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2014-02-24

Erzbistum Köln: Kirche will Senioren und Behinderte vor Missbrauch schützen | Politik - Berliner Zeitung

Erzbistum Köln: Kirche will Senioren und Behinderte vor Missbrauch schützen

Von 


Im Erbistum Köln – hier der Kölner Dom – leben 2,1 Millionen Katholiken.

Im Erbistum Köln – hier der Kölner Dom – leben 2,1 Millionen Katholiken.
Foto: dpa
Das Erzbistum Köln will schutzbefohlene Erwachsene in ihren Einrichtungen
mit Präventionsmaßnahmen vor sexuellem Missbrauch schützen. Das Personal
in Krankenhäusern, Senioren- und Behinderteneinrichtungen soll dafür
extra geschult werden.

Erzbistum Köln: Kirche will Senioren und Behinderte vor Missbrauch schützen | Politik - Berliner Zeitung

Katholische Kirche: Schutz vor sexuellem Missbrauch | Missbrauch - Frankfurter Rundschau

Katholische Kirche : UN werfen Vatikan Vertuschung von Missbrauch vor - Nachrichten Politik - Ausland - DIE WELT

Studie : Jede zweite behinderte Frau Opfer von Missbrauch - Nachrichten Panorama - Weltgeschehen - DIE WELT

Pfleger sollen Behinderte missbraucht haben / Übersicht / Der Norden / Nachrichten - HAZ - Hannoversche Allgemeine

Missbrauch von geistig Behinderten: Ideale Opfer - taz.de

Was kritisieren wir am Ausdruck „Missbrauch“? | netzwerkB | netzwerkB

Gewalt gegen Frauen und Mädchen mit Behinderung - Weibernetz e.V. - die bundesweite Interessenvertretung für behinderte Frauen

2013-05-13

Behinderteneinrichtungen suchen Kostenträger zur „Entschädigung“ ihrer Opfer | READERS EDITION


Behinderteneinrichtungen suchen Kostenträger zur „Entschädigung“ ihrer Opfer

In einer „Aktuelle[n] Meldung“ verweist das Franz Sales Haus – eine Einrichtung für behinderte Menschen in Essen – auf erste Erfolge in dem Bemühen, für seine Heimopfer aus dem Opferfonds des Bundes, der Länder und der beiden Kirchen, Leistungen zu bekommen.
Angstfurzen: Behinderteneinrichtungen suchen Kostenträger zur „Entschädigung“ ihrer Opfer | READERS EDITION

2012-06-09

Baden-Württemberg fördert Behinderteneinrichtungen mit 8,5 Mio. Euro -- kobinet

09.06.2012 - 14:59

Baden-Württemberg fördert Behinderteneinrichtungen mit 8,5 Mio. Euro.

Stuttgart (kobinet) Baden-Württembergs Sozialministerin Katrin Altpeter (SPD) verkündet in einer Pressemitteilung: "Menschen mit Behinderung sollen ihr Leben selbst bestimmen und gestalten können". Darin ist weiter zu lesen: Die Landesregierung will die Inklusion von Menschen mit Behinderungen mit aller Kraft vorantreiben. Deshalb stellt das Land 2012 für das Investitionsförderprogramm für Behinderteneinrichtungen Haushaltsmittel in Höhe von rund 8,5 Mio. Euro zur Verfügung. Hinzu kommen 11 Mio. Euro aus Mitteln der Ausgleichsabgabe, die in diesem Jahr ebenfalls für neue Projekte eingesetzt werden können. „Wir wollen Menschen mit Behinderung in die Lage versetzen, ihr Leben selbst bestimmen und gestalten zu können“, sagte Sozialministerin Katrin Altpeter in Stuttgart. "Hierzu gehörten Wahlmöglichkeiten unter alternativen Wohnangeboten."

In einer Stellungnahme hierzu verurteilt Dr. Klaus Mück, Landesbeauftragter von ForseA e.V. diesen massiven Mitteleinsatz. "Es ist frustrierend, dass die SPD im Bund ein tolles Positionspapier erstellt und sich in Baden-Württemberg wenig darum kümmert, dieses in die Praxis umzusetzen. Diese Förderung der stationären Aufbewahrung behinderter Menschen hält den Druck der Behörden aufrecht, Menschen mit Behinderung dahin abzuschieben. Dabei gilt auch im Ländle die Behindertenrechtskonvention der Vereinten Nationen. "Niemand darf mehr verpflichtet werden, in besonderen Wohnformen zu leben", ist dem Artikel 19 der Konvention zu entnehmen. Sobald sich dieses auch in Baden-Württemberg rumspricht, sind viele dieser Investitionen in den Sand gesetzt. Frau Altpeter ist dringend zu empfehlen, diese Konvention als das zu nehmen, was sie ist: uneingeschränkt gültiges deutsches Recht!" gba 

