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2012-10-31

Freiheitskämpfer für Selbstbestimmung und Menschlichkeit -- kobinet


31.10.2012 - 10:33

Freiheitskämpfer für Selbstbestimmung und Menschlichkeit.

Von Sascha Lang

Hesperange/Luxemburg (kobinet) „Da beim ersten Mal meine Bemühungen nicht ausreichten, beschloss ich zum zweiten Mal in den Hungerstreik zu treten. Dort sind mir dann etwa 10 Mitstreiter gefolgt.“

Diese Worte kommen nicht etwa von einem historisch allseits bekannten Freiheitskämpfer wie Mahatma Gandhi oder Nelson Mandela, sondern von Marcel Nuss, 57, der in Frankreich nun seit Jahrzehnten mit schwersten Beeinträchtigungen samt Pflegebett und Beatmungsgerät lebt und am letzten Samstag auf Einladung der Organisation Nëmme Mat Eis! und der Abteilung Behinderter Arbeitnehmer des OGB-L im Centre Culturel Nicolas Braun in Hesperange referierte.

„Als 2001 nach 23 Jahren Ehe meine Frau beschloss, sich von mir scheiden zu lassen, hatte ich die Wahl: Entweder würde ich bis ans Ende meiner Tage in einer Einrichtung verkommen, oder ich musste von der Regierung ein grundlegendes Umdenken erkämpfen.“
Freiheitskämpfer für Selbstbestimmung und Menschlichkeit -- kobinet

2012-03-28

Wort.lu - UN-Behindertenkonvention: Luxemburg legt Aktionsplan vor

Lëtzebuerg Veröffentlicht am 28.03.12 14:11

UN-Behindertenkonvention: Luxemburg legt Aktionsplan vor

Über 60 Maßnahmen für ein besseres Leben


Der neue Maßnahmenkatalog soll Menschen mit einer Behinderung konkrete Hilfestellungen für den Alltag bieten.
Foto: Shutterstock
(CS) Das Familien- und Integrationsministerium hat am Mittwoch einen Aktionsplan zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention (BRK) vorgelegt, der über 60 Maßnahmen umfasst um das Leben der Menschen mit Behinderung in Luxemburg zu erleichtern.
Die UN-BRK ist die erste rechtsverbindliche Menschenrechtskonvention des 21. Jahrhunderts, die auch in Luxemburg seit Juli 2011 verbindlich ist. So soll der Aktionsplan nicht nur Theorie bleiben, sondern „konkrete Resultate“ bringen, so Ministerin Marie-Josée Jacobs.
Im Jahr 2014 wird Luxemburg der UN einen Bericht vorlegen müssen, wie die BRK bis dahin umgesetzt wurde und welche weiteren Maßnahmen für eine zweite Phase vorgesehen sind. Das Großherzogtum muss die Konvention innerhalb von fünf Jahren nach der Ratifizierung im Jahr 2011 umsetzen.
Der vorgestellte Aktionsplan umfasst 65 verschiedene Maßnahmen, die in neun Arbeitsgruppen mit über 100 Teilnehmern erarbeitet wurde, unter ihnen auch viele Menschen die von einer Behinderung betroffen sind.
Wort.lu - UN-Behindertenkonvention: Luxemburg legt Aktionsplan vor

2011-12-31

LESERFORUM/ Zeitmangel in der Pflege: Alte und Gebrechliche sind keine Spielzeugpuppen - Das Problem des Personals der Hilfsorganisationen ist deren Zeit - News - Luxprivat

31.12.2011 / LESERFORUM/ Zeitmangel in der Pflege: Alte und Gebrechliche sind keine Spielzeugpuppen

