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2013-11-29

Zu viele Psychopillen für Kinder, zu viele Beruhigungsmittel für demente Senioren und viele Wirkstoffe gleichzeitig für ältere Menschen - BARMER GEK Krankenkasse - Arzneimittelreport 2013


Barmer GEK Arzneimittelreport 2013 

Ein Drittel der über 65-Jährigen nimmt mehr als fünf Arzneimittelwirkstoffen täglich

Zu viele Psychopillen für Kinder, zu viele Beruhigungsmittel für demente Senioren und viele Wirkstoffe gleichzeitig für ältere Menschen – zu diesen Feststellungen kommt der Arzneimittelreport 2013 der Barmer GEK.
Titelseite BARMER GEK Arzneimittelreport 2013

Barmer GEK Arzneimittelreport 2013

"Gerade die Ergebnisse zur Polypharmazie zeigen, dass wir dringend mehr Vernetzung und Transparenz im Gesundheitswesen brauchen", resümiert Dr. Rolf-Ulrich Schlenker, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Barmer GEK. "Hätten wir die elektronische Gesundheitskarte, das elektronische Rezept und die elektronische Patientenakte, hätten behandelnde Ärzte und auch Apotheker einen viel besseren Überblick über die Arzneimitteltherapie." Die riskante Multimedikation ließe sich durch elektronische Vernetzung viel besser steuern. Es müsse endlich Schluss sein mit der Blockadepolitik namhafter Ärztefunktionäre gegen eine moderne Telematikinfrastruktur.
Basierend auf Daten von 2,1 Millionen Versicherten über 65 Jahre haben die Autoren des Arzneimittelreports um den Bremer Versorgungsforscher Prof. Dr. Gerd Glaeske analysiert, wie häufig Patienten mehrere Arzneimittelwirkstoffe parallel verordnet bekommen. Dabei zeigte sich, dass ein Drittel der Versicherten von Polypharmazie betroffen ist, also täglich mehr als fünf Arzneimittelwirkstoffe einnimmt. Bei den Hochbetagten zwischen 80 und 94 Jahren ist fast jeder Zweite betroffen. Im Durchschnitt nehmen Männer über 65 Jahre täglich 7,3 Wirkstoffe ein, bei Frauen dieser Altersgruppe sind es 7,2. Glaeske: "Darunter leidet vor allem auch die Therapietreue."
Besorgniserregend hoch stufen die Bremer Forscher die Verordnungszahlen von Antipsychotika für Kinder und Jugendliche ein. Von 2005 bis 2012 sind die Verschreibungen um 41 Prozent gestiegen. Verursacht werden die Zuwächse vor allem durch neuere Präparate (+ 129 Prozent), während die Verschreibungen älterer Medikamente leicht rückläufig sind. Ein differenziertes Bild zeigt der Blick auf einzelne Altersgruppen. Bei Kleinkindern bis vier Jahren verschreiben Ärzte kaum noch Antipsychotika. Bei allen anderen steigen die Verordnungszahlen, am stärksten bei den 10- bis 14-Jährigen. "Eine medizinische Erklärung dafür lässt sich nicht direkt herleiten", betont Glaeske. Weder zeigten Studien einen Anstieg psychiatrischer Störungen bei Kindern und Jugendlichen, noch hätten sich die relevanten Therapieempfehlungen geändert. Zudem dürfe man nicht ausblenden, dass Antipsychotika zum Teil gravierende unerwünschte Wirkungen haben.
Kritisch bewertet das Autorenteam vom Zentrum für Sozialpolitik der Universität Bremen den Einsatz von so genannten Benzodiazepinen bei Menschen mit einer Demenzerkrankung. Diese Schlaf- und Beruhigungsmittel wurden 2010 rund 3.500 Versicherten der Barmer GEK verschrieben. "Das Risiko, Benzodiazepine verordnet zu bekommen, ist bei Menschen mit Demenz um das 1,5-fache erhöht", so Glaeske. Mit dem Wirkstoff verbunden sei ein Verlust kognitiver Fähigkeiten wie Aufmerksamkeit, Erinnerung oder Lernen. Glaeske: "Ohne Zweifel sind viele ältere Menschen von Benzodiazepin-haltigen Arzneimitteln abhängig. Sie bekommen sie vermutlich oft nur, um quälende Entzugssymptome zu vermeiden." Denkbar sei jedoch, dass sich nach langen Jahren der Abhängigkeit eher eine Demenz entwickle als bei Menschen, die deutlich seltener solche Mittel eingenommen haben.

