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2013-10-30

DBSV - dbsv-direkt Nr. 49-13 DBSV nutzt Gunst der Koalitionsverhandlungen

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dbsv-direkt Nr. 49-13 DBSV nutzt Gunst der Koalitionsverhandlungen

Von: Irene Klein
29.10.13

Wenn in Berlin die politischen Karten neu gemischt werden, sind Lobbyaktivitäten gefragt. Der DBSV nutzt die Gelegenheit und wirbt dafür, drei grundlegende Themen auf die Agenda der Behindertenpolitik zu setzen. Lesen Sie hier das Schreiben, das Anfang dieser Woche an die Mitglieder der Arbeitsgruppe Arbeit und Soziales ging:


Sehr geehrte Damen und Herren,

in den vergangenen Tagen hat der Verwaltungsrat – das höchste Organ zwischen den Verbandstagen des Deutschen Blinden- und Sehbehindertenverbandes – getagt. Im Ergebnis möchten wir uns heute mit den folgenden drei Anliegen für die aktuellen Koalitionsverhandlungen und die bevorstehende Legislatur an Sie wenden:

1. Schaffung eines Bundesteilhabegesetzes
Der DBSV hat zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention die Entwicklung eines Teilhabegesetzes durch das Forum der behinderten Juristen und Juristinnen (FBJJ) unterstützt. Der DBSV trägt folglich den im Mai präsentierten Entwurf eines Gesetzes für soziale Teilhabe des FBJJ mit. Es ist der einzige Lösungsansatz, der über Eckpunkte hinausgeht und bereits ausgearbeitet ist, und es ist der einzige Lösungsansatz, der von Selbstbetroffenen vorgelegt wurde. Im September wurden nun auch Eckpunkte der Länder-AG der Arbeits- und Sozialministerkonferenz zur Schaffung eines Bundesleistungsgesetzes veröffentlicht. Vor diesem Hintergrund spricht sich der DBSV dafür aus, in Zusammenarbeit mit den Ländern zu Beginn der Legislaturperiode ein Bundesteilhabegesetz zu erarbeiten, das sich an der UN-BRK orientiert. Dabei sollen die Hilfen für behinderte Menschen einkommens- und vermögensunabhängig sowie bedarfsdeckend gestaltet, ein Bundesteilhabegeld eingeführt und Expertinnen und Experten behinderter Menschen und ihrer Verbände intensiv und frühzeitig am Gesetzgebungsprozess beteiligt werden.
(siehe auch  Externer Link www.teilhabegesetz.org)

2. Initiativen für mehr Barrierefreiheit
Es ist eine Herausforderung des demografischen Wandels wie auch ein Erfordernis der UN-BRK, die Schaffung weitgehender Barrierefreiheit zu einem strategischen Ziel zu machen. Zur Erreichung dieses Ziels sprechen wir uns für die Schaffung einer unabhängigen Fachstelle für Barrierefreiheit aus. Der Deutsche Behindertenrat hat dafür bereits einen Umsetzungsvorschlag zur Erweiterung des Behindertengleichstellungsgesetzes (BGG) formuliert, dem wir uns anschließen. Darüber hinaus halten wir es für erforderlich, das BGG nach 12 Jahren insgesamt zu überarbeiten und zu aktualisieren. Ziele der Überarbeitung müssen u. a. sein: Sicherung der Barrierefreiheit im Zusammenhang mit der digitalen Revolution und der „digitalen Agenda“ der neuen Bundesregierung, Vorgaben für mehr Barrierefreiheit im privatrechtlichen Bereich, Stärkung der Position betroffener Personen und ihrer Verbände bei den Verfahren zur Erlangung von mehr Barrierefreiheit.

3. Schaffung des Merkzeichens TBL
Taubblinde Menschen brauchen
• Dolmetschleistungen für die Kommunikation mit Lormen, Abtasten von Gebärden oder Schrift;
• persönliche Assistenz, um sich außer Haus bewegen und den Alltag bewältigen zu können;
• Hilfsmittel, die beispielsweise Uhrzeit, Türklingel, Internetseiten und Briefe vermitteln;
• ein Merkzeichen „Tbl“ im Schwerbehindertenausweis als Nachweis ihrer speziellen Behinderung.
Wir regen an, als Basis für alle weiteren Aktivitäten, im Koalitionsvertrag die Schaffung eines Merkzeichens TBL im Schwerbehindertenausweis als Nachweis der speziellen Behinderung taubblinder Menschen zu verankern.

Mit freundlichen Grüßen
Andreas Bethke
Geschäftsführer des DBSV
DBSV - dbsv-direkt Nr. 49-13 DBSV nutzt Gunst der Koalitionsverhandlungen

2011-12-31

DBS - Wir können noch mehr



Wir können noch mehr
2012 soll ein glänzendes Jahr werden.

„GOLD – du kannst mehr als du denkst“ – dieser Filmtitel sagt aus, was wir wollen: noch mehr Menschen mit Behinderungen für Bewegung und Sport in Gemeinschaft begeistern und die öffentliche Anerkennung für den Behinderten-, Rehabilitations- und Präventivsport steigern.
2011 haben wir auf 60 Jahre des deutschen Behindertensports zurückgeblickt. Die erste Darstellung unserer Geschichte vom Versehrtenturnen über den Blinden-, Gehörlosen- und Taubstummensport bis zu den Paralympics ist als Buch erschienen*. Darin werden die Leuchtpunkte, aber auch die Schattenseiten unserer Entwicklung geschildert.
Nun wird der Film GOLD gedreht, der Leben und Sport von drei internationalen Spitzenathleten mit Behinderungen zeigt. Er wird im Frühjahr 2013 in den Kinos anlaufen**.
Blickpunkt und Höhepunkt dieses Sportjahres sind für uns die Paralympics in London, die den Olympischen Spielen folgen. Unsere Sportlerinnen und Sportler werden Aufsehen erregende Wettkämpfe bestreiten und damit dem Behindertensport Auftrieb verschaffen.
Obwohl die Mitgliederzahl des Deutschen Behindertensportverbands (DBS) ständig steigt, auf bald 600 000 !, sehen wir, dass Menschen mit Behinderungen prozentual viel weniger in Sportvereinen organisiert sind als die Gesamtbevölkerung im Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB), zu dem auch wir gehören. Also wollen wir den Schwung der Paralympics und die Aussicht auf GOLD nutzen, um mit attraktiven Angeboten die Zahl der bei uns Sport Treibenden zu erhöhen. (...)

DBS


Hier finden Sie
das Positionspapier zur
UN-Behindertenrechtskonvention 
 DBS
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