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2013-11-17

Wider die Barrieren - Startseite - WESER-KURIER


Steintor/Ostertor Wider die Barrieren

Von

Wider die Barrieren - Startseite - WESER-KURIER

2013-06-15

20 Jahre Peer Counseling von und für behinderte Menschen in Mainz |


20 Jahre Peer Counseling von und für behinderte Menschen in Mainz

Landesbeauftragter Rösch gratuliert ZsL Mainz zum Jubiläum Mainz, 13.06.13 Der Landesbeauftragte für die Belange behinderter Menschen Matthias Rösch beglückwünscht das Zentrum für selbstbestimmtes Leben behinderter Menschen Mainz e.V. (ZsL) zu 20 Jahren erfolgreicher Tätigkeit. „Das ZsL Mainz war und ist Motor, um die Selbstbestimmung von Menschen mit Behinderungen in Rheinland-Pfalz voran zu treiben. Nur so können Beratungs- und Unterstützungsangebote in diesem Umfang umgesetzt werden“, so Rösch anlässlich der 20-Jahr-Feier heute in Mainz. Das ZsL berät behinderte Menschen und setzt sich für deren Interessen ein. Das Besondere der täglichen Beratungspraxis sei dabei, so Rösch, dass Betroffene in einem sogenannten Peer Counseling gleichfalls Betroffene beraten.
 20 Jahre Peer Counseling von und für behinderte Menschen in Mainz |

2013-06-12

BMELV - Pressemitteilungen - Ab sofort: Online-Planer für die Pflege zu Hause

 

Ab sofort: Online-Planer für die Pflege zu Hause

Neues Service-Portal der Weissen Liste informiert Ratsuchende zu Leistungen und Kosten
Das Bundesverbraucherministerium (BMELV) und die "Weisse Liste" haben heute ein neues Internetangebot freigeschaltet, das Pflegebedürftigen und Angehörigen hilft, die häusliche Pflege und den Einsatz eines Pflegedienstes gezielt zu planen.
Unter www.weisse-liste.de/pflegeplaner können Ratsuchende sich unabhängig und verständlich darüber informieren, welche Unterstützungsleistungen sie zum Beispiel bei der Körperpflege oder im Haushalt in Anspruch nehmen können. Zudem können sie ermitteln, welche Kosten voraussichtlich auf sie zukommen. Der Online-Pflegeplaner unterstützt auch professionelle Pflegeberater, die das neue Angebot in ihrer Beratung einsetzen können. Die "Weisse Liste" ist ein gemeinsames Projekt der Bertelsmann Stiftung und der Dachverbände der größten Patienten- und Verbraucherorganisationen. Das BMELV hat die Entwicklung des Pflegeplaners unterstützt und gefördert. Ein weiterer Projektpartner sind die Innungskrankenkassen (IKK).

Pflege findet in der Regel im eigenen Zuhause statt – das ist mehrheitlich der Wunsch der Betroffenen und auch ein gesetzlich verankertes Ziel. "Der Online-Pflegeplaner hilft Verbrauchern, aus der Vielfalt der angebotenen ambulanten Pflegeleistungen bedarfs- und budgetgerecht auszuwählen", so Bundesverbraucherministerin Ilse Aigner. Die benötigten Leistungen können in einem persönlichen Wochenplan zusammengestellt und die entstehenden Kosten nach Abzug der Pflegestufe ermittelt werden. "Dadurch fördern wir die Selbstbestimmung der Menschen und machen einen weiteren Schritt hin zu mehr Transparenz auf dem Pflegemarkt", so Aigner.
BMELV - Pressemitteilungen - Ab sofort: Online-Planer für die Pflege zu Hause

2013-05-31

Projekt zur Förderung der Verbraucherrechte in der Pflege - Dokumente - Pflege - Gesundheit - Themen - vzbv

Projekt zur Förderung der Verbraucherrechte in der Pflege

Zu einer guten Pflege gehören auch gute Verträge

31.05.2013
Familie; Quelle: istockphoto.com/ Yuri Arcurs

Zu einer guten Pflege gehört auch die Einhaltung der rechtlichen Vorgaben in den Verträgen zwischen Bewohnern und Betreibern von Pflege- und Behinderteneinrichtungen. Hier liegt noch vieles im Argen.

