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2013-07-17

Zur Inklusion gehört respektvoller Umgang


Zur Inklusion gehört respektvoller Umgang
Mittwoch, den 17. Juli 2013 um 09:19 Uhr
Knigge-Rat und Paritätischer Hessen geben Tipps

©grafik|nh 

Frankfurt. Ist es okay, sich von einer blinden Frau mit „Auf Wiedersehen“ zu verabschieden? Wie bietet man einem Mann im Rollstuhl Unterstützung an, ohne aufdringlich zu sein? Um solche Unsicherheiten auszuräumen, hat der Deutsche Knigge-Rat jetzt zehn Tipps für den respektvollen Umgang mit Menschen mit Behinderungen herausgegeben. Fachkundig beraten wurde er bei der Zusammenstellung dieser Benimm-Regeln von Katja Lüke, die beim Paritätischen Wohlfahrtsverband Hessen verantwortlich ist für das Schwerpunktthema Inklusion.
„Nichtbehinderte sind im Umgang mit Menschen mit Behinderungen oftmals selbst blind, taub und unbeholfen. Sie reduzieren den Menschen allein auf dessen Beeinträchtigung. Plumpe Neugier, bestürztes Mitleid und bevormundende Hilfsbereitschaft sind oftmals die Folgen. Was vielleicht gut gemeint war, ist letztlich verletzend oder diskriminierend", berichtet Katja Lüke. (...)
Die zehn Tipps für den respektvollen Umgang mit Menschen mit Behinderungen sind    nachzulesen auf den Internet-Seiten des Knigge-Rats (www.knigge-rat.de) und des Paritätischen Hessen (www.paritaet-hessen.org).

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Zur Inklusion gehört respektvoller Umgang

2013-02-15

ISL-Video zu Behinderung und Migrationshintergrund - BIZEPS-INFO

Text: ISL Deutschland · 15. Feber 2013 12:13 Uhr

ISL-Video zu Behinderung und Migrationshintergrund

Mit einem selbst produzierten Videofilm macht die ISL auf die mehrfache Diskriminierung von Menschen mit Behinderungen und Migrationshintergrund aufmerksam.
Logo ISL Deutschland
Der 17-minütige Film mit dem Titel "Von Respekt, Toleranz und anderen Wünschen" wurde jetzt auf die Videoplattform youtube eingestellt und ist auch über die ISL-Homepage abrufbar: "In diesem Film kommen acht unterschiedliche Menschen zu Wort", so der Autor und Regisseur des Films, H.- Günter Heiden. "Sie leben mit unterschiedlichen Beeinträchtigungen und haben ihre Wurzeln zum Beispiel in der Türkei, der Ukraine, Russland oder Palästina." Im Untertitel heiße der Film zwar "Behinderung und Migrationshintergrund", so Heiden, eigentlich müsse man aber von einem Zusammenwirken von "Ableismus und Rassismus" sprechen, da es sich nicht um persönliche Eigenschaften der jeweiligen Personen handele, sondern um gesellschaftliche Zuschreibungen.
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ISL-Video zu Behinderung und Migrationshintergrund - BIZEPS-INFO


2012-08-31

Pita, Paralympic athlete: Persons with disabilities can be stars!

BULANDE Pita Rondao

Pita, Paralympic athlete: 

Persons with disabilities can be stars!

Thursday, August 30, 2012

For the first time ever, Mozambique is sending athletes to the Paralympic Games. 19-year-old Pita Rondao Bulande is part of the team of 5 athletes who qualified for the 2012 Games:
“For me, sport means that for us as well, life goes on. By participating in the Paralympics I want to show that persons with disabilities can be stars!” 

Pita was born in 1993 in Beira province, Mozambique. At the age of three he caught the measles and didn’t receive proper treatment. Gradually, he lost his sight. As he grew up and became completely blind, Pita felt very isolated and lonely, but he did not like feeling dependent on others.

A big change in Pita’s life came about in 2008 when he met Jonas Alfredo, a teacher and sports trainer working in a disability sports association. Pita started running and turned out to be an excellent sprinter! He took up regular training and participated in local and national championships. His biggest success so far was qualifying for the Paralympics in May 2012.
For Pita, sport is a lot more than a career or a hobby. It gives people new perspectives and provides opportunities to take part in community activities.

“I want to be a role model and I want to improve the situation of persons with disabilities,” Pita explains. Through sports, perceptions and attitudes on disability and the talents of persons with disabilities can be changed.
Why don’t you show the world how sport can promote inclusion by taking part in our Show Me Inclusion competition? Click here to find out more!
Pita, Paralympic athlete: Persons with disabilities can be stars!