Für Sie zum Herunterladen:

BARMER GEK Krankenkasse - Arzneimittelreport 2013

2013-07-05

Redezeit: Hauptsache ruhig? Alte Menschen bekommen häufig zu viele Psychopharmaka, 10:05: WDR 5



Sendung vom 02.07.2013, 10:05 bis 12:00 Uhr



Gerd Glaeske; Rechte: privat  Gerd Glaeske


Redezeit: Hauptsache ruhig? Alte Menschen bekommen häufig zu viele Psychopharmaka


Gespräch mit Gerd Glaeske

Moderation: Achim Schmitz-Forte


Altwerden ist nichts für Feiglinge, heißt es im Volksmund. Wie aufreibend, vielleicht zermürbend das Alter offenbar tatsächlich für viele ist, kann man unter anderem daran ablesen, dass der Gebrauch von Psychopharmaka mit steigendem Alter wächst. Besonders hoch ist er in Alten- und Altenpflegeheimen. Doch was dem einen wie ein Segen vorkommen mag, dass man bei Schlaflosigkeit, Ängsten oder Halluzinationen immerhin seinen Frieden durch eine Pille finden kann, sehen andere eher als Fluch. Denn die chemische Problemlösung hat ihre Tücken. Gerd Glaeske, Pharmakologe, Professor für Arzneimittelversorgungsforschung in Bremen und mit seinem Team Verfasser des jährlich erscheinenden Arzneimittelreports der Gmünder Ersatzkassen, gibt Auskunft über Ursachen und Folgen.

Redaktion:
Ursula Daalmann

Redezeit: Hauptsache ruhig? Alte Menschen bekommen häufig zu viele Psychopharmaka, 10:05: WDR 5

audio zum nachhören

2013-06-13

Arzneimittelreport: Ältere und Kinder schlucken zu viele Pillen - Gesundheit | STERN.DE

 

Ältere und Kinder schlucken zu viele Pillen

Ältere Menschen schlucken zu viele Medikamente gleichzeitig, kritisiert der Barmer Arznei-Report. Kinder bekommen zu oft Antipsychotika verschrieben. Insgesamt sanken die Ausgaben für Arzneimittel.

Arzneimittelreport: Ältere und Kinder schlucken zu viele Pillen - Gesundheit | STERN.DE

2013-06-12

Deutsche Kinder schlucken zu viele Pillen - Nachrichten Print - WELT KOMPAKT - Wirtschaft (Pirnt DWK) - DIE WELT

 Die Welt kompakt 12.06.13

Deutsche Kinder schlucken zu viele Pillen

Arzneimittelreport: Starker Anstieg bei Psychopharmaka für junge Menschen. Auch Alte nehmen zu viele Medikamente Von
Deutsche Kinder schlucken zu viele Pillen - Nachrichten Print - WELT KOMPAKT - Wirtschaft (Pirnt DWK) - DIE WELT

Barmer GEK Report: Ältere schlucken oft zu viele Medikamente - SPIEGEL ONLINE


Krankenkassen-Report: Viele Ältere schlucken riskante Pillen-Cocktails

Millionen ältere Menschen bekommen zu viele Medikamente gleichzeitig verordnet. Der neue Arzneimittelreport der Krankenkasse Barmer GEK beklagt auch die Flut an Beruhigungsmitteln bei Dementen - und an Psychopharmaka bei Kindern.
Barmer GEK Report: Ältere schlucken oft zu viele Medikamente - SPIEGEL ONLINE