Projekt zur Förderung der Verbraucherrechte in der Pflege - Dokumente - Pflege - Gesundheit - Themen - vzbv

2013-05-13

Breite Beteiligung für behinderte Menschen! - Zentrum selbstbestimmt Leben Stuttgart


Breite Beteiligung für behinderte Menschen!

von ABS-ZsL (Kommentare: 0)
Wir möchten als Mitglied der Landesarbeitsgemeinschaft "Behindert in Baden-Württemberg" auf folgende Pressemitteilung aufmerksam machen:

Logo der Initiative
Die „LAG Behindert in Baden-Württemberg“, ein Zusammenschluss von verbandsunabhängigen Menschen mit Behinderung fordert breite Beteiligung auf dem Weg zur inklusiven Gesellschaft

Pressemitteilung Stuttgart, 03.05.2013

Die Umsetzung der Behindertenrechtskonvention der Vereinten Nationen ist eine wichtige Aufgabe der Landesregierung. Schwerpunkte sind die Entwicklung eines Aktionsplanes, die Novellierung des Schulgesetzes und des Landesbehinderten-gleichstellungsgesetzes. Die Menschen mit Behinderung fordern die Landes-regierung jetzt auf, das Tempo zu erhöhen und bei allen Aktivitäten auf Transparenz und Bürgernähe zu achten. Wichtig sei insbesondere, Menschen mit Behinderung getreu dem Motto der Selbstbestimmt-Leben-Bewegung „Nichts über uns ohne uns“ als Experten in alle zentralen Prozesse mit einzubinden.

In einem Brief an die Landesregierung mahnen die AutorInnen Transparenz bei der Novellierung des Landesbehindertengleichstellungsgesetzes an. Hier gebe es derzeit keine öffentlichen Informationen zum Stand der Diskussion. In diesem Zusammenhang sei insbesondere die Zusammensetzung des Landesbehinderten-beirates neu zu regeln und eine entsprechende Vertretung auf kommunaler Ebene einzuführen: „Wir wünschen uns eine demokratisch legitimierte Vertretung für Menschen mit Behinderung, die auf Landesebene und auf kommunaler Ebene an allen Prozessen beteiligt wird, die diese betreffen,“ machen die AutorInnen deutlich.
Auch in die Erarbeitung des Aktionsplanes zur Umsetzung der Behindertenrechtskonvention wollen die Menschen mit Behinderung von der Landesregierung stärker eingebunden werden. Zwar veranstalte der Landesbehindertenbeauftragte Gerd Weimer dazu Regionalkonferenzen, die Ergebnisse sind aber bislang noch nicht öffentlich zugänglich.

Zur Schulgesetznovellierung stehe ebenfalls bisher eine breite Beteiligung der Menschen mit Behinderung und deren Eltern aus. Schon im Vorfeld der Verabschiedung sei Handlungsbedarf gegeben. So erschwere derzeit eine unklare Kompetenzverteilung in Sachen Schulassistenz die Einschulung an Regelschulen bzw. den Wechsel auf eine Regelschule für Kinder mit Behinderung.

Als weitere wichtige Punkte für einen Dialog mit der Landesregierung nennen die AutorInnen des Briefes die Umwandlung der Komplexeinrichtungen der Behindertenhilfe sowie den landesweiten Ausbau der unabhängigen Beratung von Menschen mit Behinderungen für Menschen mit Behinderungen nach dem Peer-Konzept. In einem Flächenland wie Baden-Württemberg seien zwei Beratungsstellen in Stuttart (ZsL) und Heidelberg (BiBez) eindeutig zu wenig.

Die „LAG Behindert in Baden-Württemberg“, ein Zusammenschluss von verbandsunabhängigen Menschen mit Behinderung fordert breite Beteiligung auf dem Weg zur inklusiven Gesellschaft.
AnsprechpartnerInnen für Rückfragen sind:
Britta Schade
schade@zsl-stuttgart.de

Stephanie Aeffner
aeffner@zsl-stuttgart.de
Tel.: 0711 / 780 18 58
Breite Beteiligung für behinderte Menschen! - Zentrum selbstbestimmt Leben Stuttgart

2013-01-07

Neugründung: Bundesarbeitsgemeinschaft Persönliches Budget (BAG PB) « BAG IF

06. Januar 2013

Neugründung: Bundesarbeitsgemeinschaft Persönliches Budget (BAG PB)