2012-08-13

RHEINPFALZ.DE: "Ich wurde als ,Spasti" oder ,Krüppel" bezeichnet"

XXPress: Die Jugendseite
"Ich wurde als ,Spasti" oder ,Krüppel" bezeichnet"
Maria Langstroff ist 25 Jahre alt, unheilbar krank und komplett gelähmt - Ihr Buch "Mundtot!?" fordert zum respektvollen Umgang auf
Von Anne Kirchberg Während andere im Alter von 25 Jahren eifrig ihre private und berufliche Zukunft planen, kommt für Maria Langstroff bereits das Ende. Unheilbar krank liegt sie als Pflegefall in einem Heim bei Gießen.

Trotzdem gibt Maria nicht auf, sondern kämpft - sowohl für sich als auch für die gerechte Behandlung aller Behinderten und Kranken. Mit diesem bewundernswerten Kampfgeist hat Maria trotz der Lähmung ihres gesamten Körpers und beginnender Blindheit ein Buch geschrieben.

In "Mundtot!? Wie ich lernte, meine Stimme zu erheben" fordert die junge Frau, bei der 2010 eine Muskelkrankheit festgestellt worden ist, einen respektvolleren Umgang mit Krankheit und Behinderung.

RHEINPFALZ.DE: "Ich wurde als ,Spasti" oder ,Krüppel" bezeichnet"

2012-07-28

„Ich verlange nur den Respekt, der jedem gebührt - nicht mehr und nicht weniger“ | WAZ.de

Meschede

„Ich verlange nur den Respekt, der jedem gebührt - nicht mehr und nicht weniger“

27.07.2012 | 18:57 Uhr
„Ich verlange nur den Respekt, der jedem gebührt - nicht mehr und nicht weniger“
Ralf Gersthagen.
Meschede.   Ralf Gersthagen organisiert sein Leben vom Rollstuhl aus. Assistenten helfen ihm dabei

Ralf Gersthagen leidet an fortschreitender Muskel-Dystrophie. Er kann nicht laufen und nicht stehen, die rechte Hand nutzt er um den E-Rolli zusteuern. Auch seine Armmuskeln funktionieren kaum. Einen Keks kann er essen, eine Tasse halten - unmöglich. „Aber ich kann denken und kommunizieren“, betont der gelernte technische Zeichner, der seit Dezember 2011 mit Assistenz in einer eigenen Wohnung in Meschede lebt.
„Ich verlange nur den Respekt, der jedem gebührt - nicht mehr und nicht weniger“ | WAZ.de

2012-06-27

Deutsche Telekom: "Leistungsstark mit Handicap" - Telekom stellt Schulen Lehrmaterial zur Verfügung

"Leistungsstark mit Handicap" - Telekom stellt Schulen Lehrmaterial zur Verfügung

14.06.2012
  • Im Jahr der Paralympics 2012 - 
  • Unterrichtsmaterial kostenlos erhältlich unter  
  • www.neue-sporterfahrung.de/unterrichtsmaterial
  • Hubert Hüppe, Behindertenbeauftragter der Bundesregierung: 
  • "Mit gegenseitigem Respekt ist ein faires Miteinander möglich"
  • Telekom fördert Respekt und Toleranz und baut Vorurteile gegenüber Menschen mit Behinderung ab
Was ein Leben mit einer Behinderung bedeutet, ist den meisten Jugendlichen unbekannt. Diesen Zustand möchte die Telekom ändern. Im Jahr der Paralympischen Spiele in London stellt der Telekommunikationskonzern ab sofort allen weiterführenden Schulen in Deutschland das Unterrichtsmaterial "Leistungsstark mit Handicap" kostenlos zur Verfügung. Schirmherr für das neue Schulmaterial ist Hubert Hüppe, Behindertenbeauftragter der Bundesregierung: "Die Schüler erfahren durch das Unterrichtsmaterial, dass mit gegenseitigem Respekt ein faires Miteinander möglich ist. Das Unterrichtsmaterial bietet den Schulen die Gelegenheit, sich dem Thema "Inklusion" gegenüber zu öffnen. Ich hoffe, dass dies einen Prozess an den noch nicht inklusiven Schulen in Gang setzt, sich ebenfalls auf den Weg zu machen."

Verstärkt durch die Paralympics 2012 haben Lehrer einen aktuellen Anlass, mit Hilfe des methodisch didaktisch aufbereiteten Schulmaterials das Thema im Unterricht zu behandeln und mit ihren Schülern zu diskutieren. Unter der Internetadresse www.neue-sporterfahrung.de/unterrichtsmaterial können Lehrkräfte das Material downloaden. Es ist modular aufgebaut und kann somit für eine Doppelstunde oder eine längere Unterrichtsreihe fächerübergreifend genutzt werden.

