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2013-11-10

23andMe erhält Patent für die Auswahl genetischer Merkmale bei Babys - SPIEGEL ONLINE

Gentest-Firma 23andMe: US-Patent bahnt den Weg zum Designer-Baby

Von Dennis Ballwieser
23andMe-Website: "Ich bevorzuge ein Kind mit…"
23andMe-Website: "Ich bevorzuge ein Kind mit…"
Still und leise hat das Gentest-Unternehmen 23andMe in den USA ein Patent erhalten, das Designer-Babys vorstellbar macht. Kunden könnten theoretisch den Samenspender so aussuchen, dass die Chancen bestimmter Eigenschaften beim Kind erhöht werden. Die Firma wiegelt ab.

23andMe erhält Patent für die Auswahl genetischer Merkmale bei Babys - SPIEGEL ONLINE

2012-07-12

Deutsches Ärzteblatt: Gentests an Embryonen sollen ab 2013 möglich sein

 

Politik

Gentests an Embryonen sollen ab 2013 möglich sein

Donnerstag, 12. Juli 2012

Berlin – Paare mit schweren Erbkrankheiten können ab dem kommenden Jahr auf Gentests an künstlich erzeugten Embryonen hoffen. Das Bundesgesundheitsministerium hat den Entwurf für eine Rechtsverordnung zur Anwendung der Präimplantations­diagnostik (PID) an die anderen Ressorts, die zuständigen Fachverbände und die Länder übermittelt, wie eine Sprecherin heute in Berlin sagte. Bis zum 17. August sollen die Verbände und Behörden Stellung nehmen, danach entscheiden Regierung und Bundesrat über die Verordnung. Sie könnte dann Anfang 2013 in Kraft treten.
Deutsches Ärzteblatt: Gentests an Embryonen sollen ab 2013 möglich sein

Wir lassen uns nicht GEN-checken! - BIZEPS-INFO

Wir lassen uns nicht GEN-checken!

Wie oft müssen wir noch sagen, dass wir gerne leben? Wie oft müssen wir uns noch für unser Leben rechtfertigen?
Logo ISL Deutschland
Bei der Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland e.V. setzen wir uns als behinderte Menschen für unsere Rechte ein. Viele von uns haben angeborene Beeinträchtigungen, und wir leben ein gutes und erfülltes Leben - mit unserer Behinderung. Nicht unsere Körper machen uns Schwierigkeiten, sondern eine Gesellschaft, die nur auf Normkörper ausgerichtet ist. Doch das wird in Debatten über unseren "Lebenswert" viel zu selten gehört. Unsere Behinderungen seien ein "Leiden", das verhindert werden muss.
Vor allem Methoden der vorgeburtlichen Diagnostik sind auf die Verhinderung von behindertem Leben ausgerichtet -...
Wir lassen uns nicht GEN-checken! - BIZEPS-INFO

2011-08-27

Molekulare Gentests: ethisch bedenklich, öffentlich gefördert - F.A.Z.-Community

Biopolitik

Molekulare Gentests: ethisch bedenklich, öffentlich gefördert

26. August 2011, 01:39 Uhr

Prinzipienreiterei ist für Politiker, zumal für solche auf herausgehobenen Positionen, kein sonderlich attraktives Hobby. Pragmatisch regiert sichs nicht nur leichter, sondern vermutlich überhaupt nur, Allerdings darf man auch nicht zu beliebig wirken, erscheint man sonst doch leicht zu ersetzen. Nun ist das hier kein Blog, das „Politikberatung für Dummies“ anstrebt. Aber Bioethik wird auch für Politiker zunehmend zu einem Thema mit dem man sich profilieren kann. Annette Schavan die Forschungsministerin aus Süddeutschland hat das schon vor einiger Zeit erkannt. In der Debatte über Präimplantationsdiagnostik hat sie, mit guten Argumenten, deswegen lange Zeit für ein grundsätzliches Verbot geworben. Jetzt wurde bekannt, dass ausgerechnet das von ihr geleitete Forschungsministerium mit etwa 230.000 Euro ein Projekt zur „pränatalen Diagnostik genetischer Erkrankungen“ fördert. Das Geld erhielt die Konstanzer Firma GATC Biotech AG für die Entwicklung eines Schwangerschaftsfrühtest, der ermöglicht durch eine Untersuchung des von der werdenden Mutter entnommenen Bluts zu klären, ob das ungeborene Kind eine Trisomie 21, also das Down-Syndrom hat. Der Test soll durch die GATC Tochter Life Codexx AG spätestens im Frühjahr 2012 auf den deutschen Markt kommen. In einer Pressemitteilung des Unternehmens heißt es stolz:
„Die Durchführung humangenetischer Diagnostiktests auf Basis neuester Sequenziertechnologien ist ein revolutionäres Konzept. Dadurch wird sich die Kosteneffizienz in der Diagnostik drastisch verbessern. Die LifeCodexx AG wird hier eine Vorreiterrolle übernehmen,‘ begeistert sich Peter Pohl, CEO der GATC Biotech AG und Aufsichtsratsvorsitzender der LifeCodexx AG.“
Tatsächlich hat der neue Test aus Sicht der Humangenetiker und Gynäkologen erhebliche Vorteile: Er kann´in einem frühen Stadium der Schwangerschaft (ab der 10. Woche) durchgeführt werden, er ist nach bislang vorgelegten Studienergebnissen sehr zuverlässig und kann so die Amniozentese, die invasive Fruchtwasseruntersuchung, die ein erhöhtes Fehlgeburtsrisiko mitsich bringtin erheblichem Umfang unnötig machen.
Im Ergebnis sinkt durch die Möglichkeit eine frühe und sehr risikoarme Testung durchführen zu können, die Hemmschwelle zur Durchführung entsprechender Untersuchungen erheblich. Damit wird gleichzeitig auch der Erwartungsdruck, die nunmehr gebotene Möglichkeit auchzu nutzen spürbar erhöht: Mag angesichts der Gefahr einer Fehlgeburt die Frau, die keine Amniozentese will, obwohl sie zu einer als Risikogruppe definierten Menge gehört, noch auf ein gewisses Verständnis stoßen, wird dieses beim Fehlen einer solchen Gefahr kaum noch anzunehmen sein –insbesondere, wenn angesichts belasteter Sozialversicherungskassen die ökonomischen Erwägungen an Bedeutung gewinnen oder die Bereitschaft zur guten Versorgung von Menschen mit angeborenen Behinderungen sinkt.

F.A.Z.-Community
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