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2013-07-09

Techniker-Krankenkasse: Zahl der Fixierungen in Heimen zu hoch - Baden-Württemberg - Schwäbisches Tagblatt Tübingen

09.07.2013 
Pflege mit Gitter und Gurt

Techniker-Krankenkasse: 

Zahl der Fixierungen in Heimen zu hoch

Eingesperrt im Gitterbett oder gar mit angelegtem Gurt: Vor allem demente Pflegeheimbewohner sollen so vor Verletzungen bewahrt werden. Zwei Drittel der Südwest-Heime verzichten nicht auf Fixierungen.

Techniker-Krankenkasse: Zahl der Fixierungen in Heimen zu hoch - Baden-Württemberg - Schwäbisches Tagblatt Tübingen

2013-07-06

„Pflege ist wie Folter!“: Experten decken skandalöse Zustände auf | Politik & Wirtschaft - Berliner Kurier


Freitag, 5. Juli 2013

„Pflege ist wie Folter!“: Experten decken skandalöse Zustände auf

Köln –   Alte Menschen, die ans Bett gefesselt oder mit Psychopharmaka ruhiggestellt werden. Die zu wenig Essen und Trinken bekommen. Die wegen nächtlicher Pflegemaßnahmen unter Schlafentzug leiden – in vielen deutschen Pflegeheimen sind die Tatbestände der Folter erfüllt, so die Pflegeexperten Claus Fussek und Gottlob Schober.
Rund 50.000 Zuschriften und Telefonanrufe – meist von verzweifelten und überforderten Pflegern – haben die Autoren („Es ist genug!“, Knaur Taschenbuch) ausgewertet.
„Pflege ist wie Folter!“: Experten decken skandalöse Zustände auf | Politik & Wirtschaft - Berliner Kurier

 „Zustände, schlimmer wie im Gefängnis”

 Interview: Pflege-Experte beklagt kollektive Verdrängung | tagesschau.de

Im Netz der Pflegemafia: Wie mit menschenunwürdiger Pflege Geschäfte gemacht werden - Claus Fussek, Gottlob Schober - Google Books

Dinslaken: VdK-Weckruf: Thema "Pflege" nicht vergessen

 Berlin: Pflegepersonal klagt über hohe Belastung

Altenpflege in Bayern - Arbeiten am Limit - Bayern - Süddeutsche.de

 Diskussionsabend über Pflege : „Es besteht Änderungsbedarf"

 Boom: Pflegebranche wächst sechsmal schneller als Gesamtwirtschaft - SPIEGEL ONLINE

 Pflegebranche : Altenheime betrügen Bewohner und Pflegekassen - Nachrichten Wirtschaft - DIE WELT

 Pflegebranche: Fehler im System - Rhein-Main - FAZ

 Personalberechnung stationäre Altenpflege - Wie auf dem Rücken der Pflegekräfte und Bewohner Gewinne erwirtschaftet werden  | Pflege-SHV

Berufsausstieg bei Pflegepersonal in Deutschland und Europa - Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin 2005

Pflege lässt die Wohlfahrtsbranche wachsen | Deutschland | DW.DE | 30.06.2013

 Der PARITÄTISCHE Sachsen Anhalt - Studie: Stationärer Pflegemarkt im Wandel - Gewinner und Verlierer 2020

 Pflegeimmobilien als sichere und stabile Wertanlage

 Der Pflegemarkt – Ein lohnendes Investment? | GoingPublic.de – Das Kapitalmarktportal

2013-06-17

Brand in Psychiatrie: Getötete Patientin war am Bett fixiert - Nachrichten :: Rheinland-Pfalz | SWR.de

Brand in Psychiatrie 

Getötete Patientin war am Bett fixiert

Die Patientin, die vor gut einer Woche beim Brand der psychiatrischen Klinik in Wissen im Westerwald ums Leben kam, war am Bett fixiert. Das hat die Staatsanwaltschaft Koblenz am Montag mitgeteilt. Ob die Maßnahme gerechtfertigt war, wird nun geprüft.