Die Ende vergangenen Jahres neugegründete Bundesarbeitsgemeinschaft Persönliches Budget (BAG PB) hat sich zum Ziel gesetzt, das Persönliche Budget als gleichberechtigte Leistungsform durchzusetzen. Damit soll die Selbstbestimmung von Menschen mit Behinderung sowie deren Wunsch- und Wahlrecht bei der Inanspruchnahme unterstützender Hilfen gestärkt werden. Die BAG PB will sich aktiv für die weitere Etablierung des Persönlichen Budgets als alternative Leistungsform auf Bundes-, Länder- und kommunaler Ebene einsetzen.
Zu diesem Zweck will sie Informations- und Beratungsangebote sowohl für Budgetnehmer/-innen als auch für diejenigen Leistungsträger bereitstellen, die für die Bewilligungen Persönlicher Budgets zuständig sind. Grundlage dieser Angebote sind die Arbeitsergebnisse des Kompetenzzentrums Persönliches Budget beim Paritätischen Bundesverband.
Mitglied der Bundesarbeitsgemeinschaft Persönliches Budget können Einzelpersonen, Einrichtungen, Verbände und Organisationen werden.
Aktueller Ansprechpartner ist Marcus Lippe (RA), Urbanstr. 100, 10967 Berlin, per Fax: 030 / 69 04 87 31, per E-mail: lippe@adberlin.com
Quellen und weitere Infos unter:
Neugründung: Bundesarbeitsgemeinschaft Persönliches Budget (BAG PB) « BAG IF

2012-09-19

Zwangsbehandlung ist strafbare Körperverletzung - Psychiater bei der Staatsanwaltschaft anzeigen! | Nachrichten, die uns bewegen

Zwangsbehandlung ist strafbare Körperverletzung - 

Psychiater bei der Staatsanwaltschaft anzeigen!

Eingereicht von Blogredaktion am 18. Sep 2012 - 18:50 Uhr            
Bild 0 für Zwangsbehandlung ist strafbare Körperverletzung - Psychiater bei der Staatsanwaltschaft anzeigen!








Neue Rechtsprechung, bitte weitersagen!!!

Am 17.7. 2012 hat der Bundesgerichtshof bekannt gegeben, dass auch psychiatrische Zwangsbehandlung nach Betreuungsrecht keinerlei rechtliche Grundlage hat, sondern illegal ist.
Wenn Ärzte trotzdem zwangsbehandeln sollten, also Sie zwingen Pillen zu schlucken, gar Spritzen verabreichen oder Ihnen Elektroschocks geben, dann kann und sollte dies als Körperverletzung zur Anzeige gebracht werden.

Da nun jede Rechtsunsicherheit beseitigt ist, hat auch die Staatsanwaltschaft keinen Ermessensspielraum mehr und muss ein Strafverfahren eröffnen, wenn die Anzeige richtig formuliert wurde. Eine von einem Rechtsanwalt ausgearbeitete Musteranzeige kann hier:

kostenlos heruntergeladen, dem persönlichen Fall angepasst, ausgedruckt und unterschrieben an jeder Polizeidienststelle abgegeben oder der örtlich zuständigen Staatsanwaltschaft zugestellt werden.

Bundesarbeitsgemeinschaft Psychiatrie-Erfahrener: die-bpe.de, Irren-Offensive: antipsychiatrie.de, Landesverband Psychiatrie-Erfahrener Berlin-Brandenburg: psychiatrie-erfahren.de, Werner-Fuß-Zentrum: psychiatrie-erfahrene.de, Antipsychiatrische und betroffenenkontrollierte Informations- und Beratungsstelle: weglaufhaus.de/beratung
Quelle: Werner-Fuss-Zentrum

Zwangsbehandlung ist strafbare Körperverletzung - Psychiater bei der Staatsanwaltschaft anzeigen! | Nachrichten, die uns bewegen

2012-07-20

Zentrum lädt ein zum Gespräch über lokale Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention | Gießen | Gießener Zeitung

Zentrum lädt ein zum Gespräch über lokale Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention

