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2013-06-17

2012-12-10

ISL: Klaut nicht unsere Begriffe - verwirklicht unsere Konzepte! -- kobinet

10.12.2012 - 14:41

ISL: Klaut nicht unsere Begriffe - verwirklicht unsere Konzepte!.

Berlin (kobinet) Anlässlich des heutigen Internationalen Tages der Menschenrechte hat die Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland – ISL e.V. vor einem Etikettenschwindel in Sachen Menschenrechte gewarnt.

“Zunehmend erleben wir, dass fortschrittliche Begriffe wie Inklusion, Menschenrechte oder Selbstbestimmung in den Mund genommen werden”, sagt ISL-Geschäftsführerin Dr. Sigrid Arnade und kritisiert: “Die dahinterstehenden Inhalte, zum Beispiel in großen Institutionen oder in der Politik, sind aber nach wie vor aussondernd.” Nach Ansicht der ISL ist gerade der Menschenrechtsgedanke zentral für eine neue und grundlegend andere Behindertenpolitik. Davon sei im Alltag bei Menschen mit Behinderungen aber noch nichts angekommen. Im Gegenteil...

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ISL: Klaut nicht unsere Begriffe - verwirklicht unsere Konzepte! -- kobinet

2012-12-07

07.12.2012: Inklusion ist nicht mehr als ein Etikett (neues-deutschland.de)


Inklusion ist nicht mehr als ein Etikett

Das gemeinsame Lernen von Behinderten und Nichtbehinderten funktioniert - in der Theorie

Lena Tietgen hat für »nd« mit einem Berliner Elternpar gesprochen, bei deren Sohn vor Schuleintritt das »Asperger Syndrom« diagnostiziert wurde, eine spezielle Form des Autismus. Während die Inklusion in der Kita noch problemlos funktionierte, scheiterte die Regelschule an der Integration des Kindes.
07.12.2012: Inklusion ist nicht mehr als ein Etikett (neues-deutschland.de)

2011-11-24

Große Mehrheit der Bundesbürger für Inklusion Infratest Meinungsumfrage im Auftrag des VBE

Große Mehrheit der Bundesbürger für Inklusion

Infratest Meinungsumfrage im Auftrag des VBE
„Gemeinsames Lernen von Kindern mit und ohne Beeinträchtigungen in einer wohnortnahen Regelschule stößt bei den Bundesbürgern mit über 70 Prozent auf eindeutige Zustimmung“, bewertet VBE-Bundesvorsitzender Udo Beckmann die Ergebnisse der aktuellen Infratest Umfrage im Auftrag des VBE anlässlich des Deutschen Lehrertages 2011, der morgen unter dem Motto „individualisieren, integrieren, inkludieren“ in Dortmund stattfindet. Die repräsentative Erhebung umfasst sowohl bundesweite als auch landesspezifische Daten für NRW.
„Ebenso eindeutig ist die Skepsis der Bundesbürger (70 Prozent) gegenüber der Bereitschaft der Politik, gemeinsames Lernen finanziell abzusichern“, so Beckmann. „Die Länder müssen ohne Wenn und Aber die UN-Behindertenrechtskonvention umsetzen und ein inklusives Bildungssystem schaffen. Für Verzögerungstaktiken ist die Zeit abgelaufen. Der VBE warnt die Länder vor Etikettenschwindel. Die UN-Behindertenrechtskonvention ist seit zweieinhalb Jahren in Kraft und verpflichtet das Unterzeichnerland Deutschland, ein inklusives Bildungssystem zu schaffen, wie dies im Artikel 24 niedergelegt ist. Damit muss jedes Bundesland die Inklusion im Schulgesetz verankern und die nötigen Ressourcen bereitstellen. Inklusive Bildung ist, wenn sie zum Gewinn für Kinder mit und ohne Beeinträchtigung werden soll, kein Nullsummenspiel. Ein unterfinanziertes inklusives System, dass zu Lasten der Lehrkräfte und Schüler geht, ist mit uns nicht zu machen.“
Zu den repräsentativen Umfrageergebnissen im Einzelnen sagt Beckmann:
PD 38, 17.11.2011


