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2013-07-05

Deutscher Mieterbund e.V.: 2,5 Mio. Senioren-Wohnungen fehlen – Pflegekosten-Explosion droht


Pressemeldung

25.06.2013

2,5 Mio. Senioren-Wohnungen fehlen – Pflegekosten-Explosion droht

Studie: Rentnern in Deutschland droht der soziale „Wohn-Abstieg“


Rentnern in Deutschland droht der soziale „Wohn-Abstieg“: Der Wohnungsmarkt ist auf die steigende Zahl älterer Menschen nicht vorbereitet. Es fehlt an barrierearmen Wohnungen. Ebenso an kleinen Wohnflächen. Darüber hinaus bietet ein seniorengerechter Wohnungsmarkt die Chance, die enorm wachsenden Kosten im Bereich der Pflege wirkungsvoll zu reduzieren. Zu diesem Ergebnis kommt die aktuelle Studie „Wohnen 65plus“, die das Pestel-Institut heute in Berlin vorgestellt hat.

Die Wissenschaftler aus Hannover geben darin erstmals auf der Grundlage der neuen Zensus-Zahlen eine Prognose für die Bevölkerungsentwicklung. Demnach werden im Jahr 2035 in Deutschland nahezu 24 Millionen Menschen älter als 65 Jahre sein – über 40 Prozent mehr als heute. Damit sei bundesweit ein enorm wachsender Bedarf an Senioren-Wohnungen verbunden.

„Mit der starken Zunahme Älterer wird auch die Zahl der Pflegebedürftigen rasant wachsen“, sagt Pestel-Studienleiter Matthias Günther. Bereits 2035 werde es 3,5 Millionen Pflegebedürftige geben. Ihr Anteil an der Gesamtbevölkerung werde damit von derzeit rund 2,9 Prozent auf dann 4,5 Prozent steigen. Für das Jahr 2050 erwarten die Wissenschaftler sogar mehr als vier Millionen Pflegebedürftige. Jeder Achtzehnte, der in Deutschland lebt, wird dann auf Pflege angewiesen sein.

Die Ausgaben im Pflegebereich werden explodieren: 2035 erwartet das Pestel-Institut knapp 33 Milliarden Euro an Kosten bei der Pflegeversicherung – ein Plus von 50 Prozent gegenüber heute. Die Hilfe zur Pflege als staatliche Sozialleitung werde dann sogar um das Fünffache auf 18 Milliarden Euro steigen. Insgesamt wird die Pflege im Jahr 2035 rund 25,4 Milliarden Euro mehr kosten als heute, rechnen die Wissenschaftler vor.

Ein Teil dieser Ausgaben ließe sich vermeiden. Voraussetzung sei allerdings ein seniorengerechter Wohnungsmarkt. Entscheidendes Kriterium dabei: Barrierefreie Wohnungen, die eine ambulante Pflege zu Hause ermöglichen.

„Wer heute als älterer Mensch auf Pflege angewiesen ist und keine altersgerecht ausgestattete Wohnung hat, ist gezwungen, schon allein deshalb ins Pflegeheim zu gehen, weil eine ambulante Betreuung in den eigenen vier Wänden nicht mehr möglich ist. Wenn sich nichts ändert, wird das künftig die Regel sein“, sagt Matthias Günther. Für die Pflegekosten sei dies „fatal“.

Denn für die Mehrkosten der stationären gegenüber der ambulanten Pflege kann, so das Pestel-Institut, von rund 7.200 Euro pro Jahr ausgegangen werden. Dagegen koste der Umbau zur barrierearmen Wohnung durchschnittlich 15.600 Euro. „Rein wirtschaftlich betrachtet, lohnt es sich also, in das altersgerechte Bauen und Sanieren zu investieren“, sagt Matthias Günther. Schon mit den Extrakosten für die Heimpflege lasse sich eine seniorengerechte Wohnungssanierung in gut zwei Jahren finanzieren.

Um wirkungsvoll gegen die „graue Wohnungsnot“ in Deutschland vorzugehen, ist die Schaffung von rund 2,5 Millionen zusätzlichen Senioren-Wohnungen in den kommenden Jahren notwendig, so das Pestel-Institut. Die Gesamtinvestition dafür belaufe sich auf 39 Milliarden Euro. – Zahlen, die auch das Bundesbauministerium in einer Studie vertritt.

Anders als das Fachressort von Bundesminister Peter Ramsauer (CSU) nennt das Pestel-Insitut auch die notwendige Förderhöhe für das altersgerechte Bauen und Sanieren: 540 Millionen Euro jährlich in den kommenden acht Jahren. Studienleiter Matthias Günther erläutert: „Ein Förder-Euro zieht etwa acht Euro an privaten Investitionsmitteln nach sich. Für eine 39-Milliarden-Euro-Investition muss der Staat also eine 4,33-Milliarden-Euro-Förderung schaffen – in diesem Fall verteilt auf acht Jahre.“

Der Wohnungsmarkt für Senioren dürfe nicht länger vernachlässigt werden: „Es wird höchste Zeit, das altersgerechte Bauen und Sanieren stärker zu fördern“, sagt der Leiter der Studie „Wohnen 65plus“, Matthias Günther. Die Politik müsse dabei – neben KfW-Krediten – verstärkt auch auf direkte Bau-Zuschüsse und die steuerliche Abschreibung setzen. „Denn ein Kredit mit zwanzig Jahren Laufzeit stößt bei einem Siebzigjährigen in der Regel nur auf wenig Interesse“, so Günther.