Brand in Psychiatrie: Getötete Patientin war am Bett fixiert - Nachrichten :: Rheinland-Pfalz | SWR.de

 Brände: Ermittler: Psychiatrie-Patientin bei Brand in Bett fixiert - Rheinland-Pfalz - FOCUS Online - Nachrichten




News

16.01.2013

Pressemitteilung: Monitoring-Stelle fordert Enquete-Kommission zu Psychiatrie-Reform

Berlin - Anlässlich der 2./3. Lesung des Gesetzes zur Wiedereinführung der ärztlichen Zwangsmaßnahme im Betreuungsrecht am 17.01.2013 im Deutschen Bundestag bekräftigt die Monitoring-Stelle zur UN-Behindertenrechtskonvention ihre Kritik an dem Gesetzentwurf.
"Es bestehen nach wie vor große Zweifel, ob der Entwurf im Einklang mit der UN-Behindertenrechtskonvention steht", erklärte Valentin Aichele, Leiter der Monitoring-Stelle zur UN-Behindertenrechtskonvention. Menschenrechtlich fragwürdig sei, ob eine psychiatrische Behandlung ohne freie Zustimmung der betroffenen Person vorgenommen werden dürfe, so Aichele weiter. Vor dem Hintergrund der aktuellen menschenrechtlichen Diskussion und der Entwicklung des internationalen Rechts gebe es schwerwiegende Bedenken gegen eine solche Regelung.
"Mit der Verabschiedung der Gesetzesvorlage verpasst Deutschland eine historische Chance, aus den Erfahrungen einer Psychiatrie ohne Zwang zu lernen und das System der psychiatrischen Versorgung weiterzuentwickeln", sagte Aichele. Bevor über eine gesetzliche Neuregelung der Zwangsbehandlung nachgedacht werde, seien eine umfassende Überprüfung der Psychiatrie und strukturelle Verbesserungen der psychiatrischen Versorgung auf der Basis der Menschenrechte unabdingbar.
Die Monitoring-Stelle empfiehlt dem Deutschen Bundestag, mittels einer parlamentarischen Enquete-Kommission Maßnahmen für die notwendige menschenrechtsbasierte Weiterentwicklung der psychiatrischen Versorgung in Deutschland vorzubereiten. Die menschenrechtlichen Anforderungen, etwa die Freiwilligkeit in allen Fällen zu gewährleisten, sollten auch die Bundesländer bei der anstehenden Überarbeitung der sogenannten Psychisch-Kranken-Gesetze beachten.

Die Monitoring-Stelle hat sich anlässlich der öffentlichen Anhörung im Deutschen Bundestag am 10.12.2012 in einer Stellungnahme gegen den Gesetzentwurf ausgesprochen.

Stellungnahme der Monitoring-Stelle anlässlich der Öffentlichen Anhörung am 10. Dezember 2012 im Rahmen der 105. Sitzung des Rechtsausschusses des Deutschen Bundestages

Die Monitoring-Stelle zur UN-Behindertenrechtskonvention, eingerichtet im unabhängigen Deutschen Institut für Menschenrechte in Berlin, hat gemäß der UN-Behindertenrechtskonvention den Auftrag, die Rechte von Menschen mit Behinderungen im Sinne der Konvention zu fördern und zu schützen sowie die Umsetzung der Konvention in Deutschland zu überwachen.

Pressekontakt:
Anja Viohl, Referentin für Öffentlichkeitsarbeit
Telefon: 030 25 93 59 - 453
Mobil: 0170 33 400 15
E-Mail: viohl@institut-fuer-menschenrechte.de

 Deutsches Institut für Menschenrechte - Meldung

2013-05-20

Personalpolitik in der Altenpflege | Pflege-SHV

"Wir sehen den Fachkräftemangel in der Pflege in einem unmittelbaren Zusammenhang mit der kalkulierten Unterbesetzung in den Einrichtungen. Jedoch die eigentlich leidtragenden sind die Pflegebedürftigen. So werden in Deutschland  schätzungsweise 400.000 Menschen in Heimen fixiert, weil die Pflegekräfte nicht wissen, wie sie bei der geringen Besetzung sonst deren Sicherheit gewährleisten können. Dennoch kommt es häufig zu Stürzen und Verletzungen. Etwa jeder dritte Demenzkranke bekommt Neuroleptika zur Ruhigstellung, obwohl die Nebenwirkungen und das Risiko eines frühen Todes bekannt sind, heißt es im jüngsten Arzneimittelbericht der Barmer. Gäbe es eine bessere Pflege, könnte die Arzneigabe um bis zu 30 Prozent verringert werden. Es handelt sich um eine "Entwicklung, die mit einer Menschenwürde und einer vernünftigen Patientenversorgung nicht in Verbindung zu bringen ist", kommentiert Glaeske, Mitglied des Sachverständigenrates der Bundesregierung, diesen Bericht.
Warum ist das so?  Wer hat das (mit) zu verantworten? Wonach werden die Stellenschlüssel berechnet? Und wie könnte die Alternative aussehen. (...)"
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Personalpolitik in der Altenpflege | Pflege-SHV

