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2013-07-23

Künftig Barrierefreiheit in der Grundschule Jürgenohl - Goslar | Nachrichten aus der Region - Goslarsche Zeitung


Goslar

Künftig Barrierefreiheit in der Grundschule Jürgenohl

Künftig Barrierefreiheit in der Grundschule Jürgenohl
In der Grundschule Jürgenohl bauen Handwerker einen barrierefreien Zugang in die Räume des ehemaligen Schulkindergartens. F oto: Kusian-Müller

Goslar. Wenn das letzte Zeugnis verteilt ist und die Stimmen ferienfroher Schüler auf den Schulhöfen verstummen, beginnt die Zeit der Renovierung. In vielen Schulen und Kindergärten der Kaiserstadt wird zurzeit kräftig gewerkelt, damit zum Schuljahresbeginn wieder alles tipptopp ist.
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2013-07-18

Kastellaun: Kita setzt von Anfang an auf Inklusion - Rhein-Hunsrück-Zeitung - Rhein-Zeitung



Kastellaun: Kita setzt von Anfang an auf Inklusion



Kastellaun -  Gemeinsam spielen, lernen, Spaß haben und Freunde finden - so definiert sich die inte-grative Kindertagesstätte Castellino der Kastellauner Lebenshilfe. Im Rahmen der Inklusion wurde bereits im vergangen Jahr das Angebot der Kita um eine integrative Gruppe erweitert. Zum Beginn des neuen Kindergartenjahrs am 18. August kommt noch eine Krippengruppe dazu.

Kastellaun: Kita setzt von Anfang an auf Inklusion - Rhein-Hunsrück-Zeitung - Rhein-Zeitung

2013-07-07

Ein Wunder namens Inklusion


Eggenfelden  |  07.07.2013  |  15:00 Uhr

Ein Wunder namens Inklusion


Hier im Kindergarten Kunterbunt kann Felix (rechts) sich viel von den anderen Kindern abschauen – und hat richtig Spaß dabei. Das freut auch Mama Alexandra Baumgartner und Kindergartenleiterin Regina Gottschlich (hinten, Mitte).  − Foto: Kessler

Hier im Kindergarten Kunterbunt kann Felix (rechts) sich viel von den anderen Kindern abschauen – und hat richtig Spaß dabei. Das freut auch Mama Alexandra Baumgartner und Kindergartenleiterin Regina Gottschlich (hinten, Mitte).  − Foto: Kessler

Felix war noch gar nicht auf der Welt, da erlitt er im Bauch seiner Mutter, zwei Wochen vor der Geburt, einen Schlaganfall, der sein Gehirn schwer schädigte. Dass der Vierjährige heute ganz unbeschwert mit gleichaltrigen Kindern spielen kann, sich jeden Tag auf den Besuch im Kindergarten freut und es kaum erwarten kann, bis er endlich im Gruppenraum angekommen ist, ist für seine Eltern fast wie ein Wunder.
"Inklusion" heißt das Zauberwort, das dieses Wunder möglich macht. Im "Kindergarten Kunterbunt" wird sie seit 21 Jahren vorgelebt:
Ein Wunder namens Inklusion

2013-06-10

Inklusion stockt in der Krippe



Ganderkesee
Haben informiert (von links): Florian König (Lebenshilfe Hannover), Birgit Geerken und Hille Krenz (Präventionsrat). FOTO: Thorsten Konkel
2013-06-11 01:00

Inklusion stockt in der Krippe

Über die Umsetzung der 2009 von der Bundesrepublik unterzeichneten UN-Behindertenrechtskonvention hat Lebenshilfe-Fachberater Florian König gestern Abend am Steinacker berichtet. Zahlreiche Baustellen gibt es im Bildungssystem. Von Thorsten Konkel
Inklusion stockt in der Krippe

2013-01-31

Pressemitteilungen - Hubert Hüppe fordert, behinderte und nicht-behinderte Kinder in der Kinderbetreuung nicht zu trennen - Beauftragter der Bundesregierung für die Belange behinderter Menschen

Hubert Hüppe fordert, behinderte und nicht-behinderte Kinder in der Kinderbetreuung nicht zu trennen