Gießen | Das Zentrum selbstbestimmt Leben Gießen e.V. lädt ein zum Gespräch über die lokale Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention (UN-BRK). Erster Termin des neuen Arbeitskreises ist der 6. August 2012 (Montag) ab 19 Uhr in der Walltorstraße 17 in Gießen (DGB-Haus, Nähe Marktplatz, barrierefrei). Der Arbeitskreis soll immer am ersten Montag des Monats anstelle des offenen Treffens stattfinden. Die UN-Behindertenrechtskonvention beschreibt wichtige Rechte, Regeln und Ziele zum gemeinsamen Leben von Menschen mit und ohne Behinderung. Nachdem Deutschland schon vor mehreren Jahren diese Konvention unterzeichnet hat, erlangte sie Gesetzeskraft und muss auch lokal und regional umgesetzt werden.
Es gibt für das alltägliche Leben von Menschen mit Behinderung ganz unterschiedliche Anknüpfungspunkte bezüglich der Umsetzung der UN-BRK. Manche haben Ärger mit Arbeit oder Arbeitslosigkeit, andere wollen in die Regelschule, wieder anderen geht es ums Wohnen oder um Freizeit und Kultur. Zu all diesen Themen macht die Konvention Aussagen.
Beim Arbeitskreis können positive und negative Erfahrungen ausgetauscht, gemeinsam diskutiert und Überlegungen angestellt werden. Inklusion und Selbstbestimmung sind zwei wichtige Punkte, die in der UN-BRK besonders betont werden. Die Umsetzung der Konvention bedeutet Inklusion und Selbstbestimmung in allen Lebensbereichen.
Der Arbeitskreis bietet die Möglichkeit, zusammen die Gesamtsituation vor Ort zu erfassen, wie inklusiv das Leben in Gießen und Umgebung aufgestellt ist, wie selbstbestimmt Betroffene in ihren Lebensbereichen agieren können. Gemeinsam ist es leichter etwas zu bewegen.
Deshalb ist es für das Zentrum wichtig, nicht nur abzuwarten, was passiert oder wann durch die Politik Maßnahmen ergriffen werden. Inklusion fängt hier schon an, mit einem Arbeitskreis, der Engagement und Selbstvertretung fördert.
Wir bitten besondere Bedarfe (z.B. Gebärdensprachdolmetscher, Dokumente in leichter Sprache etc.) vorher mitzuteilen. Das Zentrum selbst gibt keinerlei inhaltliche Vorgaben vor, die Mitglieder wollen eine Vernetzungsstruktur damit aufbauen für eine bessere Interessenvertretung. Falls inhaltliche Fragen durch Referenten und Fachwissen notwendig wird, will das Zentrum dieses organisieren und damit die inhaltliche Arbeit bereichern und erleichtern. Forderungen, Beschlüsse und Debatten innerhalb des Arbeitskreises sollen mit Hilfe des Zentrums in die Öffentlichkeit gebracht und gegenüber Politik, Wirtschaft, Verwaltung und anderen Stellen und Einrichtungen vertreten werden. Über die Emailadresse arbeitskreis@zsl-giessen.de können gerne weitere Rückfragen an das Zentrum gerichtet werden.
Das Zentrum weist darauf hin, dass der Verein auf Spenden angewiesen ist. Wir bitten um Unterstützung unserer Arbeit als Interessenvertretung und für den Beratungsdienst. Mit jeder Spende wird die Selbstbestimmt-Leben-Bewegung vor Ort gestärkt und damit auch das selbstbestimmte Leben von Menschen mit Behinderung.Zentrum lädt ein zum Gespräch über lokale Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention | Gießen | Gießener Zeitung

2012-04-16

Unüberwindliche Treppenstufen - badische-zeitung.de

Unüberwindliche Treppenstufen

Zwar werden behinderte Frauen besonders häufig Opfer von Gewalt, doch sind Beratungsstellen gerade für sie schwer zugänglich.
  1. Der Rollstuhl bremst aus. Foto: Kunz


Wenn eine Frau den Weg zu Beate Biederbick gefunden hat, dann hat sie schon viele Hindernisse überwunden. Die Sexualberaterin berichtet von einer Frau, die in einer Behinderteneinrichtung immer wieder von einem Pfleger missbraucht wurde. Erst nach einem Jahr wandte sie sich per E-Mail an die Freiburger Beratungsstelle "Wildwasser". Doch ein Besuch dort war für die Rollstuhlfahrerin wegen der Treppenstufen im Haus unmöglich. Ein halbes Jahr lang traf sie sich mit Biederbick an verschiedenen Orten, bis sie den Mut fand, mit der Einrichtungsleitung zu reden.