2012-12-06

Pflegeheim-Streit: Gefesselt und ruhiggestellt | Politik - Berliner Zeitung


Pflegeheim-Streit 

Gefesselt und ruhiggestellt

Von Mira Gajevic

Begleitung durch den Tag: Weil in manchen Pflegeheimen zu wenige Pflegekräfte im Einsatz sind, werden alte Menschen mitunter ruhig gestellt statt betreut.
Begleitung durch den Tag: Weil in manchen Pflegeheimen zu wenige Pflegekräfte im Einsatz sind, werden alte Menschen mitunter ruhig gestellt statt betreut.
Foto: dpa
Eine Pflegerin zeigt die Leitung eines Heimes wegen nicht genehmigter Fixierungen an. Patienten würden dort ohne Absprache an ihr Bett gefesselt - einige wohl schon seit Jahren. Die Staatsanwaltschaft stellt das Verfahren jedoch ein.
Pflegeheim-Streit: Gefesselt und ruhiggestellt | Politik - Berliner Zeitung

2012-11-10

Kampf gegen Fixierung in Pflegeheimen - Pressemitteilung zur Verleihung des Förderpreises des Betreuungsgerichtstag e.V. 05.11.2012








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Pressemitteilung zur Verleihung des Förderpreises des Betreuungsgerichtstag e.V. 05.11.2012

Kampf gegen Fixierung in Pflegeheimen

Vom 12.-14.November 2012 findet in Erkner bei Berlin der 13. bundesweite Betreuungsgerichtstag statt. Zum Abschluss dieser Veranstaltung wird zum ersten Mal der Förderpreis des Betreuungsgerichtstags vergeben.

Der Betreuungsgerichtstag hat sich in diesem Jahr entschlossen, zwei Projekte zu prämieren, welche sich der Vermeidung bzw. Reduzierung von freiheitseinschränkenden Maßnahmen in Pflegeheimen widmen.
Margot von Renesse, eines der Jurymitglieder sagt dazu:
„Bei der körpernahen Fixierung von Menschen in Pflegeheimen handelt es sich um eine elementare Einschränkung von Menschenrechten. Der Kampf dagegen hat hohe Priorität!“

Pressemitteilung_Kampf_Fixierung121105.pdf (application/pdf Object)

2012-10-16

Alternativen zu freiheitsentziehenden Maßnahmen wichtiger Schritt zur Wahrung der Würde alt und gebrechlich gewordener Menschen bei der Betreuung

16.10.2012 - Pressemitteilung
Schirmherrschaft des Hessischen Ministeriums der Justiz, für Integration und Europa für gemeinsame Veranstaltung des Amtsgerichts Wetzlar und der Betreuungsbehörde des Lahn-Dill-Kreises