 Baden-Württemberg fördert Behinderteneinrichtungen mit 8,5 Mio. Euro -- kobinet

2012-03-18

Jugendbetreuerin vor Gericht - sueddeutsche.de

Jugendbetreuerin vor Gericht

Angeklagte soll Tausende Euro Taschengeld veruntreut haben

Passau - Wegen Veruntreuung von etwa 200000 Euro muss sich seit Freitag eine 46 Jahre alte Jugendbetreuerin vor dem Landgericht Passau verantworten. Unter anderem soll die Frau Jugendlichen im Alter von 17 bis 19 Jahren, die in einer Wohngruppe für Behinderte lebten, das Taschengeld vorenthalten haben. Zudem soll sie bei einer früheren Stelle in einem kirchlichen Jugendbüro Mietzahlungen erfunden haben, um das Geld dann in die eigene Tasche zu stecken. Das Verfahren startete zäh, nach der Anklageverlesung kam es zu einem fast zweistündigen Gespräch des Verteidigers, der Staatsanwältin und der Strafkammer hinter verschlossenen Türen. Das Gericht kam aus der Besprechung mit dem Ergebnis zurück, dass einige Fälle verjährt und andere doppelt angeklagt seien. Das müsse nun überarbeitet werden. Der Prozess wird deshalb statt am Dienstag erst am kommenden Freitag fortgesetzt. (...)
Den Jugendlichen der Wohngruppe habe sie Taschengeld zwar verbucht, aber nie ausbezahlt, sondern privat verwendet, heißt es weiter in der Anklageschrift. dpa
Jugendbetreuerin vor Gericht - sueddeutsche.de

2012-03-17

Ingolstadt: Pantheranhänger mit Handicap wollen einfacher zu den ERC-Spielen – Fanprojekt stellt eine Behindertenbeauftragte

09.03.2012 22:02 Uhr









Mittendrin statt nur dabei


Ingolstadt (DK) So eine Saisoneröffnungsfeier im Eishockey ist nicht nur der Treffpunkt für die Maßkrugstemmer. Bei den Gesprächen rund um die Präsentation des neuen Kaders ergeben sich die interessantesten Gespräche und Ideen: Wie im Sommer bei einem Vertreter vom Cabrini-Haus in Offenstetten und der Fanbeauftragten Petra Vogl.


Ingolstadt: Mittendrin statt nur dabei
Im Block angekommen: Die Jungs (vorne) aus dem Cabrini-Haus in Offenstetten bei Abensberg besuchen selbstständig die Spiele. Sabine Schauer (links, leicht verdeckt) ist ihre Ansprechpartnerin - Foto: Strisch
 
Die Jugendlichen der Behinderteinrichtung bei Abensberg wollten regelmäßig zu den Spielen der Panther kommen. Aber so ganz allein, ging das überhaupt? „Natürlich!“, so dachte sich Vogl. Aber nicht nur die Cabrini-Jungs. Inzwischen ist alles so weit gediehen, dass das ERC-Fanprojekt als Dachverband der organisierten Fans eine eigene Abteilung „Pantherfans mit Handicap“ ins Leben gerufen hat, die eine Behindertenbeauftragte stellt. Sie ist per E-Mail unter behindertenbeauftragte@erc-ingolstadt.de zu erreichen. „Sabine Schauer war sofort begeistert“, sagt Vogl über die Köschingerin. Die Mutter eines behinderten Kindes ist ab sofort bei den Heimpartien der Panther und auch abseits die Ansprechpartnerin. „Wir wollen hier aber keinen eigenen Fanklub für Menschen mit Behinderung machen“, sagt Schauer. „Die sollen im Stadion gar nicht als Gruppe auffallen, sondern einfach dazugehören.“ Ingolstadt: Pantheranhänger mit Handicap wollen einfacher zu den ERC-Spielen – Fanprojekt stellt eine Behindertenbeauftragte

2011-10-27

Tragischer Tod im Pflegeheim: Eine junge Pflegerin versäumte eine wichtige Kontrolle und wurde wegen fahrlässiger Tötung verurteilt :: Rems-Zeitung Schwäbisch Gmünd

Schwäbisch Gmünd | Mittwoch, 26. Oktober 2011

Tragischer Tod im Pflegeheim: Eine junge Pflegerin versäumte eine wichtige Kontrolle und wurde wegen fahrlässiger Tötung verurteilt

Ein tragisches Geschehen führte am Freitag eine junge, 1985 in der Ukraine geborene und 2006 nach Deutschland gekommene Frau vor den Strafrichter, weil sie einen gegen sie erlassenen Strafbefehl von 160 Tagessätzen Einspruch erhoben hatte. Da es sich aber um eine fahrlässige Tötung handelte, hatte sie wenig Erfolg damit.


Von Dietrich Kossien
SCHWÄBISCH GMÜND. (...)Die junge Frau fand, als sie nach Deutschland kam, bei einer Familie in Lorch Unterkunft und absolvierte ein soziales Jahr, auch um ihre Deutschkenntnisse zu verbessern – sie wollte studieren. Sie begann dann Betriebswirtschaft zu studieren und arbeitete, um das Studium zu finanzieren, in einer kirchlichen Pflegeeinrichtung in Schwäbisch Gmünd.
Was dort passierte, warf ihr die Staatsanwältin vor. Eine 45- ​jährige behinderte Frau sollte gebadet werden. Die dort als Hilfskraft tätige junge Frau ließ bis zu einer Höhe von etwa zehn Zentimetern das Badewasser ein, versäumte jedoch, die Temperatur zu kontrollieren, weil sie sich darauf verließ, dass der Zulauf wie immer auf 36 Grad eingestellt sei. Das war nicht der Fall, weil ihn wohl irgendwer verstellt haben musste. So war das einlaufende Wasser 70 Grad heiß. Die Frau setzte sich in das zu heiße Wasser und war nicht in der Lage, Hilfe zu rufen. In der Folge war sie ins Spital nach Stuttgart gebracht worden, wo sie am Nachmittag an den sich zugezogenen schweren Verbrennungen verstarb. Eine andere Todesursache war ausgeschlossen worden.
(...)
Auf die Frage, welche Tätigkeiten ungelernten Hilfskräften in Pflegeeinrichtungen für Behinderte zugeteilt werden dürfen, konnte das Gericht in diesem Fall aber nicht eingehen.
Tragischer Tod im Pflegeheim: Eine junge Pflegerin versäumte eine wichtige Kontrolle und wurde wegen fahrlässiger Tötung verurteilt :: Rems-Zeitung Schwäbisch Gmünd

