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2012-08-01

Der Bürgerverein Wesselbach setzt sich weiter für einen barrierefreien Bahnhof in Hohenlimburg ein.: 107.7 Radio Hagen

01.08.2012 06:30    

Der Bürgerverein Wesselbach setzt sich weiter für einen barrierefreien Bahnhof in Hohenlimburg ein.

Ursprünflich hatte die Deutsche Bahn dort entsprechende Aufzüge eingeplant. Die Umsetzung lässt jedoch auf sich warten. Der Bürgerverein durchsetzen, dass auf der Strecke vor dem Bahnhof eine Weiche gebaut wird. Dadurch könnte der Personenverkehr in beiden Richtungen über das barrierefrei erreichbare Gleis 1 abgewickelt werden. Die Kosten für den Bau der Aufzüge und für die regelmäßige Wartung würden so entfallen. Daneben geht es Peter Spohr vom Bürgerverein auch um die direkten Anwohner am Bahnhof.

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2011-09-09

Fall Peggy - Zweifel am perfekten Mord - Bayern - sueddeutsche.de

Fall Peggy Zweifel am perfekten Mord

09.09.2011, 17:45
Von Olaf Przybilla
Keine Leiche, keine DNS-Spur: Vor zehn Jahren soll einem geistig behinderten jungen Mann im fränkischen Lichtenberg der perfekte Mord gelungen sein. Doch das Urteil im Fall Peggy bewegt noch immer viele Menschen. Anwälte und Bürger haben Zweifel an der Schuld von Ulvi K. - und kämpfen für eine Wiederaufnahme des Verfahrens.
Am 7. Mai 2001 soll es in Oberfranken den perfekten Mord gegeben haben. Höchstens eine Stunde hatte der Täter Zeit, währenddessen soll er die neun Jahre alte Peggy aus Lichtenberg ermordet und die Leiche so gut versteckt haben, dass sich in den Wäldern und Tümpeln rings um die fränkische Kleinstadt keine Spur fand. Die Kameras der Tornados fanden nichts, an der Kleidung des später verurteilten Täters fand sich nichts, kein noch so kleiner DNS-Rest. Drei Jahre nach dem Verschwinden des Mädchens wurde ein junger Mann des Verbrechens schuldig gesprochen: der geistige behinderte Wirtssohn Ulvi, dem zu jener Zeit die geistige Reife eines Zehnjährigen attestiert wurde. Einem Jungen von sehr schlichtem Verstand ist also im Jahr 2001 der perfekte Mord gelungen.
ULVI K. 
Ulvi K. wurde 2004 wegen Mordes zu lebenslanger Haft verurteilt. Jetzt mehren sich die Zweifel. (© AP)
Wirklich? Zehn Jahre sind seit Peggys Verschwinden vergangen, selbst über die perfidesten Kapitalverbrechen wächst üblicherweise Gras in so einer Zeit. In Oberfranken aber füllt das Thema heute noch ganze Seiten in der örtlichen Presse. In Lichtenberg, nordwestlich von Hof gelegen, engagiert sich seit sieben Jahren eine Bürgerinitiative für die Freilassung Ulvis. Empörte Bürger sind nach Urteilen in Mordprozessen nichts besonderes, nur erhebt sich Volkes Stimme normalerweise dann, wenn schwer Verdächtige auf freien Fuß kommen - aus Mangel an Beweisen und weil es den Grundsatz gibt: im Zweifel für den Angeklagten. In der Sache Ulvi ist das anders. Da versuchen Bürger, einen Mann aus der Haft zu bekommen und lassen nichts unversucht.
Gudrun Rödel hat Ulvi K. nie kennengelernt. Sie stammt nicht aus Lichtenberg, sie lebt nicht in Lichtenberg und war nicht im Gerichtssaal, als Ulvi schuldig gesprochen wurde. Warum steht sie - zehn Jahre nach dem Verschwinden eines Mädchens - einer Bürgerinitiative pro Ulvi vor? Zu der Zeit, als sich Ulvi vor Gericht verantworten musste, sei sie berufstätig gewesen, sagt Gudrun Rödel, als Sekretärin in einem Anwaltsbüro. Als sie das nicht mehr war, habe sie sich eingelesen in den Fall, mit Gerichtsprozessen kenne sie sich ein wenig aus: "Aber diese Akten sind erschütternd." Man habe in Oberfranken nie aufgehört, für Ulvi zu kämpfen - und man werde auch nicht aufhören, für ihn zu kämpfen. "Aufhören können wir nicht", sagt Gudrun Rödel, "und dass wir Michael Euler kennengelernt haben, ist für uns alle ein Segen."
Euler ist Rechtsanwalt in Frankfurt, kürzlich wurde er vom Landgericht Bayreuth als Pflichtverteidiger Ulvis für ein mögliches Wiederaufnahmeverfahren beigeordnet. Auch wenn das Gericht seither betont, dies sei mitnichten als Präjudiz zu deuten, dass die Causa Ulvi tatsächlich wieder aufgerollt wird: in Franken reagieren viele wie elektrisiert. Der Anwalt ist nicht bemüht, diese Hoffnungen zu dämpfen: "Nach dem Studium der Akten kann ich eines sagen: Ulvi war es nicht, da sitzt ein Unschuldiger in Haft."

Fall Peggy - Zweifel am perfekten Mord - Bayern - sueddeutsche.de
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