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2014-01-01

Notbremse für Kinder-Psychopillen - news.ORF.at

„Groteske“ Pseudoepidemie

Immer mehr Kinder nehmen Psychopharmaka. Neue Zahlen belegen, dass sich entsprechende Verschreibungen in den USA in den letzten zehn Jahren verdreifacht haben. Die Vereinigung Amerikanischer Psychiater (APA) stemmt sich diesem Trend nun entgegen - mit der Forderung nach einem Verschreibungsstopp, außer bei eindeutig diagnostizierten psychischen Krankheiten bei Kindern.

Notbremse für Kinder-Psychopillen - news.ORF.at

2013-11-29

Zu viele Psychopillen für Kinder, zu viele Beruhigungsmittel für demente Senioren und viele Wirkstoffe gleichzeitig für ältere Menschen - BARMER GEK Krankenkasse - Arzneimittelreport 2013


Barmer GEK Arzneimittelreport 2013 

Ein Drittel der über 65-Jährigen nimmt mehr als fünf Arzneimittelwirkstoffen täglich

Zu viele Psychopillen für Kinder, zu viele Beruhigungsmittel für demente Senioren und viele Wirkstoffe gleichzeitig für ältere Menschen – zu diesen Feststellungen kommt der Arzneimittelreport 2013 der Barmer GEK.
Titelseite BARMER GEK Arzneimittelreport 2013

Barmer GEK Arzneimittelreport 2013

"Gerade die Ergebnisse zur Polypharmazie zeigen, dass wir dringend mehr Vernetzung und Transparenz im Gesundheitswesen brauchen", resümiert Dr. Rolf-Ulrich Schlenker, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Barmer GEK. "Hätten wir die elektronische Gesundheitskarte, das elektronische Rezept und die elektronische Patientenakte, hätten behandelnde Ärzte und auch Apotheker einen viel besseren Überblick über die Arzneimitteltherapie." Die riskante Multimedikation ließe sich durch elektronische Vernetzung viel besser steuern. Es müsse endlich Schluss sein mit der Blockadepolitik namhafter Ärztefunktionäre gegen eine moderne Telematikinfrastruktur.
Basierend auf Daten von 2,1 Millionen Versicherten über 65 Jahre haben die Autoren des Arzneimittelreports um den Bremer Versorgungsforscher Prof. Dr. Gerd Glaeske analysiert, wie häufig Patienten mehrere Arzneimittelwirkstoffe parallel verordnet bekommen. Dabei zeigte sich, dass ein Drittel der Versicherten von Polypharmazie betroffen ist, also täglich mehr als fünf Arzneimittelwirkstoffe einnimmt. Bei den Hochbetagten zwischen 80 und 94 Jahren ist fast jeder Zweite betroffen. Im Durchschnitt nehmen Männer über 65 Jahre täglich 7,3 Wirkstoffe ein, bei Frauen dieser Altersgruppe sind es 7,2. Glaeske: "Darunter leidet vor allem auch die Therapietreue."
Besorgniserregend hoch stufen die Bremer Forscher die Verordnungszahlen von Antipsychotika für Kinder und Jugendliche ein. Von 2005 bis 2012 sind die Verschreibungen um 41 Prozent gestiegen. Verursacht werden die Zuwächse vor allem durch neuere Präparate (+ 129 Prozent), während die Verschreibungen älterer Medikamente leicht rückläufig sind. Ein differenziertes Bild zeigt der Blick auf einzelne Altersgruppen. Bei Kleinkindern bis vier Jahren verschreiben Ärzte kaum noch Antipsychotika. Bei allen anderen steigen die Verordnungszahlen, am stärksten bei den 10- bis 14-Jährigen. "Eine medizinische Erklärung dafür lässt sich nicht direkt herleiten", betont Glaeske. Weder zeigten Studien einen Anstieg psychiatrischer Störungen bei Kindern und Jugendlichen, noch hätten sich die relevanten Therapieempfehlungen geändert. Zudem dürfe man nicht ausblenden, dass Antipsychotika zum Teil gravierende unerwünschte Wirkungen haben.
Kritisch bewertet das Autorenteam vom Zentrum für Sozialpolitik der Universität Bremen den Einsatz von so genannten Benzodiazepinen bei Menschen mit einer Demenzerkrankung. Diese Schlaf- und Beruhigungsmittel wurden 2010 rund 3.500 Versicherten der Barmer GEK verschrieben. "Das Risiko, Benzodiazepine verordnet zu bekommen, ist bei Menschen mit Demenz um das 1,5-fache erhöht", so Glaeske. Mit dem Wirkstoff verbunden sei ein Verlust kognitiver Fähigkeiten wie Aufmerksamkeit, Erinnerung oder Lernen. Glaeske: "Ohne Zweifel sind viele ältere Menschen von Benzodiazepin-haltigen Arzneimitteln abhängig. Sie bekommen sie vermutlich oft nur, um quälende Entzugssymptome zu vermeiden." Denkbar sei jedoch, dass sich nach langen Jahren der Abhängigkeit eher eine Demenz entwickle als bei Menschen, die deutlich seltener solche Mittel eingenommen haben.