2011-10-26

„Er ist so cool, mein Rollstuhl“ | Echo Online - Nachrichten aus Südhessen

25. Oktober 2011 | Von Reinhard Köthe

„Er ist so cool, mein Rollstuhl“

Musikkabarett: René van Roll bietet zwei Stunden lang beste Unterhaltung, ohne nur einmal das Thema zu wechseln
ASSELBRUNN.
Ein Mann, ein Thema – und das Publikum prustet beim Lachen.  Der Kabarettist René van Roll nahm  es  am Freitag   im Asselbrunner Hüttenwerk mit in seine Welt, in die der Rollstuhlfahrer.  Foto: Yvonne Schnellbacher
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Ein Mann, ein Thema – und das Publikum prustet beim Lachen. Der Kabarettist René van Roll nahm es am Freitag im Asselbrunner Hüttenwerk mit in seine Welt, in die der Rollstuhlfahrer. Foto: Yvonne Schnellbacher



„Am Dienstag war ich vielleicht besoffen, hab’ ich doch meinen Rollstuhl in der Kneipe vergessen.“ Das Publikum brüllt vor Lachen, doch konnte es passieren, dass beim Nachdenken über diese Schote der nächste Gag schon wieder verpasst war. Das Leben eines Gelähmten aus einem ganz neuen Blickwinkel, René van Roll zieht im Asselbrunner Hüttenwerk alle runter auf seine Ebene, lässt sie teilhaben daran, wie es ist, wenn man ohne funktionsfähige Beine Spaß am Leben hat – oder manchmal auch nicht. Die Behinderteneinrichtung Integra hatte am Freitag dorthin zu ihrer Comedy-Night eingeladen.
„Er ist so cool, mein Rollstuhl“ | Echo Online - Nachrichten aus Südhessen

2011-10-04

SPD Kreistagsfraktion stellt fest: Kreis Kleve bekommt von LVR mehr als er gibt - KLE-Point

SPD Kreistagsfraktion stellt fest: Kreis Kleve bekommt von LVR mehr als er gibt
04. Oktober 2011
Kleve
veröffentlicht am: 04. Oktober 2011 um 12:16:56
Kritik von Landrat Spreen (CDU) am Landschaftsverband ist unberechtigt und nicht hilfreich

KREIS KLEVE.
„Der Kreis Kleve wird durch den Landschaftsverband Rheinland und seinen Einrichtungen wesentlich und im Vergleich zu anderen Kreisen überproportional begünstigt. Der Kreis Kleve bekommt mehr als das Doppelte durch den LVR zurück als er zahlt. Wir haben als SPD-Kreistagsfraktion keinen Grund zur Klage über den LVR, im Gegenteil: Die SPD begrüßt das große und vielfältige Engagement des LVR im Kreis Kleve. Der LVR ist ein guter Partner und uns immer herzlich willkommen“, erklärt der Vorsitzende der SPD-Kreistagsfraktion Roland Katzy.

„57,1 Millionen Euro sollte der Kreis Kleve für 2011 an den LVR zahlen, dafür bekommt er aber auch auf der anderen Seite 119 Millionen Euro an Zuwendungen zurück. Mit seinen Einrichtungen ist der LVR der größte Arbeitgeber im Kreis. Allein 2.600 Mitarbeiter des Landschaftsverbandes arbeiten im Kreis Kleve und stärken die Kaufkraft. Während es im Kreis Kleve 4,7 Plätze pro Tausend Einwohner in Behinderteneinrichtungen gibt, liegt der Schnitt landesweit nur bei 2,1%. Die Wirtschaftskraft und die Impulse, die von den Einrichtungen für Behinderte für die Regionalwirtschaft ausgehen, sind enorm“, weiß Albert Holzhauer, SPD-Mitglied in der Landschaftsverbandsversammlung.

SPD Kreistagsfraktion stellt fest: Kreis Kleve bekommt von LVR mehr als er gibt - KLE-Point

2011-09-14

Auf dem Weg zum Freedom Drive nach Straßburg -- kobinet

11.09.2011 - 11:28

Auf dem Weg zum Freedom Drive nach Straßburg.

Mainz (kobinet) Auf dem Weg zum Freedom Drive nach Straßburg machte gestern eine norwegische Delegation in Mainz halt und informierte sich über die deutsche Behindertenpoliti. Vom 12. bis 15. September finden in Straßburg eine Vielzahl von Veranstaltung und am 14. Dezember eine große Demonstration statt, zu der das Europäische Netzwerk zum selbstbestimmten Leben behinderter Menschen einlädt und seiner Forderung nach gleichberechtigter Teilhabe und bedarfsgerechter Assistenz Nachdruck verleiht.

Gerade rechtzeitig vor Beginn des Treffens der norwegischen Delegation von ULOBA, einer Assistenzgenossenschaft aus der Nähe von Oslo, mit Dr. Corina Zolle vom Forum selbstbestimmter Assistenz behinderter Menschen (ForseA) und Ottmar Miles-Paul, dem rheinland-pfälzischen Landesbehindertenbeauftragten klarte der Himmel auf, so dass das Treffen auf der Terrasse des Integrationshotels Inndependence stattfinden konnte. Nachdem Dr. Corina Zolle ihre Geschichte erzählt und die Situation von behinderten Menschen, die auf Assistenz angewiesen sind in Deutschland geschildert hatte, hagelte es von den norwegischen Freedom Drivern eine Vielzahl von Fragen. Auf Unverständnis stieß dabei nicht nur die Tatsache, dass es in der Regel sehr schwer ist, aus Behinderteneinrichtungen auszuziehen und die Assistenz oft vor Gericht erkämpft werden muss, sondern auch die Tatsache, dass das Einkommen und Vermögen von Assistenznutzern angerechnet wird. "Das klingt fast ein bisschen so, wie in Bulgarien", meinte ein Mitglieder der norwegischen Situation, der schilderte, dass in Norwegen die herkömmlichen Behinderteneinrichtungen gesetzlich verboten sind und behinderte Menschen dort maximal 200 Euro von ihrem Einkommen für Kosten der Assistenz einsetzen müssen.