Alternativen zu freiheitsentziehenden Maßnahmen wichtiger Schritt zur Wahrung der Würde alt und gebrechlich gewordener Menschen bei der Betreuung
Das Amtsgericht Wetzlar und die Betreuungsbehörde des Lahn-Dill-Kreises richteten heute in Kooperation mit der Betreuungs- und Pflegeaufsicht eine Veranstaltung aus, in der das Modellprojekt „Werdenfelser Weg“ und Alternativen zu freiheitsentziehenden Maßnahmen bei der Betreuung vorgestellt wurden. Die Veranstaltung richtete sich insbesondere an Heim-, Pflegedienst- und Wohnbereichsleitungen sowie fachärztliche Gutachter.
Die Schirmherrschaft hatte das Hessische Ministerium der Justiz, für Integration und Europa übernommen.
In ihrem Grußwort dankte für das Justizministerium Frau Richterin am Oberlandesgericht Gabriele Slutzky den Veranstaltern und betonte: „Am Amtsgericht Wetzlar haben Sie sich ganz aktuell zusammen mit der Betreuungsbehörde des Lahn-Dill-Kreises und der Betreuungs- und Pflegeaufsicht einem Thema zugewandt, dass die Grundrechte der Betroffenen besonders in den Blick nimmt: Die freiheitsentziehenden Maßnahmen. Ich möchte die Gelegenheit nutzen, mich heute bei den Richterinnen und Richtern der Betreuungsabteilung, die diese Veranstaltung nun seit etwa einem halben Jahr zusammen mit der Betreuungsbehörde vorbereiten, ganz herzlich zu bedanken. Was sie in Wetzlar begonnen haben, wirkt über Ihren Amtsgerichtsbezirk hinaus. Auch in anderen Teilen Hessens wird derzeit intensiv über Alternativen zu freiheitsentziehenden Maßnahmen in der Pflegepraxis nachgedacht.“
Slutzky verwies auf den „Werdenfelser Weg“. Dieser ist bereits Modellprojekt für gleichartige Initiativen in anderen Landkreisen in Deutschland und zu einem Synonym geworden für berufsübergreifende Ansätze zur Verringerung der Fixierung von alten Menschen. Das Projekt macht deutschlandweit Schule. In immer mehr Landkreisen und Städten bundesweit gehen die Gerichte mittlerweile diesen Weg. Dazu gehört auch das Betreuungsgericht (Amtsgericht) Wetzlar.
Ziel ist es dabei, alte Menschen weniger zu fixieren, denn auch die Fixierung birgt Verletzungsgefahr, da die Muskelmasse abnimmt und dadurch die alten Menschen noch schwächer, noch gebrechlicher und noch sturzgefährdeter werden. Selbst beim Anlegen von Bauchgurten oder beim Hochziehen von Bettgittern kommt es immer wieder mal zu schweren Verletzungen oder alte Menschen strangulieren sich gar zu Tode.
„Die Bandbreite pflegerischer Maßnahmen, die eine Fixierung entbehrlich machen, ist größer als je zuvor“, so Richterin am Oberlandesgericht Slutzky, die dazu erläuterte: „Moderne Niedrigflurbetten machen eine bodennahe Lagerung sturzgefährdender Menschen möglich. Der Einsatz von Bettgittern kann so in geeigneten Fällen entbehrlich werden. Protektorenhüftgurte, Frakturenschutzmatten und ähnliches können sturzbedingte schwere Verletzungen verhindern. Manchmal kann es auch schlicht helfen, an den Wänden von Heimen einfache Geländer anzubringen, wo sich die Bewohner festhalten können, wenn sie unsicher laufen. Regelmäßige altersgerechte Angebote für Gymnastik und Gleichgewichtsübungen halten Menschen mobil, die ohne solche Anreize rasch dauerhaft ans Bett oder den Rollstuhl gefesselt sind.“
Letztlich müsse eine an den Problemen des Betroffenen orientierte konkrete Vermeidungsalternative für die beim Gericht beantragte freiheitsentziehende Maßnahme entwickelt werden, die von allen Beteiligten auch als umsetzbar akzeptiert werde. Dabei sollten die Maßnahmen neben höchstmöglicher Sicherheit auch Bewegungsfreiheit und Lebensqualität bieten. Das gerichtliche Verfahren nach dem Vorbild des „Werdenfelser Weges“ habe deshalb gar nicht so stark das Gericht im Blick. Es solle vielmehr die in den Einrichtungen vorhandene Kreativität und das Einfühlungsvermögen der einzelnen Pflegekräfte für den Einzelfall herausfordern und fördern. Die bestehenden und auch nachvollziehbaren Ängste vor Haftungsrisiken sollten nicht mehr länger wesentliche Entscheidungsfaktoren sein. Eine der Grundängste der Heimbetreiber und Pflegeverantwortlichen werde dabei ernst genommen, nämlich, dass eine zunächst gewissenhafte Abwägung Monate später nach einem Sturzereignis rückblickend als unverantwortlich dargestellt werde. Der gerichtliche Beschluss diene deshalb hier vor allem der Dokumentation der konkreten Risikobewertung und Güterabwägung aller Beteiligten für die Zukunft, um so späteren Regressforderungen die Tatsachengrundlage zu entziehen.
„Alle Beteiligten des Verfahrens einzubinden und gemeinsam nach Alternativen zu freiheitsentziehenden Maßnahmen zu suchen, ist insoweit der entscheidende Ansatz. Deshalb unterstützt das Hessische Justizministerium sehr gern diese wichtige Veranstaltung für die weiteren Beteiligten am Betreuungsverfahren durch die Übernahme der Schirmherrschaft“, so Gabriele Slutzky abschließend.  

Pressestelle: Ministerium der Justiz, für Integration und Europa
Pressesprecher: Dr. Hans Liedel
Telefon: (0611) 32 2695, Fax: (0611) 32 2691
E-Mail: pressestelle@hmdj.hessen.de

Alternativen zu freiheitsentziehenden Maßnahmen wichtiger Schritt zur Wahrung der Würde alt und gebrechlich gewordener Menschen bei der Betreuung

2012-10-13

Gefesselt im Heim - ZDF.de


Gefesselt im Heim

Ein Film von Jens Hahne

Freiheitsentzug im Pflegeheim: Täglich werden in deutschen Heimen Menschen zwangsfixiert, mit Medikamenten, Bettgittern, Gurten und anderen Methoden. Schätzungsweise 140.000 alte Menschen sind betroffen, Experten zufolge ist die Dunkelziffer noch weit höher. 