Für Sie zum Herunterladen:

BARMER GEK Krankenkasse - Arzneimittelreport 2013

2013-11-28

Deutsche Kinder werden mit Psychopharmaka vollgepumpt | Unzensuriert.at


Deutsche Kinder werden mit Psychopharmaka vollgepumpt

27. November 2013 - 13:00


http://presse.barmer-gek.de/barmer/web/Portale/Presseportal/Subportal/Presseinformationen/Archiv/2013/130611-Arzneimittelreport/Bild-Pillenberg,property=Data.jpg

"Verhaltensauffällige Kinder" erhalten in Deutschland Psychopharmaka.
Immer mehr Kinder in Deutschland werden regelrecht mit Psychopharmaka „vollgepumpt“. Dies ist das Ergebnis des aktuellen „Arzneimittelreport 2013. Der Report belegt, dass in den vergangenen Jahren 2005 bis 2012 die Verschreibung von Antipsychotika um ganze 41 Prozent angestiegen ist. Die Zahlen alarmieren, noch dazu geschieht die Verschreibung vermehrt durch Hausärzte und nicht durch dazu speziell ausgebildete Fachärzte.
Deutsche Kinder werden mit Psychopharmaka vollgepumpt | Unzensuriert.at

2013-11-06

Pharmariese Johnson & Johnson zahlt 2,2 Mrd. Dollar Strafe | tagesschau.de

Schizophrenie-Mittel für Demente

Pharmariese zahlt Milliardenstrafe

Der US-Pharmahersteller Johnson&Johnson hat durch Schmiergeldzahlungen an Ärzte und Apotheker erreicht, dass seine Medikamente zweckentfremdet verschrieben wurden. Nach der Klage gab es nun eine außergerichtliche Einigung.
Von Silke Hasselmann, MDR-Hörfunkstudio Washington
(...)

Johnson & Johnson räumte ein, hinter den Kulissen für die Verschreibung zweier Medikamente auch an Kinder, Ältere und Behinderte gesorgt zu haben - und zwar für eine Anwendung, die die Arzneimittelzulassungsbehörde FDA ausdrücklich nicht gestattet. Zum einen warben Johnson & Johnson und die Konzerntochter Janssen Pharmceuticals dafür, Risperdal bei unberechenbarem, sprunghaftem Verhalten von demenzkranken Senioren anzuwenden. Zum anderen drängten sie auf die Vergabe an verhaltensauffällige Kinder und geistig Behinderte. In allen Fällen sollte die Pille als Beruhigungsmittel genommen werden.

Pharmariese Johnson & Johnson zahlt 2,2 Mrd. Dollar Strafe | tagesschau.de

2013-07-10

»Eine Generation wird krankgeschrieben« - Positionspapier der DGSP zu ADHS und dem Medikament Ritalin

 http://www.dgsp-ev.de/fileadmin/dgsp/templates/css/imgs/dgsp_logo.gif

Positionspapier der DGSP zur Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS) und dem Medikament Ritalin


Sehr geehrte Leserinnen und Leser,

»Eine Generation wird krankgeschrieben«, diese Formulierung spiegelt in unseren Augen angesichts der alarmierenden Statistik leider die aktuelle Situation in Deutschland wider: Die Zahl der Fälle, in denen deutsche Ärzte und Kinder- und Jugendpsychiater eine »Aufmerksamkeitsdefizit-/ Hyperaktivitätsstörung« (ADHS) diagnostizierten, ist in den vergangenen Jahren drastisch gestiegen und wird bundesweit derzeit auf mehr als eine halbe Million geschätzt. In ähnlichem Maß aber, in dem ADHS in den Patientenkarteien zunahm, vervielfachte sich auch die Verordnung des Wirkstoffs Methylphenidat, etwa Ritalin.

Die Deutsche Gesellschaft für Soziale Psychiatrie (DGSP) veranstaltete am 24. Februar 2012 gemeinsam mit der Hamburger »Patriotischen Gesellschaft von 1765« und mit Unterstützung der Berliner Gesellschaft für Soziale Psychiatrie in Hamburg ein Experten-Hearing unter dem Titel: »ADHS – Eine Kinder- und Jugendgeneration wird krankgeschrieben. Gegen die Medikalisierung eines gesellschaftlichen Problems durch Psychopharmaka und Methylphenidat!«

Wir danken Dr. med. Terje Neraal, Prof. Dr. med. Peter S. Schönhöfer, Dr. med. Miriam Haagen und Dr. Charlotte Köttgen sowie den Teilnehmerinnen und Teilnehmern aus Jugendhilfe, Schule, Kindertagesstätten und Gesundheitsämtern für ihre Beiträge.

Die Sprecherin des DGSP-Fachausschusses Dr. med. Charlotte Köttgen und der Diplom-Psychologe und -Pädagoge Stephan Richter haben aus den Ergebnissen der Veranstaltung ein Positionspapier erarbeitet, in dem sie Kritik am aggressiven Marketing der Pharmaindustrie und an den von ihr finanzierten Studien äußern. Dieser Kritik stellen sie alternative Modelle und Forderungen nach pädagogischen und therapeutischen Hilfen sowie nach notwendigen strukturellen Veränderungen gegenüber.

Wir freuen uns, wenn Sie uns Ihre Anregungen – auch Ihre Kritik – zu diesem Positionspapier mitteilen!