Auf dem Weg zum Freedom Drive nach Straßburg -- kobinet

2011-09-08

Neues Heimgesetz - GRÜNE: Unvollständig, unsystematisch und unübersichtlich | Hessen Tageblatt


Wiesbaden – „Der Gesetzentwurf von CDU und FDP für ein neues Heimgesetz ist unvollständig, unsystematisch und unübersichtlich.
Trotz der umfangreichen Änderungen des eigenen Entwurfs schon nach unserer Kritik in der ersten Lesung bleibt er, was er war: Großer Murks. In dieser Form darf er nie Gesetz werden“, erklärt anlässlich der heutigen Anhörung im Sozialpolitischen Ausschuss der behindertenpolitische Sprecher der Landtagsfraktion von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, Andreas Jürgens.
Weiterhin sei erheblich zweifelhaft, ob Altenwohnheime, Seniorenresidenzen und Einrichtungen der Behindertenhilfe, die keine Pflegeeinrichtungen seien, vom Geltungsbereich des Gesetzes umfasst seien. „Wenn die stationären Behinderteneinrichtungen außen vor bleiben, aber das betreute Wohnen in Wohngemeinschaften soll überwacht werden, stellt das die Verhältnisse komplett auf den Kopf. Die Einrichtungen, die schon von den Pflegekassen und dem medizinischen Dienst der Krankenkassen (MDK) umfangreich überprüft werden, sollen jetzt auch von der Heimaufsicht kontrolliert werden. Aber die Einrichtungen, die der Überwachung durch diesen Dienst nicht unterliegen, weil sie keine Pflegeeinrichtungen sind, blieben auch von der Heimaufsicht unbehelligt“, so der Abgeordnete.
Bei der heutigen Anhörung sei von den Sachverständigen auf zahlreiche Unzulänglichkeiten des Entwurfs hingewiesen worden. Schon die Bezeichnung des Gesetzes als „Gesetz für Betreuungs- und Pflegeleistungen“ sei komplett irreführend, weil es weder um gesetzliche Betreuung noch um Pflegeleistungen, sondern nur um den institutionellen Rahmen dieser Leistungen gehe. Auch ansonsten sei klar geworden, dass der Entwurf von CDU und FDP außer schönen Worten wenig Substanz zu bieten habe. Der Entwurf der SPD-Fraktion werde dagegen als wesentlich systematischer und logischer bewertet, als derjenige der Koalition. „Ich habe erhebliche Zweifel, ob CDU und FDP aus ihrem Entwurf durch Änderungen noch etwas Vernünftiges machen können. Am besten wäre es, ihn zurückziehen“, meint Jürgens
Neues Heimgesetz - GRÜNE: Unvollständig, unsystematisch und unübersichtlich | Hessen Tageblatt

2011-08-22

Nicht reden, sondern machen - Nürnberg & Region - nordbayern.de

Nicht reden, sondern machen

Lebenshilfe integriert im Vorstand drei Mitglieder mit Behinderungen - 22.08. 18:14 Uhr

Nürnberg - Nicht reden, sondern machen - so könnte das Motto der Lebenshilfe Nürnberg lauten. Der Sozialverein, der 1500 Menschen mit Behinderung betreut, hat seit Ende Juli in seinem ehrenamtlichen Vorstand nun drei neue Mitglieder. Sie haben alle eine Behinderung und leben oder arbeiten in den Lebenshilfe-Einrichtungen.
Der am 22. Juli gewählte Vorstand der Lebenshilfe Nürnberg hat erstmals drei Mitglieder mit Behinderungen in seinen Reihen (von links): Gela Trapp, Edith Mazilescu, Marcus Richter, Beate Lechner, Ingrid Bielke (vordere Reihe), Vorstandsvorsitzender Horst Schmidbauer, Gerhard Fischer und Thomas Burger (hinten).
Der am 22. Juli gewählte Vorstand der Lebenshilfe Nürnberg hat erstmals drei Mitglieder mit Behinderungen in seinen Reihen (von links): Gela Trapp, Edith Mazilescu, Marcus Richter, Beate Lechner, Ingrid Bielke (vordere Reihe), Vorstandsvorsitzender Horst Schmidbauer, Gerhard Fischer und Thomas Burger (hinten).
Foto: Lebenshilfe
Die Lebenshilfe will mit diesem – für bayerische Verhältnisse – revolutionären Vorgang einen Schritt in Richtung Inklusion gehen, also einen Schritt in Richtung Gleichstellung Behinderter und Nichtbehinderter.

Das sei ein totaler Strukturwandel, sagt der Lebenshilfe-Vorstandsvorsitzende Horst Schmidbauer. Viel Überzeugungsarbeit sei in der Mitgliedschaft notwendig gewesen, denn 50 Jahre lang war die Lebenshilfe ein reiner Elternverband. Nun bestimmen die Menschen mit, um die es in der Lebenshilfe geht – die Behinderten. Drei der neun Vorstandsmitglieder haben eine Behinderung. Sie sind voll geschäftsfähig und entscheiden zukünftig mit über Personal, Finanzen und Vereinsziele.

