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2012-08-21

21.08.2012 | Report Mainz deckt Skandal um Handel mit Intensivpflegepatienten auf: Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach "Auf mich macht das den Eindruck eines verdeckten Menschenhandels", Patientenbeauftragter Wolfgang Zöller bezeichnet die Vorgänge als "unethisch" und "unmoralisch" - REPORT MAINZ :: Presse | SWR.de

21.08.2012 | Report Mainz deckt Skandal um Handel mit Intensivpflegepatienten auf 

Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach "Auf mich macht das den Eindruck eines verdeckten Menschenhandels", Patientenbeauftragter Wolfgang Zöller bezeichnet die Vorgänge als "unethisch" und "unmoralisch"

Mainz - Nach Informationen des ARD-Politikmagazins REPORT MAINZ werden Intensivpflegepatienten im häuslichen Bereich in einer Preisspanne von 40 bis 60.000 Euro zwischen Pflegediensten gehandelt.
Frau mit Beatmungsgerät

Mainz - Nach Informationen des ARD-Politikmagazins REPORT MAINZ werden Intensivpflegepatienten im häuslichen Bereich in einer Preisspanne von 40 bis 60.000 Euro zwischen Pflegediensten gehandelt. In einem verdeckt gedrehten Verkaufsgespräch hat ein Pflegedienst dem Magazin fünf Patienten zum Preis von 250.000 Euro zum Kauf angeboten. Die dazu gehörenden Pflegeteams können auch übernommen werden. Der Inhaber des Dienstes betonte, dass derzeit keiner der zu verkaufenden Patienten "im Sterben" liege. Gegenüber dem ARD-Politkmagazin sagte er weiter, dass der Käufer mit seinen Patienten in den nächsten Jahren viel Geld verdienen könne und erklärt dieses exemplarisch an einem Beispiel: "Eine Frau ist 1962 geboren und wenn sie gut betreut wird, kann sie zehn, 20 Jahre leben." Da die Kassen für diese Patientin, die rund um die Uhr betreut werde, gute Verrechnungssätze zahle, könne der Käufer mit Profiten von über 4.000 Euro pro Monat nur für diese eine Patientin rechnen.
REPORT MAINZ hat die Recherchen den Gesundheitspolitikern Karl Lauterbach (SPD) und dem Patientenbeauftragten der Bundesregierung, Wolfgang Zöller (CSU), vorgelegt.
21.08.2012 | Report Mainz deckt Skandal um Handel mit Intensivpflegepatienten auf: Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach "Auf mich macht das den Eindruck eines verdeckten Menschenhandels", Patientenbeauftragter Wolfgang Zöller bezeichnet die Vorgänge als "unethisch" und "unmoralisch" - REPORT MAINZ :: Presse | SWR.de


Verkaufte Patienten

aus der Sendung vom Dienstag, 21.8. | 21.45 Uhr | Das Erste

Der skandalöse Handel mit schwer kranken Pflegepatienten
Report Mainz,  21.8.2012 | 11:32 min
www.swr.de/report

2011-08-15

Beatmungspatienten: Wenn Pflege zum Risiko wird | DasErste.de

FAKT | Das Erste | 15.08.2011 | 21:45 Uhr Beatmungspatienten: Wenn Pflege zum Risiko wird

In Deutschland gibt es Tausende Menschen, die nicht mehr selbständig atmen können und deshalb auf Maschinen angewiesen sind. Auf der Intensivstation können die Betroffenen nur so lange bleiben, bis die akute Notfallbehandlung abgeschlossen ist. Spezielle Pflegeheime für sie gibt es kaum. Private Pflegedienste haben die Lücke erkannt und bringen die sogenannten Beatmungspatienten in Wohngemeinschaften unter. Weil dabei keine verbindlichen Standards für das Pflegepersonal gelten, kommt es immer wieder zu gravierenden Pflegemängeln.
Frau an einem Beatmungsgerät
Beatmungspatienten bedürfen besonderer Pflege. In speziell eingerichteten Wohngemeinschaften bekommen sie die aber nicht immer.
Pflegeplätze für sogenannte Beatmungspatienten sind rar und die Kosten dafür hoch. Deshalb bieten sich zunehmend private Pflegedienste als Alternative an. Sie mieten Wohnungen an und bringen dort oft mehrere Beatmungspatienten gleichzeitig unter, quasi in einer Wohngemeinschaft. Pro Patient erhalten sie bis zu 20.000 Euro im Monat. Das Besondere: Die WG-Zimmer gelten als privater Wohnraum der Patienten. Die Betreuung durch den Pflegedienst ist damit offiziell ambulant. Das wiederum bedeutet: Vorschriften wie in Krankenhäusern oder Pflegeheimen gelten hier nicht. Es gibt keine regelmäßigen Überprüfungen von Heimaufsicht und Krankenkassen und auch keine verbindlichen Mindeststandards für das Intensiv-Pflegepersonal. Das hat teilweise fatale Folgen.

Pflegekraft benennt Mängel

So berichtet die ehemalige Pflegeleiterin einer Beatmungs-WG bei FAKT von unhaltbaren Zuständen. Nachts habe ein Pfleger allein sechs Patienten betreuen müssen, die über zwei Stockwerke verteilt gewesen seien. Wenn sie oder ihre Kollegen im Erdgeschoss gewesen seien, hätten sie nicht gehört, was im ersten Stock passiere. Die Frau, die inzwischen gekündigt hat, erklärt, sie habe ihren Arbeitgeber darauf aufmerksam gemacht. Von ihm sei aber nur die lapidare Antwort gekommen, dass immer mal einer sterbe.

Experte fordert verbindliche Standards

Auch Peter Demel vom Medizinischen Dienst der Krankenversicherung in Bayern (MDK) hat seine Erfahrung mit Wohngemeinschaften für Beatmungspatienten gemacht. Er hat viele von ihnen überprüft. Ergebnis: Rund ein Viertel hatte deutliche Mängel.
Beatmungspatienten: Wenn Pflege zum Risiko wird | DasErste.de

2011-03-06

Neues Stadtviertel auf der Holzhalbinsel wächst - nnn.de

ROSTOCK

Neues Stadtviertel auf der Holzhalbinsel wächst

04. März 2011 | von Christine Weber

ÖSTLICHE ALTSTADT - Hochbetrieb auf der Baustelle Holzhalbinsel: Am 15. Juli dieses Jahres will der Pflegedienstleister Renafan hier sein neues Haus für Stationäre Pflege eröffnen. Auf mehr als 6000 Quadratmetern Grundfläche sind 140 Zimmer geplant, die für Pflegebedürftige ein neues Zuhause bieten sollen. "Wir spezialisieren uns hier auf die Pflege von Menschen, die an Demenz leiden oder die auf künstliche Beatmung angewiesen sind", erklärt Renafan-Geschäftsführer Shaodong Fan. Auch Kurzzeit- und Intensivpflege gehören zum Profil. Mit dem deutschlandweit fünften Haus dieser Art, das zurzeit am Warnowufer entsteht, will der Chinese, der seit 24 Jahren in Deutschland lebt, 80 Arbeitsplätze in der Hansestadt schaffen.

Neues Stadtviertel auf der Holzhalbinsel wächst - nnn.de
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