"Die Spitzenleistungen von Sportlern mit Handicap brauchen auch außerhalb der Paralympics eine Bühne, um sie ins Bewusstsein gerade auch junger Menschen zu rufen. Gemeinsam müssen wir die Lebenssituation behinderter Menschen und deren Leistungsvermögen in die Öffentlichkeit tragen", unterstreicht Lucas Ludwig, Paralympics-Teilnehmer im Schwimmen, die Bedeutung des Lehrmaterials. "Was zwischen behinderten und nicht-behinderten Sportlern längst zur Normalität geworden ist, sollte sich auch im öffentlichen Bewusstsein widerspiegeln." (...)
Deutsche Telekom: "Leistungsstark mit Handicap" - Telekom stellt Schulen Lehrmaterial zur Verfügung

Behinderte Rebell und Mutmacher auf Wanderschaft | MAIN-POST Nachrichten für Franken, Bayern und die Welt

  http://www.mainpost.de/storage/pic/mpnlneu/swland/4511965_0_1CPQIX.jpg?version=1340715549

RÖTHLEIN
Behinderte Rebell und Mutmacher auf Wanderschaft

Gerold Schäfer beschreibt seinen Mutmacherlauf – Lesungen geplant
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Ein schwerer Verkehrsunfall im November 1979 hat das Leben von Gerold Schäfer radikal verändert. Er verlor ein Bein, einen Arm konnte er nicht mehr benutzen. Im Mai 2008 mussten nochmals zehn Zentimeter vom linken Beinstumpf entfernt werden. Statt der erhofften Besserung schien es so, als werde er nie wieder richtig laufen können. Der Schwerbehinderte biss sich aber – wieder einmal – durch, lernte wieder gehen, wenn auch nicht weit. In dieser Phase entstand die verrückte Idee zu einem Mutmacherlauf durch Deutschland.
 Über die 600 Kilometer in vier Monaten, die der heute 49-Jährige von Juni bis September 2010 von Dresden nach Köln unter seinen einen Fuß und die Prothese genommen hat, ist jetzt das Buch „Der Mutmacherlauf – etwas geht immer“ erschienen.(...)
Als Schäfer losgelaufen ist mit seinem Handwagen und dem Terriermischling Andy als treuem Wegbegleiter, da hat er seine ungewöhnliche Aktion so begründet: „Ich will auf die Lage Behinderter aufmerksam machen“. Er fordere für sie kein Mitleid, sondern mehr Respekt ein. Schäfer ist während und nach dem Marsch vielen Behinderten begegnet, die nun ihm gesagt und geschrieben haben: „Du hast mir Mut gemacht.“ Aber auch etliche Nichtbehinderte haben ihm diesen Respekt gezollt. (...)
Behinderte Rebell und Mutmacher auf Wanderschaft | MAIN-POST Nachrichten für Franken, Bayern und die Welt

2012-06-01

Demenzkranke brauchen Zuwendung und keine “chemische Keule” | Kostenlose Pressemitteilungen veröffentlichen

Demenzkranke brauchen Zuwendung und keine “chemische Keule”


Demenzkranke brauchen Zuwendung und keine "chemische Keule"
Demenzkranke Menschen werden - wie eine aktuelle Studie des Bremer Zentrums für Sozialpolitik zeigt - immer häufiger mit der “chemischen Keule”, also mit Psychopharmaka und Neuroleptika ruhiggestellt. Die Studie geht davon aus, dass allein in den Pflegeheimen 240.000 Bewohner so sediert werden.Diese Vorgehensweise als “Therapie” zu bezeichnen ist angesichts der Nebenwirkungen ein kaum zu überbietender Euphemismus, denn die Betroffenen werden in vielen Fällen in völlige Lethargie versetzt. Sie leiden unter motorischen Störungen, das Sturzrisiko steigt dramatisch, teilweise treten Atemdepressionen, Wahnvorstellungen und komatöse Zustände auf. Skandalös ist der massenhafte Einsatz der “chemischen Keule” vor allem deshalb, weil es hierzu eine einfache, naheliegende Alternative gibt: menschliche Zuwendung!
In der Praxis habe ich immer wieder erlebt, wie sehr sich die Lebensqualität und das körperliche Befinden Demenzkranker bessert, wenn Verständnis, Repekt und Zuwendung die “chemische Keule” ersetzen. Ich denke hier beispielsweise an eine 75jährige Dame, die völlig apathisch aus der Klinik kam und kaum in der Lage war, ihr Umgebung wahrzunehmen. Nach Absetzen einer hochdosierten Multimedikation, bestehend aus Neuroleptikum und Hypnotikum, sitzt diese Frau nun auf ihrem Balkon, beobachtet erfreut brütende Graureiher; sie trägt keine Windeln mehr, weil sie mit Hilfe die Toilette benutzen kann und auch die im Entlasungsbericht der Klinik angegebene Bettlägrigkeit besteht nicht mehr, denn in Begleitung kann sie in der Wohnung mit Hilfe eines Rollators wenigstens kurze Strecken gehen.
Ich beschreibe hier keinen Einzelfall, sondern eine Beobachtung, die ich immer wieder anstellen konnte. Warum werden trotzdem so viele Demenzkranke medikamentös sediert? Die Antwort ist einfach: Demenzkranke brauchen Zuwendung und keine “chemische Keule” | Kostenlose Pressemitteilungen veröffentlichen