Gerd Fischer ist einer von ihnen. Der 52-Jährige arbeitet seit 14 Jahren im Lager der Lebenshilfe-Werkstätten. In seiner Kandidatur um den Vorstandsposten sieht er ein „kleines Dankeschön“. „Bevor ich zur Lebenshilfe kam, hatte ich keine Arbeit und kein Geld.“ Nach seiner Anstellung änderte sich sein Leben grundlegend.

Das zweite Vorstandsmitglied mit einer Behinderung ist Gela Trapp. Die 27-Jährige lebt bei der Lebenshilfe Ansbach, arbeitet in der Trafofertigung und ist über die Sportgruppe der Nürnberger Lebenshilfe verbunden. Ihr ist es wichtig, mitzugestalten, sagt sie. Deswegen habe sie sich in den Vorstand wählen lassen.

Keine endlosen Vorstands-Debatten mehr

Der 31-jährige Marcus Richter ist der Dritte im Bunde. Auch er hat eine Behinderung und arbeitet derzeit im Zeltnerschloß für das Bayerische Rote Kreuz. Ja, die monatlichen Sitzungen des Vorstandes seien schon eine Herausforderung, sagt er. Nicht alles in der Tagesordnung verstehe er auf Anhieb. In solchen Fällen können sich die Vorstände Rat bei ihren – von der Lebenshilfe unabhängigen – Assistenten holen.

Die neue Struktur hat zudem den Nebeneffekt, dass auch der übrige Vorstand sich nicht in endlosen Debatten verlieren und theoretische Vorlagen in klarerer und einfacher Sprache zu Papier bringen muss.

Die Lebenshilfe Nürnberg ist in Bayern die einzige Behinderten-Einrichtung, die in ihrem Vorstand Behinderte integriert. In Baden-Württemberg und im Norden Deutschlands ist das längst gängige Praxis. Deswegen hatte sich der Nürnberger Vorstand auch in Tübingen beraten lassen, wie er bei der Wahl am besten vorgehen sollte.
Nicht reden, sondern machen - Nürnberg & Region - nordbayern.de

2011-08-21

Hilfe für Behinderte in Nairobis Slums | SÜDKURIER Online

Heiligenberg

20.08.2011 .

Hilfe für Behinderte in Nairobis Slums


Heiligenberg – Edmond Keriuki kommt aus Nairobi in Kenia. Er arbeitet derzeit in der Camphill-Dorfgemeinschaft Hermannsberg in der Gemeinde Heiligenberg.
Hilfe für Behinderte in Nairobis Slums
Edmond Keriuki arbeitet derzeit in der Camphill-Behinderteneinrichtung Hermannsberg in Heiligenberg und will eine ähnliche Einrichtung in Nairobi aufbauen.
Bild: Storck
Keriuki betreut in der Einrichtung behinderte Menschen. „Dorfler“, wie man sie liebevoll nennt. Der Kenianer hilft ihnen beim Waschen, beim Anziehen, macht das Essen für sie und begleitet sie den Tag über.
Auf die Idee, nach Hermannsberg zu kommen, brachte ihn das Schicksal seiner eigenen Familie. Keriukis Mutter erlitt zu Hause in Nairobi einen Schlaganfall und er pflegte sie, bis sie schließlich starb. Auch seinen Stiefbruder Mukoma pflegt er seit langem. Mukoma wurde mit einer schweren körperlichen Behinderung geboren, geistig ist er aber völlig normal. Aufgrund seiner Situation weiß Keriuki zwei Dinge: wie beglückend es sein kann, für einen anderen Menschen da zu sein, der auf Hilfe angewiesen ist. Und wie schwierig die Lage gerade für diese Menschen bei ihm zu Hause in Kenia ist.
„Eine Behinderung gilt unter den weniger gebildeten Kenianern als Fluch“, erklärt Keriuki. In den Armenvierteln, den Slums um Kenias Hauptstadt Nairobi, sei die Lage katastrophal. Die Menschen sind arm und abergläubisch. „Wer mit einer Behinderung geboren wird“, erzählt Keriuki, „wird oft von der eigenen Familie entweder getötet oder eingesperrt, angekettet und seinem Schicksal überlassen.“ Diesen Ärmsten der Armen will Edmond Keriuki helfen. Er will eine Pflegeeinrichtung gründen, so wie er sie in Hermannsberg kennengelernt hat. Nicht unbedingt anthroposophisch, aber eben so, wie Hermannsberg funktioniert: mit Wohnen, Schule und Werkstatt. Die Einrichtung soll dort entstehen, wo Hilfe am dringendsten gebraucht wird, in den Slums von Nairobi.
„Am Wichtigsten ist es, die Leute aufzuklären“, meint Keriuki, „um ihnen zu zeigen, wie man mit Behinderten umgehen kann.“ Ihnen und den Behinderten möchte er zeigen, wie sie ihr Zusammenleben gestalten können. Nicht mit Geld will er helfen, sondern mit Know How. „Gibt man einem Menschen einen Fisch, ist er einen Tag lang satt“, sagt Keriuki, „bringt man ihm aber das Angeln bei, ist er satt sein ganzes Leben.“
Für sein Projekt braucht Keriuki allerdings noch viel Geld. An die 250 000 Euro müsste es wohl kosten, der Grunderwerb, das Schulgebäude, ein Sportplatz und die Öffentlichkeitsarbeit. Dazu kommen das Lehrmaterial und die Anstellung professioneller Helfer. „Womöglich springt die Regierung von Kenia ein“, zeigt sich Keriuki zuversichtlich. Für sein Projekt „Rollersports“ mit Jugendlichen aus den Slums hat er schon einmal Geld bekommen. „Was jetzt noch toll wäre, wären natürlich Leute, die ehrenamtlich mithelfen wollen“, sagt Keriuki. Oder mit Spenden, zum Beispiel, indem sie gebrauchte Rollstühle zur Verfügung stellen, am besten mit Verschiffung nach Kenia.
Wer Interesse hat, kann mit Edmond Keriuki jederzeit über das Internet Kontakt aufnehmen: gedmond2001@yahoo.com; oder über Facebook unter: edytedy.