Gefesselt im Heim - ZDF.de

2012-10-09

44 Todesfälle in Zusammenhang mit Bauchgurten - Medizintechnikportal


44 Todesfälle in Zusammenhang mit Bauchgurten

28.09.2012 20:45 von Rudi Wuttke

Altenheimbewohner und Klinikpatienten werden hängen gelassen

Bereits im Jahre 2003 sah sich das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) veranlasst, eine Empfehlung zu Bauchgurten für die Patientenfixierung im Bett herausgegeben. Kürzlich hat die Bonner Bundesoberbehörde eine aktuelle Auswertung von Vorkommnissen in Zusammenhang mit solchen Produkten veröffentlicht.

Es wurden insgesamt 44 Vorkommnisse einbezogen, bei denen mit einem Bauchgurt im Bett fixierte Patienten tot an oder vor ihren Betten aufgefunden wurden und bei denen der Verdacht auf einen Zusammenhang mit dem Fixiersystem nicht ausgeschlossen werden kann. Die Vorkommnisse traten zwischen Januar 1999 und Februar 2012 auf und sind dem BfArM zum überwiegenden Teil aus polizeiinternen oder staatsanwaltschaftlichen Unterlagen bekannt geworden.
(...)
Überwiegend sind die Fälle in professionellen Einrichtungen wie Kliniken und Krankenhäusern (16) sowie Alten- bzw. Pflegeheimen (27) aufgetreten, lediglich ein Fall stammt aus einem Privathaushalt. In 27 Fällen lag eine ärztliche Verordnung oder richterliche Anordnung zur Fixierung vor oder die Patienten hatten in die Fixierung eingewilligt. Die Zeitspanne zwischen dem Auffinden der verstorbenen Patienten und der letzten Kontrolle betrug, soweit ermittelbar, im Durchschnitt bei etwa 2 ½ Stunden.
44 Todesfälle in Zusammenhang mit Bauchgurten - Medizintechnikportal

2012-10-02

Psychiariereform angemahnt: Flexibilität statt Fixierung - taz.de


  • 26.09.2012

Psychiariereform angemahnt

Flexibilität statt Fixierung

Bremen braucht eine Psychiatriereform, sagen Koalitions- und Oppositionspolitiker - die Experten sowieso. Regional-Budgets sollen die Ambulantisierung erleichtern.von Henning Bleyl

"Bremen-Ost wird zur Verwahranstalt", sagt Patienten-Fürsprecher Detlef Tintelott.  Bild:  Jürgen Howaldt

Die UNO macht’s möglich: In Bremen gibt es, nach längerer Stagnation, wieder Bewegung in Sachen Psychiatrie. Im April beschloss die Bürgerschaft, die neue UN-Behindertenrechtskonvention vor Ort durchzudeklinieren – mit erheblichen Folgen für den Psychiatrie-Bereich. Zwangsmedikationen würden jetzt kaum noch genehmigt, sagt Detlef Tintelott, selbst Psychiatrie-erfahren und nun offizieller „Patientenfürsprecher“ im Klinikum Ost. Auch „Fixierungen“, das Fesseln der Patienten ans Bett, seien deutlich seltener.
Weitere Struktur-Verbesserungen müssen angepackt werden – einig sind sich CDU und Koalition etwa in
Psychiariereform angemahnt: Flexibilität statt Fixierung - taz.de

2012-07-26

Urteile: BGH: Fixierung von Heimbewohnern nur mit Richter-Genehmigung - Politik - Aktuelle Politik-Nachrichten - Augsburger Allgemeine