2012-04-25

Deutscher Ethikrat: Selbstbestimmung Demenzbetroffener achten und bewahren

 Dienstag, 24. April 2012, 12:20 Uhr
Deutscher Ethikrat
PRESSEMITTEILUNG
Deutscher Ethikrat: Selbstbestimmung Demenzbetroffener achten und bewahren
Berlin  -  Der Deutsche Ethikrat stellt heute seine Stellungnahme "Demenz und Selbstbestimmung" vor, mit der er zu einem besseren Verständnis der Situation von Menschen mit Demenz beitragen und Empfehlungen geben will, um einen achtsameren und die Selbstbestimmung wahrenden Umgang mit den Betroffenen zu fördern.

Derzeit leben in Deutschland etwa 1,2 Millionen Menschen mit einer mittleren bis schweren Demenz. Angesichts der wachsenden Anzahl der betroffenen Menschen ist Demenz eine der größten gesundheitspolitischen Herausforderungen der Gegenwart, nicht nur für die Gesundheits- und Sozialpolitik, sondern auch für unser Selbstverständnis als Menschen und als Bürger.

Die Selbstbestimmung gehört wesentlich zum Selbstverständnis des Menschen und ist ein zentraler Bezugspunkt ethischer Diskurse. Bislang standen zumeist nur die mit Demenz verbundenen Defizite im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit. Wird der Mensch mit seiner geistigen Leistung gleichgesetzt, so muss Demenz als Zerstörung des Menschen erscheinen. Wird er aber nicht nur als denkendes, sondern auch als empfindendes, emotionales und soziales Wesen verstanden, kann sich der Blick leichter auf die jeweils noch vorhandenen Ressourcen richten. Diese Blickrichtung liegt der Stellungnahme des Deutschen Ethikrates zugrunde, deren Anliegen es ist, deutlich zu machen, dass auch Menschen mit Demenz noch Möglichkeiten zur Selbstbestimmung haben, die wahrgenommen und unterstützt werden sollten.

Forschung in Medizin und Pflege sowie die zugehörige Praxis sind überwiegend auf Früherkennung und Symptomlinderung ausgerichtet, weniger auf den langen Weg der Erkrankung und die dabei erforderliche Begleitung. Bislang kann die Krankheit jedoch nur verzögert, nicht aber dauerhaft aufgehalten werden, sodass eine an Demenz erkrankte Person mit der fortschreitenden Abnahme ihrer Selbstständigkeit und zunehmender Hilfsbedürftigkeit konfrontiert ist. Ihrer jeweils noch möglichen Selbstbestimmung auch dann Raum zu geben, wenn sie eingeschränkt ist, ist gerade auch vor diesem Hintergrund ein Gebot der Achtung, die wir dem Einzelnen entgegenzubringen haben. Umso wichtiger ist es daher, Möglichkeiten zur Wahrnehmung, Achtung und Förderung der Selbstbestimmung bei Menschen mit Demenz zu entdecken und zu fördern. Dies erfordert eine Haltung der Achtsamkeit, die sich an den konkreten Bedürfnissen des Betroffenen orientiert und das Konzept einer "assistierten Selbstbestimmung" verwirklicht.

Der Deutsche Ethikrat sieht, dass in vielen Familien und in vielen Heimen die Grundsätze eines achtsamen und die Selbstbestimmung möglichst lang unterstützenden Umgangs mit von Demenz betroffenen Menschen mit großem Engagement umgesetzt werden. Den pflegenden Angehörigen und den beruflich Pflegenden, ohne deren fortwährenden Einsatz das derzeitige Pflegeniveau nicht gehalten werden könnte, gebührt hohe Anerkennung und Unterstützung. Allerdings bedarf es großer gesamtgesellschaftlicher Anstrengung, wenn die Versorgung von Demenzbetroffenen auch zukünftig sichergestellt sein soll. Hierzu hat der Deutsche Ethikrat insgesamt 16 Empfehlungen erarbeitet, von denen die wichtigsten hier kurz vorgestellt werden:

- Der Deutsche Ethikrat bestärkt die Bundesregierung in der Absicht, einen Nationalen Aktionsplan Demenz zu entwickeln, um das Vorgehen aller Akteure zur flächendeckenden Verbesserung der medizinischen, pflegerischen und sozialen Versorgung Demenzbetroffener zu koordinieren. Dadurch soll die gesellschaftliche Inklusion von Menschen mit Demenz verstärkt und ihr Anspruch auf Selbstbestimmung anerkannt werden.

- Bei einer Neufassung des Begriffs der Pflegebedürftigkeit sollten die Selbstbestimmungsmöglichkeiten von Menschen mit Demenz und die daraus folgenden Aufgaben der Pflege ausreichend berücksichtigt werden.

