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2014-02-11

Fast jeder zweite Heimbewohner auf Sozialhilfe angewiesen! | kobinet-nachrichten


Fast jeder zweite Heimbewohner auf Sozialhilfe angewiesen!

Veröffentlicht am


von Ottmar Miles-Paul


100 Euro Schein
100 Euro Schein
© kobinet/omp


Berlin
(kobinet) Als Beleg des Scheiterns bewertet der Paritätische
Wohlfahrtsverband die heute vom Statistischen Bundesamt vorgelegten
Zahlen über den Anstieg der Sozialhilfeleistungen für Pflegebedürftige
(Hilfe zur Pflege). Der Verband macht auf eigene Berechnungen
aufmerksam, wonach mittlerweile fast die Hälfte der in Heimen lebenden
Menschen auf Sozialhilfe angewiesen ist. Der Paritätische fordert die
Einsetzung eines Runden Tisches für eine grundlegende Revision der
Pflegeleistungen.

Fast jeder zweite Heimbewohner auf Sozialhilfe angewiesen! | kobinet-nachrichten

Begleithunde für Behinderte gehen mit ins Arnsberger Theater | WAZ.de

Soziales

Begleithunde für Behinderte sind in Arnsberg (fast) überall erlaubt

10.02.2014 | 20:00 Uhr



Begleithunde für Behinderte sind in Arnsberg (fast) überall erlaubt

Begleithunde für behinderte Menschen dürfen in der Stadt Arnsberg (fast) überall hin.Foto: WP
Arnsberg.  

Laut einer repräsentativen Umfrage der „Initiative ­Zukunft
Heimtier“ wünschen sich 86 Prozent der Deutschen, dass Menschen mit
Behinderung ihre Begleithunde überall hin mitnehmen dürfen – auch in
Geschäfte, Restaurants und öffentliche Gebäude. Wie sieht es in Arnsberg
aus? Wir haben nachgefragt.


Begleithunde für Behinderte gehen mit ins Arnsberger Theater | WAZ.de

19 Prozent der Dinslakener haben eine Behinderung | WAZ.de

Dinslaken.

19 Prozent der Dinslakener haben eine Behinderung

11.02.2014 | 00:20 Uhr



Dinslaken.
In Dinslaken leben mehr als 14 000 behinderte Menschen - das sind rund
19 Prozent der Einwohner. Das geht aus dem ersten Bericht des
Behindertenbeauftragten Dieter Holthaus vor, den er am Donnerstag im
Sozialausschuss vorstellt.

Die kontinuierliche Zunahme der von
Schwerbehinderung betroffenen Menschen führt Holthaus auf den
demografischen Wandel zurück. Es handele sich, so Holthaus, um „eine
ernstzunehmende Größe“, die bei sämtlichen Planungen und Entscheidungen
berücksichtigt werden müsse. Inklusion auf kommunaler Ebene sei „eine
gesellschaftliche Querschnittaufgabe, die über einen kommunalen
Aktionsplan umgesetzt werden kann“. Der Behindertenbeauftragte ist dabei
Ansprechpartner der Verwaltung für Menschen mit Behinderungen,
Angehörige und Selbsthilfegruppen, er berät die Verwaltung beim
barrierefreien Bauen und gibt Stellungnahmen bei Bauvorhaben ab.



19 Prozent der Dinslakener haben eine Behinderung | WAZ.de

2014-01-28

Demografie als Angstmacher: Gefährliche Zauberformel - taz.de

 Demografie als Angstmacher

Gefährliche Zauberformel

Jenseits der Panikmache: Statistikprofessor Gerd Bosbach hinterfragt seit langem Hintergrunddaten zum demografischen Wandel. 
Wie heißt es doch so schön: Traue keiner Statistik, die du nicht selber...
Bild:
cydonna/photocase.com

  








Statistik, als eine der Staatswissenschaften, ist mit Zahlen, Säulen, Tannenbaum- und
Pyramidenformen permanent präsent und erhebt Anspruch auf Präzision und
Glaubwürdigkeit. Insbesondere der demografische Wandel als bedrohliche
Voraussage unserer Zukunft hat inzwischen das Image einer unumstößlichen
Tatsache. Politiker, Medien, Bürger, selbst unsere Intellektuellen
glauben daran. Alle sind sich einig darüber, dass gravierende
Einschnitte ins Sozialsystem unvermeidlich und ein Akt weiser
Voraussicht sind. Der Experte Herr Bosbach jedoch kam nach gründlicher
Analyse zu einem anderen Ergebnis.

