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2013-10-30

DBSV - dbsv-direkt Nr. 49-13 DBSV nutzt Gunst der Koalitionsverhandlungen

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dbsv-direkt Nr. 49-13 DBSV nutzt Gunst der Koalitionsverhandlungen

Von: Irene Klein
29.10.13

Wenn in Berlin die politischen Karten neu gemischt werden, sind Lobbyaktivitäten gefragt. Der DBSV nutzt die Gelegenheit und wirbt dafür, drei grundlegende Themen auf die Agenda der Behindertenpolitik zu setzen. Lesen Sie hier das Schreiben, das Anfang dieser Woche an die Mitglieder der Arbeitsgruppe Arbeit und Soziales ging:


Sehr geehrte Damen und Herren,

in den vergangenen Tagen hat der Verwaltungsrat – das höchste Organ zwischen den Verbandstagen des Deutschen Blinden- und Sehbehindertenverbandes – getagt. Im Ergebnis möchten wir uns heute mit den folgenden drei Anliegen für die aktuellen Koalitionsverhandlungen und die bevorstehende Legislatur an Sie wenden:

1. Schaffung eines Bundesteilhabegesetzes
Der DBSV hat zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention die Entwicklung eines Teilhabegesetzes durch das Forum der behinderten Juristen und Juristinnen (FBJJ) unterstützt. Der DBSV trägt folglich den im Mai präsentierten Entwurf eines Gesetzes für soziale Teilhabe des FBJJ mit. Es ist der einzige Lösungsansatz, der über Eckpunkte hinausgeht und bereits ausgearbeitet ist, und es ist der einzige Lösungsansatz, der von Selbstbetroffenen vorgelegt wurde. Im September wurden nun auch Eckpunkte der Länder-AG der Arbeits- und Sozialministerkonferenz zur Schaffung eines Bundesleistungsgesetzes veröffentlicht. Vor diesem Hintergrund spricht sich der DBSV dafür aus, in Zusammenarbeit mit den Ländern zu Beginn der Legislaturperiode ein Bundesteilhabegesetz zu erarbeiten, das sich an der UN-BRK orientiert. Dabei sollen die Hilfen für behinderte Menschen einkommens- und vermögensunabhängig sowie bedarfsdeckend gestaltet, ein Bundesteilhabegeld eingeführt und Expertinnen und Experten behinderter Menschen und ihrer Verbände intensiv und frühzeitig am Gesetzgebungsprozess beteiligt werden.
(siehe auch  Externer Link www.teilhabegesetz.org)

2. Initiativen für mehr Barrierefreiheit
Es ist eine Herausforderung des demografischen Wandels wie auch ein Erfordernis der UN-BRK, die Schaffung weitgehender Barrierefreiheit zu einem strategischen Ziel zu machen. Zur Erreichung dieses Ziels sprechen wir uns für die Schaffung einer unabhängigen Fachstelle für Barrierefreiheit aus. Der Deutsche Behindertenrat hat dafür bereits einen Umsetzungsvorschlag zur Erweiterung des Behindertengleichstellungsgesetzes (BGG) formuliert, dem wir uns anschließen. Darüber hinaus halten wir es für erforderlich, das BGG nach 12 Jahren insgesamt zu überarbeiten und zu aktualisieren. Ziele der Überarbeitung müssen u. a. sein: Sicherung der Barrierefreiheit im Zusammenhang mit der digitalen Revolution und der „digitalen Agenda“ der neuen Bundesregierung, Vorgaben für mehr Barrierefreiheit im privatrechtlichen Bereich, Stärkung der Position betroffener Personen und ihrer Verbände bei den Verfahren zur Erlangung von mehr Barrierefreiheit.