Köln, im Februar 2013

Deutsche Gesellschaft für Soziale Psychiatrie e.V. (DGSP)
Der Vorstand

Herausgeber und Korrespondenzadresse:

Deutsche Gesellschaft für Soziale Psychiatrie e.V.
Zeltinger Straße 9, 50969 Köln
Tel.: +49 221 51 10 02
Fax: +49 221 52 99 03
E-Mail: dgsp(at)netcologne.de
Positionspapier der DGSP zu ADHS und dem Medikament Ritalin

2013-07-06

„Pflege ist wie Folter!“: Experten decken skandalöse Zustände auf | Politik & Wirtschaft - Berliner Kurier


Freitag, 5. Juli 2013

„Pflege ist wie Folter!“: Experten decken skandalöse Zustände auf

Köln –   Alte Menschen, die ans Bett gefesselt oder mit Psychopharmaka ruhiggestellt werden. Die zu wenig Essen und Trinken bekommen. Die wegen nächtlicher Pflegemaßnahmen unter Schlafentzug leiden – in vielen deutschen Pflegeheimen sind die Tatbestände der Folter erfüllt, so die Pflegeexperten Claus Fussek und Gottlob Schober.
Rund 50.000 Zuschriften und Telefonanrufe – meist von verzweifelten und überforderten Pflegern – haben die Autoren („Es ist genug!“, Knaur Taschenbuch) ausgewertet.
„Pflege ist wie Folter!“: Experten decken skandalöse Zustände auf | Politik & Wirtschaft - Berliner Kurier

 „Zustände, schlimmer wie im Gefängnis”

 Interview: Pflege-Experte beklagt kollektive Verdrängung | tagesschau.de

Im Netz der Pflegemafia: Wie mit menschenunwürdiger Pflege Geschäfte gemacht werden - Claus Fussek, Gottlob Schober - Google Books

Dinslaken: VdK-Weckruf: Thema "Pflege" nicht vergessen

 Berlin: Pflegepersonal klagt über hohe Belastung

Altenpflege in Bayern - Arbeiten am Limit - Bayern - Süddeutsche.de

 Diskussionsabend über Pflege : „Es besteht Änderungsbedarf"

 Boom: Pflegebranche wächst sechsmal schneller als Gesamtwirtschaft - SPIEGEL ONLINE

 Pflegebranche : Altenheime betrügen Bewohner und Pflegekassen - Nachrichten Wirtschaft - DIE WELT

 Pflegebranche: Fehler im System - Rhein-Main - FAZ

 Personalberechnung stationäre Altenpflege - Wie auf dem Rücken der Pflegekräfte und Bewohner Gewinne erwirtschaftet werden  | Pflege-SHV

Berufsausstieg bei Pflegepersonal in Deutschland und Europa - Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin 2005

Pflege lässt die Wohlfahrtsbranche wachsen | Deutschland | DW.DE | 30.06.2013

 Der PARITÄTISCHE Sachsen Anhalt - Studie: Stationärer Pflegemarkt im Wandel - Gewinner und Verlierer 2020

 Pflegeimmobilien als sichere und stabile Wertanlage

 Der Pflegemarkt – Ein lohnendes Investment? | GoingPublic.de – Das Kapitalmarktportal

2013-07-05

Redezeit: Hauptsache ruhig? Alte Menschen bekommen häufig zu viele Psychopharmaka, 10:05: WDR 5



Sendung vom 02.07.2013, 10:05 bis 12:00 Uhr



Gerd Glaeske; Rechte: privat  Gerd Glaeske


Redezeit: Hauptsache ruhig? Alte Menschen bekommen häufig zu viele Psychopharmaka


Gespräch mit Gerd Glaeske

Moderation: Achim Schmitz-Forte


Altwerden ist nichts für Feiglinge, heißt es im Volksmund. Wie aufreibend, vielleicht zermürbend das Alter offenbar tatsächlich für viele ist, kann man unter anderem daran ablesen, dass der Gebrauch von Psychopharmaka mit steigendem Alter wächst. Besonders hoch ist er in Alten- und Altenpflegeheimen. Doch was dem einen wie ein Segen vorkommen mag, dass man bei Schlaflosigkeit, Ängsten oder Halluzinationen immerhin seinen Frieden durch eine Pille finden kann, sehen andere eher als Fluch. Denn die chemische Problemlösung hat ihre Tücken. Gerd Glaeske, Pharmakologe, Professor für Arzneimittelversorgungsforschung in Bremen und mit seinem Team Verfasser des jährlich erscheinenden Arzneimittelreports der Gmünder Ersatzkassen, gibt Auskunft über Ursachen und Folgen.

Redaktion:
Ursula Daalmann

Redezeit: Hauptsache ruhig? Alte Menschen bekommen häufig zu viele Psychopharmaka, 10:05: WDR 5

audio zum nachhören

2013-06-28

Neuer Heim-Bericht: Pflege-Schock - Mängel an jeder zweiten Konrolle | München


  • 8.06.13
  • München
Mängel an jeder zweiten Konrolle

Neuer Heim-Bericht: Der Pflege-Schock

München - Die Heimaufsicht hat wieder mehr Pflege-Mängel festgestellt. Bei mehr als der Hälfte gab es etwas auszusetzen. Pflege-Experte Claus Fussek spricht von einer Abwärtsspirale.