Das Problem des Personals der Hilfsorganisationen ist deren Zeit

Es geht nicht mehr mit rechten Dingen zu. Da ich körperliche Probleme habe, bin ich schon länger auf Hilfe angewiesen. Deshalb habe ich eine Hilfsorganisation, die täglich zu mir nach Wiltz kommt. Aber die Personen, die mir eigentlich helfen sollen, kann ich nicht verstehen. Es sind Portugiesen, Belgier, Franzosen, Jugoslawen und Tunesier. Nur Luxemburger habe ich noch keine gesehen. Offensichtlich wollen die nicht mehr arbeiten. Aber darum geht es nicht.
Das Problem des Personals der Hilfsorganisationen ist deren Zeit. Immer bekomme ich von ihnen zu hören: „Ich hab‘ keine Zeit!“ Oft erledigen sie ihre Arbeit nur zu einem Teil. Ich werde gewaschen, die Stellen wo sie nur schlecht dran kommen oder ihnen unangenehm sind werden einfach ausgelassen. Wenn ich etwas sage, wird es ignoriert. Wenn man Glück hat, bekommt man gesagt: „Das machen wir dann morgen.“
Auch sonst geht vieles schief!
LESERFORUM/ Zeitmangel in der Pflege: Alte und Gebrechliche sind keine Spielzeugpuppen - Das Problem des Personals der Hilfsorganisationen ist deren Zeit - News - Luxprivat

2011-11-15

Luxemburg: Aktionsplan zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention

Communiqué
Barrierefreiheit, Selbstbestimmung, Inklusion – Aktionsplan zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention
15-11-2011

Vers le niveau supérieur
Zu einem vorerst letzten Treffen haben sich am 12. November in Remich ungefähr 70 Interessierte – Menschen mit Behinderungen und deren Angehörige, persönlich engagierte Frauen und Männer, Mitarbeiter von sozialen Dienststellen und Vertreter einzelner Ministerien, – zusammengefunden. Ziel des Tages war es, am Aktionsplan weiter zu arbeiten, mit dem die Bestimmungen der UN-Behindertenrechtskonvention (UN-BRK) in Luxemburg umgesetzt werden sollen. Die UN-BRK ist am 26. Oktober 2011 für Luxemburg in Kraft getreten.
Für jeden, der bei diesen Treffen aktiv mitwirkte, ist klar, dass Menschen mit Behinderungen keine Objekte der Fürsorge sind – so wie sie in der Vergangenheit allzu oft angesehen wurden – sondern dass behinderte Menschen aktiv handelnde Subjekte sind, die Recht auf Selbstbestimmung haben. Dieser Aspekt soll dann auch im Aktionsplan zum Tragen kommen.
Nach vielen ergebnisreichen Arbeitsstunden im kleinen Kreis, nach erfolgreichen Konzertierungs- und Konsensfindungsgesprächen mit den zuständigen Ministerien hieß es am Samstag für die meisten Gruppen den letzten Feinschliff an ihren Arbeitstext anbringen.
Viele verschiedene Themen wurden angesprochen, von der Sensibilisierung bis hin zur Barrierefreiheit, vom Recht auf Bildung bis hin zum Recht auf Selbstbestimmung. Die fertig gestellten Arbeitstexte sollen nun zu einem Gesamtpaket zusammengeschnürt werden. Auf den in enger Zusammenarbeit mit der Zivilgesellschaft ausgearbeiteten Aktionsplan werden hohe Erwartungen gesetzt. Er wird in den kommenden Wochen der Luxemburger Regierung zur Annahme vorgelegt. Anfang 2012 soll der Fünfjahresplan dann einer breiten Öffentlichkeit vorgestellt werden.
Interessierte können sich beim Familienministerium melden:

Barrierefreiheit, Selbstbestimmung, Inklusion – Aktionsplan zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention

2011-10-14

Ministère de la Famille et de l'Intégration // Luxembourg - Auf dem Weg in eine selbstbestimmte Zukunft – Aktionsplan zur Verbesserung der Lebensbedingungen von Menschen mit Behinderungen

Auf dem Weg in eine selbstbestimmte Zukunft – Aktionsplan zur Verbesserung der Lebensbedingungen von Menschen mit Behinderungen
01-10-2011