3. Schaffung des Merkzeichens TBL
Taubblinde Menschen brauchen
• Dolmetschleistungen für die Kommunikation mit Lormen, Abtasten von Gebärden oder Schrift;
• persönliche Assistenz, um sich außer Haus bewegen und den Alltag bewältigen zu können;
• Hilfsmittel, die beispielsweise Uhrzeit, Türklingel, Internetseiten und Briefe vermitteln;
• ein Merkzeichen „Tbl“ im Schwerbehindertenausweis als Nachweis ihrer speziellen Behinderung.
Wir regen an, als Basis für alle weiteren Aktivitäten, im Koalitionsvertrag die Schaffung eines Merkzeichens TBL im Schwerbehindertenausweis als Nachweis der speziellen Behinderung taubblinder Menschen zu verankern.

Mit freundlichen Grüßen
Andreas Bethke
Geschäftsführer des DBSV
DBSV - dbsv-direkt Nr. 49-13 DBSV nutzt Gunst der Koalitionsverhandlungen

2011-11-20

Frust pur - Stadt Wolfratshausen - Wolfratshausen - Lokales - merkur-online

Frust pur

Frust pur

Bad Tölz-Wolfratshausen - Es war wohl jahrelang aufgestauter Frust, der sich in der Jahresversammlung des Arbeitskreises für Behinderte Bahn brach: „Konkretes Einmischen statt lapidare Absichtserklärungen“, forderte etwa Norbert Spiegl.
Keinen leichten Stand hatte der Vorstand des Arbeitskreises Behinderte mit (v. li.) Christine von Pechmann, Gabriele Wurst, Tim Kaufmann und Manfred Raab. Foto: koestler
Keinen leichten Stand hatte der Vorstand des Arbeitskreises Behinderte mit (v. li.) Christine von Pechmann, Gabriele Wurst, Tim Kaufmann und Manfred Raab. Foto: koestler
Der Vorsitzende des Arbeitskreises, Tim Kaufmann, hatte seinen Tätigkeitsbericht in der Geschäftsstelle der Malteser am Hans-Urmiller-Ring in Wolfratshausen noch nicht beendet, als ein Nebensatz die Emotionen überkochen ließ.
Frust pur - Stadt Wolfratshausen - Wolfratshausen - Lokales - merkur-online

2011-11-11

Integration Behinderter im Main-Kinzig-Kreis: Eltern wünschen sich inklusive Schule | Hanau - Frankfurter Rundschau

Integration Behinderter im Main-Kinzig-Kreis: Eltern wünschen sich inklusive Schule

Initiative und Behindertenwerk wollen eine Lobby für behinderte Kinder aufbauen. Sie wollen das Thema der schulischen Inklusion stärker in das Bewusstsein der Menschen rücken.
Viele Eltern behinderter Kinder wünschen für sie einen Platz in der Regelschule. (Symbolbild)
Viele Eltern behinderter Kinder wünschen für sie einen Platz in der Regelschule. (Symbolbild)
Foto: dpa
Main-Kinzig. –
Eva Appolds Sohn ist in einem Alter, das die Mutter zum Loblied auf Integration und Inklusion veranlasst. Der behinderte Junge besucht seit zwei Jahren einen Regelkindergarten. Ihr Zwischenfazit: „Unser Sohn und die gesunden Kinder profitieren vom Zusammenleben. Es gehört zum Alltag, dass man verschieden ist.“

Integration Behinderter im Main-Kinzig-Kreis: Eltern wünschen sich inklusive Schule | Hanau - Frankfurter Rundschau

2011-11-10

Arbeitgeberverband Pflege: Pflegelobby muss deutlich schlagkräftiger werden | Arbeitgeberverband Pflege e.V. | Presseportal.de

