 Menschen wohnen, lernen und arbeiten.
 "Ich fühle mich hier sauwohl!“ - Inklusion: Inge Ehrhorn ist aus den Rotenburger Werken in eine eigene Wohnung gezogen - Zeitung im Landkreis Rotenburg - Rotenburger Rundschau

2012-09-23

Welt-Alzheimer-Bericht 2012 enthüllt: Stigmatisierung und soziale Ausgrenzung sind die größten Barrieren für Menschen mit Demenz und ihre Betreuer (246340237) | börsennews.de

Welt-Alzheimer-Bericht 2012 enthüllt: 

Stigmatisierung und soziale Ausgrenzung sind die größten Barrieren für Menschen mit Demenz und ihre Betreuer

01:01 Uhr 21.09.2012
LONDON und NEW YORK, September 21, 2012 /PRNewswire/ --
  • 75 % der Menschen mit Demenz und 64 % ihrer Pfleger aus dem Familienkreis glauben, dass es in ihren Ländern negative Assoziationen mit Menschen mit Demenz gibt.
  • 40 % der Menschen mit Demenz berichten, dass sie gemieden oder anders behandelt werden.
  • Bericht enthält 10 wichtige Empfehlungen für Staatsregierungen und Gesellschaften, um Menschen mit Demenz in Alltagsaktivitäten einzuschließen.
Der aktuelle Welt-Alzheimer-Bericht mit dem Titel "Überwindung der Stigmatisierung von Demenz", der heute von Alzheimer's Disease International (ADI) veröffentlicht wurde, zeigt, dass fast jeder vierte Mensch mit Demenz (24 %) seine Diagnose verbirgt oder verschleiert und dafür die Stigmatisierung als Hauptgrund angibt. Darüber hinaus berichten 40 % der Menschen mit Demenz, im Alltagsleben nicht eingeschlossen zu werden. Das Erstaunliche dabei ist, dass fast zwei Drittel der Menschen mit Demenz und ihrer Pflegepersonen glauben, dass es in ihren Ländern einen Mangel an Verständnis für Demenz gibt.
Der Welt-Alzheimer-Bericht 2012 enthält 10 Empfehlungen für Regierungen und Gesellschaften für die Überwindung des Stigmas, einschließlich einer besseren Aufklärung der Öffentlichkeit, wobei fast die Hälfte der Befragten angibt, Aufklärung und Sensibilisierung hätten eine hohe Priorität. Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Ermunterung der Menschen mit Demenz dazu, über ihre Erfahrungen zu sprechen und sicherzustellen, dass sie in alltägliche Aktivitäten einbezogen werden.
Nicole Batsch, Autorin des Welt-Alzheimer-Berichts 2012, meinte dazu:

Welt-Alzheimer-Bericht 2012 enthüllt: Stigmatisierung und soziale Ausgrenzung sind die größten Barrieren für Menschen mit Demenz und ihre Betreuer (246340237) | börsennews.de

2012-09-12

"Die sogenannten Sondereinrichtungen müssen abgeschafft werden" - Deutsches Institut für Menschenrechte - Meldung

News

03.09.2012

Josef Ströbl
© Mensch zuerst

"Die sogenannten Sondereinrichtungen müssen abgeschafft werden"

Am 27. September lädt das Institut zum ersten Berliner Menschenrechtstag ein. Das Motto lautet: "Selbstverständlich miteinander?! Deutschland auf dem Weg zur inklusiven Gesellschaft". Vorab präsentieren wir Ihnen Beiträge zum Thema Inklusion und Exklusion aus verschiedenen Perspektiven. Wir haben Personen befragt, die sich in Vereinen, Verbänden oder privat engagieren, was sie über die Teilhabemöglichkeiten in unserer Gesellschaft denken. Diesmal: Josef Ströbl, Mitarbeiter bei Mensch zuerst - Netzwerk People First Deutschland e. V.

Deutsches Institut für Menschenrechte - Meldung

2012-09-10

Paralympics: In die Breite denken | Sport - Frankfurter Rundschau

10. September 2012

Paralympics  

In die Breite denken

 Von Ronny Blaschke

Der schnellste Mann der Welt: Heinrich Popow gewinnt Gold über die 100 Meter. Foto: dpa
Paralympier wie Heinrich Popow können nicht vom Sport leben
London –   Heinrich Popow muss seine Mutter fürchten. Sie will kochen, reichlich und fett, damit er Gewicht zulegt, langsamer wird, den Leistungssport aufgibt. Popow hat als Kind sein linkes Bein verloren, wegen eines Tumors. Seine Mutter glaubt, dass die ewige Anstrengung seinem verbliebenem Bein schade. Sie war in London im Stadion, zum ersten Mal. Sie sah ihren Sohn über 100 Meter rennen und Gold gewinnen, und sie hörte Interviews, die Popow zum wohl beliebtesten Paralympier Deutschlands machen. Interviews, in denen er über die Furcht vor seiner Mutter spricht. Mit Ironie, ohne Floskeln. Ein Sportler gewordenes Lächeln.
Popow, geboren in Kasachstan, aufgewachsen im Westerwald, verkörpert die Professionalisierung des Behindertensports. „Wir werden endlich als Leichtathleten wahrgenommen“, sagt er. „Nicht mehr als Behinderte und Außenseiter.“
Paralympics: In die Breite denken | Sport - Frankfurter Rundschau

2012-08-27

260 behinderte Kinder abgewiesen | Echo Online - Nachrichten aus Südhessen

23. August 2012  | Von Johannes Bentrup

260 behinderte Kinder abgewiesen

Bildung – In den allermeisten Fällen scheitert die gewünschte Aufnahme in Regelklassen an der fehlenden Schulausstattung
WIESBADEN. 