Vers le niveau supérieur
Auf dem Weg in eine selbstbestimmte Zukunft – Aktionsplan zur Verbesserung der Lebensbedingungen von Menschen mit Behinderungen
Zum dritten Mal seit April haben sich am 1. Oktober in Remich rund 100 Interessierte, Menschen mit Behinderungen und deren Angehörige, persönlich engagierte Frauen und Männer, Mitarbeiter von sozialen Dienststellen und Vertreter einzelner Ministerien, zusammengefunden. Gemeinsames Ziel ist es einen Aktionsplan auszuarbeiten, der die Bestimmungen der UN-Behindertenrechtskonvention (UN-BRK) an die luxemburgischen Gegebenheiten anpasst und wirksam umsetzt.
UNO
Für jeden, der bei diesen Treffen aktiv mitwirkte, ist klar, dass Menschen mit Behinderungen keine Objekte der Fürsorge sind – so wie sie in der Vergangenheit allzu oft angesehen wurden – sondern dass behinderte Menschen aktiv handelnde Subjekte sind, die Recht auf Selbstbestimmung haben.
Der Weg zu mehr Autonomie und Inklusion in allen Bereichen des täglichen Lebens – zwei der wichtigsten Pfeiler der UN-BRK – führt unweigerlich über die Einbindung von Menschen mit Behinderungen in den Entscheidungsprozess. Neue Konzepte, die das Leben von einzelnen Gruppen verändern sollen, müssen zusammen mit betroffenen Menschen ausgearbeitet werden. Genau das passiert im Moment in Luxemburg: durch die Mitarbeit am Aktionsplan legen Menschen mit Behinderungen die Weichen für eine selbstbestimmte Zukunft.

Ministère de la Famille et de l'Intégration // Luxembourg - Auf dem Weg in eine selbstbestimmte Zukunft – Aktionsplan zur Verbesserung der Lebensbedingungen von Menschen mit Behinderungen

2011-08-21

09.08.2011, UN-Behindertenrechtskonvention

09.08.2011

Veröffentlichung des Ratifikationsgesetzes der UN-Behindertenrechtskonvention.

Am 13. Juli 2011 wurde in Luxemburg die UN-Behindertenrechtskonvention, die bereits im März 2007 vom luxemburgischen Staat unterzeichnet wurde, ratifiziert. Es handelt sich hierbei um das Übereinkommen und das Zusatzprotokoll, die 2006 in New York von den Vereinten Nationen verabschiedet wurden. Luxemburg verpflichtet sich damit, die in der UN-Konvention festgelegten Bestimmungen auf nationaler Ebene umzusetzen, d.h. dass die fundamentalen Menschenrechte an die Bedürfnisse von Personen mit einer Behinderung angepasst werden.

Das Gesetz vom 28. Juli 2011 zur UN-Behindertenrechtskonvention wurde am 9. August 2011 im MEMORIAL (Amtsblatt des Großherzogtums Luxemburg) A N° 169 veröffentlicht.

Das Gesetz definiert die Menschenrechtskommission, das "Centre pour l'égalité de traitement" und den Ombudsman als offizielle Kontrollmechanismen.

UN-Behindertenrechtskonvention in Englisch, Französisch, Portugiesisch, usw.

Den Gesetzestext in französischer Sprache finden Sie hier im PDF Format.

110728_luxcrpd_ratif_convention_onu.pdf (154.98 KB)
110728_luxcrpd_ratif_convention_onu.pdf (154.98 KB)

09.08.2011, UN-Behindertenrechtskonvention

2011-08-05

woxx hebdomadaire - Gegen alle Vorurteile

BEHINDERUNG / SEXUALITÄT
Gegen alle Vorurteile
Christiane Walerich
Behinderte Menschen und Sexualität - nach wie vor ein Tabu. Statt es zu thematisieren und neue Wege, wie die Sexualassistenz, zu beschreiten, ziehen es die Verantwortlichen vor zu schweigen.


