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2013-07-23

Streit um blindes Pflegekind: Pflegeeltern verweigern Herausgabe - Panorama - Rhein-Zeitung

22.07.2013

Streit um blindes Pflegekind: Pflegeeltern verweigern Herausgabe

St. Goar - Noah ist vier Jahre alt. Und blind. Obwohl er bei seinen Pflegeeltern bestens versorgt ist, will ihn sein Vormund ohne Angabe von Gründen in ein Heim für mehrfach Behinderte stecken. Am Montag spitzte sich die Lage zu.

Streit um blindes Pflegekind: Pflegeeltern verweigern Herausgabe - Panorama - Rhein-Zeitung

2012-09-28

Neues Betreuungsrecht belastet Sozialetat | shz.de


HOLSTEINISCHER COURIER

Neues Betreuungsrecht belastet Sozialetat

27. September 2012 | 00:00 Uhr | Von bl

Neumünster. Auf die Stadt kommen neue Soziallasten zu. Nach dem neuen Betreuungsgesetz, das im Juli in Kraft getreten ist, darf ein Amtsvormund nur noch 50 Mündel (statt bislang 120) betreuen. Tatsächlich werden in Neumünster von zwei Amtsvormündern derzeit rund 220 Fälle betreut.

Das räumte Sozialdezernent Günter Humpe-Waßmuth jetzt im Rat auf eine Kleine Anfrage des Bündnis’ für Bürger hin ein. Die Stadt bemühe sich derzeit, Vormundschaften auf Einzelvormünder etwa beim Betreuungsverein zu übertragen, sagte Humpe-Waßmuth. Inwieweit das gelinge bleibe abzuwarten. Letztlich werde die Stadt personell aufstocken müssen, um die Vorgabe einzuhalten.

Bund, Land und Städte streiten derzeit um die Kosten für das zusätzliche Personal. Im Städtebund werde überwiegend die Meinung vertreten, dass der Bund auch die Finanzierung regeln müsse, wenn er den Betreuungschlüssel ändere, betonte Humpe-Waßmuth.
Neues Betreuungsrecht belastet Sozialetat | shz.de

2011-12-14

Standhafter Jurist der Nazi-Zeit - mz-web.de

 
Bernburg

Standhafter Jurist der Nazi-Zeit

VON PAUL SPENGLER, 11.12.11, 18:18h, aktualisiert 11.12.11, 20:12h
Jochen Kreyssig (l.)
Jochen Kreyssig (l.), letzter noch lebender Sohn von Lothar Kreyssig, kam am Freitag zur Ausstellungseröffnung aus Berlin nach Bernburg. In der Mitte Brandenburgs Generalstaatsanwalt Erardo C. Rautenberg. Rechts Tobias Hoffmann, Direktor des Bernburger Amtsgerichts. (FOTO: ENGELBERT PÜLICHER)
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BERNBURG/MZ. "Lothar Kreyssig war einer der wenigen, die aus der Justiz heraus Nein gesagt haben". Nicht nur Tobias Hoffmann, Direktor des Amtsgerichts Bernburg, sieht in dem standhaften Justizjuristen der Nazi-Zeit einen Mann, der heute unbedingt in den Blickpunkt von Richtern und Staatsanwälten gehört. (...)Rautenberg wies darauf hin, dass sein Arbeitsplatz in jenem Gebäude liegt, in dem 1940 Kreyssig als Vormundschaftsrichter tätig war.
In dieser Funktion hat sich der Jurist ab August 1940 nachweislich geweigert, ihm anvertraute geistig behinderte oder psychisch kranke Mündel in die Tötungsanstalten der NS-"Euthanasie" verlegen zu lassen. Der Richter wurde beurlaubt und 1942 von der NS-Justiz zwangspensioniert. Den Krieg überstand er als Landwirt, der bereits ökologisch-dynamischen Landbau im Sinn hatte. Seit 1934 Mitglied der "Bekennenden Kirche", übernahm er nach dem Krieg wichtige Aufgaben innerhalb der Evangelischen Kirche. Kreyssig war Mitbegründer der "Aktion Sühnezeichen" in der DDR, die sich die Aussöhnung mit östlichen Nachbarn zum Ziel gesetzt hat.(..)
. Mit Ehrungen habe sein Vater nie viel am Hut gehabt, erklärte Jochen Kreyssig. 14 mal sei ihm von internationalen Universitäten eine Ehrendoktorwürde angetragen worden. Keine davon habe er angenommen.
Die Ausstellung "Lothar Kreyssig - Richter, Bauer, Kirchenmann" ist von Montag bis Freitag zu den Öffnungszeiten des Bernburger Amtsgerichts zu sehen.

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