2013-05-20

Personalpolitik in der Altenpflege | Pflege-SHV

"Wir sehen den Fachkräftemangel in der Pflege in einem unmittelbaren Zusammenhang mit der kalkulierten Unterbesetzung in den Einrichtungen. Jedoch die eigentlich leidtragenden sind die Pflegebedürftigen. So werden in Deutschland  schätzungsweise 400.000 Menschen in Heimen fixiert, weil die Pflegekräfte nicht wissen, wie sie bei der geringen Besetzung sonst deren Sicherheit gewährleisten können. Dennoch kommt es häufig zu Stürzen und Verletzungen. Etwa jeder dritte Demenzkranke bekommt Neuroleptika zur Ruhigstellung, obwohl die Nebenwirkungen und das Risiko eines frühen Todes bekannt sind, heißt es im jüngsten Arzneimittelbericht der Barmer. Gäbe es eine bessere Pflege, könnte die Arzneigabe um bis zu 30 Prozent verringert werden. Es handelt sich um eine "Entwicklung, die mit einer Menschenwürde und einer vernünftigen Patientenversorgung nicht in Verbindung zu bringen ist", kommentiert Glaeske, Mitglied des Sachverständigenrates der Bundesregierung, diesen Bericht.
Warum ist das so?  Wer hat das (mit) zu verantworten? Wonach werden die Stellenschlüssel berechnet? Und wie könnte die Alternative aussehen. (...)"
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Personalpolitik in der Altenpflege | Pflege-SHV

2012-07-28

Saarland liegt bundesweit bei Patienten-Fixierungen auf Platz zwei

Saarland liegt bundesweit bei Patienten-Fixierungen auf Platz zwei

Von SZ-Redaktionsmitglied Ute Klockner
Die Zahl der Fixierungen soll auf ein Mindestmaß reduziert werden, sagen Pflegeheimbetreiber und Sozialministerium. Doch es fehlt an Geld und Personal. Ein erster Schritt sind Schulungen für das Pflegepersonal.  
(Veröffentlicht am 20.07.2012)
Fixierung
Das Festbinden an Betten ist für Pflegeheimbewohner wie Personal äußerst belastend. Schulungen sollen dabei helfen, die Zahl der Fixierungen zu minimieren.Foto: Hans Wiedl/dpa


Saarbrücken. An das Bett gefesselt im Pflegeheim – für viele alte Menschen ist das eine Albtraumvorstellung. Nach Angaben des Bundesamts für Justiz aus dem Jahr 2009 kommt es bundesweit nur in Bayern zu mehr sogenannter „unterbringungsähnlicher Maßnahmen“ – dazu gehören neben Fixierungen in Bett und Rollstühlen auch Bettgitter und das Ruhigstellen durch Medikamente – als im Saarland. Demnach kamen hier auf 10 000 Einwohner 18,9 genehmigungspflichtige Maßnahmen, im Bundesdurchschnitt waren es „nur“ 11,74. „Die überwiegende Mehrzahl der Maßnahmen dürfte für Menschen beantragt werden, die in Heimen leben“, schätzt der Vorsitzende des Ausschusses Betreuungsangelegenheiten der Liga der freien Wohlfahrtsverbände Saar, Johannes Schneider.  „Wenn es sich die Heime finanziell wie personell leisten könnten, könnte in den meisten Fällen aus pflegerischer Sicht auf die Fixierung verzichtet werden.“ (...)
Saarland liegt bundesweit bei Patienten-Fixierungen auf Platz zwei

2012-06-27

Medikamentensucht: "Frauen werden in die Abhängigkeit therapiert" - Nachrichten Gesundheit - WELT ONLINE

26.06.12

Medikamentensucht

"Frauen werden in die Abhängigkeit therapiert"

Ohne ersichtlichen Grund bekommen Frauen mehr Psychopharmaka als Männer. Experten warnen vor einem "Heer von Abhängigen" mit drastischen Folgen. Viele lassen sich Mittel auf Privatrezept verschreiben.
Woman taking medicine
© beyond/Tips RF Ist die Verordnung von Pillen immer streng medizinisch begründet? Das Fazit einer neuen Studie lautet: keineswegs. Frauen werden anders behandelt als Männer
 Medikamentensucht: "Frauen werden in die Abhängigkeit therapiert" - Nachrichten Gesundheit - WELT ONLINE

2012-06-01

Demenzkranke brauchen Zuwendung und keine “chemische Keule” | Kostenlose Pressemitteilungen veröffentlichen

Demenzkranke brauchen Zuwendung und keine “chemische Keule”