- Die Arbeit pflegender Angehöriger bedarf wirksamer Unterstützung und finanzieller Anerkennung. Es sollte geprüft werden, ob die aus der häuslichen Pflege vertrauten Personen einen Dementen auch im Krankenhaus betreuen können.

- Ambulant betreute Haus- und Wohngemeinschaften für Menschen mit Demenz sollten finanziell stärker gefördert werden. Dazu zählen insbesondere wohnortnahe Wohn-Pflege-Gemeinschaften, die einen die Selbstbestimmung ermöglichenden Rahmen schaffen und in denen professionell Pflegende und Angehörige zusammenarbeiten.

- Die Forschungsförderung im Bereich der Demenz sollte sich bei der Grundlagenforschung im Sinne translationaler Forschung auf die klinische Anwendung hin orientieren. Darüber hinaus sollte sie klinisch-medizinische, psychosoziale und pflegewissenschaftliche Aspekte sowie die ethisch-rechtliche Begleitforschung und die Versorgungsforschung umfassen.

- Um die Selbstbestimmungsmöglichkeiten demenzbetroffener Menschen zu wahren und zu schützen, sollten die Grundsätze der UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen, die auch für Demenzbetroffene gelten, konsequent zur Anwendung kommen.

- Die Bereitschaft Angehöriger zur Übernahme ehrenamtlicher Betreuungen sollte durch praktische Unterstützung während der Betreuung und durch gesellschaftliche Wertschätzung gestärkt werden.

- Bei der Prüfung der aktuellen Anwendbarkeit einer Patientenverfügung sind Äußerungen des Lebenswillens entscheidungsunfähiger Patienten einzubeziehen. In Fällen, in denen die Entscheidungsfähigkeit nicht sicher ausgeschlossen werden kann, ist wegen der Unumkehrbarkeit lebensbeendender Maßnahmen lebensbejahenden Bekundungen stets der Vorrang vor einer anders lautenden Patientenverfügung zu geben.

In einem Sondervotum hat Ratsmitglied Volker Gerhardt seine Bedenken bezüglich zweier Aspekte dargelegt. Dies betrifft zum einen den mit dem zunehmenden Verlust der Selbstbestimmung einhergehenden unwiderruflichen Verlust der Persönlichkeit, der nicht verharmlost werden darf. Zum anderen stellt sich die Frage eines Suizidwunsches, der aufgrund der Selbstbestimmungsproblematik bei der Demenz in besonderer Weise eine Rolle spielt.

Die Stellungnahme ist abrufbar unter http://www.ethikrat.org
Kontakt
Ulrike Florian
Referentin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Deutscher Ethikrat
Jägerstrasse 22/23
D-10117 Berlin
Tel.: +49 +30 203 70-246
Fax: +49 +30 203 70-252
E-Mail: florian@ethikrat.org
http://www.ethikrat.org
GESUNDHEIT ADHOC -- Deutscher Ethikrat: Selbstbestimmung Demenzbetroffener achten und bewahren

2012-04-12

«Schliesslich sind wir punk» | WOZ Die Wochenzeitung

«Schliesslich sind wir punk»

Vier Punkrocker mit geistiger Behinderung: Das ist die finnische Band Pertti Kurikan Nimipäivät. Eine Dokumentation über sie hat am Festival Visions du Réel, das am 20. April in Nyon beginnt, ihre internationale Premiere.


«Ich will etwas Respekt und Gleichheit in meinem Leben», fordert Gitarrist Pertti Kurikka (links) in einem seiner Lieder. Kurikka hat der Band den Namen gegeben; zur Band gehören auch Schlagzeuger Toni Välitalo und Bassist Sami Helle. Foto: Marianne Heikkinen
Der Manager mahnt zur Eile. «Toni, es ist Zeit, auf die Bühne zu gehen!» In der offenen Toilettentür erscheint das grinsende Gesicht des Drummers. «Wasch dir die Hände und zieh ab», ermahnt ihn der Betreuer. Toni Väli­talo lacht noch immer und drückt die Spülung. Nichts wird ihm heute die Laune verderben, und das Hände­waschen schenkt er sich zur Feier des Tages. Mit erhobenen Armen tritt er wieder in den Backstage­raum. «Ich war auf Toilette! Und jetzt werden Pertti Kurikan Nimipäivät spielen!» Er zeigt auf das Logo auf seiner Brust. «Auf meinem Shirt steht ‹Perkele› (Gottverdammt)!»
Selbstverständlich ­haben Pertti Kurikan Nimipäivät (Pertti Kurikkas Namenstag) den Mittelfinger im Gepäck! Die Adressaten: «Politiker, die betrügen», das langweilig-bürgerliche Viertel Helsinkis, in dem Sänger Kari Aalto aufwuchs, und nicht zuletzt: das Behindertenwohnheim! «Ich will etwas Respekt und Gleichheit in meinem Leben», heisst es in einem ihrer Lieder. «Ich will nicht in einer Einrichtung wohnen!» Warum sollten sie auch? Nur weil sie mit einer geistigen Behinderung geboren wurden? Das sehen Schlagzeuger Välitalo, Sänger Kari Aalto, Bassist Sami Helle und Gitarrist Pertti Kurikka, zwischen Ende zwanzig und Mitte fünfzig, ganz anders.
«Schliesslich sind wir punk» | WOZ Die Wochenzeitung

