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2013-05-27

Appell für Umverteilung: Internationaler Kongress fordert mehr Gerechtigkeit in Europa - Der Paritätische Gesamtverband - wir verändern.


27.05.13 

Appell für Umverteilung: Internationaler Kongress fordert mehr Gerechtigkeit in Europa


Für eine gerechte Vermögensverteilung und einen politischen und sozialen Kurswechsel in Europa haben sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer zum Abschluss des dreitägigen Kongresses „Umverteilen. Macht. Gerechtigkeit“ in Berlin in einem Appell ausgesprochen.

 

Der Vorsitzende des Paritätischen, Prof. Dr. Rolf Rosenbrcck (Bildmitte), auf dem Abschlusspodium. (Foto: Sascha Bachmann / echtfotografie.de)
 „Ein Europa, in dem die Menschen ihre Existenzgrundlage gefährdet sehen, wird zwangsläufig scheitern. Doch Europa hat alle Ressourcen, Kraft und materiellen Reichtum, für eine Zukunft in Wohlstand für alle zu sorgen“, heißt es in der Abschlusserklärung des Kongresses.
„Zur Durchsetzung einer Politik für mehr Gerechtigkeit hat dieser Kongress ein Signal gesetzt. Gewerkschaften, Sozialverbände und zivilgesellschaftliche Organisationen wie Attac haben sich zusammengefunden, um gemeinsam die Schuldigen an der sozialen Misere in Deutschland und Europa zur Rede zu stellen. In weiteren Aktionen werden wir zu den Bundestagswahlen und darüber hinaus dafür kämpfen, dass ein Politikwechsel stattfindet", sagte Hugo Braun vom Attac-Koordinierungskreis.
„Wir brauchen eine fairere Verteilung in Europa. Wenn die Besitzer großer Vermögen und reiche Erben, die in der Finanzkrise um den Preis hunderter Milliarden Euro Schulden von den Steuerzahlern vor Vermögensschäden bewahrt wurden, stärker herangezogen werden, ist dies ein Akt ausgleichender Gerechtigkeit“, betonte Frank Bsirske, Vorsitzender der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di).
Ein anderes Europa sei nötig und möglich. Nach Überzeugung der Mitwirkenden des dreitägigen Kongresses an der Technischen Universität Berlin gehören dazu existenzsichernde Einkommen und gute Arbeit für alle, eine verlässliche soziale Infrastruktur sowie ein europaweites Programm für sozial-ökologischen Umbau statt der aktuell praktizierten einseitigen Kürzungspolitik zu Lasten der Schwächsten.
 „Die europaweite Privatisierung sozialer Lebensrisiken wie Alter, Armut, Krankheit und Behinderung führt ins Abseits. Diese Bereiche sind in dem gewinnwirtschaftlichen Sektor nicht gut aufgehoben. Wir müssen die zunehmende Spaltung zwischen Arm und Reich stoppen und Daseinsvorsorge für alle öffentlich garantieren. Es geht nicht nur um gelebte Solidarität, sondern um die Zukunft unserer Gesellschaft“, so Rolf Rosenbrock, Vorsitzender des Paritätischen Gesamtverbandes.
Die Kongressmitwirkenden fordern, den Reichtum aus der Tabuzone zu holen und Vermögen umzuverteilen, Steuerdumping, Steuerflucht und -hinterziehung zu bekämpfen, die Finanzmärkte zu regulieren und die Europäische Union demokratischer zu gestalten.
Es müsse Schluss damit sein, die Folgen der Finanz- und Wirtschaftskrise in eine Staatsschuldenkrise umzudeuten und mit einer einseitigen Kürzungspolitik zu Lasten von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern, Erwerbslosen, Rentnerinnen und Rentnern in Europa die Krise noch zu vertiefen, statt sie zu bekämpfen. Um die Krise überwinden zu können, müsse der anhaltende Prozess der Umverteilung „von unten nach oben“ umgekehrt werden. Nur so sei ein friedliches, soziales, geschlechtergerechtes und ökologisch nachhaltigeres Miteinander möglich.
Veranstalter des Kongresses: Attac, ver.di, Friedrich-Ebert-Stiftung, Rosa-Luxemburg-Stiftung, Paritätischer Gesamtverband, Deutscher Gewerkschaftsbund, Weed, Initiative Appell Vermögender für eine Vermögensabgabe, GPA-djp (Österreich), Arbeiterkammer Österreich, Unia (Schweiz), Denknetz (Schweiz), Schweizerischer Gewerkschaftsbund SGB, Hans-Böckler-Stiftung, Medico International.
Der Paritätische Gesamtverband - wir verändern. : Appell für Umverteilung: Internationaler Kongress fordert mehr Gerechtigkeit in Europa