Ausgabejahr 2013
Erscheinungsdatum 31.01.2013
Aus Anlass der 2./3. Beratung des Gesetzes zur zusätzlichen Förderung von Kindern unter drei Jahren in Tageseinrichtungen und Kindertagespflege, mit dem die Bundesregierung weitere 580,5 Millionen Euro für Investitionen und Betriebskosten für 30.000 zusätzliche Kinderbetreuungsplätze zur Verfügung stellt, erklärt der Beauftragte der Bundesregierung für die Belange behinderter Menschen, Hubert Hüppe:
„Es ist gut, dass der Bund zusätzliche Mittel für die Betreuung von Kindern unter drei Jahren zur Verfügung stellt. Damit wird deutlich, wir meinen es ernst mit dem Ausbau der Kinderbetreuung. Jetzt ist eine gute Gelegenheit, weiter in die gemeinsame Betreuung von behinderten und nichtbehinderten Kindern zu investieren. Ich wünsche mir, dass Städte und Gemeinden, wenn sie neue Einrichtungen schaffen, dieses Geld für den Auf- und Ausbau inklusiver Einrichtungen einsetzen. Somit wird Inklusion spielerisch Wirklichkeit und man muss die Kinder nicht mit viel Aufwand später wieder zusammenbringen. Die Eltern wollen diese gemeinsame Betreuung und die Kinder lernen hier von Anfang an, dass jeder dazugehört, ganz egal ob mit oder ohne Behinderung.
Wer Inklusion wirklich als Menschenrecht ernst nimmt, darf nicht länger getrennte Gruppen für Kinder schaffen.“

Pressemitteilungen - Hubert Hüppe fordert, behinderte und nicht-behinderte Kinder in der Kinderbetreuung nicht zu trennen - Beauftragter der Bundesregierung für die Belange behinderter Menschen

2012-08-01

Inklusion in Kindergärten und an Schulen - nullbarriere.de

Inklusion in Kindergärten und an Schulen

Inklusion in Kindergärten und an Schulen

Seit 26. März 2009 gilt in Deutschland die UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderung (Behindertenrechtskonvention, BRK). Der Artikel 24 ist dem Thema "Bildung" gewidmet und fordert unter anderem die Sicherstellung, dass "in Übereinstimmung mit dem Ziel der vollständigen Integration [Inklusion] wirksame individuell angepasste Unterstützungsmaßnahmen [...] angeboten werden." Dies fördere die bestmögliche schulische und soziale Entwicklung.
Welche Auswirkungen hat das für die planenden Architekten, für Entscheidungsträger öffentlicher Einrichtungen aber auch für die zuständigen Kultusministerien der Länder und deren Konferenzen? Wie weit ist die Politik derzeit mit der Umsetzung der Konvention im Bereich Kindergärten und Schulen? Welche Richtlinien und Normen gelten beispielsweise bezüglich der Zugänglichkeit und der Raumakustik? Worauf sollten Eltern achten, wenn Sie daran denken, Ihr beeinträchtigtes Kind auf eine inklusive Schule zu schicken?

Politische Initiativen am Beispiel Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen

Wenn im August 2013 das neue Schuljahr in Niedersachsen beginnt, haben alle Schüler einen Anspruch auf einen barrierefreien und gleichberechtigten Zugang zu ihrer Schule bis zum Ende der Sekundarstufe I. Für einen Übergangszeitraum von fünf Jahren können - laut Landtagsbeschluss vom 20. März 2012 - kommunal zwar noch Schwerpunkte auf einzelne Schulen gelegt werden, ab 2018 jedoch muss jede Schule (bis zum Ende der Pflichtschulzeit) eine inklusive Schule im Sinne der Behindertenrechtskonvention sein.
Die Landesregierung in Nordrhein-Westfalen verabschiedete am 3. Juli 2012 den Aktionsplan "Eine Gesellschaft für alle - NRW inklusiv". Bildungsministerin Sylvia Löhrmann dazu: "Schülerinnen und Schüler mit Behinderungen sollen das Recht auf einen Platz in einer allgemeinen Schule erhalten, in der sie gemeinsam mit Kindern und Jugendlichen ohne Behinderung lernen. Unser Ziel ist, dass dieser gemeinsame Unterricht zum Normalfall wird. Eltern sollen aber auch weiterhin die Förderschule wählen können, sofern sie diese für ihr Kind vorziehen und ein entsprechender Bedarf an Förderschulen vorhanden ist." Eine vom Schulministerium in Auftrag gegebene und 2011 vorgelegte wissenschaftliche Studie spricht vom "Weg zu einem inklusiven Bildungssystem" und gibt zunächst für ihre Empfehlungen ein Zeitfenster bis 2020 vor.