Einmal loslassen - für behinderte Menschen ist das Ausleben ihrer Intimität nicht einfach.
"Meine Einschränkungen in der Sexualität bestehen darin, daß ich nicht so einfach flirten kann, und dass ich nicht sehe, was mein Partner von mir will", schreibt ein junger Mann, der als Vollblinder geboren wurde in einem Blog. Charlotte dagegen kam mit einer spinaler Muskelatrophie auf die Welt. Wegen des fortschreitenden Muskelschwunds wurde ihr eine Lebenserwartung von nicht mehr als einem halben Dutzend Jahren vorausgesagt. Heute ist sie Mitte 30 und glückliche Mutter einer gesunden, lebhaften Tochter. Sie wollte nie aufgeben. "Für viele Leute sind wir eben keine Frauen, sondern ?die Behinderten'", berichtet Charlotte im Internet. (..)
Sexualität zwischen Behinderten ist nach wie vor ein Tabu. Zwar schätzt die Gesellschaft zum Teil deren Mut und deren Kraft, von sexuellem Drang und Geschlechtsverkehr will sie jedoch im Zusammhang mit Behinderten nichts wissen. In den Augen vieler werden Behinderte zum Neutrum. Sexualität hat, gerade in einer Zeit, in der Schönheit, Jugend und Fitness groß geschrieben werden, viel mit Ästhetik zu tun. Unkoordinierte Motorik, ein künstlicher Darmausgang liegen so weit außerhalb dieser Normen, dass sich jede Anspielung auf Erotik verbietet. Dabei bedeutet eine körperliche oder geistige Abweichung vom Nichtbehinderten längst nicht, dass generelle menschliche Bedürfnisse nicht mehr vorhanden wären. Behinderte können sie aber nur erfüllen, wenn das "barrierefreie Umfeld", über das auch in Luxemburg viel geredet wird, sich auch auf die Belange von Partnerschaft und Sexualität erstreckt.
Strukturelle Gewalt
In Pflegeheimen und Einrichtungen wurden sexuelle Wünsche von Behinderten bis in die jüngste Zeit als Tabu angesehen - auch, weil die "Aufsichtspflicht" falsch ausgelegt wurde. Problematisch kann es werden, wenn durch Hausordnungen, z.B. Besuchsverbot, ständige Aufsicht durch das Pflegepersonal oder Fehlen von Einzelzimmern und Ausweichräumen Grenzen nicht respektiert werden. Behinderte Menschen werden in Institutionen oft gerne mit allen möglichen Alltagsangeboten beschäftigt, die Lebensthemen Liebe, Partnerschaft, Sexualität dabei aber vermieden. Und das obwohl Zuneigung, körperliche Zuwendung und Sex insgesamt und nachweislich Stress abbauen helfen und Depressionen lindern. Auch die Partnersuche, die für viele Behinderte schwierig ist, wird wenig unterstützt. So bleiben oft nur die Kontaktanzeigen, die Singlebörsen im Internet (etwa: www.handicap-love.de) oder die Nutzung der Prostitution.
Seit Luxemburg vor einem Monat die UN-Behindertenrechtskonvention ratifiziert hat, steht den Betroffenen nun endlich ein neues Rechtsinstrumentarium zur Verfügung: Denn dort wird explizit die sexuelle Selbstbestimmung unterstrichen und das Recht auf Familie und Kinder betont. Papier jedoch ist geduldig - es muss endlich gehandelt werden.
woxx hebdomadaire - Gegen alle Vorurteile

2011-07-25

Tageblatt Online - Effiziente Hilfe für Hörgeschädigte - Nachrichten

Gebärdendolmetscher

25. Juli 2011 09:09; Akt: 25.07.2011 09:25 Print

Effiziente Hilfe für HörgeschädigteEffiziente Hilfe für Hörgeschädigte

DÜDELINGEN - Lynn Menster, die einzige luxemburgische Gebärdendolmetscherin, und Sabrina Collé, eine Schriftdolmetscherin, haben einen Einblick in ihre Arbeit gewährt.