Mehrheit der Bürger begrüßt die Inklusion

news4teachers.de

2011-06-16

Behindertenverbände sind von Nationalem Aktionsplan enttäuscht

UMSETZUNG DER UN-BEHINDERTENRECHTSKONVENTION
Behindertenverbände sind von Nationalem Aktionsplan enttäuscht

zwd Berlin (mhh). Der am 15. Juni von der Bundesregierung verabschiedete Nationale Aktionsplan zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention findet nicht die Unterstützung der Menschen mit Behinderungen. Der Plan sei ein Sammelsurium bereits existierender Maßnahmen, dem es an konkreten und verbindlichen Initiativen fehle, lautete die deutliche Kritik vieler Behinderten- und Sozialverbände sowie der Opposition.

Der Aktionsplan wird von nahezu allen Behindertenverbänden abgelehnt. Der Präsident des Sozialverbandes Deutschland (SoVD), Adolf Bauer, kritisierte, dass im Aktionsplan nur vereinzelte gesetzgeberische und damit tiefgreifende Maßnahmen vorgesehen sind. Bei den über 200 Einzelmaßnahmen vermisst Bauer eine Gesamtstrategie mit verbindlichen Zielen. „Reiner Aktionismus reicht nicht aus, um die in der Konvention festgeschriebenen Menschenrechte in Deutschland zu verwirklichen“, stellte Bauer fest. Der SoVD forderte den Bundestag dazu auf, den Aktionsplan zu überarbeiten.

Dem Forum selbstbestimmter Assistenz behinderter Menschen und der Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland fehlen insbesondere ein klares Bekenntnis der Bundesregierung zum selbstbestimmten Leben behinderter Menschen und der damit verbundene Rechtsanspruch auf persönliche Assistenz.

Initiative ist „Tropfen auf den heißen Stein“

Auch dem Sozialverband VdK ist der Plan der Regierung zu unverbindlich. Er drohe zu einer gut gemeinten Absichtserklärung zu verkümmern, bemängelte VdK-Präsidentin Ulrike Mascher. Als „Tropfen auf den heißen Stein“ bezeichnete Mascher das Ziel der Bundesregierung, 4.000 neue altersgerechte Jobs für schwerbehinderte Menschen über 50 Jahre zu schaffen. Angesichts von über 180.000 arbeitslosen Schwerbehinderten, sei das „bei weitem nicht ausreichend“.

Die Kritik bezieht sich auf die „Initiative Inklusion“, mit der Bundessozialministerin Ursula von der Leyen (CDU) laut Aktionsplan zusätzliche 100 Millionen Euro für die bessere Integration Behinderter in den Arbeitsmarkt bereitstellen will. Neben den Arbeitsplätzen für Ältere sollen ab September über zwei Jahre auch bis zu 10.000 schwerbehinderte Jugendliche auf das Berufsleben vorbereitet werden. Zusätzlich sollen in den nächsten fünf Jahren insgesamt 1.300 neue betriebliche Ausbildungsplätze für schwerbehinderte Menschen geschaffen werden. Aktuell befinden sich rund 5.800 Schwerbehinderte in einer betrieblichen Ausbildung.

Sonderprogramm ist „Etikettenschwindel“

Die Koalition schmücke sich mit fremden Federn, warf der DGB von der Leyen vor. Das 100-Millionen-Programm speist sich aus dem sogenannten Ausgleichsfonds, in den die Unternehmen einzahlen, die ihrer Pflicht zur Beschäftigung behinderter Menschen nicht ausreichend nachkommen. „Das angebliche Sonderprogramm ist somit reiner Etikettenschwindel, weil diese Mittel ohnehin für Menschen mit Behinderung zur Verfügung stehen“, stellte DGB-Vorstandsmitglied Annelie Buntenbach fest. Der Gewerkschaftsbund forderte die Bundesregierung auf, zusätzliche Mittel zur Arbeitsmarkt-Integration von Behinderten zur Verfügung zu stellen, statt durch Kürzungen bei der Arbeitsförderung die ohnehin schwierige Lage weiter zu verschlechtern. Während die Arbeitslosigkeit im Jahr 2010 insgesamt um 5,2 Prozent zurückging, ist sie bei schwerbehinderten Menschen um 4,9 Prozent angestiegen.