Es reicht nicht, nur mehr besonders geschulte Lehrkräfte und Erzieher einzustellen

Damit sind die Ziele zunächst politisch definiert. In erster Linie - so scheint es - soll die Gleichberechtigung von beeinträchtigten und nicht beeinträchtigten Kindern über die zahlenmäßige Stärkung des Erziehungspersonals und qualifiziert ausgebildeter Lehrer erreicht werden. Ebenso wichtig wie die vermittelten Inhalte sind aber auch die äußeren Bedingungen, unter denen Kinder lernen und sozialisiert werden:
Die Zugänglichkeit der Räume beginnt mit entsprechenden Behindertenparkplätzen für Eltern und Lehrer vor der Schule. Sie erstreckt sich über rollstuhlgerechte Eingänge ins Gebäude sowie in die Klassenzimmer über Aufzüge bis hin zur kontrastreichen Farbgestaltung von Markierungen auf Glasflächen oder am Fußboden für Sehbehinderte. Welche Konsequenzen aber ergeben sich daraus konkret für die planenden Architekten?
Inklusion in Kindergärten und an Schulen - nullbarriere.de

2012-01-21

Albstadt: Sorgen der Eltern sind unbegründet - Albstadt - Schwarzwälder Bote

Albstadt Sorgen der Eltern sind unbegründet

Nicole Westhauser, vom 20.01.2012 09:04 Uhr

Malen, spielen, bauen: In der Kita Leo in Truchtelfingen spielen Kinder mit und ohne Behinderung gemeinsam. Foto: Westhauser
Malen, spielen, bauen: In der Kita Leo in Truchtelfingen spielen Kinder mit und ohne Behinderung gemeinsam. Foto: Westhauser
Albstadt-Truchtelfingen - "Es ist normal, anders zu sein" – das ist das Motto des integrativen Kindergartens "Leo" in Truchtelfingen. Seit 2009 werden dort neben Kindern mit Behinderungen auch nicht behinderte Kinder betreut – es könnten mehr sein.

Albstadt: Sorgen der Eltern sind unbegründet - Albstadt - Schwarzwälder Bote

2011-12-28

Kindergarten: Neubau oder Umsetzung? - Schwäbische Post

Kindergarten: Neubau oder Umsetzung?

Bleibt der Kindergarten Wiesenweg am bisherigen Standort? – Entscheidung fällt im neuen Jahr
Im Investitionsplan für 2013 ist der Neubau des Kindergartens Wiesenweg mit rund 3,8 Millionen Euro aufgeführt. Es könnte aber auch sein, dass der Kindergarten umzieht ins Bergheim, falls die Sonnenbergschule ihre neue Heimat in der Dreißentalschule findet.
Lothar Schell
Oberkochen. Eine mögliche Inklusion der Förderschule in die Dreißentalschule würde bedeuten, dass das Gebäude des ehemaligen Bergheims frei würde. „Für diesen Fall stellt sich selbstverständlich die Frage, ob und wie es weiter genutzt werden soll“, betont Bürgermeister Traub, der sich im neuen Jahr sowohl mit den Verantwortlichen des Kindergartens als auch der Sonnenbergschule zu einem Gespräch treffen wird, um das umstrittene Thema in sachliche Bahnen zu lenken.
Kindergarten: Neubau oder Umsetzung? - Schwäbische Post

2011-12-22

LWL streicht Förderung im Kindergarten: Kind mit Down-Syndrom von Schulbesuch zurückgestellt - Jakob fällt durchs Netz | (Kreis Warendorf) - Münsterländische Volkszeitung

LWL streicht Förderung im Kindergarten

Kind mit Down-Syndrom von Schulbesuch zurückgestellt - Jakob fällt durchs Netz


Ulla Huerkamp und ihr Sohn Jakob. Foto:

Ulla Huerkamp und ihr Sohn Jakob. Foto:
(nn)


Sendenhorst - Ulla Huerkamp lässt nicht locker: Ihr Sohn Jakob ist ein Kind mit Down-Syndrom. Er wäre in diesem Jahr schulpflichtig gewesen und wurde wegen seiner Entwicklungsverzögerung vom Schulbesuch zurückgestellt. Jakobs Eltern haben dafür schwer gekämpft.