storybild
Sabrina Collé übersetzt das Gesprochene in Schrift. (Bild: Tageblatt/Isabella Finzi)
Seit Anfang dieses Monats kann man bei der "Hörgeschädigtenberatung" einen Gebärden- und Schriftdolmetscher bestellen.
Der Beruf der Gebärdendolmetscherin ist nicht nur sehr außergewöhnlich, sondern leider auch eher selten in Luxemburg. Lynn Menster übt diese Tätigkeit seit Anfang dieses Monates aus, wobei sie aber auch betont, dass ihre Ausbildung noch nicht ganz abgeschlossen ist.
Ab Oktober gilt es demnach, zwischen der Universität in Österreich und Luxemburg zu pendeln. Eigentlich war ihr nicht von Anfang an klar, dass sie diesen Beruf ausüben möchte. Erst während ihres Pädagogikstudiums fand sie in ihrem Wahlfach der Gebärdensprache gefallen an dieser Tätigkeit. Der Grundstein für ihre Zukunft war demnach gelegt.
"Nëmme mat eis"
Bekannt wurde sie und ihre Betätigung durch die Asbl. "Nëmme mat eis", die sich für die Rechte von Behinderten in Luxemburg einsetzen. Dieser Verein wollte sich an der Ratifizierung der neuen UN-Konvention bezüglich der Rechte der Behinderten in der "Chamber" beteiligen und forderte einen Gebärdendolmetscher zum Übersetzen für die Hörgeschädigten. Daraufhin buchte die "Chamber" Lynn Menster.

Tageblatt Online - Effiziente Hilfe für Hörgeschädigte - Nachrichten

2011-07-19

Luxemburg ratifizierte bereits 2007 die UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen -Tageblatt Online - Paralleles Leben -

Paralleles Leben

Paralleles Leben

von Robert Schneider - Luxemburg ratifizierte bereits 2007 die UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen. 0 Kommentare

storybild
Die Vereinigung „Nëmme mat eis“ begleitete Debatten kritisch.

Das 40 Seiten starke Dokument hat den Zweck, „den vollen und gleichberechtigten Genuss aller Menschenrechte und Grundfreiheiten von allen Menschen mit Behinderung zu fördern, zu schützen und zu gewährleisten und die Achtung der ihnen innewohnenden Würde zu wahren“, wie es in der Präambel der Erklärung formuliert ist.

Nach einer Debatte vergangene Woche im Parlament, die bis auf verbale Ausrutscher des ADR-Politikers Kartheiser (wir berichteten über den Eklat in der Kammer, bei dem zahlreiche Abgeordnete den Plenarsaal aufgebracht verließen) äußerst konsensuell verlief, wurde das Dokument jetzt in nationales Recht umgesetzt.
Wäre nur die Konvention angenommen worden, so würde das Risiko bestehen, dass die hehren Ziele der Erklärung bloßes Lippenbekenntnis blieben. Das Parlament nahm aber auch das Fakultativprotokoll des Textes an, das allen Bürgern nun das Recht einräumt, sich bei Nichteinhaltung der konventionierten Rechte an den internationalen Kontrollausschuss der Vereinten Nationen zu wenden, der via „Communiqués“ ein Land quasi weltweit an den Pranger stellen kann; eine Vorstellung, die sicher zu entsprechenden Anstrengungen bei der Umsetzung führen wird. Nach zwei Jahren wird eine erste Bilanz im Umgang mit behinderten Menschen gezogen, und anschließend achtet die UNO regelmäßig auf den aktuellen Stand der Integration einer Gruppe von Menschen, die größer ist als allgemein angenommen.

Tageblatt Online - Paralleles Leben - Meinung

2011-07-13

Erstmals Gebärdensprachdolmetscher in Luxemburgs Abgeordnetenkammer -- kobinet

13.07.2011 - 21:17

Erstmals Gebärdensprachdolmetscher in Luxemburgs Abgeordnetenkammer.

Luxemburg (kobinet) Erstmals sorgten heute in der Abgeordnetenkammer Luxemburgs Gebärdensprachdolmetscher für eine barrierefreie Kommunikation gehörloser Menschen. In der Debatte ging es um das Ratifizierungsgesetz zur Behindertenrechtskonvention der Vereinten Nationen.