BGH: Fixierung von Heimbewohnern nur mit Richter-Genehmigung

Demente Heimbewohner dürfen nicht ohne gerichtliche Genehmigung mit Bettgittern oder Gurten in ihrer Bewegungsfreiheit eingeschränkt werden. Die Zustimmung des Betreuers reiche nicht aus, entschied der Bundesgerichtshof in einem am Donnerstag veröffentlichten Urteil.
Demente Heimbewohner dürfen nicht ohne gerichtliche Genehmigung mit Bettgittern oder Gurten in ihrer Bewegungsfreiheit eingeschränkt werden. Foto: Angelika Warmuth/Archiv dpa
Das Anbringen von Bettgittern sowie die Fixierung im Stuhl mit einem Beckengurt seien freiheitsentziehende Maßnahmen, die eine gerichtliche Prüfung erfordern (Az. XII ZB 24/12). (...)
Nach im Frühjahr veröffentlichten Zahlen des Medizinischen Dienstes der Krankenkassen werden rund 140 000 Menschen mit Gittern, Gurten oder anderen Barrieren daran gehindert, ihr Bett oder ihren Rollstuhl zu verlassen. Bei 14 000 von ihnen fehle die richterliche Genehmigung, stellte der Medizinische Dienst fest.Die Patientenschutzorganisation Deutsche Hospiz Stiftung schätzt sogar, dass bis zu 40 Prozent der insgesamt 700 000 Pflegeheimbewohner fixiert werden.(...)
Urteile: BGH: Fixierung von Heimbewohnern nur mit Richter-Genehmigung - Politik - Aktuelle Politik-Nachrichten - Augsburger Allgemeine


Presseschau 

KOMMENTAR FIXIERUNG

Donnerstag, 26.07.2012, 19:06

Die Überprüfung zählt 
 
Der Bundesgerichtshof hat der unbegrenzten Fixierung von Heimbewohnern einen Riegel vorgeschoben.
Ein solch schwerwiegender Eingriff in die Grundrechte eines Menschen muss künftig zwingend von einem Gericht gebilligt werden. Die Zustimmung Angehöriger reicht nicht mehr. Das ist gut so und dient dem Schutz der Menschen, die sich nicht mehr wehren können. Zumindest in der Theorie.
...
Presseschau: KOMMENTAR FIXIERUNG - weiter lesen auf FOCUS Online: http://www.focus.de/panorama/diverses/presseschau-kommentar-fixierung_aid_788299.html

2012-06-21

Pflege soll entfesselt werden - Münsterland - Ibbenbürener Volkszeitung

Münsterland
Westfalen
21.06.2012

Pflege soll entfesselt werden

1 von 1

Einem alten Menschen den Gehstock zu entziehen, kann schon eine Form der Freiheitsberaubung sein. Die Diakonie Rheinland-Westfalen-Lippe will auf solche und andere Maßnahmen der Fixierung verzichten.

 -Uwe Renners- Ans Bett gefesselt, ruhiggestellt, abgeschlossene Türen und der Entzug des Rollators oder Gehstocks – freiheitsberaubende Maßnahmen in Pflegeeinrichtungen für Senioren sind immer noch weit verbreitet. Die Rede ist von jedem fünften bis zehnten Bewohner einer Pflegeeinrichtung, der im schlimmsten Fall festgebunden wird. Im Gronauer Seniorenzentrum der Diakonie „Bethesda“ sind die Menschen frei. Und dies soll bald in allen Einrichtungen der Diakonie, 450 sind es in Rheinland-Westfalen-Lippe, der Fall sein.
Pflege soll entfesselt werden - Münsterland - Ibbenbürener Volkszeitung

2012-05-24

Studie: Deutlich weniger Fixierungen in Heimen möglich -Altenheim Online - Aktuelle Nachrichten

Studie: Deutlich weniger Fixierungen in Heimen möglich

Seite 1 von 1
24.05.2012

Eine aktuelle Studie zeigt: Fixierungen lassen sich vielfach vermeiden, ohne dass der Pflegealltag beeinträchtigt wird. Fixiergurte und Bettgitter für alte Menschen im Heim sind nach einer aktuellen Studie in vielen Fällen unnötig. Mit besserer Schulung der Mitarbeiter lasse sich die Zahl der freiheitseinschränkenden Maßnahmen (FEM) deutlich reduzieren, ohne das es zu mehr Stürzen oder Psychopharmaka-Verordnung komme. Die Studie der Universitäten Witten/Herdecke und Hamburg wurde in der Fachzeitschrift "Journal of the American Medical Association (JAMA)" veröffentlicht. Altenheim Online - Aktuelle Nachrichten


Neue Studie In Deutschland wird mehr fixiert, als notwendig wäre

23.05.2012 ·  Schätzungsweise 400 000 Menschen werden täglich in Pflegeheimen an Bett und Rollstuhl gefesselt oder mit Bettgittern am Aufstehen gehindert. Einer Studie zweiter deutscher Universitäten zufolge sind viele Fälle davon vermeidbar. 
www.faz.net



