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| Nur 38 Stimmzettel in der Urne konnten die Mitarbeiter des Kreishauses am Samstagabend auszählen. FOTO: Julia Dutta (2 Bilder) |
2011-10-05
Behinderte lassen Wahlrecht ungenutzt
Lange Gesichter im Kreishaus: Gerade einmal 38 von rund 10.000 Wahlberechtigten im Landkreis haben am Sonnabend ihr Wahlrecht bei der Kreisbehindertenratswahl genutzt. Die Kandidaten zeigten sich fassungslos. Von Julia Dutta
LANDKREIS. Hans Sperveslage gab es unumwunden zu: „Das ist eine Katastrophe“, war die erste Reaktion des Kreisbehindertenrats-Vorsitzenden auf die extrem niedrige Wahlbeteiligung. Die Kreishausmitarbeiter hatten es schon geahnt. Den Nachmittag über waren nur eine Hand voll Kreisbürger gekommen, um ihr Kreuz zu setzen. Wahlberechtigt sind schätzungsweise 10.000 Menschen mit Behinderungen, die am Sonnabend das zweite Mal die Interessenvertretung der Behinderten auf Kreisebene wählen sollten. Anders als bei anderen Wahlen ist hier bisher keine Briefwahl möglich: Jeder muss persönlich den Weg ins Kreishaus machen. Eine Regelung, die nun überdacht werden soll.
Behinderte lassen Wahlrecht ungenutzt