Behinderte Frauen sind ihr ganzes Leben über deutlich häufiger von allen Formen von Gewalt betroffen als der Durchschnitt aller Frauen, wie eine neue Studie der Universität Bielefeld im Auftrag des Bundesfamilienministeriums ergab. Liebe & Familie: Unüberwindliche Treppenstufen - badische-zeitung.de

2012-02-15

Neuausrichtung der Pflege greift zu kurz - ISL e.V.

Neuausrichtung der Pflege greift zu kurz

Montag, den 13. Februar 2012 um 08:19 Uhr
Porträt von Uwe FrevertDie Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben (ISL) hat den Referentenentwurf eines Gesetzes zur Neuausrichtung der Pflegeversicherung (Pflege - Neuausrichtungsgesetz - PNG) in der heutigen Anhörung in Berlin als „vollkommen unzureichend“ kritisiert: „Der vorliegende Referentenentwurf lässt folgendes Szenario vor dem inneren Auge entstehen“ führt ISL-Vorstandsmitglied Uwe Frevert aus: „Angesichts eines Flächenbrandes beschränkt sich die Feuerwehr darauf, den Brand zu beobachten und zu beschreiben, ohne einzugreifen. Erst wenn die Flammen bereits die Hälfte eines Hauses verbrannt haben, wird versucht, in diesem Haus das Feuer zu löschen. Weitere Maßnahmen zur Eindämmung des Brandes werden mit Blick auf einen baldigen Schichtwechsel nicht ergriffen.“

Die ISL begrüße zwar das Grundanliegen des vorliegenden Referentenentwurfs, auch Menschen mit eingeschränkter Alltagskompetenz aufgrund von demenziellen Erkrankungen und ihren Angehörigen einen Leistungsbezug aus der Pflegeversicherung zu ermöglichen. Gleichzeitig aber, so Frevert, müsse man vier Hauptkritikpunkte benennen:
 Erstens werde die UN-Behindertenrechtskonvention (BRK) im gesamten Referentenentwurf nicht erwähnt und nicht umgesetzt, obwohl pflegebedürftige Menschen behindert sind, auch wenn sie keinen Behindertenausweis besitzen. Zweitens fehle ein Gesamtkonzept, das den Pflegebedürftigkeitsbegriff, der bereits bis 2009 von einer Expertenkommission erarbeitet wurde, umsetzt. Drittens finde sich die seit langem geforderte Teilhabeorientierung des Pflegebedürftigkeitsbegriffs in dem Referentenentwurf nicht wieder. Viertens fehle eine grundsätzliche Neuorientierung von Pflege in Deutschland, die angesichts des demographischen Wandels den Bereich der Pflege zukunftsfähig konzipiert.

Als einen positiven Aspekt am Referentenentwurf schätzt die ISL jedoch ein, dass die Pflegekassen verpflichtet werden, vertragliche Vereinbarungen mit „unabhängigen und neutralen Beratungsstellen“ abzuschließen:
Neuausrichtung der Pflege greift zu kurz - ISL e.V.

2011-12-22

Sankt Augustin: Lotse für Menschen mit Behinderung - Pressemeldungen und Nachrichten aus NRW