2011-08-25

VdK schlägt Finanzierungsmix für Pflegeversicherung vor -- kobinet

26.08.2011 - 07:44

VdK schlägt Finanzierungsmix für Pflegeversicherung vor.

Berlin (kobinet) Der Sozialverband VdK hat einen Finanzierungsmix für die Reform der Pflegeversicherung vorgeschlagen.

"Das Recht auf gute Pflege darf nicht von den finanziellen Möglichkeiten des Einzelnen abhängen", sagte die Präsidentin des Sozialverbands VdK Deutschland, Ulrike Mascher, angesichts der Ankündigung von Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr, an seinen Plänen festzuhalten und die Pflegeversicherung um eine kapitalgedeckte Zusatzversicherung zu erweitern. "Diese verpflichtende private Pflegezusatzversicherung können sich längst nicht alle Versicherten leisten", fuhr Ulrike Mascher fort, "deshalb lehnt der Sozialverband VdK diese Pläne strikt ab." Insbesondere Ältere und Menschen mit Behinderung wären benachteiligt. "Je älter und kränker, desto höher wären die Beiträge, die monatlich zu zahlen sind", erläutert Ulrike Mascher.

Ohnehin sei es "komplett unverständlich, wie man angesichts der letzten Finanzkrise und der aktuellen Turbulenzen an der Börse noch auf Kapitaldeckung zur Finanzierung eines allgemeinen Lebensrisikos setzen kann. Schon heute müssen viele Lebensversicherer ihre Zinsversprechen von Jahr zu Jahr nach unten korrigieren", führte die VdK-Präsidentin weiter aus. Eine solche Einführung sei "wider jede ökonomische Vernunft".

Der VdK schlägt stattdessen einen Finanzierungsmix aus drei Komponenten vor:


VdK schlägt Finanzierungsmix für Pflegeversicherung vor -- kobinet

2011-08-06

Landkreis Anhalt-Bitterfeld :: Stellungnahme des Beirats für Menschen mit Behinderungen vom 1. August 2011