2012-02-12

Respekt gegenüber polnischen Fans mit Behinderung – UEFA.com

Respekt gegenüber polnischen Fans mit Behinderung

Veröffentlicht: Freitag, 10. Februar 2012, 14.02MEZ
Eine Partie in Polens höchster Spielklasse hat gezeigt, dass auch Fans mit Behinderung voll und ganz im Fußball integriert sind - und wie sich gegnerische Fans respektvoll behandeln können.
Respekt gegenüber polnischen Fans mit Behinderung
Fans mit Behinderung verfolgen das Spiel in Polen ©CAFE

Die Initiativen Respect Inclusion (Respekt für Zugehörigkeit) und Football with No Limits (Fußball ohne Barrieren) haben sich bei der UEFA EURO 2012 unter anderem die Betreuung von Fans mit Behinderung zum Ziel gesetzt, um somit allen Fußballfreunden eine barrierefreie Teilnahme an den Spielen zu gewährleisten.

Respekt gegenüber polnischen Fans mit Behinderung – UEFA.com

2011-12-16

Bundesrat: Menschen mit Behinderungen auch sprachlich nicht diskriminieren

Menschen mit Behinderungen auch sprachlich nicht diskriminieren

Bundesrat, Pressemitteilung vom 16.12.2011

Der Bundesrat möchte einen Beitrag zum respektvolleren Umgang mit Behinderten leisten. Aus diesem Grund hat er am 16.12.2011 die Bundesregierung aufgefordert, in den einschlägigen Bundesgesetzen den Begriff "behinderte Menschen" durch "Menschen mit Behinderungen" zu ersetzen.

Zur Begründung führt der Bundesrat aus, dass der Begriff des behinderten Menschen in weiten Teilen der Gesellschaft, gerade aber von den Menschen mit Behinderungen selbst als diskriminierend empfunden werde, weil er diese Menschen sprachlich auf ihre Behinderungen reduziert. Dieser Tatsache sei insbesondere auch in der Gesetzessprache einschlägiger Bundesgesetze Rechnung zu tragen, um im gesellschaftlichen und politischen Leben einen Prozess des Umdenkens zu initiieren und zu beschleunigen.

Die Entschließung des Bundesrates "Umsetzung des Übereinkommens der Vereinten Nationen über die Rechte von Menschen mit Behinderungen - Sprache gestaltet das Denken" finden Sie auf der Homepages des Bundesrats.
Quelle: Bundesrat

Menschen mit Behinderungen auch sprachlich nicht diskriminieren

2011-11-11

Gehörlosigkeit und Demenz - Gebärdenwelt

FACHAUSSCHUSS SENIORENARBEIT ERSTELLT BROSCHÜRE
Der Fachausschuss Seniorenarbeit der DAFEG (=Deutsche Arbeitsgemeinschaft für Evangelische Gehörlosenseelsorge) hat sich zwei Jahre lang mit dem Thema "Gehörlosigkeit und Demenz" beschäftigt.

Als Demenz versteht man einen zunehmenden Abbau der geistigen Leistungsfähigkeit vor allem von Gedächtnisleistungen und Denkvermögen. Demenz kann gehörlose Menschen besonders treffen und eine doppelten Sprachlosigkeit auslösen. Die schon bestehende kommunikative Barriere wird durch die eigene Vergesslichkeit verstärkt. Oft fehlt auch das Wissen über die Erkrankung und man findet keinen Zugang zu den Betroffenen.

Wie begegnet man diesen Menschen und wie kann man ihnen ein würdiges Leben mit einem Maß an Lebensqualität ermöglich? Diese Fragen stellte sich der Fachausschuss Seniorenarbeit und erarbeitete eine Broschüre. Sie gibt Überblick über die Krankheit Demenz, hilfreiche und praktische Tipps für die Kommunikation mit gehörlosen dementiell veränderten Menschen, sowie Internetadressen und Hinweise zu kostenlosem Informationsmaterial.

Ein zusammenfassendes Ergebnis des Fachausschusses Seniorenarbeit liest sich so: "Denn nur, wenn man sich auf die eigene Welt der Demenzbetroffenen einlässt, neue Wege in der (gebärdensprachlichen) Kommunikation ausprobiert und versteht, wie die Demenz einen Menschen verändern kann - erst dann kann man dementiell veränderten Gehörlosen mit Respekt begegnen und ihnen ein zufriedenes Leben ermöglichen."