Demografie als Angstmacher: Gefährliche Zauberformel - taz.de

2013-12-04

DGB - Bundesvorstand | Arbeitsmarktstudie: Weiterhin hohe Barrieren für behinderte Menschen

http://www.dgb.de/++resource++dgb/img/logo-dgb.png
03.12.2012
Arbeitsmarkt auf den Punkt gebracht 04/2012

Arbeitsmarktstudie: Weiterhin hohe Barrieren für behinderte Menschen

Mit der Unterzeichnung der UN-Behindertenrechtskonvention hat sich Deutschland 2009 verpflichtet, den Arbeitsmarkt komplett barrierefrei zu gestalten. Das bedeutet: Gleiches Recht auf Arbeit für behinderte Menschen. Doch drei Jahre später ist die Arbeitslosenquote bei diesen unverändert hoch.
DGB - Bundesvorstand | Arbeitsmarktstudie: Weiterhin hohe Barrieren für behinderte Menschen

Arbeitslosigkeit unter Schwerbehinderten steigt

2013-11-17

Neue Sozialhilfe-Zahlen / Fegebank: „Immer mehr Betroffene mit Behinderung“

Neue Sozialhilfe-Zahlen / Fegebank: „Immer mehr Betroffene mit Behinderung“

  • Freitag, 15. November 2013 14:00
 (BPP) Immer mehr Menschen mit Behinderung sind in Hamburg auf Sozialhilfe angewiesen. Ihre Zahl stieg im Vergleich zum Vorjahr um sieben Prozent. Rund ein Drittel der Betroffenen bezieht die sogenannte Eingliederungshilfe innerhalb von Heimen. Die Grünen fordern, die Eingliederungshilfe weiterzuentwickeln und ein Teilhabegesetz zu schaffen.
Neue Sozialhilfe-Zahlen / Fegebank: „Immer mehr Betroffene mit Behinderung“

2013-07-17

Mehr Leistungen für Demenzkranke aus der Pflegeversicherung - Erste MDK-Begutachtungsergebnisse nach Inkrafttreten des Pflege-Neuausrichtungsgesetzes 17.07.2013 | Nachricht | finanzen.net


17.07.2013 10:15

Mehr Leistungen für Demenzkranke aus der Pflegeversicherung - Erste MDK-Begutachtungsergebnisse nach Inkrafttreten des Pflege-Neuausrichtungsgesetzes


Essen (ots) - - Querverweis: Die ausführliche Meldung liegt in der digitalen Pressemappe zum Download vor und ist unter http://www.presseportal.de/dokumente abrufbar -

Mehr als 650.000 Menschen, die zuhause gepflegt werden, profitieren bis zum Jahresende von den neuen Leistungen aus dem Pflege-Neuausrichtungsgesetz (PNG). Das geht aus einer aktuellen Hochrechnung hervor, die der Medizinische Dienst des Spitzenverbandes Bund der Krankenkassen (MDS) auf der Grundlage der Begutachtungsergebnisse in der Pflege aus dem ersten Quartal 2013 veröffentlicht hat. Demnach werden etwa 140.000 Menschen mit einer beginnenden Demenz unterhalb der Pflegestufe I erstmals das Pflegegeld von 120 Euro oder Pflegesachleistungen in Höhe von 225 Euro erhalten.
Insgesamt sind im ersten Quartal 2013 bei den Medizinischen Diensten der Krankenversicherung (MDK) 375.968 Aufträge für Pflegebegutachtungen in der häuslichen Pflege eingegangen. Das sind 15 % mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. "Diese deutliche Steigerung der Begutachtungszahlen dürfte bereits ein Effekt der Leistungsverbesserungen für Menschen mit Demenz sein, die mit dem Pflege-Neuausrichtungsgesetz zum 1. Januar 2013 in Kraft getreten sind", so Dr. Peter Pick, Geschäftsführer des MDS.
Neben den Leistungsverbesserungen erhalten Patienten und deren Angehörige eine weitere Entlastung. Die Begutachtung läuft inzwischen in der Regel schneller ab: 96% aller Anträge sind innerhalb von vier Wochen begutachtet.
Von Januar bis März 2013 erhielten rund 19.000 Menschen mit einer beginnenden Demenz, die aufgrund des somatisch orientierten Pflegebedürftigkeitsbegriffs bisher keine Pflegestufe bekommen haben und damit unterhalb der Pflegestufe I liegen, erstmals verbesserte Geld- oder Sachleistungen. Die neuen Geld- und Sachleistungen kamen darüber hinaus weiteren 69.000 Pflegebedürftigen mit den Pflegestufen I und II zugute.