Freiheitseinschränkende Maßnahme

Freiheitseinschränkende Maßnahmen oder Freiheitsentziehende Maßnahmen (kurz FEM) können "Fixierungen", das Einsperren im Zimmer / auf der Station, das Wegnehmen von Gehhilfen, Kleidung oder die Gabe sedierender Medikamente (Chemische Fixierung) sein. Alle freiheitseinschränkenden Maßnahmen stehen zunächst im Gegensatz zu der in den Grundrechten der Verfassung verankerten staatlichen Freiheitsgarantie. Eine solche Maßnahme kann den objektiven Straftatbestand der Freiheitsberaubung nach § 239 StGB erfüllen und wäre dann strafbar, wenn für die Fixierung kein Rechtfertigungsgrund vorliegt. In der Pflege geht es dabei um legale Maßnahmen, die aber nicht nur aus den strafrechtlichen Gründen als letztes Mittel sondern aus ethischen Überlegungen heraus und wegen der Verletzung der Person/der Persönlichkeit nur mit einer sehr engen Indikation eingesetzt werden dürfen. Die "Indikation" dazu prüft in der Regel der behandelnde Arzt; evtl. falls nicht anders machbar oder wenn es durch die Umstände vorgeschrieben ist, ein Amtsarzt.
Bei einer mehrmaligen oder dauerhaften Anwendung geht es in der Regel um Bestimmungen aus dem Bereich des Betreuungsrechtes, die vom zuständigen Amtsgericht überprüft und genehmigt werden müssen.

www.pflegewiki.de

2012-04-25

Hunderttausende Heimbewohner leiden unter Pflege-Missständen

Hunderttausende Heimbewohner leiden unter Pflege-Missständen


Skandalöse Zustände in Pflegeheimen schreckten vor fünf Jahren viele auf. Jetzt hat sich die Lage gebessert - aber Fesseln, mangelnde Hilfe, wenig Zuwendung gehören noch immer für sehr viele zum Alltag.


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Trotz generell guter Pflegequalität gibt es in Deutschlands Heimen auch schwere Mängel. Symbolfoto: dpa
Berlin. Trotz Verbesserungen leiden hunderttausende Bewohner von Pflegeheimen in Deutschland unter oft eklatanten Missständen. Von den rund 140.000 Menschen, die mit Gittern oder Gurten im Bett oder Rollstuhl festgehalten werden, fehlt nach Recherchen der Krankenkassen bei jedem zehnten die vorgeschriebene Anordnung eines Gerichts.

134.000 Menschen mit erhöhtem Risiko zum Wundliegen bekommen nicht genug Schutz dagegen. Die Krankenkassen forderten die Heime bei der Präsentation ihrer Prüfergebnisse am Dienstag in Berlin eindringlich auf, die Zustände abzustellen. Sächsische Zeitung [online] - Panorama: Hunderttausende Heimbewohner leiden unter Pflege-Missständen

2012-04-24

Krankenkassen fordern humaneren Umgang in der Pflege | Politik - Frankfurter Neue Presse - Frankfurt

Krankenkassen fordern humaneren Umgang in der Pflege

In Pflegeheimen herrschen nach Ansicht der Krankenkassen noch zu viele Missstände, die es zu beseitigen gilt. Im aktuellen Pflege-Qualitätsbericht wird unter anderem gefordert, statt des Fesselns von Pflegebedürftigen zu humaneren Mitteln zu greifen.
Krankenkassen fordern humaneren Umgang in der Pflege | Politik - Frankfurter Neue Presse - Frankfurt

Neuer Pflegebericht - Falsche Medikamente, Fesseln, Druckgeschwüre - Gesundheit - sueddeutsche.de

Neuer Pflegebericht Falsche Medikamente, Fesseln, Druckgeschwüre

24.04.2012, 14:19
Ist die Pflege in Deutschland besser geworden? Höchstens in Teilen, ergibt der neue Pflege-Qualitätsbericht. Heimbewohner sind heute besser ernährt als vor fünf Jahren, aber noch immer läuft ein großer Teil der Betroffenen unnötig Gefahr, Druckgeschwüre zu entwickeln. Und jeder fünfte Patient bekommt seine Medikamente nicht wie verordnet.
Neuer Pflegebericht - Falsche Medikamente, Fesseln, Druckgeschwüre - Gesundheit - sueddeutsche.de

Neuer Pflege-Bericht: Jeder 5. Heimbewohner wird eingesperrt! - Ratgeber - Bild.de

Neuer Pflege-Bericht Jeder 5. Heimbewohner wird eingesperrt

24.04.2012 — 15:29 Uhr
Horror Heim? Vor fünf Jahren schockte der Pflege-Qualitätsbericht der Krankenkassen: Unterernährung und Wundliegen in den Heimen. Diese Mängel werden langsam behoben, dafür zeigt der neue Bericht, dass immer mehr Heimbewohner eingesperrt oder gar gefesselt werden!
Neuer Pflege-Bericht: Jeder 5. Heimbewohner wird eingesperrt! - Ratgeber - Bild.de