Der Pestel-Studienleiter spricht sich für eine gezielte „Senioren-Wohnungsbau-Förderung“ aus. Ältere Menschen lebten oft in zu großen Wohnungen. Es sei notwendig, ihnen kleinere und damit bezahlbare Wohnungen anzubieten. Dies insbesondere auch vor dem Hintergrund einer zunehmenden Altersarmut. Bereits heute seien rund drei Prozent der Senioren auf Grundsicherung im Alter angewiesen. Ihre Zahl werde in den kommenden zwanzig Jahren auf mehr als 25 Prozent steigen.

Die Studie zum Senioren-Wohnen hat das Verbändebündnis „Wohnen 65plus“ in Auftrag gegeben. Dazu gehören: der Deutsche Mieterbund (DMB), der Sozialverband VdK Deutschland, der Bund Deutscher Baumeister, Architekten und Ingenieure (BDB), die IG Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU), die Deutsche Gesellschaft für Mauerwerks- und Wohnungsbau (DGfM) und der Bundesverband Deutscher Baustoff-Fachhandel (BDB).

Das Verbändebündnis wirft den Parteien vor, das drängende Thema „Wohnen im Alter“ nicht mit der erforderlichen Aufmerksamkeit zu beachten. Das treffe insbesondere auf die gezielte Vermeidung zukünftiger Kostenbelastungen zu. Bereits in den zurückliegenden vier Regierungsjahren der schwarz-gelben Koalition habe es „so gut wie keine Rolle gespielt“. Mehr noch: „Die jetzige Bundesregierung hat sich gewissermaßen vom altersgerechten Bauen und Sanieren verabschiedet und den KfW-Fördertopf von ursprünglich 100 Millionen Euro jährlich auf Null gesetzt. Die neue Bundesregierung wird sich daran messen lassen müssen, ob sie es ernst meint und 540 Millionen Euro für das Senioren-Wohnen bereitstellt“, so das Verbändebündnis „Wohnen 65plus“.

Das Bündnis erwartet von den Parteien „entschlossenes Handeln und weniger Taktieren“. Eine spezifische Motivation für die Zielgruppen fehle völlig: „Um freie Investoren zu gewinnen, sind Abschreibungsmöglichkeiten notwendig. Für betroffene ältere Menschen ist eine Zuschussvariante attraktiv“, so das Verbändebündnis „Wohnen 65plus“. Alles andere sei „Wortklauberei und wird dem Stellenwert nicht gerecht, den das Thema angesichts der Faktenlage haben sollte“.
Deutscher Mieterbund e.V.: 2,5 Mio. Senioren-Wohnungen fehlen – Pflegekosten-Explosion droht

2012-03-28

Alarmierende Zahlen bei Psychopharmaka-Einsatz bei Demenzkranken - KLE-Point

 KREIS KLEVE. Der SeniorenUnion Kleve-Bedburg-Hau-Kranenburg liegen Hinweise auf einen medizinisch fragwürdigen Einsatz von sogenannten Psychopharmaka bei Demenzkranken vor. Nach Informationen der Universität Bremen werden bundesweit rund 240.000 Demenzkranke in Heimen oder in der ambulanten Pflege entsprechend „versorgt“. Der SU-Bundesvorsitzenden Prof. Dr. Otto Wulff, zugleich Mitglied des CDU-Bundesvorstandes, hat Bundesgesundheitsminister Bahr aufgefordert, den Hinweisen nachzugehen. Zeitgleich wurden die Senioren aus dem Klever Land entsprechend von Prof. Wulff unterrichtet. Die christdemokratischen Senioren vor Ort wollen nun mithelfen, dass man sich auch im Klever Land dem sensiblen Thema vorsichtig nähert. Altenpflegeheime und ambulante Pflegeeinrichtungen werden nunmehr gebeten, sich mit äußerster Empfindsamkeit der Thematik „Demenz und Psychopharmaka“ in ihrem eigenen Umfeld anzunehmen.

Schön wäre es, so die SeniorenUnion, wenn wir von den Pflegeheimen und ambulanten Einrichtungen die gute Nachricht erhielten: Wir distanzieren uns von den bundesweit 240.000 beschämenden Behandlungsmethoden, bei uns und in unserem Umfeld ist alles in Ordnung.

Entsprechende positive Rückmeldungen werden zunächst gesammelt, später auf Wunsch auch veröffentlicht.

Die SeniorenUnion Kleve-Bedburg-Hau-Kranenburg wird darüber hinaus aber jeden Hinweis mit äußerster Diskretion, auch anonym, entgegennehmen und mit fachlicher Unterstützung an Lösungsmöglichkeiten mitarbeiten. Hinweise und Information: Vorsitzender Theo Kehren, Ruf 02821 91646 oder theo.kehren@t-online.de.

Alarmierende Zahlen bei Psychopharmaka-Einsatz bei Demenzkranken - KLE-Point

2011-10-17

Ein Zuhause, in dem Solidarität zählt | SÜDKURIER Online

Radolfzell
17.10.2011 .