Sankt Augustin: Lotse für Menschen mit Behinderung

Pressemeldung vom 21. Dezember, 2011, 4:05 pm
Sankt Augustin – Gisela Albrecht, ehrenamtliche Behindertenbeauftragte der Stadt Sankt Augustin, hat in der Zeit zwischen Mai und Oktober 2011 zusammen mit 16 weiteren Teilnehmer/Innen aus dem Rheinland mit Erfolg an einer Schulung zur Lotsin für Menschen mit Behinderung teilgenommen.
Die Schulung ist Bestandteil des Pilotprojektes "Hilfe zur Selbsthilfe vor Ort – Lotse/Lotsin für Menschen mit Behinderung", das vom nordrhein-westfälischen Ministerium für Arbeit, Integration und Soziales gefördert wird und die Stärkung und Qualifizierung von ehrenamtlich tätigen Menschen in der Behindertenselbsthilfe zum Ziel hat. Für das Rheinland wird das Projekt vom Zentrum für selbstbestimmtes Leben Köln in Kooperation mit dem Arbeitnehmerzentrum Königswinter durchgeführt.
In der Schulungsmaßnahme, wurden Inhalte des Sozialrechts sowie Methoden zur Beratung von Menschen mit Behinderungen und chronischen Erkrankungen vermittelt. Ziel der Lotsenschulung ist der Aufbau eines Netzes von ehrenamtlichen Ansprechpartnern in Nordrhein-Westfalen, die Menschen mit Behinderungen und/oder chronischen Erkrankungen bei der Realisierung ihrer sozialrechtlichen Ansprüche unterstützen sollen.
Der nordrhein-westfälische Landesbehindertenbeauftragte Norbert Killewald überraschte die 17 frisch zertifizierten Lotsinnen und Lotsen an seinem freien Tag und würdigte dadurch ganz besonders das Engagement der Ehrenamtler.
Gisela Albrecht bietet ihre Beratung im Rahmen ihrer wöchentlichen Sprechstunde, montags von 15.00 Uhr bis 16.30 Uhr im Rathaus der Stadt Sankt Augustin, Raum 009 an. Sie ist dort auch telefonisch erreichbar unter 02241/243-401.
Über die Homepage www.lotsen-nrw.de erreichen Sie auch weitere Mitglieder dieses Netzwerkes. Gisela Albrecht können Sie persönlich ansprechen unter der E-Mail-Adresse g.albrecht@lotsen-nrw.de.
Quelle: Stadt Sankt Augustin
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2011-12-18

Schluss mit der Berührungsangst - Reutlinger General-Anzeiger - Region Reutlingen - Neckar + Erms

Einbindung - Verein »WIM« will sich öffnen. »MIT«-Beratungsstelle vernetzt Menschen mit und ohne Behinderung

Schluss mit der Berührungsangst

VON LENA KROENLEIN UND MARKUS PFISTERER
METZINGEN. Raus aus dem Nischendasein. Rein in die Gesellschaft. Trotz körperlichem oder geistigem Handicap. Ziele des Vereins »Wohnen für Menschen mit Behinderung« (WIM). Und der Metzinger Beratungsstelle für Inklusion und Teilhabe (MIT). Letztere gibt es seit Anfang März. Als Projekt besteht sie vorerst nur für drei Jahre. Zur Hälfte von der Paul-Lechler-Stiftung finanziert; zu je einem Viertel von der Bruderhaus-Diakonie und dem WIM.

Schluss mit der Berührungsangst - Reutlinger General-Anzeiger - Region Reutlingen - Neckar + Erms

2011-11-09

Neue Presse Coburg | Mit kreativen Ideen Barrieren überwinden

Mit kreativen Ideen Barrieren überwinden

Eine Ausstellung in der Sparkasse Kronach widmet sich der Barrierefreiheit. Sie zeigt Möglichkeiten, diese zu erreichen. Das Thema ist angesichts der Altersentwicklung akut.