© picture alliance / dpa (Symbolbild)
Bei mehr als der Hälfte der Prüfungen stellten die Kontrolleure Mängel fest.

Die Kontrolleure haben 60 Senioren-Einrichtungen in den vergangenen beiden Jahren 201 Mal besucht – und hatten bei 52 Prozent der Prüfungen etwas auszusetzen! Das berichtet der Münchner Merkur. In den beiden Vorjahren waren bei etwa einem Drittel der Prüfungen Mängel festgestellt worden.
Die Probleme sind ganz unterschiedlich:
Neuer Heim-Bericht: Pflege-Schock - Mängel an jeder zweiten Konrolle | München

2013-06-13

Arzneimittelreport: Ältere und Kinder schlucken zu viele Pillen - Gesundheit | STERN.DE

 

Ältere und Kinder schlucken zu viele Pillen

Ältere Menschen schlucken zu viele Medikamente gleichzeitig, kritisiert der Barmer Arznei-Report. Kinder bekommen zu oft Antipsychotika verschrieben. Insgesamt sanken die Ausgaben für Arzneimittel.

Arzneimittelreport: Ältere und Kinder schlucken zu viele Pillen - Gesundheit | STERN.DE

2013-06-12

Deutsche Kinder schlucken zu viele Pillen - Nachrichten Print - WELT KOMPAKT - Wirtschaft (Pirnt DWK) - DIE WELT

 Die Welt kompakt 12.06.13

Deutsche Kinder schlucken zu viele Pillen

Arzneimittelreport: Starker Anstieg bei Psychopharmaka für junge Menschen. Auch Alte nehmen zu viele Medikamente Von
Deutsche Kinder schlucken zu viele Pillen - Nachrichten Print - WELT KOMPAKT - Wirtschaft (Pirnt DWK) - DIE WELT

Barmer GEK Report: Ältere schlucken oft zu viele Medikamente - SPIEGEL ONLINE


Krankenkassen-Report: Viele Ältere schlucken riskante Pillen-Cocktails

Millionen ältere Menschen bekommen zu viele Medikamente gleichzeitig verordnet. Der neue Arzneimittelreport der Krankenkasse Barmer GEK beklagt auch die Flut an Beruhigungsmitteln bei Dementen - und an Psychopharmaka bei Kindern.
Barmer GEK Report: Ältere schlucken oft zu viele Medikamente - SPIEGEL ONLINE

2013-05-13

Patientenmissbrauch : Charité erforscht Medikamententests - Aktuelle Nachrichten - Printarchiv - Titelseite - Berliner Morgenpost - Berlin

13.05.13, 02:40

Patientenmissbrauch

Charité erforscht Medikamententests

Pharma-Unternehmen missbrauchten Patienten in der DDR für Studien
In der Kritik stehende Medikamententests von Pharmaunternehmen aus der Bundesrepublik, der Schweiz und den USA in DDR-Kliniken sollen jetzt an der Berliner Charité untersucht werden. Idee des auf fast drei Jahre angelegten Forschungsprojekts sei es, alle Beteiligten – also auch die Medikamentenhersteller – einzubinden, sagte der Leiter des Charité-Instituts für Geschichte der Medizin, Volker Hess.
Einem Bericht des Nachrichtenmagazins "Der Spiegel" zufolge sollen bis zum Mauerfall in mehr als 50 Krankenhäusern rund 600 Medikamentenstudien unter anderem zu Herzmedikamenten und Antidepressiva in Auftrag gegeben worden sein. Mehr als 50.000 Menschen sollen dafür als Testpatienten gedient haben – zum größten Teil unwissentlich.
Patientenmissbrauch : Charité erforscht Medikamententests - Aktuelle Nachrichten - Printarchiv - Titelseite - Berliner Morgenpost - Berlin

Wissenschaftler: Kliniken in Erfurt, Jena, Gera, Arnstadt, Bad Berka und Suhl waren dabei. Einnahmen von bis zu 30.000 D-Mark pro Testreihe
DDR-Kliniken testeten Medikamente für Westen | OTZ

2013-05-11

Psychopharmaka für kleine Kinder: US-Fachärzte ignorieren ADHS-Leitlinien - Kinderkrankheiten - FOCUS Online - Nachrichten


Psychopharmaka für kleine Kinder 

US-Fachärzte ignorieren ADHS-Leitlinien

Samstag, 11.05.2013, 11:01



  Schon im Vorschulalter bekommen in den USA viele Kinder nach Diagnose des Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätssyndroms sofort Psychopharmaka. Einer Studie zufolge halten sich mehr als 90 Prozent der Fachärzte nicht an die medizinischen Leitlinien der Therapie.