Ein Zuhause, in dem Solidarität zählt


Gründung des Vereins „Wohnen in Radolfzell“: knapp 50 Interessierte wohnen der Gründung im MGH bei

Radolfzell – Mit „WiR“ (Wohnen in Radolfzell) ist Radolfzell um einen engagierten Verein reicher. Dabei geht es um ein Konzept für ein neues Wohnprojekt, bei dem nicht das Alter der Bewohner im Mittelpunkt steht, sondern die Behinderung. Es soll ein behindertengerechtes Wohnmodell entstehen. Ziel ist es, dass in dem geplanten Wohnhaus erkrankte, gesunde, ältere und junge Menschen gemeinsam leben können.
Initiiert wurde dieses Projekt von Claudia Heese aus Steißlingen. Im November 2010 wurde eine Arbeitsgruppe gegründet, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, die Projektidee weiter zu entwickeln und zu realisieren. Nachdem die Resonanz seitens interessierter Bürger, der Stadtverwaltung Radolfzell und auch der evangelischen Gemeinde in Radolfzell sehr positiv war, konnte nun ein bedeutender Schritt gemacht werden. Mit der Vereinsgründung ist der rechtliche Rahmen für die Förderung und somit auch Umsetzung des Projektes geschaffen. Die knapp 50 Besucher der Gründungsveranstaltung, von denen sich insgesamt 26 als Gründungsmitglieder anmeldeten, unterstreichen das rege Interesse und die Notwendigkeit, diese Lücke in der Wohnlandschaft des Landkreis Konstanz zu schließen.
Das Wohnprojekt richtet sich an Personen, die heute vielleicht noch gesund und mobil sind, denen es aber wichtig ist, bereits jetzt dort zu wohnen, wo sie in Zukunft versorgt werden können. Auch Paare oder Familien, in denen mindestens eine behinderte Person lebt, sollen hier einen Platz finden sowie Senioren und alleinstehende Behinderte jeden Alters. Die hierfür notwendige Hausstruktur wurde bereits ausgearbeitet
Ein Zuhause, in dem Solidarität zählt | SÜDKURIER Online

2011-10-05

Selbstbestimmt hoch hinaus - Strohgäu Extra - Stuttgarter Nachrichten

Selbstbestimmt hoch hinaus

"Strohgäu Extra", vom 05.10.2011 02:46 Uhr

Ditzingen Im Alter in eigenen vier Wänden wohnen - das müsse keine Wunschvorstellung bleiben, sagt Werner Hoffmann vom Forum 55 plus. Der Verein wirbt für das Seniorenhochhaus. Von Franziska Kleiner
Werner Hoffmann ist Ideengeber, Vermittler, in gewisser Weise auch ein Vordenker, der aus Erfahrungen im persönlichen Umfeld gelernt hat. Jetzt macht er sich stark für ein Leben im Seniorenhochhaus. Entstanden vorwiegend in den 1970er Jahren, sind Hochhäuser heute meist behindertengerecht umgestaltet, als Wohnraum für Senioren jedenfalls "mehr geeignet als ein fünfstöckiges Mehrfamilienhaus ohne Aufzug", sagt Hoffmann. Der 50-Jährige ist Vorsitzender des Forums 55 plus. Die Mitlieder setzen sich für die Belange von Senioren ein.
Guido Paulmann etwa ist überzeugt von Hoffmanns Idee: Von 40 Eigentümern oder Mietern eines Hochhauses entschließen sich mindestens zehn Parteien, eine Wohnung in dem Gebäude gemeinschaftlich zu kaufen, um sie dann an einen ambulanten Pflegedienst zu vermieten. Die Senioren leben auch weiterhin in ihren eigenen vier Wänden, haben aber auf diese Weise bei Bedarf Pflegekräfte im Haus, nach Wunsch auch Haushaltshilfen. Da die jungen und alten Senioren selbst Vermieter seien, hätten sie die Macht, bei Bedarf "den ambulanten Pflegedienst durch Mehrheitsbeschluss auszutauschen", erklärt Hoffmann.
Der Pflegedienst wiederum profitiert von den kurzen Wegen zwischen den Kunden. Hoffmann will die Wohnungseigentümer in ihrer selbstbestimmten Leben stärken, wohl wissend, dass er damit auch die Konkurrenz zwischen privaten Pflegediensten, Kirchen und Kommunen belebt.

Selbstbestimmt hoch hinaus - Strohgäu Extra - Stuttgarter Nachrichten

2011-10-02

Altengerechter Umbau: Beträchtlicher Investitionsbedarf | dw-web.info

Altengerechter Umbau: Beträchtlicher Investitionsbedarf


Von derzeit elf Millionen Seniorenhaushalten wohnen lediglich 570.000 in Wohnungen, die als barrierearm eingestuft werden können.
Der altersgerechte Umbau des Wohnungsbestandes ist eine der zentralen Herausforderungen für Wohnungswirtschaft und Wohnungspolitik in den nächsten Jahren und Jahrzehnten. Zu diesem Ergebnis kommt die KfW Bankengruppe in ihrer Publikationsreihe KfW-Research. Soll für jeden körperlich eingeschränkten älteren Menschen barrierearmer Wohnraum geschaffen werden, müssen nach Schätzung des Kuratoriums Deutsche Altenhilfe bis zum Jahr 2020 etwa 2,5 Millionen zusätzliche Wohnungen, inklusive der Wohngebäude und des Wohnumfelds, altersgerecht umgerüstet werden. Der bis zum Jahr 2020 dafür insgesamt erforderliche Investitionsbedarf wird auf 39 Milliarden Euro geschätzt.
KfW-Programm Altersgerecht Umbauen findet breite Akzeptanz