Und sind jetzt tief enttäuscht: Denn der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) als Kostenträger der Integrationsförderung im Kindergarten lehnte die Förderung für das gewonnene Kindergartenjahr ab - mit der Begründung: vom Schulbesuch zurückgestellte Kinder hätten keinen Anspruch auf Integrationsförderung.


Jakobs Eltern ließen sich davon nicht beirren und setzten sich erneut mit dem Landschaftsverband auseinander - ohne Erfolg.

Ulla Huerkamp zieht daraus das Fazit: „Beim LWL ist die UN-Konvention über Rechte von Menschen mit Behinderungen, die Deutschland 2009 ratifiziert hat, wohl noch nicht angekommen.“
LWL streicht Förderung im Kindergarten: Kind mit Down-Syndrom von Schulbesuch zurückgestellt - Jakob fällt durchs Netz | (Kreis Warendorf) - Münsterländische Volkszeitung

2011-11-19

Behinderte Kinder sind keine Sorgenkinder - Einmalige Initiative für Integration in Kindertagesstätten - Oeffentlicher Anzeiger Bad Kreuznach - Rhein-Zeitung

Behinderte Kinder sind keine Sorgenkinder - Einmalige Initiative für Integration in Kindertagesstätten

Kreis Bad Kreuznach - Kindertagesstätten in der Stadt und Region Bad Kreuznach sind in den vergangenen Jahren offener geworden, wenn es um die Integration von Kindern mit Behinderung geht. Das war eine der Kernaussagen gestern im Rahmen einer Fachtagung mit knapp 120 Erzieherinnen, Trägervertretern und Mitarbeitern unterschiedlicher Fachinstitutionen im Bad Kreuznacher Dietrich-Bonhoeffer-Haus. Eingeladen hatte der runde Tisch „Integration in Kitas“ – eine einmalige Initiative zu diesem Thema in Rheinland-Pfalz.

Kindern mit Behinderung einen wohnortnahen Kita-Platz zu ermöglichen: Darum kämpft der runde Tisch „Integration in Kitas“.
Kreuznacher Diakonie
Gabi Kloep-Weber spricht aus Erfahrung. Sie hat eine behinderte Tochter und bekam vor fünf Jahren hautnah mit, wie schwierig es ist, für ihre Tochter einen Platz in einer Kindertagesstätte zu finden. „Keine Institution konnte mir so richtig helfen“, erinnert sich Gabi Kloep-Weber, die zusammen mit Esther Braun-Kinnen für die pastorale Begleitung im Dekanat Bad Kreuznach zuständig ist, sich derzeit aber in Elternzeit befindet.
„Da müssen wir doch etwas tun“, sagte sie damals zu ihrer Kollegin – und erzählte auch Christiane Börnke-Zischke, Fachberaterin für evangelische Kitas, davon. Die Idee des Trios: Wir laden zu einem runden Tisch ein. Gesagt, getan. Heute ist daraus ein hochkarätiges Gremium geworden, mit Experten aus der Region und nahezu allen Bereichen – von Sozial- und Jugendamt über Kita-Vertreter bis hin zum Landesamt für Soziales in Mainz oder Einrichtungen wie dem Kinderhaus Arche der Kreuznacher Diakonie.
Behinderte Kinder sind keine Sorgenkinder - Einmalige Initiative für Integration in Kindertagesstätten - Oeffentlicher Anzeiger Bad Kreuznach - Rhein-Zeitung

2011-10-22

Die deutsche Liga für das Kind - Kinder mit Behinderung haben einen Anspruch auf diskriminierungsfreien Zugang zum System der Regelschule

Kinder mit Behinderung haben einen Anspruch auf diskriminierungsfreien Zugang zum System der Regelschule