Demenzkranke brauchen Zuwendung und keine "chemische Keule"
Demenzkranke Menschen werden - wie eine aktuelle Studie des Bremer Zentrums für Sozialpolitik zeigt - immer häufiger mit der “chemischen Keule”, also mit Psychopharmaka und Neuroleptika ruhiggestellt. Die Studie geht davon aus, dass allein in den Pflegeheimen 240.000 Bewohner so sediert werden.Diese Vorgehensweise als “Therapie” zu bezeichnen ist angesichts der Nebenwirkungen ein kaum zu überbietender Euphemismus, denn die Betroffenen werden in vielen Fällen in völlige Lethargie versetzt. Sie leiden unter motorischen Störungen, das Sturzrisiko steigt dramatisch, teilweise treten Atemdepressionen, Wahnvorstellungen und komatöse Zustände auf. Skandalös ist der massenhafte Einsatz der “chemischen Keule” vor allem deshalb, weil es hierzu eine einfache, naheliegende Alternative gibt: menschliche Zuwendung!
In der Praxis habe ich immer wieder erlebt, wie sehr sich die Lebensqualität und das körperliche Befinden Demenzkranker bessert, wenn Verständnis, Repekt und Zuwendung die “chemische Keule” ersetzen. Ich denke hier beispielsweise an eine 75jährige Dame, die völlig apathisch aus der Klinik kam und kaum in der Lage war, ihr Umgebung wahrzunehmen. Nach Absetzen einer hochdosierten Multimedikation, bestehend aus Neuroleptikum und Hypnotikum, sitzt diese Frau nun auf ihrem Balkon, beobachtet erfreut brütende Graureiher; sie trägt keine Windeln mehr, weil sie mit Hilfe die Toilette benutzen kann und auch die im Entlasungsbericht der Klinik angegebene Bettlägrigkeit besteht nicht mehr, denn in Begleitung kann sie in der Wohnung mit Hilfe eines Rollators wenigstens kurze Strecken gehen.
Ich beschreibe hier keinen Einzelfall, sondern eine Beobachtung, die ich immer wieder anstellen konnte. Warum werden trotzdem so viele Demenzkranke medikamentös sediert? Die Antwort ist einfach: Demenzkranke brauchen Zuwendung und keine “chemische Keule” | Kostenlose Pressemitteilungen veröffentlichen

Demenz: Pillen statt Pflege - SWR Fernsehen :: Odysso | SWR.de

Demenz: Pillen statt Pflege

Pillen statt Pflege
aus der Sendung vom Donnerstag, 31.5. | 22.00 Uhr | SWR Fernsehen
Im Frühjahr hat das Bremer Zentrum für Sozialpolitik eine Studie veröffentlicht, die erschreckende Aussagen beinhaltet: Es geht um Pflegeeinrichtungen, in denen demente Personen betreut werden. Und es geht um die illegale Ruhigstellung dieser Dementen mit Psychopharmaka und Neuroleptika. 240.000 Demenzkranke werden laut dieser Studie in deutschen Pflegeheimen mit der „chemischen Keule“ sediert. Einer davon war der 90-jährige Vater von Ute Lamping aus Bremen.

Mit starken Medikamenten ruhig gestellt

Sie schildert uns, was sie erlebte, als sie Ihren Vater im Heim besuchte: „Ich habe mich ganz fürchterlich erschreckt. Ich habe ihn gesehen und kaum erkannt. Er saß völlig zusammengesunken auf seinem Sessel, hatte Wahnvorstellungen und große Angst. Er hat sehr stark gezittert und Dinge gesehen, die nicht real existent waren. Insgesamt war er ein körperliches Wrack.“ Dabei war der Vater von Ute Lamping, als er noch nicht im Heim war, ganz vital. Demenz: Pillen statt Pflege - SWR Fernsehen :: Odysso | SWR.de

 http://www.swr.de/odysso/-/id=1046894/did=9804584/pv=video/nid=1046894/134m6ay/index.html

Suchtproblem in Pflegeheimen - Pflege und Barrierefrei Wohnen - Gesundheit & Pflege - Magazin - HNA Online

Suchtproblem in Pflegeheimen

Berlin - Viele Pflegebedürftige in Deutschland sind abhängig von Alkohol und Medikamenten. Die bedenklichen Zahlen dürften sogar noch steigen.
Viele Pflegebedürftige in Deutschland sind abhängig von Alkohol und Medikamenten. Das geht aus der Antwort des Bundesgesundheitsministeriums auf eine Kleine Anfrage der SPD-Fraktion hervor, die der dpa in Berlin vorliegt.
Die Regierung zitiert darin eine repräsentative Umfrage, nach der vier von fünf stationäre und ambulante Pflegeeinrichtungen Menschen mit Suchtproblemen in ihren Reihen haben. Alkohol- und Medikamentenabhängigkeit stehe dabei im Zentrum.
“Nach Einschätzung der Pflegenden sind im Mittel sieben Prozent der Klientinnen und Klienten in den stationären Pflegeeinrichtungen medikamentenabhängig“, heißt es weiter der Regierungsantwort.
Der Geschäftsführer des Medizinischen Dienstes der Krankenkassen, Peter Pick, hatte bei der jüngsten Vorlage des Qualitätsberichtes zur Pflege kritisiert, “dass zu viele ruhigstellende Mittel in Pflegeeinrichtungen verordnet werden“.