Mehr Menschen mit Demenz erhalten Leistungen
Die aktuelle Hochrechnung des MDS auf das gesamte Jahr 2013 schließt auch diejenigen Personen ein, bei denen die Gutachterinnen und Gutachter der Medizinischen Dienste bereits in den Vorjahren eine dementielle Erkrankung oder eine andere gerontopsychiatrische Einschränkung festgestellt hatten. Besonders stark steigt die Zahl der Leistungsempfänger mit dementiellen oder gerontopsychiatrischen Einschränkungen (Personen mit eingeschränkter Alltagskompetenz - PEA) unterhalb der Pflegestufe I: Allein diese Gruppe wird sich auf ca. 140.000 Personen verdoppeln.
Rechnet man die Begutachtungsergebnisse des ersten Quartals auf das Jahr 2013 hoch, profitieren unterhalb der Pflegestufe I 140.000, in der Pflegestufe I 300.000 und in der Pflegestufe II 210.000, insgesamt also 650.000 Menschen mit einer dementiellen Erkrankung von den neu eingeführten Leistungen der Pflegeversicherung. "Unsere Ergebnisse zeigen, dass das Pflege-Neuausrichtungsgesetz wirkt. Menschen mit Demenz oder gerontopsychiatrischen Erkrankungen, die zuhause leben, erhalten verbesserte Leistungen", so MDS-Geschäftsführer Pick.
PNG als Zwischenschritt zum neuen Pflegebedürftigkeitsbegriff Allerdings könne und dürfe das Pflege-Neuausrichtungsgesetz nur ein Zwischenschritt zu einem neuen Pflegebedürftigkeitsbegriff sein, sagte Pick. "Die Medizinischen Dienste gehen davon aus, dass in der nächsten Legislaturperiode den Ankündigungen Taten folgen und der neue Pflegebedürftigkeitsbegriff umgesetzt wird. Damit wird der Unterstützungsbedarf von Menschen mit dementiellen Einschränkungen und Menschen mit körperlichem Hilfebedarf gleichgestellt. Der neue Pflegebedürftigkeitsbegriff wird für viele Menschen mit einer dementiellen Erkrankung zu weiteren Leistungsverbesserungen führen."

Hintergrund:
Viele Menschen, die einen Antrag auf Pflegeleistungen gestellt haben, benötigen nicht nur Hilfe aufgrund körperlicher Einschränkungen. Sie sind auch auf Hilfe angewiesen, wenn es darum geht, ihren Alltag zu bewältigen. Sie können z. B. ihre Wünsche und Bedürfnisse nicht mehr eindeutig zum Ausdruck zu bringen oder sind in ihrer Gedächtnisleistung nachhaltig beeinträchtigt. Hierzu gehören vor allem Menschen mit Demenz, mit geistigen Behinderungen oder mit chronisch psychischen Erkrankungen. Ob und wie stark die Alltagskompetenz eingeschränkt ist, prüfen die Gutachterinnen und Gutachter des MDK im Rahmen ihres Hausbesuches zur Einschätzung der Pflegebedürftigkeit.
Bis zum Jahreswechsel hatten Menschen mit Demenz lediglich Anspruch auf "zusätzliche Betreuungsleistungen" in Höhe von 100 oder 200 Euro pro Monat. Dieser Betrag konnte zweckgebunden für niedrigschwellige Betreuungsangebote eingesetzt und von den Pflegekassen gegen Nachweis erstattet werden. Seit dem 1. Januar 2013 gibt es für dementiell Erkrankte verbesserte Leistungen: Unterhalb der Pflegestufe I haben 'Personen mit eingeschränkter Alltagskompetenz' Anspruch auf 225 Euro für Sachleistungen oder 120 Euro Pflegegeld im Monat, in der Pflegestufe I gibt es Pflegegeld in Höhe von 305 statt bisher 235 Euro und Sachleistungen in Höhe von 665 statt in Höhe von 450 Euro. In der Pflegestufe II wurde das Pflegegeld von 440 auf 525 Euro erhöhte; Sachleistungen gibt es in Höhe von 1250 statt bisher 1100 Euro. Darüber hinaus können wie bisher zusätzliche Betreuungsleistungen in Anspruch genommen werden. Die Leistungsbeträge der Pflegestufe III wurden nicht verändert.
Verbesserungen für Leistungsempfänger mit eingeschränkter Alltagskompetenz (PEA) im 1. Quartal 2013:
| |PS 0 |PS I |PS II | | | |38.205 |30.745 | |Gesamt |19.280 | 68.950 |
Originaltext: MDS Medizinischer Dienst des Spitzenverbandes Bund der Krankenkassen Digitale Pressemappe: http://www.presseportal.de/pm/57869 Pressemappe via RSS : http://www.presseportal.de/rss/pm_57869.rss2
Pressekontakt: MDS, Pressestelle Christiane Grote, Tel. 0201 8327-115, c.grote@mds-ev.de
Mehr Leistungen für Demenzkranke aus der Pflegeversicherung - Erste MDK-Begutachtungsergebnisse nach Inkrafttreten des Pflege-Neuausrichtungsgesetzes 17.07.2013 | Nachricht | finanzen.net

Entspricht das Betreuungsrecht der UN-Behindertenrechtskonvention? 20 Jahre Betreuungsrecht - Statistik: Betreuungsverfahren 1992-2012

Entspricht das Betreuungsrecht der UN-Behindertenrechtskonvention?