Seit langem beobachten viele Experten in den USA und auch in Europa mit Unbehagen die deutlich ansteigenden Diagnosen des Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätssyndroms (ADHS) und die damit verbundene Verschreibung von Psychopharmaka. Gerade in den USA wird diese Zunahme auch damit erklärt, dass die Störung oft von Allgemeinmedizinern festgestellt wird und nicht von Spezialisten. Nun belegt eine Studie, dass auch die überwältigende Mehrheit der Fachärzte die medizinischen Leitlinien ignoriert.
Psychopharmaka für kleine Kinder: US-Fachärzte ignorieren ADHS-Leitlinien - Kinderkrankheiten - FOCUS Online - Nachrichten

2013-01-31

Panorama: Arztreport 2013: Generation ADHS? Zehntausende bekommen Psychopharmaka - badische-zeitung.de

Arztreport 2013

Generation ADHS? Zehntausende bekommen Psychopharmaka

Wild, laut, ungeduldig, aggressiv – so werden viele Jungen von ihrer Umgebung wahrgenommen. Aber sind sie auch krank?
  1. Keine Lust auf langes Sitzen? Oft lautet die Diagnose ADHS. Foto: dpa


Immer mehr Kinder und Jugendliche, vor allem Jungen, bekommen die ärztliche Diagnose: ADHS – Aufmerksamkeits- und Hyperaktivitätsstörung. In den vergangenen Jahren war laut Barmer-GEK-Arztreport 2013 insgesamt ein Viertel der männlichen Kinder und Jugendlichen zumindest einmal mit einer solchen Diagnose konfrontiert. Die Krankenkasse warnt vor einer Generation ADHS.
Panorama: Arztreport 2013: Generation ADHS? Zehntausende bekommen Psychopharmaka - badische-zeitung.de

2012-12-29

Mainstreammedien meiden die Verbindung zwischen Psychopharmaka und gewalttätigen Schießereien - Kopp Online

Mainstreammedien meiden die Verbindung zwischen Psychopharmaka und gewalttätigen Schießereien

J. D. Heyes

Vielleicht wissen die meisten Vertreter der Mainstreammedien einfach nichts über die Wirkung von Psychopharmaka, vielleicht sind sie politisch voreingenommen oder faul, oder gar alles zusammen – auf jeden Fall werden Sie kaum einen Journalisten finden, der es wagt, eine Verbindung zwischen den Gefahren dieser Medikamente und der wachsenden Zahl schauerlicher Massentötungen in den letzten Jahren zu ziehen.

Mainstreammedien meiden die Verbindung zwischen Psychopharmaka und gewalttätigen Schießereien - Kopp Online

2012-12-17

Mein Name ist Sabine und ich bin keine Massenmörderin (Ein Statement zur Medienberichterstattung) « Ich bin Autistin – Asperger-Syndrom bei Frauen




Mein Name ist Sabine und ich bin keine Massenmörderin 

(Ein Statement zur Medienberichterstattung)

Es ist schrecklich, was gestern in den USA an einer Grundschule geschehen ist. Ein junger Mann hat bei einem Amoklauf 27 Menschen – darunter viele Kinder im Alter zwischen 5 und 10 Jahren – getötet und am Ende dieser unvorstellbaren Tat sich selber erschossen. Unbegreiflich, wie ein Mensch zu einem solchen Verbrechen fähig sein kann. Weil die Menschen begreifen wollen, suchen sie nach einer Erklärung, nach dem „Warum“?
Und dann steht es plötzlich in nahezu allen Medienberichten:
„Der Täter war Autist. Er litt am Asperger-Syndrom.“
So weit ich informiert bin, sind das bisher nur Vermutungen. Vermutungen, die lediglich aus dem Verhalten des Amokläufers geschlossen werden. Aber sie verbreiten sich schnell. So schnell, dass sie nicht mehr aufzuhalten sind. Überall liest man, dass der Täter emotionslos war, kamerascheu. Dass er wenig sprach und von Klassenkameraden als unauffälliger Einzelgänger beschrieben wurde.
Macht ihn das zum Autist?
Und – macht ihn das zu einem Massenmörder?
Wurde er zum Massenmörder, weil er autistisch war?
Ist es das, was die vielen Berichte in den Medien vermitteln wollen?
Das Asperger-Syndrom als Erklärung für den Mord an 27 Menschen?
Spiegel-Online widmet gleich einen ganzen Artikel dem Asperger-Syndrom im Zusammenhang mit dem Amokläufer von Newtown und schreibt unter anderem:
weiterlesen:
Mein Name ist Sabine und ich bin keine Massenmörderin (Ein Statement zur Medienberichterstattung) « Ich bin Autistin – Asperger-Syndrom bei Frauen

 Amokläufe: Die Rolle von Psychopharmaka - Robert Grözinger - eigentümlich frei

2012-12-15

Der Paritätische Gesamtverband - wir verändern. : Öffentliche Anhörung zum Gesetzentwurf zur Regelung der betreuungsrechtlichen Einwilligung in eine ärztliche Zwangsmaßnahme am 10.12.2012

12.12.12 

Öffentliche Anhörung zum Gesetzentwurf zur Regelung der betreuungsrechtlichen Einwilligung in eine ärztliche Zwangsmaßnahme am 10.12.2012

Kategorie: Menschen mit Behinderung
Von: Gabriele Sauermann

Der Gesetzentwurf zur Regelung der betreuungsrechtlichen Einwilligung in eine ärztliche Zwangsmaßnahme wird nicht mehr am 14.12.2012 im Bundesrat behandelt.