Hilfe für Behinderte in Nairobis Slums | SÜDKURIER Online

2011-08-10

„Ich bin hartnäckig“ - Die neue Behindertenbeauftragte in Blankenfelde-Mahlow will mehr als nur Sprachrohr sein - Märkische Allgemeine - Nachrichten für das Land Brandenburg

10.08.2011

    SOZIALES: „Ich bin hartnäckig“

    Die neue Behindertenbeauftragte in Blankenfelde-Mahlow will mehr als nur Sprachrohr sein


    BLANKENFELDE-MAHLOW - Sie sagt: „Man kann auch als Einzelner die Welt verändern. Wenn jeder das denken würde, wäre die Welt ganz anders.“ Davon habe sie sich immer leiten lassen. Als es Patrizia Berkholz – noch in Wien – mit der Rettungshundestaffel bis nach Marokko oder in den Iran verschlug. Als sie Leid lindern half und dann erfahren musste, dass sich Politiker lieber nicht einmischen sollten in die Einsätze der Hilfsorganisationen. Deshalb gründete sie – da war sie bereits in Berlin – ein Therapiehundezentrum. Mit ihren Hunden und zwei Mitarbeitern ging es in Behinderteneinrichtungen, zu Kindern, zu Senioren. „Eben zu jedem, dem man mit Tieren eine Freude machen kann“.
    Dass sie nach Deutschland kam, daran ist die Liebe schuld. „Wir haben uns übers Internet kennengelernt, und es hat sich angefühlt, als ob wir uns schon ewig kennen“, sagt Patrizia, es sei eine romantische Geschichte. Sie war 24, er 26, als beide wussten, dass sie zusammengehören. „Ich hatte nichts zu verlieren in Wien, er seinen Job in Berlin. Also bin ich hergekommen“, erzählt die 28-Jährige.
    „Hier ist unsere Heimat, hier fühlen wir uns angekommen“, sagt sie, Mahlow sei ebenso Liebe auf den ersten Blick gewesen. Als das Paar aus dem Zug stieg, wusste es: „Mahlow, das passt einfach!“ Im Januar 2009 kam das Töchterchen zur Welt. Und irgendwie fehlte der jungen Frau etwas, wo sie außerhalb der kleinen Familie – ihr Mann arbeitet im Schichtdienst – Erfüllung finden konnte.
    So bewarb sie sich auf die ehrenamtliche Stelle als Jugendbeauftragte der Gemeinde Blankenfelde-Mahlow. Und weil sich zwei Frauen meldeten, wurde Patrizia Berkholz als Behindertenbeauftragte bestätigt, denn diese Stelle war schon seit Jahren unbesetzt.
    Seitdem telefoniert sie viel, ist mit der Gemeinde im Gespräch. „So schnell werden die mich nicht los, ich bin hartnäckig“, lacht sie und lobt die Unterstützung. Bis zur Geburt ihres zweiten Kindes im November will sie durchstarten. Ihr Konzept steht, es haben sich drei Schwerpunkte ergeben. Einer davon: barrierefreie Bahnhöfe. Dass sie ausgelacht wird, weil sie es mit der Bahn aufnehmen will, stört sie nicht. „Ich bin hartnäckig“, sagt sie und hat sich schon mit der Gleichstellungsbeauftragten der Gemeinde verbündet. Wichtig ist ihr: „Ich sehe mich nicht nur als Sprachrohr, wer mitmachen will, muss sich melden.“ Es gebe einen ersten Schritt für jeden selbst, egal ob man im Rollstuhl sitzt oder ein Down-Syndrom aufweist. „Sie müssen selbst für sich etwas tun wollen“, sagt die Ehrenamtliche energisch.
    „Ich bin hartnäckig“ - Die neue Behindertenbeauftragte in Blankenfelde-Mahlow will mehr als nur Sprachrohr sein - Märkische Allgemeine - Nachrichten für das Land Brandenburg

    2011-07-27

    BW: 12 Mio. Euro für 23 Behinderteneinrichtungen

    BW: 12 Mio. Euro für 23 Behinderteneinrichtungen
    Mittwoch, 27. Juli 2011

    Baden-Württembergs Sozialministerin Katrin Altpeter. (Foto: zvg)
    Behinderteneinrichtungen in Baden-Württemberg werden mit rund zwölf Millionen Euro gefördert. Etwa die Hälfte der Summe stammt aus Landesmitteln (rd. 6,5 Mio. Euro). Die andere Hälfte (rd. 5,5 Mio. Euro) wird aus Mitteln der Ausgleichsabgabe gedeckt.
    Diese Gelder reichen aus, um alle derzeit bewilligungsreifen Vorhaben in die investive Förderung von Behinderteneinrichtungen aufzunehmen. Der überwiegende Teil der Fördermittel (rund 80 %) wird für Neubau- und Ersatzneubauprojekte im Rahmen der weiteren Dezentralisierung eingesetzt. So werden 258 Wohnplätze neu geschaffen beziehungsweise alte Wohnheimplätze durch neue ersetzt. So können die bestehenden Großeinrichtungen schrittweise abgebaut und den Menschen mit Behinderung ein gemeindeintegriertes Wohnen ermöglicht werden.