Suchtproblem in Pflegeheimen - Pflege und Barrierefrei Wohnen - Gesundheit & Pflege - Magazin - HNA Online

2012-04-18

Pillen-Cocktail in der Pflege | Südwest Presse Online

Pillen-Cocktail in der Pflege

Das Urteil ist vernichtend: Demenzkranke erhalten zu viele und ungeeignete Medikamente. Viele Präparate nutzen nicht den Betroffenen, sondern den Heimen. Chemische Ruhigsteller sparen Personal.
Die Empörung raubt Cornelia P. immer wieder die Stimme. "Ich habe einen Hass, das können Sie sich gar nicht vorstellen." Es ist eine unbändige Wut auf das Altenheim, in dem ihre Mutter vor wenigen Tagen starb, auf die dort einbezogenen Ärzte und Psychiater, die die 88-jährige Frau im Juli mit den Krankheitsbildern Demenz, Osteoporose und "organisch affektive Störung" in eine geschlossene Abteilung eines gerontopsychiatrischen Altenheims in Nordrhein-Westfalen einwiesen. Unnötigerweise, glaubt die Tochter. "Meine Mutter wurde verstorben", klagt sie an.
Pillen-Cocktail in der Pflege | Südwest Presse Online

2012-03-31

240.000 bekommen Psychopharmaka: Heime stellen Demente ruhig - n-tv.de

Sonntag, 25. März 2012

240.000 bekommen PsychopharmakaHeime stellen Demente ruhig

Der Mangel an Personal führt dazu, dass in Heimen und ambulanter Pflege rund 250.000 Demenzkranke mit Psychopharmaka ruhig gestellt werden. Das berechnet die Universität Bremen. Die SPD wirft der Bundesregierung vor, für diesen Misstand mitverantwortlich zu sein.240.000 bekommen Psychopharmaka: Heime stellen Demente ruhig - n-tv.de

2011-11-19

Behinderte Kinder durch Medikamente? - Fußball International - derStandard.at › Sport

WM 82: Algerisches Team

Behinderte Kinder durch Medikamente?

18. November 2011 15:35

Algeriens Fußballspieler wollen eine genaue Untersuchung der Vorkommnisse rund um die Welt­meisterschaften 1982 und 1986

Wien - Nicht weniger als acht algerische Ex-Internationale, allesamt Teilnehmer der Fußball-Weltmeisterschaften 1982 und 1986, haben behinderte Kinder zur Welt gebracht. So berichtet es dieser Tage die französische Tageszeitung "Le Monde". Die betroffenen Spieler wollen nun wissen, ob es einen Zusammenhang zwischen den Behinderungen und den damals in Trainingslagern eigenommenen Medikamenten gibt. Sie haben den Weg an die Öffentlichkeit gesucht und fordern eine Untersuchung. "Um endlich die Wahrheit zu erfahren", sagt der ehemalige Verteidiger Mohamed Chaïb, Vater von drei behinderten Töchtern.

Behinderte Kinder durch Medikamente? - Fußball International - derStandard.at › Sport

2011-11-17

Im Sog der bunten Pillen - Nordkurier

November 16, 2011
Sucht von Benjamin Piel

Im Sog der bunten Pillen

Der Druck im Berufsleben steigt. Hohe Anforderungen – wenig Entspannung. Immer mehr Menschen greifen da zu Tabletten. Oft geraten sie in eine Sucht, die stärker ist als die Heroinabhängigkeit. Ausgerechnet Ärzte und Krankenschwestern sind besonders gefährdet.
Tabletten
50000 Medikamente gibt es auf dem deutschen Markt – Ärzte verschreiben oft zu unkritisch Tabletten und sind nicht selten selbst süchtig
Foto: dpa

Im Sog der bunten Pillen - Nordkurier

2011-10-04

50 Jahre Marktrücknahme von Contergan -- kobinet

05.10.2011 - 06:59

50 Jahre Marktrücknahme von Contergan.

Aachen (kobinet) In diesem Jahr jährt sich zum 50. Mal die Marktrücknahme von Contergan. Aus diesem Anlass führt der Bundesverband Contergangeschädigter am 11. Oktober eine Pressekonferenz in Aachen durch.