Arbeitgeberverband Pflege: Pflegelobby muss deutlich schlagkräftiger werden

Berlin (ots) - +++ Mitgliederversammlung wählt Thomas Greiner erneut zum Präsidenten und bestätigt Präsidiumsmitglieder in ihren Ämtern +++ stärkere Bündelung der Lobbygruppen innerhalb der Pflegewirtschaft angekündigt +++
Anlässlich der Mitgliederversammlung des Arbeitgeberverbandes Pflege (AGVP), die am heutigen Mittwoch in Oberursel stattfand, wählten die Verbandsmitglieder Thomas Greiner erneut zum Präsidenten. Ebenso wurden die Mitglieder des Präsidiums für die kommenden zwei Jahre in ihren Ämtern bestätigt. Damit besteht das Präsidium des Verbandes weiterhin aus den Vizepräsidenten Jörg Braesecke (Kursana), Friedhelm Fiedler (Pro Seniore), Dietmar Meng (Cura und Maternus) und Dr. Helmut Braun als Geschäftsführer.
"Ich habe mir viel vorgenommen und werde mich in den kommenden zwei Jahren in Gesprächen intensiv darum bemühen, aus der Vielzahl der Lobbygruppen in der Pflege "eine", und damit wesentlich schlagkräftigere, Lobby zu formen", so Thomas Greiner in seiner Rede vor den Mitgliedern.
Der Arbeitgeberverband Pflege verstehe sich auch als Moderator und Katalysator eines Zukunftsprozesses innerhalb der Pflegewirtschaft und als dessen Interessenvertretung. "Wir wollen gemeinsam mit allen Akteuren innerhalb unserer Branche, aber auch mit der Politik und den Kostenträgern, die gesellschaftlich wichtigen Themen vorantreiben und letztendlich den Ball ins Tor spielen. Das sind für mich die Förderung von Aus- und Weiterbildung, die schrittweise Behebung des gravierenden Fachkräftemangels, die Möglichkeit der Zuwanderung von Pflegefachkräften auch aus Nicht-EU-Staaten, und die Zusammenlegung der Prüfungen von MDK und Heimaufsicht", sagte Greiner.
Doppelprüfungen müssten bald der Vergangenheit angehören, denn sie kosten viel Geld, verursachten bürokratischen Aufwand und brächten der Gesellschaft keinen qualitativen Nutzen. Auch in der Schaffung einer Pflegekammer, wie in Bayern beabsichtigt, sehe er keinen positiven Effekt. "Die Pflegebranche gehört zu den größten und wachstumsstärksten Wirtschaftszweigen unseres Landes. Und genauso, nämlich als starker Teil der Deutschen Wirtschaft, wollen und müssen wir auch wahrgenommen werden. Das funktioniert aber nur, wenn alle Führungskräfte innerhalb der Pflegebranche verstehen, dass es unbedingt Sinn macht, an einem Strang zu ziehen", meint der AGVP-Präsident Greiner.
Die acht größten privaten Pflegeunternehmen in Deutschland und der Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste (bpa) haben sich im Juni 2009 zum Arbeitgeberverband Pflege zusammengeschlossen. Der Verband vertritt die sozialen, wirtschaftlichen und tariflichen Interessen von mittlerweile über 30 der größten Unternehmen der Pflegewirtschaft. Gemeinsam mit den über 7.000 im bpa organisierten Unternehmen repräsentiert er rund 230.000 Mitarbeiter. Der Verband setzt sich für eine zukunftsfähige Gestaltung der Pflege ein.
Pressekontakt:
Steffen Ritter Mobil: 0160 / 15 31 796 presse@arbeitgeberverband-pflege.de www.arbeitgeberverband-pflege.de Arbeitgeberverband Pflege e.V. Friedrichstraße 191 10117 Berlin 