Altengerechter Umbau: Beträchtlicher Investitionsbedarf | dw-web.info

2011-08-30

Hohe Mieten treiben Senioren in die Armut | Radio Basel

Hohe Mieten treiben Senioren in die Armut

Bern. Hohe Mieten treibt viele Senioren und Behinderte in die Armut. Dies erklärten Senioren- und Behindertenverbände in Bern. Sie fordern, dass der Bundesrat den Höchstbetrag der Mietzinszuschüsse für Ergänzungsleistungsbezüger anhebt, und zwar um knapp 2000 Franken pro Jahr. Zuletzt hatte der Bundesrat die Mietzuschüsse vor zehn Jahren erhöht. In dieser Zeit seien die Mieten um 15 Prozent gestiegen, hiess es.
AGENTURMELDUNG:
Bern (sda) Hohe Mieten treibt viele Senioren und Behinderte in
die Armut: Dies erklärten Senioren- und Behindertenverbände am
Montag in Bern. Sie fordern, dass der Bundesrat den Höchstbetrag der
Mietzinszuschüsse für Ergänzungsleistungsbezüger um 1980 Franken pro
Jahr anhebt.
Zuletzt hatte der Bundesrat die Mietzuschüsse 2001 erhöht. In
dieser Zeit seien die Mieten um 15 Prozent gestiegen, erklärten die
Vereinigung aktiver Senioren- und Selbsthilfe-Organisationen der
Schweiz (VASOS) und die Selbsthilfeorganisation für Menschen mit
Handicap, Procap, vor den Medien.

Hohe Mieten treiben Senioren in die Armut | Radio Basel

EU: Kunden sollen Geldautomaten einfacher bedienen können | STERN.DE

Kunden sollen Geldautomaten einfacher bedienen können

Senioren, Behinderte und ausländische Touristen sollen Fahrkarten- und Geldautomaten nach dem Willen der EU künftig einfacher bedienen können. Die EU-Kommission unterstützt ein Pilotprojekt mit 3,4 Millionen Euro, das Tests in Spanien und Deutschland vorsieht.
Brüssel (dpa) - Senioren, Behinderte und ausländische Touristen sollen Fahrkarten- und Geldautomaten nach dem Willen der EU künftig einfacher bedienen können. Die EU-Kommission unterstützt ein Pilotprojekt mit 3,4 Millionen Euro, das Tests in Spanien und Deutschland vorsieht. Dabei erhalten rund 3000 Menschen Chipkarten, auf denen ihre persönliche Daten und ihre Bedürfnisse gespeichert sind. Wenn der Kunde dann seine Karte zum Beispiel vor die Schnittstelle an einem Bankautomaten hält, liest der Automat drahtlos die Informationen ab und passt seine Einstellungen an.

EU: Kunden sollen Geldautomaten einfacher bedienen können | STERN.DE

2011-08-13

Gesundheitssystem: AG 60 plus warnt vor weiterer Ausgrenzung Behinderter | SEK-News

Gesundheitssystem: AG 60 plus warnt vor weiterer Ausgrenzung Behinderter

Die Arbeitsgemeinschaft (AG) SPD 60 plus Hessen Nord fordert eine schnellstmögliche Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention auch im Bereich der Gesundheitsversorgung
Schwalm-Eder. Wie der Vorsitzende der AG SPD 60 plus Hessen Nord, Siegfried Richter, Homberg, zum Ausdruck bringt, werden auch heute noch behinderte Menschen in zahlreichen Bereichen aus dem deutschen Gesundheitssystem ausgegrenzt. Richter nennt hierzu unter anderem folgende Beispiele: Nur ein Teil der Arztpraxen seien barrierefrei zugänglich. Die Praxisausstattungen seien für behinderte Menschen teilweise unzumutbar oder verhinderten gar eine adäquate Behandlung. In den gynäkologischen Praxen oder Behandlungszentren den Krankenhäusern gebe es in den seltensten Fällen auf Rollstuhlhöhe absenkbare Behandlungsstühle. Das ärztliche und pflegerische Personal sei häufig nicht adäquat auf den Umgang mit behinderten Menschen eingestellt beziehungsweise aus zeitlichen Gründen dazu nicht in der Lage. Die Erläuterung über Therapie und Behandlung sei besonders bei Menschen mit intellektuellen Einschränkungen oft wesentlich verbesserungswürdig.
“Für Praxisinhaber sind mehr als zwei oder drei behinderte Menschen, besonders wenn im Vorfeld eine Sondervergütung für den zusätzlichen Zeitbedarf nicht klar geregelt ist, aus wirtschaftlichen Gründen oft problematisch”, so Richter.
All diese Punkte stünden im klaren Widerspruch zu der Behindertenrechtskonvention (BRK) der UN, die auch von der Bundesregierung unterschrieben sei. Aus diesem Grund habe die AG SPD 60 plus Hessen Nord einen Antrag erarbeitet, der auf der Bundeskonferenz Ende August in Berlin beraten werde. Ziel sei es, über die SPD-Bundestagsfraktion eine Gesetzesinitiative zur schnellstmöglichen Umsetzung der BRK zu erreichen und entsprechende Förderprogramme aufzulegen.
Gleichzeitig bittet Siegfried Richter alle Behinderten- und Seniorenorganisationen, auch der im Bundestag vertretener Parteien, sich dieser Thematik zu widmen. (red)