Veröffentlicht am von

Inklusionsbeirat fordert eine rechtstatsächliche und sozialwissenschaftliche Untersuchung.
Ob das in Deutschland geltende Betreuungsrecht den Forderungen der UN- Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderung entspricht, wird seit dem Inkrafttreten der UN-Behindertenrechtskonvention (UN-BRK) in Deutschland diskutiert.
Der Inklusionsbeirat beim Beauftragten der Bundesregierung für die Belange behinderter Menschen hat aus diesem Anlass ein Positionspapier erstellt. Insbesondere werden in diesem Papier Fragestellungen für eine rechtstatsächliche und sozialwissenschaftliche Untersuchung zum Thema Betreuungsrecht dargestellt.
Das Positionspapier stellt im Wesentlichen vier Forderungen auf:
Entspricht das Betreuungsrecht der UN-Behindertenrechtskonvention? | Rollingplanet | Portal für Behinderte und Senioren


Bundesamt für Justiz
Statistik: Betreuungsverfahren 1992-2012 
Betreuungsverfahren 1992-2012 - Stand: 5. Juli 2013.pdf


Fachtagung: Die Verankerung der UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen – den Prozess mitgestalten am 25. Juni 2009 in Berlin
Arbeitsgruppe 4: Gleiche Anerkennung als Rechtsperson – Was muss sich in Betreuungsrecht und –praxis ändern?

2013-07-09

Statistiken zur barrierefreien Informationstechnik | Blind-Text


Statistiken zur barrierefreien Informationstechnik

Vorlesen mit webReader Diagramm

Kaum etwas ist unsexier als nackte Zahlen, aber dennoch sind sie ab und zu nützlich. Deswegen habe ich mir einmal vorgenommen, alle mir bekannten Statistiken zum Thema barrierefreies Internet und Informationstechnik zusammenzustellen. Daten, die älter als fünf oder sechs Jahre sind – die Prä-Web-2.0- und Prä-Mobile-Web-Zeit lasse ich weg, soweit sie aus meiner Sicht nicht mehr aussagekräftig sind.

Statistiken zur barrierefreien Informationstechnik | Blind-Text

2013-07-07

Bundesrat billigt Gesetz zur Stärkung der Betreuungsbehörde - BMJ - Pressemitteilung


Pressemitteilung: Bundesrat billigt Gesetz zur Stärkung der Betreuungsbehörde

Erscheinungsdatum
05.07.2013
Zur abschließenden Beratung des Gesetzes zur Stärkung der Funktionen der Betreuungsbehörde im Bundesrat erklärt Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger:
Angesichts der steigenden Zahl von hilfsbedürftigen Menschen muss gewährleistet sein, dass ein rechtlicher Betreuer nur dann bestellt wird, wenn dies auch erforderlich ist. Jede Betreuung greift in das Selbstbestimmungsrecht des Betroffenen ein. Das Gesetz zielt auf eine Beschränkung der Betreuungen auf das wirklich Erforderliche. Eine rechtliche Betreuung ist nicht erforderlich, wenn andere Hilfen und Assistenzen zur Unterstützung des hilfebedürftigen Betroffenen ausreichen oder eine Vorsorgevollmacht erteilt werden kann.