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2011-10-26

Soziales: VdK verzeichnet immer mehr Beratungsbedarf - Niederrhein - DerWesten

Soziales VdK verzeichnet immer mehr Beratungsbedarf

Niederrhein, 25.10.2011, Rosali Kurtzbach
Armut im Alter beschäftigt auch den VdK-Kreisverband Niederrhein immer mehr.
Armut im Alter beschäftigt auch den VdK-Kreisverband Niederrhein immer mehr.
Moers. Der VdK-Kreisverband Niederrhein will seine Sprechstunden ausweiten. Auf einer Ortsverbandstagung in Moers informierte der Vorstand seine Mitglieder. Immer mehr Menschen suchen Rat wegen Armut im Alter, Pflegebedarfs oder des Schwerbehindertesrechts.
Es sind nicht selten vermeintlich kleine Beträge, um die es geht: „Manchmal ist es eine Rentenerhöhung von zwei, drei Euro im Monat, die nicht bewilligt wird“, sagt Robert Walter, Geschäftsführer des VdK-Sozialkreisverbands Niederrhein. Zwei, drei Euro, die für Menschen mit kleinen Renten viel Geld sind. Und längst kann man nicht mehr von Einzelfällen sprechen. „Die soziale Situation von Menschen mit niedrigen Renten wird schwieriger. Wir haben einen enormen Zulauf in unseren Beratungsstellen,“ ergänzt Horst Vöge, Vorsitzender des VdK-Kreisverbandes. Der verzeichnet allein im vergangenen Jahr einen Zuwachs von 1826 Mitgliedern von 17 097 in 2010 auf aktuell 18 923.
Mittlerweile ist der Beratungsbedarf so hoch, „dass es unsere Berater einfach nicht mehr schaffen“, sagt Horst Vöge. Bis zu 30 Menschen stehen zumeist schon vor Beginn einer Sprechstunde Schlange. 40 bis 50 Beratungen führen die vier Juristen im Kreis Wesel und Duisburg, sowie sechs Sozialberater im Kreis Kleve zumeist einmal in der Woche von 8 bis 13 Uhr durch. Ab Januar 2012 will der Verband seine Beratungen neu organisieren und um mindestens eine Stunde ausweiten. Gestern informierte der Vorstand auf einer Ortsverbandstagung in Moers seine 54 Ortsverbände.

900 Klagen und
viel Lobbyarbeit


Soziales: VdK verzeichnet immer mehr Beratungsbedarf - Niederrhein - DerWesten

2011-10-15

HWelt - Gemeinsamkeit zwischen behinderten und nicht behinderten Menschen wird sich durchsetzen

Gemeinsamkeit zwischen behinderten und nicht behinderten Menschen wird sich durchsetzen Drucken E-Mail
Mittwoch, 12 Oktober 2011
Hannover - „Es sind Verbände, Institutionen und Interessen von Berufsverbänden, die den Weg zu einer inklusiven Gesellschaft behindern, er wird aber nicht aufzuhalten sein“, so der Beauftragte der Bundesregierung für die Belange behinderter Menschen auf seiner Inklusionstour in Niedersachsen. „Wir brauchen eine durchgängige inklusive Betreuungs- und Bildungskette von der Krippe über die Schule und Arbeitswelt bis hin zur Erwachsenen- und Weiterbildung, wie sie in der UN-Behindertenrechtskonvention vorgegeben ist“, so Karl Finke, Landesbeauftragter für Menschen mit Behinderungen. Veronika Jäger (Direktorin des Landesverbandes der Volkshochschulen) verwies auf die bundesweit vorbildlichen Rahmenbedingungen durch das Niedersächsische Erwachsenenbildungsgesetz und die positive Entwicklung der letzten Jahre. Hier sind die Besucherzahlen von 2005 bis 2011 von 30.000 auf 45.000 Unterrichtsstunden mit behinderten Menschen gestiegen. In ganz Niedersachsen, sowohl in Mittelzentren, z. B. Osterholz wie in großen Städten, z. B. Hannover, wird vorbildliche integrative Bildungsarbeit geleistet und Inklusion von der Weiterbildung in Niedersachsen auch als ihr Auftrag empfunden.