Gesundheitssystem: AG 60 plus warnt vor weiterer Ausgrenzung Behinderter | SEK-News

Freiburg: Ohne Hindernisse: Ratsfraktionen fordern Konzept für barrierefreie Innenstadt - badische-zeitung.de

Ohne Hindernisse

Ratsfraktionen fordern Konzept für barrierefreie Innenstadt

Ausgerechnet der zentrale Knotenpunkt am Freiburger Bertoldsbrunnen ist voller unüberwindbarer Barrieren für behinderte Menschen. Jetzt fordern alle Ratsfraktionen von der Stadt ein Konzept für eine barrierefreie Innenstadt. Die Mängelliste ist lang.
  1. Barriere am Bertoldsbrunnen: Sarah Baumgart hat mit ihrem Elektrorollstuhl keine Chance am Bahnsteig vor dem Kaufhof in die Straßenbahn zu kommen. Foto: Thomas Kunz
Der Abstand zwischen dem Kopfsteinpflaster der Kaiser-Joseph-Straße und dem Trittbrett der Straßenbahn der Linie 2 beträgt 24 Zentimeter. Zu viel für Sarah Baumgart. Der Einstieg am Bertoldsbrunnen wird für sie und ihren Elektrorollstuhl zum unüberwindbaren Hindernis.

Ausgerechnet der zentrale Knotenpunkt am Bertoldsbrunnen ist voller unüberwindbarer Barrieren für behinderte Menschen. Will Sarah Baumgart in die Altstadt, muss sie entweder am Siegesdenkmal, am Stadttheater oder am Holzmarkt aussteigen. Dadurch werden große Umwege notwendig, das Umsteigen auf andere Linien klappt nicht. Das führe gerade abends zu unzumutbaren Wartezeiten.

"Das ist schon paradox", findet die Sprecherin der Arbeitsgemeinschaft Bauen und Verkehr des Beirates für Menschen mit Behinderungen der Stadt Freiburg. "Ausgerechnet Menschen, die in ihrer Mobilität eingeschränkt sind, können den zentralen Knotenpunkt nicht nutzen und müssen lange Fußwege in Kauf nehmen." Am Bahnsteig vor dem Kaufhof gibt es keine Bahnsteigkante. Hier können Rolli-Fahrer nicht einmal eine Rampe anlegen, weil der Winkel zu steil würde. In der Salzstraße können die Combinos zwar eine Rampe ausfahren – aber auch hier ist der Abstand zu groß.

"Wir haben so ein tolles Straßenbahnnetz, aber es funktioniert leider nicht für alle", klagt Sarah Baumgart. Betroffen von den Problemen an den Bahnsteigen am Bertoldsbrunnen sind auch Gehbehinderte und Senioren mit Rollator.

Die Chancen, dass der Hindernislauf bald ein Ende hat, sind aber gewachsen. Denn alle Stadträte haben gemeinsam einen Antrag auf den Weg gebracht, nach dem die Stadtverwaltung bis spätestens Dezember über ein Konzept für eine barrierefreie Innenstadt abstimmen lassen muss.
Freiburg: Ohne Hindernisse: Ratsfraktionen fordern Konzept für barrierefreie Innenstadt - badische-zeitung.de

2011-08-12

Senioren tanzen mit dem Rollator | Suite101.de

Senioren tanzen mit dem Rollator

Rollatortanz ist extra für ältere Menschen. Senioren können bald in speziellen Kursen das Tanzen mit dem Gehwagen lernen. Das hält bis ins hohe Alter fit.
Schwingen bald die Krefelder Senioren das Tanzbein samt Rollator? Ginge es nach den Plänen des Allgemeinen Deutschen Tanzlehrerverbands (ADTV), können künftig die Bewohner der Seniorenheime in speziellen Kursen das Tanzen mit dem Gehwagen lernen.
„Die Idee stammt aus den Niederlanden“, erzählt Karl-Werner Wiemers vom ADTV. Trotz und gerade mit ihrer Gehhilfe können sich ältere Menschen beim Rollatortanzen bis ins hohe Alter fit halten. Ein Pilotprojekt in Mainz überzeugte bereits die ersten Teilnehmer. „Die älteste Dame war 91 Jahre alt“, sagt Wiemers.

Tanzlehrerkongress in Düsseldorf machte den Anfang

Auch auf dem Internationalen Tanzlehrerkongress Mitte April in Düsseldorf wurde der Rollator-Tanz mit großem Erfolg präsentiert. Eine viertägige Weiterbildung der Tanzlehrer ist laut Karl-Werner Wiemers für Mitte August geplant. Zurzeit werden die bundesweit rund 800 ADTV-Tanzschulen angeschrieben. Im Herbst könnten vielleicht schon die ersten Schnupperkurse starten.