Stellungnahme des Beirats für Menschen mit Behinderungen vom 1. August 2011

Am 1. August 2011 verabschiedete der Beirat für Menschen mit Behinderungen des Landkreises Anhalt-Bitterfeld nachfolgende Resulution:
Stellungnahme des Beirats für Menschen mit Behinderungen des Landkreises Anhalt-Bitterfeld zum Referentenentwurf des Nationalen Aktionsplanes der BRD zur Umsetzung derUN-Behindertenrechtskonvention
Der Beirat für Menschen mit Behinderungen des Landkreises Anhalt-Bitterfeld nahm mit Freude zur Kenntnis, dass die Bundesrepublik viereinhalb Jahre nach der Verabschiedung der UN-Behindertenrechtskonvention und zwei Jahre nach ihrer Ratifizierung durch Deutschland nunmehr den Entwurf eines Nationalen Aktionsplanes zu deren Umsetzung vorgelegt hat. Obwohl sich die Bundesregierung viel Zeit damit ließ, bleibt das vorgelegte Papier weit hinter unseren Erwartungen zurück.
Bereits bei der deutschen Übersetzung der UN-Behindertenrechtskonvention war der englische Begriff "inclusion" fälschlicherweise durch das Wort "Integration" ersetzt und damit in seiner menschenrechtlichen Dimension geschmälert worden. Umso bedauerlicher ist es, dass es dem deutschen Aktionsplan nun inhaltlich lediglich in Teilen gelingt, neue Qualitätsmaßstäbe in der nationalen Behindertenpolitik zu setzen. Viel zu häufig finden sich Allgemeinplätze, zu selten wird er in Ziel und Umsetzung konkret.
Für den Beirat für Menschen mit Behinderungen des Landkreises Anhalt-Bitterfeld ist schwer nachvollziehbar, warum der Nationale Aktionsplan Bundesländer und Kommunen zwar in der Pflicht sieht, entsprechend ihrer Kompetenzen eigene Aktionspläne zu erarbeiten, diese aber letztlich nicht in den Nationalen Aktionsplan einbindet.
Besonders bedauerlich ist es, dass der Nationale Aktionsplan unter den Finanzvorbehalt gestellt wurde. Im Klartext bedeutet dies, dass in Deutschland nur dann die Menschenrechte für Behinderte gestärkt werden, wenn die Bundesregierung der Meinung ist, den dafür notwendigen finanziellen Spielraum zu haben. Dass dies eine der wirtschaftlich stärksten Industrienationen erklärt, die milliardenschwere Bankenrettungspakete schnürte, die Finanz- und Wirtschaftkrise als beste gemeistert hat und deren Wirtschaft auf exorbitantem Niveau boomt, ist umso beschämender.
Damit unterstreicht auch dieses Papier umso mehr den Eindruck, den die UNO bezüglich der deutschen Sozialpolitik in ihrem jüngsten Staatenbericht zum Ausdruck bringt: Deutschland ist ein Land sozialer Gegensätze. Der Beirat für Menschen mit Behinderungen fordert daher die Bundesregierung auf, die Kritik der UNO ernst zu nehmen und konstruktiv umzusetzen.
Noch handelt es sich beim Nationalen Aktionsplan nur um einen Entwurf. Noch können Betroffene und deren Vertreter gehört, handwerkliche Fehler ausgemerzt, innovatives Gedankengut verarbeitet, Verbales konkretisiert, freiwillige zu Pflichtaufgaben werden.
Deutschland sollte diese Chance im Interesse der Menschlichkeit und des sozialen Friedens in unserem Land nicht verstreichen lassen.
Der Beirat für Menschen mit Behinderungen des Landkreises Anhalt-Bitterfeld wird all seine Möglichkeiten nutzen, sich in diesen Prozess einzubringen.
Stellungnahme im PDF-Format

Landkreis Anhalt-Bitterfeld :: Stellungnahme des Beirats für Menschen mit Behinderungen vom 1. August 2011

2011-07-28

Amerikas Schuldenkrise: Arme bangen um Unterstützung - Medien - Video-Nachrichten - Multimedia - FAZ.NET

Amerikas Schuldenkrise

Arme bangen um Unterstützung

Die ganze Welt schaut gebannt nach Washington: Noch immer haben Republikaner und Demokraten keine Lösung im Schuldenstreit gefunden. Sollte es keine Einigung geben, droht Amerika zum 2. August die Zahlungsunfähigkeit. Davon zuerst betroffen wären sozial Schwache wie Behinderte, Rentner und Arbeitslose. Viele von ihnen könnten sich ohne staatliche Leistungen nicht lange über Wasser halten. Eine Zahlungsunfähigkeit könnte aber auch Chaos an den internationalen Finanzmärkten auslösen, befürchten Experten.

Amerikas Schuldenkrise: Arme bangen um Unterstützung - Medien - Video-Nachrichten - Multimedia - FAZ.NET
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