Zusammenfassung einiger Ergebnisse des Gutachtens von Prof. Dr. Eibe Riedel (Universität Mannheim/HEID Genf ) im Auftrag der Landesarbeitsgemeinschaft „Gemeinsam Leben“ Nordrhein-Westfalen zur Wirkung der internationalen Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderung und ihres Fakultativprotokolls auf das deutsche Schulsystem

Die deutsche Liga für das Kind - 210_kinderrechte_aktuell

Newsletter Nr. 415 vom 20. Oktober 2011


(1) Von Vielfalt und Inklusion profitieren alle
Deutsche Liga für das Kind fordert gemeinsames Aufwachsen von Kindern mit und ohne Behinderung

Mit der Ratifikation der UN-Behindertenrechtskonvention hat Deutschland sich verpflichtet, Schritt für Schritt ein inklusives Bildungssystem aufzubauen. Die Realität ist davon noch weit entfernt. Anlässlich ihrer wissenschaftlichen Jahrestagung „Jedes Kind ist anders, alle Kinder sind gleich. Inklusion ja – aber wie?“ am 21./22. Oktober in Hamburg fordert die Deutsche Liga für das Kind, Kindertageseinrichtungen und Schulen so umzubauen, dass Kinder mit und ohne Behinderung in allen Bereichen des Bildungssystems gemeinsam aufwachsen können.
„Kinder gehen zumeist ganz selbstverständlich mit Verschiedenheit um. Die Erfahrung unterschiedlicher Stärken und Schwächen stärkt ihre emotionalen und sozialen Fähigkeiten und trägt zu der so wichtigen Persönlichkeitsbildung bei. Von inklusiver Bildung profitieren alle Kinder, ganz gleich, ob sie mit einer Behinderung leben oder nicht“, sagt Prof. Dr. Franz Resch, Kinder- und Jugendpsychiater und Präsident der Deutschen Liga für das Kind. „Allerdings braucht es entsprechende Voraussetzungen. Eine behindertengerechte Ausstattung und ausreichend qualifiziertes Personal sind dafür ebenso notwendig wie die Möglichkeit zur individuellen Förderung. Jedes Kind ist anders, dieser Erkenntnis muss unser Bildungssystem Rechnung tragen.“
Während in Kindertageseinrichtungen bundesweit immerhin fast zwei Drittel der Kinder mit Beeinträchtigungen gemeinsam mit anderen spielen und lernen, ist es in der Grundschule nur noch ein Drittel. Beim Übergang in die weiterführende Schule reduziert sich dieser Anteil dann sogar auf rund 15 Prozent. Insgesamt besuchen im Bundesdurchschnitt mehr als 80 Prozent der Kinder und Jugendlichen mit Behinderungen keine allgemeinen Schulen, sondern Sondereinrichtungen wie zum Beispiel eine Förderschule. Damit gehört Deutschland im internationalen Vergleich zu denjenigen Ländern mit einem besonders selektiven Bildungssystem.
Notwendig sind der zügige Umbau aller Kindertagesstätten und Schulen zu inklusiven Einrichtungen. Hierzu gehören die schrittweise Auflösung von Sonderschulen und die Hereinnahme des dort vorhandenen fachlichen Know-hows in das allgemeine Schulsystem. Außerdem müssen bauliche Änderungen vorgenommen werden, um Kindern mit Behinderungen einen diskriminierungsfreien Zugang zu ermöglichen. Besonders wichtig sind eine Qualifizierung der Pädagoginnen und Pädagogen in den bestehenden Einrichtungen und die Aufklärung der Eltern über die neuen Chancen ihrer Kinder.
Auf gesetzlicher Ebene sollten Kinder in allen Bundesländern einen individuellen Rechtsanspruch auf gemeinsames Lernen und besondere Förderung im allgemeinen Schulsystem erhalten. In Hamburg ist dies bereits der Fall. Außerdem sollte im Rahmen einer so genannten „Großen Lösung“ die Zuständigkeit der Kinder- und Jugendhilfe auf alle Kinder und Jugendlichen unabhängig von eventuellen seelischen, geistigen oder körperlichen Behinderungen ausgedehnt werden. Dies alles wird nicht zum Nulltarif zu bekommen sein, ist aber nötig, damit wirklich von einer „Bildungsrepublik Deutschland“ für alle Kinder die Rede sein kann.
Die „Deutsche Liga für das Kind“ wurde 1977 gegründet. Sie zählt zu den führenden Verbänden in Deutschland, wenn es um den Einsatz für das Wohl und die Rechte von Kindern geht. Zu den heute mehr als 250 Mitgliedsorganisationen gehören wissenschaftliche Gesellschaften, kinderärztliche und psychologische Vereinigungen, Familien- und Jugendverbände und zahlreiche Service Clubs.
Quelle: Pressemitteilung der Deutschen Liga für das Kind vom 20.10.2011