Vollständigen Artikel auf Suite101.de lesen: Senioren tanzen mit dem Rollator | Suite101.de http://www.suite101.de/content/senioren-tanzen-mit-dem-rollator-a120549#ixzz1Uo2QwUHW

Senioren tanzen mit dem Rollator | Suite101.de

2011-08-10

Soziale Netzwerke - Nun entdecken auch Senioren Facebook und Co. - Web & Technik - Berliner Morgenpost - Berlin

Soziale Netzwerke

Nun entdecken auch Senioren Facebook und Co.


Das Ende der Einsamkeit: Senioren nutzen Facebook und andere soziale Netzwerke im Internet. In Deutschland sind 120.000 von 4,3 Millionen Facebook-Mitgliedern über 50 Jahre alt. Am liebsten aber bleiben die "Silversurfer" im World Wide Web unter sich. Kinder haben ihre Eltern auch nicht gerne im eigenen Netzwerk.

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Foto: AFP
Lea S. ist 20 Jahre alt und hat ein Profil bei Facebook. So wie 300 Millionen andere Menschen auch. 280 Kontakte stehen in ihrer Freundesliste. Einer davon: Gabi, ihre Mutter, 59 Jahre alt.
Facebook ist die größte soziale Plattform der Welt. Und der Riese des Mitmach-Webs wächst unaufhörlich. Einer der Gründe: Als Studentennetzwerk gegründet, sind auch immer mehr ältere Nutzer bei Facebook unterwegs. Einer Studie des US-Forschungsinstituts Forrester Research zufolge ist es die Gruppe der Generation 50 plus, die in den sozialen Netzwerken am schnellsten wächst.
Soziale Netzwerke - Nun entdecken auch Senioren Facebook und Co. - Web & Technik - Berliner Morgenpost - Berlin

2011-08-05

Senioren im Internet - Das Senioren TV

Senioren im Internet - Das Senioren TV

Die „Generation Silber” im Internet

Senioren im Internet - Das Senioren TVMan kann nicht pauschal die gesamte Generation 50plus als wenig internetaffin bezeichnen. Ein genauer Blick auf diese Altersgruppe zeigt ein differenziertes Bild. Die 50- bis 59-Jährigen liegen mit 71,8 Prozent Internetnutzung noch nah am Bundesdurchschnitt. Bei den 60- bis 69-Jährigen fällt dieser Wert bereits auf 54,0 Prozent und bei den über 70-Jährigen ist nur noch knapp jeder Vierte online (23,3 Prozent Internetnutzung).

Positiv ist zu werten, dass die 60- bis 69-Jährigen mit 5,5 Prozentpunkten den größten Anstieg bei der Internetnutzung aller Altersdekaden zu verzeichnen haben. Auch bei den über 70-Jährigen stieg der Onliner-Anteil mit 4,4 Prozentpunkten weit überdurchschnittlich, was den Nachholbedarf nochmals verdeutlicht.

Senioren im Internet - Das Senioren TV

2011-08-04

Wilhelmshavener Zeitung: Senioren-Gang erobert YouTube

04.08.2011

Senioren-Gang erobert YouTube



Brunhilde zum Brook, Else Huck, Doris Forchmann, Waltraud Röhnelt, Helga Osterkamp, Rosemarie Ries, Margarete Haack, Hermann Linkohr Liesel Haas und Wilhelm Wilken (von li.) sind unter die Youtuber gegangen. FOTO: Giesers

Die zehn Rentner der Senioren-Gang haben einen Video-Clip gedreht.


Von Stephan Giesers
„50 Chicken McNuggets in fünf Minuten“, „Petsitting mit Rentner Hans-Dieter Schnacks“, „Haarschmuck selber basteln“. Und dann das: „Eine Moderatorin furzt in der Live-Sendung.“ Schon seltsam, was man für Clips bei „YouTube“ findet. Jede Minute werden mehr als 24 Stunden Filmmaterial hochgeladen und laut YouTube täglich mehr als drei Milliarden Videos aufgerufen.
Weltweit.
Da wollen Brunhilde (65), Doris (86), Else (73), Helga (73), Hermann (82), Liesel (88), Margarete (80), Rosemarie (74), Waltraud (80) und Wilhelm (86) natürlich mitmischen. An einem Sonnabend nehmen sich die Rentner das Video-Portal vor und schwänzen dafür das weltgrößte Labskausessen (Kein Wunder, dass wir den Rekord nicht gebrochen haben).

Wilhelmshavener Zeitung: Senioren-Gang erobert YouTube

2011-08-03

Die Angst vorm Altersheim | Das Netzwerk für Senioren

Die Angst vorm Altersheim

Veröffentlicht von: netzwerker am 03. Juni 2011
Altenheime genießen bei Menschen, die (noch) nicht auf diese Institutionen angewiesen sind, einen sehr schlechten Ruf. Sieben von Zehn Menschen haben regelrecht Angst davor, im Alter ihren Lebensabend in einem Heim verbringen zu müssen. So hat eine vom Apothekenmagazin „Senioren Ratgeber“ 2008 in Auftrag gegebene repräsentative Umfrage der GfK ergeben, dass 70,4% der befragten Personen der Aussage „die Vorstellung, im Alter in einem Zimmer im Seniorenheim zu wohnen, ist für mich grauenhaft“ zu. (...)
Die ablehnende Einstellung gegenüber diesen Einrichtungen hängt wohl mit deren Ruf zusammen. So haben immerhin 75,4% der Deutschen Angst davor, in einem Altenheim schlecht behandelt oder übervorteilt zu werden. Immerhin gibt es aber auch 27,5%, die entweder selbst gute Erfahrungen mit der Wohnsituation in Altenheimen gemacht haben, oder aber Menschen kennen, die dort gut behandelt wurden.Die Angst vorm Altersheim | Das Netzwerk für Senioren