"Das Medikament Contergan ist seit 50 Jahren vom Markt. Die durch Contergan Geschädigten haben heute mit erheblichen Folgeschäden zu kämpfen, die aus der über 50 Jahre dauernden Fehlbelastung von Wirbelsäule, Gelenken und Muskulatur resultieren. Zugleich kommen die Eltern in ein Alter, in dem sie immer stärker als die wichtigste Hilfe ausfallen. Die zweite Contergan-Katastrophe", heißt es in der Ankündigung für die Pressekonferenz. Im Rahmen der Pressekonferenz soll eine aufmerksamkeitsstarke Plakatserie vorgestellt werden. moh

50 Jahre Marktrücknahme von Contergan -- kobinet

2011-09-20

„Die Menschlichkeit wird siegen“ - Stadt und Kreis - Teckbote

20.09.2011 - 02:15 Uhr

„Die Menschlichkeit wird siegen“


Contergan war ein Beruhigungsmittel, das Ende der 1950er-Jahre als besonders verträglich für Schwangere galt. 5 000 Kinder kamen als Folge der Einnahme missgebildet auf die Welt. Am Samstag veranstaltete das Contergan-Netzwerk in der Nürtinger Stadthalle das erste Contergan-Symposium. Stargast war Nina Hagen.

SYLVIA GIERLICHS

Bunt, stimmgewaltig und sehr sympathisch: Nina Hagen begeisterte mit ihrem Auftritt beim Contergan-Symposium in der Nürtinger St
Nürtingen. Frau M. hat kurze Arme. Sie ist contergangeschädigt. Zum Flaschenöffnen und anderen Aktivitäten benutzt sie häufig die Zähne, was dazu führt, dass diese stark abgenützt sind. Eigentlich bräuchte Frau M. Implantate. Indes, die Krankenkasse sieht es anders. Eine Prothese sei ausreichend. Auch das Gericht, vor dem Frau M. klagte, schloss sich dieser Ansicht an. Wegen der verkürzten Arme ist Frau M. allerdings gar nicht in der Lage, die Prothese herauszunehmen, um sie zu reinigen. Hätte Frau M. ihre Zähne bei einem Unfall eingebüßt, hätte sie Anspruch auf Implantate gehabt, als Contergan-Opfer allerdings nicht.
Diese Geschichte, die der Rechtsanwalt Michael Ashcroft, selbst contergangeschädigt, beim ersten Contergan-Symposium über eine Klientin erzählte, macht deutlich, mit welchen Problemen die Opfer des Arzneimittelskandals bei Behörden oder anderen Institutionen kämpfen müssen.

„Die Menschlichkeit wird siegen“ - Stadt und Kreis - Teckbote

2011-06-22

Zum geplanten Gnadenakt der Firma Grünenthal gegenüber seinen Opfern

Zum geplanten Gnadenakt der Firma Grünenthal gegenüber seinen Opfern

21.06.11
Soziales

von Conterganaufbruch

Dr. Harald F. Stock, CEO der Grünenthal Gruppe, ließ am 18.06.2011 über die Presse gegenüber den seit 50 Jahren noch nicht einmal im Ansatz gerecht entschädigten Opfern der Firma Grünenthal verlauten: „Wir haben entschieden, künftig die Härtefälle unter den Betroffenen unkompliziert zu unterstützen, wenn diese akuten Bedarf haben, für den die Sozialkassen nicht zahlen“, sagte Vorstandschef Harald Stock der WirtschaftsWoche.
„Contergan-Geschädigte, besonders die Vierfachgeschädigten an Armen und Beinen, die akute Unterstützung an Sachleistungen benötigen, können sich an uns wenden. Über die Vergabe entscheidet dann ein Team, dem auch ich angehöre. Wir sind startklar, das Geld für Projekte und Härtefälle liegt bereit. Über eine konkrete Summe ist dabei noch nicht entschieden.