Am 10.11.2012 fand die von den Verbänden geforderte öffentliche Anhörung zum Gesetzentwurf zur Regelung der betreuungsrechtlichen Einwilligung in eine ärztliche Zwangsmaßnahme statt. Der Paritätische Gesamtverband wurde als Sachverständiger eingeladen. Im Ausschuss vertrat der Gesamtverband die Positionen auf der Grundlage der vorgelegten Stellungnahme und lehnte den Gesetzentwurf sowie die kurzfristig eingereichten Änderungsanträge der CDU/ CSU und FDP vom 07.12.2012 ab.
Der Paritätische Gesamtverband - wir verändern. : Öffentliche Anhörung zum Gesetzentwurf zur Regelung der betreuungsrechtlichen Einwilligung in eine ärztliche Zwangsmaßnahme am 10.12.2012

 Zwangsbehandlungsgesetz soll am 17. Januar beschlossen werden

2012-11-10

Patientenrechte: Demonstration gegen ärztliche Zwangsbehandlung, Berlin 15.11.2012

Wenn Euch Eure körperliche Unversehrtheit wichtig ist,

kommt am Donnerstag,
15.11.2012, um 8.15 Uhr

zur DEMONSTRATION

vor die 
Hessische Landesvertretung,
In den Ministergärten 5, 
  10117 Berlin

(zwischen Brandenburger Tor und Potsdamer Platz)




 In den Ministergärten 5, D-10117 Berlin

Dort treffen sich ohne TV-Kameras die Justizminister der Länder, um in einem Eilverfahren faktisch die 4 neuesten Entscheidungen des Bundesverfassungsgerichtes und Bundesgerichtshofes zur Zwangsbehandlung mit Psychopharmaka (an jedem Bürger!!!) außer Kraft zu setzen!

Psychopharmaka haben für die betroffenen Menschen schreckliche Folgen. Sie verändern Persönlichkeit und Körper, bewirken Bewusstseins-, Mimik- und andere -Veränderungen, was höchstrichterlich Körperverletzung genannt wurde. Eben daraufhin hat der Bundesgerichtshof die gesetzliche Grundlage zur Zwangsbehandlung mit Psychopharmaka abgeschafft! Noch nie davon gehört? Ist ja klar! Sowas wird nicht rumposaunt, eher vor uns geheim gehalten!

Nun wollen die Minister im Eilverfahren (also ohne wenn und aber) quasi heimlich ein Gesetz durchwinken, das so eine Zwangsbehandlung wieder ermöglicht! Das Gesetz ist reiner Horror für uns Alle! Es reicht, dass ein Psychiater bescheinigt, dass wir „einwilligungsunfähig“ sind und schon ist jede/r dran!!!

Das bedeutet für uns alle: Tyrannei!

Am Donnerstag, dem 15.11.2012 um 8:15 Uhr muss es unsererseits donnern! Oder willst Du, dass auch an Dir zwangsweise Psychopharmaka eingesetzt werden dürfen?
 
Die Demo wird organisiert von: 
Bundesarbeitsgemeinschaft Psychiatrie-Erfahrener: die-bpe.de
 IAAPA Polska: anty-psychiatria.info
Irren-Offensive: antipsychiatrie.de
Landesverband Psychiatrie-Erfahrener Berlin-Brandenburg: psychiatrie-erfahren.de
Landesverband Psychiatrie-Erfahrener NRW: psychiatrie-erfahrene-nrw.de
Verein zum Schutz vor psychiatrischer Gewalt: weglaufhaus.de
Werner-Fuß-Zentrum: psychiatrie-erfahrene.de

Infotelefon: 0152 / 34 112 007. Ruf an, wenn Du Fragen hast.


Dies ist eine Nachricht des
Werner-Fuß-Zentrum
im Haus der Demokratie und Menschenrechte
Greifswalder Str. 4, 10405 Berlin
psychiatrie-erfahrene.de



Zwangsbehandlung durch die Hintertür? | Telepolis



Nichts über uns ohne uns! - Allianz der Nichtregierungsorganisationen zur UN-Behindertenrechtskonvention - BRK-Allianz

78 Verbände der deutschen Zivilgesellschaft, die in der BRK-Allianz zusammenarbeiten, haben fristgemäß einen 16-seitigen Kurzbericht zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention (UN-BRK) in Deutschland beim UN-Menschenrechtsrat Plenum des Rates in Genf eingereicht.
Ein Auszug: 



"Gleiche Anerkennung vor dem Recht (Artikel 12)

18. Im deutschen Betreuungsrecht ist der/die Betreuer/in den Wünschen, dem subjektiven Wohl und der Rehabilitation des/der Betreuten verpflichtet (§ 1901 Abs. 2-4 BGB). Gleichzeitig vertritt der/die Betreuer/in in seinem/ihrem Aufgabenkreis die betreute Person gerichtlich und außergerichtlich (§ 1902 BGB). Das deutsche Betreuungsrecht enthält zwar Elemente der Unterstützung, ist aber vom Grundsatz der ersetzten Entscheidung („substituted decision making“) geprägt. Zur Umsetzung von Art. 12 Abs. 3 UN-BRK, demzufolge die Vertragsstaaten geeignete Maßnahmen treffen, um Menschen mit Behinderungen Zugang zu der Unterstützung zu verschaffen, die sie bei der Ausübung ihrer Rechts- und Handlungsfähigkeit gegebenenfalls benötigen („supported decision making“) sind deshalb weitere gesetzliche Änderungen erforderlich. Eine Weiterentwicklung des Betreuungsrechts ist insbesondere auch deshalb notwendig, weil die Zahl der Betreuungen stetig ansteigt (1.200.000 am Jahresende 2005, 1.300.000 am Jahresende 20101).