2011-07-27

Wohngemeinschaften für Senioren

Wohngemeinschaften für Senioren

Dienstag, 26.07.2011

Demografischer Wandel erfordert neue Wohnformen

Oberspreewald-Lausitz/Senftenberg. Modelle für Lebensgemeinschaften gab und gibt es in allen Kulturen. Den Gedanken, sich auch als Nicht-Verwandte ein Haus, eine Wohnung oder mehrere Wohnungen aus Kostengründen zu teilen oder im gewünschten Verbund nebeneinander einträglich zu wohnen, gibt es seit langem und immer wieder. Nicht nur für behinderte Menschen oder Senioren sind Interessengemeinschaften oder Wohngemeinschaften interessant. Alle Menschen, die aus irgendeinem Grund nicht in der Lage sind, allein zu leben, oder nicht allein leben wollen, sollten sich überlegen, wie sie ein Leben mit größtmöglicher Selbstständigkeit außerhalb von Heimen so lange als möglich führen können.

Wohngemeinschaften für Senioren

Seniorenforum Würzburg und Umgebung » BAGSO-Befragung „Alternsfreundliche Stadt“

BAGSO-Befragung „Alternsfreundliche Stadt“

Wie alternsfreundlich sind unsere Städte? Mit welchen konkreten Problemen sind ältere Menschen tagtäglich bei der Nutzung des öffentlichen Stadtraums und des Personennahverkehrs konfrontiert und was wünschen sie sich?
Die Bundesarbeitsgemeinschaft der Senioren-Organisationen e.V. (BAGSO) als Interessenvertretung der älteren Menschen in Deutschland führt eine Befragung zur „alternsfreundlichen“ Gestaltung unserer Städte durch. Die Befragung wendet sich vor allem an ältere Menschen, gemäß der Devise: Seniorinnen und Senioren sind die besten Experten in eigener Sache. Eine Altersgrenze für die Beteiligung gibt es aber nicht!
In unseren Städten leben immer mehr ältere Menschen. Ihr Anliegen ist es, ihre Selbstständigkeit bis ins hohe Alter zu erhalten. Dies setzt – neben Vorkehrungen in den eigenen vier Wänden – auch voraus, dass man sich auch außerhalb der Wohnung selbstständig und sicher bewegen kann.
Wie alternsfreundlich sind unsere Städte? Mit welchen konkreten Problemen sind ältere Menschen tagtäglich bei der Nutzung des öffentlichen Stadtraums und des Personennahverkehrs konfrontiert und was wünschen sie sich? Auch gute Beispiele sollen ermittelt werden: Welche Städte haben bereits vorbildliche Maßnahmen ergriffen, um die „Nutzerfreundlichkeit“ gerade für ältere Menschen zu erhöhen.
Die Ergebnisse der Befragung sollen den Seniorenorganisationen eine Grundlage geben, um vor allem auf kommunaler Ebene positive Veränderungen einzufordern und dafür konkrete und praxistaugliche Vorschläge zu machen.
Der Fragebogen kann auf der Homepage der BAGSO (www.bagso.de) online ausgefüllt werden. Gedruckte Exemplare können – auch in einer größeren Anzahl – über die BAGSO-Internetseite oder telefonisch unter 0228 / 24 99 93-0 angefordert werden.
Seniorenforum Würzburg und Umgebung » BAGSO-Befragung „Alternsfreundliche Stadt“

2011-07-23

Seniorenforum Würzburg und Umgebung » Wertschöpfung durch Freiwilligentätigkeit: 33 Millionen Euro im Jahr, allein in Unterfranken

Im europäischen Jahr der freiwilligen Tätigkeit steht das ehrenamtliche Engagement im Mittelpunkt. Im Moment läuft in Unterfranken eine Studie, die sich mit dem freiwilligen Engagement im Bereich der Seniorenarbeit befasst. Die Studie ist bundesweit einmalig: erstmals werden in einer Region Daten zum Ehrenamt erhoben. Man will herausfinden, wie freiwilliges Engagement in der Seniorenhilfe koordiniert wird. Eines sticht in der Studie mit dem Titel “Freiwilligenmanagement in Unterfranken” sofort heraus: in ländlichen Regionen sind Ehrenamtliche engagierter als in Städten.
Seniorenforum Würzburg und Umgebung » Wertschöpfung durch Freiwilligentätigkeit: 33 Millionen Euro im Jahr, allein in Unterfranken

2011-07-13

Fragen zu Fixierung von Senioren: Empörung über Pflege-Prüfung - Bayern - Aktuelles - merkur-online