Die Broschüre kann weiter unten als PDF-Datei heruntergeladen werden und beim Link gelang man auf die Seite von DAFEG.

Gehörlosigkeit und Demenz - Gebärdenwelt

2011-11-08

UEFA EURO 2012 im Zeichen des RESPEKTS – UEFA.com

UEFA EURO 2012 im Zeichen des RESPEKTS

088 - UEFA-Programm im Bereich soziale Verantwortung vorgestellt
Veröffentlicht: Dienstag, 8. November 2011, 10.00MEZ (...)

Michel Platini beschreibt die Bedeutung der Kampagne wie folgt: „Als Führungsinstanz des europäischen Fußballs hat die UEFA die Verantwortung, das Spiel und seine Anhänger zu schützen. Mit ihrer RESPEKT-Kampagne unterstreicht sie ihr fortlaufendes Engagement im Kampf gegen jegliche Form von Diskriminierung, für barrierefreien Zugang für behinderte Fans, für eine gesunde Lebensweise durch körperliche Betätigung sowie für den interkulturellen Dialog zwischen Fans und Austragungsstädten.“
UEFA EURO 2012 im Zeichen des RESPEKTS – UEFA.com

2011-10-10

"Eine inklusive Stadt entsteht" - Zweitägige Fachtagung zur Gestaltung von Stadtteilen - Osthessen-News

"Eine inklusive Stadt entsteht" - Zweitägige Fachtagung zur Gestaltung von Stadtteilen

09.10.11 - FULDA - „Eine inklusive Stadt entsteht“. Über diese Thema diskutierten am vergangenen Donnerstag und Freitag Fachreferenten und Teilnehmer der Organisation "Kirche findet Stadt" im Bonifatiushaus Fulda. Dabei wurde unter anderem hinterfragt, wie Stadtteile gestaltet werden können, damit eine Teilhabe eines jeden einzelnen Menschen gelingen kann. Im Vordergrund stand dabei die Vision, ein Zusammenleben zu ermöglichen, das von gegenseitigen Respekt und Vertrauen sowie der gesellschaftliche Wertschätzung von Vielfalt geprägt ist.

Im Grußwort machte der ehemalige hessische Wirtschaftsminister Dr. Alois Rhiel deutlich: „Der Einzelne braucht die Gemeinschaft, die Gemeinschaft braucht den Einzelnen.“ Daher sei es wichtig, inklusive Ansätze in die Städte zu tragen, denen es Menschen mit Behinderungen ermöglicht, am gesellschaftlichen Leben teilzuhaben. Prof. Dr. Wolfgang Jantzen hielt den Einführungsvortrag dieser spannenden Tagung. Er machte deutlich, dass Inklusion bedeute, «das Unsichtbare sichtbar zu machen »und so eine Kultur des Miteinanders zu schaffen.

Im folgenden Beitrag zeigte der Quartiersmanager Joachim Barloschky auf, wie eine positive Stadteilentwicklung in Bremen-Tenever dazu geführt hat, dass Menschen, die eine Behinderung haben, dort inklusiver leben können. Dies gelingt durch das Einbeziehen aller Beteiligten. Über die soziale Stadtentwicklung in Nord-Düren referierte Burhan Cetinkaya. „Das Wichtigste ist, Nachhaltigkeit in neu eingeführte Strukturen zu erlangen“, erklärte der Architekt. Nur so könne es gelingen, langfristig eine positiv - inklusive Entwicklung zu erreichen.

Osthessen-News

2011-08-08

Demenz-Zentrum in Thailand: Vergessen im Paradies - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Wirtschaft

06.08.2011

Demenz-Zentrum in Thailand

Vergessen im Paradies

Von Carsten Stormer
Fischer in Thailand: Neue Eindrücke trotz der Krankheit
Zur Großansicht
REUTERS
Fischer in Thailand: Neue Eindrücke trotz der Krankheit
Liebe, Zärtlichkeit, Respekt: Was Demenzkranke brauchen, bekommen sie in Deutschland oft nicht, weil das Geld fehlt. Deshalb hat ein Schweizer in Thailand ein Pflegeheim eröffnet. (..)
Das thailändische Abenteuer begann für Martin Woodtli mit einem Schicksalsschlag in Münsingen bei Bern. Seine Mutter war an Alzheimer erkrankt, und sein Vater nahm sich daraufhin, aus Gram und Trauer, dem geistigen und körperlichen Verfall seiner Frau tatenlos zusehen zu müssen, das Leben.