    News: Leben in der Mitte der Gesellschaft

    2011-07-18

    „Wir wollen illegale Pflegeheime verhindern“ :: lr-online

    „Wir wollen illegale Pflegeheime verhindern“

    Sachsens Gesundheitsministerin Christine Clauß (CDU) setzt viele Hoffnungen in das Betreuungs- und Wohnqualitätsgesetz, das das Kabinett diese Woche beschlossen hat. Auch die Integration von Behinderten laufe in Sachsen besser, als die Opposition meint, sagt Clauß in einem Gespräch mit der RUNDSCHAU.



    Will pflegende Angehörige unterstützen: Gesundheitsministerin Christine Clauß (CDU). Foto: ZB
    Foto: ZB
    (...)
    Die Opposition meint, Sachsen ist bei der Integration von Behinderten hinten dran.

    Wir haben in unserem Haushalt erstmals eine gesetzliche Regelung geschaffen für Teilhabe für Behinderte. Jeder mehrfach Behinderte kriegt 60 Euro im Monat, nennen Sie mir das Bundesland, wo es sowas gibt! Über die Richtlinie Teilhabe haben wir noch mal 18 Millionen Euro eingestellt für investive Maßnahmen in Behinderteneinrichtungen.

    Das heißt, behinderte Menschen haben in Sachsen die Möglichkeit zur Teilhabe, wie sie die UN-Behindertenkonvention vorschreibt?

    Wir mussten integrieren, weil vorher ausgegrenzt wurde. Wenn ich von vornherein das Verschiedensein als Normalität sehe, im Umgang mit alten oder mit behinderten Menschen, wie das in der Familie auch ist, dann habe ich weniger Probleme. Die soziale Inklusion wird schon teilweise praktiziert. Und ich bin sicher, dass das immer besser wird.

    „Wir wollen illegale Pflegeheime verhindern“ :: lr-online

    2011-04-27

    Hochschule in NRW forscht zur Teilhabe von Behinderten

    Ärzte Zeitung, 26.04.2011


    Hochschule in NRW forscht zur Teilhabe von Behinderten

    Die Lebenserwartung von Menschen mit Behinderung steigt immer weiter. Das Problem: Die Gesellschaft ist schlecht darauf vorbereitet. In NRW soll die Teilhabe nun erforscht werden.
    KÖLN (gia). Die Katholische Hochschule NRW hat den Forschungsschwerpunkt "Teilhabeforschung" eingerichtet. Die Einrichtung hat gleichermaßen ältere Menschen sowie Menschen mit Behinderung im Blick. Die Etablierung des neuen wissenschaftlichen Schwerpunkts steht in engem Zusammenhang mit Inkrafttreten der UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderung.
    Das Übereinkommen trat 2008 in Kraft und hat die unterzeichnenden Länder dazu verpflichtet, Menschen mit Behinderung die gleichberechtigte Teilhabe an allen gesellschaftlichen Lebensbereichen zu eröffnen.
    Beispielhaft für die Arbeit im neuen Forschungsschwerpunkt ist das Projekt "Lebensqualität inklusiv(e)". Die beteiligten Wissenschaftler beschäftigen sich mit einem Phänomen, das bisher kaum wahrgenommen wurde: Dem Älterwerden geistig behinderter Menschen.(..)
    Dabei arbeiten Wissenschaftler unterschiedlicher Disziplinen zusammen - darunter Mediziner, Soziologen, Psychologen, sowie Rechtswissenschaftler.
    Nach Auffassung von Dieckmann ist der Forschungszweig in Deutschland bisher zu wenig berücksichtigt worden. "Es ging in der Forschung oftmals um Inklusion in Schulen, Teilhabe ist aber sehr viel umfassender zu verstehen", sagt Dieckmann.
    Hochschule in NRW forscht zur Teilhabe von Behinderten

    "Bezüglich des Leistungsgeschehens und der Qualitätssicherung liegen speziell für den Bereich der stationären Behindertenhilfe wenig aussagekräftige Informationen und Daten vor.Insbesondere die Pflegequalität in Heimen der Behindertenhilfe ist bislang noch weitgehend unerforscht (...)"

    Erster Bericht des Bundesministeriums über die Situation der Heime
    und die Betreuung der Bewohnerinnen und Bewohner 2006 
     
    bmfsfj.de

    "Immer mehr der derzeit rund 6,7 Millionen schwer behinderten Menschen in Deutschland werden laut einer Studie in den kommenden Jahren das Rentenalter erreichen, ohne dass dafür das Sozialsystem bisher gerüstet ist. Dieses Phänomen sei für Deutschland neu, weil die Nationalsozialisten mit ihrer "Euthanasie"-Politik die vorhergehenden Generationen von Behinderten weitgehend ermordet haben (...)" 
    Evangelischer Pressedienst 2009

    2011-04-24

    Zwangsmaßnahmen in der Behindertenhilfe

    "Zwangsmaßnahmen, vorgenommen an Menschen mit Behinderung, gehören manchmal
    unvermeidlich zu ihrem Lebensalltag in Wohngruppen und –einrichtungen.
    Dabei handelt es sich um freiheitseinschränkende oder freiheitsentziehende Maßnahmen
    und/oder geschlossene Unterbringung. (..)
    Das vorliegende Informationspapier stellt die umfassenden Rechtsgrundlagen dieses Themas in gebündelter Form dar und erläutert sie."
    LEBEN MIT BEHINDERUNG HAMBURG
    ELTERNVEREIN e.V.
    Betreuungsverein für behinderte Menschen 
    Zwangsmaßnahmen in der Behindertenhilfe  Rechtsfragen und -antworten