Im Mittelpunkt der Neuregelungen steht die Betreuungsbehörde, die mit ihrem Fachwissen über soziale Hilfen auch andere Wege zur Unterstützung behinderter und kranker Menschen aufzeigen oder im Falle einer dennoch notwendigen rechtlichen Betreuung ehrenamtliche Betreuer vorschlagen kann. Ihr kommt damit an der Schnittstelle zu sozialen Hilfen und Assistenzen eine wichtige Filterfunktion zu. Durch die verpflichtende Anhörung der Betreuungsbehörde im Betreuungsverfahren sollen andere Hilfen und Assistenzen, die eine Betreuung vermeiden können, besser genutzt werden können. Die Betreuungsbehörde hat künftig einen qualifizierten Bericht für das Gericht zu erstellen.
Das ausgewogene Gesetz ist ein weiterer wichtiger Schritt zur stärkeren Berücksichtigung des Selbstbestimmungsrechts. Zugleich begegnen die Neuregelungen dem Anstieg der Betreuungskosten.
Dass der Bundesrat keine Einwendungen gegen das Gesetz erhoben hat, ist ein gutes Signal für die Betroffenen. Die Verbesserungen im Betreuungsrecht können damit wie vorgesehen zum 1. Juli 2014 in Kraft treten.
Zum Hintergrund:
Auch nach Inkrafttreten des Zweiten Betreuungsrechtsänderungsgesetzes im Juli 2005 sind die Betreuungszahlen weiter gestiegen. Lag die Zahl der Betreuungen 2004 noch bei etwa 1,15 Millionen, beträgt sie mittlerweile etwa 1,3 Millionen. Es ist vor diesem Hintergrund ein wichtiges Anliegen, dass gerade auch unter Berücksichtigung der VN-Behindertenrechtskonvention das Selbstbestimmungsrecht kranker und behinderter Menschen stärkere Beachtung findet. Das Gesetz greift dieses Anliegen auf. Es orientiert sich dabei eng an den Empfehlungen der interdisziplinären Arbeitsgruppe zum Betreuungsrecht, die sich unter Vorsitz des Bundesministeriums der Justiz in den Jahren 2009 bis 2011 mit möglichen Verbesserungen im Betreuungsrecht befasst und ihren Abschlussbericht am 20. Oktober 2011 vorgelegt hat.
Durch Änderungen im Verfahrensrecht (Gesetz über das Verfahren in Familiensachen und in den Angelegenheiten der freiwilligen Gerichtsbarkeit - FamFG) und im Betreuungsbehördengesetz sollen die Funktionen der Betreuungsbehörde sowohl im Vorfeld als auch im gerichtlichen Verfahren gestärkt werden, um die Bestellung eines rechtlichen Betreuers – soweit möglich – zu vermeiden und damit die Selbstbestimmung zu stärken. Damit sollen auch die mit der Bestellung eines Betreuers verbundenen Ausgaben im Interesse der betroffenen Bürgerinnen und Bürger sowie – bei deren Mittellosigkeit – der Justizkasse gesenkt werden. Im Einzelnen sind nunmehr gesetzlich verankert:
• die verpflichtende Anhörung der Betreuungsbehörde vor Bestellung eines Betreuers oder vor Anordnung eines Einwilligungsvorbehalts zur Feststellung des Sachverhalts im betreuungsgerichtlichen Verfahren,
• qualifizierte Kriterien für den Bericht der Betreuungsbehörde,
• die entsprechende Konkretisierung der Aufgaben der Betreuungsbehörde im Betreuungsbehördengesetz und
• ihre Wahrnehmung durch qualifizierte Fachkräfte.
Das Gesetz ist ein erster Schritt zu einer weiterzuführenden Diskussion über notwendige Veränderungen im Betreuungsrecht, die durch eine umfassende Evaluation begleitet werden soll. Der Erfolg wird wesentlich davon abhängen, dass die kommunalen Betreuungsbehörden zukünftig bundesweit angemessen ausgestattet werden. Mit dem Datum des Inkrafttretens ist gewährleistet, dass den Kommunen ausreichend Zeit dafür zur Verfügung steht. Zudem gibt es ausreichend Raum, um in Vorbereitung einer umfassenden Evaluation des Vorhabens den Ist-Zustand festzustellen.
BMJ - Pressemitteilung: Bundesrat billigt Gesetz zur Stärkung der Betreuungsbehörde


Paritätischer Gesamtverband: Entwurf des „Gesetzes zur Stärkung der Funktionen der Betreuungsbehörde“ bleibt weit hinter den erhofften Änderungen des geltenden Betreuungsrechts zurück - wesentliche Aspekte zur Anpassung des deutschen Betreuungsrechts an die von der Bundesrepublik bereits 2009 ratifizierte UN-Behindertenrechtskonvention wurden nicht ansatzweise umgesetzt

2013-07-02

Mehr als jeder dritte Berechtigte verzichtet auf Hartz IV | WAZ.de

Hartz IV

Mehr als jeder dritte Berechtigte verzichtet auf Hartz IV

01.07.2013 | 08:19 Uhr
Mehr als jeder dritte Berechtigte verzichtet auf Hartz IV
Viele Menschen beantragen kein Hartz IV, obwohl sie darauf Anspruch hätten. Als Gründe vermuten Forscher Unwissenheit, Scham und eine voraussichtlich geringe Leistungshöhe und -dauer.Foto: Joachim Kleine-Büning/WAZ FotoPool
 
Berlin.  Millionen sozial schwache Menschen beantragen keine Hartz-IV-Leistungen, obwohl sie Anspruch darauf hätten. Das haben Forscher des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung berechnet. Die Forscher gehen laut Medienberichten von 3,1 bis 4,9 Millionen Betroffenen in verdeckter Armut aus.

Mehr als jeder dritte Berechtigte verzichtet auf Hartz IV | WAZ.de

 Arbeitslose ǀ Hartz IV: Behinderte zahlen drauf — der Freitag

 Amt verweigert Schwerstbehinderten Grundsicherung

 Arbeitslosengeld II Rechner | hartz 4 Rechner für Behinderte, Hartz 4 | Berechnen Sie Ihren Anspruch auf Arbeitslosengeld II (Hartz IV - Rechner)

2013-06-12

VdK sieht Rentner-Minijobs als Indiz für zunehmende Altersarmut | Sozialverband VdK Deutschland e.V.

VdK-Pressemeldung

VdK sieht Rentner-Minijobs als Indiz für zunehmende Altersarmut

"Die Bundesregierung darf das Problem der Altersarmut nicht länger kleinreden und die Tatsache ignorieren, dass immer mehr älteren Menschen ihre Rente nicht zum Leben reicht".

Symbolfoto: Ein älteres Paar steht vor einem Schaufenster
Was kann ich mir in Zukunft noch leisten? Finanzielle Sorgen nehmen unter den Rentnern zu. Viele müssen ihre Rente mit Minijobs aufstocken. | © imago
Mit diesen Worten kommentierte Ulrike Mascher, Präsidentin des Sozialverbands VdK Deutschland, die steigende Zahl an Minijobbern unter den Rentnern. Demnach zählte die Bundesagentur für Arbeit Ende 2012 812.000 Minijobber über 65 Jahre. "Wenn so viele Rentner einen Job ausüben, um ihre Alterseinkünfte aufzubessern, dann ist dies ein klarer Beleg dafür, dass die Altersarmut weiter wächst", so die VdK-Präsidentin.