Zum geplanten Gnadenakt der Firma Grünenthal gegenüber seinen Opfern

2011-06-18

Unsere Kirche > Gesellschaft > aktuell > Demenzkranke: Hospiz Stiftung spricht von »Skandal«

Bedenkliche Trends bei Arzneimitteln?

Demenzkranke: Hospiz Stiftung spricht von »Skandal«

<b>Menschen mit Demenzerkrankung</b> bekommen laut neuesten Untersuchungen zu oft starke Beruhigungsmittel - verschrieben von Ärzten.  Foto: UK-Archiv
Menschen mit Demenzerkrankung bekommen laut neuesten Untersuchungen zu oft starke Beruhigungsmittel - verschrieben von Ärzten. Foto: UK-Archiv
(...)
Jeder dritte Demenzkranke erhält vom Arzt regelmäßig starke Beruhigungsmittel - trotz erhöhtem Sterblichkeitsrisiko. Das sind einige der Ergebnisse des Arzneimittelreports 2011 der Barmer GEK, der in Berlin vorgestellt wurde. Der Geschäftsführer der Deutschen Hospiz Stiftung, Eugen Brysch, reagierte mit Empörung auf die veröffentlichten Zahlen.
Demenzkranke mit risikobehafteten Medikamenten ruhigzustellen, sei ein Skandal.
Dem Bericht zufolge erhalten an Demenz erkrankte Personen sechsmal häufiger Beruhigungsmittel als Patienten ohne Demenz. Zugleich sei das Sterblichkeitsrisiko von Demenzkranken nach der Einnahme von Beruhigungsmitteln 1,6- bis 1,7-fach größer als bei der Vergleichsgruppe, sagte Gerd Glaeske, Gesundheitsexperte und Autor der Studie.
Eugen Brysch sieht in den Ergebnissen des Arzneimittelreports Anzeichen für eine »eklatante Fehlversorgung demenziell erkrankter Menschen.«
»Ruhigstellen, satt und sauber ist keine Lösung«, sagte der Geschäftsführer der Deutschen Hospiz Stiftung in Berlin. Stattdessen würden dadurch die Symptome verschärft und die Sterblichkeitsrate erhöht.
»Das ist kein Konzept für würdiges Pflegen, sondern ein Skandal«, empörte sich Brysch.

UK > Gesellschaft > aktuell > Demenzkranke: Hospiz Stiftung spricht von »Skandal«

2011-05-15

Deutsches Ärzteblatt: Nachrichten "Medikamenten-Check für ältere Patienten soll Pflegequalität verbessern"

Freitag, 13. Mai 2011
Medikamenten-Check für ältere Patienten soll Pflegequalität verbessern
Hannover –Die KKH-Allianz macht sich für eine Verbesserung der Pflegequalität stark. „Durch Qualitätsmängel in der Pflege erfahren Pflegebedürftige nicht nur großes persönliches Leid, den Kassen entstehen dadurch auch hohe vermeidbare Kosten“, erklärte KKH-Allianz-Vorstandsvorsitzender Ingo Kailuweit. Die gestern auf dem14. Berliner Dialog vorgestellte „Pflegeoffensive 2011 – Wegweiser für mehr Qualität“ zeigt dazu mögliche Wege auf.

So fordert die Kasse darin beispielsweise einen Medikamentencheck für ältere Patienten und die Bereitstellung der Priscus-Liste – eine Auflistung potenziell ungeeigneter Präparate für ältere Menschen – als Praxissoftware für alle Ärzte.


Nach Auswertungen der KKH-Allianz nehmen 20 Prozent der Versicherten durchschnittlich fünf oder mehr Arzneimittelwirkstoffe ein. 27 Prozent der älteren Versicherten bekommen sogar Medikamente, die ihnen schaden. „Diese Arzneimittel kosten die Kassen jährlich rund 270 Millionen Euro und können für die Gesundheit schädlich sein“, warnte Kailuweit.

Die Kasse plädiert, pflegende Angehörige enger zu begleiten, die Pflegenoten für Altenheime gezielt weiterzuentwickeln und den Pflegeberuf attraktiver zu gestalten. „Dafür muss der Pflegeberuf gesellschaftlich besser anerkannt werden“, so der Kassenchef. © hil/aerzteblatt.de

Deutsches Ärzteblatt: Nachrichten "Medikamenten-Check für ältere Patienten soll Pflegequalität verbessern"
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