Die Inklusionstour, die über ein integratives Schulprojekt in Oldenburg, das bundesweit vorbildliche Projekt LinaS-Lingen „integriert alle Sportlerinnen und Sportler“, das Büro für leichte Sprache in Osnabrück, welches in den Räumen der Universität arbeitet und ein Freizeit- und Bildungsprojekt in Braunschweig zurück nach Hannover führte, war ein beeindruckender Spannungsbogen des Miteinanders behinderter und nichtbehinderter Menschen in ganz Niedersachsen. Wir warten jetzt auf das für 2011 zugesagte Gesetz zur inklusiven Bildung in Niedersachsen, wie es Herr Minister Althusmann und Herr Ministerpräsident McAllister zugesagt haben, ein Gesetz, das alle behinderten Menschen umfasst, wie es die UN-Behindertenrechtskonvention vorschreibt. Deutschland hat sowohl die Konvention, eine Menschenrechtskonvention, wie auch das Fakultativprotokoll unterschrieben und wird alle vier Jahre belegen müssen, was umgesetzt, aber auch was nicht umgesetzt wurde.

Während der abschließenden, von ca. 200 behinderten und nicht behinderten Menschen besuchten Inklusionsparty in Hannover wurde deutlich, wie wichtig die Inklusion den Menschen mit Behinderungen ist. „Wir machen weiter, feiern gemeinsam, und setzen uns zusammen mit Hubert Hüppe und Karl Finke für die Inklusion in allen Lebensbereichen ein“, war eindeutiger Tenor der behinderten Menschen aus ganz Niedersachsen.

Quelle: Behindertenbeauftragter des Landes Niedersachsen

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2011-10-14

Einladung Buchpräsentation – Lobbying für Behinderte: | Career Moves

Einladung Buchpräsentation – Lobbying für Behinderte:

Veröffentlicht von NinaHaudek am October 14, 2011

Der Peter Lang Verlag, das Institut für Politikwissenschaft der Universität Wien und die Industriellenvereinigung laden Sie herzlich ein zur Buchpräsentation


Lobbying für Behinderte

Interessenvermittlung am Beispiel des europäischen Behindertenforums in der Europäischen Union

Macht wird vom deutschen Soziologen Max Weber als Chance angesehen den eigenen Willen auch gegen das Widerstreben anderer durchzusetzen. Die politische Macht von Behindertenorganisationen wird als gering eingestuft. Die Chancen und Herausforderungen für das Europäische Behindertenforum und dessen Mitgliedsverbände werden in diesem Buch beleuchtet.

Datum: Dienstag, 25. Oktober 2011, 18:30 Uhr,
Ort: im Haus der Industrie, Schwarzenbergplatz 4, 1031 Wien

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2011-08-08

HWelt - Fernbusrichtlinie verstößt gegen europäisches Recht

Fernbusrichtlinie verstößt gegen europäisches Recht Drucken E-Mail
Montag, 08 August 2011
"Die Freigabe des Buslinienverkehrs ist eine Missachtung der UN-Behindertenrechtskonvention, die durch die Europäische Union 2010 ratifiziert wurde, und damit nicht rechtens", kritisiert Ulf-D. Schwarz, Geschäftsstellenleiter des Bundesverbandes Selbsthilfe Körperbehinderter e.V. die gestrige Entscheidung des Bundeskabinetts.

Mit der geplanten Liberalisierung soll der Wettbewerb belebt und Fernbusfahrten dadurch günstiger werden. „Auf der Strecke bleiben Menschen mit Behinderung, da in der Fernbusrichtlinie keine verbindliche Barrierefreiheit geregelt ist", betont Schwarz und kündigt massive Proteste des Verbandes dagegen an. Bereits im November 2010 hatte der BSK gegen die geplante Novellierung des Personenbeförderungsgesetzes interveniert, weil die Barrierefreiheit darin außen vor bleibt. Betroffen davon wären nicht nur Menschen mit Mobilitätseinschränkung, sondern auch ältere Menschen und Eltern mit Kleinkindern.

"Unfassbar ist für mich die Reaktion des Verbraucherzentrale Bundesverbandes, der die gestrige Entscheidung begrüßt. Diese Beurteilung ist unqualifiziert und ignoriert die Rechte behinderter Verbraucher", so Schwarz.

Offen bleibt auch die Frage, wie die Bundesregierung durch diese Entscheidung ihren im Juni vorgelegten Nationalen Aktionsplan zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention einhalten will.