    Übereinkommen über die Rechte von Menschen mit Behinderungen/Artikel 14 - Freiheit und Sicherheit der Person

    (1) Die Vertragsstaaten gewährleisten,
    a) dass Menschen mit Behinderungen gleichberechtigt mit anderen das Recht auf persönliche Freiheit und Sicherheit genießen;
    b) dass Menschen mit Behinderungen gleichberechtigt mit anderen die Freiheit nicht rechtswidrig oder willkürlich entzogen wird, dass jede Freiheitsentziehung im Einklang mit dem Gesetz erfolgt und dass das Vorliegen einer Behinderung in keinem Fall eine Freiheitsentziehung rechtfertigt.
    (2) Die Vertragsstaaten gewährleisten, dass Menschen mit Behinderungen, denen aufgrund eines Verfahrens ihre Freiheit entzogen wird, gleichberechtigten Anspruch auf die in den internationalen Menschenrechtsnormen vorgesehenen Garantien haben und im Einklang mit den Zielen und Grundsätzen dieses Übereinkommens behandelt werden, einschließlich durch die Bereitstellung angemessener Vorkehrungen.
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    Die erste Geschichte ist die von der Strafe für's Pinkeln in die Hose.
    Ja, Strafe.
    Da wohnt einer, der große Mühe hat, auch nur ein einziges Wort verständlich hervor zu bringen. Im Rollstuhl sitzt er, weil seine spastischen Bewegungen das Bewegen schwer und das Gehen und auch das Stehen unmöglich machen. Ein stattlicher junger Mann von ca. 30 Jahren. Und dem jungen Mann passierte es, dass er eines morgens, schon fast auf dem Weg zur Arbeit, in die Hose pinkelte. Nicht schwer, sich diese Pein vorzustellen, von dem unangenehmen Gefühl, mit nasser Hose da zu sitzen und nicht einmal wegrennen oder sich wenigstens etwas vor die Hose halten zu können, damit es nicht gleich jeder sieht, ganz zu schweigen.
    Die Betreuerin, die gerade im Dienst war, reagierte eindeutig: Nun dürfe er sich bis zum Abend eine Strafe (!) aussuchen (...)
    Unwürdig für eine moderne soziale Arbeit und unwürdig auch angesichts der gegenwärtigen gesellschaftlichen Leitvorstellungen und Erwartungen an eine solche soziale Arbeit. Und man könnte es abtun und es mit Unüberlegt sein erklären. Hätte da nicht der junge Mann, es sei jedem selbst überlassen sich dafür eine Erklärung zu suchen, sich tatsächlich eine Strafe ausgesucht, weil er ja nun deutlich darüber aufgeklärt worden war, wer hier bestimmt. Er verzichtete freiwillig auf: Beschäftigung. Er selbst suchte sich also etwas aus, von dem hier jeder weiß, wie gut und wirksam es sich als Druckmittel eignet: Beschäftigung, Freizeit, Soziales Leben werden gegen einen Strafabend im Bett eingetauscht. Freiwillig, versteht sich.
    heimgemecker.de

    Übereinkommen über die Rechte von Menschen mit Behinderungen/Artikel 15 - Freiheit von Folter oder grausamer, unmenschlicher oder erniedrigender Behandlung oder Strafe

    (1) Niemand darf der Folter oder grausamer, unmenschlicher oder erniedrigender Behandlung oder Strafe unterworfen werden. Insbesondere darf niemand ohne seine freiwillige Zustimmung medizinischen oder wissenschaftlichen Versuchen unterworfen werden.
    (2) Die Vertragsstaaten treffen alle wirksamen gesetzgeberischen, verwaltungsmäßigen, gerichtlichen oder sonstigen Maßnahmen, um auf der Grundlage der Gleichberechtigung zu verhindern, dass Menschen mit Behinderungen der Folter oder grausamer, unmenschlicher oder erniedrigender Behandlung oder Strafe unterworfen werden.  
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    2011-04-17

    Diakonie baut Zentrum für Behinderte | Südwest Presse Online

    Diakonie baut Zentrum für Behinderte

    Main-Tauber-Kreis. Ein Betreuungszentrum soll Menschen mit geistiger Behinderung im Raum Wertheim als Anlaufstelle dienen. Projektführer ist die Johannes-Diakonie.
    Es war eine regelrechte Kampfabstimmung in der Kreistagssitzung. Vorausgegangen war eine Bedarfsstudie der Kreisverwaltung, welche die passgenaue ambulante und stationäre Versorgung für diese Personengruppe abklären sollte und einen Bedarf für den Bereich Wertheim feststellte. "Zwei fachlich absolut kompetente Bewerber, die in ihrem Bereich für Qualität stehen", hatten sich mit der Johannes-Diakonie aus Mosbach und dem Caritasverband im Tauberkreis um das Projekt beworben, wie Landrat Reinhard Frank festhielt.
    In zwei Ausschusssitzungen waren die Bewerbungen diskutiert und seitens der Verwaltung in einem Punktesystem verglichen worden. Nach dieser Bewertung kam der Bewerber aus dem benachbarten Neckar-Odenwald-Kreis den gewünschten Anforderungen näher.
    Mit der einfachen Mehrheit wurde die weitere Projektbetreuung der Diakonie zugesprochen. Sie plant die Einrichtung von 24 stationären Wohnheimplätzen. mn

    Diakonie baut Zentrum für Behinderte | Südwest Presse Online
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