Rainer Ludwig über die Ausstellung
  • Der Küpser Bürgermeister Herbert Schneider ließ sich nach der Ausstellungseröffnung von Maria Böhmer beraten. Im Bild (von links): Rainer Ludwig, Hans Simon, Hans Dörr, Maria Böhmer, Herbert Schneider, Egon Herrmann und Robert Porzelt. Foto: Bellazrak
Kronach - Mit der Wanderausstellung "Barrierefrei bauen" der entsprechenden Beratungsstelle der bayerischen Architektenkammer hat sich die Sparkasse eine interessante Schau nach Kronach in ihre Hauptstelle geholt. Bauherren, Architekten und Behörden können hier Lösungsansätze für ihre Bauvorhaben finden. Gebietsdirektor Robert Porzelt und Rainer Ludwig, Leiter der Abteilung Kommunikation bei der Sparkasse Kulmbach-Kronach, hießen am Dienstagnachmittag neben dem kleinen aber kompetenten Kreis der Besucher einige Landkreisbürgermeister, den Vizepräsidenten der bayerischen Architektenkammer, Hans Dörr, sowie die Architektin Maria Böhmer, Mitglied der Beratungsstelle Barrierefreies Bauen in Nürnberg, willkommen.
Gerade bei energetischen Maßnahmen am Neubau komme es in den Beratungsgesprächen darauf an, dass man konkrete Hilfestellungen für zukunftsorientierte und nachhaltige Maßnahmen geben könne, erklärte Rainer Ludwig. Zum Thema Nachhaltigkeit gehöre neben Umwelt- und Klimaschutz sowie der Nutzung alternativer Energiequellen ohne Zweifel auch das barrierefreie Bauen. Mittels der Ausstellung könne man die Kunden sehr gut darüber informieren.
Dass das Thema barrierefreies Bauen alle angehe, zeige die Ausstellung. "Sie befasst sich mit einem exemplarischen Tagesablauf von Menschen mit Behinderungen, älteren Menschen und Familien mit Kindern - von der Morgentoilette über Schulbesuche, Behördengänge und dem Einkaufen bis zur Freizeitgestaltung zu Hause", meinte Ludwig. Auf 16 Schautafeln werde gezeigt, mit welchen Hindernissen die Betroffenen täglich konfrontiert würden, aber auch, wie man mit architektonischen Mitteln solche Problemstellungen beheben könne. "Ich wünsche mir, dass wir mit dieser Ausstellung den Blick für die notwendigen Maßnahmen schärfen können, um in der Gesamtheit Verbesserungen in Sachen Barrierefreiheit zu erreichen", sagte Ludwig.
"Man könnte meinen, die Welt hat keine Barrieren mehr, wir haben Mittel und Wege gefunden, um uns frei zu bewegen. Wenn aber was zu transportieren oder zu schieben ist, oder wir selbst das Alter spüren, merken wir erst, dass es eine ganze Menge Barrieren wie Schwellen, Unebenheiten oder Quergefälle gibt", meinte Hans Dörr.

Neue Presse Coburg | Mit kreativen Ideen Barrieren überwinden

2011-11-06

„Wir sind noch weit weg von einer Inklusion in Oranienburg“ - Bilanz des Arbeitskreises / 6660 Einwohner der Stadt mit Behinderung / Betroffene fordern grundsätzliches Umdenken - Märkische Allgemeine - Nachrichten für das Land Brandenburg

05.11.2011

BEHINDERTENARBEIT: „Wir sind noch weit weg von einer Inklusion in Oranienburg“

Bilanz des Arbeitskreises / 6660 Einwohner der Stadt mit Behinderung / Betroffene fordern grundsätzliches Umdenken


ORANIENBURG - Statt vieler Programme wünscht sich Helga Brunisch vor allem eines: Veränderung. „Und, dass Gleichberechtigung für Behinderte in den Köpfen verankert und im Alltag normal ist. Wir sind noch weit weg von einer Inklusion in Oranienburg“, beklagte die Rollstuhlfahrerin gestern Nachmittag beim Resümee der letzten zwölf Monate des Arbeitskreises für Belange behinderte Menschen in Oranienburg (Akbo). Dieser existiert seit fünf Jahren.
Derzeit leben von den rund 42 000 Einwohnern der Stadt knapp 5000 mit einer Behinderung von mehr als 50 Prozent. Weitere 1660 müssen mit geringen Einschränkungen leben, so Birgit Jende, Akbo-Sprecherin. Die Betroffenen finden beim Behindertenbeauftragten der Stadt, Holger Dreher, Rat und Hilfe: dienstags von 9 bis 12 und 14 bis 17 Uhr und donnerstags von 9 bis 12 Uhr. Ob in rechtlichen Fragen, bei der Suche nach zuständigen Ämtern oder beim Ausfüllen von Anträgen. Zudem ist Dreher bei Neubauvorhaben in der Stadt involviert. Hat ein Auge auf die Barrierefreiheit. Auch bei der geplanten Comeniusschule, beim Straßenbau oder der neuen Stadtbibliothek, so Vizebürgermeisterin Kerstin Kausche.
„Wir sind noch weit weg von einer Inklusion in Oranienburg“ - Bilanz des Arbeitskreises / 6660 Einwohner der Stadt mit Behinderung / Betroffene fordern grundsätzliches Umdenken - Märkische Allgemeine - Nachrichten für das Land Brandenburg

2011-10-31

Hilfe: Wichtige Anlaufstelle für psychisch Kranke - Nachrichten Neuburg - Augsburger Allgemeine

