Neue Werkzeuge für ein barrierefreies Internet der Zukunft
Alex Deeg
PR und Marketing
Fraunhofer-Institut für Angewandte Informationstechnik FIT
13.10.2011 13:41
Für das Internet der Zukunft fehlen geeignete Softwarewerkzeuge zur Entwicklung nutzergerechter und barrierefreier Web 2.0-Anwendungen. Deshalb realisiert nun ein europäisches Konsortium im Forschungsprojekt I2Web (Inclusive Future-Internet Web Services) eine Softwareplattform, die Web-Entwickler im gesamten Umsetzungsprozess unterstützt. Dabei sollen Programmierer simulieren können, wie gut ihre Anwendung die Beeinträchtigungen älterer oder behinderter Menschen auffängt.
Unbestritten werden das Web und damit verbundene digitale Umgebungen im Alltag aller Menschen eine immer größere Rolle einnehmen. Das Internet der Zukunft wird geprägt sein durch mobile Anwendungen auf verschiedenen Plattformen und Web 2.0-Diensten, in denen der Nutzer immer weniger Konsument, sondern vielmehr Akteur ist, der selbst Inhalte kreiert.
Von zentraler gesellschaftlicher und wirtschaftlicher Bedeutung ist dabei, dass ältere oder behinderte Menschen nicht aus der "Internet-Community" ausgegrenzt werden. Die von der Europäischen Union angestrebte Inklusion – also die gleichberechtigte Teilhabe aller sozialen Gruppen – kann aber nur unter zwei Bedingungen gelingen: Die Internet-Services müssen den geltenden Richtlinien zur Barrierefreiheit entsprechen. Darüber hinaus muss die Implementierung semantischer Modelle mit Nutzer-, Geräte- und Diensteprofilen umgesetzt werden, die eine transparente, dynamische und kontextsensitive Anpassung der Anwendungen ermöglicht und die individuellen Nutzeranforderungen einbezieht.
Neue Werkzeuge für ein barrierefreies Internet der Zukunft