""Für Bundesverkehrsminister Dr. Peter Ramsauer, CSU, steht alleine die kostengünstige Reisemöglichkeit und die Lobby der Busunternehmen im Vordergrund. Menschen mit Behinderung sind in diesem Gesetzentwurf ausgeschlossen, obwohl gerade sie die barrierefreie Mobilität mit Bus und Bahn benötigen", sagt Maik Nothnagel, sozialpolitischer Referent im BSK.

In einem Schreiben an die CDU/CSU-Behindertenbeauftrage Maria Michalk, wies Nothnagel schon im April auf die Gefahr einer Liberalisierung der Fernbusrichtlinie hin. Michalks Antwort darauf: "Wir werden den von der Bundesregierung vorzulegenden Gesetzentwurf genau prüfen. Im kommenden parlamentarischen Verfahren wird dabei auch die Frage der Barrierefreiheit in der Personenbeförderungskette eine Rolle spielen".

Der BSK fordert die Bundesregierung auf, die Diskriminierung und Ausgrenzung behinderter Reisender nicht zuzulassen und sich stattdessen an die Umsetzung der UN-BRK zu machen. Darin ist Mobilität ein wesentlicher Punkt zu dem sich die Bundesregierung am 26.03.2009 verpflichtet hat. Behinderte Menschen möchten auch wie andere Menschen preisgünstige Fernbusse nutzen.

Quelle: Bundesverband Selbsthilfe Körperbehinderter e.V.

HWelt - Fernbusrichtlinie verstößt gegen europäisches Recht

2011-07-27

"Pflegetransparenz": VDAB und ABVP legen Abschlussbericht der Bonato-Kommission vor

Pflegetransparenz: VDAB und ABVP legen Abschlussbericht der Bonato-Kommission vor

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27.07.2011
Ein Alternativkonzept zum Pflege-TÜV haben jetzt der Verband Deutscher Alten- und Behindertenhilfe (VDAB) und der Arbeitgeber- und Berufsverband Privater Pflege (ABVP) vorgelegt. Die sogenannte Bonato-Kommisson unter der Leitung von Prof. Marcellus Bonato, Fachhochschule Münster, hatte die Pflegetransparenzvereinbarung unter die Lupe genommen und kam zu dem Schluss, dass nur ein neues System Pflegequalität messen kann. "Das aktuelle Prüfsystem ist schon methodisch nicht in der Lage, das zu messen, was es messen soll", so Bonato.

"Unser Konzept setzt auf ein lernfähiges duales Transparenzsystem: Einerseits wird durch die Entwicklung von pflegerelevanten Indikatoren sichergestellt, Ergebnisqualität in der stationären Pflege zu messen; andererseits gelingt es, durch ein bei den Leistungserbringern verankertes Qualitätsmanagement die Prozess- und Strukturqualität der stationären Einrichtungen zu erfassen", so Bonato, der das neue System im Auftrag der beiden Verbände entwickelt hat. Unabhängige Institutionen sammeln die Qualitätsberichte der Leistungserbringer und stellen Nachweise zum Zweck der Veröffentlichung aus, so Bonato weiter.
Altenheim Online - Aktuelle Nachrichten

2011-07-12

YouTube - ‪subvenio e.V. Unfallopfer Lobby Deutschland‬‏

Jeden Tag verletzen sich mehr als 20.000 Menschen in Deutschland bei Unfällen.
Diese ereignen sich nicht nur im Verkehr oder bei der Arbeit, sondern auch in Schulen, Kindergärten, zu Hause und während der Freizeit.

Nicht nur die Gesundheit bleibt auf der Strecke. Auch finanziell und psychisch werden Unfallopfer systematisch vernichtet.

Wir wollen nicht länger zusehen. Wir wollen mit vereinten Kräften erreichen, dass die Politiker uns zuhören, das Problem erkennen und daraus Konsequenzen in Form von Gesetzesänderungen ziehen.