2011-10-14

Kita-Fachtagung: Inklusion in die Herzen bringen - HL-live.de

Kita-Fachtagung: Inklusion in die Herzen bringen

Gut 140 Teilnehmende - überwiegend Kita-Mitarbeitende verschiedener Träger - waren gekommen, um unter dem Motto "Es ist normal, verschieden zu sein" Expertenvorträge zu hören und sich Gedanken über das Thema Inklusion zu machen.

Die vierjährige Lena ist spastisch gelähmt, aber geistig fast ihrem Alter entsprechend entwickelt. Im Kindergarten helfen ihr die anderen Kinder, wenn sie etwas nicht kann. Zum Beispiel mit dem Puppenhaus spielen: Ein anderes Mädchen bewegt für sie die Figuren. Das ist nur ein Beispiel für gelungene Inklusion, erzählt von der Bremer Erziehungswissenschaftlerin Kathrin Effenberger auf dem Fachtag des Evangelisch-lutherischen Kindertagesstättenwerks (Kitawerk) Lübeck in den Media Docks.

"Das Ziel ist eine Gesellschaft, an der alle teilhaben und in die sich alle einbringen können" - dieses Zitat der Bundesministerin für Arbeit und Soziales, Ursula von der Leyen, verwendeten sowohl Diplom-Heilpädagogin Daniela Kobelt-Neuhaus als auch Dr. Timm Albers, Juniorprofessor für Frühkindliche Bildung an der Pädagogischen Hochschule Karlsruhe, in ihren Vorträgen. Mehrfach wurde deutlich: Die Bundesregierung hat Absichtserklärungen gemacht, in diesem Jahr sogar einen nationalen Aktionsplan zur Durchsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention veröffentlicht. Die praktische Umsetzung von Inklusion - also dem "Einschluss" von beeinträchtigten Menschen in die Gesellschaft - ist aus Sicht der Refrenten bislang aber nur eine Vision. Nach den Worten von Daniela Kobelt-Neuhaus hierzulande gar eine Illusion: "Das deutsche Bildungssystem ist von Selektion und Separation geprägt", so die vierfache Mutter, die auch einen behinderten Sohn hat.
Kita-Fachtagung: Inklusion in die Herzen bringen - HL-live.de

2011-03-08

Weibernetz e.V. - die bundesweite Interessenvertretung für behinderte Frauen

Bundeskinderschutzgesetz muss behinderte Kinder und behinderte Eltern in den Blick nehmen
Mutter mit Kindern auf dem SpielplatzAm 21. Februar 2011 wurde in einer ersten Verbände-Anhörung im Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend der Referentenentwurf für ein Bundeskinderschutzgesetz beraten.
Weibernetz e.V. kritisiert, dass Eltern mit Behinderung und behinderte Kinder und Jugendliche noch nicht ausreichend berücksichtigt sind.

„Es wäre nicht nur eine verpasste Chance, wenn behinderte Kinder und behinderte Eltern im geplanten Bundeskinderschutzgesetz nicht ausreichend sichtbar würden. Vielmehr hat sich die Bundesregierung mit der Unterzeichnung der Behindertenrechtskonvention verpflichtet, zu gewährleisten, dass Menschen mit Behinderung ihre Rechte im gleichen Umfang wahrnehmen können wie alle anderen auch“, resümiert Martina Puschke vom Weibernetz e.V.


Weibernetz e.V. - die bundesweite Interessenvertretung für behinderte Frauen
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