19. Die Regelungen zur Geschäftsunfähigkeit im deutschen bürgerlichen Recht gehen davon aus, dass Personen sich dauerhaft in einem „die freie Willensbestimmung ausschließenden Zustand krankhafter Störung der Geistestätigkeit“ befinden können. Diese Personen sind von der Teilnahme am Rechtsverkehr ausgeschlossen, ihre Willenserklärungen sind nichtig (§§ 104 f. BGB). Dem steht das Fähigkeitskonzept des Art. 12 Abs. 2 und 3 UN-BRK entgegen, das verlangt, die Frage nach der Fähigkeit zur freien Willensbestimmung in jedem Einzelfall situationsbezogen zu prüfen und die ggf. notwendige Unterstützung zur Herstellung der rechtlichen Handlungsfähigkeit zu leisten.

Empfehlungen:
  • Das deutsche Betreuungsrecht ist entsprechend dem Konzept des „supported decision making“ weiterzuentwickeln. Menschen mit Behinderungen ist ohne Eingriff in ihr Selbstbestimmungsrecht Zugang zur unterstützten Entscheidung zu verschaffen.
  • Die Regelungen zur Geschäftsunfähigkeit im deutschen bürgerlichen Recht sind entsprechend anzupassen. Dies ist auch deshalb notwendig, weil diese Regelungen nicht nur dem Schutz der Person dienen sollen, sondern auch dem Schutz des allgemeinen Rechtsverkehrs.

Freiheit und Sicherheit der Person (Artikel 14) / Schutz der Unversehrtheit der Person (Artikel 17) 
 
20. Die Unterbringung von Menschen gegen ihren geäußerten Willen ist in Deutschland auf der Rechtsgrundlage von verschiedenen Gesetzen gegeben. In der öffentlich-rechtlichen Unterbringung, die in den Bundesländern unterschiedlich geregelt ist, ist eine Unterbringung zum Schutz vor Selbst- oder Fremdgefährdung angelegt. In der zivilrechtlichen Unterbringung nach dem BGB ist die Unterbringung zum Schutz der untergebrachten Person vor einer Selbstschädigung möglich. Im Jahr 2005 gab es in Deutschland 193.373 Zwangseinweisungen, im Jahr 2009 bereits 236.377 Zwangseinweisungen. Die Gesamtzahl ist seit 1992 stets ansteigend2
 
21. Vielfach wird die Rechtspraxis den Vorschriften nicht gerecht. Unterbringungen erfolgen zu schnell und ohne umfassende Prüfung, ob alle anderen Möglichkeiten zur Hilfe hinreichend ausgeschöpft wurden. In manchen Unterbringungsverfahren werden die untergebrachten Personen von RichterInnen erst dann gesehen, wenn sie schon vorläufig untergebracht wurden und auch bereits eine medikamentöse Behandlung erhalten haben.

22. Eine Neuregelung der rechtlichen Vorschriften nach Vorgabe von Artikel 14 UN-BRK muss sicherstellen, dass die Unterbringung als Ausnahme nur dann erfolgt, wenn alle anderen Möglichkeiten zur Hilfestellung und Unterstützung geprüft wurden und sich als nicht hinreichend geeignet erwiesen haben. Gesetzgeber, Leistungsträger und staatliche Stellen müssen gewährleisten, dass in allen Regionen Deutschlands die Hilfen wohnortnah, in ausreichendem Umfang und in fachlicher Qualität zur Verfügung stehen, um Unterbringungen zu vermeiden.

23. Behandlungen gegen den geäußerten Willen einer psychisch erkrankten Person / einer Person mit Behinderung (Zwangsbehandlungen, Zwangsmedikationen) verstoßen gegen Artikel 17 UN-BRK. 

Das Bundesverfassungsgericht und der Bundesgerichtshof haben dazu in den Jahren 2011/12 eindeutige Grundsätze aufgestellt3. Danach müssen erst noch die gesetzlichen Voraussetzungen geschaffen werden, auf deren Grundlagen eine Behandlung gegen den erklärten Willen möglich sein kann. Zugleich müssen aber auch wirksame rechtliche Vorkehrungen geschaffen werden, die die Einhaltung der bestehenden Gesetze gewährleisten.

Empfehlungen:
  • Das Recht der Unterbringung nach dem Betreuungsrecht ist grundlegend insoweit zu überarbeiten, dass das Vorliegen einer Behinderung in keinem Fall eine Freiheitsentziehung rechtfertigt und auch im Übrigen die Voraussetzungen von Artikel 14 UN-BRK berücksichtigt werden müssen.
  • Die Unterbringungsgesetze der Länder4 sind nach Vorgaben von Artikel 14 der UN-BRK grundlegend zu überarbeiten.
  • Die Zulässigkeit und Voraussetzungen von Zwangsbehandlungen bedürfen der dringenden Überarbeitung durch die Gesetzgeber in Bund und Ländern nach den Vorgaben der obersten deutschen Gerichte und des Artikels 17 UN-BRK.
     