VdK sieht Rentner-Minijobs als Indiz für zunehmende Altersarmut | Sozialverband VdK Deutschland e.V.

2013-06-02

Mehr Burn-Out-Fälle in Behindertenwerkstätten in Thüringen | OTZ

Mehr Burn-Out-Fälle in Behindertenwerkstätten in Thüringen

  • Eine Frau an ihrem Arbeitsplatz: Die Zahl der seelisch und psychisch erkrankten Menschen in den Thüringer Behindertenwerkstätten nimmt zu.  Foto: dpa Eine Frau an ihrem Arbeitsplatz: Die Zahl der seelisch und psychisch erkrankten Menschen in den Thüringer Behindertenwerkstätten nimmt zu. Foto: dpa
Mehr als jeder vierte Beschäftigte in den Thüringer Einrichtungen ist seelisch oder psychisch krank - Tendenz steigend. 
 Weimar-Holzdorf. Die Zahl der seelisch und psychisch erkrankten Menschen in den Thüringer Behindertenwerkstätten nimmt weiter zu. Derzeit leiden fast 30 Prozent aller 10 200 Beschäftigten in den Einrichtungen darunter, wie aus Zahlen der Landesarbeitsgemeinschaft der Werkstätten für behinderte Menschen (WfbM) hervorgeht.

Mehr Burn-Out-Fälle in Behindertenwerkstätten in Thüringen | OTZ

 Das sind die neuesten Fakten zu Werkstätten (WfbM) | Rollingplanet | Portal für Behinderte und Senioren

2013-05-13

Internationaler Tag der Pflege


Pflegesituation verschärft sich
Sonntag, 12. Mai 2013

Der Japaner Jiroemon Kimura gilt als ältester Mensch der Welt. Als er 1897 geboren wurde, regierte noch die englische Königin Viktoria und Rudolf Diesel brachte zum ersten Mal seinen Motor in Gang. Kimura hat Glück: Er lebt heute bei seiner Familie und ist gesund. Das wird für viele Betagte in Zukunft immer unwahrscheinlicher.

Zunehmend mehr alte Menschen müssen gepflegt werden. Alleine in Deutschland gibt es derzeit über zwei Millionen pflegebedürftige Menschen. Daran erinnert nicht zuletzt der Internationale Tag der Pflege am 12. Mai 2013. Weil die Menschen in Deutschland zukünftig länger leben werden, rechnen Experten bis zum Jahre 2050 mit einer Verdopplung der Pflegebedürftigen.
News: Internationaler Tag der Pflege

Auswertung der Krankenkassen: Psychische Probleme durch Arbeitsstress nehmen zu - Stress - FOCUS Online - Nachrichten


Auswertung der Krankenkassen 

Psychische Probleme durch Arbeitsstress nehmen zu

Montag, 13.05.2013, 03:59  Leistungsdruck und ständige Bereitschaft führen bei immer mehr Arbeitsnehmern zu psychischen Erkrankungen – das geht aus den Daten der gesetzlichen Krankenkassen deutlich hervor. KKH-Chef Kailuweit warnt vor der neuen „Volkskrankheit Nummer eins“.
Auswertung der Krankenkassen: Psychische Probleme durch Arbeitsstress nehmen zu - Stress - FOCUS Online - Nachrichten

2013-02-13

Warum Piraten sich um die Barrierefreiheit im Netz kümmern müssen | Flaschenpost

Warum Piraten sich um die Barrierefreiheit im Netz kümmern müssen

Immer mehr Informationen und Dienstleistungen von Regierungen und Behörden werden im Internet zur Verfügung gestellt. Das ist grundsätzlich eine gute Sache. Aber wenn diese Inhalte nicht in einer barrierefreien Form angeboten werden, werden vereinzelte Nutzergruppen ausgeschlossen, da sie nicht (mehr) an diesen Prozessen teilnehmen können.
Wenn zum Beispiel eine Parlamentsdebatte als Stream mit Silverlight übertragen wird, können viele Internetnutzer, die auf Barrierefreiheit angewiesen sind, diese Debatte nicht verfolgen.
Webstandard | mherzber  CC BY-SA
Webstandard | mherzber CC BY-SA
Und wird dieses Video nicht mit Untertiteln versehen oder durch einen Gebärdendolmetscher übersetzt, können hörbehinderte Personen die angebotene Information nicht aufnehmen. Wenn also eine hörbehinderte Person ein Formular einer Behörde ausfüllen möchte und dieses für sie aus irgendwelchen Gründen nicht zugänglich ist, die einzige Alternative aber ist, im Amt anzurufen, hat sie ein Problem.
Demnach sollten von der Regierung zur Verfügung gestellte Informationen nicht nur grundsätzlich für die Öffentlichkeit zugänglich sein, sondern in geeigneter Form auch allen Bürgern mit Einschränkungen angeboten werden. Mancher mag vermuten, die Betroffenen wären eine kleine Minderheit. Aber die Zahl wird auf etwa 80 Millionen Menschen in Europa geschätzt. Das sind rund 15 % der Bevölkerung im arbeitsfähigen Alter. Diese Zahl wird mit der Überalterung unserer Gesellschaft weiter steigen. Gleichzeitig geht man davon aus, dass weniger als 10 % der Webseiten barrierefrei sind.