Auf Initiative der Behindertenorganisation Nëmme Mat Eis und Daaflux, der Vertreterorganisation der Gehörlosen, gelang es die Abgeordnetenkammer davon zu überzeugen, zur Aussprache über das Gesetz Gebärdensprachdolmetscher zu stellen.

Über einen Monitor auf den Zuschauertribünen sahen die Betroffenen die Dolmetscherin gebärden, was die Abgeordneten reden. "Wenn wir es nun mit der Konvention im Rücken schaffen, dass dies ein Automatismus wird, und wir nicht immer extra darauf hinweisen müssen, dass es eine Notwendigkeit ist, freuen wir uns um so mehr", so eine Presseinformation von Nëmme Mat Eis ASBL.

Deren Vorsitzender Patrick Hurst begrüsste die Ratifizierung der UN-Konvention und hofft, dass die Politiker es nicht nur bei den vielen guten Worten in ihren Reden belassen, sondern dass sie verstanden haben, es sei jetzt an der Zeit zu handeln. sch

Erstmals Gebärdensprachdolmetscher in Luxemburgs Abgeordnetenkammer -- kobinet

2011-05-18

Warum erst nach Protest? Öffentliche Arbeitsgruppe zur UN-Behindertenrechtskonvention « Jay.lu: Law and Politics

Warum erst nach Protest? Öffentliche Arbeitsgruppe zur UN-Behindertenrechtskonvention

May 17, 2011 | View Comments
protest
Am 5. Mai fand in Luxemburg vor dem Parlament der Protestmarsch Gleiche Bürger, Gleiche Rechte, Gleiche Stimmen! statt um darauf hinzuweisen, dass die UN-Behindertenrechtskonvention in Luxemburg auch nach drei Jahren noch immer nicht ratifiziert wurde. Noch vor Ort versprach Lucien Lux der Asbl Nëmme mat Eis sie in die entsprechende Kommission einzuladen um ihre Empfehlungen zur Umsetzung einzubringen. Die ersten Berichte der Arbeitsgruppe wurden jetzt veröffentlicht und ich stelle mir die Frage, warum erst knapp 100 Menschen für das Recht auf Mitbestimmung und Transparenz demonstrieren müssen damit es umgesetzt wird.

Die luxemburgische Regierung ist kein Freund von Transparenz; ob das die jetzt schon berühmt-berüchtigten Worte des Premierministers sind oder die Vorbereitung von Gesetzestexten: Bürger und Interessenverbände werden regelmäßig vor vollendete Tatsachen gestellt, ohne, dass kritische oder konstruktive Teilnahme an den Entscheidungen möglich ist.
So bedurfte es eines Protestmarsches nach 3 Jahren Stillstand um die Regierung dazu zu bringen den Interessenverband Nëmme mat Eis! einzuladen bei der Ratifizierung der UN-Menschenrechtskonvention ihre Erfahrungen mit einzubringen. Wie sich jetzt herausstellt ist die Teilnahme von Interessenverbänden an der Vorbereitung von Gesetzestexten logistisch und politisch kein Problem!
Die Berichte der Arbeitsgruppen zur Ratifizierung der UN-Menschenrechtskonvention werden zwar nicht von der Regierung sondern dem Interessenverband selber veröffentlicht, aber immerhin sind die Vorbereitungen öffentlich einsehbar und ermöglichen es somit jeder interessierten Person Stellung zu nehmen.

Warum erst nach Protest? Öffentliche Arbeitsgruppe zur UN-Behindertenrechtskonvention « Jay.lu: Law and Politics

2011-04-18

mywort.lu in Frisingen - Neueste Nachrichten - Wichtig: Behinderte (Handicap) in Zukunft wird besser leben!!

Wichtig: Behinderte (Handicap) in Zukunft wird besser leben!!