Im vergangenen Schuljahr sind in Hessen 260 behinderte Kinder und Jugendliche nicht an einer Regelschule angenommen worden. Das geht aus der Antwort des hessischen Kultusministeriums auf eine Kleine Anfrage der der Grünen im Landtag hervor.
In rund 85 Prozent dieser Fälle hätten an den Schulen die Voraussetzungen für die nötige sonderpädagogische Förderung der behinderten Kinder gefehlt, hieß es. Es mangelte demnach an zusätzlichen Lehrern, an speziellen Baulichkeiten (etwa für Rollstuhlfahrer) oder besonderen Lehrmitteln. Nur 15 Prozent der Ablehnungen resultierten aus pädagogischen Gründen. In solchen Fällen wurde es als besser angesehen, das behinderte Kind an eine Förderschule (früher: Sonderschule) zu schicken.

260 behinderte Kinder abgewiesen | Echo Online - Nachrichten aus Südhessen

2012-08-25

Behinderte: gut versorgt und weggesperrt – sechs unterschiedliche Schicksale | Buergerstimme

Behinderte: gut versorgt und weggesperrt – sechs unterschiedliche Schicksale

behinderung, hund mit herz
Schöne heile Welt, die ohnehin gezeichnet von Armut, Kriegen und Zerstörung, die uns da zu Füßen liegt, wobei es noch die „Normalen“ und die als lästig empfundenen Behinderten gibt. Letztere werden irgendwie gut versorgt und einfach weggesperrt, mitten unter uns und doch immer noch benachteiligt.
Was gibt uns das Recht, Menschen dermaßen ausgegrenzt zu behandeln? Welch trügerisches Bild soll da vermittelt und gern vertuscht werden, was sich hinter Mauern in geschlossenen Anstalten traurig Dramatisches abspielt, von dem Nichtbehinderte nichts mitbekommen sollen, damit die normgerechte Gesellschaft ungestört ihrem Treiben nachgehen kann? Wer bestimmt die Grenzen, siebt aus und selektiert?
Die folgenden, hier beschriebenen sechs unterschiedlichen Schicksale haben sich tatsächlich so zugetragen, ihre Namen wurden ganz bewußt zu ihrem Schutz geändert, liegen allerdings der Redaktion von Buergerstimme vor.

Behinderte: gut versorgt und weggesperrt – sechs unterschiedliche Schicksale | Buergerstimme

2012-07-15

Psychiatrie – Entsorgungsapparat der modernen Gesellschaft | READERS EDITION


KOMMENTAR

Psychiatrie – Entsorgungsapparat der modernen Gesellschaft


In einer Gesellschaft, die bereits so „spirituell“ erwacht ist wie unsere, sollte es doch möglich sein, sich endlich vom Blickpunkt der psychiatrischen Kategorisierung zu distanzieren, um andere Alternativen zu finden, als es bisher durch die Stigmatisierung in die Schubladen der psychiatrischen Diagnosen geschieht.

Ein Mensch, der einmal aus dem Rahmen gefallen ist, 
ein Mensch, den die Gesellschaft „ausgestoßen“ hat, hat keine Freunde mehr, oft keine Angehörigen, keine Unterstützung. Ihm wird weisgemacht, an einer unheilbaren Krankheit zu leiden, sich selbst folglich als das Problem zu betrachten. Es wird viel über den Menschen gesprochen und viel zu wenig mit dem Menschen selbst. Kaum jemand kommuniziert mit ihm auf gleicher Ebene. Er wird zu einem degradierten Wesen, ohne Rechte und ohne Schutz. Denn die Psychiatrie in die diese Menschen regelmäßig geraten, ist ein rechtsloser Raum, in dem sie häufig gegen ihren Willen eingesperrt, entmündigt und mit psychiatrischen Drogen „medikamentiert“ werden.
Psychiatrie – Entsorgungsapparat der modernen Gesellschaft | READERS EDITION

2012-06-29

Weil er behindert ist: St. Petri-Kirche hat kein Herz für Michel | Nachrichten - Hamburger Morgenpost

Weil er behindert ist

St. Petri-Kirche hat kein Herz für Michel

Von Geli Tangermann
Michel (9, l.) wollte mit Ida (9, vorn M.) und Eric (12, r.) auf die Kirchenfahrt. Kathrin Schlenkermann (44, hinten) ist über die Absage der Gemeinde entsetzt.
Michel (9, l.) wollte mit Ida (9, vorn M.) und Eric (12, r.) auf die Kirchenfahrt. Kathrin Schlenkermann (44, hinten) ist über die Absage der Gemeinde entsetzt.
Foto: B.Blumenthal
Wenn Michel ans Meer fahren dürfte, würde er Sandburgen bauen, mit seinen Geschwistern im Wasser planschen und abends Spiele spielen, sagt er. Toll wäre das – sein großer Wunsch, der erste Sommerurlaub seines Lebens. Aber Michel darf nicht. Die evangelische Gemeinde in Buxtehude will den Neunjährigen nicht mit auf ihre Fahrt nehmen. Begründung: Der Junge ist leicht behindert.
Weil er behindert ist: St. Petri-Kirche hat kein Herz für Michel | Nachrichten - Hamburger Morgenpost
Related Posts Plugin for WordPress, Blogger...