Warum Piraten sich um die Barrierefreiheit im Netz kümmern müssen | Flaschenpost

2013-01-18

Demografie : Pflegebedürftige werden meistens zu Hause versorgt - Nachrichten Wirtschaft - DIE WELT

13:42

Demografie

Pflegebedürftige werden meistens zu Hause versorgt

Viele Senioren haben Angst, im Alter ins Heim abgeschoben zu werden. De facto werden die meisten Pflegebedürftigen aber noch immer von den Angehörigen versorgt. Doch der Trend ist ein anderer. Von
Demografie : Pflegebedürftige werden meistens zu Hause versorgt - Nachrichten Wirtschaft - DIE WELT

2012-12-29

Aktion Mensch: Pressemitteilung "Kein Aufschwung am Arbeitsmarkt für Menschen mit Behinderung": Pressemitteilungen: Presse


Kein Aufschwung am Arbeitsmarkt für Menschen mit Behinderung

Arbeitslosenquote doppelt so hoch im Vergleich zur Gesamtbevölkerung / Schere klafft weiter auseinander / Besonders Jugendliche mit Behinderung sind strukturell benachteiligt

Die Grafik zeigt auf einer Deutschlandkarte die Entwicklung der Arbeitslosenzahlen von 2005 bis 2012 im Vergleich der Gesamtbevölkerung und der Menschen mit Schwerbehinderung
Die Grafik zeigt auf einer Deutschlandkarte die Entwicklung der Arbeitslosenzahlen von 2005 bis 2012.
Das sogenannte "German Jobwunder" geht an Menschen mit Behinderung weitgehend vorbei. Anlässlich der Präsentation der Arbeitsmarktzahlen durch die Bundesagentur für Arbeit am Donnerstag weist die Aktion Mensch darauf hin, dass die Zahl der Arbeitslosen in der Gesamtbevölkerung seit 2005 um fast 40 Prozent zurückging, bezogen auf Menschen mit Schwerbehinderung jedoch nur um knapp acht Prozent. In den vergangenen drei Jahren ist diese Tendenz noch deutlicher: Von Oktober 2009 bis Oktober 2012 stieg die Zahl der Arbeitslosen bei Menschen mit Behinderung um 5,6 Prozent (von 163 900 auf 173 005). Im gleichen Zeitraum ging die Arbeitslosenzahl in der Gesamtbevölkerung um 14,5 Prozent zurück (von 3 220 862 auf 2 753 354). 2010 lag die Arbeitslosenquote von Menschen mit Behinderung mit 14,8 Prozent fast doppelt so hoch wie die der Gesamtbevölkerung (7,7 Prozent). "Angesichts des demografischen Wandels und auch des Fachkräftemangels sollten sich Unternehmen jetzt um jede potenzielle Arbeitskraft bemühen. Bei Menschen mit Behinderung sind Unternehmen aber häufig zögerlich, weil nicht die Stärken eines Bewerbers im Vordergrund stehen, sondern seine vermeintlichen Schwächen", so Aktion Mensch-Vorstand Martin Georgi.

Jugendliche mit Behinderung sind strukturell benachteiligt

Besonders kritisch ist die Entwicklung bei Jugendlichen mit Behinderung. Bei den 15 bis 24-Jährigen sank die Arbeitslosenzahl von Oktober 2009 bis Oktober 2012 insgesamt um knapp 25 Prozent, bei Jugendlichen mit Behinderung dagegen nur um fünf Prozent. Alarmierend ist zudem die Zahl der arbeitslosen Schwerbehinderten im Alter von 15 bis 24 Jahren ohne Schul- oder Berufsausbildung: Diese stieg in den letzten drei Jahren um elf Prozent an.

Förderung für mehr Menschen mit Behinderung auf dem Arbeitsmarkt

Die Aktion Mensch unterstützt seit Jahren Projekte, die Menschen mit Behinderung auf den Arbeitsmarkt bringen. Allein 2011 förderte sie bundesweit 67 Projekte mit 7,5 Millionen Euro. Viele davon zeigen, dass Inklusion am Arbeitsplatz funktionieren kann. "Oft genügen schon wenige technische Hilfen, um Arbeitsplätze behindertengerecht zu gestalten. Das sind lohnende Investitionen, denn Menschen mit Behinderung verfügen vielfach über gute Qualifikationen und eine hohe Leistungsbereitschaft. In Deutschland gibt es außerdem zahlreiche Unterstützungsangebote, auch für Menschen mit geistiger und psychischer Behinderung", so Martin Georgi.

