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2011-11-13

Behindertenbeauftragter: Inklusive Hochschule

Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention an den bayerischen Hochschulen und Universitäten

KIS richtete am 13. Oktober 2011 das Treffen der Beauftragten für Studierende mit Behinderung und chronischer Erkrankung der bayerischen Hochschulen und Universitäten aus.
Vertreten waren auch das Deutsche Studentenwerk, das Staatliche Bauamt sowie der Behindertenbeauftragte der Stadt Würzburg.
Der Minister für Wissenschaft, Forschung und Kunst Dr. Wolfgang Heubisch freute sich, bei dieser Premiere dabei zu sein. Studierende mit Behinderungen dürften im Studium keine Nachteile haben, und die Hochschulen seien gesetzlich dazu verpflichtet, dafür Sorge zu tragen, so der Minister. Neue Entwicklungen, wie die Umstellung auf das Bachelor-Master-System, brächten bei dieser Aufgabe immer wieder neue Herausforderungen, so der Minister. So sei die umfangreichere Anwesenheitspflicht in vielen Bachelor-Studiengängen teils problematisch für Studierende mit Behinderungen.
„Eine umfassende Barrierefreiheit zu bieten, ist eine dauerhafte Aufgabe für Staat und Hochschulen“, so Heubisch. Dieses Ziel sei besonders in historischen Gebäuden bei Weitem nicht erreicht, was auch an fehlenden staatlichen Mitteln liege.
Dass bei der Inklusion weitere Anstrengungen nötig sind, betonte auch Universitätspräsident Alfred Forchel in seinem Grußwort. Der neue Campus Nord jedenfalls solle so barrierefrei wie möglich gestaltet werden. Forchel würdigte bei dieser Gelegenheit die engagierte Arbeit der KIS. Die Stelle stehe in ständigem Austausch mit dem Senat und der Hochschulleitung, um die Situation von Behinderten zu verbessern.
Die nächste Tagung wird im Frühjahr 2012 stattfinden.
Zusätzlich wurde ein Forderungspapier zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention an den bayerischen Hochschulen und Universitäten erarbeitet.

Weitere Informationen hier:

Behindertenbeauftragter: Inklusive Hochschule

2011-08-10

Gießener Anzeiger - Studierende mit Behinderung im Fokus - Studentenwerk startet Online-Befragung

Hochschule

Studierende mit Behinderung im Fokus - Studentenwerk startet Online-Befragung

10.08.2011
GIESSEN (red). Das Deutsche Studentenwerk (DSW) hat unter dem Titel „beeinträchtigt studieren“ eine bundesweite Online-Studierenden-Befragung gestartet. Ziel ist es, detaillierte und aktuelle Daten zu gewinnen zur Lage von Studierenden mit Behinderung, chronischer Krankheit, psychischen Erkrankungen, Teilleistungsstörungen wie Legasthenie oder anderen nicht-sichtbaren Behinderungen.
Daten zu dieser Studierenden-Gruppe wurden zuletzt 2006 im Rahmen der 18. DSW-Sozialerhebung erhoben. Damals gaben acht Prozent der Studierenden an, durch eine gesundheitliche Beeinträchtigung im Studium eingeschränkt zu sein.
„Die UN-Behindertenrechtskonvention und die HRK-Empfehlung ‚Eine Hochschule für alle‘ setzen neue Maßstäbe für Teilhabe an Deutschlands Hochschulen. Wir benötigen nun dringend aktuelle Daten“, begründet Präsident Prof. Rolf Dobischat, warum das Deutsche Studentenwerk eine gesonderte Befragung gestartet hat.
Dobischat: „Wir wollen wissen: Wo genau gibt es Barrieren und behinderungs- beziehungsweise krankheitsbedingte Benachteiligungen im Studium? Welche Nachteilsausgleiche werden im Studium und bei der Zulassung genutzt? Sind sie ausreichend? Ist für Studierende mit Behinderung oder chronischer Krankheit die Finanzierung des Lebensunterhalts gesichert?“
Durchgeführt wird die Online-Befragung vom Institut für Höhere Studien (IHS) mit Sitz in Wien. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung finanziert das Projekt. Die Ergebnisse werden im Frühjahr 2012 vorgestellt. Die Befragung richtet sich an Studierende von Hochschulen, die Mitglied der Hochschulrektorenkonferenz (HRK) sind. Um zu repräsentativen Ergebnissen zu gelangen, sollen rund 500 000 Studierende angeschrieben werden. „Wir appellieren an alle Studierenden mit Behinderung oder generell gesundheitlicher Beeinträchtigung, die den Frageboten erhalten, an der Befragung teilzunehmen“, sagt Dobischat.

Gießener Anzeiger - Studierende mit Behinderung im Fokus - Studentenwerk startet Online-Befragung
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