2012-02-06

Pflegeheime: Ans Bett gefesselt - Gesellschaft - FAZ

Pflegeheime Ans Bett gefesselt

06.02.2012 · Alte Menschen werden in Heimen oft fixiert - zum eigenen Schutz, aber bisweilen mit tödlichen Folgen. Eine Initiative will diese Fesseln nun sprengen.
Von Karin Truscheit, Garmisch-Partenkirchen
Garmisch-Partenkirchen, im Februar. Innerhalb von fünf bis zwölf Sekunden kann ein Mensch, der im Rollstuhl mit einem Bauchgurt festgebunden ist, sich so herauswinden, dass er sich im schlimmsten Falle stranguliert. Wenn der Gurt nicht sachgemäß befestigt ist, wenn die Seitenriemen nicht zusätzlich angebracht sind und wenn das Bettgitter nicht hochgeklappt ist, dann kann man sich sogar auch in seinem Bett mit normalen Bewegungen aus einem Bauchgurt herauswinden und mit dem Hals so in den Gurt geraten, dass man sich erhängt, wenn man seitlich aus dem Bett herausfällt.
Die meisten alten Menschen wollen aus ihren Fixierungen heraus. In lebensbedrohliche Situationen können sie bei nicht fachgerechter Fixierung leicht geraten. Oft drehen und winden sie sich solange in ihrem Bett, bis der Oberkörper zur Seite aus dem Bett fällt. Wenn dann die Hüfte noch im Gurt verwickelt ist, gerät der Kopf in eine Tieflage, und die Sauerstoffversorgung des Gehirns wird massiv beeinträchtigt. Kräftige und mental gesunde Menschen können sich meist alleine wieder aufrichten - doch auch beim Bungee-Jumping ist es so schon zu lebensbedrohlichen Situationen gekommen, wenn die Springer nicht schnell genug hochgezogen wurden. Alte und demente Menschen hingegen bleiben, wenn es keiner bemerkt, so hängen. Im schlimmsten Fall, bis sie tot sind.

Jeden Tag etwa 400.000 Fixierungen

(...)
Pflegeheime: Ans Bett gefesselt - Gesellschaft - FAZ

2012-01-31

Deutsches Ärzteblatt: Todesfälle bei Gurtfixierungen (20.01.2012)

MEDIZIN: Originalarbeit

Todesfälle bei Gurtfixierungen


Deaths Due to Physical Restraint


Dtsch Arztebl Int 2012; 109(3): 27-32; DOI: 10.3238/arztebl.2012.0027
(..)
In Alten-/Pflegeheimen und in Krankenhäusern ist der Gebrauch von Maßnahmen, die die individuelle Bewegungsfreiheit von alten und/oder psychisch kranken, meist dementen Menschen einschränken, noch immer Bestandteil des Pflegealltags. (..)
Im rechtsmedizinischen Obduktionsgut werden immer wieder Todesfälle von Pflegebedürftigen insbesondere im Zusammenhang mit mechanischen Fixierungen festgestellt.
Deutsches Ärzteblatt: Todesfälle bei Gurtfixierungen (20.01.2012)

2012-01-13

Türkei klagt "Fergie" an - boulevard_nt - Berliner Morgenpost - Berlin

Türkei klagt "Fergie" an


Sarah «Fergie» Ferguson
Foto: dpa
Istanbul - Vernachlässigt, in Lumpen, gefesselt - Filmaufnahmen, die ein Videoteam um Herzogin Sarah «Fergie» Ferguson in einem türkischen Waisenhaus gemacht hat, sorgten 2008 für Schlagzeilen und diplomatische Verstimmung.
Für die Ex-Frau des britischen Prinzen Andrew sollen die Bilder nun ein Nachspiel haben: Ein Staatsanwalt in Ankara hat Ferguson wegen Verletzung der Privatsphäre von fünf Kinder angeklagt. Er fordert 22 Jahre und sechs Monate Haft.
Mit einem britischen Journalisten war Ferguson nahe Ankara in ein staatliches Pflegeheim gekommen. Das Team fand behinderte Kinder, die angebunden waren oder den ganzen Tag in ihren Betten liegen mussten. Die Aufnahmen waren so wohl nur möglich, weil das Team eine versteckte Kamera benutzte.

Türkei klagt "Fergie" an - boulevard_nt - Berliner Morgenpost - Berlin


The Duchess of York Turkey Orphanage

youtube.com

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