  • Zu allen gesetzlichen Neuregelungen sind mit den Verbänden der Psychiatrieerfahrenen und der Menschen mit Behinderungen gemeinsam Kriterien zu erarbeiten.
1 Quelle: Bundesamt für Justiz, Auswertung: Deinert in http://www.bdb-ev.de/220_Basisinformationen.php –3Fakten.pdf
2 Quelle: Bundesministerium für Justiz, Sondererhebung „Verfahren nach dem Betreuungsgesetz 1998 – 2005“
3 Bundesverfassungsgericht, Beschlüsse vom 23.03.2011 (Az. 2 BvR 882/09) sowie vom 12.10.2011 (Az. 2 BvR 633/11) sowie Bundesgerichtshof, Beschlüsse vom 20.06.2012, Az. XII ZB 99/12 sowie Az. XII ZB 130/12
4 zum Beispiel die Psychisch-Kranken-Gesetze (PsychKGs)"



2012-10-26

Urteile zur Zwangsbehandlung in der Psychiatrie - Politische Forderungen der Diakonie | Diakonie-Fachinformationsdienst

Urteile zur Zwangsbehandlung in der Psychiatrie - Politische Forderungen der Diakonie

Durch die zwei Urteile des Bundesverfassungsgerichtes aus dem Jahr 2011 und die Beschlüsse des Bundesgerichtshofes zur Zwangsbehandlung aus dem Jahr 2012 hat die Debatte um die Grundrechte von Menschen mit psychischen Erkrankungen deutlich an Relevanz gewonnen.
Auch die Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention stellt das psychiatrische Hilfesystem aber auch das deutsche Betreuungswesen vor die Herausforderung, noch einmal neu über Selbstbestimmung und Autonomie versus Unterstützung, Schutz und Fürsorge nachzudenken. (...)
Anbei finden Sie das  aktuelle politische Positionspapier: „Freiheit, Sicherheit und Schutz der Unversehrtheit der Person – Konsequenzen der Artikel 14 und 17 der UN-Behindertenrechtskonvention für die Psychiatrie“, mit dem die Diakonie auf den gesetzgeberische Handlungsbedarf aufmerksam macht.
Das Papier wurde im Rahmen der Projektarbeit des Diakonie Bundesverbandes erarbeitet. (...)
19.10.2012

Urteile zur Zwangsbehandlung in der Psychiatrie - Politische Forderungen der Diakonie | Diakonie-Fachinformationsdienst


Übereinkommen über die Rechte von Menschen mit Behinderungen/Artikel 25 - Gesundheit

Die Vertragsstaaten anerkennen das Recht von Menschen mit Behinderungen auf das erreichbare Höchstmaß an Gesundheit ohne Diskriminierung aufgrund von Behinderung. Die Vertragsstaaten treffen alle geeigneten Maßnahmen, um zu gewährleisten, dass Menschen mit Behinderungen Zugang zu geschlechtsspezifischen Gesundheitsdiensten, einschließlich gesundheitlicher Rehabilitation, haben. Insbesondere

d) erlegen die Vertragsstaaten den Angehörigen der Gesundheitsberufe die Verpflichtung auf, Menschen mit Behinderungen eine Versorgung von gleicher Qualität wie anderen Menschen angedeihen zu lassen, namentlich auf der Grundlage der freien Einwilligung nach vorheriger Aufklärung, indem sie unter anderem durch Schulungen und den Erlass ethischer Normen für die staatliche und private Gesundheitsversorgung das Bewusstsein für die Menschenrechte, die Würde, die Autonomie und die Bedürfnisse von Menschen mit Behinderungen schärfen;

Übereinkommen über die Rechte von Menschen mit Behinderungen/Artikel 25 - Gesundheit

2012-10-21

Unheimliches nicht verheimlichen - Vom Umgang mit Gewalt in Einrichtungen der Behindertenhilfe und Altenpflege: Sozial.de

Unheimliches nicht verheimlichen - Vom Umgang mit Gewalt in Einrichtungen der Behindertenhilfe und Altenpflege

16.10.2012
Termin: 16.11.2012
Veranstaltungsort: Evangelische Hochschule Freiburg
Veranstalter: Die Tagung ist eine gemeinsame Veranstaltung der Stadt Freiburg, der Stiftungsverwaltung Freiburg, der Evangelischen und Katholischen Hochschule Freiburg.


Seit 2010 – ausgelöst durch die Aufdeckung und vor allem Veröffentlichung von Fällen sexuellen Missbrauchs in dem Berliner Canisius-Kolleg – geht eine Welle der Auseinandersetzung mit Gewalt in Erziehungseinrichtungen und Einrichtungen der Behindertenhilfe durch die Presse und Fachöffentlichkeit. In der Altenpflege wird dagegen schon länger über Gewalt diskutiert, z.B. im Zusammenhang mit selbstschädigendem Verhalten von Bewohnern und Bewohnerinnen oder Ruhigstellen durch Fixierung und Psychopharmaka.
Die Tagung geht den Möglichkeiten und Grenzen der Gewaltprävention in Einrichtungen der Behindertenhilfe und Altenpflege nach.

Unheimliches nicht verheimlichen - Vom Umgang mit Gewalt in Einrichtungen der Behindertenhilfe und Altenpflege: Sozial.de
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