Wichtige Anlaufstelle für psychisch Kranke

30 Jahre Sozialpsychiatrischer Dienst der Caritas in Ingolstadt
Im „Depressionsraum“ wurden bei einer Ausstellung anlässlich des Jubiläums durch dunkle enge Gänge, ein trostloses Inventar und deprimierende Gedankenspiralen, über Kopfhörer die Symptome einer Depression erlebbar gemacht.
Foto: Foto: Caritas
Ingolstadt Die Beratungsstelle für psychische Gesundheit der Caritas in Ingolstadt feiert dieses Jahr ihr 30-jähriges Bestehen. Ausgangspunkt für die Errichtung dieses Sozialpsychiatrischen Dienstes war die Psychiatriereform in den Siebzigerjahren.
Seinerzeit hatte eine Psychiatrie-Enquête-Kommission die Bedingungen in stationären Einrichtungen für psychisch kranke und behinderte Menschen kritisiert und gefordert, dass seelisch kranke Menschen prinzipiell genauso optimale Hilfe erfahren müssten, wie körperlich Kranke.

Hilfe: Wichtige Anlaufstelle für psychisch Kranke - Nachrichten Neuburg - Augsburger Allgemeine


 

Psychiatrie„reform“ auf Abwegen

Dienstag, 27. Januar 2009
Daran nehmen wir Anstoß:
Die Psychiatriereform der 1970er- und 1980er-Jahre bedeutete einen Quantensprung für die Qualität psychiatrischer Behandlung und Versorgung. Die Lebensqualität, besonders der so genannten chronisch Kranken, verbesserte sich erheblich. Respekt vor den Pionieren und ihren Leistungen damals! Aber jetzt sind wir eine Generation weiter, und die Reformanstrengungen lassen nach. Die Reform muss aber fortgesetzt werden, denn die Lösungen von gestern sind die Herausforderungen der Gegenwart. Psychiatriereform ist heute vielleicht weniger spektakulär als damals, aber genauso notwendig!
Hintergrund:
Anfang der 1970er-Jahre wurde, auch in Deutschland, kritisiert, was für die überwiegende Anzahl psychisch erkrankter Menschen Versorgungsnormalität war: Landeskliniken mit riesigen Einzugsgebieten, monströse Anstalten in erbärmlichem Bauzustand, mit verkrustetem Management, demotiviertem Personal – kurz und schlecht, mit allen Symptomen der „totalen Institution“ (Erving Goffman). Es war gut und richtig, die Patientinnen und Patienten aus dieser Perspektivlosigkeit herauszuholen. Heute haben wir leistungsfähige, ausdifferenzierte gemeindepsychiatrische Netzwerke. Aber auch die haben ihre Tücken und sind teilweise schon etwas „in die Jahre gekommen“. Die rasante gesellschaftliche Entwicklung der letzten Jahre stellt zusätzlich neue Herausforderungen.
Beispiel:
Neben ungelösten alten Problemen wachsen neue nach:
■ Psychiatrie-Erfahrene beklagen die Isolation im „ambulanten Ghetto“;
■ schwer beeinträchtigte Menschen fallen aus dem psychiatrischen Hilfesystem heraus in die Obdachlosenhilfe;
■ ungebrochen ist der Boom der Heime – trotz der gesetzlichen Vorgabe „Ambulant vor stationär“;
■ ein spezieller „Markt“ hat sich für geschlossene Heimplätze gebildet – bei steigender Nachfrage ist mit einer Ausweitung der Plätze zu rechnen;
■ durch die Deckelung der Krankenhausbudgets mithilfe der Bundes- pflegesatz verordnung wird die Psychiatrie-Personalverordnung (PsychPV) ausgehebelt;
■ die zunehmende Spezialisierung klinischer Bereiche konterkariert integrative und milieutherapeutische Behandlungsansätze;
■ permanent im „Aufwind“ ist die forensische Psychiatrie, in die doppelt so viele Patienten abgeschoben werden wie noch vor zehn Jahren.(...)
Die DGSP fordert:
■ Das Schlagwort „Inklusion“ muss endlich mit Leben erfüllt werden:
Menschen nicht erst ausgrenzen, um sie dann mühsam wieder zu rehabilitieren. Inklusion muss psychisch kranken Menschen erlauben, ihr Anderssein, ihre Einzigartigkeit leben zu können, wo und wie sie möchten.

Psychiatrie„reform“ auf Abwegen

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