YouTube - ‪subvenio e.V. Unfallopfer Lobby Deutschland‬‏

2011-07-07

Bericht für 2009 und 2010: Regierung ließ sich mit 93 Millionen Euro sponsern - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Politik

Bericht für 2009 und 2010

Regierung ließ sich mit 93 Millionen Euro sponsern

Das Sponsoring der Bundesregierung und nachgeordneter Behörden durch Unternehmen und Verbände hat deutlich zugenommen. Laut einem Bericht des Innenministeriums stieg die Summe auf mehr als 93 Millionen Euro. Zwei Drittel davon sammelte das Gesundheitsministerium ein.

Bericht für 2009 und 2010: Regierung ließ sich mit 93 Millionen Euro sponsern - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Politik

2011-05-13

Ständiger Dialog löst das Kernproblem der Pflege nicht - Bahr muss handeln, nicht versprechen | Gesundheit | Pressemitteilung || ddp direct themenportal.de

Ständiger Dialog löst das Kernproblem der Pflege nicht - Bahr muss handeln, nicht versprechen

(ddp direct) Berlin. Zur Vereidigung des neuen Gesundheitsministers Daniel Bahr am Internationalen Tag der Pflege (12.05.2011), erklärt der Geschäftsführende Vorstand der Patientenschutzorganisation Deutsche Hospiz Stiftung, Eugen Brysch, in Berlin:

"Die Defizite in der Pflege müssen endlich gelöst werden. Es reicht nicht, nur über Probleme zu diskutieren: Jetzt muss gehandelt werden. Die Patientenschutzorganisation der Schwerstkranken und Schwerstpflegebedürftigen fordert den neuen Gesundheitsminister Daniel Bahr eindringlich auf, den Worten seines Vorgängers Philipp Rösler zum Pflegejahr 2011 endlich Taten folgen zu lassen. Für einen Parlamentarischen Staatssekretär beim Bundesminister für Gesundheit und ehemaligen gesundheitspolitischen Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion kann es keine Schonzeit von 100 Tagen geben. Bahr muss sich dabei vor allem gegen parteiinterne neoliberale Kräfte durchsetzen. Dann sind wir als Patientenschutzorganisation der Schwerstkranken an seiner Seite. Denn Pflegebedürftige und ihre Angehörigen brauchen jetzt einen Minister, der für sie kämpft und ihre Interessen gegenüber Leistungserbringern, Kostenträgern und den Lobbyisten vertritt. Die Qualität in der Pflege muss am Ergebnis gemessen werden. Das deutsche Pflegesystem benötigt eine Marschroute, die die Versorgung von pflegebedürftigen Menschen in Deutschland zukunftsfähig macht. Dafür braucht es einen neuen Pflegebegriff, der auch die besonderen Bedürfnisse dementiell erkrankter Menschen endlich berücksichtigt.
Ständiger Dialog löst das Kernproblem der Pflege nicht - Bahr muss handeln, nicht versprechen | Gesundheit | Pressemitteilung || ddp direct themenportal.de

2011-04-28

Diskriminierungsschutz in internationalen Verfahren nach der UN-Behindertenrechtskonvention durchsetzen: Beteiligungsmöglichkeiten für Verbände

07.06.2011 10:00-17:30 | Berlin

"Diskriminierungsschutz in internationalen Verfahren nach der UN-Behindertenrechtskonvention durchsetzen: Beteiligungsmöglichkeiten für Verbände"

Ziel des Seminars ist es, in die menschenrechtlichen Grundlagen zum Diskriminierungsschutz einzuführen und die Rechte und Beteiligungsmöglichkeiten für Verbände zum Diskriminierungsschutz in internationalen Verfahren vorzustellen. Am Beispiel der UN-Behindertenrechtskonvention sollen dabei konkrete Handlungsmöglichkeiten und Umsetzungsstrategien für Verbände behandelt und die Bedeutung der Beteiligungsmöglichkeiten für die politische Lobbyarbeit und für das Bewirken struktureller Veränderungen thematisiert werden.
institut-fuer-menschenrechte.de
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