„Plan darf nichts kosten und kann nichts bewirken“

Die Oppositionsfraktionen im Bundestag kritisierten den Aktionsplan ebenfalls. Das Papier der Bundesregierung bestehe aus Prüfaufträgen, Modellvorhaben und seit Jahren existierenden Maßnahmen, erklärte der behindertenpolitische Sprecher der Linksfraktion, Ilja Seifert. Dabei gebe es kein Erkenntnis- sondern nur noch ein Umsetzungsproblem, das breit angelegte Strukturveränderungen notwendig mache. „Bei Lichte besehen handelt es sich um einen Plan, der nichts kosten darf und nichts bewirken kann“, so die Bilanz Seiferts.

Für Markus Kurth, behindertenpolitischer Sprecher der Grünen-Fraktion, wurde mit dem vorliegenden Aktionsplan eine große Chance vertan, die Politik für behinderte Menschen auf das Fundament der Behindertenrechtskonvention zu stellen. Die Behindertenbeauftragte der SPD-Bundestagsfraktion, Silvia Schmidt, forderte, Menschen mit Behinderung aus der Abhängigkeit der Sozialhilfe herauszuholen und die Umsetzung der Konvention nicht unter Haushaltsvorbehalt zu stellen.
(15.06.2011)

Behindertenverbände sind von Nationalem Aktionsplan enttäuscht

2011-04-14

Kindern mit und ohne Behinderungen

Kultusministerkonferenz setzt Verpflichtung zum gemeinsamen Unterricht von Kindern mit und ohne Behinderungen nicht um

Kinder mit Behinderung
shutterstock
“Der Entwurf der Empfehlungen der Kultusministerkonferenz zur inklusiven Bildung von Kindern und Jugendlichen mit Behinderungen in Schulen entspricht nicht den Anforderungen der UN-Behindertenrechtskonvention”, betonte der Beauftragte der Bundesregierung für die Belange behinderter Menschen, Hubert Hüppe, anlässlich des Stellungnahmeverfahrens der Kultusministerkonferenz zu dem Entwurf.
Der Behindertenbeauftragte verdeutlichte in seiner Stellungnahme an die Kultusministerkonferenz, dass die Konvention eindeutig den gemeinsamen Unterricht von Kindern mit und ohne Behinderungen mitsamt den hierfür notwendigen Rahmenbedingungen vorsehe. Aus der Konvention ergebe sich nicht nur die staatliche Verpflichtung, gemeinsamen Unterricht zu ermöglichen, sondern auch das individuelle Recht des Kindes mit Behinderung auf diskriminierungsfreien Zugang zum gemeinsamen Unterricht, erklärte Hubert Hüppe. Der Entwurf der Kultusministerkonferenz zementiere hingegen das in Deutschland vorherrschende Förderschulsystem.
Er bleibe damit hinter dem von der Kultusministerkonferenz selbst formulierten Ziel zurück, gemeinsamen Unterricht von Kindern mit und ohne Behinderungen umfassend zu ermöglichen, betonte der Behindertenbeauftragte. Wichtig sei auch, den teilweise einsetzenden Etikettenschwindel offenzulegen, bei dem der Begriff der “Inklusion” umgedeutet werden soll. “Eine ‘inklusive Schule’ bedeutet gemeinsamen Unterricht von Anfang an. Das derzeitige Förderschulsystem als inklusiv zu verkaufen, wie die Kultusministerkonferenz es anscheinend vorhat, widerspricht nicht nur den rechtlichen Vorgaben der Konvention. Es ignoriert auch die Eltern von Kindern mit Behinderungen, die seit langem für gleiche Chancen ihrer Kinder kämpfen und sich mit der UN-Behindertenrechtskonvention berechtigte Hoffnungen auf den gemeinsamen Unterricht in allgemeinen Schulen gemacht haben”, betonte Hubert Hüppe.

Kindern mit und ohne Behinderungen
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