Fragen zu Fixierung von Senioren: Empörung über Pflege-Prüfung

12.07.11|Bayern|5
Miesbach - Die schriftliche Abschlussprüfung der Altenpflege 2011 hatte es in sich. Eine Aufgabe bewertet es darin als Vorteil, dass die Fixierung von Senioren eine Arbeitserleichterung für das Personal bedeute, und sorgt damit für reichlich Ärger.
Gabriele Stirnemann, Lehrerin an der Miesbacher Altenpflegeschule, zeigt einen Fixiergurt. foto: Plettenberg
Gabriele Stirnemann, Lehrerin an der Miesbacher Altenpflegeschule, zeigt einen Fixiergurt. foto: Plettenberg
Gabriele Stirnemann konnte es erst nicht nicht glauben, welche Aufgabe ihre Schüler in der Abschlussprüfung beantworten sollten. Gefragt wurde nach zwei Vorteilen einer Fixierung, die Schüler mussten die richtigen Antworten ankreuzen. Eine Antwort, für die es Punkte gab, war: „Arbeitserleichterung für die Pflegekraft.“ Stirner, Lehrerin für Gesundheitsberufe an der Altenpflegeschule in Miesbach, fiel aus allen Wolken. Es könne, wenn überhaupt, nur einen Vorteil von Fixierungen geben: die Sicherheit des betreffenden Bewohners, um ihn vor Stürzen zu bewahren. „Aber das war es dann auch. Weitere Argumente gibt es nämlich nicht.“ Denn mit einer menschenwürdigen Pflege seien freiheitsentziehende Maßnahmen nicht vereinbar. Dies vermittle die Schule deutlich in der Ausbildung.
„Umso befremdlicher ist es dann, wenn durch so eine Prüfungsaufgabe durch die Hintertüre der Eindruck entsteht, dass eine Fixierung vielleicht doch nicht die allerletzte Möglichkeit sein muss.“ Dabei ist das Thema für Schulleiter Ulrich Brenner durchaus prüfungsrelevant, aber nicht in dieser Formulierung: „Man hätte hier auch eine kritische Abwägung fordern können. Aber es kann nicht sein, dass eine Arbeitsentlastung positiv gewertet wird bei einem so schlimmen Eingriff in die Persönlichkeitsrechte eines Bewohners.“ Zumal freiheitsentziehende Maßnahmen durch niedrige Betten, Signalmatten und weiteren Alternativen immer mehr aus dem Praxisalltag verdrängt werden.
So hat das bayerische Sozialministerium erst kürzlich einen von Praktikern gelobten Lehrfilm mit dem Titel „Eure Sorge fesselt mich“ herausgebracht, der zeigt, wie Fixierungen wirkungsvoll und human vermieden werden können.
Wie es dennoch zu dieser Prüfungsfrage kam?
Fragen zu Fixierung von Senioren: Empörung über Pflege-Prüfung - Bayern - Aktuelles - merkur-online

2011-06-21

Gemeinsam lernen und Spaß haben | inFranken.de

Gemeinsam lernen und Spaß haben

20.06.2011 Ort: Kulmbach Von: Dagmar Besand Bayerische Rundschau
Integration Das neue Schülercafé des Awo-Förderzentrums ist ein Treffpunkt für behinderte und nicht behinderte Schüler. Die Jugendlichen dürfen eigene Ideen verwirklichen und sollen auch selbst Verantwortung für Projekte übernehmen.

Die Cafeteria als Begegnungsstätte für Schüler aller Altersstufen und Gäste - dieses Konzept gefällt Christina Walter, Elias Weigel, Diana Herold, Praktikantin Julia Roßmeisl, Hiltrud Hahn, Leiterin der schulvorbereitenden Einrichtung, Jasmin Wagner und Sabrina Knörrer (von links). Foto: Dagmar Besand
Integration statt Ausgrenzung - diesem Gedanken fühlen sich die Mitarbeiter und Schüler des Awo-Förderzentrums verpflichtet. Seit ein paar Wochen gibt es für dieses Konzept auch einen Raum: ein Schülercafé, das als integrative Begegnungsstätte genutzt wird.
Schülersprecherin Christina Walter aus der 7b ist begeistert von den neuen Räumen: "Das Café können wir für ganz unterschiedliche Veranstaltungen nutzen. Davon haben alle etwas." Dieser Aspekt ist auch für Friederike Ködel wichtig: "Das Café als Treffpunkt ist ideal für unser Haus, denn wir haben viele verschiedene Einrichtungen unter einem Dach", so die Leiterin der Tagesstätte für Kinder mit geistiger Behinderung. Gedacht ist die Begegnungsstätte nicht nur für die Kinder und Jugendlichen des Förderzentrums: "Wir wollen hier auch Veranstaltungen für die Öffentlichkeit anbieten und die Räume Awo-Gruppen zur Verfügung stellen", erzählt Peter Reuschlein. Ob Elternabend, Konzert oder Tanzcafé für Senioren - die Räume können flexibel genutzt werden. Der Leiter der Tagesstätte für Lernbehinderte hat gemeinsam mit Hortleiterin Ilona Krebs und der stellvertretenden Schulleiterin Christina Schödel das inhaltliche Konzept entwickelt. Eine freundliche, warme Atmosphäre war beiden wichtig, damit sich Schüler und Gäste wohlfühlen.

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2011-03-05

Senioren: Keine Angst vor dem Altenheim - Essen - DerWesten

Senioren : Keine Angst vor dem Altenheim

Essen, 03.07.2009, Christina Wandt
Eine Befragung der Essener Altenheime deckte zahlreiche Missstände auf. Doch Experten warnen jetzt vor Panik und falschen Verdächtigungen.


Senioren: Keine Angst vor dem Altenheim - Essen - DerWesten
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