Max Antony
Gemeindeleben
Ich kann verstehen was man unseren Problem in Luxemburg zu arbeiten leben
Wichtig: Behinderte (Handicap) in Zukunft wird besser leben:

Keine Menschen haben über Behinderte geredet. Das ist Schade, warum es so ist. Darum wünschen unseren Politiker etwas auch mehr über Behinderte wissen. Die Zukunft ist; Nicht-Betroffen und Betroffen werden allen gleichberechtigt, wie gleichbehandeln!
Wenn wir Nicht-Betroffen mit Betroffen zusammen arbeiten, dann wird es besser gehen, um zusammen leben.

Die Behinderten haben jahrelang gekämpft, um die Anerkennung, und Aufmerksamkeit, die sie auch mit der Ministerium in Kontakt aufnehmen möchten.
Ich hoffe, dass niemand vergessen für Handicap hat, weil Handicap auch wichtig ist.
Man kann vorstellen, dass Kinder zur Welt kommt, ob taub , blind ,behindert z.b. ohne Eltern hat . Es ist auch wichtig, dass man die Kinder zu Hause gibt, um zu Verborgenheit, wie man das auch unterstützt, das Kinder leben bis 18 Jahre neu leben oder neue Erfahrung, und arbeiten leben oder Ausbildung. (...)
Es geht um Respekt, die wir Betroffen sind. Ich fordere um die Anerkennung für die Behinderte mywort.lu in Frisingen - Neueste Nachrichten - Wichtig: Behinderte (Handicap) in Zukunft wird besser leben!!

Luxembourg: Letzebuerger Land - Problem vertagt

Der Staat tut sich schwer mit den Rechten von Behinderten. Das zeigt die Tippelschrittpolitik in punkto Bildung und UN-Behindertenrechtskonvention

15.04.2011

Problem vertagt

Ines Kurschat

Es sollte ein erster Meinungsaustausch werden. Am 22. März, so war es geplant, war die neu gegründete Selbsthilfeinitiative Nëmme mat eis A.s.b.l. in der parlamentarischen Familienkommission zum Gespräch eingeladen. Sogar einen Gebärdendolmetscher für das gehörlose Vorstandsmitglied wollte das Parlament auf seine Rechnung nehmen.
Doch es kam anders. Zwei Wochen vor den Termin entschied der Parlamentspräsident dagegen. Seine Begründung: Die Zivilgesellschaft werde nur zu Beratungen von konkreten Gesetzesentwürfen eingeladen. „Ich verstehe das nicht. Wir sollten doch über die Behindertenrechtskonvention reden“, wundert sich Vereinsmitglied Joël Delvaux.
Die Konvention der Vereinten Nationen ist nicht irgendein Gesetz. Sie gibt den Rahmen vor, wie künftig die Rechte von Behinderten in Luxemburg durchzusetzen und zu verbessern sind. Sie reichen von der Ausbildung und dem Arbeitsrecht über Gesundheit, gesellschaftliche Mitbestimmung sowie Selbstbestimmung bis hin zum Schutz vor Gewalt.

Letzebuerger Land - Problem vertagt

2011-04-16

Ausarbeitung eines Aktionsplans zur Umsetzung der UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen (02.04.2011)

Luxembourg:

Communiqué
Ausarbeitung eines Aktionsplans zur Umsetzung der UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen (02.04.2011)
05-04-2011

Vers le niveau supérieur
Am 2. April 2011 haben sich über 100 Interessierte in Remich getroffen und in 9 Arbeitsgruppen die Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention vorangetrieben. Die Akteure des Tages stammen aus den unterschiedlichsten Bereichen: Menschen mit Behinderungen und deren Angehörige, persönlich engagierte Frauen und Männer und MitarbeiterInnen von sozialen Dienststellen.
Genau wie bei der Ausarbeitung der Konvention kann ein realistischer und effektiver Aktionsplan nur dann zustande kommen, wenn die Menschen mit Behinderungen ihn direkt aktiv mitgestalten. Als Experten in eigener Sache haben am Samstag die Teilnehmer ihr tagtägliches Leben beleuchtet und die Wahrung ihrer Rechte eingefordert.

Ausarbeitung eines Aktionsplans zur Umsetzung der UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen (02.04.2011)
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