Den Sohn ließ er mit der Frage zurück: "Was soll ich jetzt mit der Mutter machen?" Neun Monate pflegte Woodtli sie zu Hause, "ständig musste man aufpassen, dass nichts passiert". In dieser Zeit sah er sich mehrere Heime in der Schweiz an. Wie die Pfleger dort allerdings die alten und kranken Menschen behandelten, fand er "völlig unzumutbar". Das Personal habe zu wenig Zeit für zu viele Patienten, und wenn es hektisch wird, werden die Alten schon mal an ihre Stühle gefesselt, damit sie nicht randalieren oder aus dem Heim ausbüchsen. "Das wollte ich meiner Mutter nicht antun", sagt Woodtli und hebt seinen Sohn auf seinen Schoß. Außerdem wären die Ersparnisse seiner Eltern innerhalb von zwei Jahren aufgebraucht gewesen, "für mindere Pflege in trister Atmosphäre".
Demenz-Zentrum in Thailand: Vergessen im Paradies - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Wirtschaft

2011-04-18

mywort.lu in Frisingen - Neueste Nachrichten - Wichtig: Behinderte (Handicap) in Zukunft wird besser leben!!

Wichtig: Behinderte (Handicap) in Zukunft wird besser leben!!

Max Antony
Gemeindeleben
Ich kann verstehen was man unseren Problem in Luxemburg zu arbeiten leben
Wichtig: Behinderte (Handicap) in Zukunft wird besser leben:

Keine Menschen haben über Behinderte geredet. Das ist Schade, warum es so ist. Darum wünschen unseren Politiker etwas auch mehr über Behinderte wissen. Die Zukunft ist; Nicht-Betroffen und Betroffen werden allen gleichberechtigt, wie gleichbehandeln!
Wenn wir Nicht-Betroffen mit Betroffen zusammen arbeiten, dann wird es besser gehen, um zusammen leben.

Die Behinderten haben jahrelang gekämpft, um die Anerkennung, und Aufmerksamkeit, die sie auch mit der Ministerium in Kontakt aufnehmen möchten.
Ich hoffe, dass niemand vergessen für Handicap hat, weil Handicap auch wichtig ist.
Man kann vorstellen, dass Kinder zur Welt kommt, ob taub , blind ,behindert z.b. ohne Eltern hat . Es ist auch wichtig, dass man die Kinder zu Hause gibt, um zu Verborgenheit, wie man das auch unterstützt, das Kinder leben bis 18 Jahre neu leben oder neue Erfahrung, und arbeiten leben oder Ausbildung. (...)
Es geht um Respekt, die wir Betroffen sind. Ich fordere um die Anerkennung für die Behinderte mywort.lu in Frisingen - Neueste Nachrichten - Wichtig: Behinderte (Handicap) in Zukunft wird besser leben!!

2011-03-15

Rollstuhl « Jürgen Hobrecht Logbuch

Tram trouble

Gestern 22.15 Uhr am Alex. Ich will in die Linie 6 Richtung Steinberg steigen. Vor dem Eingang steht eine blonde Mitfünfzigerin in Uniform, offenbar die Fahrerin der Straßenbahn. Ich komme gerade von einem 30 Kilometer Marathon Training vom Mauerweg, bin einigermaßen erschöpft und verschwitzt.
Ich bitte die Frau mich kurz über Eingangsstufe zu schieben. Barsch antwortet sie, das dürfe sie nicht. Die die Rampe sei auch defekt. Ich soll die nächste Bahn nehmen.
Ich schaffe es, mich die an sich kleine Stufe hochzuziehen und postiere mich an der Tür gegenüber dem Eingang. Die Fahrerin steigt ein, baut sich vor mich auf und keift: „Der Rollstuhl gehört auf die andere Seite fahren Sie darüber, sonst fahre ich nicht los.“ Ich bin empört über den Ton und will wissen, warum ich mich in die Eingangstür stellen soll. Sie sagt nichts, dann nur knapp. „fahren Sie rüber.“ Passanten gucken verständnislos. Ich rolle wortlos hinüber. Die Bahn fährt los. Ich kann mich nicht festhalten, werde in den Kurven gefährlich hin und her geschleudert. Ich fahre schließlich auf die andere Seite zurück und stehe vor der Tür zum Fahrerstand. Die Frau hält die Bahn auf freier Strecke an, reißt die Tür ihres Fahrerstandes auf, die gegen meinen Rollstuhl kracht und ruft, den Kopf aus der Tür steckend,
„Fahren sie auf ihren Platz, sonst fahre ich nicht weiter. Ich hole mir einen Zeugen, dass sie sich weigern, meinen Anweisungen folge zu leisten und lasse sie aus der Bahn entfernen.“
Lange Sekunden gucke ich die Frau entgeistert an. Sie blickt starr zurück. Die Umstehenden schweigen. Stillstand. Ich überlege, ob ich eine Eskalation will. Schließlich fahre ich schimpfend, wieder auf den angeblich für den Rollstuhl bestimmten Platz. Sie setzt die Fahrt fort.

Rollstuhl « Jürgen Hobrecht Logbuch
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