Über die Aktion Mensch e.V.

Die Aktion Mensch ist die größte private Förderorganisation im sozialen Bereich in Deutschland. Die Soziallotterie wurde 1964 als Aktion Sorgenkind gegründet und 2000 in Aktion Mensch umbenannt. Zu ihren Mitgliedern gehören: ZDF, Arbeiterwohlfahrt, Caritas, Deutsches Rotes Kreuz, Diakonie, Der Paritätische Gesamtverband, Zentralwohlfahrtsstelle der Juden in Deutschland. Der Verein unterstützt mit seinen Erlösen jeden Monat bis zu 1.000 soziale Vorhaben der Behindertenhilfe und -selbsthilfe sowie der Kinder- und Jugendhilfe. Möglich machen dies etwa 4,6 Millionen Loskäufer der Aktion Mensch-Lotterie. Seit Anfang 2012 ist Jörg Pilawa ehrenamtlicher Botschafter der Aktion Mensch.

Dokumente zum Herunterladen:

    Aktion Mensch: Pressemitteilung "Kein Aufschwung am Arbeitsmarkt für Menschen mit Behinderung": Pressemitteilungen: Presse

    Jede dritte Frührente im Nordosten ist psychisch bedingt


    Jede dritte Frührente im Nordosten ist psychisch bedingt

    27.12.2012, 17:45 Uhr | dapd
    In Mecklenburg-Vorpommern scheiden immer mehr Menschen wegen psychischer Probleme frühzeitig aus dem Berufsleben aus. 2011 gingen 2.300 Frauen und Männer deshalb in Frührente, das waren 15 Prozent mehr als zwei Jahre zuvor, wie die Techniker Krankenkasse am Donnerstag in Schwerin mitteilte. Insgesamt mussten 6.200 Menschen krankheitsbedingt ihren Job aufgeben, damit hat jede dritte Frührente psychische Ursachen.

    Die Frührente traf die Frauen und Männer im Durchschnitt mit 48 Jahren, wobei beide Geschlechter etwa gleich von dem Krankheitsbild betroffen sind: 1.100 Männer und 1.200 Frauen gingen 2011 wegen psychischer Probleme in Frührente. Termindruck, ständige Erreichbarkeit und Angst um den Arbeitsplatz gehen an vielen Menschen nicht spurlos vorbei, wie eine Sprecherin der Krankenkasse sagte. Unternehmen müssten deshalb mehr dafür tun, Belastungen im Arbeitsumfeld zu erkennen und gesundheitlichen Folgen wie Burnout oder Sucht entgegenzuwirken.
    Jede dritte Frührente im Nordosten ist psychisch bedingt

    Pflege: Paritätischer Wohlfahrtsverband kritisiert Pflegezeit - mz-web.de

    Pflege 

    Paritätischer Wohlfahrtsverband kritisiert Pflegezeit

    erstellt 28.12.12, 13:46h
    MÜNCHEN/DAPD. Der Paritätische Wohlfahrtsverband hat die seit einem Jahr geltende Familien-Pflegezeit scharf kritisiert. „Bei dem Modell handelt es sich um eine politische Luftnummer“, sagte der Hauptgeschäftsführer des Verbands, Ulrich Schneider, der Nachrichtenagentur dapd. Das Modell sehe keinen Rechtsanspruch vor, biete keine soziale Sicherheit und hänge „ausschließlich vom Wohlwollen des Arbeitgebers ab“. Es sei kein Wunder, dass die Nachfrage danach gering sei.
    „Die einzigen, die bei diesem Konzept richtig profitiert hätten, wären die Versichungsanbieter gewesen“, fügte er hinzu.
    Schneider forderte ein Konzept, das an das Modell des Elterngeldes angelehnt ist. Zum einen müsse es einen rechtlich verankerten Anspruch auf Pflegezeit geben und zum anderen müsse das Pflegegeld als soziale Leistung vom Staat übernommen werden.
    „Mit anderen Worten: Das, was wir am Anfang des Lebens tun, wenn es darum geht, Kinder zu pflegen, das muss genauso realisiert werden am Ende eines Lebens, wenn es darum geht, alte Menschen zu pflegen“, betonte Schneider.
    Die „Süddeutsche Zeitung“ hatte zuvor unter Berufung auf eine Statistik des Bundesfamilienministeriums berichtet, dass die zum Jahresbeginn eingeführte Pflegezeit für Familien in den Unternehmen bislang kaum Anklang finde.
    Demnach haben Arbeitgeber und Arbeitnehmer das Gesetz in den ersten zwölf Monaten seines Bestehens in nicht mehr als 200 Einzelfällen genutzt.

    Pflege: Paritätischer Wohlfahrtsverband kritisiert Pflegezeit - mz-web.de
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